eBook.de : Ihr Online Shop für eBooks, Reader, Downloads und Bücher
Connect 01/2015 eBook-Shops: Testsieger im epub Angebot, Testurteil: gut Die Welt: Kundenorientierte Internetseiten Prädikat GOLD
+49 (0)40 4223 6096
€ 0,00
Zur Kasse

Aus dunklem Blut

Thriller. 1. Aufl. 2014.
Sofort lieferbar (Download)
eBook ePub

Dieses eBook können Sie auf allen Geräten lesen, die epub-fähig sind, z.B. auf den tolino oder Sony Readern.

Häufig gestellte Fragen zu epub eBooks

eBook € 6,99* inkl. MwSt.
Verschenken
Machen Sie jemandem eine Freude und
verschenken Sie einen Download!
Ganz einfach Downloads verschenken - so funktioniert's:
  1. 1 Geben Sie die Adresse der Person ein, die Sie beschenken
    möchten. Mit einer lieben Grußbotschaft verleihen Sie Ihrem
    Geschenk eine persönliche Note.
  2. 2 Bezahlen Sie das Geschenk bequem per Kreditkarte,
    Überweisung oder Lastschrift.
  3. 3 Der/die Geschenkempfänger/in bekommt von uns Ihre Nachricht
    und eine Anleitung zum Downloaden Ihres Geschenks!

Produktdetails

Titel: Aus dunklem Blut
Autor/en: Wendy Morgan

EAN: 9783732504657
Format:  EPUB ohne DRM
Thriller.
1. Aufl. 2014.
Bastei Entertainment

14. November 2014 - epub eBook - 464 Seiten

In Woodsbridge, New York, herrscht der amerikanische Traum von Wohlstand und Idylle. In diese Welt wunderschöner Häuser und gepflegter Vorgärten zieht Kathleen Carmody mit ihrer Familie. Hier verbrachte sie ihre Kindheit und Jugend. Und hier quälen sie die Erinnerungen an ein Geheimnis, das sie niemals loslassen wird - und das sie nicht einmal ihrem Mann anvertraut hat.

Als nach Kathleens Rückkehr auf einmal mehrere junge Teenager spurlos verschwinden, wird der schläfrige Vorort von Angst gepackt. Und Kathleen ahnt noch nicht, dass ihr Geheimnis eine tödliche Gefahr birgt ...

1. KAPITEL


Mrs. Carmody?

Erschrocken hebt Kathleen den Blick und schaut hinüber zu der blondierten Arzthelferin am Empfang der kieferorthopädischen Praxis.

Ja?

Wir bräuchten noch mal Ihre Versicherungskarte.

Seufzend legt Kathleen die Ausgabe der Rosie beiseite Relikt einer verflossenen Epoche, als es eine Zeitschrift dieses Namens noch gab , nimmt ihre Handtasche von der Lehne ihres unbequemen Stuhls und windet sich durch das proppenvolle Wartezimmer. Ihr zehnjähriger Sohn Curran, der in sein Gameboy-Spiel vertieft ist, ist der einzige Patient, der ihr nicht hinterherguckt.

Kathleen kramt ihr Kärtchen aus der Handtasche, reicht es der Zahnarzthelferin und wartet, während die Blondine das Ding stirnrunzelnd betrachtet, dann fotokopiert und nochmals die Stirn in Falten legt.

Neue Krankenversicherung?, fragt sie.

Die haben wir schon seit Mai, seit wir hierherkommen. Ob die neu ist an der Rezeption? Kathleen hat sie vorher noch nie gesehen.

Keine neue Gruppennummer?

Nee. Kathleen seufzt innerlich. Dauernd das Theater mit den Versicherungen! Mittlerweile ist es ein halbes Jahr her, seit Matt den Job gewechselt hat und sie in den Westen des Bundesstaates New York zogen. Trotzdem gibt es bei jedem Arzt-, Zahnarzt- oder Kieferorthopädentermin Komplikationen.

Die Blondine rollt mit ihrem Drehstuhl zum Computer und bearbeitet, die Versicherungskarte in der Linken, mit der Rechten die Tastatur. Die Festplatte surrt los. Dauert ein paar Sekunden, bemerkt die Arzthelferin. Ich muss nur was kontrollieren, Mrs. Katie?

Katie

Ein Name aus der Vergangenheit. Was nur bedeuten kann, dass die Blondine gleichfalls jemand aus jener Vergangenheit ist, eine Stimme, ein Gesicht.

Nun ist es an Kathleen, die Stirn in Falten zu legen, und zwar auf jene höfliche, seit dem Umzug perfektionierte Weise, ganz so, als wolle sie fragen: Kennen wir uns?


Sie sind doch Katie Gallagher, nicht wahr?

Gottlob nicht mehr!

Das war einmal. Sie ringt sich ein freundliches Lächeln ab. Inzwischen heiße ich Kathleen Carmody.

Und ich bin Deb! Deb Duff beziehungsweise, so hieß ich früher. Heute Mahalski.

Der Name sagt ihr nichts. Ist auch kein Wunder. Kathleen hat versucht, so ziemlich alle Bekannten von früher aus ihrem Gedächtnis zu streichen. Es ist leichter so.

Ich dachte, du wärst schon vor Jahren weggezogen, plappert die Blondine weiter.

Am liebsten würde Kathleen sich ihren Filius samt Gameboy schnappen und blitzartig die Flucht ergreifen. Das aber kommt nicht infrage. Es ist schließlich nicht das erste Mal, dass ihr jemand über den Weg läuft, der sie von früher kennt. Außerdem hat die Zahnarzthelferin noch ihre Versicherungskarte.

Ich äh war ich auch. Aber jetzt bin ich wieder da, nuschelt Kathleen, wobei sie gedankenversunken die unfassbar langen, gebogenen, knallroten Fingernägel dieser Deb Mahalski bemerkt. Wie kann sie damit bloß tippen?, fragt sie sich.

Wo wohnst du denn jetzt?

In Woodsbridge.

Kathleen sieht, wie Deb zu der auf dem Schreibtisch liegenden Patientenakte schielt und dabei die übertrieben gezupften und nachgemalten Brauen hebt. Orchard Hollow? Ganz schön weit gekommen seit Saint Brigids.

Aha, da liegt also der Hund begraben! In einem anderen Leben waren wir zusammen auf einer katholischen Bekenntnisschule!

Hast du das eigentlich mitgekriegt? Vor n paar Jahren haben sie Kirche und Schule abgerissen und einen neuen Supermarkt dahingesetzt.

Hab ich gehört.

Ist das dein Sohn?, fragt Deb, mit dem Kopf auf Curran deutend.

Ja.

Ich hab zwei Mädchen. Drei und fünf Jahre alt. Sie deutet jetzt mit ihrer kunstvoll hochtoupierten, hinten mit einem Plastikschmetterling zusammengeklammerten Frisur in Richtung des gerahmten Fotos auf ihrem Tisch. Hast du noch mehr Kinder?

Ei
nen jüngeren Sohn noch. Und eine Tochter. Die ist schon älter.

Und du bist verheiratet?

Hm.

Sie kann den Fragen ja doch nicht ausweichen. Ein bisschen Recherche im Internet, und diese neugierige Person hätte im Handumdrehen alles heraus, was es über ihr Leben zu erfahren gab.

Stopp! Alles nicht!

Niemand weiß alles. Nicht einmal Matt. Oder die Kinder. Und sie werdens auch nie erfahren!, denkt sie, die zitternden Hände in den tiefen Taschen ihres cordgefütterten Wachsmantels zu Fäusten verkrampft.

Bin wieder zu Hause! Entschuldige die Verspätung, Jen!, ruft Stella Gattinski. Von der angebauten Garage aus geht sie direkt in die Küche und streift sich die braunen Lederpumps ab, die ihre Füße schon den ganzen Nachmittag über malträtiert haben.

Halb so wild, Mrs. Gattinski.

Jen Carmody, nach Ansicht von Stellas dreijährigen Zwillingstöchterchen die liebsteste und schönsteste Babysitterin von der ganzen Welt, schaut lächelnd auf. Gemeinsam mit den beiden Mädchen kauert sie vor dem gemauerten Kamin nebenan im Familienzimmer, in dem die Kuscheltiere gerade ein Kaffeekränzchen abhalten.

Für Stella erwies sich jener Tag im April, an dem die aus dem Mittleren Westen stammenden Carmodys nach Woodsbridge umzogen, als ausgesprochener Glückstag. Jen kommt mit Mackenzie und Michaela hervorragend klar und ist zudem im perfekten Alter: dreizehn. Zwar alt genug, um für zwei Kleinkinder die Verantwortung zu übernehmen, aber doch noch zu jung fürs Daten, Autofahren und für die meisten Schulveranstaltungen außerhalb des Unterrichts.

Sie rückt jeden Mittwoch an und nimmt die Zwillinge in Empfang, wenn der Bus der Tagesstätte die beiden zu Hause absetzt. An diesem Tag ist Stellas langer Tag in der Schule: Sie leitet die Französisch-AG, und die trifft sich nun mal immer am Mittwochnachmittag.

Bevor Jen ihren Dienst als Babysitterin antrat, musste Stella mittwochs immer gezwungenermaßen auf
Elise Gattinski zurückgreifen, die Schwiegermutter aus der Hölle nennt sie sie. Sie hatte sonst niemanden, der die Kinder beaufsichtigen konnte. Früher übernahm das ihre eigene Mutter, doch seit ihr Vater im vorigen Jahr starb, bittet Stella sie nur äußerst ungern. Ihre Mutter wirkt zunehmend hinfällig; zwei Kleinkinder zu beaufsichtigen, dem ist sie einfach nicht mehr gewachsen.

Kurts Mutter dagegen ist alles andere als gebrechlich. Sie bietet sich oft an, doch Stella ging es eigentlich immer gegen den Strich, ihre Schwiegermutter regelmäßig zum Babysitten einzusetzen. Es verging nie eine Woche ohne irgendeinen Seitenhieb von Elise, vornehmlich gegen berufstätige Mütter, die ihre Kleinen und deren Bedürfnisse vernachlässigen, oder, schlimmer noch, die Bedürfnisse ihrer Göttergatten. Gottlob ist Stella mittlerweile nicht mehr auf Elises Hilfe angewiesen, es sei denn, es ist mal wirklich Not am Mann.

Mommy? Jen muss doch jetzt noch nicht weg, oder?

Prompt stimmt Michaela in Mackenzies Gequengel ein. Ja, Mommy! Sie hat gesagt, wir können noch mal Candyland spielen. Kannst du nicht wieder zur Schule fahren?

Stella muss schmunzeln. Pech gehabt, Schätzchen. Ihr werdet mich nicht mehr los.

Kurzes Protestgeheule hebt an. Dann bricht Michaela mittendrin ab und verkündet: Mommy, weißt du was? Jen hat einen Marienkäfer gerettet!

Ja!, wirft ihre Schwester dazwischen. Er ist direkt auf ihrem Arm gelandet. Ich wollte ihn tothauen. Aber Jen hats verboten.

Sie sagt, man darf kein Tier totmachen, fügt Michaela hinzu. Nicht mal so eklige Käfer. Weil ihre Mommy sie dann vermisst.

Da hat sie recht, betont Stella lobend. Und, Jen? Hat irgendjemand angerufen?

Nur Ihr Mann. Offenbar macht es dem Mädchen nicht das Geringste aus, dass Mackenzie versucht, ihr das lange blonde Haar zu einem Zopf zu flechten. Ich soll Ihnen bestellen, er hat noch ne späte Besprechung. Sie sollen schon ohne ihn essen.

Stella vergeht das Schm
unzeln. Wieder so ein spätes Meeting! Schon das zweite diese Woche. Dabei ist die erst halb rum.

Kenz!, mahnt sie zerstreut. Lass deine Hände aus Jens Haaren!

Mit wem er sich heute Abend wohl trifft?

Seine Beförderung zum stellvertretenden Vorstandsvorsitzenden bei seiner Bank erschien Stella damals wie ein Segen, erfolgte der Aufstieg doch genau am Ende ihres verlängerten Mutterschaftsurlaubs. Das war indes vor fast zwei Jahren, als zwar das Geld noch knapp, der Familiensinn dafür aber umso ausgeprägter war. Ihr Haushalt hatte sich gerade zahlenmäßig verdoppelt, und eine völlig benommene Stella wandelte sich schlagartig von einer ausgelasteten Mittelschullehrerin zur Dienstunfähigen mit ärztlich verordneter Bettruhe und anschließend zur Nur-Hausfrau und Mutter. Aber mal ehrlich: Zu dem Zeitpunkt ging ihr Kurt mit seinen Banker-Arbeitszeiten ohnehin auf die Nerven.

Mittlerweile ist sie wieder im Dienst und er Vizepräsident. Sie verfügen über ein Sparkonto, einen Volvo Kombi, eine wöchentlich kommende Zugehfrau sowie eben das neue Eigenheim in Orchard Hollow, erbaut im englischen Kolonialstil mit zentralem Foyer.

Ganz zu schweigen von den schnuckeligsten kleinen Mädchen auf der Welt.

Das Leben könnte nicht besser sein.

Oder?

Nach einem Blick auf die Uhr an der Mikrowelle was, schon bald halb sechs? kramt Stella in ihrer Brieftasche nach einem Zwanziger und einem Zehner. Jen ist seit drei...


Dieses eBook wird im epub-Format ohne Kopierschutz geliefert. Sie können dieses eBook auf vielen gängigen Endgeräten lesen.

Sie können dieses eBook auf vielen gängigen Endgeräten lesen.

Für welche Geräte?
Sie können das eBook auf allen Lesegeräten, in Apps und in Lesesoftware öffnen, die epub unterstützen:

  • tolino Reader
    Öffnen Sie das eBook nach der automatischen Synchronisation auf dem Reader oder übertragen Sie das eBook auf Ihr tolino Gerät mit einer kostenlosen Software wie beispielsweise Adobe Digital Editions.

  • Sony Reader und andere eBook Reader
    Laden Sie das eBook direkt auf dem Reader im eBook.de-Shop herunter oder übertragen Sie es mit der kostenlosen Software Sony READER FOR PC/Mac oder Adobe Digital Editions.

  • Tablets und Smartphones
    Installieren Sie die tolino Lese-App für Android und iOS oder verwenden Sie eine andere Lese-App für epub-eBooks.

  • PC und Mac
    Lesen Sie das eBook direkt nach dem Herunterladen über "Jetzt lesen" im Browser, oder mit der kostenlosen Lesesoftware Adobe Digital Editions.

Bitte beachten Sie: Dieses eBook ist nicht auf Kindle-Geräten lesbar.

Ihr erstes eBook?
Hier erhalten Sie alle Informationen rund um die digitalen Bücher für Neueinsteiger.

Kundenbewertungen zu Wendy Morgan „Aus dunklem Blut“
Noch keine Bewertungen vorhanden
Zur Rangliste der Rezensenten
Veröffentlichen Sie Ihre Kundenbewertung:
Kundenbewertung schreiben
Unsere Leistungen auf einen Klick
Unser Service für Sie
Zahlungsmethoden
Bequem, einfach und sicher mit eBook.de. mehr Infos akzeptierte Zahlungsarten: Überweisung, offene Rechnung,
Visa, Master Card, American Express, Paypal mehr Infos
Geprüfte Qualität
  • Schnelle Downloads
  • Datenschutz
  • Sichere Zahlung
  • SSL-Verschlüsselung
Servicehotline
+49 (0)40 4223 6096
Mo. - Fr. 8.00 - 20.00 Uhr
Sa. 10.00 - 18.00 Uhr
Chat
Ihre E-Mail-Adresse eintragen und kostenlos informiert werden:
* Alle Preise verstehen sich inkl. der gesetzlichen MwSt. Informationen über den Versand und anfallende Versandkosten finden Sie hier.
Bei als portofrei markierten Produkten bezieht sich dies nur auf den Versand innerhalb Deutschlands.

** Deutschsprachige eBooks und Bücher dürfen aufgrund der in Deutschland geltenden Buchpreisbindung und/oder Vorgaben von Verlagen nicht rabattiert werden. Soweit von uns deutschsprachige eBooks und Bücher günstiger angezeigt werden, wurde bei diesen kürzlich von den Verlagen der Preis gesenkt oder die Buchpreisbindung wurde für diese Titel inzwischen aufgehoben. Angaben zu Preisnachlässen beziehen sich auf den dargestellten Vergleichspreis.
eBook.de - Meine Bücher immer dabei
eBook.de ist eine Marke der Hugendubel Digital GmbH & Co. KG
Folgen Sie uns unter: