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Der Unterschied

Was den Mensch zum Menschen macht. Originaltitel: The Gap…
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Produktdetails

Titel: Der Unterschied
Autor/en: Thomas Suddendorf

EAN: 9783827076885
Format:  EPUB
Was den Mensch zum Menschen macht.
Originaltitel: The Gap. The science of what separates us from other animals.
Übersetzt von Barbara Steckhan, Bernhard Jendricke, Gabriele Gockel
eBook Berlin Verlag

6. Oktober 2014 - epub eBook - 384 Seiten

Thomas Suddendorf legt ein Standardwerk vor, das unser Bild von unserem Platz in der Natur verändert. Von der Psychologie und Verhaltensbiologie über die Evolutionsgeschichte bis hin zu den Neurowissenschaften verknüpft er erstmals die jüngsten Erkenntnisse aller relevanten Wissensgebiete. Fesselnd berichtet er, wie er die frühkindliche Entwicklung und das Verhalten von Menschenaffen erforscht. Suddendorf zeigt, dass die Alleinstellung des Menschen dadurch entstand, dass wir andere menschenähnliche und sogar eindeutig menschliche Spezies ausrotteten. Er warnt davor, die Kluft durch die Auslöschung der Menschenaffen noch zu vergrößern. Verblüffend ist, dass offenbar alle einzigartigen Eigenschaften des Menschen auf nur zwei grundlegende Besonderheiten zurückgehen: unsere unbändige Imaginationskraft und das Bedürfnis, unsere Gedanken mit anderen zu teilen. Ein bahnbrechendes Buch, das »auf seinem Gebiet wohl allein dasteht« (Richard Leakey).
Thomas Suddendorf, geboren 1967 im münsterländischen Vreden, promovierte an der Universität von Auckland (Neuseeland). Er lehrt in Australien als Professor für Psychologie an der renommierten University of Queensland in Brisbane, wo Suddendorf mit seiner Familie lebt. Die Evolution des menschlichen Geistes ist das Spezialgebiet des Entwicklungspsychologen. Für seine wissenschaftliche Arbeit erhielt er zahlreiche Auszeichnungen, u. a. von der American Psychological Association und der Association for Psychological Science.

EINS


Die letzten Menschen


Dieses Buch handelt von dir, von deinem Wesen und von deiner Herkunft.

Nach den Kategorien der Biologie bist du zweifelsfrei ein Organismus. Wie alle lebenden Organismen besitzen Menschen einen Stoffwechsel und können sich reproduzieren. Dein Genom benutzt dasselbe Wörterbuch wie eine Tulpe – und überschneidet sich in beträchtlichem Ausmaß mit dem Erbgut von Hefe, Bananen und Mäusen. Du bist ein Tier. Wie alle Tiere musst du andere Organismen verspeisen, um dich zu ernähren, seien es Pflanzen, Pilze oder Tiere. Was du gerne essen möchtest, zieht dich meistens an, während du alles meidest, was dich gerne verspeisen möchte – ganz wie dies für Spinnen gilt. Du bist ein Wirbeltier. Wie bei allen Wirbeltieren besitzt dein Körper ein Rückenmark, das mit dem Gehirn verbunden ist. Dein Skelett folgt demselben Bauplan – vier Gliedmaßen und fünf Finger bzw. Zehen – wie das eines Krokodils. Du bist ein Säugetier. Wie alle Höheren Säugetiere wuchst du in deiner Mutter heran und erhieltst nach der Geburt ihre Milch (oder die eines anderen weiblichen Wesens). Dein Körper weist dieselben Terminalhaare auf wie der eines Pudels. Du bist ein Primat. Wie andere Primaten hast du opponierbare Daumen, was ungemein nützlich ist. Deine Sicht der Welt basiert auf derselben Farbwahrnehmung wie die eines Pavians. Du bist ein Hominide. Wie alle Hominiden hast du Schultern, die deinen Armen eine volle Drehbewegung erlauben. Dein engster lebender Verwandter im Tierreich ist ein Schimpanse. Aber bevor ich dich einen Affen nenne, sollte ich wohl besser erst mal auf sichere Distanz gehen.

