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Piccola Sicilia

Roman. 'Fischer Taschenbücher'.
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Produktdetails

Titel: Piccola Sicilia
Autor/en: Daniel Speck

ISBN: 3596701627
EAN: 9783596701629
Roman.
'Fischer Taschenbücher'.
FISCHER Taschenbuch

26. September 2018 - kartoniert - 621 Seiten

Nach dem großen Bestseller-Erfolg von "Bella Germania" jetzt endlich der neue Roman von Daniel Speck!

Was, wenn deine Familie in Wahrheit eine andere ist?
?Ein sonniger Herbsttag auf Sizilien. Schatztaucher ziehen ein altes Flugzeug aus dem Meer. Die deutsche Archäologin Nina findet auf der Passagierliste ihren Großvater Moritz, der seit dem Zweiten Weltkrieg als verschollen galt - das große Geheimnis ihrer Familie. Seine Abwesenheit hat eine Wunde hinterlassen, die über drei Generationen reicht. Überraschend begegnet Nina auf Sizilien einer fremden Frau, die behauptet, Moritz' Tochter zu sein. Hatte er eine zweite Familie?

Tunis, 1942. Das bunte italienische Einwandererviertel "Piccola Sicilia". Drei Religionen leben in guter Nachbarschaft zusammen,? ?bis der Krieg das Land erreicht. Im Grand Hotel Majestic begegnet ?der deutsche Soldat ?Moritz der faszinierenden Jüdin Yasmina und dem Pianisten Victor. Als die Nazis Victor gefangen? ?nehmen, riskiert Moritz alles, um ihm zur Flucht zu verhelfen. Doch nicht nur Victor, sondern auch Moritz hat Gefühle für Yasmina. Er verstrickt sich in eine ?Leidenschaft, die sein Schicksal für immer ?v??erändern wird.

Drei Frauen aus drei Kulturen und eine Liebe, die alle Grenzen überwindet. Inspiriert von einer wahren Geschichte.

"Eine fesselnde Geschichte, brillant erzählt und ein so wichtiger Kommentar zur Gegenwart." Süddeutsche Zeitung
Daniel Speck, 1969 in München geboren, baut mit seinen Geschichten Brücken zwischen den Kulturen. Auf seinen Reisen trifft er Menschen, deren Schicksale ihn zu seinen Romanen inspirieren. Der Autor studierte Filmgeschichte in München und in Rom, wo er mehrere Jahre lebte. Er verfasste die Drehbücher zu >Maria, ihm schmeckt's nicht< sowie zu >Zimtstern und Halbmond<. Für >Meine verrückte türkische Hochzeit< erhielt er den Grimme-Preis und den Bayerischen Fernsehpreis. Sein Roman >Bella Germania> stand 85 Wochen auf der SPIEGEL-Bestsellerliste und war das erfolgreichste deutsche Debüt 2016. Für das ZDF wurde er als Dreiteiler prominent verfilmt. Sein Roman >Piccola Sicilia< ist ebenfalls im FISCHER Verlag erschienen und wurde auf Anhieb ein Bestseller.
(...) mehr als nur eine spannend erzählte Familiengeschichte, mehr als nur ein historischer Roman Bayerischer Rundfunk 20180930
Kundenbewertungen zu Daniel Speck „Piccola Sicilia“
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Bewertungsstern, voll Bewertungsstern, voll Bewertungsstern, voll Bewertungsstern, voll ...facettenreich,kulturübergreifend und hochaktuell - von Lesestern - 24.10.2018 zu Daniel Speck „Piccola Sicilia“
Piccola Sizilia ist mein absolutes Wunschbuch, nachdem ich vor 2 Jahren von Bella Germania, ebenfalls von Daniel Speck total fasziniert war. So bin ich mit großen Erwartungen an diese Lektüre herangegangen und wurde emotional bewegt und berührt wie beim Vorgänger. Die Handlung enthält auch wieder eine Rahmengeschichte. In diesem Fall geht es um die junge Archäologin Nina, deren Lebenstraum gerade am Zerplatzen ist. In dieser Situation erhält sie die Nachricht von einem Fund, der ihre Vergangenheit betrifft. So bricht Nina auf, um sich auf die Suche nach ihrem Großvater zu machen, der seit dem Weltkrieg als verschollen gilt. So begegnet ihr Joelle, eine geheimnisvolle Frau, die sie auf eine Reise in die Vergangenheit führt. Dabei spielt Moritz Reincke, Nina s Großvater, der als Fotograf im deutschen Propagandaministerium tätig und in Nordafrika stationiert war und ein jüdisches Mädchen namens Yasmina die Hauptrollen. Man taucht ein als Leser in ein farbenfrohes und tolerantes Tunis 1942, in dem verschiedene Kulturen und Religionen friedlich nebeneinander leben. Als dann zuerst die Deutschen und später dann die Allierten das Land besetzen, wendet sich das Blatt und plötzlich wird aus Vertrauen, Misstrauen und aus Nachbarn und Freunden werden Spione und Feinde. Fazit: Piccola Sizilia ist eine sehr facettenreiche und intensive Geschichte,die in einer spannenden Romanhandlung viele historische Informationen verpackt. Dabei ist diese Erzählung angesichts unseren Konflikten in der Welt und der Flüchtlingsfrage hochaktuell und bietet viel Anregung zum Nachdenken. Für mich waren die geschichtlichen Fakten von Tunis absolutes Neuland und ich habe sie mit großem Interesse verfolgt und gelesen. Die angenehme Sprache und der gut lesbare Schreibstil des Autors machen auch diesen Roman zu einem Lesevergnügen.
Bewertungsstern, voll Bewertungsstern, voll Bewertungsstern, voll Bewertungsstern, voll Bewertungsstern, voll Familien miteinander verknüpft - von coffee2go - 24.10.2018 zu Daniel Speck „Piccola Sicilia“
Meine Meinung zum Buch: Mir hat der Schreibstil, der sehr lebendig und detailgetreu ist, sehr gut gefallen. Als Leser kann man sich fallen lassen und ist plötzlich mitten im Geschehen. Die Rahmengeschichte von Nina hat mir nicht ganz so gut gefallen, da mir von Nina als Charakter zu wenig gezeigt wurde. Sie war stets verschlossen, auch gegenüber Joelle. Von ihrer Scheidung hat sie kurz erzählt und das kurze Aufflackern ihrer Beziehung zu Patriece, viel mehr hat sie nicht von sich und ihrem vorigen Leben und ihrer Familie preisgegeben. Gerade dieser Aspekt, wie Nina aufgewachsen ist, mehr darüber, wie sie ihre Mutter und ihre Großmutter erlebt hat, hätte ich spannend gefunden. Joelle ist aufgrund ihres Charakters offener, sie erzählt gerne und ausschweifend und hat auch Nina einen guten Einblick in das Leben von Moritz und wie es sich langsam mit dem Leben von Yasmina und Joelle verknüpft hat, gegeben. Zahlreiche Zitate zu Beginn der Kapitel und auch zwischendurch waren treffende Sätze, die ich mir während des Lesens notieren musste und die zu weiteren Denkansätzen verleiten. Dies finde ich an Büchern besonders schön, wenn es gelungen ist, dass das Buch auch nach dem Lesen noch weiterwirkt und beschäftigt. Das ist bei "Piccola Sicilia" auf alle Fälle gegeben. Die Kriegssituation wurde auch von mehreren Seiten und von unterschiedlichen Nationalitäten aus gemeinsam betrachtet. Interessant war hier vor allem, wie sich die Menschen in Notsituationen verändern. Manche werden dadurch stärker, andere werden zu Mitläufern. Vor allem die persönliche Entwicklung von Moritz habe ich schön gefunden. Auch die Bedeutung von Familie hat sich mit der Zeit verändert, von der Kernfamilie bis später zu Familienmitgliedern, die zwar nicht blutsverwandt sind, dafür aber mit dem Herzen für immer verbunden. Was mir nicht ganz so gut gefallen hat, ist der doch sehr offene Schluss, bei dem einige Fragen und Situationen ungeklärt bleiben. Hier hätte ich es schöner gefunden, wenn Joelle und Nina noch einen weiteren Tag angehängt hätten und die Geschichte noch ein wenig weiter erzählt wird. Mein Fazit: "Piccola Sicilia" erzählt die Geschichte von unterschiedlichen Familienkonstellationen, vom Zusammenleben der Kulturen und vom Krieg - und dies alles in wunderschöner Sprache verpackt, mit Liebe zum Detail.
Bewertungsstern, voll Bewertungsstern, voll Bewertungsstern, voll Bewertungsstern, voll Ein Wälzer, der zum Nachdenken anregt - von fantafee - 22.10.2018 zu Daniel Speck „Piccola Sicilia“
In seinem zweiten Roman präsentiert Daniel Speck ein fesselndes Familienepos zwischen Deutschland und Tunesien, das in den Wirrungen des zweiten Weltkrieges beginnt und bis heute voller Geheimnisse steckt. Das Buch erzählt die Geschichte in zwei Zeitenebenen und beginnt, nach einem kurzen Prolog, mit Nina, im heutigen Berlin. Sie ist Archäologin, hat ihr Leben stets auf Sicherheit ausgerichtet und sich dabei in ihrem Büro auf der Museumsinsel verkrochen. In ihr hat sich das Nachkriegstrauma ihrer Großmutter und Mutter weiter vererbt. Eine Familie ohne Männer, denn der Großvater Moritz, das große Familientabu, galt schon vor der Geburt ihrer Mutter als verschollen und auch sonst scheint sich keine der Frauen auf einen Mann verlassen zu wollen. Auch Ninas scheinbare Bilderbuchehe liegt in Trümmern. Da erhält sie Nachricht von einem alten Freund aus Sizilien. Es wurde ein Flugzeugwrack vor Marsala entdeckt und allen Informationen nach war ihr Großvater mit auf der Passagierliste. Ganz untypisch für sie, bricht Nina aus ihrem sicheren Leben aus und begibt sich auf die Suche nach ihm. Dort trifft sie Joelle, eine außergewöhnliche Frau, die sich bei ihr als eine Tochter von Moritz vorstellt. Sie erzählt Nina von Moritz und seinem zweiten, für sie bisher geheimen Leben. Hier beginnt die zweite Zeitebene. Moritz Reincke, Kameramann der Propagandakompanie der deutschen Wehrmacht erreicht Tunis 1942. In der Mittelmeerstadt leben Juden, Muslime und Christen friedlich zusammen. Im französischen Kolonialstil geprägten Grand Hotel Majestic begegnet Moritz den italienisch-jüdischen Geschwistern, Yasmina und Victor. Als Victor von der SS gefangen genommen wird, tritt Moritz aus seiner gewohnten Rolle des Beobachters aus und verhilft Victor zur Flucht. Nicht lange danach müssen sich die Deutschen aus Afrika zurückziehen, Moritz wird selbst zum Gejagten und findet schwer verletzt Unterschlupf in Piccola Sicilia, bei Yasmina und ihrer Familie. Während sie ihn gesund pflegen, entwickelt er Gefühle für Yasmina. Als die ganze Welt in Schutt und Asche liegt, erkennt Moritz, dass er nicht mehr zurück in sein altes deutsches Leben kann. Und entscheidet sich für einen Neuanfang. Dieser leicht zu lesende Roman besticht durch seine gut recherchierten Hintergrundinformationen, die gekonnt in die unglaublich spannende Handlung mit eingeflochten sind, aber auch durch seine differenzierten Betrachtungsweisen des Erzählten. Neben den zeitgeschichtlichen Hintergründen werden hier viele Fragen zu Schuld, Wissen und Unwissen, Familientabus, Geheimnissen, Gut und Böse und das Zusammenleben von Kulturen angesprochen. Zusammen mit den gefühlsbetonten und bildhaften Formulierungen regt er in vielen Passagen zum Nachdenken und Philosophieren an. Manchmal ist das, zusammen mit den eingestreuten Zitaten, fast schon zu viel des Guten, denn es lenkt den Leser stark ab und erschwert das Wiedereinsteigen in die Handlung. Der Autor hat sich sehr mit Beweggründen und Gefühlen seiner Protagonisten auseinander gesetzt. Besonders die Charaktere der Vergangenheit sind ihm gut gelungen. Moritz, Yasmina, Victor und ihre Zeitgenossen sind realistisch und lebendig gezeichnet. Die Handlung kommt einem sehr nahe und man erlebt immer wieder eine Achterbahn der Gefühle. Nina und die Personen in der heutigen Zeitebene bleiben leider dagegen etwas blass und flach. Was ich sehr schade fand, denn gerade Nina hat mich in der Leseprobe besonders angesprochen. Und auch bei Joelle bleiben viele Fragen unbefriedigend offen. Ich bin etwas hin und her gerissen wie ich das Buch bewerten soll. Ich bin begeistert von der Betrachtungsweise des Autors, von der Fülle an zitier-würdigen Passagen, der großen Recherchearbeit und der sensiblen Auseinandersetzung mit schwierigen Themen. Ich liebte anfangs die bildhaften Darstellungen, doch über 600 Seiten lang war mir das dann viel zu viel. Das könnte man gut mit Pralinen vergleichen: Man genießt eine und noch eine, doch nach 20 Stück wird einem schlecht. Meiner Meinung nach, hätte das Buch gut 100 Seiten kürzer sein können. Auch bin ich normalerweise ein Fan von offenen Enden und Erzählsträngen, die nicht auserzählt werden, denn das macht es für mich lebensnaher/realistischer. Doch ich hätte die offenen Enden an anderen Stellen besser gefunden, anderes hängt für mich unlogisch offen in der Luft. Wie z.B. die Frage was mit Moritz weiter passiert ist, besonders in der Beziehung zu Joelle. Wenn Joelle so viel von Moritz erzählt, warum nicht auch das? Für mich war das Buch ein Gewinn. Ich habe viel Neues über Tunis und den Afrika-Feldzug erfahren, wurde zum Nachdenken angeregt und gut unterhalten. Ich würde es allen Lesern mit Durchhaltevermögen empfehlen, die sich einen Roman mit Tiefgang wünschen, der trotzdem leicht zu lesen ist.
Bewertungsstern, voll Bewertungsstern, voll Bewertungsstern, voll (Geschichtlicher) Roman mit Ecken und Kanten - von Juli91 - 22.10.2018 zu Daniel Speck „Piccola Sicilia“
"Piccola Sicilia" erzählt die (Lebens-)Geschichten dreier Frauen, die alle eng verbunden sind mit Moritz - einem Propaganda-Filmemacher der Deutschen während des 2. Weltkriegs. Oder ist er eigentlich doch jemand ganz anderes? Wie diese kurze Beschreibung vielleicht schon erahnen lässt, dreht es sich in diesem Roman um mehr als nur um Liebesgeschichten. Es geht um Selbstfindung - immer wieder auch um das Abschließen mit Verganenem - vor dem Hintergrund des Tunesiens während des 2. Weltkriegs. Die tunesische Perspektive auf den Krieg nimmt hier eine besondere Rolle ein. Für diejenigen, die sich zuvor nicht mit dieser Perspektive befasst haben, wirft der Roman zeitgleich erschreckende als auch interessante Seiten auf. Doch wie liest er sich nun eigentlich, dieser tiefgründige Roman? Meine Empfindung: sehr gemischt. Der Roman beginnt interessant. Schnell wird man neugierig auf Nina und ihre Suche nach ihrem Großvater. Es folgen früh die ersten Rückblicke in Moritz Vergangenheit - also in das Jahr 1942. Macht es zunächst noch den Eindruck, dass Ninas Geschichte hier den dominierenden Rahmen darstellt, zeigt sich bald, dass sie lediglich dazu dient, um die Geschichte von Tunis 1942 in die Gegenwart zu bringen. Denn mehr als eine Rahmengeschichte stellt Ninas Geschichte den gesamten Roman über nicht da. Die tunesische Geschichte steht hier klar im Fokus, man sollte also durchaus Lust auf das Thema haben. Was den Spannungsaufbau angeht, macht es einem der Autor zudem nicht immer ganz leicht. Insbesondere zum Anfang des Romans wirft er Vorausdeutungen ein, die schon erahnen lassen, wie die Geschichte für bestimmte Figuren verlaufen wird. Das hat mir ab und an leider die Freude am Lesen genommen. Auch die Hauptfiguren machten es mir nicht immer ganz so leicht, Empathie zu entwickeln. Das wurde zum Ende des Romans leider nur noch schwerer, sodass der Roman und ich nun etwas unzufrieden auseinander gehen... Ein paar Worte muss ich abschließend noch zum Klappentext verlieren, denn dieser scheint mir nicht ganz treffend. Gemeinsam enthüllen sie ein faszinierendes Familiengeheimnis scheint mir hier etwas zu hoch gegriffen. Hier wird nichts enthüllt, lediglich aus der Vergangenheit berichtet. Der Teilsatz Drei Frauen aus drei Ländern (...) verbunden durch eine Liebe führte mich leider auch etwas in die Irre. Denn hier geht es nicht etwa um drei Liebesgeschichten, ohne hier zu viel spoilern zu wollen. ;-) Auf die dritte Frau wartete ich am Ende vergebens. (Auch wenn es im Nachhinein Sinn ergibt wer als dritte Frau gemeint ist.) Mein Fazit: Der Roman enthält viele schöne Zitate, berührende Weisheiten und auch neue interessante Seiten des 2. Weltkriegs, die mir vorher unbekannt waren. Das große Ganze hat jedoch seine Ecken und Kanten, da Hauptfiguren nicht immer nachvollziehbar handeln - sogar soweit, dass ich mir einen anderen Ausgang für die Geschichte gewünscht hätte.
Bewertungsstern, voll Bewertungsstern, voll Bewertungsstern, voll Bewertungsstern, voll Ein Wälzer, der zum Nachdenken anregt - von fantafee - 21.10.2018 zu Daniel Speck „Piccola Sicilia“
In seinem zweiten Roman präsentiert Daniel Speck ein fesselndes Familienepos zwischen Deutschland und Tunesien, das in den Wirrungen des zweiten Weltkrieges beginnt und bis heute voller Geheimnisse steckt. Das Buch erzählt die Geschichte in zwei Zeitenebenen und beginnt, nach einem kurzen Prolog, mit Nina, im heutigen Berlin. Sie ist Archäologin, hat ihr Leben stets auf Sicherheit ausgerichtet und sich dabei in ihrem Büro auf der Museumsinsel verkrochen. In ihr hat sich das Nachkriegstrauma ihrer Großmutter und Mutter weiter vererbt. Eine Familie ohne Männer, denn der Großvater Moritz, das große Familientabu, galt schon vor der Geburt ihrer Mutter als verschollen und auch sonst scheint sich keine der Frauen auf einen Mann verlassen zu wollen. Auch Ninas scheinbare Bilderbuchehe liegt in Trümmern. Da erhält sie Nachricht von einem alten Freund aus Sizilien. Es wurde ein Flugzeugwrack vor Marsala entdeckt und allen Informationen nach war ihr Großvater mit auf der Passagierliste. Ganz untypisch für sie, bricht Nina aus ihrem sicheren Leben aus und begibt sich auf die Suche nach ihm. Dort trifft sie Joelle, eine außergewöhnliche Frau, die sich bei ihr als eine Tochter von Moritz vorstellt. Sie erzählt Nina von Moritz und seinem zweiten, für sie bisher geheimen Leben. Hier beginnt die zweite Zeitebene. Moritz Reincke, Kameramann der Propagandakompanie der deutschen Wehrmacht erreicht Tunis 1942. In der Mittelmeerstadt leben Juden, Muslime und Christen friedlich zusammen. Im französischen Kolonialstil geprägten Grand Hotel Majestic begegnet Moritz den italienisch-jüdischen Geschwistern, Yasmina und Victor. Als Victor von der SS gefangen genommen wird, tritt Moritz aus seiner gewohnten Rolle des Beobachters aus und verhilft Victor zur Flucht. Nicht lange danach müssen sich die Deutschen aus Afrika zurückziehen, Moritz wird selbst zum Gejagten und findet schwer verletzt Unterschlupf in Piccola Sicilia, bei Yasmina und ihrer Familie. Während sie ihn gesund pflegen, entwickelt er Gefühle für Yasmina. Als die ganze Welt in Schutt und Asche liegt, erkennt Moritz, dass er nicht mehr zurück in sein altes deutsches Leben kann. Und entscheidet sich für einen Neuanfang. Dieser leicht zu lesende Roman besticht durch seine gut recherchierten Hintergrundinformationen, die gekonnt in die unglaublich spannende Handlung mit eingeflochten sind, aber auch durch seine differenzierten Betrachtungsweisen des Erzählten. Neben den zeitgeschichtlichen Hintergründen werden hier viele Fragen zu Schuld, Wissen und Unwissen, Familientabus, Geheimnissen, Gut und Böse und das Zusammenleben von Kulturen angesprochen. Zusammen mit den gefühlsbetonten und bildhaften Formulierungen regt er in vielen Passagen zum Nachdenken und Philosophieren an. Manchmal ist das, zusammen mit den eingestreuten Zitaten, fast schon zu viel des Guten, denn es lenkt den Leser stark ab und erschwert das Wiedereinsteigen in die Handlung. Der Autor hat sich sehr mit Beweggründen und Gefühlen seiner Protagonisten auseinander gesetzt. Besonders die Charaktere der Vergangenheit sind ihm gut gelungen. Moritz, Yasmina, Victor und ihre Zeitgenossen sind realistisch und lebendig gezeichnet. Die Handlung kommt einem sehr nahe und man erlebt immer wieder eine Achterbahn der Gefühle. Nina und die Personen in der heutigen Zeitebene bleiben leider dagegen etwas blass und flach. Was ich sehr schade fand, denn gerade Nina hat mich in der Leseprobe besonders angesprochen. Und auch bei Joelle bleiben viele Fragen unbefriedigend offen. Ich bin etwas hin und her gerissen wie ich das Buch bewerten soll. Ich bin begeistert von der Betrachtungsweise des Autors, von der Fülle an zitier-würdigen Passagen, der großen Recherchearbeit und der sensiblen Auseinandersetzung mit schwierigen Themen. Ich liebte anfangs die bildhaften Darstellungen, doch über 600 Seiten lang war mir das dann viel zu viel. Das könnte man gut mit Pralinen vergleichen: Man genießt eine und noch eine, doch nach 20 Stück wird einem schlecht. Meiner Meinung nach, hätte das Buch gut 100 Seiten kürzer sein können. Auch bin ich normalerweise ein Fan von offenen Enden und Erzählsträngen, die nicht auserzählt werden, denn das macht es für mich lebensnaher/realistischer. Doch ich hätte die offenen Enden an anderen Stellen besser gefunden, anderes hängt für mich unlogisch offen in der Luft. Wie z.B. die Frage was mit Moritz weiter passiert ist, besonders in der Beziehung zu Joelle. Wenn Joelle so viel von Moritz erzählt, warum nicht auch das? Für mich war das Buch ein Gewinn. Ich habe viel Neues über Tunis und den Afrika-Feldzug erfahren, wurde zum Nachdenken angeregt und gut unterhalten. Ich würde es allen Lesern mit Durchhaltevermögen empfehlen, die sich einen Roman mit Tiefgang wünschen, der trotzdem leicht zu lesen ist.
Bewertungsstern, voll Bewertungsstern, voll Bewertungsstern, voll Bewertungsstern, voll Eine tiefe Geschichte mit vielen Facetten - von Sarah H. - 19.10.2018 zu Daniel Speck „Piccola Sicilia“
Ein wunderbares Buch! Die Geschichte spielt in zwei unterschiedlichen Zeiten. Einmal in der Gegenwart, wo Nina die Hauptrolle spielt. Sie lässt sich gerade von ihrem Mann scheiden und macht sich auf der Suche nach Erklärungen des vermissten Großvaters und begibt sich dabei auf die Reise nach Sizilien. Sie lernt Joelle kennen, die die Schnittstelle zu der anderen Zeit, dem zweiten Weltkrieg, herstellt. Sie ist es auch, die immer wieder von den Erlebnissen und der ergreifenden Geschichte erzählt. Sie beschreibt eine Deutschen, Moritz, im Jahre 1942, der sich in die Stadt Tunis begibt. Er, aber auch die schöne Yasmina und ihre Familie spielen die Hauptrolle in dieser Zeit. Das Buch Piccoli Sicilia hat mich bereits vom Cover angezogen. Ich finde es sehr passend und der Autor bleibt sich dabei treu (sehr ähnlich zum Vorgänger Bella Germania). Daniel Speck hat eine hervorragende Weise zu schreiben. Man wird in die Zeit um 1940 mitgerissen. Man erfährt hierbei so viel neues über die damalige Geschichte. Was aber noch viel wichtiger ist, er hat ein Talent die Gefühle und auch die verschiedenen Sichtweisen auch wenn sie sehr gegensätzlich sind widerzuspiegeln. So beschreibt er die drei Religionen, die in Tunis verbreitet sind sehr authentisch. Er zeigt wie sie am Anfang untereinander so gut zurechtgekommen sind und dann ein Krieg alles verändern kann. Erst dann weiß man ob der Nachbar wirklich hilfsbereit ist oder nicht. Viele wurden verraten, viele versteckten sich und nur wenige waren mutig und halfen einander. Das Leid und die Angst die damals bei den Familien entstanden ist, mag man sich gar nicht vorstellen können. Mir hat vor allem der Anfang sehr gut gefallen. Das Buch ist mit den 615 Seiten recht umfangreich, aber das Buch liest sich sehr zügig. Bis auf den letzten Abschnitt war es immer sehr spannend und durch die Schreibweise nie langweilig. Ich empfand nur, dass der letzte Abschnitt (die letzten 100-150 Seiten) hätte man etwas ausdünnen können. Ich kann aber nachempfinden warum der Autor alle Bestandteile so reingenommen hat. Er wollte stets sehr viele Facetten und Lebensabschnitte der Hauptrollen mit aufnehmen und beschreiben, wie sich dabei die Gedanken ändern und die Entscheidungen beeinflussen. Besonders gut gefallen haben mir die vielen schönen Beschreibungen und Denkanstöße, die Herr Speck gegeben hat. Es hat mich nachhaltig zum Denken angeregt und ich bin dankbar mein Geschichtswissen vor allem mit der Tiefe der Emotionen auffrischen zu können. Fazit: Das Buch ist nur zu empfehlen!
Bewertungsstern, voll Bewertungsstern, voll Bewertungsstern, voll Tunis während des zweiten Weltkrieges - von Mareike Ka - 19.10.2018 zu Daniel Speck „Piccola Sicilia“
Inhalt: Tunis, 1942. In dem italienischen Viertel Piccoli Sicilia leben Leute unterschiedlichster Herkunft, Kultur und Religion friedlich und in Freundschaft zusammen. Doch dann kommen die deutschen Besetzer und sähen Zwietracht und Angst... Auch Moritz kommt als deutscher Fotograf nach Tunis und begegnet im Grand Hotel Majestic der jüdischen Yasmina, die dort als Zimmermädchen arbeitet. Doch Yasmina ist in den Pianisten Victor verliebt. Sizilien, heute: Die Berliner Archäologin Nina ist nach einem Anruf eines Freundes nach Sizilien gereist. Er will das Wrack des Flugzeugs gefunden haben, in dem ihr Großvater Moritz gestorben sein soll. Doch kurz nach ihrer Ankunft trifft sie auf eine unbekannte Verwandte - und begibt sich gemeinsam mit ihr auf eine Reise in die Vergangenheit. Meine Meinung: Der zweite Weltkrieg - ein Thema, mit dem sich wohl schon jeder (mindestens während der Schulzeit) beschäftigt hat. Und doch gibt es unglaublich viel, das man nicht weiß. Diese Erfahrung habe ich beim Lesen dieses Buches gemacht, das die Rolle Tunis beim Afrikafeldzug beleuchtet. Die Beschreibung der Auswirkungen auf die Stadt und ihre Bevölkerung unterschiedlichster Kulturen und Religionen aus nichtdeutscher Sicht ist dem Autor unglaublich gut gelungen. Die Geschichte ist voller interessanter und lehrreicher Informationen, die mich sehr berührt, empört, fassungslos gemacht und zum Nachdenken angeregt haben. Die Handlung des Buches lässt sich in zwei Zeitebenen aufteilen, zwischen denen hin und her gesprungen wird. Ein (Groß-)Teil der Handlung spielt in Tunis 1942 und hat mich sehr gefesselt. Der zweite Teil der Geschichte ist in der heutigen Zeit angesiedelt. Für mich hätte es die heutige Zeitebene nicht unbedingt benötigt, die im Vergleich zu den Erzählungen und Charakteren zu Zeiten des zweiten Weltkrieges blass und handlungsarm bleibt. Der Schreibstil des Autors lässt sich flüssig lesen, ist jedoch sehr poetisch. Mir wäre an einigen Stellen weniger Worte und mehr Inhalt lieber gewesen. So bleibt die Spannung teils auf der Strecke und inbesondere zum Ende der Geschichte her vieles offen und unkonkret. Auch mit den Charakteren habe ich mich (insbesondere zu Beginn) sehr schwer getan. Es gibt keinen wirklichen Sympathieträger, mit dem man sich als Leser identifiziert. Fazit: Aufgrund vieler interessanter und lehrreicher Infos über Tunis während des zweiten Weltkrieges eine spannende Geschichte, die aber auch auf wesentlich weniger Seiten und weniger poetisch hätte erzählt werden können. An einiges Stellen hätte ich mir gewünscht, dass der Autor konkreter wird. Dies gilt auch für das Ende, das viele Fragen offen lässt.
Bewertungsstern, voll Bewertungsstern, voll Bewertungsstern, voll Bewertungsstern, voll Bewertungsstern, voll Nicht oder, sondern und! - von Ro_Ke - 17.10.2018 zu Daniel Speck „Piccola Sicilia“
Meine Meinung: Durch meine u. a. nordafrikanischen Wurzeln habe ich selbst schon einige Zeit in Algerien und Tunesien verbracht, mich aber nie mit deren geschichtlichen Bezug zum 2. Weltkrieg auseinandergesetzt. Ich fand es daher absolut großartig, dass Daniel Speck mir mit diesem Roman einen Einblick in genau diese Perspektive eröffnet und habe sie förmlich in mich aufgesogen. Der Autor besitzt einen sehr mitreißenden, reich bebilderten und vor allem sprachlich beeindruckenden Schreibstil, so dass ich die Geschichte mit sehr strammen Fesseln verfolgt habe. Jedoch muss ist das etwas differenzieren, da sich das lediglich auf die Handlungsstränge in der Vergangenheit bezieht und mein Interesse an den Geschehnissen in der Gegenwart rund um die Archäologin Nina, insbesondere an ihrem Liebesleben, leider nicht geweckt wurde. Da der Fokus aber klar auf die Zeit um 1942 liegt, fällt dieser Kritikpunkt nur sehr gering aus. Für mich war es sehr lehrreich zu erfahren, wie die vielen unterschiedlichen Kulturen und Religionen in Tunis friedlich zusammen gelebt haben und es stimmt natürlich nachdenklich, dass ein derart toleranter und respektvoller Umgang in der heutigen Zeit nahezu undenkbar ist. Eine große Stärke des Autors liegt in der Darstellung seiner Stimmungsbilder, denn diese transportiert er spürbar eindrücklich und ihm gelingt es, ein Gleichgewicht aus Schönheit und Schrecken zu vermitteln. Die Charakterzeichnung/ -entwicklung verläuft durchgehend authentisch und lässt eine greifbare Nähe zu den Figuren zu, so dass es sehr leicht fällt, diese auf unterschiedliche Weise emotional zu begleiten. Es gibt eine Stelle in dem Buch, wo der Autor mit unterschiedlichen Wahrnehmungen (s)einer Geschichte spielt, was mir ausgesprochen gut gefallen hat. Ich konnte mich vom Standpunkt des Lesers aus, nicht für eine entscheiden, da sie, je nach Sichtweise, parallel alle existieren. Bis zur letzten Seite verliert der Roman für mich nicht an Glaubwürdigkeit und somit ist das "offene" Ende absolut folgerichtig, denn ich im Kopf und Herzen lebt die Geschichte sicher noch weiter. Fazit: Der besondere Blickwinkel macht diese Geschichte zu einem unsichtbaren Schatz und erweitert auf berührende Weise den eigenen Horizont.
Bewertungsstern, voll Bewertungsstern, voll Bewertungsstern, voll Bewertungsstern, voll Bewertungsstern, voll Piccola Sicilia - von Fornika - 16.10.2018 zu Daniel Speck „Piccola Sicilia“
Nina ist Archäologin, arbeitet aber lieber im Archiv als sich in aufregende Expeditionen zu stürzen. Bis sie eines Tages von einem Flugzeugwrack aus dem zweiten Weltkrieg hört, das vor der Küste Siziliens geborgen werden soll. Das Flugzeug, mit dem ihr Großvater Moritz in den 1940ern in den Tod stürzte. Zumindest dachten das alle immer, doch die Wahrheit ist sehr viel komplizierter. Daniel Speck führt uns zurück in die 1940er, nach Piccola Sicilia in Tunis. In kräftigen Farben malt er ein anschauliches Bild dieser bunten Gemeinschaft, Land und Leute kann man sich sehr schnell sehr gut vorstellen. Er lässt sich viel Zeit dafür dem Leser die Kultur und die Besonderheiten dieses kleinen Viertels nahe zu bringen, langweilig wird es dabei aber sicherlich nicht. Die Geschichte, die sich dann rund um Moritz entspinnt, hat mir wirklich Spaß gemacht; stellenweise sicherlich vorhersehbar, doch das hat mich gar nicht so sehr gestört, weil das Drumrum so gut gepasst hat. Die Figuren in dem Erzählstrang rund um Moritz sind dann auch gut ausgearbeitet, man entdeckt immer wieder neue Facetten. Im Heute von Nina wird das leider etwas versäumt, ich hätte sie gerne näher kennen gelernt. Auch wenn sich Ninas Erzählstrang nur wie ein Rahmen um das Geschehen von 1942 legt, hätte hier durchaus noch etwas mehr kommen können. Specks Erzählstil hat mir sehr zugesagt, wie bereits erwähnt sehr bildhaft, außerdem mit einem nachdenklichen Unterton, der vieles noch einmal hervorhebt. Historische Fakten werden wie nebenbei eingearbeitet, und so hat man am Ende nicht nur einen fesselnden Roman gelesen, sondern auch noch das ein oder andere gelernt. Mich hat Piccola Sicilia wirklich positiv überrascht, ein nur auf den ersten Blick seichter Roman rund um die eigene Vergangenheit.
Bewertungsstern, voll Bewertungsstern, voll Bewertungsstern, voll Einblicke in Religionen und Kulturen, gewebt in eine außergewöhnliche Liebesgesc - von Melanie E. - 16.10.2018 zu Daniel Speck „Piccola Sicilia“
Piccola Sizilia erzählt atmosphärisch gelungen eine Liebesgeschichte, die Religionen und Kulturen gekonnt miteinander vereint. Leider fehlte mir mitunter ein klein wenig Tiefgang, da die Protagonisten doch eher oberflächlich bleiben. Ihr Denken und Handeln ist nicht immer nachvollziehbar, daher ergeben sich wenig Sympathiepunkte bei mir als Leserin. Wunderbar herausgearbeitet ist der zweite Weltkrieg, der auch in Italien nicht Halt gemacht hat und dort sehr verstörend auf Land und Leute wirkt. Romane mit Lerneffekt empfinde ich normalerweise als sehr eindrücklich und dennoch hatte ich mitunter das Gefühl mich nicht komplett auf die historischen Ereignisse einlassen zu können, da mir die eingewobene Liebesgeschichte zu sehr ausgeschmückt wurde und zuviel Raum einnahm. Die Liebesgeschichte ist außergewöhnlich, kann sich mir aber emotional nicht nähern. Die gelungene Atmosphäre des Anfangs ist leider zum Ende des Buches nicht mehr spürbar. Erzählt wird in Gegenwart und Vergangenheit, wobei mir persönlich die Gegenwart ein klein wenig zu kurz kam. Das Bergen eines Wracks hätte um einiges interessanter gestrickt werden können. Ninas Lebenschaos berührte mich noch weniger als die der Protagonisten der Vergangenheit. Ich habe die 600 Seiten mitunter doch sehr mühsam gelesen, da leider einige Längen vorhanden sind und der Funke einfach nicht überspringen wollte. Was mich fasziniert hat, sind die unterschiedlich dargestellten Religionen und Kulturen, wobei der jüdische Glauben mich am meisten begeistert, da ich mich dort am wenigsten auskenne. Klar wird schnell, das Gottes auserwähltes Volk zerschlagen und ohne Heimat ist. Auch der Holocaust wird kurzzeitig angeschnitten und macht mir wieder einmal bewusst, welch Grauen und Fanatismus innerhalb Deutschlands auch vor anderen Teilen Europas nicht Halt gemacht hat. Der Autor reißt vieles an und hat auch einige sehr gute Ansätze zu bieten, dennoch hatte ich oftmals das Gefühl, das ich meine hohen Erwartungen nicht erfüllt sehen kann. Fazit: Eine außergewöhnliche Liebsgeschichte in den zweiten Weltkrieg verlegt, wobei hier auch ganz viel Drama inszeniert wurde, was mich aber leider nicht komplett überzeugt. Es wurde für mich relativ schnell deutlich, das die gelungene Atmosphäre des Anfangs nicht gehalten werden kann und die Story in meinen Augen dadurch leicht zu schwächeln beginnt. Da Bücher auf seine Leserschar unterschiedlich wirkt, wird Piccola Sizilia sicherlich für einiges an Gesprächsstoff sorgen. Ich bin leider nur mäßig begeistert, daher gibt es von mir nur eine eingeschränkte Leseempfehlung. Die Story innerhalb des Krieges zu verpacken ist gelungen, leider konnte es mich trotz Schrecken und Grauen nicht komplett überzeugen.
Bewertungsstern, voll Bewertungsstern, voll Bewertungsstern, voll Bewertungsstern, voll Gut recherchiert und wunderbar erzählt - von marsu - 15.10.2018 zu Daniel Speck „Piccola Sicilia“
Ninas Ehe ist am Ende und sie möchte es sich noch nicht eingestehen und hat die Scheidungspapiere noch nicht unterschrieben. Da kommt es ihr eigentlich ganz recht, dass es Neuigkeiten von ihrem Großvater gibt, der im Zweiten Weltkrieg abgestürzt ist; angeblich hat einer ihrer Studienfreunde das Wrack nun im Meer vor Sizilien entdeckt. So fliegt sie dorthin und erfährt viel mehr über ihren Großvater Moritz als sie je gedacht hätte. Auch, dass er gar nicht in dem abgestürzten Flugzeug saß. Ninas Geschichte bildet nur den Rahmen, es geht hier um den Fotografen Moritz, der im Zweiten Weltkrieg als Mitglied des Afrikakorps nach Tunis kam und dort für die Nazis gefilmt und fotografiert hat. Und um Piccola Sicilia, einem Schmelztiegel der Religionen und Kulturen, am Rande von Tunis gelegen. Hier lebt auch Yasmina mit ihrer Familie und sie trifft im Hotel Majestic zum ersten Mal auf Moritz. Daniel Speck hat den historischen Kontext gut mit seinen Romanfiguren verbunden und ich habe viel über Tunis im Zweiten Weltkrieg erfahren, aber es geht nicht nur um Krieg, Angst und Feindbilder, sondern vielmehr um Freundschaft und Zusammenhalt, aber natürlich auch um Probleme, die daraus entstehen. Das offene Ende passt für mich wunderbar zu diesem Roman.
Bewertungsstern, voll Bewertungsstern, voll Bewertungsstern, voll Sehr schöne Zitate - von Teretii - 14.10.2018 zu Daniel Speck „Piccola Sicilia“
Das Buch spielt in einem italienischen Viertel in der Mittelmeerstadt Tunis im Jahr 1942. Drei Religionen Leben in guter Freunschaft zusammen, bis der Krieg sie erreicht.  Der deutsche Fotograf Moritz lernt das jüdische Zimmermädchen Yasmina kennen. Sie hat aber kein Interesse an ihm, sondern nur Augen für den Pianisten Victor. Durch den Krieg ist Victor in großer Gefahr und nur Moritz kann ihn retten.  In Sizilien im hier und heute, finden Schatzsucher ein altes Flugzeugwrack. Die Berliner Archäologin Nina wird darauf aufmerksam und reißt dorthin. Sie ist ihrem Verschollenen Großvater auf der Spur. In Sizilien trifft sie eine unbekannte Verwandte die alles in ihrem Leben auf den Kopf stellt und ein Familiengeheimnis lüftet.  Am Anfang war ich sehr angetan von dem Buch. Es wechselt immer von 1942 und dem hier und jetzt. An manchen Kapitelanfängen und auch mittendrin sind sehr schöne Zitate geschrieben, die den Leser sehr zum Nachdenken anregen.  Alles ist sehr ausführlich geschrieben, sodass man sich alles richtig gut vorstellen kann. Gleichzeitig bekommt man noch viele historische Fakten.  Ich fande es allerdings an manchen Stellen zu viel und zu sehr in die Länge gezogen. Leider wurde das Ende offen gelassen und dadurch habe ich noch viele offene Fragen, was ich schade finde. Alles in allem ist das Buch ganz ok aber kein Buch was man unbedingt lesen muss. 
Bewertungsstern, voll Bewertungsstern, voll Bewertungsstern, voll Schöne Atmosphäre, mittelmäßige Protagonisten - von Meli - 14.10.2018 zu Daniel Speck „Piccola Sicilia“
Protagonisten Nina lässt sich scheiden und fühlt sich nun etwas verloren, fragt sich, was sie von Leben wollte, und wie die Ehe sie verändert hat. Als eine fremde Frau ihr erzählt, ihre Tante zu sein, und noch sagt, dass alles, was sie über ihren Großvater Moritz weiß, nicht stimmt, will Nina alles darüber wissen. Sowohl sie als auch diese angebliche Tante Joëlle fand ich eher fade. Zwar macht Nina eine kleine Entwicklung durch, aber sie hört sich nur die Geschichte an und trotz ihrer Gefühle habe ich sie immer als sehr gleichgültig empfunden. Yasmina arbeitet in einem Hotel in Tunis, bis es dort zu gefährlich für Juden wird. Ihre heimliche Liebe zu ihrem Adoptivbruder Victor ist im Grunde ihr einziger Antrieb. Diese Besessenheit konnte ich kaum nachvollziehen, da Victor ein egoistischer Feigling ist, der rebelliert und sich doch die Anerkennung seines Vaters wünscht - ohne etwas dafür tun zu müssen. Moritz ist kein Kämpfer, sondern als Photograph eher ein stiller Beobachter. Hautnah darf er miterleben, wie Bilder nachgestellt werden und zu Propaganda Material werden. Er denkt oft mal an seine Verlobte, aber das, was er in Tunis erlebt, distanziert ihn weiter von diesem, das in unerreichbare Ferne zu rücken scheint. Handlung und Schreibstil Die Protagonisten konnten mich nicht gerade überzeugen, da ich zwar ihre Geschichten rührend fand, die Charakterzüge aber weniger sympathisch. Die Liebesgeschichte hat sich dermaßen anders entwickelt als erwartet, dass sie mich geradezu gestört hat und für mich das ganze Buch verschlechtert hat. Das Buch hatte viele schöne, zitierwürdige Sätze, aber ansonsten fand ich es etwas abgehackt und außerdem hat sich das Buch etwas in die Länge gezogen und dadurch war es auch etwas anstrengend. Das Setting ist zwar spannend, da es viel Potenzial zu Konflikten und tiefen Gefühlen hat, und das wurde auch gut genutzt. An diesem Buch gefiel mir nämlich besonders die Darstellung der unterschiedlichen Kulturen und Religionen. Der Autor hat nie vergessen, was für verschiedene Personen direkt vor Ort waren und hat immer die verschiedenen Reaktionen mit berücksichtigt und damit eine authentische Atmosphäre geschaffen. Fazit Insgesamt hat mir Piccola Sicilia nur mittelmäßig gut gefallen, zwar mochte ich die Atmosphäre, aber die Protagonisten fand ich nicht sympathisch und das Buch zog sich für meinen Geschmack etwas zu sehr in die Länge.
Bewertungsstern, voll Bewertungsstern, voll Bewertungsstern, voll Ein Buch mit zwei Seiten, dem schönen Beginn und dem nicht so schönem Ende :-( - von Anne H. - 09.10.2018 zu Daniel Speck „Piccola Sicilia“
Titel: Der Titel ist für dieses Buch passend gewählt, da es einen Ort beschreibt, der sehr viel zu der Handlung beiträgt. Cover: Das Cover ist sehr einfach und schlicht gehalten. Der Betrachter würde vermutlich sagen, dass es zu einfach wäre, wenn man Daniel Speck nicht kennen würde, denn diese Cover sind Programm. Dennoch weiß ich nicht, ob es hierdurch wirklich ein Verkaufsschlager ist, denn wer den Autor nicht kennt, wird nicht unbedingt zu einem so schlichten und einfachen Buch greifen. Klappentext: Der Klappentext beschreibt den Ort Piccola Sicilia, in dem drei Religionen in guter Nachbarschaft zusammen leben, bis der Krieg das Land erreicht. Der Kameramann Moritz trifft in dieser Zeit Yasmina, die wiederum nur Augen für Victor hat. Und als Victor in Gefahr gerät, kann nur Moritz ihm das Leben retten. Heute in Sizilien ziehen Schatztaucher ein Flugzeugwrack aus dem Meer. Die Archäologin Nina sucht ihren verschollenen Großvater und trifft hierbei eine unbekannte Verwandte, die ihr Leben auf den Kopf stellt. Dieser Klappentext beschreibt meiner Meinung nach die Handlung in kurzen und knappen Worten und verspricht hier weder zu viel, noch zu wenig. Hier gibt es nichts auszusetzen und der Leser wird neugierig gestimmt. Schreibstil: Daniel Speck schreibt seine Geschichte auf 624 Seiten in einfachem und angenehmem Schreibstil, Das Buch beinhaltet keine schweren Worte und dennoch sind immer wieder fremdsprachige Worte zu finden. Diese stören meiner Meinung nach nicht unbedingt den Lesefluss. Dennoch finden wir ebenso komplette Musikpassagen udn Texte in einer anderen Sprache wieder. Hier stelle ich schlichtweg die Behauptung in den Raum, dass niemand diese Zeilen lesen wird. Besonders nicht, wenn einem selbst die Sprache nicht gebräuchlich ist. Hier wäre ein bisschen weniger dann doch mehr gewesen. Die Zeitsprünge zwischen der Gegenwart und der Vergangenheit sind angenehm gestaltet. Dennoch ist die Vergangenheit wesentlich schlüssiger in sich als die Gegenwart. Daniel Speck verwendet viele Szenen und Worte zum Nachdenken, Anekdoten, Floskeln, Zitate, Stilistisch ist dies meiner Meinung nach sehr gut gewählt. Inhalt: Dieses Buch beschreibt die Geschichte eines Geschwisterpaares, das während der Kriegszeiten eine Liebe entwickelt. Der Leser wird erstaunt und empört über diese Situation sein, dennoch handelt es sich hier um um einen leiblichen Sohn und eine adoptierte Tochter, sodass sich wieder beruhigt werden kann. Die beiden verbringen eine schwere Zeit miteinander und teilen sich einen sehr dickköpfigen Vater, der seinen Weg geht. Der Krieg ist lange über das Land gezogen und während die beiden ihre erste und einzige Liebesnacht miteinander verbringen, beobachtet sie ein deutscher Soldat, der sie jedoch nicht verrät, sondern dem Bruder zur Flucht verhilft. Und mit dieser Hilfe beginnt eine tragische Geschichte zu laufen, denn während der Bruder in den Krieg zieht, wird die Schwester ein Kind zur Welt bringen und der deutsche Soldat sich bei der Familie verstecken müssen. Der Soldat wird sich in die Schwester verlieben und seine eigene Verlobte in Deutschland vergessen. Zumindest bis zu dem Tag, als der Krieg beendet ist und die Türen mehr oder weniger wieder offen stehen. All dies liegt Jahre zuvor. In der heutigen Zeit haben wir die Protagonistin Nina, die unmittelbar vor einer gescheiterten Ehe steht und mit einem Kumpel zusammen ihren Großvater sucht. In diesem Zusammenhang lernt sie ihre Tante kennen, die ihr die ganze Geschichte von damals erzählen wird, Wer gespannt auf eine interessante Familiengeschichte ist, der sollte sich dieses Buch kaufen uns lesen. Fazit: Der Einstieg in die Geschichte ist spannend, die Spannung wird aufgebaut, alles ist schlüssig. Die Zitate sind angenehm, der Leser wird zum Nachdenken animiert. Und doch bringt das Ende keine Zufriedenheit. Und das nicht, weil es kein Happy End in diesem Buch gibt, sondern weil zu viele Fragen offen bleiben. Ich selbst bin bis dreiviertel des Buches sehr glücklich gewesen. Dieses Buch hat mich sehr bewegt und nachdenklich gestimmt... doch dann kam das Ende und ich muss sagen, ich kann hier dadurch leider auch nur 3 Sterne geben, denn ich hatte nicht mal mehr richtig Lust zu Ende zu lesen, da alles verzwickt, komisch und unberechenbar wurde. Schade.
Bewertungsstern, voll Bewertungsstern, voll Bewertungsstern, voll Bewertungsstern, voll Wer war Moritz? - von Cyrana - 09.10.2018 zu Daniel Speck „Piccola Sicilia“
Ninas Ehe ist am Ende als sie eine Nachricht von ihrem Studienfreund Fabrice erhält, der inzwischen Unterwasser Archäologe ist. Vor der Küste Siziliens hat er ein Flugzeug-Wrack aus dem Zweiten Weltkrieg gesichtet und vermutlich ist es das Flugzeug, mit dem Ninas verschollener Großvater Moritz damals geflogen ist. Sie fliegt nach Sizilien, vorrangig um sich abzulenken und nicht an ihre gescheiterte Ehe zu denken. Doch dann trifft sie jemanden in Sizilien und erfährt erstaunliche Dinge über ihren Großvater und muss ihre Familiengeschichte neu überdenken. Ein Buch, das mich inhaltlich sowie sprachlich überzeugen konnte mit eienr tollen Geschichte, die uns ins Tunis zur Zeit des Zweiten Weltkriegs entführt und ganz geschickt immer wieder den historischen Kontext einflicht. Bei den Beschreibungen von Piccola Sicilia fühlt sich der Leser beinahe Teil dieses bunten Lebens. Jedoch auch ein Buch, das oftmals nachdenklich stimmt.
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