eBook.de : Ihr Online Shop für eBooks, Reader, Downloads und Bücher

Connect 01/2015 eBook-Shops: Testsieger im epub Angebot, Testurteil: gut Die Welt: Kundenorientierte Internetseiten Prädikat GOLD
+49 (0)40 4223 6096
€ 0,00

Zur Kasse

PORTO-
FREI

Abschiebungshaft in Deutschland

Die rechtlichen Voraussetzungen und der Vollzug.
Sofort lieferbar
Buch (kartoniert)
Buch € 19,90* inkl. MwSt.
Portofrei*
Produktdetails
Titel: Abschiebungshaft in Deutschland
Autor/en: Hubert Heinhold

ISBN: 3860594621
EAN: 9783860594629
Die rechtlichen Voraussetzungen und der Vollzug.
Loeper Angelika Von

1. März 2004 - kartoniert - 346 Seiten

Menschen in Abschiebungshaft sind Menschen in Not. Zu unzumutbaren und manchmal rechtswidrigen Bedingungen inhaftiert, können sie oftmals ihre wenigen Rechte nicht in Anspruch nehmen. Vielfach zu leichtfertig verhängt, genügt die Abschiebungshaft in vielen Bundesländern nicht einmal rechts¬staatlichen und menschenrechtlichen Mindeststandards. Denoch scheint dieses Thema die breite Öffentlichkeit immer noch nicht zu interessieren. Die Menschen in den Ab¬schie¬beknästen sind keine Wähler und diejenigen, die sich für sie engagieren, stellen keine für die Wahlentscheidung relevante Größe dar. Gleichwohl hat deren Anzahl und Engagement zugenommen. Heute gibt es zahlreiche Gruppen und Personen, die sich in ganz Deutschland der in den Abschiebeknästen vergessenen Menschen annehmen. Ihnen liefert der vorliegende Band einen umfassenden Überblick und kompetenten juristischen Rat.

Das jetzt in vollständig überarbeiteter und erweiterter Neuauflage vorliegende Buch will dazu beitragen, dass die Betroffenen wichtige Tatsachen vorbringen und nicht aus Unkenntnis verschweigen. Hinzu kommt, dass viele Engagierte sich - mangels juristischer Unterstützung - selbst behelfen müssen. Ihnen liefert das Buch das notwendige Handwerkszeug. Der Überblick über das Abschiebungshaft-Recht macht deutlich, dass auch die Amtsgerichte durchaus Entscheidungskompetenz besitzen. Es wäre schon viel gewonnen, wenn die obergerichtlichen Grundsätze von den Amtsrichtern beachtet würden. Abschiebungshaft würde in weitaus weniger Fällen verhängt werden!

Das Buch liefert Fakten. Der Abdruck der Länder-Verwaltungsvorschriften und -Richtlinien dokumentiert den "Soll-Bestand", dem die Praxis nicht immer gerecht wird. Weil es um Menschen geht, die leiden, werden die trockenen Fakten durch subjektive Erfahrungsberichte der Betroffenen und ihrer Helfer ergänzt. Besonders berücksichtigt werden dabei Minderjährige und Frauen in der Abschiebungshaft sowie die Themen Tod in der Abschiebungshaft, Beendigung der Haft und Ausreisezentren.

Erscheinungstermin: 1. März 2004
INHALT
Vorwort zur 1. Auflage 9
Vorwort zur 2. Auflage 10
Menschen in Abschiebungshaft
1 Die Abschiebungshaft - Überblick 15
1.1 Die Vorbereitungshaft (§ 57 I AuslG) 16
1.2 Die Sicherungshaft (§ 57 II, III AuslG) 17
1.2.1 Voraussetzungen der Sicherungshaft 17
1.2.2 Kurzfristige Sicherungshaft 17
1.2.3 Haftgründe 18
2 Abschiebungshaft in der Praxis 20
2.1 Die Verhaftung 20
2.2 Zugangssituation 26
2.3 Haftbedingungen 28
2.3.1 Örtlichkeiten 30
2.3.2 Hygiene 30
2.3.3 Sicherstellen von Besitztum und Habe 31
2.3.4 Vermögen 33
2.3.5 Betreuung 35
3 Minderjährige in der Haft 45
3.1 "Flüchtlingsschicksale - Als Minderjährige in Abschiebehaft" 47
3.1.1 Bericht von Beate Kube/Dieter Karg in "Flucht und Asyl", Informationsblatt des Flüchtlingsrats Leipzig e.V. 47
3.1.2 Weitere Beispiele 48
4 Frauen in der Abschiebungshaft 49
5 Der Tod in der Abschiebungshaft 50
6 Beendigung der Haft 58
6.1 Beendigung der Haft ohne Abschiebung 58
6.2 Die Abschiebung 60
7 Ausreisezentren 65
7.1 Bedingungen in den Ausreisezentren 66
7.2 Verstoß gegen die Menschenwürde 68
7.3 Kritik 69
7.3.1 Aufnahmegesetz des Landes Bayern 70
7.3.2 Asyldurchführungsverordnung des Landes Bayern 74

