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Alligatoren

Roman. Originaltitel: Alligator.
von Deb Spera
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Produktdetails

Titel: Alligatoren
Autor/en: Deb Spera

ISBN: 3959672209
EAN: 9783959672207
Roman.
Originaltitel: Alligator.
Übersetzt von Ulrike Wasel, Klaus Timmermann
HarperCollins

3. September 2018 - gebunden - 432 Seiten

Seit Stunden belauern sie sich gegenseitig: das Alligatorweibchen, das seine Jungen beschützen muss, und Gertrude, deren vier Töchter seit Tagen nichts gegessen haben. Ein Schuss fällt, doch er trifft nicht das Reptil - es gibt Schlimmeres als den Hunger.
Auch Annie, die Plantagenbesitzerin, hat einen größeren Feind, als sie wahrhaben möchte. Ihren jüngsten Sohn kostete das bereits das Leben.
Doch als Oretta, Annies schwarze Haushälterin und in erster Generation von der Sklaverei befreit, Gertrudes kranke neunjährige Tochter bei sich aufnimmt, finden diese drei Frauen, die unterschiedlicher nicht sein können, zusammen. Denn sie alle haben eins gemeinsam: die unstillbare Sehnsucht nach Freiheit und Selbstbestimmung.

"Ein beeindruckender Text, der seinesgleichen sucht." Fuldaer Zeitung

"Gerade durch Deb Speras unsentimentalen Ton ist mir die Geschichte richtig unter die Haut gekrochen. Zugegeben: keine Feel-Good-Geschichte, aber dafür umso stärker eine Feel-Strong-Geschichte!" Annalena Lüder / emotionDE

"In stimmungsvollen Tableaus werden große Themen wie Sklaverei, Feminismus, Wirtschaftskrise abgearbeitet, garniert mit Gewalt, Gefühl und Perversion." Die Presse

"Spera kreiert mit Worten Bilder, klar, farbig und mit einer Sogwirkung, der man sich nicht entziehen kann." buchzeiten

"Atmosphärisch dicht mit vielen Details lässt Deb Spera das damalige Leben lebendig werden." Belletristik-couch.de