In der Regel halten sich Menschen für besser, oder zumindest für anders als alle anderen Arten auf unserem Planeten. Doch jede Spezies ist e
inzigartig, und so gesehen gibt es keine Sonderstellung des Menschen. Im Baum des Lebens bildet jede der Arten einen eigenen Zweig mit Besonderheiten, durch die sie sich von den anderen abhebt. Menschen unterscheiden sich von Schimpansen und anderen Primaten in einigen bemerkenswerten Aspekten. Wir können unsere Knie gerade durchdrücken, haben längere Beine als Arme und gehen gewöhnlich aufrecht, was unseren Händen erlaubt, andere Dinge zu tun, als unser Gewicht zu tragen. Wir haben ein Kinn. Die Oberfläche unseres Körpers ist mit Schweißdrüsen ausgestattet, die ein effizienteres Kühlsystem darstellen als das anderer Primaten. Wir haben unsere Reißzähne und einen Großteil unseres schützenden Fells verloren, auch wenn unseren männlichen Artgenossen ein anscheinend nutzloser, aber beharrlich sprießender Bart geblieben ist. Die Iris unserer Augen ist verhältnismäßig klein und von einer weißen anstatt dunklen Lederhaut umgeben, was es uns erleichtert, die Blickrichtung eines anderen zu erkennen. Menschenfrauen zeigen keine äußerlichen Anzeichen ihrer fruchtbaren Phasen, und Menschenmänner haben keinen Penisknochen.

Das sind keine wirklich bahnbrechenden Besonderheiten, verglichen etwa mit der Entwicklung von Flügeln bei Vögeln, die ihren Trägern selbstverständlich eine ganz neue Dimension von Möglichkeiten eröffnete. Doch trotz dieser dürftigen Liste eigenständiger körperlicher Merkmale ist es uns gelungen, den Großteil unseres Planeten unter unsere Kontrolle zu bringen. Das liegt daran, dass unsere außerordentlichen Kräfte nicht aus Muskeln und Knochen erwachsen, sondern aus unserem Geist.

Es sind unsere geistigen Fähigkeiten, die uns ermöglichten, das Feuer zu zähmen und das Rad zu erfinden. Sie versetzen uns in die Lage, Werkzeuge zu fertigen, die uns st&aum
l;rker, durchsetzungsfähiger, schneller, präziser, widerstandsfähiger und vielseitiger machen als jedes andere Tier. Wir konstruieren Maschinen, die uns in Windeseile von einem Ort zu einem anderen und sogar in die Weiten des Alls befördern. Wir erforschen die Natur und häufen rasch Wissen an, das wir miteinander teilen. Wir erschaffen komplexe künstliche Welten, in denen wir unerhörte Macht ausüben – die Macht, die Zukunft zu gestalten, und die Macht, alles zu zerstören und auszulöschen. Wir denken über unsere gegenwärtige Lage, über unsere Geschichte und unser Schicksal nach und debattieren darüber. Wir ersinnen ebenso leicht wunderbare harmonische Welten wie entsetzliche Tyranneien. Unsere Kräfte lassen sich für das Gute ebenso aktivieren wie für das Böse, und unablässig diskutieren wir darüber, was von beidem was ist. Unser Geist hat Zivilisationen und Technologien hervorgebracht, die das Antlitz der Erde veränderten, während unsere engsten Verwandten aus dem Tierreich unauffällig in den ihnen verbliebenen Wäldern leben. Es scheint eine enorme Kluft zwischen dem menschlichen und dem tierischen Geist zu geben. Wie diese Kluft beschaffen ist und woher sie rührt, behandelt dieses Buch.

Wir sind derart erfolgreich geworden, dass viele glauben, ein Gott habe unsere Spezies auserwählt, um über die Welt zu herrschen. Jüdische, christliche und islamische Kulturen zum Beispiel teilen den fundamentalen Glauben, dass ein allgegenwärtiger Gott die Menschheit nach seinem Bildnis erschaffen habe, dass allein wir mit einer Seele ausgestattet seien und dass all jene, die einer Reihe göttlicher Vorschriften folgen, ein herrliches Leben nach dem Tod erwartet. Nichtmenschlichen Tieren ist in diesen Vorstellungen nur eine Statistenrolle zugewiesen, während den Menschen das ausdrückliche Recht zu ihrer Ausbeutung
zugeschrieben wird.

Vor einigen Hundert Jahren jedoch kamen etliche unbequeme Tatsachen ans Licht, die ein ganz anderes Bild von unserer Stellung innerhalb der Natur ergaben. Nichts davon war vermutlich so grundlegend wie die astronomischen Entdeckungen Wilhelm Herschels.[1] Nachdem Herschel von Deutschland nach England ausgewandert war, begann er mit dem Bau von Teleskopen zur Beobachtung des Nachthimmels. Seine erste bahnbrechende Erkenntnis hatte er 1781 mit der Entdeckung eines neuen Planeten in unserem Sonnensystem, des Uranus. Unterstützt von seiner Schwester Caroline und König George III. (bevor dieser geisteskrank wurde), berichtigte Herschel unsere Vorstellung von der zentralen Position der Erde und ging dabei weit über das hinaus, was Kopernikus getan hatte. Er katalogisierte Tausende neuer Sternenhaufen und Nebel und entdeckte die dynamische Natur des Universums. Er erkannte, dass unser Sonnensystem sich im Raum voranbewegt und astronomische Objekte geboren werden, sich verändern und schließlich sterben – ein Schicksal, das auch unserer Sonne bevorsteht. Das Licht der Sterne, so fand er heraus, legt derart enorme Entfernungen zurück, dass manche von den heute bei uns sichtbaren in Wirklichkeit schon längst erloschen sind. Die Welt erwies sich durch Herschel als größer, älter und dynamischer, als irgendjemand geahnt hätte.

Die Astronomie hat gezeigt, dass wir auf einem winzigen Fleckchen in einer der Milliarden von Sonnensystemen in der Milchstraße sitzen, die selbst nur eine Galaxie unter Milliarden anderer ist. Das setzte die Menschheit und all unsere Sorgen in ein komplett neues Licht – was Monty Pythons Galaxy Song uns deutlich macht, der einprägsam einige der wichtigsten Entdeckungen über unseren Platz im Kosmos zusammenfasst:

Just remember that you’re standing on a planet that’s evolving
and revolving at 900 miles an hour

That’s orbiting at 19 miles a second, so it’s reckoned, a sun that is the source of all our power

The sun and you and me, and all the stars that we can see are moving at a million miles a day

In an outer spiral arm, at 40 000 miles an hour, of the galaxy we call the Milky Way.[2]

Denk nur daran, dass du auf einem Planeten stehst, der sich fortentwickelt und sich mit 1500 Kilometern pro Stunde um sich selbst dreht

Der mit 30 Kilometern pro Sekunde, so hat man es errechnet, um eine Sonne kreist, die die Quelle all unserer Kraft ist

Die Sonne und du und ich und all die Sterne, die wir sehen, bewegen sich mit 1,6 Millionen Kilometern pro Tag

In einem äußeren Spiralarm der Galaxie, die wir die Milchstraße nennen, mit 65 000 Kilometern pro Stunde

Herschels Arbeiten vermittelten den Menschen einen ersten flüchtigen Blick auf ein größeres Ganzes. Die Erkenntnis, dass unser Planet und sogar unser Sonnensystem bei Weitem nicht im Mittelpunkt liegen, warf ernsthafte Zweifel an zuvor bestehenden Theorien auf, die unsere Spezies ins Zentrum eines göttlichen Schöpfungsplans gestellt hatten. Mit Herschels Entdeckungen begannen sich säkularere Sichtweisen zu entwickeln. Pierre Laplace zum Beispiel verfocht 1799 die These, die Sonne sei wie in anderen Sonnensystemen ursprünglich durch eine Verdichtung aus einer nebligen Wolke entstanden, und die Planeten hätten sich dann von ihr abgespalten. Als Napoleon ihn fragte, warum er in seinen Arbeiten keinen Bezug auf den Schöpfer nehme, soll Laplace geantwortet haben: »Eine solche Hypothese habe ich nicht benötigt.«

Naturwissenschaftliche Entwürfe erschütterten auch die lang gehegten Überzeugungen hinsichtlich unserer besonderen Stellung auf der Erde. Wieder spielte die Familie
Herschel dabei eine entscheidende Rolle. Wilhelms Sohn John Herschel, wie bereits sein Vater Präsident der Royal Astronomical Society, veröffentlichte ein viel beachtetes Buch, in dem er für die neue naturwissenschaftliche Methodik warb.[3] Sein induktives Verfahren der Erkenntnisgewinnung bestand aus einem dreistufigen Prozess: erstens das Zusammentragen von Daten durch Beobachtung und Versuche; zweitens die Ableitung von Hypothesen aus den...


»Suddendorf fasst Forschungsergebnisse so zusammen, dass auch interessierte Laien sich ohne Probleme auf den 465 Seiten gut aufgehoben fühlen. Obwohl das Meiste bekannt sein dürfte, erreicht er mit seiner schnörkellosen Art so manchen Aha-Effekt. [...]. Ein lehrreiches Lesevergnügen.«, Die Rheinpfalz, 26.11.2015

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