8 Die Länder im Vergleich 85
8.1 Baden-Württemberg 85
8.2 Bayern 87
8.2.1 Lebensbedingungen in der Abschiebungshaft; positive und negative Aspekte in den einzelnen Haftanstalten Bayerns 89
8.2.2 Beschluss des Vorstands des Diözesanrates der Katholiken der Erzdiözese München und Freising 90
8.2.3 Schilderung der Gestaltung der Haftbedingungen im
Grundsatzpapier des Bayerischen Aktionsbündnisses für Abschiebungshaft 91
8.3 Berlin 94
8.3.1 Gesetz über den Abschiebungsgewahrsam im Land Berlin 97
8.3.2 Ordnung für den Abschiebungsgewahrsam im Land Berlin (Gewahrsamsordnung) 100
8.3.3 Weisung des Landeseinwohneramtes Berlin, Abteilung Ausländerwesen 110
8.3.4 Informations-Blatt zur Abschiebungshaft 116
8.3.5 Presseerklärung Hartwig Berger, MdA, "Minderjährige in Berliner Abschiebehaft - Einschätzung nach einem Besuch" 121
8.3.6 Presseerklärung Initiative gegen Abschiebehaft Berlin
"Abschiebehaft ist lebensgefährlich!" 126
8.3.7 Bericht Gerhard Leo "Tausende Ausländer in Abschiebehaft" 128
8.3.8 Auflistung der Suizid-Versuche/Selbstverletzungen von Initiative
gegen Abschiebungshaft/Antirassistische Initiative Berlin 136
8.4 Brandenburg 139
8.4.1 Gesetz über den Vollzug der Abschiebungshaft außerhalb von Justizvollzugsanstalten
(Abschiebungshaftvollzugsgesetz - AbschhVG) 141
8.4.2 Verfahren zur Durchführung der Abschiebungshaft außerhalb von Justizvollzugsanstalten (Gewahrsamsordnung) 145
8.4.3 Hausordnung für die Abschiebungshafteinrichtung Eisenhüttenstadt 155
8.5 Bremen 163
8.5.1 Gesetz über den Abschiebungsgewahrsam 164
8.5.2 Gewahrsamsanordnung 170
8.6 Hamburg 183
8.7 Hessen 186
8.8 Mecklenburg-Vorpommern 188
8.9 Niedersachsen 191
8.9.1 Richtlinie über den Vollzug der Abschiebungshaft 193
8.9.2 Hinweise zur Förderung der freiwilligen Ausreise sowie zur Vermeidung und Beantragung von Abschiebungshaft des Niedersächsischen Innenministeriums 195

8.10 Nordrhein-Westfalen 206
8.10.1 Richtlinien zur Vorbereitungs- und Sicherungshaft 212
8.10.2 Erlass des Innenministeriums des Landes Nordrhein-Westfalen betreffend den "Einsatz von unmittelbarem Zwang im Rahmen von Identifizierungsmaßnahmen" 225
8.10.3 Erlasse des Innen- und Justizministeriums Nordrhein-Westfalen 229
8.11 Rheinland-Pfalz 236
8.11.1 Landesaufnahmegesetz 238
8.12 Saarland 242
8.12.1 Gesetz zur Neuregelung ausländerrechtlicher Regelungen 243
8.13 Sachsen 245
8.14 Sachsen-Anhalt 247
8.14.1 Schreiben des Ministeriums des Inneren 249
8.15 Schleswig-Holstein 251
8.15.1 Erlass des Innenministeriums Schleswig-Holstein 253
8.15.2 Richtlinien für den Vollzug der Abschiebungshaft in
Schleswig-Holstein 257
8.16 Thüringen 263
8.16.1 Merkblatt "Informationen für Abschiebehäftlinge" darzustellen, wäre ohne die Mitarbeit vieler Menschen vor Ort zum Scheitern verurteilt gewesen. Ich danke den Kollegen, den Initiativen und den haupt- und ehrenamtlichen Helfern in den Vollzugsanstalten für die Informationen und die Berichte, die sie mir übermittelt haben. Besonderen Dank schulde ich meiner Praktikantin, Frau Nele Meyer, für die Zuarbeit, die Systematisierung und Aktualisierung der Informationen. Dank schulde ich auch meiner Mitarbeiterin, Gabi Mayr, ohne die auch dieses Buch nicht möglich gewesen wäre.
München im März 1997
Hubert Heinhold

VORWORT ZUR 2. AUFLAGE
Abschiebungshaft in Deutschland ist ein Thema, das die breite Öffentlichkeit nicht interessiert. Lediglich die immer wieder stattfindenden Hungerstreik-Aktionen finden eine kurze Erwähnung in den Lokalzeitungen. Auch die Politik hat ihr Interesse an diesem "Randproblem" verloren. Zwar hatten SPD und Bündnis'90/Die GRÜN-EN in ihrem (ersten) Koalitionsvertrag vereinbart, die Dauer der Abschiebungshaft im Lichte des Verhältnismäßigkeitsgrundsatzes zu überprüfen, doch geschehen ist nichts. Es ist wohl kein Zufall, dass die nicht erledigte Aufgabe im Koalitionsvertrag zur zweiten Legislaturperiode von Rot-Grün nicht mehr erwähnt wird. Die Menschen in den Abschiebeknästen sind keine Wähler und diejenigen, die sich für sie engagieren, stellen keine für die Wahlentscheidung relevante Größe dar.
Gleichwohl ist zu konstatieren, dass deren Anzahl und Engagement zugenommen hat. Heute gibt es zahlreiche Gruppen und Individuen, die sich in ganz Deutschland der in den Abschiebeknästen vergessenen Menschen annehmen. Es sind Seelsorger, aber auch Autonome, es sind Abschiebehaft-Gruppen von ai und den Flüchtlingsräten, kirchlichen und autonomen Organisationen, die sich in täglichem Engagement um die Häftlinge kümmern und für die Verbesserung ihres Loses streiten. Erste Ansätze von Vernetzung haben zur Erstellung einer Homepage geführt (http://www.abschiebehaft.de) und zu jährlichen Vernetzungstreffen.

Nicht nur von seiten dieser "Praktiker", sondern auch von Juristen kam die Anregung nach einer Neuauflage dieses Buches. Bei den einen mag der Wunsch dahinterstehen, über den eigenen Tellerrand zu blicken und aus der Situation eines anderen Bundeslandes Forderungen ableiten zu können, bei den anderen, überhaupt erst Einblicke in den Gefangenen-Alltag zu bekommen.
Das Ziel, eine umfassende Darstellung der Situation in den Abschiebungshaftanstalten Deutschlands zu geben, ist nur unvollständig erreichbar. Denn Abschiebungshaft ist Ländersache. Es gibt keine bundesdeutsche Statistik und auch von den Ländern existieren keine umfassenden und untereinander vergleichbare Schilderungen.
Soweit solche existieren, habe ich diese, ebenso wie die Antworten der jeweiligen Landesregierungen auf parlamentarische Anfragen, ausgewertet. Um authentisch Informationen zu erhalten, habe ich einen Fragebogen entwickelt und an sämtliche Justiz- und Innenministerien der Länder sowie an die Flüchtlingsräte und Betreuerinitiativen (soweit sie mir bekannt waren) verschickt. Einige Länder haben mir sehr bereitwillig und umfassend Auskunft gegeben, andere haben nicht geantwortet, ein Land teilte mit, für so was habe man keine Zeit. Auch von den Flüchtlingsräten und -initiativen kamen nicht alle Fragebogen in Rücklauf. Trotz der teilweise sehr detaillierten Antworten wird der gewünschte "Durchblick" oft eher erschwert als erleichtert. Denn eine Detail-Auskunft zu einem bestimmten Stichtag besagt wenig, wenn es keine Vergleichsmaterialien gibt; sind Durchschnittszahlen angegeben, sind diese nur aussagekräftig, wenn man die Mindest- und Höchst-Zahlen kennt und so die Durchschnittszahlen gewichten kann. Denn manche Abschiebungshäftlinge - meist aus europäischen Nachbarländern - sind nur wenige Tage in Abschiebungshaft, bei afrikanischen oder "exotischen" Ländern beträgt die Haftdauer in Einzelfällen dagegen oft viele Monate. Genaue Statistiken, wie viele Menschen nur Tage, wie viele Wochen und wie viele Monate in Abschiebungshaft verbringen müssen, existieren nicht. Hinzu kommt, dass die Stichtage von Land zu Land divergieren. Die Zahlen sind daher für sich genommen wenig aussagekräftig und lassen sich mit den Statistiken anderer Länder nur sehr bedingt vergleichen.

Das Internet bietet eine Fülle von Informationen, doch sind diese nicht nur "chaotisch", sondern oftmals auch überholt und manchmal auch unzutreffend. Zu einzelnen Themen und Ländern gibt es sehr viel, zu anderen ist fast nichts zu finden. Eine kritische Auswahl ist nötig.

Das vorliegende Buch kann nicht mehr als eine Übersicht über die Situation in den deutschen Abschiebungshaftanstalten bieten und keine Gewähr für Vollständigkeit, ja nicht einmal für die Richtigkeit in jedem Einzelfall geben. Denn mancherorts hat sich die Situation seit Abgabe der Fragebögen (2002) schon wieder geändert und nicht in allen Fällen waren Nachfragen möglich oder ergänzende Informationen erhältlich.
Auch wenn die einzelnen Teile des Puzzles unvollständig sind, ergibt die Gesamtschau gleichwohl ein Bild. Es zeigt Menschen in Not, die zu unzumutbaren und manchmal rechtswidrigen Bedingungen inhaftiert sind und oftmals ihre wenigen Rechte nicht in Anspruch nehmen können.
Damit dem abgeholfen werden kann, habe ich eine kurze Darstellung der rechtlichen Situation in die Neuauflage eingefügt.
Hiervon hatte ich in der Erstauflage abgesehen, weil damals eine aktuelle, praxisgerechte Darstellung vorlag. Auch wenn der Gefangene oder sein Betreuer mit dem juristischen Handwerkszeug wenig vertraut ist und es nicht zu gebrauchen versteht, kann die Kenntnis der Voraussetzungen der Abschiebungshaft zumindest dazu beitragen, dass die Betroffenen wichtige Tatsachen vorbringen und nicht aus Unkenntnis verschweigen. Hinzu kommt, dass - weil das Interesse der Anwaltschaft an dieser Klientel nicht allzu groß ist - viele sich gleich Heimwerkern selbst behelfen müssen. Wer mehr zum Rechtlichen wissen will, findet im Internet nicht nur eine detaillierte Darstellung, sondern auch die aktuelle Rechtsprechung (Melchior, Internet-Kommentar zur Abschiebungshaft, http://www.abschiebungshaft.de). Die Darstellung des Abschiebungshaft-Rechts war mir jedoch auch persönlich ein Bedürfnis, weil die Lektüre der Entscheidungen zum Abschiebungshaft-Recht durchaus ein differenziertes Bild ergibt. Die obergerichtlichen Entscheidungen lassen keinen Haft-Automatismus zu, sondern haben konkrete Anforderungen formuliert, bevor Haft verhängt werden darf und rechtsstaatliche Sicherungsmechanismen eingebaut. Leider widerspricht die amtsgerichtliche Praxis dem diametral. Nach wie vor wird zu schnell und nach oberflächlicher Prüfung Abschiebungshaft verhängt. Die meisten Amtsrichter - es ist traurig, dies feststellen zu müssen - kennen die obergerichtliche Rechtsprechung nicht oder ignorieren sie. Gerechtfertigt wird diese Praxis durch eine bei den Amtsgerichten verbreitete Überzeugung, man habe in Abschiebungshaftsachen ja gar keine eigentliche Entscheidungskompetenz. Dass dies falsch ist, macht der Überblick über das Abschiebungshaft-Recht deutlich, den ich zusammengestellt habe. Es wäre schon viel gewonnen, wenn diese - obergerichtlichen - Grundsätze von den Amtsrichtern beachtet würden. Abschiebungshaft würde in weitaus weniger Fällen verhängt werden!
Das Buch liefert Fakten. Diese sind nach bestem Wissen und Gewissen "objektiv" zusammengestellt. Der Abdruck der Länder-Verwaltungsvorschriften und -Richt-linien dokumentiert den "Soll-Bestand" 264
Rechtliches zur Abschiebungshaft
1 Allgemeines 271
2 Das Verfahren zur Anordnung der Abschiebungshaft 271
2.1 Verhaftung durch die Ausländerbehörden; kurzfristige Festhaltungen 271
2.2 Das Verfahren 274
2.2.1 Antrag 274
2.2.2 Örtliche Zuständigkeit des Amtsgerichts 275
2.3 Richterliche Entscheidung 275
2.3.1 Rechtliches Gehör 276
2.3.2 Hinzuziehung eines Dolmetschers 278
2.3.3 Anhörung von Ehegatten, Eltern und gesetzlichem Vertreter 278
2.3.4 Vertrauensperson 279
2.3.5 Amtsermittlung 281
2.3.6 Einstweilige Regelungen, § 11 FEVG 281
2.3.7 Bekanntmachung der Haftentscheidung 282
2.3.8 Sofortvollzug, § 8 II FEVG 282
2.4 Laufende Kontrollen 283
2.5 Verlängerungsantrag 284
2.6 Rechtsmittel 285
2.7 Anwaltlicher Beistand 286
3 Voraussetzungen der Abschiebungshaft 288
3.1 Vorbereitungshaft, § 57 AuslG 288
3.2 Sicherungshaft 290
3.2.1 Allgemeine Voraussetzungen der Sicherungshaft 290
3.2.2 Aufenthaltsrecht nach Asylantrag 292
3.2.3 Prüfungskompetenz des Haftrichters 297
3.2.4 Verhältnismäßigkeitsgrundsatz 298
3.2.5 Beschleunigungsmaxime 299
3.2.6 Haftgründe des § 57 II 1 Nr. 1 AuslG 299
3.2.7 Der Haftgrund des § 57 II 1 Nr. 2 AuslG 300
3.2.8 Der Haftgrund des § 57 II 1 Nr. 3 AuslG 301
3.2.9 Der Haftgrund von § 57 II 1 Nr. 4 AuslG 301
3.2.10 Der Haftgrund des § 57 II 1 Nr. 5 AuslG 302
3.2.11 Dauer der Sicherungshaft, § 57 III AuslG 304
3.3 2-wöchige Sicherungshaft gemäß § 57 II 2 AuslG 307
4 Zurückweisungshaft, § 60 V AuslG 308
5 Zurückschiebungshaft, § 61 III AuslG 309
Forderungen
Forderungen 313
Anhang
UNHCR Richtlinien über die Inhaftierung von Asylsuchenden 317
Diakonisches Werk der EKD - Positionen und Mindestanforderungen zur Abschiebungshaft 324
Erklärung der Präsidentin des Zentralkomitees der deutschen
Katholiken (ZdK), Rita Waschbüsch, zur Abschiebungshaft 331
Forderungen von PRO ASYL 333
Forderungen des Caritas-Verbands für das Erzbistum Berlin e. V., des
Deutschen Caritasverbands e. V., des Diakonischen Werks Berlin-Brandenburg
e. V., des Jesuitenflüchtlingsdienst Deutschland, von PRO ASYL und des Republikanischen Anwältinnen- und Anwältevereins e. V. 334
Adressen 336
Bundesweite Organisationen 336
Flüchtlingsräte 340
Beratung in Abschiebehaft und Initiativen gegen Abschiebehaft 342

VORWORT ZUR 1. AUFLAGE
Dieses Buch versucht, die Bedingungen und Ausgestaltung der Abschiebungshaft in Deutschland darzustellen. Dem Föderalismus ist auch hier eine große Vielfalt zu danken. Teilweise wird die Abschiebungshaft in speziellen Abschiebungshaftanstalten vollzogen, teilweise in den normalen Strafvollzugsanstalten. Einige Länder haben spezielle Vollzugsgesetze erlassen, manche wenigstens Richtlinien und manche sind der Auffassung, das Freiheitsentziehungsgesetz und das Strafvollzugsgesetz ließe sich entsprechend anwenden. Dementsprechend unterschiedlich sind die Bedingungen, unter denen Abschiebungshaft in Deutschland stattfindet: Sie sind, hält man überhaupt eine Abschiebungshaft für zulässig, manchmal akzeptabel, oft ungenügend und gelegentlich menschenrechtswidrig. Gemessen am Zweck der Abschiebungshaft ist die Situation in Deutschland insgesamt nicht nur als unbefriedigend, sondern als überwiegend rechtswidrig zu bezeichnen.
Der vorliegende Bericht versucht nicht, diese Behauptung juristisch zu beweisen. Dies hat bereits Peter Knösel in seinem Rechtsgutachten zur Verfassungswidrigkeit der Abschiebungshaft (ZDWF-Heft Nr. 62) getan. Dieses Buch will für diese zutreffende juristische Bewertung Tatsachenmaterial liefern und sie sinnlich erfahrbar machen. Deshalb enthält es auch subjektive Schilderungen Betroffener und ihrer Helfer und Auszüge aus Erfahrungsberichten.
Mein Versuch, die bundesdeutsche Wirklichkeit in den "Abschiebeknästen", dem die Praxis nicht immer gerecht wird.

Weil es um Menschen geht, die leiden, werden die trockenen Fakten durch subjektive Erfahrungsberichte der Betroffenen und ihrer Helfer ergänzt. An Verbesserungsvorschlägen und, teilweise heftiger, Kritik kann da nicht gespart werden.

Bei der Zusammenstellung der Länderberichte haben mir Herr Alexander Weiß und Frau Andrea Kothen, die auch das Manuskript kritisch gegengelesen hat, geholfen. Ihnen und vor allem meiner Kanzlei und meiner Mitarbeiterin Ga
bi Mayr gilt mein Dank für die tatkräftige Unterstützung.

Februar 2004
Hubert Heinhold




Gedruckte Welten


 
Bücher bei eBook.de entdecken.

 

Jetzt die besten Bücher entdecken!

Kunden, die diesen Artikel gekauft haben, kauften auch

Traumnovelle
Buch (gebunden)
von Arthur Schnit…
Business-Knigge für Dummies
Buch (kartoniert)
von Dirk Gillmann
Salutogenese - Gesundbleiben trotz chronischer Krankheit
Buch (kartoniert)
von Claudia Sigl,…
Das zivilrechtliche Haftungssystem für Überträge und Einträge gentechnisch veränderter Organismen
Buch (kartoniert)
von Sebastian Neu…

Kundenbewertungen zu Hubert Heinhold „Abschiebungshaft in Deutschland“

Noch keine Bewertungen vorhanden
Zur Rangliste der Rezensenten
Veröffentlichen Sie Ihre Kundenbewertung:
Kundenbewertung schreiben

Diese Artikel könnten Sie auch interessieren

The Irresistible Rise of Harry Potter
Buch (gebunden)
von Andrew Blake
Anonyme Bewerbungen
Buch (kartoniert)
von Elena Kutnenk…
The Old Indian Practice
Buch (gebunden)
von Levi Lane
How to Plan and Execute Strategy: 24 Steps to Implement Any Corporate Strategy Successfully
Buch (kartoniert)
von Wallace Stett…
Illegitimate Children of the Enlightenment
Buch (gebunden)
von C. Alexander …

Unsere Leistungen auf einen Klick

Unser Service für Sie

Zahlungsmethoden
Bequem, einfach und sicher mit eBook.de. mehr Infos akzeptierte Zahlungsarten: Überweisung, offene Rechnung,
Visa, Master Card, American Express, Paypal mehr Infos
Geprüfte Qualität
  • Schnelle Downloads
  • Datenschutz
  • Sichere Zahlung
  • SSL-Verschlüsselung
Servicehotline
+49 (0)40 4223 6096
Mo. - Fr. 8.00 - 20.00 Uhr
Sa. 10.00 - 18.00 Uhr
Chat
Ihre E-Mail-Adresse eintragen und kostenlos informiert werden:
* Alle Preise verstehen sich inkl. der gesetzlichen MwSt. Informationen über den Versand und anfallende Versandkosten finden Sie hier.
Bei als portofrei markierten Produkten bezieht sich dies nur auf den Versand innerhalb Deutschlands.

** im Vergleich zum dargestellten Vergleichspreis.
eBook.de - Meine Bücher immer dabei
eBook.de ist eine Marke der Hugendubel Digital GmbH & Co. KG
Folgen Sie uns unter: