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Kurt Eisner

1867-1919. mit 23 Abbildungen.
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Produktdetails

Titel: Kurt Eisner
Autor/en: Bernhard Grau

ISBN: 3406714943
EAN: 9783406714948
1867-1919.
mit 23 Abbildungen.
Beck C. H.

18. Mai 2017 - kartoniert - 651 Seiten

Vor 1914 war Kurt Eisner als Redakteur des Parteiorgans «Vorwärts» einer der führenden Intellektuellen der SPD. Dass der brillante Journalist versuchte, der deutschen Sozialdemokratie in theoretischer wie taktischer Hinsicht neue Wege aufzuzeigen, zeugte nicht nur von großem Selbstbewusstsein, sondern zugleich von einem höchst eigenständigen politischen Kopf. Im Ersten Weltkrieg sagte sich der Pazifist von seiner ehemaligen Partei los und zählte zu denjenigen, die in die USPD übertraten. Eisner kämpfte für Völkerverständigung und Demokratie und übte als politischer Redner eine charismatische Anziehung auf seine Mitmenschen aus. So war es kein Zufall, dass er zum Anführer der Novemberrevolution in Bayern wurde. In der Nacht zum 8.November 1918 rief er die Republik Bayern aus, wobei er den Begriff «Freistaat» prägte. Als erster bayerischer Ministerpräsident veröffentlichte er u. a. Dokumente, die den deutschen Anteil am Ausbruch des Krieges belegten, womit er die uneinsichtige deutsche Rechte weiter gegen sich aufbrachte. Den Mut, auch unbequeme Wahrheiten offen auszusprechen, musste er am 21. Februar 1919 mit seinem Leben bezahlen, als er nach der verlorenen Landtagswahl auf demWeg ins Parlament war, um seinen Rücktritt zu erklären. Bernhard Graus große Biographie setzt diesem übel diffamierten, großen Deutschen sein verdientes Denkmal.

I. Einleitung
II. Kindheit und Jugend: Eisners weltanschauliche Grundlagen
1. Bürgerliche Sozialisation
2. Gegenwelten
3. Abschied von der Jugend
III. Berufliche Anfänge
1. Vom Zeitungsschreiber zum Redakteur: Erste Erfahrungen mit dem bürgerlichen Pressegewerbe
2. Politischer Journalismus in der Provinz: Eisners Marburger Jahre (1893-1898)
IV. Marx oder Kant? - Kurt Eisner und der Marburger Neukantianismus
1. Vom «Gemütssocialisten» zum «Klassenkämpfer» 
2. Hermann Cohen und Paul Natorp: Der Marburger Neukantianismus und seine politischen Konsequenzen
3. Kurt Eisner, Karl Vorländer und Franz Staudinger: Der Versuch einer Synthese von Kant und Marx
V. Kurt Eisner und die deutsche Sozialdemokratie
1. In Diensten der sozialdemokratischen Presse
2. Theorie und Taktik. Eisners Standort innerhalb der deutschen Sozialdemokratie 3. Der «Vorwärts»-Konflikt des Jahres 1905
VI. Neuanfänge 
1. Von Berlin nach München: Eisners beruflicher Werdegang von 1905-1914 
2. Das Ringen um ein politisches Mandat
3. Elitenschulung oder Breitenbildung - Eisners Bildungskonzept 
4. Die Entdeckung der Außenpolitik: Kurt Eisner und die Marokkokrisen der Jahre 1905 und 1911
5. Kurt Eisner und die bayerische Sozialdemokratie - Ein Mißverständnis?
VII. Die Geburtsstunde des Revolutionärs: Kurt Eisner und der Erste Weltkrieg
1. Die Bewährungsprobe: Kurt Eisner und der Ausbruch des Ersten Weltkriegs
2. Der Gang in die Opposition
3. Die Organisation des Widerstandes
4. Der Januarstreik des Jahres 1918 
5. Die Revolution
6 Inhalt
VIII. Eisner als Ministerpräsident 
1. Die politische Konstellation 
2. Das Regierungsprogramm
3. Die Eckpfeiler des neuen politischen Kurses 
4. Die Bilanz nach 100 Tagen im Amt 
IX. Verkannt, verachtet, verklärt - Facetten einer sperrigen Persönlichkeit 
Danksagung
Anhang
Anmerkungen
Abkürzungsverzeichnis
Quellen und Literatur
I. Ungedruckte Quellen
II. Zeitungen und Zeitschriften
III. Selbständige Veröffentlichungen Kurt Eisners
IV. Gedruckte Quellen, Memoirenwerke und zeitgenössische Literatur
V. Sekundärliteratur
Bildnachweis 
Register 


    Bernhard Grau, geb. 1963, ist Archivrat beimBayerischen Hauptstaatsarchiv in München. Seine wissenschaftlichen Hauptgebiete sind die Geschichte der deutschen Arbeiterbewegung, die Bayerische Verfassungsgeschichte und die Münchner Stadt- und Stadtteilgeschichte.

    "Wer in ruhigem, sachlichem Ton erfahren will, wie es zum Sturz der Monarchie gekommen ist (…), der lese Bernhard Graus quellensatte Kurt Eisner-Biografie."
    Florian Welle, Süddeutsche Zeitung, 7. Juni 2017
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