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Die Bibel für Ungläubige

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Produktdetails

Titel: Die Bibel für Ungläubige
Autor/en: Guus Kuijer

EAN: 9783888979880
Format:  EPUB
Übersetzt von Angela Wicharz-Lindner, Anna Carstens
Kunstmann Antje GmbH

8. Oktober 2014 - epub eBook - 322 Seiten

Die Bibel ist ein faszinierendes Buch. Unsere westliche Kultur ist ohne das heilige Buch der Christen nicht vorstellbar. Dennoch haben es viele von uns nicht gelesen. Das ist wirklich eine Schande, weil die Bibel einige der schönsten Geschichten der Weltliteratur enthält. Guus Kuijer erzählt sie neu für Ungläubige.
Er beginnt mit dem ersten Buch: Die Genesis ist der Familienroman einer Gruppe eigensinniger Menschen, die sich, aus dem Paradies verbannt, auf eine rastlose Reise durch das Zweistromland begeben und schließlich in Ägypten landen. Adam, Eva und die Schlange, Kain und Abel, die Sintflut und der Turmbau zu Babel Guus Kuijer erzählt diese Geschichten aus der Perspektive der Außenseiter und gibt ihnen so eine neue und überraschende Wendung. "Die Bibel für Ungläubige" führt sowohl die Bibelkundigen unter uns als auch die, die keine einzige Zeile gelesen haben, in ein vertrautes und gleichzeitig völlig fremdes Land.
Guus Kuijer, geboren 1942 in Amsterdam, zählt zu den profiliertesten Autoren der Niederlande. Sein umfangreiches Werk umfasst Romane, Erzählungen und über dreißig Kinder- und Jugendbücher. Guus Kuijer wurde 1982 und 2002 mit dem Deutschen Jugendliteraturpreis ausgezeichnet, für "Das Buch von allen Dingen" erhielt er 2007 den Gustav-Heinemann-Friedenspreis für Kinder- und Jugendbücher.

Es begann mit einem Wort. Es war ein Wort, das mir einfach so in den Sinn kam, ohne jeden Zusammenhang. Und das Wort war:

GOTT


Eigentlich war es ein völlig belangloses Wort, aber es sprach mich an. Es strahlte Kraft aus, auch wenn es nichts bedeutete und einfach nur so herumstand.

Da dachte ich: So hat alles angefangen. Als noch nichts da war, gab es ein Wort, das sehr stark war, aber nichts bedeutete und einfach so herumstand.

Darum gab ich dem Wort Augen, Ohren, Hände und Füße.

Als Gott erst einmal aus den Augen gucken konnte, dachte er: Ich sehe nichts. Weshalb soll ich gucken, wenn da nichts ist?

Gott war ganz allein in der Leere.

Es ist, wie es ist, seufzte er. Da ist nichts. Ich muss etwas daraus machen.

Er hatte das noch nicht ganz ausgesprochen, als etwas passierte. Er starrte verblüfft auf seine linke Hand.

He, sagte er, da ist ja was.

In seiner Hand lag eine kleine Kugel. Gott guckte sich die Augen aus dem Kopf, weil da etwas war, das er anschauen konnte. Habe ich aus nichts etwas gemacht?, dachte er. Wie ist das möglich?

Gott dachte hundert Jahre nach, dann sagte er: Egal, wie ich es geschafft habe. Was mache ich damit? Das ist die bessere Frage. Was geschieht, wenn ich diese Kugel hochwerfe?

Er blickte auf die Kugel und sagte: Ich bin neugierig!

Gottes Herz klopfte freudig. Ich tue einfach nur das, was mir Spaß macht.

Er zählte bis drei, und hopp!, flog die Kugel ins Nichts. Sie zerplatzte mit einem ohrenbetäubenden Knall. Päng!

Du meine Güte!, rief Gott erschrocken. Was für ein Krach!

Die Stücke und Brocken flogen in alle Richtungen, denn in der Kugel steckte eine wahnsinnige Kraft. Damit hatte Gott nicht gerechnet.

Das ufert ganz schön aus, dachte er. Womöglich entsteht da was, das mich verschluckt.

Die Stücke und Brocken flogen immer weiter auseinander, und dadurch entstand ein Raum.

Gott hatte ni
e irgendwo gewohnt, aber jetzt wohnte er irgendwo. Es herrschte eine unglaubliche Unordnung. Alles wirbelte durcheinander und knirschte und barst. Die Funken sprühten nur so. Es war ein einziges Chaos.

Das kommt davon, wenn man neugierig ist, dachte Gott. Aber was solls, es ist nun einmal passiert.

Gott dachte, dass er die Kugel zum Explodieren gebracht hätte, aber vielleicht wäre das auch ohne ihn passiert, wer weiß?

Eins ist jedoch sicher: Gott langweilte sich nicht mehr, denn er hatte die Kontrolle verloren. Ich glaube, dass Ordnung ins Chaos gebracht werden muss, denn das hier geht mir doch arg gegen den Strich.

Gott hoffte auf einen Plan, um den ganzen Krempel aufräumen zu können, aber das Tohuwabohu war so gewaltig, dass er gar nicht wusste, wo er anfangen sollte.

Lass den Anfang bitte anfangen, dachte er. Er wartete geduldig eine Million Jahre lang, aber der Anfang ließ auf sich warten.

Es fängt nicht von allein an, dachte Gott. Vielleicht muss ich was machen? Aber was? Gott zermarterte sich den Kopf und fühlte sich furchtbar machtlos. Was konnte ein einziger Gott gegen so viel Chaos ausrichten? Warum stand er so allein da?

Alles, was ich sehe, kommt aus der Kugel, dachte er. Aber woher komme ich eigentlich?

Er wusste es nicht. Und wo sind die anderen Götter?

Fragen über Fragen.

Als Gott begriff, dass Grübeln nichts half, fing er an zu denken. Wann war die Kugel in seiner Hand noch mal entstanden? War das nicht, nachdem er etwas gesagt hatte?

Das Wort!, rief Gott entzückt. Die Kraft steckt im Wort!

Es war, als verstünde er mit einem Mal alles. Er verstand sogar, was er war. Ich bin ein Wort. Ein gewaltiges Wort, ein Wort wie eine Explosion!

Es ist gut zu wissen, was man ist! Gott war sich nun sicher, dass er existierte.

Am Anfang war da ein Wort, dachte er. Und das Wort war ich. Der Anfang hatte also schon längst begonnen.

Er fand, dass e
r da auch schon eher hätte draufkommen können, und wunderte sich über seine Langsamkeit.

Ein Wort gibt das andere, dachte Gott. Welches Wort soll ich denn als Nächstes mal fallen lassen?

Er schaute sich um. Schon vor einer Million Jahren hatte er bemerkt, dass Licht und Finsternis hässlich vermischt waren. Es war weder hell noch dunkel. Alles war in eine Art Nebel gehüllt.

Ich habe es zu grau gemacht, dachte Gott. So verderbe ich mir nur die Augen. Was ist da zu tun?

Ein paar tausend Jahre lang suchte er nach den rechten Worten und sagte dann: Es werde Licht. Und es ward Licht.

Gott sah, dass es gut war, denn nun konnte er alles besser sehen. Er sah unglaublich viele Sterne, die eigentlich Sonnen waren. Planeten, murmelte Gott, und da begannen sich die Sonnen um Scheiben zu drehen. Das waren also die Planeten.

Gar nicht übel, sagte Gott. Es ist schon eine schöne Schöpfung.

Habe ich das gemacht, oder ist das alles Natur?, fragte er sich.

Er dachte ein paar Millionen Jahre darüber nach und kam dann zu einem kühnen Entschluss.

Ich habe da eine Idee, ich sage einfach, dass das alles mein Werk ist. Wer es besser weiß, melde sich.

Weil für Gott eine Million Jahre dasselbe ist wie ein Tag, fand er, dass zwei Tage verstrichen waren.

Der dritte Tag begann.

Gott schaute sich die vielen Sonnen an, die sich um die Planeten drehten, und dachte: Die Sterne sind zu heiß, aber die Planeten muss ich mir etwas näher betrachten. Vielleicht fühle ich mich irgendwo zu Hause.

Er ließ sich Zeit, weshalb der Tag gut eine Million Jahre dauerte.

Die meisten Planeten waren staubtrocken und so kalt wie der Mond, aber dann entdeckte Gott einen Planeten, der ganz blau war vom Wasser.

Da könnte es mir gefallen, dachte Gott, denn wo Wasser ist

Weiter kam er nicht, da er keinen Schimmer hatte, was er sagen wollte. Dafür habe ich noch keine Worte, dachte er, aber ich hab
e das Gefühl, dass Wasser zu irgendetwas gut ist.

Als er näher kam, sah er, dass das Wasser ganz schlammig war. Das gefiel ihm weniger gut. Glücklicherweise kannte er das Wort für Geist, so konnte er wie ein Geist über dem Schlamm schweben. Man konnte nämlich nirgendwo stehen.

Wasser und Schlamm müssen getrennt werden, dachte er, denn dann ist auf der einen Seite das Land und auf der anderen Seite das Meer. Dann kann man auf dem Land gehen und im Meer schwimmen. Wenn das erledigt ist, nenne ich diesen Planeten Erde, weil man da Wurzeln schlagen kann.

Überall begannen Vulkane auszubrechen. Es entstanden hohe Berge und tiefe Täler. Das Wasser strömte in die tiefsten Täler, und das Land fiel trocken.

Das ist schon ganz ordentlich, sagte Gott, aber es wirkt noch ein bisschen öde.

Das Meer wogte endlos vor sich hin, und der Erdboden wurde aufgewirbelt, aber sonst tat sich nichts.

Es müsste da etwas geben, dachte Gott. Aber er wusste nicht, was.

Er dachte so lange nach, bis ihm ein neues Wort eingefallen war, und das Wort hieß: Pflanze.

Jetzt war da etwas. Es begann mit grünen Dingern im Meer. Diese Dinger gelangten an Land und begannen zu wachsen, dass es eine Freude war.

Hab ichs mir nicht gedacht?, sagte Gott zufrieden. Das werden die Pflanzen sein.

Er sah, dass die Pflanzen immer kräftiger und höher wurden. Bei einigen wurde der Stängel so dick, dass er einen Baum darin erkannte.

Da sagte er: Wenn ich das alles gemacht habe, bin ich kein schlechter Schöpfer, wenn ich das mal so sagen darf. Doch es gab auf Erden niemanden, der ihm recht geben konnte, und das war schade.

Das war der dritte Tag. Der vierte begann.

Es gab zwar Tag und Nacht, aber der Tag war grau und die Nacht ebenfalls.

Es muss einen deutlichen Unterschied zwischen Tag und Nacht geben, sagte Gott. Sodass ich tagsüber viel Licht habe beim Erschaffen und nachts ungestört schlafen kann.

Er dachte ein paa
r hundert Jahre nach und sagte dann: Es muss helllichter Tag und stockdunkle Nacht werden.

Er hatte das noch nicht ganz ausgesprochen, da wurden Licht und Finsternis schon auseinandergetrieben.

Hoho, rief Gott, ich war noch nicht fertig. Zwischen Tag und Nacht muss es dämmern, denn das ist gesellig.

Es war das erste Mal, dass im Universum das Wort gesellig fiel. Gott wollte Geselligkeit, weil er allein war. Und darum dämmert es, bevor es dunkel wird.

Vielleicht lag es an eben dieser Dämmerung, dass Gott Sehnsucht bekam. Es war eine tiefe Sehnsucht, die ihm das Herz schwer machte.

Ich sehne mich, dachte er. Ich sehne mich heftig, aber ich weiß nicht, wonach.

Er sehnte sich den ganzen Tag, dann wurde es Abend. Das war das Ende des vierten Tages.

Es wurde dunkler denn je. Am folgenden Morgen war das Licht so grell, dass Gott bestimmt eine halbe Stunde lang blinzelnd dalag, bevor er aufstand, aber er hatte noch nie so gut geschlafen. Er fühlte sich fit genug, um ganz besondere Dinge zu erschaffen.

Der fünfte Tag begann.

Gott stand auf und beschloss, einen Strandspaziergang zu machen. Die Sonne schien, und das Meer war...


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