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Die Gesichter

Roman. Originaltitel: The Italian Teacher.
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Produktdetails

Titel: Die Gesichter
Autor/en: Tom Rachman

ISBN: 3423289694
EAN: 9783423289696
Roman.
Originaltitel: The Italian Teacher.
Übersetzt von Bernhard Robben
dtv Verlagsgesellschaft

1. September 2018 - gebunden - 416 Seiten

Ein gefeierter Künstler, ein liebender Sohn, eine Suche nach dem eigenen Leuchten

Mit einer einzigen beiläufigen Bemerkung wischt Bear Bavinsky (gefeierter Maler, zahlreiche Ex-Frauen, siebzehn Kinder) jede Hoffnung seines Lieblingssohnes Pinch beiseite, auch nur halb so viel Talent zu haben wie er. Desillusioniert zieht es Pinch raus in die Welt, in Kanada versucht er sich an einer Biografie über Bear, als Italienischlehrer in London hat er es fast geschafft zu vergessen, dass auch er einmal Großes vorhatte. Seine wahre Begabung findet er schließlich doch noch, und er schmiedet einen schier unmöglichen Plan, nicht nur sein eigenes Leuchten zu entfalten, sondern auch das Andenken seines Vaters zu retten.

Kann man gleichzeitig ein gefeierter Künstler und ein liebender Vater sein? Muss ein Sohn seinen Eltern verzeihen, nur weil sie bedeutend sind? Tom Rachman hat einen elektrisierenden und immer wieder auch nachdenklich stimmenden Roman geschrieben über das Streben nach Anerkennung - im Leben und in der Kunst.
Tom Rachman, geboren 1974 in London, wuchs in Vancouver auf. Er war Auslandskorrespondent der Associated Press in Rom, die ihn u. a. nach Japan, Südkorea, Ägypten und in die Türkei entsandte. Später arbeitete er als Redakteur des International Herald Tribune in Paris. Rachmans erster Roman >Die Unperfekten< wurde gleich nach Erscheinen zu einem internationalen Bestseller. Er lebt mit seiner Familie in London.
"Rachman, was für ein Künstler!"
myself 01.09.2018
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Bewertungsstern, voll Bewertungsstern, voll Bewertungsstern, voll Bewertungsstern, voll Bewertungsstern, voll Der Italienischlehrer - von milkysilvermoon - 26.11.2018 zu Tom Rachman „Die Gesichter“
Bear Bavinsky hat sich als expressionistischer Maler einen Namen gemacht. In der Szene wird er gefeiert, von Kunstliebhabern bewundert und umschwärmt. Als angeblicher Lieblingssohn stehen Pinch, der eigentlich Charles heißt und von seinem Vater auch Charlie genannt wird, und seine Mutter Natalie in dessen Schatten und müssen ihr Leben den Launen des Egozentrikers unterordnen. Auch mit der Treue hat es Bear nicht so, sodass er insgesamt 17 Kinder mit unterschiedlichen Frauen zeugt. Dennoch kämpft Pinch um seine Liebe, Aufmerksamkeit und Anerkennung. Er versucht sich ebenfalls in der Malerei, doch mit einer einzigen beiläufigen Bemerkung wischt Bear jede Hoffnung seines Sohnes beiseite, auch nur halb so viel Talent zu haben wie er. Desillusioniert zieht es Pinch in die Welt. Als Italienischlehrer in London hat er fast vergessen, dass auch er einmal Großes vorhatte. Doch dann schmiedet er einen Plan¿ "Die Gesichter" ist ein Roman von Tom Rachman über das Streben nach Anerkennung - im Leben und in der Kunst. Meine Meinung: Der Roman besteht aus 89 eher kurzen Kapiteln. Erzählt wird im Präsens und vorwiegend aus der Sicht von Pinch. Die Geschichte ist chronologisch aufgebaut. Sie beginnt im Jahr 1955 und endet 2018. Zwischendurch gibt es immer mal wieder Zeitsprünge. Dieser Aufbau funktioniert sehr gut. Der Schreibstil ist schnörkellos, aber angenehm zu lesen, gut verständlich und eindringlich. Der Einstieg fiel mir leicht. Die Geschichte nimmt nur langsam Fahrt auf, entfaltet aber durch ihre Sprachgewalt zunehmend einen Sog, dem ich mich nicht entziehen konnte. Pinch ist der Protagonist des Romans. Sein Leben wird von der Kindheit bis ins fortgeschrittene Erwachsenalter dargestellt. Seine Entwicklung lässt sich daher hervorragend nachvollziehen. Wie die anderen Hauptpersonen des Romans wird er detailliert beschrieben. Sein Charakter wirkt authentisch, denn er hat Fehler und Schwächen. Ich konnte mich gut in ihn einfühlen. Die Grundthematik der Geschichte finde ich sehr interessant. Dadurch hebt sich der Roman in kreativer Weise von anderen ab. Im Fokus steht die Frage, welche Beziehung ein Künstler zu seinem Kind haben kann. Darüber hinaus geht es natürlich auch ganz generell um die Liebe zwischen Kindern und ihren Eltern sowie um das Streben nach Anerkennung innerhalb der Familie. Diese Aspekte regen zum Nachdenken an. Viel Raum nehmen daneben die Welt der Kunst und die entsprechende Szene ein, über die ich gerne mehr erfahren habe. Trotz der recht hohen Seitenzahl kommt beim Lesen keine Langeweile auf. Die Geschichte gewinnt zunehmend an Tempo und Spannung und hat unerwartete Wendungen zu bieten. Das farbintensive, künstlerisch anmutende Cover orientiert sich am Original. Es passt meiner Ansicht nach gut zur Geschichte. Der Titel weicht stark von der englischsprachigen Version ("The Italian Teacher") ab, die besser zum Inhalt passt. Mein Fazit: Mit "Die Gesichter" ist Tom Rachman erneut ein ungewöhnlicher Roman gelungen, der noch eine Weile bei mir nachklingen wird. Eine empfehlenswerte Lektüre.
Bewertungsstern, voll Bewertungsstern, voll Bewertungsstern, voll Bewertungsstern, voll Leben im Künstlermilieu - von S. P. - 02.09.2018 zu Tom Rachman „Die Gesichter“
Das Cover des Buches "Die Gesichter" ist sehr gut gestaltet. Es nimmt einen gleich mit in die Kunst der Malerei. Der Roman zeigt verschiedene Stationen des Malers Bear Bavinsky auf. Immer im Mittelpunkt stehend, selbstverliebt, kaum einen Blick für seine Mitmenschen ... Aber eigentlich geht es um seinen Lieblingssohn Pinch und seinen eigenen Weg und die Stationen Kanada, England, Italien und USA. In all den Städten sucht Pinch sich durch sein Leben zu kämpfen und sich selbst zu finden. Es geht um Anerkennung und Bestätigung - für sich selbst und das Andenken seines Vaters. Dem Autor ist es sehr gut gelungen, das Interesse und die Spannung zu wecken und beizubehalten. Die Schilderungen sind sehr realistisch.
Bewertungsstern, voll Bewertungsstern, voll Bewertungsstern, voll Bewertungsstern, voll Eine verzwickte Vater-Sohn-Beziehung - von Lilli333 - 31.08.2018 zu Tom Rachman „Die Gesichter“
Inhalt: Charles Bavinsky, genannt Pitch, wächst im Schatten seines charismatischen Vaters Bear Bavinsky auf, der ein bedeutender Maler ist. Außer seiner Kunst zählt für Bear nicht viel. Das bekommen auch Pinch und seine Mutter Natalie zu spüren. Trotzdem oder gerade deswegen versucht Pinch sein Leben lang, die Anerkennung seines Vaters zu erringen. Pinchs Bermühungen, ebenfalls zu malen, werden von Bear einfach weggewischt. In der Folge versucht sich Pinch als Kunsthistoriker und als Italienischlehrer, probiert einen Spagat zwischen Vater und Mutter und kommt doch auf keinen grünen Zweig. Bis ihm schließlich der große Coup gelingt ¿ Meine Meinung: Trotz sehr interessanter Ausgangslage hatte ich anfangs Schwierigkeiten, mich mit diesem Roman anzufreunden. Die Einführung der Protagonisten ging mir einerseits zu langsam und etwas langatmig, andererseits zu distanziert vonstatten. Doch mit jeder Seite nahm die Erzählung mehr Fahrt auf und konnte mich immer stärker fesseln. Störten mich zu Beginn noch die Zeitsprünge, die einen immer wieder ins kalte Wasser warfen, noch etwas, lernte ich bald, damit umzugehen und mir die Entwicklung dazwischen selbst zu denken. Pinch war mir von Anfang an sympathisch, gerade weil er nicht als etwas Besonderes daherkommt. Er wirkt wie du und ich, macht immer wieder Fehler und ihm passieren Missgeschicke, wie wohl jeder sie kennt. Und dass er um die Liebe und Anerkennung seines Vaters kämpft, konnte ich auch gut verstehen. Ich freute mich mit Pinch über jeden positiven Aspekt seines Lebens, über seine Freunde Marsden, Barrows und seine Halbschwester Birdie, die im Laufe seines Lebens sehr wichtig für ihn werden. Und manchmal hätte ich ihn schütteln können für seine Zögerlichkeit, für sein Verhuschtsein. Je weiter der Roman fortschreitet, desto intensiver habe ich die Beziehung zwischen Pinch und Bear empfunden. Auch über riesige Entfernungen hinweg ist sie zu spüren. Und bei aller Ablehnung von Bear, die unweigerlich immer wieder eintritt, merkt man doch, dass da auch von seiner Seite Gefühle vorhanden sind. Eine ganz schön verzwickte Vater-Sohn-Beziehung, fesselnd geschrieben und toll zu lesen.
Bewertungsstern, voll Bewertungsstern, voll Bewertungsstern, voll Bewertungsstern, voll Wer definiert Kunst? - von Julia Lindner - 30.08.2018 zu Tom Rachman „Die Gesichter“
Was oder wer beeinflusst uns mehr und dauerhafter, als die Liebe und Zuneigung unserer eigenen Eltern? Auch wenn wir als erwachsene Menschen gerne denken, vollkommen unabhängig und losgelöst von ihnen zu leben, so sehnen wir uns doch insgeheim immer nach ihrer Anerkennung und Beachtung. Wie sehr dieser Wunsch das Leben und die Entscheidungen eines Menschen beeinflussen kann, zeigt Die Gesichter wirklich überdeutlich am Beispiel von Charles Bavinski, der Zeit seines Lebens im Schatten des übergroßen, berühmten Maler-Vaters gelebt und nach dessen Anerkennung gestrebt hat. Der große Maler Bear Bavinski, der sich selbst ständig nach der Akzeptanz der Künstlerwelt sehnt, und dabei die Herzen seiner unzähligen Frauen und Kinder hinter sich zurücklässt, hat keine Ahnung, was er mit seinem unbedachten Urteil dem Gemälde seines Lieblingssohnes gegenüber in dessen Innerem angerichtet hat. Der setzt die Anerkennung seines künstlerischen Talents mit der Liebe des Vaters gleich; sieht einen Weg in dessen Herz nur über seine Gemälde. Das aus der Sicht von Charles, kurz Pinch genannt, erzählte Buch beschreibt ein glückloses, unzufriedenes Leben; ein Mensch auf der Suche nach Zugehörigkeit und einem Lebensziel, der sich doch nicht von seinem stets präsenten Vater zu lösen vermag. Diese Einblicke in Pinchs Leben wirken teilweise sehr eindringlich und man weiß als Leser selten, ob man ihn nun bemittleiden, bedauern, beglückwünschen oder heftig schütteln sollte. Man fühlt sich nicht wohl, eher wie ein Eindringling. Dabei liest sich der Text nicht immer wirklich flüssig. Man hat eher das Gefühl, Bruchstücke eines wenig aufregenden Lebens zu erfahren. Manche sind wirklich interessant zu lesen, werden aber oft durch weniger spannende Passagen verknüpft. Fazit: Letztendlich ist dieses Buch wie eines von Bears Kunstwerken: Der Ausschnitt eines größeren Ganzen, der einen mitten ins Herz trifft, wenn man es mit dem Herzen betrachtet.
Bewertungsstern, voll Bewertungsstern, voll Bewertungsstern, voll Bewertungsstern, voll Bewertungsstern, voll Im Schatten des Vaters ... - von Herbstrose - 20.08.2018 zu Tom Rachman „Die Gesichter“
Schon als kleiner Junge verehrte Charles seinen Vater über alle Maßen. Er sonnte sich gerne im Ruhm von Bear Bavinsky, des bekannten und berühmten Malers, und versuchte stets, ihm nachzueifern. Das änderte sich auch nicht, als dieser auszog und eine neue Familie gründete. Später, als junger Mann, als Charles seine ersten zaghaften Versuche unternahm, ebenfalls zu malen, wurden diese vom Vater gnadenlos als "völlig untalentiert" beurteilt. So wurde denn aus Pinch, wie ihn seine Eltern stets nannten, ein Lehrer für Italienisch an einer kleinen Londoner Sprachenschule, der aber seinen berühmten Vater weiterhin aus der Ferne bewundert und vergeblich versucht, von ihm Anerkennung und Liebe zu bekommen. Die bekommt er erst, als der nunmehr hochbetagte Bear ihn als Erben und Nachlassverwalter einsetzt. Jetzt hat Pinch die Möglichkeit zu tun, was er schon immer tun wollte ¿ "Die Gesichter" (The Italian Teacher) ist der dritte Roman des 1974 in London geborenen Autors Tom Rachman. Nach seinem Studium der Filmwissenschaften und Journalistik arbeitete er zunächst mehrere Jahre als Auslandskorrespondent in verschiedenen Ländern. Um zu Schreiben entschied er sich später für eine Teilzeitstelle bei der International Herald Tribune in Paris. Heute lebt Rachman in London und Rom. Gleich mehrere interessante Themen hat der Autor in diesem Buch vereint. Da ist zunächst die problematische Vater/Sohn-Beziehung: der übermächtige selbstbewusste Vater, ein Künstler, um den sich die Welt zu drehen hat - und der Sohn, ein eher schüchterner, an sich selbst zweifelnder Mann, der zeitlebens um die Liebe seines Vaters buhlt. Ausdrucksvoll und wortgewaltig lässt Rachman den Leser am Konflikt der beiden teilhaben und nimmt ihn mit auf eine emotionale Reise in deren Leben. Es geht ferner um Kunst, Künstler und die Vermarktung ihrer Werke. Wer bestimmt ihren Wert auf dem Kunstmarkt? Muss ein Künstler gegen die guten Sitten verstoßen, um Aufmerksamkeit für sein Schaffen zu bekommen? Welchen Einfluss haben Spekulanten, Galeristen und Museen? Ein weiteres Thema behandelt die Moral und das eigene Gewissen. Muss ein Fehler zwangsläufig weitere Vergehen nach sich ziehen oder gebietet es das Verantwortungsbewusstsein, sich dazu zu bekennen? Der Schreibstil ist leicht anspruchsvoll und von starker emotionaler Tiefe, das Lesen erfordert daher eine gewisse Konzentration. Dass der Autor sehr gut schreiben kann, ist an den überaus plastisch heraus gearbeiteten Charakteren zu erkennen. Als Leser hat man das Gefühl dabei zu sein, die Personen schon lange zu kennen, an ihrem Leben teilzunehmen und mit ihren Gedanken zu verschmelzen. Die Schicksale berühren tief. Nicht nur der Sohn muss um die Anerkennung seines Vaters kämpfen, auch der Vater hat sich die Bestätigung und das Ansehen auf dem Kunstmarkt zu erkämpfen. Besinnliche, traurige Begebenheiten wechseln sich ab mit heiteren, humorvollen Momenten, so dass hintergründig stets eine gewisse Spannung erhalten bleibt und nie Langeweile aufkommt. Fazit: Man sollte sich voll auf das Thema einlassen, um diesen Roman richtig genießen zu können - dann wird er noch lange in Erinnerung bleiben.
Bewertungsstern, voll Bewertungsstern, voll Bewertungsstern, voll Bewertungsstern, voll Schein oder Sein? - von Schriesemer64 - 13.08.2018 zu Tom Rachman „Die Gesichter“
In seinem neuen Roman "Die Gesichter" erzählt Tom Rachman von einem Künstler und seiner Kunst. Doch keine Sorge! Man muss sich nicht für Malerei interessieren, um diesem Buch etwas abgewinnen zu können. Denn wichtiger als die Kunst ist die Beziehung eines Sohnes zu seinem Vater. Der junge Pinch himmelt seinen Vater, den erfolgreichen Maler Bear Bavinsky, an. Ständig versucht er, ihm zu gefallen. Doch Bear scheint seinen Sohn kaum wahrzunehmen. Mit einer dahin geworfenen Bemerkung zerstört er Pinchs Hoffnung, in die Fußstapfen des Vaters treten zu können. Doch wird er Zeit seines Lebens versuchen, den Vater von sich zu überzeugen, was nicht immer leicht ist, da Bear zuweilen den Kontakt abbricht. So schlittert Pinch kreuz und quer und ein wenig heimatlos durchs Leben, versucht seinen Weg und seinen Platz zu finden und kommt doch immer wieder zu seinem Vater und dessen Kunst zurück. Pinch macht im Zeitraum zwischen 1955 und 2011 eine große Entwicklung durch. Zuerst ging es mir etwas zu langsam, aber schließlich kommt doch Schwung in sein Leben und er übernimmt das Ruder. Die Geschichte hat viel Tiefgang und regt stark zum Nachdenken an. Dabei ist sie trotzdem locker zu lesen und recht lebendig erzählt.
Bewertungsstern, voll Bewertungsstern, voll Bewertungsstern, voll Bewertungsstern, voll Bewertungsstern, voll Aus mir wurde, was ich verdient habe - von cosmea - 07.08.2018 zu Tom Rachman „Die Gesichter“
In Tom Rachmans drittem Roman "Die Gesichter" ((Originaltitel: "The Italian Teacher" ) geht es um eine ganz besondere Vater-Sohn-Beziehung. Bear Bavinsky, der berühmte Maler, lebt nur wenige Jahre in Rom mit seiner dritten Ehefrau Natalie und seinem Sohn Charles , genannt Pinch, zusammen, bevor er sie für eine andere Frau verlässt, mit der er bereits Kinder hat. Natalie ist Töpferin und will sich ebenfalls als Künstlerin durchsetzen. Ihr Mann fördert diese Bestrebungen nicht, sondern hindert sie an ihrer künstlerischen Entfaltung. Charles liebt und bewundert seinen Vater. Ein Leben lang wird er versuchen, seine Liebe und Anerkennung zu erringen. Er ist der eigentliche Protagonist des Romans. Beginnend im Jahr 1950 bis zu seinem Tod im Jahr 2018 wird sein Leben im Schatten des großen Mannes erzählt. Für Bear Bavinsky ist nur er selbst wichtig. Seiner Kunst muss sich alles andere unterordnen. Birdie, eines seiner siebzehn Kinder, wird nach seinem Tod formulieren "Ach, Daddy. Die Kunst war so viel besser als der Mensch." (S. 364). Auch Charles will Maler werden, und seine Mutter hält ihn für sehr talentiert. Sein Vater Bear beendet jedoch nach einem flüchtigen Blick auf ein Bild seines Sohnes diese Ambitionen mit einem einzigen grausamen Satz: "¿aber ich muss dir sagen, Kiddo, ein Maler bist du nicht, und du wirst auch nie einer werden." (S. 99). In Wirklichkeit duldet er lediglich keine Konkurrenz und schon gar nicht aus der eigenen Familie. Gegen Ende seines Lebens, als es für alles fast zu spät ist, macht er Charles zu seinem Nachlassverwalter und betont seine besondere Stellung in der Reihe seiner Nachkommen. Geprägt von einem egozentrischen Giganten mit zahlreichen Ehefrauen und unzähligen Geliebten bleibt für Charles bis dahin jedoch nur ein Leben in der Mittelmäßigkeit, ein immerwährendes Scheitern in privaten Beziehungen und in seinem beruflichen Werdegang. Er wird nicht Künstler, auch nicht Kunsthistoriker und Biograph seines Vaters, sondern Lehrer für Italienisch an einer unbedeutenden Londoner Sprachschule. Am Ende bleiben ihm Marsden McClintock, ein Freund aus der Studienzeit, und Kollegin Jing aus der Sprachschule. Sie sind die einzigen außer dem Leser, die wissen, dass Charles schließlich einen nicht ganz ungefährlichen Weg gefunden hat, sich selbst seinen Wert zu beweisen. Er sucht keinen Schuldigen für sein lebenslanges Versagen. Der Roman zeichnet jedoch nicht nur exemplarisch das Leben eines Sohnes im Schatten eines übermächtigen Vaters nach. Es geht auch um eine Vielzahl anderer Themen. Steht der bedeutende Künstler über der Moral und kann rücksichtslos tun und lassen, was er will? Was ist Kunst, und wer bestimmt ihren Wert? Welche Rolle spielen dabei Galeristen und alle anderen, die mit der Kunst Geschäfte machen? Wie wichtig ist Authentizität? Mir hat der Roman sehr gut gefallen, und ich habe mich keinen Augenblick gelangweilt. Neben Einblicken in die Kunstwelt gibt es sehr traurige Episoden, aber auch Humor und Bonmots wie die Aussage, dass Leute mit Geld über Kunst reden, Künstler dagegen nur über Geld. Ein sehr empfehlenswerter Roman.
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