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Dein finsteres Herz

Detective Max Wolfes erster Fall. Kriminalroman. Original…
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Produktdetails

Titel: Dein finsteres Herz
Autor/en: Tony Parsons

EAN: 9783732500185
Format:  EPUB
Detective Max Wolfes erster Fall. Kriminalroman.
Originaltitel: Murder Bag.
Lübbe

18. Dezember 2014 - epub eBook - 384 Seiten

Vor zwanzig Jahren trafen sieben privilegierte Jungen in der elitären Privatschule Potter's Field aufeinander und wurden Freunde. Nun sterben sie, einer nach dem anderen, auf unvorstellbar grausame Art. Das ruft Detective Constable Max Wolfe auf den Plan: Koffeinjunkie, Hundeliebhaber, alleinerziehender Vater. Und der Albtraum jedes Mörders.
Max folgt der blutigen Fährte des Killers von Londons Hinterhöfen und hell erleuchteten Straßen bis in die dunkelsten Winkel des Internets. Mit jeder neuen Leiche kommt er dem Täter ein Stück näher - doch damit bringt er nicht nur sich selbst, sondern auch alle, die er liebt, in tödliche Gefahr -

1


Ich wartete auf einen Mann, der plante, in den Tod zu gehen.

Ich hatte den alten BMW X5 gegenüber vom Eingang zum Bahnhof geparkt und trank einen dreifachen Espresso, während ich die eiligen Pendler auf dem Weg zur Arbeit beobachtete. Ich trank rasch.

Er würde bald hier sein.

Drei Fotos lagen auf dem Armaturenbrett. Eins von meiner Frau und meiner Tochter. Die beiden anderen von dem Mann, der plante, in den Tod zu gehen. Ein Passfoto vom Innenministerium und etwas, das wir einen Schnappschuss nannten, ein schwarz-weißes Standbild von einer Überwachungskamera.

Das Foto von meiner Familie schob ich wieder in die Brieftasche und die Brieftasche in meine Lederjacke. Dann klebte ich die beiden Fotos des Mannes, der plante, in den Tod zu gehen, am Armaturenbrett fest.

Und ich beobachtete die Straße.

Ich parkte mit dem Rücken zum Bahnhof, damit ich die belebte Hauptstraße im Auge behalten konnte. Sie war in milden Herbstsonnenschein getaucht, der wie eine verblassende Erinnerung an Sommertage wirkte. Hundert Meter entfernt schaute eine junge Frau, fürs Sportstudio gekleidet, ins Fenster eines Zeitungsladens. Ein großer Deutscher Schäferhund saß geduldig neben ihr, den Kopf gesenkt, während er sie mit kluger Miene betrachtete. Inmitten der Menschenmengen der Rushhour war der Hund völlig mit sich im Reinen.

»Das ist ein schöner Hund«, sagte ich.

Die Frau lächelte und streichelte dem Hund zur Antwort die Ohren, dann hörte ich in meinem Ohr eine Männerstimme, auch wenn sie sich nicht an mich richtete.

»Delta-1: Guter Empfang.«

Andere Stimmen drangen mir ins Ohr, während sie den Empfang für die anderen Funkrufzeichen prüften. In dem Überwachungsgewirr hörte ich die geübte Ruhe, die die Polizei in Situationen höchster Anspannung verwen
det, so wie ein Pilot, der seinen Passagieren gut zuredet, während seine Motoren in Brand stehen. Kein Grund zur Sorge, Leute.

Ich blickte mich auf der Straße nach Kastenwagen um, den üblichen Observierungsfahrzeugen, nach zivilen Pkw und Kriminalbeamten zu Fuß. Sie waren allerdings gut in ihrem Job. Ich sah nur die Frau mit dem schönen Schäferhund.

»Delta-1?«, sprach mich der Observierungsleiter an. »Wir sehen Sie, und wir hören Sie, Max. Sie sind ganz vorn. Wir warten Ihre positive optische ID ab, sobald Bravo-1 in der Zugriffszone ist. Bleiben Sie im Wagen.«

Bravo-1 war der Mann, der plante, in den Tod zu gehen.

»Verstanden«, sagte ich.

Dann kam eine Stimme, die ich kannte.

»DC Wolfe, hier Chief Super.«

Detective Chief Superintendent Elizabeth Swire. Meine Chefin.

»Ma’am«, sagte ich.

»Viel Glück, Wolfe«, sagte sie. Sie klang freundlich, als sie den Boss heraushängen ließ. »Sie haben den Mann gehört. Bleiben Sie im Wagen. Lassen Sie die schweren Sachen von den großen Jungs stemmen.«

Ich starrte auf die Straße. Nicht mehr lange.

»Ma’am«, sagte ich, so ruhig und brav wie der Deutsche Schäferhund.

Wenn ich meinen Rückspiegel etwas drehte, konnte ich an der beeindruckenden viktorianischen Fassade des Bahnhofshotels hochblicken. Wie ein Märchenschloss reckte es seine Türmchen in einen blauen Himmel voller weißer Wattebauschwolken. Es sah aus, als müsste man dort nur einmal blinzeln, und hundert Jahre wären vergangen. Von den großen Jungs sah ich keinen. Aber im Bahnhof gab es genügend von ihnen, um einen kleinen Krieg zu beginnen.

Irgendwo hinter den Netzgardinen und Vorhängen wartete die SCO19, die Sondereinsatzeinheit der Metropolitan Police. Jeder von
ihnen war mit einem G36-Sturmgewehr von Heckler & Koch bewaffnet und zwei Neunmillimeterpistolen Glock SLP. Doch ganz egal, wie angestrengt ich hinsah, ich würde sie nicht entdecken.

Außerdem hielten sich Bombenentschärfungskommandos bereit, die die Luftwaffe abgestellt hatte. Unterhändler. Spezialisten für chemische und biologische Kampfführung. Und jemand, der Pizza bestellte. Wir hatten außerdem etwa zwanzig Leute um den Bahnhof herum, doch ich sah nur die Frau und den Hund. Das Observierungsgeplapper ging weiter.

»Alle Einheiten melden. Echo-1?«

»Kein Anzeichen.«

»Victor-1?«

»Nichts.«

»Tango-1?«

»Kontakt«, sagte eine Frauenstimme.

Zum ersten Mal war es in dem Stück Plastik in meinem Ohr vollkommen still.

»Ich habe Sichtkontakt zu Bravo-1«, sagte dieselbe Stimme. »Kontakt.« Eine schreckliche Pause folgte. »Möglicher Kontakt«, sagte sie. »Wiederhole – möglicher Kontakt.«

Die Stimme des Observierungsleiters klang jetzt angespannter. »Möglicher Kontakt«, sagte er. »Wird überprüft. Bereithalten.«

Dann wieder die Stimme der Frau, in die sich Zweifel geschlichen hatten.

»Möglicher Kontakt. Roter Rucksack. Passiert gerade British Library. Bewegt sich zu Fuß in östlicher Richtung zum Bahnhof. Nähert sich Zugriffszone.«

»Delta-1?«

»Verstanden«, sagte ich.

»Und ich bin weg«, sagte Tango-1; es bedeutete, dass sie den Sichtkontakt zur Zielperson verloren hatte.

Ich warf einen raschen Blick auf die beiden Fotos am Armaturenbrett. Ich brauchte sie eigentlich nicht, weil ich genau wusste, wie er aussah. Dennoch schaute ich sie mir ein letztes Mal an. Dann musterte
ich wieder die Menschenmenge.

»Ich sehe ihn nicht«, meldete ich.

Dann hörte ich eine drängendere Stimme in meinem Ohr. Eine andere Frau. Die Beamtin mit dem Hund. Ich beobachtete sie eingehend, während sich ihr Mund bewegte.

»Hier Whisky-1, Whisky-1. Ich habe möglichen Sichtkontakt. Bravo-1 – er kommt. Zweihundert Meter. Andere Straßenseite. Östliche Richtung. Roter Rucksack. Möglicher Kontakt.«

Ein Stimmengewirr brach los, dann wurde scharf Ruhe verlangt.

»Möglicher Kontakt. Überprüfung läuft. Alle Einheiten bereithalten. Bereithalten, Delta-1.«

Dann nur noch Schweigen und das Knistern der atmosphärischen Störungen. Jetzt warteten sie auf mich.

Zuerst blickte ich durch ihn hindurch.

Weil er anders aussah.

Ich schaute rasch auf die beiden Fotos am Armaturenbrett, und er ähnelte ihnen kein bisschen.

Das schwarze Haar war jetzt hellbraun. Der Bartflaum war verschwunden. Aber damit hörte es nicht auf. Sein Gesicht hatte sich verändert. Es war voller, aufgebläht, fast das Gesicht eines anderen Menschen.

Doch eine Sache war gleich.

»Delta-1?«

»Kontakt«, sagte ich.

Der rote Rucksack war genau derselbe wie auf dem Foto am Armaturenbrett, auf dem Schnappschuss vom Überwachungsvideo an dem Tag, als er im Chemikaliengroßhandel das Wasserstoffperoxid gekauft hatte.

Er hatte den roten Rucksack getragen, als er den Wagen mit den 440 Litern Haarbleichmittel zur Kasse schob. Hatte ihn getragen, als er die 550 £ in Fünfzigern abzählte. Trug ihn, als er seinen Kleinbus an der Mietgarage entlud, an der wir unsere Kameras aufgestellt hatten. Den roten Rucksack konnte man gar nicht übersehen.

Das Ding sah aus wie die Sorte Tasche, mit der man den Mount Everest
besteigen kann. Groß und hellrot – Sicherheitsrot nannten sie diese Farbe. Aber das Gesicht war anders. Das warf mich aus der Bahn. Das sollte es auch. Das Gesicht war mit irgendetwas aufgepumpt worden. Er plante, mit dem Gesicht eines anderen in den Tod zu gehen.

Aber ich sah es jetzt.

Es bestand kein Zweifel.

»Das ist er«, sagte ich. »Kontakt. Er hat irgendetwas gemacht, ich weiß nicht, was. Irgendetwas mit seinem Gesicht angestellt. Kontakt. Bestätige visuelle Identifikation. Kontakt.«

»Scharfschütze-1, in Reichweite«, meldete eine Stimme, und erst jetzt entdeckte ich die Schützen auf der anderen Straßenseite, die sich auf den Dächern über einer schäbigen Zeile aus Läden und Imbissen bewegten. Ihre Waffen blitzten im Sonnenlicht. Polizeischarfschützen, die Stellung bezogen.

Unser letztes Mittel, sollte alles andere schiefgehen. Und alles fing an schiefzugehen.

»Scharfschütze-2, in Reichweite. Ich habe jedoch kein Ziel. Kein freies Schussfeld. Da unten ist ganz schön was los.«

Der Mann mit dem roten Rucksack war auf der anderen Straßenseite an der Fußgängerampel stehen geblieben und wartete auf grünes Licht. Verkehr donnerte vorüber, und in den Lücken blitzte immer wieder das Sicherheitsrot des Rucksacks auf. Ich berührte meinen Empfänger im Ohr. Plötzlich sprach niemand mehr zu mir.

»Das ist unser Junge«, sagte ich. »Positive ID. Kontakt. Kontakt. Ende.«

Die Ampel schaltete, und der Verkehr kam widerwillig zum Stehen. Die Pendler schlurften über die Straße. Der Mann mit dem roten Rucksack begleitete sie. Ich sprach langsam und deutlich.

»Hier Delta-1. Bestätige Kontakt. Zielperson wird gleich in Zugriffszone eintreten. Haben Sie mich verstanden? Ende.«

>Wieder nichts als das statische Rauschen zur Antwort.

Dann: »Möglich. Überprüfung läuft. Bereithalten.«

Ich schüttelte den Kopf und wollte wieder etwas sagen, als die ruhige Stimme von DCS Swire mir zuvorkam. »Negativ, Wolfe. Das ist er nicht. Negativ. Abbrechen.«

Dann hörte ich die Stimme des Observierungsleiters. »Negativ. Abbruch. Alle Stationen, Zugriffsbereitschaft aufheben.«

Die Ampel sprang wieder um.

Der Mann mit dem roten Rucksack hatte die Straße überquert.

Er hielt auf den Bahnhof...


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Bewertungsstern, voll Bewertungsstern, voll Bewertungsstern, voll Bewertungsstern, voll Bewertungsstern, voll packend - von Tilman Schneider - 02.10.2019 zu Tony Parsons „Dein finsteres Herz“
Sieben Jungen besuchen eine Eliteschule und fühlen sich nicht zur privilegiert, sondern sie werden auch so erzogen. Die Freunde gehen alle später eigene Wege und machen zum Teil Karriere. Aber dann werden ein paar ermordet und einer begeht Selbstmord. Warum? Was ist da los und wer verfolgt da einen Plan und mordet die Männer? Max Wolfes muss ermitteln und stolpert in ein Netz aus Lügen, Verschleierungen und Ungereimtheiten und der Alleinerziehende Vater gerät selbst in höchste Gefahr! Ein packender Thriller, der einen packt und nicht mehr los lässt. Man muss einfach heraus finden, wer die Taten begeht und man kommt tief in die Abgründe eines finsteren Herzens. Packend!
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