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Der Kaffeedieb

Roman.
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Produktdetails

Titel: Der Kaffeedieb
Autor/en: Tom Hillenbrand

ISBN: 3462048511
EAN: 9783462048513
Roman.
Kiepenheuer & Witsch GmbH

10. März 2016 - gebunden - 470 Seiten

Ein historischer Abenteuerroman, farbenprächtig und spannend - ganz großes Kino
Wir schreiben das Jahr 1683. Europa befindet sich im Griff einer neuen Droge. Ihr Name ist Kahve. Sie ist immens begehrt - und teuer, denn die Osmanen haben das Monopol darauf. Und sie wachen streng darüber. Aber ein junger Engländer hat einen waghalsigen Plan: Er will den Türken die Kaffeebohnen abluchsen ...
Lange haben die Europäer das Heidengebräu verschmäht und lieber Bier getrunken, aber am Ende des 17. Jahrhunderts verfällt Europa dem Kaffee. Philosophen in London, Gewürzhändler in Amsterdam und Dichter in Paris: Sie alle treffen sich in Kaffeehäusern und konsumieren das Getränk der Aufklärung.
Aber Kaffee ist teuer. Und wer ihn aus dem jemenitischen Mokka herausschmuggeln will, wird mit dem Tod bestraft. Der Mann, der es trotzdem wagen will, ist der junge Obediah Chalon, Spekulant, Händler und Filou. Er hätte allen Grund sich umzubringen, nachdem er an der Londoner Börse Schiffbruch erlitten hat. Nur ein großes Geschäft, ein ganz großes, könnte ihn vor dem Ruin bewahren. Und so geht er aufs Ganze: Mit finanzieller Unterstützung der Vereinigten Ostindischen Compagnie stellt er eine Truppe internationaler Spezialisten zusammen, um den Türken den Kaffee zu klauen. Die spektakuläre Reise scheint zunächst zu gelingen, doch dann sind immer mehr Mächte hinter ihnen her ...
Tom Hillenbrand, geboren 1972, studierte Europapolitik, volontierte an der Holtzbrinck-Journalistenschule und war Redakteur bei SPIEGEL ONLINE. Seine Sachbücher und Romane haben sich bereits hunderttausende Male verkauft, sind in mehrere Sprachen übersetzt und standen auf der SPIEGEL-Bestseller- sowie der ZEIT-Krimi-Bestenliste.
"Eine mitreißende Geschichte mit allen Elementen eines gelungenen Geheimdienst-Thrillers, mit interessanten und widersprüchlichen Charakteren und überraschenden Wendungen. Mit politschen Intrigen und Kaffeehäusern als Zentren des Nachrichtenaustauschs. Gekonnt in die Zeit vor 330 Jahren gepackt." www.kaffeehaussitzer.de
Kundenbewertungen zu Tom Hillenbrand „Der Kaffeedieb“
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Bewertungsstern, voll Bewertungsstern, voll Bewertungsstern, voll Mein Leseeindruck - von Chattys Bücherblog - 14.06.2016 zu Tom Hillenbrand „Der Kaffeedieb“
Zugegeben, ich bin ein Kaffeegenießer, deshalb ist mir wohl auch dieses Buch sofort ins Auge gestoßen. Oder lag es doch am Cover, auf dem es unendlich viel zu sehen und erkennen gibt? Sehr schön wird eine Schiffsszene dargestellt, die den Leser schon etwas in das Kommende einstimmt. Das Kommende? Na ja, wie sollte es anders bei dem Titel auch sein, geht es natürlich um Kaffee. Wir versetzen uns in die Zeit um das 17. Jahrhundert. Kahve ist gerade erst richtig in Mode gekommen. Aufgrund des Klimas gibt es jedoch nur bestimmt Regionen in denen die Pflanze richtig wachsen kann. Obediah, der seinen Lebensunterhalb mit Diebstählen bestreitet landet in einem Gefängnis und lässt sich dort von der Ostindien-Kompanie anwerben, um die Kaffeepflanzen den Osmanen zu stehlen. Er gerät dabei in unliebsame Gefilde und hat einige Abenteuer und Gefahren zu bestreiten. Und am Ende .... Na ja, dieses Ende erzähle ich jetzt nicht. Es soll ja spannend bleiben. Tja, und da wäre ich auch schon bei meiner ersten und dringlichsten Kritik: Die Spannung. Es ist eine durchaus nette Geschichte, mit allerlei historischer Begebenheiten, aber leider ist die Spannung etwas auf der Strecke geblieben. Ein durchaus netter Abenteuerroman mit historischem Hintergrund erwartet den Leser auf den fast 500 Seiten. Nachdem ich mich an den Schreibstil gewöhnt hatte, stolperte ich immer wieder über sehr langatmige und ausschweifende Szenen, die den Lesegenuss bzw. - spaß doch sehr getrübt haben. Aufgrund der vielen Nebenstränge, blieb meines Erachtens die Hauptgeschichte - der Diebstahl - leider etwas auf der Strecke. Schade, denn genau hierauf hatte ich mich am meisten gefreut. Sehr schön fand ich allerdings die farbigen Karten zu Beginn und am Ende des Buches. Abschließend kann ich nun sagen, dass mich das Buch bzw. die Geschichte etwas enttäuscht hat. Ich liebe historische Romane, aber ein bisschen mehr Struktur und die Eine oder Andere spannende Szene hätte diesem Buch bestimmt sehr gut getan.
Bewertungsstern, voll Bewertungsstern, voll Bewertungsstern, voll Das Getränk der Aufklärung - von Schnuck59 - 06.05.2016 zu Tom Hillenbrand „Der Kaffeedieb“
Der Kaffeedieb von Tom Hillenbrand ist ein historischer Abenteuerroman, der sich im 17. Jahrhundert rund um den Raub von Kaffeepflanzen dreht. Obediah Chalon ist ein junger Händler und Spekulant, der viel in Kaffeehäusern verkehrt. Nach einem Betrug und einem Misserfolg an der Börse hat die Vereinigte Ostindische Compagnie gefälschte Wechsel von ihm und macht ihm ein riskantes Angebot. Er soll im jemenitischen Mocha Kaffeepflanzen stehlen. Dort würde ihm dafür die Todesstrafe drohen. Obediah beginnt mit einigen Weggefährten diese spektakuläre Reise ins osmanische Reich. Der Autor Tom Hillenbrand, geboren 1972, studierte Europapolitik und was Ressortleiter bei Spiegel Online. Seine Sachbücher, Romane und kulinarischen Krimis standen auf den Spiegel- und Zeit-Bestsellerlisten. Das Cover dieses gebundenen Buchs mit 470 Seiten ist dem historischen Titel angepasst. Ein gut gestalteter Schutzumschlag, ein Lesebändchen und historische Karten im Innenteil runden den guten Gesamteindruck ab. Der Schreibstil ist überwiegend flüssig. Die der damaligen Zeit angepasste Sprache und die entsprechend gewählten Begriffe unterbrachen meinen Lesefluss da ich im Glossar nachgelesen oder mich im Internet informiert habe. Die gesellschaftlichen und politischen Hintergründe werden facettenreich dargestellt. Die Schauplätze reichen von Europa bis ins osmanische Reich. Die Atmosphäre Ende des 17. Jahrhunderts ist gut nachvollziehbar. Tom Hillenbrand hat die historischen Gegebenheiten gut recherchiert, allerdings waren mir die vielen geschichtlichen Details zu vielfältig. Teilweise zog sich die Geschichte dadurch etwas in die Länge. Hier wäre für mich weniger mehr gewesen. So stand das Kaffeebohnen abluchsen oft nicht im Vordergrund. Die Charaktere der Hauptprotagonisten sind gut ausgearbeitet. Besonders der vielseitig interessierte Obediah mit seinen unterschiedlichen Fähigkeiten und Talenten ist gut dargestellt. Durch Wechsel der Erzählperspektive, abgedruckte Briefe und andere Einschübe werden die Zusammenhänge, auch zwischen einzelnen Personen, dargestellt. Dies war für mich nicht immer übersichtlich. Tom Hillenbrand hat in diese Geschichte viele historische Informationen und Detail eingearbeitet, das Abenteuer rund um den Kaffeediebstahl hat mich aber nicht in den Bann gezogen.
Bewertungsstern, voll Bewertungsstern, voll Bewertungsstern, voll Bewertungsstern, voll Bewertungsstern, voll Die wunderbarste Reise im Kopf seit langem! - von Sabine Winkler - 20.04.2016 zu Tom Hillenbrand „Der Kaffeedieb“
Tom Hillenbrand hat es mit seinem Werk geschafft, mich vollkommen in den Bann zu ziehen. Die Einordnung in die Gattung des historischen Romans scheint fast zu wenig für dieses überragende Werk. Der Roman fährt mit derart vielen Facetten auf, dass der Leser nie gelangweilt wird, andererseits aber auch nie den Faden verliert. "Der Kaffeedieb" verdient es, öfter gelesen zu werden, denn abgesehen von historischen Grundlagen informiert das Buch über landes- und kulturkundliche Aspekte, Erfindungen, Verschwörungen und Geheimschriften, Börsenspekulanten und Trickbetrüger, botanische und meteorologische Überlegungen, ohne jemals sachlich zu belehren, sondern aufs Köstlichste zu unterhalten. Der zeitliche Vorsprung von mehr als 300 Jahren lässt den Leser über so manche Erkenntnis der Protagonisten schmunzeln. Dennoch ist man den Protagonisten niemals einen Schritt voraus - dafür hat der Autor mit unerwarteten Wendungen vorgesorgt, und die Spannung mit jedem Kapitel aufrechterhalten. Hillenbrands Schreibstil ist ansprechend und mitreißend, die historischen Passagen der Briefe mit ausschweifenden Formulierungen recht amüsant. Das Buch vereint Märchen und Wissenschaft, Abenteuer und Kulinarik, historische Wahrheit und Phantasie. Doch auch die Liebe kommt nicht zu kurz. Schon lange nicht mehr hat mich ein Roman derart eingenommen, wie dieses großartige Buch! Eine Fortsetzung würde ich mir daher zwar wünschen, allerdings wäre es für den Autor relativ schwierig, an dieses Meisterwerk heranzukommen. Fünf Sterne zur Bewertung sind hier eindeutig zu wenig!
Bewertungsstern, voll Bewertungsstern, voll Bewertungsstern, voll Der Kaffeedieb - von Anonym - 27.03.2016 zu Tom Hillenbrand „Der Kaffeedieb“
Die Handlung spielt im Jahr 1683, Kaffee erobert die Welt. In vielen Großstädten Europas gibt es Kaffeehäuser und Philosophen, Gelehrte und Reiche Nichtstuer verbringen dort ihre Zeit bei einer Tasse Kaffee und interessanten Gesprächen. Auch Obediah Chalon verkehrt häufig dort zumindest solange, wie er noch Geld besitzt. Als Lebemann hat er große Ausgaben und mit Börsenspekulationen hat er sein gesamtes Vermögen verspielt. Seine zweite Karriere ist die eines Fälschers, erst mit Münzen, danach mit Schuldscheinen und anderen Papieren. Als er damit auffliegt und im holländischen Gefängnis um sein Leben kämpft gibt es nur noch die Option auf das Angebot der Vereinigten Ostindischen Compagnie einzugehen, nach Mocha im Süden Arabiens zu reisen und Kaffeepflanzen zu stehlen und heil nach Holland zu bringen. Ein gefährliches Unternehmen, da es von Intrigen und Schwierigkeiten nur so wimmelt. Er heuert eine Truppe von zuverlässigen Mitstreitern mit sehr unterschiedlichen Fähigkeiten zu diesem Auftrag an, doch einer fehlt noch: ein Meisterdieb. Louis de Bourbon, der zweitälteste Sohn des Sonnenkönigs Louis XIV ist der perfekte Dieb, nur leider sitzt er gut bewacht in einem abgelegenen Gefängnis. Die Beschreibung der Befreiung Louis de Bourbon ist interessant und vergnüglich beschrieben, wie auch einige andere Teilstücke dieser Reise. Manche Abschnitte werden sehr langatmig, aber nie langweilig beschrieben, andere nur kurz angesprochen oder ganz übersprungen. Der eigentliche Raub der Kaffeepflanzen wird leider so gar nicht erzählt. Was ich mir aus diesem historischen Roman weiterhin erhofft hatte, mehr über den Ursprung des Kaffees zu erfahren, fand leider auch keinen Platz. Der historische Roman ist mehr eine Mischung aus Abenteuer und Intrigenroman, gewürzt mit einer Liebesgeschichte. Nicht uninteressant, aus diesem Thema hätte man jedoch eine bessere Geschichte erzählen können.
Bewertungsstern, voll Bewertungsstern, voll Bewertungsstern, voll Könnte mehr Spannung vertragen - von manu63 - 01.03.2016 zu Tom Hillenbrand „Der Kaffeedieb“
Im Rahmen einer Vorableserunde konnte ich den Roman schon vor erscheinen lesen. In seinem Roman Der Kaffeedieb erzählt der Autor Tom Hillenbrand die Geschichte von Obediah Chalon der das Monopol der Türken auf Kaffee durch den Diebstahl von Kaffeepflanzen stürzen soll. Die historischen Fakten sind gut recherchiert nehmen aber aufgrund der Fülle der eigentlichen Geschichte durchaus die Spannung. Die Spannungsbögen flachen schnell ab und die Charaktere könnten besser ausgearbeitet sein. Insgesamt stockte bei mir immer wieder der Lesefluss, weil mir die Geschichte zu langatmig erzählt wurde. Die Geschichte hatte Potential, dass aber aufgrund der Häufung von Fakten und Beschreibungen verschenkt wurde, der Geschichte hätte eine straffere Erzählweise besser zu Gesicht gestanden.
Bewertungsstern, voll Bewertungsstern, voll Bewertungsstern, voll Bewertungsstern, voll Solider Abenteuerroman vor historischer Kulisse - von Wedma - 03.02.2016 zu Tom Hillenbrand „Der Kaffeedieb“
21 September 1683. London. Ein Kaffeehaus in dem Obediah Chalon seinen morgendlichen Kaffee genießt (wie Engländer ihren Kaffee damals tranken, ist ein Thema für sich, wird später auch erläutert). Obediah ist ein ungewöhnlicher Held, keineswegs makellos und in jeder Hinsicht moralisch überlegen. Er ist ein Naturphilosoph, ein Virtuoso von etwa 27 Jahren, von dicklicher Statur, da er eher mit dem Kopf als mit den Händen zu arbeiten gewohnt ist. Das Lesen naturphilosophischer Traktate und das Experimentieren ist alles, wofür er sich interessiert. So manches, vor allem die Geschichte seiner Familie, die viele Katholiken in der englischen Provinz zu diesen Zeiten geteilt haben, hat ihn u.a. dazu getrieben, in London auf der Börse zu spekulieren (wie dies damals funktionierte wird auch eingängig dargestellt) und die gefälschten Wertpapiere als Sicherheit zu hinterlegen. Als eine Wette platzt, muss er aus London fliehen und sich in Amsterdam einen sichereren Unterschlupf suchen. Bloß da kommt er vom Regen in die Taufe. Vom mächtigen wie skrupellosen Konsortium VOC wird er auserkoren, Diebstahl von etwas unermesslich Kostbarem zu organisieren und durchzuführen. Die finanziellen Mittel werden gestellt. Etwa die Hälfte des Buches beschreibt die Vorbereitungen und der Rest ist eine Reise voller Abenteuer in die Türkei, Hafen von Smyrna, von dort aus ins Landesinnere zum Berg, wo der Schatz Tag und Nacht bewacht wird, mit kurzem Zwischenaufenthalt in Neapel zu Karneval, und zurück nach Holland. Besonders in der zweiten Hälfte wird es spannend. Konflikt auf Schritt und Tritt gibt es im gesamten Verlauf zw. allen Figuren, aber auf der Reise sind die Konflikte ergreifender, es geht um mehr: um den Erfolg der ganzen Expedition und oft ums Leben und Tod. Die Figuren sind schon sehr unterschiedlich. Dies betrifft sowohl Obediahs Mannschaft, die recht vielfältig und international ausfällt: eine junge, schöne Italienerin als Schauspielerin und Verwandlungskünstlerin, ein italienischer General reifen Alters, der in der Türkei einige Zeit verbracht hat und sowohl der Sprache als auch der Mentalität und der Kultur mächtig ist, als Pendant zu ihm ein französischer Jüngling. Dazu kommen der französische Meisterdieb des königlichen Geblüts, den man erst aus dem Knast befreien muss, ein dänischer Schiffskapitän und der kleinadelige Engländer Obediah, der Kopf der Unternehmung. Es gibt später auch Wandler, i.e. jemand, der anders ist, als er zu sein scheint. Zum Schluss trifft man auch den französischen König Louis XIV und seine Höflinge, wohnt dem Bäckeraufstand in Paris bei, usw. Für die Figuren konnte ich mich absolut begeistern. Sie kamen mir so lebendig und zum Greifen nah vor: jede hatte seine Vorgeschichte, eigenen Charakter, eigene Ziele. Sie agierten so authentisch, dass ich sie auch Tage nach dem Ende des Romans vor meinem geistigen Auge herumwandern sah. Abenteuer, die sich in mehreren Ländern abspielen, bereiten besonders den Fans von historischen Romanen einige vergnügte Lesestunden. Fundierte Geschichtskenntnisse, sowohl vom Orient als auch vom Okzident, waren erforderlich, um diese beachtliche Menge an Details, die das Leben in Europa und in der Türkei von 1683-1686 vor Augen der Leser lebendig werden lassen. Die Atmosphäre mit den Realien der damaligen Zeit kommt gut zur Geltung, und erst recht die politische Lage mit all den Interessenvertretern und deren Intrigen. Es gibt auch einige Überraschungen zum Schluss. Was mich weniger begeistern konnte: Vieles ist zwar clever eingefädelt: Man sieht, dass der Autor sich um bessere Darbietung Gedanken gemacht hat. Dennoch ist mir manches zu konstruiert vorgekommen. Z.B. In der Geschichte tauchen oft die Briefe auf, insb. die an "Durchlauchtigste und allerchristlichste Majestät" Louis XIV von seinem Experten fürs Entziffern chiffrierter Briefe Rossignol. Anfang ist im Februar 1686, als Obediah durch seine Vorbereitungsaktivitäten für Geheimdienst interessant wird, und im Roman auf S. 63. Oft fassen diese Berichte die politische Lage zusammen und interpretieren das Agieren Obediahs und seinen Weggefährten auf eigene, manchmal sehr abenteuerliche Art und Weise. Der Stil der Briefe ist schon authentisch, aber recht anstrengend. Diese Briefberichte, die über die gesamte Länge des Romans auftauchen, wie die darin enthaltenen Zusammenfassungen der vorherigen Ereignisse, ließen mich die Infoversorgung doch etwas eleganter wünschen. Die Spannung flachte für mich ab. Im letzten Brief von Februar 1689 wird alles nochmals zusammengefasst. Die Vorbereitungen in der ersten Hälfte waren mir stellenweise zu breit erzählt. Manche Themen, wie die Astrologie, wie sie zu den Zeiten in der naturphilosophischen Diskussion stand, hatten doch wenig mit dem Hauptthema zu tun. Auch von der europäischen Politik in Frankreich, England, Holland, Österreich, Spanien, Deutschland zu diesen Zeiten erfährt man jede Menge, denn Obediah landet zwischen all den Fronten. Die Darbietung war mir doch eine Spur zu klobig. Manches kam mir unnötig dramatisiert vor. Auch dass die Kernschlüsse und Zusammenhänge unbedingt dem Leser auf die Nase gebunden werden mussten, hat bei mir auf wenig Begeisterung gestoßen. Der Widersacher Obediahs hatte mir zu wenig Biss. Zum Schluss wurde damit etwas besser. Die Darstellung des eigentlichen Diebstahls kam mir etwas unlogisch vor, obwohl es eine ganz gute Idee insgesamt war. Für die o.g. "Vergehen" ziehe ich einen Stern ab. Obwohl es auch um die Liebe geht und es Liebesszenen, nicht unbedingt im gewöhnlichen Sinne der Romanzen gibt, sowie Aussagen zum Thema Liebe, ist es gewiss kein Liebesroman, eher ein Abenteuer vor historisch-politischer Kulisse. Gut möglich, dass bestimmter Grad persönlicher Reife erforderlich ist, um in vollen Genuss der Geschichte zu kommen. Aber es ist alles eingehend erklärt worden. Fazit: Ein guter Roman, auf jeden Fall solide Arbeit, eine enorme intellektuelle Leistung, die mir einige erfüllte Lesestunden bereitet hat. Ich vergebe gerne vier Sterne und eine Leseempfehlung für Fans historischer Abenteurerromane.
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