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Der Narr und seine Maschine

Ein Fall für Tabor Süden. 'Tabor Süden'.
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Produktdetails

Titel: Der Narr und seine Maschine
Autor/en: Friedrich Ani

ISBN: 3518428209
EAN: 9783518428207
Ein Fall für Tabor Süden.
'Tabor Süden'.
Suhrkamp Verlag AG

2. Oktober 2018 - gebunden - 143 Seiten

Auftritt: Tabor Süden, der unbegreifliche Typ, der zunächst als Polizeibeamter, dann als Privatdetektiv sich zum vielerfahrenen und vielerleidenden Spezialisten für Vermissungen, vulgo: für Vermisstenfälle entwickelte. Eigentlich wollte er seine Ermittlertätigkeit nie wieder aufgreifen, nachdem beim letzten Fall ein Mitarbeiter der Detektei das Leben verloren hatte.

Wie eine aus dem Leben gefallene Erscheinung taucht er dennoch plötzlich am Münchner Hauptbahnhof wieder auf - jedoch nur um aus München für immer zu verschwinden, ohne sich von irgendjemandem zu verabschieden. Ziel und Zukunft: Solche Begriffe liegen für Tabor Süden außerhalb seines Begriffsvermögens. Die Chefin, die meint, ihn zurückhalten zu können mit einem Auftrag der besonderen Art, weiß, dass er den Bahnhof als Startplatz ins Verschwinden nutzt, trifft ihn dort und bringt ihn dazu, sich, zum allerallerletzten Mal, auf Personensuche zu machen.

Vielleicht stimmt Süden nur zu, weil ihm nach kurzer Zeit klar wird: Wenn er den Vermissten aufspürt, wird er dem eigenen Spiegelbild begegnen. Dieser Cornelius Hallig schreibt unter dem Pseudonym Georg Ulrich Romane. Er schrieb Kriminalromane, eine Zeitlang war er sogar eine Berühmtheit, allerdings nicht für immer, und nicht für lange. Er lebte mit seiner Mutter in einem Münchner Hotel, sie starb, er versuchte unablässig in seinem Genre weiter zu tun. Und verschwindet, ohne sich zu verabschieden. Aufenthaltsort: natürlich unbekannt.

Friedrich Ani führt in seinem neuen, an Finsternis nicht zu überbietenden Roman die Lebensläufe des Detektivs und des Autors parallel: Beide versuchen, jeder auf seine Weise, den Tod zu betrügen und eine Zeitlang die Finsternis zu überwinden, die ihnen seit jeher vertraut war. Ihre Erfahrungen, wie sie in den prägnanten, durchdringenden Szenen und Dialogen geschildert werden, lassen nicht den leisesten Hoffnungsschimmer aufkommen. Selbst Pessimismus wird von Ani entlarvt als kaum verschleierter Optimismus. Trotzdem vermag der Roman, durch Empathie, selbst den Fatalismus erträglich zu gestalten.

Bleibt die Frage: Werden sich der Vermisstensucher und der Vermisste, beide verloren für diese Welt, begegnen? Und wie könnte das ausgehen?
Friedrich Ani, geboren 1959, lebt in München. Er schreibt Romane, Gedichte, Jugendbücher, Hörspiele, Theaterstücke und Drehbücher. Sein Werk wurde mehrfach übersetzt und vielfach prämiert, u. a. mit dem Deutschen Krimi Preis, dem Adolf-Grimme-Preis und dem Bayerischen Fernsehpreis. Seine Romane um den Vermisstenfahnder Tabor Süden machten ihn zu einem der bekanntesten deutschsprachigen Kriminalschriftsteller. Friedrich Ani ist Mitglied der Bayerischen Akademie der Schönen Künste und des Internationalen PEN-Clubs. Sein Roman Der namenlose Tag (2015), ausgezeichnet mit dem Deutschen Krimi Preis und dem Stuttgarter Krimipreis, markierte Anis Wechsel zu Suhrkamp. Seit 2015 ist Friedrich Ani auch mit seinen Theaterstücken im Suhrkamp Theater Verlag vertreten.

"Dass es Ani schafft, in dieser dunklen Seelenwelt unter dezentem Einsatz religiöser Motive ein paar menschenfreundliche Lichter anzuzünden, nimmt den Leser für die Weltabgewandtheit seiner beiden Leidensmänner, die das Lächeln verlernt haben, ein."
Hannes Hintermeier, Frankfurter Allgemeine Zeitung 01.10.2018
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Bewertungsstern, voll Bewertungsstern, voll Bewertungsstern, voll Anders - von forti - 29.12.2018 zu Friedrich Ani „Der Narr und seine Maschine“
Ein Krimi? Nein. Eine Detektivgeschichte? Schon eher, aber wirklich eine ungewöhnliche. Tabor Süden ist allerdings schon eine eher typische literarische Ermittlerfigur, die Alkohol- und Probleme mit Vorgesetzten zu haben scheint. Seine Vergangenheit bleibt für mich als Ani-Erstleserin etwas unscharf, was aber nichts macht: der Geschichte von Der Narr und seine Maschine kann man auch ohne Vorkenntnisse gut folgen. Die Geschichte mit zwei Hauptpersonen - einer Ermittler, der andere der Gesuchte - fand ich aufgrund der Ähnlichkeit der beiden Charaktere interessant, wenn auch nicht herausragend. Wirklich spannend, überraschend oder aufregend wird es aber nicht - muss es auch nicht, aber man könnte das anders erwarten. In der ersten Hälfte hat das Buch mit seinen 143 großzügig gesetzten Seiten mich nicht richtig fesseln können. Irgendwann packte mich das Buch, dessen düstere Stimmung und Handlung im Kontrast zum an den Sommer 2018 erinnernden lähmend heißen Setting steht, dann doch etwas mehr, sodass ich es gerne zu Ende gelesen habe. Sprachlich interessant und wechselhaft.
Bewertungsstern, voll Bewertungsstern, voll Bewertungsstern, voll Bewertungsstern, voll Bewertungsstern, voll Der letzte Fall für Tabor Süden? - von bookloving - 03.12.2018 zu Friedrich Ani „Der Narr und seine Maschine“
Der Roman "Der Narr und seine Maschine" vom bekanntesten deutschsprachigen Kriminalschriftsteller Friedrich Ani ist der neuste Fall um den sehr eigenwilligen Vermisstenfahnder Tabor Süden. Wie schon das dem Roman vorangestellte Zitat andeutet stellt Anis Geschichte eine Hommage an den amerikanischen Autoren Cornell Woolrich dar, der zahlreiche düstere Kriminalgeschichten in den 1940er und 50er Jahren schrieb und als einer der Väter der Noir-Literatur angesehen wird. Obwohl die meisten seiner Bücher verfilmt oder für das Radio vertont wurden, blieb ihm der große Ruhm verwehrt. 1968 starb er einsam und verbittert in einem schäbigen New Yorker Hotel. Ani hat viele biografische Details Woolrichs auf seine Romanfigur, den vermissten, früher einmal bekannten Krimiautor Cornelius Hallig, übertragen und mit ihm eine anrührende, tragische Figur geschaffen. Der neue Fall für Tabor Süden ist kein Krimi im herkömmlichen Sinne, sondern ein beklemmender, düsterer Roman über die Einsamkeit, Selbstzweifel, Verzweiflung und Todessehnsucht. Ani hat einen sehr außergewöhnlichen, pointierten Erzählstil, der sicherlich nicht jedem Leser liegen wird, mich aber sehr überzeugen konnte. Er versteht es, Stimmungen und Bilder mit viel Feingefühl einzufangen und sehr gefühlvoll zu beschreiben. Schon recht schnell verbreitet sich eine dunkle, fatalistische Atmosphäre. Im Mittelpunkt seiner intelligenten, berührenden Geschichte stehen zwei alte Männer, die sich desillusioniert und aus der Bahn geworfen am Ende ihres Lebenswegs zu befinden scheinen: zum einen der spurlos verschwundene Autor Cornelius Hallig und zum anderen der Vermisstensucher Tibor Süden, der seine Ermittlertätigkeit eigentlich nie mehr aufnehmen wollte und kurz davor stand, sich auf Nimmerwiedersehen davonzustehlen. Sehr vielschichtig und faszinierend zeichnet Ani seine beiden bemerkenswerten Protagonisten - verschrobene Einzelgänger, die seltsam verloren wirken. Seinen Ermittler Süden erleben wir dennoch als ausgezeichneten Beobachter und Zuhörer, der Äußerungen und Umfeld perfekt analysieren und daraus messerscharfe Schlüsse ziehen kann. Mit seiner speziellen Intuition und großen Empathie gelingt es Süden schon bald, den Vermissten aufzuspüren. Hervorragend ist Ani vor allem die bewegende Schilderung der persönlichen Begegnung dieser zwei seelenverwandten Menschen gelungen, die sich für einen kurzen Moment öffnen und die Finsternis, ihre bitteren Enttäuschungen und Schicksalsschläge hinter sich lassen können. Der Ausklang des Romans knüpft an den Beginn an und macht neugierig auf Südens persönliche und berufliche Zukunft. FAZIT Ein beklemmender, düsterer Roman mit einer bemerkenswerten, sehr berührenden Geschichte, die noch lange in einem nachklingt! Ein Muss für alle Tabor-Süden-Fans, aber auch empfehlenswert für alle neugierigen Neueinsteiger!
Bewertungsstern, voll Bewertungsstern, voll Bewertungsstern, voll Bewertungsstern, voll Bewertungsstern, voll Dunkel - von Petra Reich - 26.11.2018 zu Friedrich Ani „Der Narr und seine Maschine“
Nach langen Jahren, in denen er Menschen aufzuspüren versuchte, die spurlos verschwunden waren, möchte Tabor Süden jetzt selbst einfach verschwinden. Er hat seine Wohnung aufgelöst, das Handy zurückgelassen. Seine langjährige Chefin in der Detektei Liebergesell hat aber den richtigen Riecher und passt ihn am Bahnhof ab, ja, kann ihn sogar für einen neuen Fall, den sie übernommen hat, zurückgewinnen. Es geht um den ehemals sehr bekannten Kriminalschriftsteller Georg Ulrich, einen Meister des Crime Noir, etliche Male verfilmt, prämiert, übersetzt, um den es aber seit vielen Jahren sehr still geworden ist. Zu Beginn seines Ruhms ist er mit seiner Mutter, die ihn als einfache Schneiderin allein und unter erheblichen finanziellen Mühen großgezogen hat, in ein Hotel gezogen. Hier lebte er bis zuletzt, ruhig und völlig zurückgezogen nach dem Tod der Mutter. Seine Biografie wurde unlängst geschrieben und nun ist der Autor verschwunden. Der Hotelbesitzer und seine Angestellten, die sich Cornelius Hallig, so der wahre Name des Autors, freundschaftlich verbunden fühlen und sich sorgen, haben Liebergesell mit der Suche nach ihm beauftragt. Nicht unbegründet befürchten sie, dass hier ein Suizid geplant sein könnte. Tabor Süden fühlt sich von Beginn an verwandt mit Hallig und der absoluten Dunkelheit, die ihn zu umgeben scheint. Beide sind Menschen, die irgendwie nicht wissen, wohin mit sich in dieser Welt, beide schwer erschüttert, beide ohne enge Bindungen. "Rabenschwarz" könnte man die Stimmung im Buch nennen und ein wenig bangt man sogleich auch um sie Seelenlage des Autors Ani, der hier ja immerhin von einem Schriftsteller-Kollegen erzählt. Gewohnt intuitiv lässt sich Tabor Süden durch seine Ermittlungen, falls man das überhaupt so nennen kann, treiben. Es wird sehr viel geraucht und getrunken und man verrät kein Geheimnis, wenn man erzählt, dass die beiden Männer sich am Ende tatsächlich begegnen. Auch wenn es natürlich kein Happy-End gibt. Das gibt es bei Ani in diesem Sinne nie. Eine absolut dunkle, bedrückende Stimmung herrscht, eine tiefe existenziellen Erschütterung bleibt auch beim Lesen.
Bewertungsstern, voll Bewertungsstern, voll Bewertungsstern, voll Bewertungsstern, voll Bewertungsstern, voll Wer sucht hier wen? - von Leseratte - 01.11.2018 zu Friedrich Ani „Der Narr und seine Maschine“
Zum Inhalt: Tabor Süden, ehemaliger Kommissar und danach Privatermittler hat nach dem Tod eines Kollegen (fast) seine ganzen Zelte abgebrochen und steht recht unschlüssig in der Bahnhofshalle. Seine Chefin überzeugt ihn davon noch einmal für die Privatdetektei zu ermitteln und zwar um einen verschwundenen Krimiautor zu suchen, der spurlos abgetaucht ist. So wie Tabor Süden es (eigentlich) auch vorhatte. Wen er sucht und findet den Krimiautor und/oder den Privatermittler stellt sich am Ende des Buchs heraus. Friedrich Ani versteht es meisterhaft Menschen in den schwierigen und teils düsteren Phasen ihres Lebens zu beschreiben. Mit sehr viel Einfühlungsvermögen und Blick für die Details beschreibt er die Suche von Tabor Süden nach dem Autor. Fazit: Es handelt sich um ein Buch mit Tiefgang, welches eine bleibenden Eindruck hinterlässt und sehr viel Nachdenklichkeit. Die "Krimihandlung" sofern man sie überhaupt so bezeichnen kann ist hier wie in anderen Büchern von Friedrich Ani eher Beiwerk.
Bewertungsstern, voll Bewertungsstern, voll Bewertungsstern, voll Rettende Verlorenheit - von Uli Geißler - 31.10.2018 zu Friedrich Ani „Der Narr und seine Maschine“
Ermittler Tabor Süden, früher Polizist und nun als Privatdetektiv tätig wird von seinem Autor auf Vermisstenfälle angesetzt. Dieses durchaus immer mal wieder genutzte Rollen-Klischee für Thriller-Protagonisten ist Ausgangspunkt dieses Kriminalromans. Man erfährt, dass der Vermisstensucher aufgrund des Verlustes eines Mitarbeiters während eines früheren Einsatzes längst mit Ermittlungen jeder Art abgeschlossen hatte. Irgendwie hatte er auch schon mit dem eigenen Leben abgeschlossen und wollte wohl selbst in die Unsichtbarkeit verschwinden, ohne dabei eine Vermissung, wie die Ausgangslage verschwundener Menschen in seinem Berufsfeld bezeichnet wird, zu erzeugen. Dennoch lässt sich der verunsicherte Menschensucher auf einen neuen Fall ein, welcher - wie es sich im Verlauf der Geschichte dann immer wieder einmal zeigt - eine Reihe eigener Erlebensparallelen aufweist. Süden soll den verschwundenen Autor Cornelius Hallig finden, der als Georg Ulrich Kriminalromane schreibt. In schnörkelloser und doch mitnehmender Sprache entwickelt Friedrich Ani nun eine zweigleisige Geschichte, welche über zahlreiche Weichen und Zusammenführungen schließlich zu einer geradezu melancholisch-düsteren Erzählung des Abschieds von Tabor Süden verschmelzen. Wenig geschieht in dieser Geschichte der Einsamkeiten, vielmehr ist sie getragen von der Empathie des Protagonisten für den gesuchten Seelenverwandten. Die das Leben der Figuren beschreibenden Reflexionen und erkennbaren Parallelen berühren trotz des etwas traurig stimmenden Plots ausreichend und motivieren niveauvoll zum Weiterlesen. Auch wenn es sich um ein sprachlich ausgereiftes Werk handelt, ist das Buch wahrlich kein Kriminalroman, vielmehr eine hoffnungslose Lebensreflexion zweier Verlorener, die durch Zufall einander trafen. © Uli Geißler, Fürth/Bay.
Bewertungsstern, voll Bewertungsstern, voll Bewertungsstern, voll Tabor Südens letzter Fall? - von Castilleja - 30.10.2018 zu Friedrich Ani „Der Narr und seine Maschine“
Tabor Süden steht am Bahnhof und möchte alles hinter sich lassen. Doch wohin soll er fahren, wohin will er? Ein wenig verloren steht er dort in der Bahnhofshalle. Dann der Schnitt, ein weiterer Verlorener. Erst merkt man gar nicht, dass es sich hier um jemand anderen handelt. Die Geschichte dreht sich um diese zwei Männer, die so verloren wirken in der heutigen Zeit. Tabor Süden wird von seiner ehemaligen Chefin abgefangen und mit der Suche nach dem Schriftsteller Cornelius Hallig. Sehr melancholische, traurige Grundstimmung, oftmals philosophisch. Ich habe mich etwas schwer damit getan, weil ich Tabor Süden nur aus einem anderen Buch kenne und die Lektüre schon so lange her ist. Aber dann hat es mich doch wieder interessiert, weil es hier um existenzielle Aspekte geht. Für alle Leser, die etwas anderes, etwas mit Anspruch lesen wollen.
Bewertungsstern, voll Bewertungsstern, voll Bewertungsstern, voll Bewertungsstern, voll Bewertungsstern, voll Anspruchsvolle Literatur voller Poesie und Kraft von höchster Qualität - von Winfried Stanzick - 30.10.2018 zu Friedrich Ani „Der Narr und seine Maschine“
Wohl zum allerletzten Mal lässt Friedrich Ani seinen Tabor Süden nach einem vermissten Menschen suchen. Nachdem Neonazis die Detektei von Edith Liebergesell abgefackelt haben ist Tabor Süden nicht nur beschäftigungslos, sondern es ergeht ihm zunehmend so, wie den Menschen denen er in seiner Berufsleben nachgespürt hat. Er wohnt in "leeren Zimmern". Edith Liebergesell finden Süden auf dem Bahnhof, wo er offenbar seit Stunden vor der Abfahrtstafel steht und nicht weiß, was er machen soll. Dem Leser vermittelt sich der Eindruck, dass er vorhatte, endgültig zu verschwinden aus dieser Welt, und sich endlich mit denen zu verbinden, die er doch zeitlebens so gut verstehen konnte, dass er sie immer fand. Edith Liebergesell hat einen Auftrag bekommen und bittet Süden ihr zu helfen. Der ehemals sehr erfolgreiche Kriminalschriftsteller Cornelius Hallig ist verschwunden und der Eigentümer des alten heruntergekommenen Hotels, in der er seit Jahrzehnten wohnt, lässt nach ihm suchen. Sehr überraschend verschiebt Süden sein eigenes Unsichtbarwerden und beginnt nach Cornelius Hallig zu suchen. In wechselnden Kapiteln erzählt Friedrich Ani, wie Hallig seinen Abgang aus dem Leben vorbereitet und wie Süden auf der anderen Seite sich ihm durch seine Intuition immer weiter annähert. Als sie dann zusammentreffen, reden und schweigen und vor allen Dingen trinken sie 12 Stunden in einer alten dunklen Stammkneipen von Hallig. Sie verstehen sich. Doch bald wird Hallig tot sein, Süden wird seine alte Schreibmaschine an sich nehmen und dessen Pistole und sich erneut auf den Weg zum Bahnhof machen. Friedrich Ani gelingt es wieder, die Zerrissenheit, die Hoffnungslosigkeit, die Düsternis, die in den beiden Einzelgängern wüten, zu beschreiben. In einer Zeitungsrezension war einmal über Anis Bücher folgender Satz zu lesen: Wer Anis Geschichten liest, lernt anders denken . Das trifft auch und erst recht auf das neue Buch zu. Aber ich möchte ergänzen: er lernt auch anders mitfühlen und anders über Menschen urteilen, die die Gesellschaft längst abgeschrieben hat, die lebendig tot sind, und schon lange, bevor sie abtauchen, längst in sich selbst verschwunden sind, in leeren Zimmern leben. Reich an intensiver Sprache mit starken und ausdruckskräftigen Bildern nimmt Friedrich Ani seine Leser wieder mit auf eine spannende Reise durch Bereiche unserer Gesellschaft, die er seinen Tabor Süden erkunden lässt wie kaum ein anderer Krimiautor der Gegenwart. Anspruchsvolle Literatur voller Poesie und Kraft von höchster Qualität. Man darf annehmen, dass Tabor Süden nach diesem Buch nie mehr auftauchen wird, oder doch ?
Bewertungsstern, voll Bewertungsstern, voll Bewertungsstern, voll Bewertungsstern, voll wer ist der Narr - von Anonym - 26.10.2018 zu Friedrich Ani „Der Narr und seine Maschine“
Der ehemalige Polizist und inzwischen als Experte für Vermisstenfälle geltende Detektiv Tabor Süden möchte sich aus allem zurückziehen. Er hat seine Wohnung gekündigt und steht auf dem Münchner Hauptbahnhof um irgendwo hinzufahren. Dort erreicht ihn seine Chefin mit einem Suchauftrag. Der Kriminalschriftsteller Cornelius Hallig ist verschwunden. Er hat lange Zeit mit seiner Mutter in einem kleinen Hotel sehr zurückgezogen gelebt und seit dem Tod seiner Mutter ist es auch einsam um ihn geworden. Der Hotelbesitzer macht sich große Sorgen, um die Gesundheit seines langjährigen Gastes stand es nicht zum Besten. Bei der Befragung im Hotel stellt sich heraus, dass eigentlich keiner Herrn Hallig wirklich kannte. So versucht Tabor Süden sich in den Verschwundenen hinein zu versetzen, in seine Gedankenwelt und seine Gefühle. Die Beiden, der Suchende und der Verschwundene ähnlich sich sehr, dass drückt der Autor Friedrich Ani in seiner sehr besonderen Schreibweise aus, bei der man sehr genau lesen muss um zu wissen, wen er gerade beschreibt. Der Roman ist mäßig spannend, die Schreibweise herausragend.
Bewertungsstern, voll Bewertungsstern, voll Bewertungsstern, voll Bewertungsstern, voll Bewertungsstern, voll Ein Blick in den Spiegel? - von bk68165 - 23.10.2018 zu Friedrich Ani „Der Narr und seine Maschine“
Tabor Süden will weg. Er will seinen Job als Ermittler nicht mehr haben und er will einfach nur weg aus München. Wohin weiß er selbst nicht. Aber da hat er nicht mit seiner Chefin gerechnet. Sie kommt an den Hauptbahnhof und hat einen Auftrag zu dem Tabor Süden nicht nein sagen wird. Also will er sich noch einmal auf die Suche nach einer vermissten Person machen, nur noch einmal! Und wen soll er suchen? Cornelius Hallig, ein Mann der schon seit langem in einem Hotel wohnt und sich nach dem Tod seiner Mutter immer mehr verändert hat. Cornelius Hallig war mal eine kleine Berühmtheit. Unter dem Namen Georg Ulrich hat er Kriminalromane geschrieben. Je mehr sich Tabor Süden mit dem vermissten Mann beschäftigt, desto mehr werden ihm die Parallelen zwischen der Welt von Cornelius Hallig und seiner eigenen bewusst. Und Tabor Süden schafft es natürlich! Er kann den vermissten Mann finden. Aber wie wird das Zusammentreffen der beiden Herren aussehen? Und vor was rennt Cornelius Hallig wirklich davon? Die Bücher um den einzigartigen Tabor Süden sind ein ganz besonderer Genuss. Der Autor schafft es auch in diesem Buch wieder trotz der wenigen Seite eine ganz genaue Beschreibung der Orte und Personen wieder zu geben. Die Belange, Gefühle und auch Ängste der einzelnen Personen werden sehr gut beschrieben und bringen dem Leser auch ein deutliches Bild vor Augen. Mit Sicherheit wird die Geschichte noch den einen oder anderen Moment nachwirken und lässt vor allem auch Hoffnung aufkommen, dass Tabor Süden seine Berufung doch noch nicht sein lassen wird. Ich kann hier ohne Bedenken 5 Sterne vergeben!
Bewertungsstern, voll Bewertungsstern, voll Bewertungsstern, voll Bewertungsstern, voll Die vertraute Finsternis von zwei, ansonsten fremden, Personen! - von Anonym - 02.10.2018 zu Friedrich Ani „Der Narr und seine Maschine“
Ohne Abschied wollte Tabor Süden eigentlich verschwinden, doch da erteilt Ihm seine Chefin in letzter Minute noch einen Auftrag, den er nicht ablehnen kann. Dieser Auftrag ist von besonderer Art, da Cornelius Hallig vermisst wird bzw. ohne Abschied verschwunden ist. Bei Cornelius Hallig handelt es sich um einen Autor, der unter einem Pseudonym Kriminalromane schreibt. Wird Tabor Süden, der Spezialist für Vermisstenfälle, es schaffen, Cornelius Hallig ausfindig zu machen. Und wie wird die Begegnung der Beiden sein, die doch eigentlich den Tod betrügen wollten? Das ist mein erstes Buch von dem Autor, welches ich gelesen habe. Es ist kein leichter Stoff, aber mir gefällt dieser düstere Roman. Die Protagonisten wurden mir durch die parallel geführten Lebensläufe näher gebracht. Der Schreibstil ist eigenwillig, aber präzise. Auf jeden Fall lesenswert!
Bewertungsstern, voll Bewertungsstern, voll Bewertungsstern, voll Flucht in die allumfassende Unsichtbarkeit - von cosmea - 30.09.2018 zu Friedrich Ani „Der Narr und seine Maschine“
Im neuen Roman von Friedrich Ani geht es wieder einmal und vielleicht zum letzten Mal um den erfolgreichen Vermisstenfahnder Tabor Süden, der nach seinem Ausscheiden bei der Münchner Polizei als Privatdetektiv arbeitete. Gerade will er wieder einmal verschwinden, als ihn seine Chefin Edith Liebergesell genau da aufspürt, wo sie ihn vermutet: am Bahnhof. Sie bittet ihn, den Fall des vermissten Schriftstellers Cornelius Hallig zu übernehmen. Der Auftrag kommt von dem Hotelbesitzer, in dessen Hotel Hallig jahrzehntelang gelebt hatte, zuerst mit seiner Mutter, dann seit ihrem Tod allein. Den Hotelbesitzer Josef Ried und sein langjähriges Personal verband tiefe Freundschaft mit dem einst sehr erfolgreichen Schriftsteller, der unter dem Pseudonym Georg Ulrich eine Reihe von Kriminalromanen veröffentlicht hatte. Tabor Süden verbringt eine Nacht in Halligs Zimmer, um ein Gefühl für die Persönlichkeit des Verschwundenen zu bekommen und so seine Spur zu finden. Er liest dort ein Manuskript, verfasst von der damaligen Verlegerin des Autors, und hat nach dem Gespräch mit ihr eine Idee, an welchem Ort er suchen muss - außer am Grab der verstorbenen Mutter. Erzählt wird aus ständig wechselnder Perspektive. So erfährt der Leser auch eine Menge über Cornelius "Linus" Hallig, der die Orte seiner Vergangenheit noch ein letztes Mal aufsucht. Es wird immer deutlicher, wie ähnlich sich die beiden Männer sind. Beide haben keine Bindungen mehr, beide wollen sich nur noch entziehen, abtauchen in "die allumfassende Unsichtbarkeit" (S. 10), wobei sie nicht dieselben Gründe für ihr Handeln haben. Die Aussichten, dass Süden sein Spiegelbild findet, sind gut. Die Geschichte ist sehr düster, das Ende offen. Edith Liebergesell sieht ihren einstigen Mitarbeiter ein letztes Mal am Bahnhof, greift aber nicht ein. Wie geht es weiter? Tabor Süden verschwindet in eine ungewisse Zukunft. Wird er jemals wieder Vermisste suchen? Mir hat Anis Roman gefallen, aber nicht so gut wie andere Werke des Autors, von dem ich mehr als ein Dutzend Bücher kenne. Andere, z.B. "Der namenlose Tag" fand ich wesentlich packender.
Bewertungsstern, voll Bewertungsstern, voll Bewertungsstern, voll Der Narr und seine Maschine - von Gelinde - 25.09.2018 zu Friedrich Ani „Der Narr und seine Maschine“
Der Narr und seine Maschine, von Friedrich Ani Cover: Düster und Hoffnungslos? Passt zum Buch. Inhalt: Ein alternder Schriftsteller, er einsam und alleine in einem Hotel gelebt hat wird vermisst. Tabor Süden, der früher Polizeibeamte war, dann Privatdetektiv und vielerfahrener Vermisstensucher, ist auch gerade auf dem Sprung unterzutauchen. Da kann ihn seine Chefin gerade noch überreden nach dem Vermissten zu suchen. Werden sich die beiden "Verlorenen" begegnen? Meine Meinung: Hier werden zwei zutiefst einsame Menschen beschrieben. Wir als Leser erfahren die Geschichte parallel von beiden Seiten, deshalb kommt bei mir auch nur bedingt Spannung auf, weil wir ja immer wissen wo (und wie) sich die beiden Protagonisten befinden. Es ist schon sehr bedrückend zu lesen wie hoffnungslos Menschen sein können. Ein Thema, das für mich als Aussage hier rüberkommt, ist der Suizid. Habe ich das Recht mein Lebensende selbst zu bestimmten und wie gehe ich damit um. Gar nicht so einfach diese Frage zu beantworten. Oder was ist Ruhm und Erfolg (wert)? Wenn am Ende gerade eine Handvoll Menschen um mich trauern? Irgendwie ist das Ganze für mich auch gar kein Krimi, sondern eher nur die Lebensgeschichte von zwei Menschen die gerade keine Perspektive mehr haben. Autor: Friedrich Ani, geb. 1959, lebt in München. Er schreibt Romane, Gedichte, Jugendbücher, Hörspiele, Theaterstücke und Drehbücher. Mein Fazit: Für mich wird hier eine sehr düstere, hoffnungslose und wehmütige Welt gezeichnet, auf nur 143 Seiten. Sehr realistisch, deshalb zieht es mich beim Lesen echt runter. Kein einfaches Buch und mir hätte nichts gefehlt, wenn ich es nicht gelesen hätte. Deshalb, nicht weil es schlecht ist, von mir 3 Sterne.
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