eBook.de : Ihr Online Shop für eBooks, Reader, Downloads und Bücher
Connect 01/2015 eBook-Shops: Testsieger im epub Angebot, Testurteil: gut Die Welt: Kundenorientierte Internetseiten Prädikat GOLD
+49 (0)40 4223 6096
€ 0,00
Zur Kasse

Das Medaillon

Sofort lieferbar (Download)
eBook ePub

Dieses eBook können Sie auf allen Geräten lesen, die epub-fähig sind. z.B. auf den tolino oder Sony Readern.

Häufig gestellte Fragen zu epub eBooks und Watermarking

eBook € 7,99* inkl. MwSt.
Print-Ausgabe: € 10,99
Verschenken
Machen Sie jemandem eine Freude und
verschenken Sie einen Download!
Ganz einfach Downloads verschenken - so funktioniert's:
  1. 1 Geben Sie die Adresse der Person ein, die Sie beschenken
    möchten. Mit einer lieben Grußbotschaft verleihen Sie Ihrem
    Geschenk eine persönliche Note.
  2. 2 Bezahlen Sie das Geschenk bequem per Kreditkarte,
    Überweisung oder Lastschrift.
  3. 3 Der/die Geschenkempfänger/in bekommt von uns Ihre Nachricht
    und eine Anleitung zum Downloaden Ihres Geschenks!
Dieses eBook ist auch verfügbar als:

Produktdetails

Titel: Das Medaillon
Autor/en: Gina Mayer

EAN: 9783943121971
Format:  EPUB
edition oberkassel

27. Oktober 2014 - epub eBook - 400 Seiten

Die kleine deutsche Stadt Elberfeld im Jahre 1856: die Entdeckung einiger Neandertalerknochen sorgt für große Aufregung unter den Bewohnern. Zur selben Zeit versuchen die beiden jungen Frauen Dorothea und Rosalie aus den starren Konventionen ihrer Gesellschaft auszubrechen und ihren eigenen Weg zu gehen ¿ dies führt zu einiger Missgunst unter ihren Mitmenschen. Als Nora 150 Jahre später während einer Expedition ein mysteriöses Medaillon an einem Skelett findet, scheinen sich die Lebensgeschichten der mutigen Frauen von damals mit ihrer eigenen zu verknüpfen. Eine aufregende Unterhaltung, gesellschaftskritisch und mysteriös zugleich - lassen Sie sich dieses Buch nicht entgehen!

Ein weiteres überarbeitete Meisterwerk nach »Die Protestantin« aus der Feder der in Düsseldorf lebenden Schriftstellerin Gina Mayer.

Mitte des 19. Jahrhunderts werden im Neandertal bei Erkrath prähistorische Knochen entdeckt. Dies sorgt in der pietistischen Kleinstadt Elberfeld für großes Aufsehen. Die beiden Freundinnen Rosalie und Dorothea träumen in dieser Zeit von einem Leben jenseits der strengen Tabus ihrer Erziehung. Rosalie beginnt als Apothekersgehilfin zu arbeiten, Dorothea hilft heimlich in der Leihbücherei aus. Aber nicht alle Menschen in Elberfeld sind damit einverstanden, dass die Frauen ihre eigenen Wege gehen.

Hundertfünfzig Jahre später finden Archäologen erneut Knochen bei Erkrath. Nora, eine Teilnehmerin des Forschungsteams, entdeckt bei dem Skelett ein Medaillon. Je mehr sie über das Schmuckstück herausfindet, desto enger scheint ihr Schicksal mit dem der Toten verknüpft.

Faszinierend und spannend sind die Lebenswege dreier mutiger Frauen geschildert, detailgetreue Millieuschilderungen der Gegend und Lebensumstände von Wuppertal bis Erkrath zeichnen den Roman der Schriftstellerin aus.

Gina Mayer, geboren 1965 in Ellwangen, lebt als Schriftstellerin im düsseldorfer Stadtteil Kaiserswerth. Die Idee zu ihrem Romandebüt kam ihr, als sie in die Friederike-Fliedner-Straße zog. "Zunächst sagte mir der Name überhaupt nichts. Aber nachdem ich mich einmal auf die historische Spurensuche gemacht hatte, war ich fasziniert von Fliedner und seinem Lebenswerk, der Gründung der Diakonissenhäuser."
Gina Mayer ist verheiratet und hat zwei Kinder. Neben ihren historischen Romanen schreibt sie Jugend- und Kinderbücher. Sie sagt über sich:
"Ich treffe ständig Leute, die früher Schriftsteller werden wollten. Aber stattdessen sind sie heute Systemberater oder Vertriebsleiter oder alles Mögliche. Ich wollte früher alles Mögliche werden, aber stattdessen schreibe ich Romane und Jugendbücher. Und manchmal auch Vorträge, Musicals, Werbetexte, Nachrufe, Briefe, Einkaufszettel und Gedichte. Ich lebe vom Schreiben."

1. Kapitel


Die horizontal übereinander liegenden Lager, die verschieden gefärbten und aus verschiedenartigen Stoffen gebildeten Schichten zeigen uns in grandiosen Schriftzügen die Geschichte der Vergangenheit. Die großen Erdkrisen scheinen daselbst von Gottes Hand verzeichnet zu sein. Hier fangen die Beweise an. Sie sind unwiderleglich, wenn es sich ergibt, dass das Werk des Menschen, das wir suchen, dieses Kunstprodukt, von dem ich behaupte, dass es dort liegt, sich eben daselbst schon seit der Ablagerung der Schichten befindet.

(aus einem Vortrag von Boucher de Perthes vor der Pariser Akademie, 1839)

"Rosalie!" Dr. Kuhns dünne, ein wenig klagende Stimme folgte ihr die enge Gasse hinunter bis an die Ecke zur Hauptstraße. Sie blieb stehen und schaute zurück zum Haus, aber ihr Vater war nirgends zu sehen. Das Fenster zu den Praxisräumen stand offen. Sie zögerte einen Moment lang, dann kehrte sie um.

Er beugte sich aus dem Erdgeschossfenster auf die Straße herunter, in seiner ausgestreckten Hand wedelte ein Zettel hin und her. "Sei so gut und schau nach dem Markt noch in der Apotheke vorbei, besorg mir die Tinkturen, ich brauche sie hernach dringend." Die blauen Augen hinter den konvexen Brillengläsern waren riesig und verschwommen wie seltsame Meeresfische. Sie nickte kurz und steckte das Rezept in eine Schürzentasche. "Ich bin aber nicht vor einer Stunde zurück."

Sie hörte ihn noch etwas murmeln, während er ihr schon den Rücken zukehrte, das Gesicht dem nächsten Patienten zugewandt.

Der ganze Sommer 1856 war verregnet gewesen, auch jetzt im August war der Himmel bedeckt, es war viel zu kühl für die Jahreszeit. Sie fröstelte in ihrem dünnen Sommerkleid, als sie die Tür zur Apotheke aufstieß. Die Glocke oben am Türrahmen klingelte schrill und erschrocken. Der Laden war leer, wahrscheinlich war der alte Rinstermann oben in den Räumen, die er allein bewohnte. Es würde eine Weile dauern, bis er die Stufen heruntergehumpelt war, und noch länger, bis er mit seinen zittrigen, arthritischen Händen die Tinkturen zusammengemischt hätte. Rosalie fragte sich manchmal, ob er überhaupt noch in der Lage war, die einzelnen Einheiten genau zu bemessen.

Wie immer, wenn sie in der Apotheke war, begann ihr Herz schneller zu schlagen, während ihre Augen an den vertrauten Holzregalen entlangglitten, auf denen Seite an Seite weiße Porzellangefäße standen, darunter honigfarbene Glastöpfe mit weißen Etiketten, sorgfältig beschriftet mit lateinischen Namen in hellblauer Schrift. Ein Schrank mit quadratischen Schubfächern, hinter jedem halbrunden Messinggriff lag ein Geheimnis, das Heilung versprach oder den Tod brachte, je nach Art der Anwendung.

Die Küche der Medizin nannte ihr Vater die Apotheke. Rosalie, die die Apotheke mit allen ihren Rätseln liebte, empfand das als verächtliche Herabsetzung.

