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Häuser aus Sand

Roman. Originaltitel: Salt Houses. mit Goldprägung und …
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Produktdetails

Titel: Häuser aus Sand
Autor/en: Hala Alyan

ISBN: 3832198555
EAN: 9783832198558
Roman.
Originaltitel: Salt Houses.
mit Goldprägung und Lesebändchen.
Übersetzt von Michaela Grabinger
DuMont Buchverlag GmbH

18. Juni 2018 - gebunden - 394 Seiten

Vor Jahren schon musste Salma ihre geliebte Heimat Jaffa verlassen. In Nablus hat sie mit ihrem Mann und ihren Kindern einen neuen Platz gefunden. Doch das Haus bleibt ihr stets fremd. Allein den Garten kann sie zu ihrem eigenen Reich machen, und unter ihren Händen wird er zu einem farbenfrohen Paradies. Ihre Tochter Alia dagegen fühlt sich mit dem Haus und Nablus so verbunden, wie Salma es mit Jaffa war. Doch der Kaffeesatz sagt auch Alia ein unruhiges und schwieriges Leben voraus. Salma verschweigt diesen Teil der Vorahnung und muss erleben, wie ihr Sohn ihr im Sechstagekrieg genommen wird und ihre Tochter nach Kuwait flieht. Alia hasst ihr neues, beengtes Leben und durchlebt, so wie ihre Mutter, nicht nur dieselbe Sehnsucht nach der Heimat, sondern auch den Widerstand ihrer Kinder gegen ihr Festhalten an den alten Regeln. Zwanzig Jahre später verlieren Alia und ihre Familie erneut ihr Zuhause und retten sich in alle Himmelsrichtungen: nach Boston, Paris, Beirut. Wieder einmal wird ihre Geschichte von anderen bestimmt und geschrieben. Erst als Alias Kinder in der Fremde auf einen Ort hoffen, der ihnen für immer bleibt, begreifen sie, dass die Überzeugungen ihrer Mutter deren einziger Halt in einer sich ständig ändernden Welt sind.
Hala Alyan ist eine palästinensisch-amerikanische Autorin und Lyrikerin. Zudem arbeitet sie als Psychologin. >Häuser aus Sand< ist ihr erster Roman auf Deutsch. Die Autorin lebt mit ihrem Mann in Brooklyn, New York. www.halaalyan.com
"Ein großartiger, unterhaltsamer und lehrreicher Familienroman."
Meike Schnitzler, BRIGITTE

"'Häuser aus Sand' ist einer dieser Romane, die man schwer weglegen kann. Sehr lesenswert!"
Ita Niehaus, NDR

"Poesie pur."
Barbara Meixner, BUCHMARKT

"[...] so intensiv. Jedes Familienmitglied trägt eine Sehnsucht in sich."
Lina Kokaly, RADIO BREMEN

"Die Autorin vermittelt multiperspektivisch und detailreich viel von der Kultur, den Wunden und Sehnsüchten einer globalisierten Familie mit sehr unterschiedlichen Charakteren."
Jeanette Villachica, WIENER ZEITUNG

"Hala Alyan, [...] beschreibt die Flucht, das Getriebensein, die Sehnsucht. Salma, die erste Protagonistin ihres Buches, und ihre Familie stehen in ihrer Vielfalt für das ganze palästinensische Volk. Radikale Kämpfer gibt es, überzeugte Modernisierer, Traditionalisten und Gottesfürchtige, starke Frauen, stolze Männer, Kinder einer neuen Generation, für die die Stationen der Flucht nur noch erzählte - und manchmal auch verschwiegene - Legenden sind."
Lilian Astrid-Geese, NEUES DEUTSCHLAND

"Hala Alyan lässt den Leser teilhaben an einem Leben, das nicht nur aus Verlusten besteht, sondern auch aus vielen innigen [...] Momenten."
BRIGITTE WOMAN

"Die Emotionalität des Romans ist sehr bewegend, die Sprache der als Lyrikerin bekannten Autorin berührend."
LITERATUR KURIER

"[Ein) Roman, der eindringlich und poetisch von einer Familie erzählt, die für das Schicksal unzähliger Menschen im Nahen Osten steht."
Daniela Neuenfeld-Zvolsky, EKZ BIBLIOTHEKSSERVICE

"'Häuser aus Sand' ist nicht nur eine Geschichte der Flucht oder die einer Familie, sie ist poetisch, politisch und philosophisch zugleich.
Jonas Grabosch, GALORE

"Ein verstörendes, ein großartiges Buch, das mit präziser Sprache fesselt. Ein leises Buch und doch gewaltig. Unbedingt lesen!"
Monika Schulte, MONIKASCHULTE.BLOGSPOT.COM

"Ein Roman, der von dem Verlust der Heimat, der Sehnsucht nach dem Vergangenen und dem Ankommen erzählt."
Hauke Harder, LESESCHATZ.COM

"Es ist ein Buch gegen das Vergessen, ein Roman für mehr Verständnis."
Diana Wieser, SCHREIBLUST-LESELUST.DE

"Hala Alyan hat einen einfühlsamen Roman über die Spätfolgen von Flucht und Vertreibung geschrieben."
Dina Netz, WDR 5 Bücher
Kundenbewertungen zu Hala Alyan „Häuser aus Sand“
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Bewertungsstern, voll Bewertungsstern, voll Bewertungsstern, voll Bewertungsstern, voll Entwurzelung - von Julia Lindner - 17.09.2018 zu Hala Alyan „Häuser aus Sand“
Dieses Buch erzählt am Beispiel von Salma und ihrer Familie, welche Auswirkungen der Krieg auf den Zusammenhalt und die Entwicklung von Familienbanden hat. Denn der Kampf um Palästina und die dadurch erzwungene Flucht, das Zurücklassen der Habseligkeiten und die immense Hilflosigkeit bringen Salmas Kinder und die folgenden Generationen dazu, sich voneinander zu entfernen, verschiedene Wege einzuschlagen, die sie voneinander wegführen. Häuser aus Sand ist insofern ein wirklich interessantes Buch, beleuchtet es doch die Konflikte zwischen Israelis und Palästinensern aus Sicht derjenigen, die unmittelbar darunter leiden, die diesen Krieg hautnah miterlebt haben. Gleichzeitig bleiben historische Informationen aber auch ziemlich blass und werden zugunsten von Gefühlen und dem persönlichen Empfinden der Figuren hintenan gestellt. Da die Geschichte vier Generationen dieser Familie beleuchtet, werden oft große Zeitsrpünge eingebaut, wodurch vieles im Ungewissen belassen wird, einiges muss man sich aus dem Kontext erschließen. Fazit: Die Geschichte ist gut geschrieben, leider trifft sie mich aber mehr im Kopf als im Herzen.
Bewertungsstern, voll Bewertungsstern, voll Bewertungsstern, voll Bewertungsstern, voll Heimatlos - von büchernarr - 31.07.2018 zu Hala Alyan „Häuser aus Sand“
Salma lebt mit ihrem Mann Hussam in Jaffa. Doch im Jahr 1947, im Jahr der Teilung, müssen sie fliehen und deshalb beginnen sie in Nablus ein neues Leben. Die Familie bekommt drei Kinder, die introventierte Widad und die lebhaften Mustafa und Alia. Als Letzere den besten Freund ihres Bruders, Atef, heiraten soll, sieht ihre Mutter in deren Kaffeesatz, dass ihr ein turbulentes Leben bevorsteht. Zusammen mit ihren Kindern Karam, Riham und Souad wird sie in den nächsten Jahren aus vielen Orten flüchten müssen und ihre Enkel werden später durch die vielen Einflüsse die die Umzüge mit sich brachten, tief geprägt sein. Das gesamte Leben der Familie wird ununterbrochen vom Krieg beherrscht. Ein Roman über und mit Palästinenser, ein Familienschicksal geprägt von Verteibung und Flucht, das etwas einseitig beschrieben wird, dadie Autorin Hala Alyan selbst palästinensischer Herkunft ist, jedoch eine sehr lesenswerte Geschichte um einen tieferen Einblick in dieses Volk, das entwurzelt seinen Platz sucht.
Bewertungsstern, voll Bewertungsstern, voll Bewertungsstern, voll Bewertungsstern, voll Bewertungsstern, voll Eine Geschichte über Liebe, Familie und Verlust - von adel69 - 23.07.2018 zu Hala Alyan „Häuser aus Sand“
Worum geht es? Der Roman schildert das Leben einer Familie über mehrere Jahrzehnte, beginnend in den 1960er-Jahren. Sie wohnen zuerst in Nablus (Palästinensische Autonomiegebiete, Westjordanland, dann in Amman (Jordanien), in Kuwait und im Libanon. Die Familiengeschichte beginnt mit Salma, die einst mit ihrem Mann Hassam und den drei Kindern Widad, Alia und Mustafa in Jaffa lebte. Widad zieht dann mit ihrem Mann nach Kuwait - und der Focus der Roman richtet sich auf Alia, ihren Mann Atef und die beiden Töchter Souad und Riham und deren Familien. Mustafa, der Bruder von Widad und Alia und Freund von Alias Mann Atef, lebt in den Erinnerungen seiner Familie weiter. Er kam in einem Krieg ums Leben. Atef schreibt ihm immer wieder Briefe, die er sammelt und die von seinen Enkeln gefunden und gelesen werden. Die Briefe sind wichtig, denn sie geben einen Blick auf die Familienvergangenheit. Lange scheint es, dass die Familie nirgendwo richtig sesshaft wird. In Palästina ist es nicht sicher, also ziehen sie nach Kuwait, dann nach Amman. Aber auch von dort müssen sie gehen. Meine Meinung: Das Schicksal dieser Familie rund um Salma, Alia, Souad und Riham ist mitreißend und poetisch verfasst. Es berührt mich. Ich lese, wie diese Familie immer wieder versucht, sesshaft zu werden. Sie fliehen aus Jaffa, sie ziehen weg aus Nablus, einige hoffen, eine neue Heimat zu finden in Amman, andere ziehen nach Kuwait und versuchen dort ihr Glück. Eine Option ist auch, sich in Europa oder den USA niederzulassen - aber so richtig heimisch werden sie nirgendwo. Sie sind Getriebene, die zwar arabisch sprechen, aber dennoch in vielen arabisch-sprachigen Gegenden von der dortigen Bevölkerung nicht vollkommen akzeptiert werden. Die Mitglieder der Familie sind sympathisch - und man möchte als Leser, dass es ihnen gut geht. Man lernt als Leser viel über ihre Traditionen, über Feste und darüber, wie wichtig Familie und der Kontakt zur Familie ist. Ihr Leben ist und war nicht sicher. Die Situation änderte sich im Laufe der Jahre im Westjordanland. Es gab Kriege. Leute wurden umgebracht, Leute mussten fliehen, Leute versuchten zu überleben. Gerade diese fremde Kultur sowie Salma, Alia und ihre Familie wecken mein Leseinteresse. Ich tauche ein in einer Gesellschaft, in der die Menschen nicht in der Sicherheit leben, in der wir in Deutschland leben. Es erschreckt und fasziniert gleichzeitig zu lesen, wie es dieser Familie geht. Bewundernswert finde ich, dass sie versuchen, aus allem das Beste zu machen. Bei der Lektüre des Buches merke ich auch, wie wenig ich bisher über das Westjordanland, Kuwait, Jordanien, den Libanon und die Leute dort wusste. Das Buch verschafft mir einen gewissen Einblick, wie manche Leute dort leben und was sie erlebt haben. "Häuser aus Sand" ist eine Geschichte über Liebe und Verlust und darüber, was es bedeutet, eine Heimat zu haben und heimatlos zu sein. Es ist eine Geschichte über Rastlosigkeit, aber auch darüber, wie wichtig Familie und Familienzusammenhalt sind.
Bewertungsstern, voll Bewertungsstern, voll Bewertungsstern, voll Mittelprächtig - von Daddy Cool - 22.07.2018 zu Hala Alyan „Häuser aus Sand“
In diesem Roman geht es um die Geschichte der Familie Yakoub in Nablus. Das Buch beginnt im Jahre 1963 und reicht bis in das Jahr 2014.  Das Familienoberhaupt Salma mußte ihre Heimat schon einmal verlassen, fühlt sich in ihrer neuen Heimat allerdings nicht woh. Als sie für ihre Tochter den Kaffeesatz liest, sieht sie auch für diese eine Flucht voraus. Sie verschweigt ihr dies jedoch. Doch es soll sich bewahrheiten - Alia muß nach Kuwait fliehen und das Schicksal Salmas wiederholt sich.  Dieses Buch hinterlässt mich zwiespältig. Einerseits sehr gut geschrieben, andererseits auch schwierig zu lesen. Zu oft stolperte ich über fremdsprachige Begriffe, die den Lesefluß behinderten. Auch fehlte mir mehr geschichtlicher Hintergrund. Es wäre positiv gewesen, diesbezüglich mehr zu erfahren.
Bewertungsstern, voll Bewertungsstern, voll Bewertungsstern, voll Bewertungsstern, voll Bewertungsstern, voll Man darf nicht vergessen - von cosmea - 08.07.2018 zu Hala Alyan „Häuser aus Sand“
In ihrem Roman "Häuser aus Sand" erzählt die palästinensisch-amerikanische Autorin Hala Alyan die Geschichte der Palästinenser-Familie Yacoub über vier Generationen, beginnend im Jahr 1963 mit der Großmutter Salma. Sie lebt seit fünfzehn Jahren in Nablus im Westjordanland, nachdem sie ihre geliebten Orangenhaine in Jaffa aufgeben musste. Sie hat drei Kinder. Der Sohn Mustafa stirbt 1967 im Sechstagekrieg. Die Tochter Alia heiratet Mustafas besten Freund Atef. Alia ist die zentrale Figur dieses Romans, zunächst als Tochter, dann als Mutter, schließlich als Großmutter der vierten Generation. Als die Familie in Nablus nicht mehr sicher ist, gehen Alia und Atef in das ungeliebte glühend heiße Kuweit. Dort lebt auch die älteste Schwester Riham mit ihrem Mann. Salma und zahlreiche Verwandte und Freunde von früher sind nach Amman in Jordanien gezogen, wo Alia sie öfter besucht. Als sie auch Kuweit verlassen müssen, ziehen sie in ihre Wohnungen in Beirut. Ihre Kinder leben in Paris, in den USA und schließlich auch im Libanon. Erzählt wird diese Familiengeschichte chronologisch mit kapitelweise wechselnder Perspektive von 1963 bis 2014. Ein Stammbaum zu Beginn des Romans hilft dem Leser, nicht die Orientierung zu verlieren. Vertreibung und Entwurzelung sind die großen Themen des Buches. Die Yacoubs verlieren ihr Land und ein Haus nach dem anderen. Nichts ist von Dauer, es gibt keine Garantie, für nichts. Die Autorin durchbricht insofern den Erwartungshorizont des Lesers, als es hier nicht um halbverhungerte, ständig vom Tod bedrohte Lagerbewohner geht, sondern um eine gut situierte Familie der oberen Mittelschicht, die, auch wenn sie immer wieder ihr Haus und ihr Land verliert, über genügend finanzielle Reserven verfügt, um sich anderswo eine neue Existenz aufzubauen. Dennoch bleibt der Verlust der Heimat eine schmerzliche Erfahrung, die sie alle prägt. Sie versuchen, in der Erinnerung zu bewahren, was sie verloren haben. Dabei kann die Sehnsucht nach Vergangenem so zerstörerisch wirken wie eine Krankheit. Die alte Salma gibt ihren Kindern ihre Überzeugung "Man darf nie vergessen." (S. 181) mit auf den Weg. Das Leben kümmert sich nicht um das Schicksal des Einzelnen: "Es geht einfach weiter" (S. 343). Mir hat dieser auch sprachlich hervorragende Roman gut gefallen. Man kann ihn als Familiensaga lesen oder den Blick auf die traumatische Erfahrung der permanenten Entwurzelung richten. Alyans Roman ist ein beeindruckendes Beispiel von Migrantenliteratur und damit in jeder Hinsicht brandaktuell.
Bewertungsstern, voll Bewertungsstern, voll Bewertungsstern, voll Bewertungsstern, voll Salt Houses - von Pedi - 01.07.2018 zu Hala Alyan „Häuser aus Sand“
"Häuser aus Sand" ist ein Roman über die Gemeinschaft, die uns alle prägt, die Familie, und über den Ort, der für uns alle lebensnotwendig ist, das Zuhause. So heißt es im Klappentext zu Hala Alyans Roman über vier Generationen einer palästinensischen Familie. Im Mittelpunkt stehen, wie so oft, die mehr oder weniger "starken" Frauen. Sie alle müssen den Verlust dieser lebensnotwendigen Verankerungen im Leben erleben. Das von ihnen geschaffene Zuhause erweist sich ein ums andere Mal als ein "Haus aus Sand" (die "Salt Houses" aus dem Original hätte man meiner Meinung nach beibehalten können; auch ihre Vergänglichkeit wird durchaus deutlich). Salma und Hussam mussten 1948 nach Ende des britischen Mandats in Palästina und der Gründung des Staates Israels ihre Heimat Jaffa verlassen, wo sie eine große Orangenplantage führten. In Nablus finden sie ein neues Zuhause, hier wachsen ihre Kinder Widad, Mustafa und Alia auf. Diese können das Festhalten ihrer Mutter an alten Gewohnheiten, ihre Sehnsucht nach Jaffa und ihre Traurigkeit nicht ganz verstehen. Bis sie in Folge des Sechstagekriegs nicht nur ihr Haus, sondern auch den Bruder Mustafa verlieren. Die Familie wird getrennt. Alia zieht mit ihrem Mann Atef nach Kuweit. Alia hasst das Land, die Hitze, sehnt sich nach ihrer Mutter und der Schwester, die in Amman/Jordanien Zuflucht finden. Hierhin fährt sie die Sommer über mit ihren Kindern Riham, Karam und Souad, entfernt sich mehr und mehr von Atef. Sie ist eine unduldsame, wenig warmherzige Mutter. Besonders die unattraktive Riham leidet darunter, sucht Zuflucht im Glauben, im Islam. Souad wiederum rebelliert, führt ihr eigenes Leben, in Paris, London, später in Boston und Beirut. Die Kinder, die vierte Generation wiederum, ist in alle Winde zerstreut. Und sucht doch immer auch nach den Wurzeln, nach Zugehörigkeit, nach Beständigkeit. Hala Alyan schreibt keinen innovativen Roman. Geschichten von entwurzelten Familien, gerade auch aus dem nahöstlichen Teil der Welt, sind nicht eben selten. Viele Muster hat auch die Autorin verwendet, beispielsweise die starken Frauen, die wechselnden Perspektiven, die chronologisch voranschreitenden Zeitsprünge. Auch das Milieu der wohlhabenden, gutbürgerlichen, gebildeten Großfamilie ist vertraut. Weniger häufig allerdings erfolgen sie aus palästinensischer Sicht. Das ist so positiv wie die ruhige, souveräne Erzählweise, der man bei aller Konventionalität gerne folgt. Zeithistorische Verwerfungen bilden stets nur den Rahmen des Familienlebens, bekommen aber niemals wirklich Platz in der Geschichte. Ein wenig bedauerlich finde ich, dass die Autorin ihre Geschichte an keiner Stelle aus ihrer doch recht engen Perspektive auf eine wohlhabende palästinensische Familie mit all ihren Möglichkeiten und Verbindungen öffnet. Weder in andere Gesellschaftsschichten, noch gar auf die israelische Seite des Konflikts wird ein Blick geworfen. Und so wird aus "Häuser aus Sand" niemals mehr als eine schön erzählte Familien- und Frauengeschichte. Das ist ein wenig schade.
Bewertungsstern, voll Bewertungsstern, voll Bewertungsstern, voll Bewertungsstern, voll Suche nach Heimat und Identität - von forti - 29.06.2018 zu Hala Alyan „Häuser aus Sand“
Hala Alyan erzählt in ihrem Romandebüt Häuser aus Sand eine palästinensische Familiengeschichte über vier Generationen - angefangen 1963 bis in die heutige Zeit. Dabei steht pro Kapitel immer ein (meist weibliches) Familienmitglied im Mittelpunkt. Geprägt ist die Geschichte von Migration oder sogar Vertreibung. Jede Generation sieht eine neue Stadt als ihre Heimat an, bevor es dann wieder zum Bruch und Neuanfang in einer anderen Stadt kommt. So begleitet der Leser die privilegiert lebende Familie von Jaffa und Nablus über Kuwait, Amman und Beirut nach Paris und Boston. Beschrieben wird das Leben der Familie in den verschiedenen Zeiten und Kulturen, aber auch die Suche nach Heimat und Identität. Im Roman wird wieder einmal klar, wie komplex das Themenfeld Naher Osten ist. Die Autorin schafft es dabei gekonnt diese Themen so anzuschneiden, dass man als aufgeschlossener Leser genau so viel weiß, wie man wissen muss, um der Handlung gut folgen zu können. Diese grundlegenden Infos sind hilfreich, eine komplette Aufarbeitung kann (und soll) dieser Roman natürlich nicht leisten. Geschrieben ist das flüssig und gut lesbar - aber nur manchmal so ausdrucksstark, wie man vielleicht denken kann, wenn man weiß, dass die Autorin Hala Alyan auch als Lyrikerin aktiv ist. Für mich hat dieser Roman neue Einblicke gebracht und ich habe mich gut und intelligent unterhalten gefühlt.
Bewertungsstern, voll Bewertungsstern, voll Bewertungsstern, voll Bewertungsstern, voll Bewertungsstern, voll Die Heimatlosigkeit der Familie Yacoub - von milkysilvermoon - 22.06.2018 zu Hala Alyan „Häuser aus Sand“
Vor knapp 15 Jahren musste die Familie Yacoub die geliebte Villa in ihrer Heimat Jaffa verlassen. In Nablus haben die Palästinenserin Salma, ihr Mann Hussam, ihre Töchter Wadid und Alia sowie Sohn Mustafa zwar einen neuen Platz gefunden. Das Haus bleibt der Mutter allerdings stets fremd. Anders ergeht es Alia, die sich mit dem neuen Zuhause verbunden fühlt. Doch der Kaffeesatz sagt ihr ebenfalls ein unruhiges, schwieriges Leben voraus. Und so kommt es tatsächlich: Auch die zweite Generation der Familie wird in alle Winde verstreut. Alia hasst ihr neues, beengtes Leben und durchlebt wie ihre Mutter die Sehnsucht nach der Heimat. Auch ihre Kinder, die dritte Generation, müssen erst noch ihren Platz im Leben finden. "Häuser aus Sand" von Hala Alyan ist ein beeindruckender Roman über eine entwurzelte Familie, über Generationenkonflikte und einiges mehr. Meine Meinung: Der Roman besteht aus 13 Kapiteln, die abwechselnd aus der Sicht von Salma, Mustafa, Alia, Riham, Atef, Souad, Linah und Manar im Präsens erzählt werden. Darüber hinaus gibt es einen Epilog. Zwischen den Kapiteln liegen immer wieder größere Zeitsprünge, innerhalb der Abschnitte sind einige Rückblenden im Präteritum eingefügt. Insgesamt deckt der Roman den Zeitraum von 1963 bis 2014 ab. Auch die Schauplätze variieren. Sie reichen von Jaffa und Nablus über Kuwait bis Boston, Paris und Beirut. Dieser Aufbau gefällt mir sehr gut. Er erfordert beim Lesen einiges an Aufmerksamkeit, was mich allerdings nicht gestört hat. Der Schreibstil ist angenehm, anschaulich und einfühlsam. Viele Details und lebhafte Beschreibungen sowie die eindringliche Sprache mit starken Bildern konnten mich begeistern. Im Fokus der Geschichte steht Alia. Durch die Perspektivwechsel lernt der Leser jedoch auch die anderen Personen gut kennen, so dass es mir gelang, mich in die unterschiedlichen Sichtweisen hineinversetzen zu können. Die Charaktere wirken vielschichtig und authentisch. Inhaltlich hat der Roman nicht nur eine komplexe Familiengeschichte vor größtenteils orientalischer Kulisse zu bieten, die ich interessant und unterhaltsam fand. Eine Stärke des Buches liegt auch in der Vielfältigkeit der Thematik. Ich fand es spannend, mehr über Konflikte im Nahen Osten und deren Folgen zu erfahren. Politische und religiöse Hintergründe werden verwoben mit den persönlichen Erlebnissen und Schicksalen der Familienmitglieder. Auch die Aspekte Heimatlosigkeit, Sehnsucht, Trauer, Liebe, Krieg, Flucht und Vermissen bereichern die Geschichte und regen zum Nachdenken an. Positiv zu erwähnen ist es, dass die Zusammenhänge der Familie Yacoub in einem Stammbaum dargestellt, was den Überblick erleichtert. Hilfreich für die Lektüre ist außerdem das Glossar. Die Aufmachung des Hardcovers finde ich toll. Die Optik gefällt mir durch ihre Sinnbildlichkeit sehr. Auch die Metapher des Titels ist sehr treffend und ansprechend, obwohl ich nicht ganz verstehe, warum man vom amerikanischen Original ("Salt Houses") abgewichen ist. Mein Fazit: "Häuser aus Sand" von Hala Alyan ist ein in mehrfacher Hinsicht gelungener Roman, der mich überzeugen konnte. Ich empfehle die Lektüre vor allem denjenigen wärmstens, die einmal eine etwas andere Familiengeschichte lesen möchten.
Bewertungsstern, voll Bewertungsstern, voll Bewertungsstern, voll Bewertungsstern, voll Das Leben geht einfach weiter - von jenvo82 - 12.06.2018 zu Hala Alyan „Häuser aus Sand“
"Als sie ihm die Hand an die Wange legt, überwältigt ihn die Sehnsucht nach damals. Nach dem hier. Nach diesem Augenblick - nach jener Zeit, nach der Hand seiner jungen Frau. Nach Kuwait. Nach allem, was früher war. Denn er weiß, dass der Traum gleich enden und alles in Sekunden vorbei sein wird." Inhalt Erzählt wird hier die Geschichte der wohlhabenden Familie Yacoub, begonnen bei Salma, der Großmutter, die in jungen Jahren ihre Heimat Jaffa verlassen musste. Hinein in das Leben ihrer Kinder und Enkelkinder, die alle im Laufe ihres Lebens erkennen müssen, dass sie die Heimat, mit der sie sich verbunden fühlen nicht immer frei wählen können und das sie die Sehnsucht nach Zugehörigkeit und Verbundenheit mit den Menschen und Kulturen mehr im Herzen tragen müssen. Obwohl es die politischen Unruhen, die gewaltsamen Kriege waren, die einst dafür verantwortlich waren, dass eine Flucht unabdingbar wurde, so bleibt es Jahrzehnte später die ungewisse Lage, die Alia und ihren Mann Atef bindet. Mit dem Blick auf die Kinder, der Sicherheit vor Augen bleibt eine Rückkehr ausgeschlossen. Und für die Enkelkinder stellt sich die Frage nach einem Leben in Palästina nicht mehr, findet ihr Leben doch jenseits dieser Welt statt, denn plötzlich ist Amerika das Herkunftsland und nur die älteren Familienmitglieder erinnern an eine andere Abstammung. Meinung Die palästinensisch-amerikanische Autorin Hala Alyan fokussiert in ihrem Debütroman nicht nur die Entwurzelung von Menschen, deren Heimatland keine Sicherheit bietet, sondern erzählt in erster Linie einen groß angelegten Familienroman, der sich mit dem Leben an sich, den normalen und unberechenbaren Entwicklungen beschäftigt und räumt dabei den Gedanken ihrer Protagonisten einen immensen Stellenwert ein. Die ursprüngliche Aussage, die darin liegen mag, dass es keinen Ort gibt, der für immer und ewig Bestand hat, wandelt sich schnell in eine epische Erzählung über Mütter, Töchter und Söhne, ihre Probleme, ihre Wünsche und Hoffnungen aber auch die Enttäuschungen auf dem Weg ins Erwachsenwerden. Ursprünglich habe ich etwas mehr Bedrohung von außen erwartet, um dann festzustellen, dass es vielmehr um die Ängste aus dem Inneren geht. Denn ein weiteres Augenmerk stellt auch der Widerstand der Kinder dar, die sich nicht in die alten Rollenmuster ihrer Eltern flüchten möchten, sondern so, wie es ihre Zeit vorschreibt, Neuerungen und Änderungen anzunehmen. Ein flüssiger Schreibstil, der manchmal leider von unnötigen Fremdworten begleitet wird (das Glossar am Buchende gibt Auskunft, dennoch habe ich nicht viel darin geblättert), nimmt den Leser mit auf eine Reise in die Untiefen einer Gemeinschaft, die Blutsbande und Freunde gleichermaßen sind. Sehr schön aufgefächert ist die Gliederung zwischen den traditionsbewussten Eltern, den rebellischen Kindern, den autonomen Enkeln. Und dadurch, dass die Autorin eine Kapiteleinteilung nach ihren diversen Protagonisten vornimmt, gelingt es dem Leser auch, sich in alle Köpfe hineinzuversetzen und immer die zwei Seiten der Medaille wahrzunehmen. Diesen Schachzug finde ich sehr clever und angenehm abwechslungsreich für diese Art der Erzählung. Zum Lieblingsbuch fehlte mir dann aber doch etwas, manchmal hätte ich mir einen strafferen Handlungsrahmen gewünscht, ganz sicher auch mehr Einblicke in die politischen Hintergründe und nicht zuletzt eine tatsächliche Aussage, eine über die man auch nach dem Lesen des Buches noch nachsinnen kann. So bleibt es doch ein persönlicher, ein durchaus normaler Familienroman, ohne herausragende Persönlichkeiten, geprägt vom ganz alltäglichen Wahnsinn, von Abschieden und Ankünften von Liebe und Aufopferung, von Verlusten und Gewinnen. Fazit Ich vergebe 4 Lesesterne für diesen umfassenden Familienroman, der viele Generationen miteinander verbindet, der sich psychologisch in die jeweiligen Mitglieder der Gemeinschaft hineinversetzt und sie zu etwas Besonderem macht. Das Buch würdigt die Arbeit aller Mütter und Väter in der Erziehung ihrer Kinder, es lobt das Engagement und die Liebe der Großeltern zu ihren Kindern und Kindeskindern und zeigt durch den ganz normalen Verlauf des Lebens, das jedes Menschenalter seine Möglichkeiten aber auch Verbindlichkeiten mit sich bringt, ganz egal wo auf der Welt man sich heimisch fühlt. Ich spreche eine Leseempfehlung aus, die Geschichte konnte mich gut unterhalten und bestärkt mich in einigen Gedankenspielen über den Wert menschlicher Beziehungen.
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