"Mit diesem Roman ist Spera ein interessanter und spannender Einblick in die Lebenswelt dreier unterschiedlicher Frauen in den Südstaaten der 1920er gelungen." Buchprofile/medienprofile
Deb Spera wuchs in Louisville, Kentucky, auf, als Tochter von selbst noch sehr jungen Eltern. Heute lebt sie mit ihrem Mann und zwei ihrer drei Kinder in Los Angeles. Ihr gehört das TV-Produktionsunternehmen One-Two Punch Productions, das u.a. Serien wie Criminal Minds, Army Wives, Reaper - Ein teuflischer Job, Finding Carter und Aim High - Hohe Ziele stecken produziert. Deb Spera war Finalistin des Montana Literaturpreises und zweimalige Finalistin des Kirkwood Literaturpreises. Ihre Arbeiten wurden in der Online-Zeitschrift Sixfold für Kurzgeschichten und Lyrik, in Garden & Gun, in der Wascana Review und im L.A.Yoga Journal veröffentlicht. Sie ist Co-Autorin des Theaterstücks "On the Road to Kitty Hawk", das vom Actors Theater Of Louisville aufgeführt wurde. Alligatoren ist ihr erster Roman.
Kundenbewertungen zu Deb Spera „Alligatoren“
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Bewertungsstern, voll Bewertungsstern, voll Bewertungsstern, voll Bewertungsstern, voll Beeindruckendes Frauenporträt - von eleisou - 30.11.2018 zu Deb Spera „Alligatoren“
Das Buch handelt von der Geschichte dreier Frauen aus unterschiedlichen Gesellschaftsschichten, die trotz vieler Enttäuschungen, Trauer und Leid versuchen um ihre Freiheit weiterzukämpfen. Annie Coles ist die die Frau eines Plantagenbesitzers. Sie führt eine Näherei und beschäftigt viele Frauen. Ihr Leben wird auf den Kopf gestellt als sie einem Familiengeheimnis auf die Spur kommt und merkt, dass nicht jeder im Haus ihr Freund ist. Gertrude Pardee hat vier Töchter und einen alkohols[chtigen, gewalttätigen Mann. Um ihre Familie zu ernähren sicht sie Arbeit Bei Annie und gibt ihre jüngste, kranke Tochter Mary in die Obhut von Oretta, eine alte Afroamerikanerin die bei Annie arbeitet. Das Buch umfasst ein Frauenporträt im Amerika, so wie es vor der großen Weltwirtschaftskrise aussah. Gesselschaftliche Differenzen und Rassismus sind ein grosses Thema, doch die Frauen verbinden sich, jede aus ihren eigenen Bedürfnissen. Der Schreibstil ist flüssig, detailliert und manchmal etwas hart. Es gibt nichts zu verschönigen und die ungeschönte Seite des Lebens wird oft im Vordergrund gerückt. Ein sehr bewegendes Buch, das ich nur weiterempfehlen kann!
Bewertungsstern, voll Bewertungsstern, voll Bewertungsstern, voll Bewertungsstern, voll Bewertungsstern, voll Überwindung von Angst und Gewalt - von Anonym - 21.11.2018 zu Deb Spera „Alligatoren“
Gertrude gehört der ärmeren Bevölkerungsschicht in Brancheville im Süden Carolinas an. Ihre vier Töchter haben immerzu Hunger und ihr Mann versäuft das Geld. Sie selbst ist seit längerem seinen Schlägen ausgesetzt, als er jedoch auch die Kinder schlägt muss etwas passieren. Genau wie das Alligatorenweibchen ihre Jungtiere beschützt versucht sie, eine Arbeit zu finden und ohne ihren Mann zu leben. Oretta führt, wie einst ihre Mutter und Großmutter, den Haushalt der wohlhabenden Familie Coles. und hat als Hebamme allen Kindern zur Welt verholfen. Die Sklaverei ist seit langem vorbei, dennoch weiß Oretta, wo ihr Platz ist. Ihr Mann ist sehr liebevoll zu ihr doch der Tod ihrer einzigen Tochter ist nur schwer zu verwinden. Annie Coles hat von ihrem Yankeevater eine Näherei vermacht bekommen, die sie nicht an ihren Ehemann weitergeben darf. Inzwischen ist ihr Sohn sehr erfolgreich mit neuen Modellentwürfen und die Näherei erwirtschaftet mehr als die Plantage des Mannes. Seit Jahrzehnten hat Annie nichts mehr von ihren beiden Töchtern gehört, die nach einem Familienstreit um die Schuld des Selbstmordes ihres erst zwölfjährigen Bruders das Haus verließen. Drei sehr unterschiedliche Frauentypen werden in diesem Roman um das Leben in den Südstaaten miteinander verwoben. Sehr emotional werden die Lebenswege beschrieben und die Kraft dieser Frauen, über Ängste und Gewalt hinwegzukommen.
Bewertungsstern, voll Bewertungsstern, voll Bewertungsstern, voll Bewertungsstern, voll Bewertungsstern, voll Berührender und mitreißender historischer Roman - von adel69 - 15.10.2018 zu Deb Spera „Alligatoren“
Worum geht es? In dem Buch gibt es drei Ich-Erzählerinnen, die alle in den 1920er-Jahren in den Vereinigten Staaten von Amerika leben und irgendwie miteinander zu tun haben. Gertrude ist verheiratet mit Alvin. Eine Liebesheirat war es nicht. Alvin liebt Gertrude auch nicht. Er schlägt sie - und zwar so, dass sie lange mit diesen Verletzungen zu tun hat. Er versäuft das Einkommen, mit dem er seine Familie ernähren soll, und redet schlecht über Gertrude. Sie haben vier Mädchen, um deren Wohlergehen sich Gertrude kümmert. Sie überlässt ihre Mädchen immer wieder anderen Leuten - Verwandten und Freunden -, damit sie dort essen können. Irgendwann hält es Gertrude nicht mehr aus und greift zu drastischen Mitteln. Anschließend sucht sie sich einen Job als Näherin bei Mrs. Annie Coles. Außerdem kann sie ein Haus mieten, in dem sie für ihre vier Mädchen sorgen will. Annie Coles scheint nach außen hin wohlhabend zu sein - jedoch plagen sie Geldsorgen. Die letzte Baumwollernte war nicht gut - und sie hofft auf den Tabakanbau. Doch auch dieser läuft nicht so, wie erhofft. Sie hat eine Näherei, die sie mit ihrem Sohn Lonnie betreibt. Sie stellen dort Kleidung für Damen und Herren her und hoffen auf gute Umsätze. Doch Annie hat nicht nur geschäftliche Sorgen. Während sie mit ihren Söhnen gut auskommt, hat sie den Kontakt zu ihren Töchtern Sarah und Molly schon lange verloren. Sie weiß lange nicht mal, dass sie Enkelkinder hat. Oretta arbeitet für Annie Coles. Sie hat afrikanischen Migrationshintergrund und ist die gute Seele dieses Haushalts. Sie ist abergläubisch, aber sehr gutherzig. Sie kümmert sich beispielsweise einige Tage lang um Gertrudes jüngste Tochter Mary und rettet dieser das Leben. Auch redet sie Gertrude ins Gewissen, als diese bei einem weiteren Problem fast ausrastet. Meine Meinung: Jede dieser Frauen war mir bei der Lektüre des Buches sympathisch oder berührte mich in ihrem Schicksal. Oretta ist eine sehr starke Frau, die ich bewundere. Sie arbeitet für Annie und versucht auch, sich um ihren Mann Odell zu kümmern, der ein Bein verloren hat. Um Mary kümmert sie sich total rührend mit allem Wissen, das ihr zur Verfügung steht. Mary erinnert sie an ihre eigene Tochter, die im Alter von acht Jahren verstorben ist. Gertrude hielt ich zuerst für schwach, sie tat mir leid. Aber sie weiß sich zu wehren und mausert sich zur starken Persönlichkeit. Jedoch muss sie sich auch von anderen Leuten etwas sagen lassen - beispielsweise im Umgang mit ihren Töchtern. Und das ist gut so. Auch Annie mochte ich. Sie ist eine starke Frau. Sie versucht zu überleben, Leuten eine Arbeit zu geben zu fairen Bedingungen. Dabei trifft es sie sehr, dass es mit ihrer eigenen Familie nicht zum Besten steht. Das Verhältnis zu ihren Töchtern scheint verfahren. Man liest das Buch, um zu wissen, wie es mit diesen Frauen weitergeht. Wird es Gertrude gelingen, ihre Töchter zu ernähren? Werden Annie und ihre Familie wieder geschäftlichen Erfolg haben? Und wie geht es mit Oretta - die in dem Buch "Retta" genannt wird - weiter? Es gibt auch lange noch weitere offene Fragen in dem Buch - beispielsweise das Verschwinden einer Person. Da will man als Leser/Leserin wissen, wie das alles endet. Deswegen liest man das Buch. Ich habe durch dieses Buch nicht nur drei interessante Frauen kennen gelernt, sondern mir wurde wieder in Erinnerung gerufen, wie sehr manche Menschen in den 1920er-Jahren auch in den Vereinigten Staaten von Amerika ums Überleben kämpfen mussten. Der Schluss des Buches ist eine große Überraschung. Aber das spricht für das Buch - denn diese Wendung ist nicht vorhersehbar. Die Alligatoren, die dem Buch seinen Titel geben, sind Randfiguren. Sie sind ein Symbol dafür, dass man sie schießen kann, um sich von ihnen zu ernähren. Allerdings schmecken sie nicht besonders gut. Sie sind aber auch Tiere, die den Menschen gefährlich werden können. Ich vergebe fünf Sterne und eine Leseempfehlung.
Bewertungsstern, voll Bewertungsstern, voll Bewertungsstern, voll Bewertungsstern, voll Bewertungsstern, voll Ein hervorragender Südstaatenroman - von Jonas1704 - 06.09.2018 zu Deb Spera „Alligatoren“
Der Debütroman von Dep Spera hat etwas ganz Besonderes: sei es der Erzählstil oder die Handlung selbst, das Buch gewinnt sicherlich einen herausragenden Platz auf dem Bücherregal. Die Autorin schreibt über drei starke Frauen aus unterschiedlichen gesellschaftlichen Schichten, die ale mitsamt mit Gewalttätigkeit, Rassismus, Existensängste und finanzielle Schwierigkeiten zu kämpfen haben, in einem Amerika, das in de 20er Jahren, weit entfernt war, von Modernität, Gleichberechtigung und Fortschritt. Da ist erstmal Annie Cole, heruntergekommene Plantagenbesitzerin mit eigener Näherei, die trotz der finanziellen Sorgen immer noch gut steht und auch viele andere Familien durch ihre Arbeitsverhältnisse ernährt. Retta ist die farbige Köchin die dort arbeitet und sich Gedanken macht, was passiert wenn sie beim Älterwerden nicht mehr so aktiv sein kann. Gertrude ist die dritte Frau, verheiratet mit einem Trinker, der sie regelmäßig schlägt und auch ihre vier Töchter schlecht behandelt . Sie wohnen nahe an den Sümpfen, in denen es von Alligatoren wimmelt. Als ihre jüngste Tochter Mary schwerstkrank wird bittet Sie Retta um Hilfe. Alle drei Frauen haben innerlich sehr viel Kraft auszuweisen in einem altmodischen Amerika wo ihre Freundschaft bindet und das ist was dieses Buch so einzigartig macht.
Bewertungsstern, voll Bewertungsstern, voll Bewertungsstern, voll Bewertungsstern, voll Bewertungsstern, voll Schöner Südstaatenroman - von Anonym - 31.08.2018 zu Deb Spera „Alligatoren“
Der auf mich eher negativ wirkende Buchtitel sollte nicht von der Lektüre dieses Buches abhalten. Denn es ist wirklich ein schöner Südstaatenroman, wenngleich auch ohne die Romantik, die ähnlichen Büchern oft innewohnt, und ohne die sonst typische Thematik der Unterdrückung der Farbigen zu behandeln. Angesiedelt ist die Geschichte in den 1920er Jahren in Alabama. Die Region leidet unter den Folgen der Baumwollkäferplage, die die Wirtschaft stark beeinträchtigt hat. Drei Frauen werden in den Fokus gerückt und sie erzählen abwechselnd von ihren individuellen schweren Schicksalen. Gertrude, eine Weiße aus ärmlichen Verhältnissen, mit vier Töchtern leidet Hunger sowie unter den Misshandlungen ihres trunksüchtigen Ehemannes. Die Schwarze Retta, deren Mutter noch eine Sklavin war, arbeitet immer noch für die frühere Besitzerfamilie, die Plantageneigentümer Coles. Über den frühen Tod ihrer einzigen Tochter kommt sie bis ins Alter nicht weg. Auch Annie Coles hat den Selbstmord ihres Sohnes im Kindesalter nie verwunden und findet im Alter den Grund heraus. Die Geschichte jeder einzelnen Frau könnte auch alleine gelesen werden. Die drei treffen zusammen. Sie erweisen sich als starke, unkonventionelle Frauen, die sich gegen erlittene Ungerechtigkeiten zur Wehr setzen. Der Leser nimmt teil an ihren Ängsten und Verletzungen .Der Text liest sich einfach, insbesondere weil ja Gertrude und Retta aus schlichten Verhältnissen kommen und sie Umgangssprache einfließen lassen. Ein beeindruckender Roman.
Bewertungsstern, voll Bewertungsstern, voll Bewertungsstern, voll Bewertungsstern, voll Als das Leben in den Südstaaten noch rauer war - von milkysilvermoon - 30.08.2018 zu Deb Spera „Alligatoren“
Branchville (Alabama) Anfang der 1920er-Jahre: Gertrude Pardee führt ein hartes Leben. Ihr Mann Alvin ist ein gewalttätiger Säufer, die Familie lebt in solch ärmlichen Verhältnissen, dass auch die Töchter hungern müssen. Wirtschaftlich besser geht es Plantagenbesitzerin Annie Coles, die jedoch auch mit persönlichen Problemen zu kämpfen hat. Und dann ist da noch ihre farbige Haushälterin Oretta Bootles, kurz Retta, in erster Generation von der Sklaverei befreit. Alle drei Frauen wirken zunächst sehr verschieden, doch sie haben den Wunsch nach Freiheit und Selbstbestimmung gemeinsam. Und dann passiert etwas, das sie zusammenbringt¿ "Alligatoren" ist der berührende Debütroman von Deb Spera, der in den Südstaaten zu der Zeit vor der großen Wirtschaftskrise spielt. Meine Meinung: Das Buch besteht aus fünf Teilen, die mehrere Kapiteln beinhalten, sowie einem Epilog. Erzählt wird aus der Ich-Perspektive - und zwar im Wechsel aus der Sicht von Gertrude, Annie und Retta. Zunächst haben die drei Erzählstränge wenige Berührungspunkte. Dann werden sie immer stärker miteinander verwoben. Dieser Aufbau hat mir gut gefallen. Der Schreibstil ist flüssig, anschaulich und eindringlich, aber auch angenehm unaufgeregt. Die Sprache ist sehr einfach, was aber gut zum Bildungsgrad vor allem von Gertrude und Retta passt. Der Einstieg in die Geschichte fiel mir nicht schwer. Schön finde ich es, dass man es sogar mit drei starken Frauencharakteren zu tun hat. Die Hauptprotagonistinnen sind mir nicht alle gleichermaßen sympathisch. Doch sie werden interessant, detailliert und authentisch dargestellt. Ihre Gedanken lassen sich gut nachvollziehen. Der Inhalt des Romans konnte mich sehr bewegen, denn es geht um emotionale Themen wie Liebe, Freiheit und Verlust. Der harte Kampf der Frauen ums Überleben vor dem Hintergrund von Hunger, Armut und Krankheit sowie die teils grausamen Umstände der damaligen Zeit machen betroffen. Trotz der eher hohen Seitenzahl habe ich die Geschichte größtenteils nicht als langatmig empfunden, denn es gibt immer wieder spannende Passagen. Gerne habe ich etwas über das Leben in den Südstaaten zur damaligen Zeit gelernt. Die Anmerkungen zum geschichtlichen Hintergrund des Romans belegen die Recherchearbeit der Autorin. Das Cover passt meiner Ansicht nach inhaltlich sehr gut zur Geschichte. Der deutsche Titel orientiert sich stark am amerikanischen Original, was ich gut finde. Mein Fazit: "Alligatoren" von Deb Spera ist ein aufwühlender Roman über drei Frauenschicksale. Keine leichte Kost, aber eine empfehlenswerte Lektüre.
Bewertungsstern, voll Bewertungsstern, voll Bewertungsstern, voll Bewertungsstern, voll Freiheit - unbezahlbar - von Gartenkobold - 29.08.2018 zu Deb Spera „Alligatoren“
Ein interessant gestaltetes Cover, eine Frau mit einem ausdrucksstarken Gesicht, die in die wie es scheint, in die " Unendlichkeit" schaut. Deb Spera nimmt uns mit auf eine Reise in die Südstaaten um 1900, eine harte Zeit, der Baumwollkäfer vernichtet die Baumwollernte, sumpfiges Land, was von Alligatoren nur so wimmelt und vor dieser Kulisse drei Frauen, die unterschiedlicher nicht sein könnten, verbunden durch ein gemeinsames Schicksal. Zum einem ist da Gertrude, Mutter von vier Töchtern, der Ehemann ein Alkoholiker und gewalttätig. Er vertrinkt das bisschen, was ihnen zum Leben schon vorne und hinten nicht reicht und Annie, die ehemals eine Baumwollplantage besaß und Gertrude Arbeit in ihrer Näherei gibt, doch bei Annie ist nicht alles so, wie es zu sein scheint und als dritte die ehemalige Sklavin Oretta, die als Haushälterin bei Annie arbeitet. Ich gebe zu, dass ich zu Beginn Probleme mit der teilweise doch sehr einfach gehaltenen Sprache des Romans hatte, doch nachdem ich mich eingelesen hatte, flossen die Seiten nur so dahin. Die Autorin hat den drei Frauen sehr unterschiedliche authentisch wirkende Charaktere gegeben und erzählt den Roman in drei unterschiedlichen Handlungssträngen; gekonnt geschrieben durch unterschiedliche Schreibweisen, die den Bildungsgrad der einzelnen der Frauen spüren lassen. Die Handlungsstränge, die zu Beginn das gemeinsame Schicksal nicht erahnen lassen, werden allmählich immer enger miteinander verwoben und halten so einen Spannungsbogen aufrecht. Ein berührender Roman über drei Frauen, die nach Freiheit und Selbststimmung streben in einer damals doch sehr stark von Männern dominierten Welt.
Bewertungsstern, voll Bewertungsstern, voll Bewertungsstern, voll Bewertungsstern, voll Bewertungsstern, voll Sehnsucht nach Selbstbestimmung - von leseratte1310 - 29.07.2018 zu Deb Spera „Alligatoren“
Der Baumwollkapselkäfer brachte große Not über die Südstaaten, denn drei Jahre lang gab es keine Ernten. Gertrude kann ihre vier Töchter nicht satt bekommen. Ihr Mann Alvin ist keine Unterstützung, im Gegenteil, er ist gewalttätig und der Alkohol macht ihn noch schlimmer. Als sie auf dem Damm einen Alligator belauert, passiert etwas, das ihr Leben verändert. Auch Annie Coles, die Besitzerin einer Näherei, hat kein einfaches Leben. Ihren jüngsten Sohn hat sie verloren und im Grunde auch ihre beiden Töchter. Ihre Haushälterin Retta ist in erster Generation von der Sklaverei befreit. Sie hat viel gesehen im Haus der Coles und immer geschwiegen. Dann nimmt sie für eine Weile Gertrudes kleine kranke Tochter auf. In diesem Moment beginnt sich vieles zu ändern. Auf diesen Roman muss man sich einlassen, denn es ist eine bedrückende Geschichte. In jener Zeit hatten Frauen noch nicht viel zu sagen, sie taten, was zu tun war, ertrugen die Not und Gewalt und ergaben sich in ihr Schicksal. Auch Gertrude ist so eine Frau. Sie versucht so gut es geht, ihre Kinder zu schützen und kann doch nur wenig tun. Aber dann nutzt sie die Gelegenheit und macht sich frei, damit es ihren Kindern besser geht. Doch sie muss feststellen, dass die Vergangenheit einen nicht loslässt. Annie Coles wirkt emanzipiert und leitet sogar eine Näherei, die Arbeit für Frauen schafft. Aber das hat sie nur der Weitsicht ihres Vaters zu verdanken. Ihr Mann nennt sie Mutter und lässt sie spüren, wer der Herr im Haus ist. Auch seine ältesten Söhne leiden unter ihm. Während Lonnie seinem Vater aus dem Weg geht und seine Mutter in der Näherei unterstützt, versucht Eddie die Anerkennung seines Vaters durch Unterwürfigkeit zu erlangen. Edwin Coles ist ein sehr unangenehmer Mensch, der allen das Leben schwer macht und seine dunklen Geheimnisse hat. Doch dann kommt der Tag, an dem Annie die Augen geöffnet werden. Auch Retta hat ihre Verluste zu beklagen, aber sie schafft weiter und sorgt sich um andere. Gertrude, Annie und Retta sehen sich nach Freiheit und Selbstbestimmung. Es dauert lange, aber dann kommt der Tag, an dem aus der Sehnsucht ein Tun wird, denn da sind Menschen, die sie lieben und für die sie eine Verantwortung tragen. Es ist Roman, der sehr atmosphärisch das Leben in den Südstaaten schildert. Da sind nicht nur die Unterschiede zwischen Arm und Reich, man spürt auch das Misstrauen zwischen Weißen und Schwarzen, obwohl alle dem Gesetzt nach inzwischen frei sind. Es ist ein sehr emotionaler Roman, der mit gut gefallen hat und den ich nur empfehlen kann.
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