Auch heute, obwohl sie so in Eile war, atmete sie den halb bitteren, halb minzigen Geruch ein, der aus dem Nachbarraum drang, wo die Arzneien und Salben gemischt wurden, und schloss die Augen und stellte sich vor, dass es ihr Reich wäre, diese Apotheke, dass sie es wäre, die ihrem Vater die Tinkturen zusammenrührte und Pflaster strich.

"Ist Ihnen nicht recht gut?" Das war nicht die Stimme des alten Rinstermann. Rosalie riss die Augen auf. Hinter der Ladentheke stand ein junger Mann. Weißer Mantel, dunkle, halblange Haare, Bart. Er war ein Stück größer als sie, das gefiel ihr.

"Wo ist Herr Rinstermann?", fragte sie.

Er lächelte. "Er hat sich zur Ruhe gesetzt, die Apotheke verkauft und ist nach Düsseldorf gezogen zu seiner Nichte."

So plötzlich, dachte sie. In der vergangenen Woche hatte er ihr noch eine Salbe verkauft und keinen Ton davon gesagt, dass er sein Geschäft aufgeben wollte. Aber er war immer schweigsam gewesen, der alte Apotheker.

"Und Sie sind sein Nachfolger?", fragte sie und hörte, wie ihre Stimme mit jedem Wort an Höhe verlor. Irgendwo, ganz tief in ihrem Inneren, stellte sie fest, hatte sich absurderweise ein Rest Hoffnung verborgen, dass sie selbst nach Rinstermanns Abgang die Apotheke übernehmen könnte. Ganz ohne Lehrjahre, ohne Universitätsstudium, ohne Wissen und Kenntnisse. Es war ein dummer, ein unsinniger Gedanke gewesen und sie schämte sich plötzlich dafür, obwohl niemand davon gewusst hatte, nicht einmal sie selbst.

"Minter", sagte der Mann und sie sah ihn überrascht an, dann wurde ihr bewusst, dass er sich vorgestellt hatte.

"Und Sie?", fragte er.

"Rosalie", sagte sie. "Rosalie Kuhn."

Der Name war ein Fluch. Ihre Mutter hatte ihn ausgesucht, vielleicht weil er sie an irgendjemanden, an irgendetwas erinnert hatte. Was immer es war, sie hatte es Rosalie nicht mehr mitteilen können. Sie war gestorben und hatte nicht miterlebt, wie ihre einzige Tochter heranwuchs und sich in ihrer Entwicklung immer weiter von ihrem Namen entfernte. Nun war sie neunzehn Jahre alt, muskulös gebaut und dunkelhaarig. Im Winter, wenn ihre Haut hell und durchscheinend war, zeichnete sich auf ihrer Oberlippe ein schwarzer Schatten ab wie die Vorahnung eines Bartes. Die Jungen in der Volksschule hatten sich schon damals darüber lustig gemacht, aber nur heimlich und hinter ihrem Rücken, denn Rosalie war stark, niemand legte sich gerne mit ihr an.

Nachdem sie ihren mädchenhaften Namen ausgesprochen hatte, musterte sie den neuen Apotheker voller Misstrauen, aber er schien den Widerspruch zwischen ihrer Erscheinung und ihrem Namen nicht zu bemerken.

"Was kann ich für Sie tun?"

Sie reichte ihm den Zettel mit den Verschreibungen, er las und nickte und verschwand dann im Nebenraum. "Dr. Kuhn, ist das Ihr Mann?", fragte er, als er ihr die drei Fläschchen mit den Tinkturen über die Ladentheke reichte.

"Mein Vater", entgegnete sie und lächelte. Im gleichen Moment begann einer im Stockwerk über der Apotheke zu hämmern, es klang laut und wütend, als ob jemand mit einem harten Gegenstand auf den Boden schlüge. Sie sah den Apotheker fragend an, aber er hatte den Blick zur Decke gerichtet und wirkte mit einem Mal voller Sorge, vielleicht hatte er Angst, dass sie einstürzte.

"Nun denn, wir werden uns künftig noch des Öfteren begegnen."

Er richtete die Augen wieder auf sie, lächelte verwirrt und kam hinter der Theke hervor und trat vor ihr zur Tür, um sie für sie zu öffnen.

"Der alte Rinstermann hat also verkauft", sagte ihr Vater und nickte langsam, während er einen Löffel gestampfte Kartoffeln im Mund versenkte. "Ja richtig, er hat davon gesprochen, es war wohl auch an der Zeit, lange wäre es sicher nicht mehr gut gegangen mit ihm. Und der Neue, sein Nachfolger, wie ist er?"

"Er wirkt recht angenehm." Rosalie versuchte sich an den Namen des jungen Apothekers zu erinnern. "Minster. Mindner. Oder so ähnlich."

"Nun, er wird mir sicherlich seine Aufwartung machen in den nächsten Tagen." Ihr Vater schenkte sich ein Glas Bier ein, nahm einen kräftigen Schluck und wischte sich dann mit dem Handrücken den Schaum von der Oberlippe, der sich wie ein weißer Flaum auf seinen dunklen Bart gelegt hatte.

"Heute Abend erwarte ich übrigens Fuhlrott. Er war vorhin in der Praxis und hat seinen Besuch angekündigt."

Dr. Fuhlrott wohnte nur ein paar Häuser weiter auf der Laurentiusstraße und unterrichtete Naturkunde an der Höheren Bürger- und Realschule in Elberfeld. Auch ihm war vor drei Jahren die Frau gestorben, aber ihn hatte es noch schlimmer getroffen als Kuhn, statt nur mit einer war er mit sechs Töchtern zurückgeblieben, von denen die jüngste heute gerade einmal acht Jahre alt war. Vielleicht lag es an dieser Unmenge an eigenen Töchtern, dass er Rosalie, die im gleichen Alter war wie seine Zweitälteste, immer nur mit höflichem Desinteresse behandelte. Als wäre sie Luft.

Die beiden Doktoren wie sie die Nachbarn nannten waren schon viele Jahre befreundet, sie teilten das Interesse an den Naturwissenschaften, an der Zoologie, der Geologie und der Botanik, das Interesse an allem, was erforschbar war und logisch. Sie trafen sich ein oder zwei Mal die Woche und Rosalie, die stets dabeisaß, wenn sie zusammenkamen und miteinander redeten, sog die Dinge, über die sie diskutierten, in sich auf. Fuhlrott, der mit den Steinbruchbesitzern der ganzen Umgebung bekannt war, wurde von ihnen mit Knochen versorgt, die beim Abbau zu Tage kamen, viele davon waren nur wenige Jahre alt und wertlos, andere wiederum bezeichnete der Doktor als fossil und ihr Zustand und ihre Beschaffenheit ermöglichten Rückschlüsse auf das Aussehen, das Wesen der Arten in vorsintflutlichen Zeiten. Rosalie malte sich immer aus, wie die Erde vor der Sintflut ausgesehen haben mochte, mit Eis bedeckt und von fremdartigen Lebewesen bevölkert. Es fiel ihr schwer, diese Vorstellung mit Noahs Arche in Verbindung zu bringen, denn wie hätten all die eigentümlichen Tiere, die Nashörner und Hyänen und Auerochsen, auf ein einziges Schiff passen sollen und sei es auch noch so groß. "Meiner Ansicht nach hat die Sintflut in ihrem alttestamentarisch beschriebenen Ablauf nie stattgefunden", sagte ihr Vater, als sie ihn danach fragte. "Es ist ein Sinnbild, eine Parabel, keine wissenschaftliche Beschreibung." So etwas sagte er jedoch nur zu ihr und selbst dann senkte er die Stimme, so dass sie genau hinhören musste. Mit seinem Freund Fuhlrott sprach er niemals über solche theologischen Dinge, sie hielten sich an naturwissenschaftliche Fakten.

Um sieben läutete es an der Haustür. Rosalie öffnete und erwartete Fuhlrott, es war aber nicht der Lehrer, sondern der neue Apotheker. An seinen Namen konnte sich Rosalie nicht mehr erinnern, aber...


"Mit einer ungeheuren Lust am Erzählen entwirft Gina Mayer ein fesselndes Sittengemälde, das bis in unsere Zeit reicht." (Welt am Sonntag - zur früheren Ausgabe)

"Aus dem Kontrast zwischen Gegenwart und Vergangenheit resultiert eine mitreißende Spannung, die das Buch zusammen mit der natürlichen Erzählweise der Autorin fesselnd macht." (Rheinische Post (zur früheren Ausgabe))

"Der ideale Schmöker für lange Winterabende." (NRZ - zur früheren Ausgabe)

Dieses eBook wird im epub-Format geliefert und ist mit einem Wasserzeichen versehen. Sie können dieses eBook auf vielen gängigen Endgeräten lesen.

Sie können dieses eBook auf vielen gängigen Endgeräten lesen.

Für welche Geräte?
Sie können das eBook auf allen Lesegeräten, in Apps und in Lesesoftware öffnen, die epub unterstützen:

  • tolino Reader
    Laden Sie das eBook direkt auf dem Reader im eBook.de-Shop herunter oder übertragen Sie das eBook auf Ihr tolino Gerät mit einer kostenlosen Software wie beispielsweise Adobe Digital Editions.

  • Sony Reader und andere eBook Reader
    Laden Sie das eBook direkt auf dem Reader im eBook.de-Shop herunter oder übertragen Sie es mit der kostenlosen Software Sony READER FOR PC/Mac oder Adobe Digital Editions.

  • Tablets und Smartphones
    Installieren Sie die tolino Lese-App für Android und iOS oder verwenden Sie eine andere Lese-App für epub-eBooks.

  • PC und Mac
    Lesen Sie das eBook direkt nach dem Herunterladen mit einer kostenlosen Lesesoftware, beispielsweise Adobe Digital Editions Sony READER FOR PC/Mac.

Die eBook-Datei wird beim Herunterladen mit einem nicht löschbaren Wasserzeichen individuell markiert, sodass die Ermittlung und rechtliche Verfolgung des ursprünglichen Käufers im Fall einer missbräuchlichen Nutzung der eBook-Datei möglich ist.

Bitte beachten Sie: Dieses eBook ist nicht auf Kindle-Geräten lesbar.

Ihr erstes eBook?
Hier erhalten Sie alle Informationen rund um die digitalen Bücher für Neueinsteiger.

Kundenbewertungen zu Gina Mayer „Das Medaillon“
Durchschnittliche Kundenbewertung
review.image.5 review.image.5 review.image.5 review.image.5 review.image.5 2 Kundenbewertungen
Veröffentlichen Sie Ihre Kundenbewertung:
Kundenbewertung schreiben
Bewertungsstern, voll Bewertungsstern, voll Bewertungsstern, voll Bewertungsstern, voll Bewertungsstern, voll Ruhige, einfülsame Töne - von Redaktion eBook.de - 27.10.2017 zu Gina Mayer „Das Medaillon“
Das Buch ist eindringlich und atmosphärisch dicht erzählt, mitunter aber auch sehr melancholisch. Durch die reduzierte Sprache wirken die Lebens- und Liebesgeschichten der drei Hauptfiguren an keiner Stelle kitschig. Schlicht und ergreifend ein tolles Buch für Freunde der leiseren Töne.
Bewertungsstern, voll Bewertungsstern, voll Bewertungsstern, voll Bewertungsstern, voll Bewertungsstern, voll Von Hoffnungen und unerfüllten Träumen - von Vorleser - 29.06.2015 zu Gina Mayer „Das Medaillon“
Inhalt: Im Neandertal wird bei der Grabung in einer Höhle das Skelett einer Frau entdeckt. Das Ausgrabungsteam steht vor einem Rätsel: wer war die unbekannte Tote, warum gab es keine Spuren von Kleidung, und wie ist sie dort hin gelangt? Meine Meinung: Wer gern historische Romane mit einem Hauch von Krimi liest hält mit Gina Mayers Buch: Das Medaillon einen Hit in der Hand. Das Buch spielt auf zwei Zeitebenen: Mitte des 19. Jahrhunderts, und Gegenwart. In der Vergangenheit lernen wir Rosalie und Dorothea kennen: zwei ungleiche junge Frauen, die trotzdem die besten Freundinnen sind. Sie verbindet eine gewisse Andersartigkeit sowie der Traum von Selbstverwirklichung. Während Dorothea keine hochfliegenden Träume hat, ist sie doch in dem versuch, sie zu verwirklichen wesentlich eingeschränkter als Rosalie. Dorotheas Elternhaus ist streng gläubig und stark in der niederländisch-reformierten Gemeinde verwurzelt: einer bigotten und engstirnigen Glaubensgemeinschaft die kein Abweichen von ihren Vorstellungen duldet. Rosalies Hemmschuh ist die Gesellschaft als solches, die Mitte des 19. Jahrhunderts den Frauen die Fähigkeit zu denken und zu handeln abspricht und ihnen so den Zugang zu Wissen verwehrt. Jede der Frauen kämpft auf ihre Art und Weise dafür, ihren Traum zu erfüllen - und zumindest einer scheint es zu gelingen. Sie zahlt allerdings einen sehr hohen Preis. Die Andere macht auch Schritte in Richtung ihrer Ziele, aber auch sie hat einen Preis zu zahlen, wenngleich der im Vergleich relativ niedrig scheint. Im krassen Gegensatz dazu steht Nora, die resigniert hat und keinen Traum zur Selbstverwirklichung hegt. Sie lebt gar nicht richtig, sie funktioniert einfach größtenteils. Ihr Hemmschuh ist ihr A... von Ehemann. Durch die Entdeckung des Skeletts bekommt Nora neuen Auftrieb, außerdem findet sie neue Freunde. Sie stellt Nachforschungen an, und letztendlich krempelt sie ihr Leben um. Der Wechsel zwischen den Zeitebenen kam anfangs überraschend, wird aber sehr geschickt eingesetzt, denn dadurch wird (unter Anderem) Spannung aufgebaut und gehalten. Scheint anfangs der Strang in der Vergangenheit interessanter und spannender, holt der Strang in der Gegenwart jedoch schnell auf, und so ist man jedes mal sowohl erleichtert, als auch enttäuscht, wenn die Zeitebene wechselt, da man alles auf einmal wissen möchte. Die Autorin bleibt keine Antworten schuldig, und das Ende ist, trotz der zum Teil schrecklichen Ereignisse, versöhnlich. Wer clevere historische Romane mag sollte hier unbedingt zugreifen, das Gleiche gilt für alle, die Gesellschaftsromane mögen - und natürlich für jeden, der überhaupt gerne gut geschriebene Lektüre liest.
Zur Rangliste der Rezensenten
Unsere Leistungen auf einen Klick
Unser Service für Sie
Zahlungsmethoden
Bequem, einfach und sicher mit eBook.de. mehr Infos akzeptierte Zahlungsarten: Überweisung, offene Rechnung,
Visa, Master Card, American Express, Paypal mehr Infos
Geprüfte Qualität
  • Schnelle Downloads
  • Datenschutz
  • Sichere Zahlung
  • SSL-Verschlüsselung
Servicehotline
+49 (0)40 4223 6096
Mo. - Fr. 8.00 - 20.00 Uhr
Sa. 10.00 - 18.00 Uhr
Chat
Ihre E-Mail-Adresse eintragen und kostenlos informiert werden:
* Alle Preise verstehen sich inkl. der gesetzlichen MwSt. Informationen über den Versand und anfallende Versandkosten finden Sie hier.
Bei als portofrei markierten Produkten bezieht sich dies nur auf den Versand innerhalb Deutschlands.

** Deutschsprachige eBooks und Bücher dürfen aufgrund der in Deutschland geltenden Buchpreisbindung und/oder Vorgaben von Verlagen nicht rabattiert werden. Soweit von uns deutschsprachige eBooks und Bücher günstiger angezeigt werden, wurde bei diesen kürzlich von den Verlagen der Preis gesenkt oder die Buchpreisbindung wurde für diese Titel inzwischen aufgehoben. Angaben zu Preisnachlässen beziehen sich auf den dargestellten Vergleichspreis.
eBook.de - Meine Bücher immer dabei
eBook.de ist eine Marke der Hugendubel Digital GmbH & Co. KG
Folgen Sie uns unter: