eBook.de : Ihr Online Shop für eBooks, Reader, Downloads und Bücher
Connect 01/2015 eBook-Shops: Testsieger im epub Angebot, Testurteil: gut Die Welt: Kundenorientierte Internetseiten Prädikat GOLD
+49 (0)40 4223 6096

Rheinblick

Roman.
Sofort lieferbar
Buch (gebunden)
Buch (gebunden) € 20,00* inkl. MwSt.
Portofrei*

Produktdetails

Titel: Rheinblick
Autor/en: Brigitte Glaser

ISBN: 3471351809
EAN: 9783471351802
Roman.
2. Auflage.
List Paul Verlag

22. Februar 2019 - gebunden - 432 Seiten

Von der Autorin des Spiegel-Bestsellererfolgs BühlerhöheDeutschland, im November 1972: Niemand kennt das Bonner Polittheater besser als Hilde Kessel, legendäre Wirtin des Rheinblicks. Bei ihr treffen sich Hinterbänkler und Minister, Sekretärinnen und Taxifahrer. Als der Koalitionspoker nach der Bundestagswahl härter wird, wird Hilde in das politische Ränkespiel verwickelt. Verrat ist die gültige Währung.Gleichzeitig kämpft in der Abgeschiedenheit einer Klinik auf dem Venusberg die junge Logopädin Sonja Engel mit Willy Brandt um seine Stimme, die ihm noch in der Wahlnacht versagte. Doch auch sie gerät unter Druck. Beide Frauen sind erpressbar. Für Hilde steht ihre Existenz auf dem Spiel, Sonja will ihre kleine Schwester beschützen. Wie werden sie sich entscheiden? Die Presse zu Bühlerhöhe:»Das Buch lässt Raum zum Denken. Es ist eine Symbiose aus vielen Genres: Heimat- und Kriminalroman, Geschichtsbuch, aber auch die Darstellung von menschlichen Beziehungen, Sehnsüchten und Ängsten.« Brigitte WIR, Hannah Krekeler"Selten wurde so spannend und sprachlich präzise über die Gründungszeit der Bundesrepublik geschrieben." Verena Hagedorn, Barbara
Brigitte Glaser lebt seit über 30 Jahren in Köln. Bevor sie zum Schreiben kam, hat die studierte Sozialpädagogin in der Jugendarbeit und im Medienbereich gearbeitet. Heute schreibt sie Bücher für Jugendliche und Krimis für Erwachsene, u. a. ihre erfolgreiche Krimiserie um die Köchin Katharina Schweitzer. Mit Bühlerhöhe gelang ihr der Durchbruch.
»Liebesroman, Krimi? Rheinblick hat von allem etwas, vor allem jede Menge Atmosphäre. (...) Das ist sehr gute Literatur.« Helmut Pusch, Südwestpresse

» Rheinblick ist ein ungemein spannendes Lesevergnügen, ein literarisches Nachdenken über Zeitgeschichte und über Zeiten von Politik, die noch das Prädikat wertvoll erhielt.« Udo Barth, Badisches Tagblatt

»Glaser ist eine routinierte und versierte Erzählerin. Vor allem aber ist sie geschickt darin, die einzelnen Geschichten zu verweben, ihre Charaktere beinahe beiläufig in die anderen Handlungsstränge treten zu lassen.« Jochen Overbeck, Spiegel Online

»Ein Buch, das mit großer Akribie die Zeit des Aufbruchs in der BRD schildert. (...) soghaft erzählt und unter Vermeidung vordergründiger Klischées, dennoch typgerecht in den Figuren.« Harald Asel, rbb Inforadio

»Die präzise Recherche trägt zum Reiz des Romans erheblich bei.« Norbert Mappes-Niediek, Frankfurter Rundschau

»Nicht nur für Alt-Bonner, Alt-Bonner Beamte und Politiker oder Studenten ist das Buch sehr lesenswert. Es gibt jedem Interessierten in nur 16 Tagen einen wunderbaren Einblick in die Bonner Republik.« Ruppert Mayr, dpa
Kundenbewertungen zu Brigitte Glaser „Rheinblick“
Durchschnittliche Kundenbewertung
review.image.5 review.image.5 review.image.5 review.image.5 review.image.1 17 Kundenbewertungen
Veröffentlichen Sie Ihre Kundenbewertung:
Kundenbewertung schreiben
Bewertungsstern, voll Bewertungsstern, voll Bewertungsstern, voll Bewertungsstern, voll Einblick in die jüngste deutsche Geschichte - von Jonas1704 - 13.05.2019 zu Brigitte Glaser „Rheinblick“
Der historische Roman Rheinblick der Autorin Brigitte Glaser spielt im Jahr 1972. Als Wirtin des Lokals Rheinblick versucht Hilde Kassel mehr schlecht als recht über die Runden zu kommen obwohl viele Politiker bei ihr aus und ein gehen und sie das Politgeschehen aus nächster Nähe kennt. Hier diskutieren die Politiker zwischen Wein und Bier über allerlei, was nicht unbedingt für die Ohren der Öffentlichkeit gedacht ist. Kanzlerkandidat Willy Brandt erzielt einen überraschenden Sieg und nun stehen in Bonn die Koalitionsverhandlungen an. Doch nachdem Willy Brandt nach seinem Stimmversagen eine Operation machen muss, soll ihm die junge Logopädin Sonja Engel helfen, und auch sie sowie Hilde geraten dadurch unvermeidlich unter dem Druck der politischen Geschehnisse. Spätestens nach einem dubiosen Mordfall finde sich die beiden Frauenfiguren zusammen mit einer Journalistin im Strudel der Ereignisse der jungen deutschen Geschichte. Sehr aufschlußreiche Lektüre wobei ziemlich oft der Kölscher und Rheinischer Dialekt eine authentisch wirkende Stimmung erzeugt. Brigitte Glaser hat für ihren Roman eine gründliche Recherche betrieben und obwohl es eine fiktive Geschichte ist, werden hier auch viele wirkliche Ereignisse miteingespielt. Flüssig erzählt bekommt der Leser einen tiefen Einblick in das Geschehen der damaligen Zeit.
Bewertungsstern, voll Bewertungsstern, voll Bewertungsstern, voll Bewertungsstern, voll Politische Ränkespiele in der Bonner Republik - von milkysilvermoon - 24.04.2019 zu Brigitte Glaser „Rheinblick“
Bonn im November und Dezember 1972: Kaum jemand kennt das Bonner Polittheater so gut wie Hilde Kessel, die Wirtin des "Rheinblicks". Dort gehen Abgeordnete, Minister und Sekretärinnen ständig ein und aus. Doch dann wird Hilde selbst in das politische Ränkespiel verwickelt. Auch Sonja Engel gerät unter Druck. Die Logopädin kämpft in der Klinik auf dem Venusberg um die Stimme von Willy Brandt, die ihm noch in der Wahlnacht versagt ist. Beide Frauen sind erpressbar und die Situation spitzt sich weiter zu "Rheinblick" ist ein historischer Roman von Brigitte Glaser. Meine Meinung: Der Roman besteht aus einigen Kapiteln mit recht unterschiedlicher Länge. Bei den Titeln handelt es sich um Anklänge an Musikstücke. Eine schöne Idee. Die Kapitel sind wiederum in mehrere Abschnitte untergliedert. Diese sind mit einheitlichen Orts- und Zeitangaben gekennzeichnet. Erzählt wird nicht nur aus der Sicht von Hilde und Sonja, sondern auch aus der von Max und Lotti. Dieser Aufbau funktioniert sehr gut. Der Schreibstil ist schnörkellos, aber angenehm zu lesen und anschaulich. Trotz der Perspektivwechsel lässt sich die Geschichte gut nachvollziehen. Der Einstieg fiel mir leicht. Sowohl Hilde als auch Sonja sind interessante und sympathische Hauptcharaktere. Sie werden ebenso realitätsnah dargestellt wie die beiden anderen Protagonisten Max und Lotti. Einige Figuren bleiben jedoch etwas blass. Aufgrund der Vielzahl an Personen ist zudem ein aufmerksames Lesen erforderlich. Das Setting finde ich sehr ansprechend. Die Handlung ist abwechslungsreich, allerdings nur teilweise spannend. Dennoch hat die Geschichte kaum Längen und bleibt kurzweilig. Ein weiterer Pluspunkt des Romans ist das Zusatzmaterial. Neben den interessanten Anmerkungen der Autorin gibt es eine Literaturliste, einen Soundtrack mit den in der Geschichte erwähnten Liedtiteln und ein Glossar, das Personen und Begriffe erklärt. Dabei zeigt sich, dass die Autorin gründlich recherchiert hat. Leider ist der Inhalt des Romans jedoch größtenteils Fiktion und verschenkt so die Chance, tiefere Einblick in diese historische Epoche zu ermöglichen. Das Cover passt unheimlich gut zum Roman und gefällt mir sehr. Auch der prägnante Titel ist sehr treffend gewählt. Leider sind die Seiten des Hardcovers so dünn, dass die Schrift stark durchscheint. Mein Fazit: "Rheinblick" ist ein historischer Roman von Brigitte Glaser, der zwar sein Potenzial nicht ganz ausschöpft, aber trotzdem lesenswert ist. Er hat mir schöne Stunden bereitet.
Bewertungsstern, voll Bewertungsstern, voll Bewertungsstern, voll Zeitgeschichte - von Heidrun - 18.04.2019 zu Brigitte Glaser „Rheinblick“
Das Buch handelt kurz nach der Bundestagswahl 1972, die die SPD gewonnen hat. Willy Brandt wird Kanzler. Die Kapitel sind mit englischen Titeln überschrieben. Das finde ich völlig unpassend in einen deutschsprachigen Buch. Außerdem gibt es noch Unterkapitel, die mit Ort, Datum und Uhrzeit überschrieben. Die Kapitel sind sehr kurz, meistens nur 2-3 Seiten. Mit jeden Unterkapitel ändert sich der Protagonist. Dadurch hatte ich anfangs Probleme ins Buch zu kommen. Die Personenvielfalt hat mich einfach verwirrt. Später wurde es besser und ich konnte Gefallen am Buch finden. Da ich diese Zeit im Tal der Ahnungslosen verbracht habe, waren mir die politischen Hintergründe fremd. Leider habe ich auch nicht viel Neues erfahren. Für mich war das Buch nur durchschnittlich. Ich vergebe 3 Sterne.
Bewertungsstern, voll Bewertungsstern, voll Bewertungsstern, voll Bewertungsstern, voll Bewertungsstern, voll Zwei Frauen im Schatten der Macht. - von Inge Weis - 27.03.2019 zu Brigitte Glaser „Rheinblick“
Bonn, November 1972: Hilde Kessel, legendäre Wirtin des Rheinblicks wird in ein politisches Ränkespiel verwickelt als der Koalitionspoker nach der Bundestagswahl härter wird. Auch sie würde am Sonntag wählen. Aber im Gegensatz zu all denen, die in den letzten Wochen ihre politische Überzeugung herausposaunt hatten, hielt sie ihre geheim. Alles andere wäre auch beruflicher Selbstmord. Sie war Wirtin, und zu ihr kamen alle: die Schwarzen, die Roten, die Gelben, die Presseleute, die Chauffeure, die Sekretärinnen, die Taxifahrer. Ihr Rheinblick war die Bonner Schweiz oder das schweizerische Bonn. Hausmannskost und internationale Küche, Rheinwein und Kölsch, Ort geselliger Heiterkeit und deftigen Skats, vor allem aber: neutrales Gelände. Die Fäden der Handlung laufen alle im Rheinblick zusammen. Niemand kennt das Bonner Polittheater besser als Hilde Kessel, die legendäre Wirtin des Rheinblicks. Bei ihr treffen sich auch Hinterbänkler und Minister. Gleichzeitig kämpft in einer abgeschiedenen Klinik auf dem Venusberg die junge Logopädin Sonja Engel mit Willy Brandt um seine Stimme, die ihm noch in der Wahlnacht versagte. Doch auch sie gerät unter Druck. Verrat ist die gültige Währung. Beide Frauen sind erpressbar. Für Hilde steht ihre Existenz auf dem Spiel, Sonja will ihre kleine Schwester beschützen. Wie werden sie sich entscheiden? Das Buch lässt Raum zum Denken. Es ist eine Symbiose aus vielen Genres: Heimat- und Kriminalroman, Geschichtsbuch, aber auch die Darstellung von menschlichen Beziehungen, Sehnsüchten und Ängsten. Vor dem Hintergrund der jungen Bundesrepublik erzählt Brigitte Glaser eine spannende Geschichte, die auf wahren historischen Ereignissen beruht hinter diesem idyllischen Cover.... Beinahe heimlich, still und leise kriecht einem dieser literarische Thriller unter die Haut, bis man ihm restlos verfallen ist, bis zur letzten Seite, Intrigen und ein spannendes Stück Zeitgeschichte inklusive. Ein großartiges Buch mit einer Mischung aus Geschichte und Wissenswertem aus einer Epoche und zwischen Krimi und Zeitgeschehen! Fazit: Ganz prächtige Unterhaltung! Absolut lesenswert!
Bewertungsstern, voll Bewertungsstern, voll Bewertungsstern, voll Bewertungsstern, voll Lehrstunde - von Küchenqueen - 26.03.2019 zu Brigitte Glaser „Rheinblick“
Das Lokal "Rheinblick" ist der Treffpunkt vieler Politiker und deren Mitarbeiter in Bonn im November 1972. Die Wirtin Hilde Kessel steht wie ein Fels in der Brandung hinter der Theke. Sie hört so manches über die politischen Spielchen der Parteien, abreise verhält sich stets neutral. Darauf ist sie stolz. Nur einmal ist sie schwach geworden und hat etwas ausgeplaudert. Das hat sie bitter bereut. Zur gleichen Zeit ist der Bundeskanzler Willy Brandt angeschlagen. Er liegt in einer Bonner Klinik und versucht seine Stimme zu erhalten. Dabei kommt ihm die junge Logopädin Sonja so nahe wie kaum ein anderer Mensch. Sie bekommt hautnah mit, wie der Kanzler um seine schwindende Macht kämpft.  Zwei Frauen, die ein politisches Wissen mit sich herumtragen und es zu ihrem eigenen Wohl nicht nutzen werden.  Dieses Buch führt uns im November 1972 nach Bonn. Das ist eigentlich gar nicht so lange her und trotzdem hat man das Gefühl, sich in einer anderen Welt zu bewegen. Man geht zum telefonieren in eine Telefonzelle - unwillkürlich erwartet man, daß die Person sein Handy zückt. Die Damen tragen Knautschlackstiefel. Wann habe ich das Wort zum letzten Mal gehört? Es ist wirklich unheimlich, wieviel sich in den Jahren verändert hat, ohne daß wir es richtig bemerkt haben. Das soll jetzt nicht heißen, daß ich manchen Dingen hinterhertrauere. Auf die Spießigkeit dieser Zeit kann wohl jeder gut verzichten.  Das andere Thema ist die politische Zeit in der damaligen Bundeshauptstaft. Es werden aufstrebende Politiker vorgestellt, die wir alle später noch erleben sollten - Mal mehr, mal weniger ruhmreich. Intrigen werden gesponnen und Posten verschoben. Und das alles zu einer Zeit, als Bundeskanzler Willy Brandt in einer Bonner Klinik liegt und seine Stimme nicht benutzen darf. Der angeschlagene Kanzler hat keine Wahl. Er muß seinen Leuten vertrauen.  Das Buch ist eine Lehrstunde in Sachen Zeitgeschichte. Es beleuchtet auch die persönlichen Seiten der Machtmenschen, die Deutschland regiert haben. Es macht sie nicht immer sympathischer, aber gerade diese Ehrlichkeit überzeugt den Leser.
Bewertungsstern, voll Bewertungsstern, voll Bewertungsstern, voll Bewertungsstern, voll Trotz eines etwas schweren Einstiegs eine fesselnde Lektüre - von jiskett - 24.03.2019 zu Brigitte Glaser „Rheinblick“
Da mir schon Bühlerhöhe gut gefallen hatte, war ich sehr gespannt auf Rheinblick und vor allem darauf, wie Glaser die politische Situation im Bonn des Jahres 1972 schildern würde. Die Koalitionsverhandlungen spielen für die Geschichte eine entscheidende Rolle und die Autorin stellt das Ringen um Macht, das Potential für Intrigen und die Frage, wem ein Politiker vertrauen kann, facettenreich und sehr lebendig dar, sodass es leicht ist, trotz der großen Anzahl an erwähnten Personen den Überblick zu behalten - zumindest, nachdem man sich eingelesen hat. Zu Beginn hat es eine Weile gedauert, bevor die Erzählung mich richtig fesseln konnte; die Autorin stellt zunächst die wichtigsten Personen vor und dadurch bekommt man erst einmal kurze Einblicke in deren Leben. Dies war einerseits interessant, weil so schnell klar war, um wen und was es in dem Buch gehen würde, andererseits musste ich erst ein Gespür dafür bekommen, wer die Charaktere eigentlich sind. Die Handlung selbst hat mir gefallen. Die einzelnen Handlungsstränge wurden gut verknüpft und reale Vorkommnisse wurden sehr geschickt mit Fiktion verbunden. So ist beispielsweise der Rheinblick, ein Dreh- und Angelpunkt des Romans, nur erfunden, doch er fügt sich problemlos in die politische Szene Bonns ein, sodass man glauben kann, dass sich dort viele wichtige Politiker versammeln und miteinander austauschen. Die Wirtin, Hilde Kessel, war eine vielschichtige Figur mit Ecken und Kanten und ich fand gut, wie sie mit der komplizierten Situation umgeht, in der sie sich plötzlich wiederfindet. Auch die anderen Charaktere waren gut ausgearbeitet, allerdings muss ich sagen, dass ich nicht mit allen etwas anfangen konnte und ich einige sympathischer fand als andere, weshalb ich ihre Kapitel besonders gerne gelesen habe. Durch die häufigen Perspektivenwechsel war es aber möglich, ein komplexes, umfassendes Bild der Situation und der damaligen Zeit zu schaffen. Das Buch spielt in etwas mehr als zwei Wochen und in diesem Zeitraum passiert sehr viel, fast schon zu viel. Wie bereits erwähnt gibt es mehrere Handlungsstränge, die alle irgendwie in Verbindung stehen, doch neben der eigentlichen Geschichte gibt es noch unterschiedliche Nebenhandlungen, die alle mit einer gewissen Ausführlichkeit thematisiert werden. Dadurch wirkte Rheinblick teilweise ein wenig überladen, auch wenn ich die Schilderung immer gelungen und oftmals interessant, wenn nicht sogar spannend fand. Gerade das letzte Drittel war sehr fesselnd, da sich die Situation für einige Charaktere zugespitzt hat und die Protagonisten schwere Entscheidungen treffen mussten. Insgesamt würde ich das Buch mit 4 Sternen bewerten. Die Erzählung hat meiner Meinung nach ein paar Schwachstellen, doch alles in allem fand ich die Schilderung der komplexen politischen Situation sehr spannend und durch die sehr unterschiedlichen Figuren bekommt man als Leser vielfältige Einblicke, was mir gut gefallen hat.
Bewertungsstern, voll Bewertungsstern, voll Bewertungsstern, voll Bewertungsstern, voll Fiktion trifft auf wahre Geschichte - von forti - 20.03.2019 zu Brigitte Glaser „Rheinblick“
Brigitte Glaser verwebt in Rheinblick eine fiktive Geschichte mit den realen Ereignissen unmittelbar nach der Bundestagswahl 1972. Auf 415 eng bedruckten Textseiten erlebt der Leser aus vier recht unterschiedlichen Blickwinkeln zwei - nicht nur politisch - ereignisreiche Wochen in der damaligen Bundeshauptstadt Bonn. Es ist ehrlich gesagt keine sonderlich spannende Geschichte und auch das Konzept ungewöhnliche, starke Frauen in von Männern bestimmten Zeiten gab es schon so oft. Aber Brigitte Glaser gelingt es wie schon bei Bühlerhöhe , dennoch das ganze sowohl unterhaltsam als auch lehrreich aufzubereiten. Für mich war das Buch vor allem deshalb so lesenswert, weil es das politische und auch das alltägliche Bonn im Jahr 1972 anschaulich charakterisiert. Vor allem die beiden jungen Frauen Sonja und Lotti, aus deren Sicht man u.a. das Geschehen verfolgt, wuchsen mir ein Stück ans Herz. Mit den beiden anderen Hauptdarstellern Hilde und Max habe ich mich etwas schwerer getan, aber es ist ja auch nicht notwendig jeden Charakter zu mögen. Im Hintergrund schwebt immer wieder der zum Schweigen verdonnerte Bundeskanzler Willy Brandt, der auch aufgrund seiner Spachlosigkeit etwas blass bleibt. Ich finde, Brigitte Glaser hat hier aber ein gutes Maß gefunden - ganz schnell wäre das Buch sonst nämlich ein Roman über die reale Person Willy Brandt geworden anstatt über vier fiktive, mehr oder weniger durchschnittliche Bonner. Eine unterhaltsame Charakterstudie der Bundesrepublik im Jahre 1972 - da sehe ich großzügig über die etwas schwache Geschichte hinweg.
Bewertungsstern, voll Bewertungsstern, voll Bewertungsstern, voll Bewertungsstern, voll Bewertungsstern, voll Ein großer Roman - von Winfried Stanzick - 12.03.2019 zu Brigitte Glaser „Rheinblick“
In ihrem Roman "Bühlerhöhe" entführte Brigitte Glaser ihre Leser 2016 in das Deutschland der frühen fünfziger Jahre, in die Zeit der Debatten über die Wiederbewaffnung und der Wiedergutmachungszahlungen an Israel. Dem gelungenen Roman gelang eine sehr gute Mischung aus dem Porträt zweier starker Frauen und ihren Lebensgeschichten und - träumen und einer spannenden Handlung auf dem Hintergrund der innenpolitischen Debatten der frühen fünfziger Jahre in der BRD, die die meisten der heutigen Leser nicht selbst miterlebt haben. Wohl auch durch den Erfolg dieses Buches ermutigt, hat Brigitte Glaser für ihr neues Buch einen ähnlichen Plot gewählt. Und wieder sind zwei starke Frauen die Hauptfiguren. Es ist das Jahr 1972. Nachdem Rainer Barzel mit einem Misstrauensvotum gegen Bundeskanzler Willy Brandt gescheitert ist, wobei ein später aufgeklärter Bestechungsskandal eine wichtige Rolle spielte, hat Willy Brandt am 19.11. 1972 nach einem fulminanten und kräftezehrenden Wahlkampf ("Willy muss Kanzler bleiben") mit einem sensationellen Ergebnis für die SPD die Wahl gewonnen. Koalitionsgespräche mit der FDP stehen an. Doch Willy Brandt hat seine Stimme verloren und wird in einer Bonner Klinik an den Stimmbändern operiert. Für die nächsten beiden Wochen muss er in der Klinik bleiben und darf nicht sprechen. Die Logopädin Sonja Engel soll sich neben dem medizinischen Personal um seine Genesung kümmern. Gleichzeitig ist in der Bonner Traditionsgaststätte "Rheinblick" der Teufel los. Seit vielen Jahren schon ist die Wirtin Hilde Kessel dort der Mittelpunkt einer bunten Gästeschar aus Abgeordneten und Regierungsmitarbeitern. Sie kennt sie alle, und bewahrt über all das, was ihr zu Ohren kommt, Stillschweigen. Seit ihr Mann Arnold vor drei Jahren gestorben ist, führt sie die Gaststätte mit einem treuen Mitarbeiter alleine. Sonja, die stundenlang im Vorraum zu Brandts Zimmer auf ihre knapp bemessenen Übungszeiten mit dem Kanzler wartet, bekommt zwangsläufig mit, wie bei Brandt nicht nur sein Kanzleramtsminister Ehmke und sein Vertrauter Egon Bahr hektisch ein und aus gehen, weil sie ihn, letztlich vergeblich, versuchen, in die Koalitionsverhandlungen und in die Postenvergabe einzubinden. Hier hat sich Helmut Schmidt schon längst Vorteile verschafft, die den Anfang von Ende der Kanzlerschaft Brandts einläuten werden. Er wird sich von seinem Klinikaufenthalt politisch jedenfalls nie mehr wirklich erholen und bald schon Helmut Schmidt Platz machen müssen. In dem Roman gibt es neben der Klinik, in der Sonja arbeitet, zwei Zentren: zum einen den "Rheinblick" und Hilde Kessel mit ihrer verwickelten Geschichte und eine Wohngemeinschaft, in der Sonja mit anderen zusammenwohnt. Sonja ist mit einem SPD- Abgeordneten verwandt, der zusammen mit seinen Genossen nicht nur Stammgast bei Hilde Kessel ist, sondern auch in den politischen Auseinandersetzung nach der gewonnenen Wahl eine wichtige Rolle spielt. Auch der Taxifahrer und Student Max Dorando, Mitbewohner der WG, wird eine wichtige Rolle spielen, bekommt er doch in seinem Taxi Vorgänge mit, die zu tun haben mit dem Verschwinden eines Mädchens aus der Provinz, mit dem sich die in der WG vorübergehend untergekommene junge Journalistin Lotti aus Baden-Württemberg befasst. Sie wird während ihres Aufenthaltes in Bonn Wolfgang Schäuble interviewen, sich in Max verlieben und Wesentliches zur Aufklärung eines Verbrechens beitragen, das zunächst mit dem politischen Bonn in Verbindung gebracht wird und auch in Hilde Kessels Rheinblick Unruhe auslöst. Wer hat damit zu tun und wer war vor dem Misstrauensvotum in die Bestechungen verwickelt? Auch Hildes mühsam geheim gehaltene Vergangenheit kommt durch einen Abgeordneten wieder ans Tageslicht und gefährdet ihre Zukunft. Brigitte Glaser hat auf eine geniale Weise die Lebensgeschichten der handelnden Personen miteinander verwoben und daraus einen nicht nur spannenden Roman gemacht, sondern sie ermöglicht dem jüngeren Leser, der diese Zeit nicht persönlich erlebt hat, einen wichtigen Einblick in eine Zeit, die zentral war für die Geschichte der Bundesrepublik. Die gesamte Handlung umfasst nur den Zeitraum zwischen dem 18.11.1972 und dem 4.12.1972, eine Zeit, in dem politisch die Weichen für ein ganzes Jahrzehnt gestellt wurden. Brigitte Glaser zeigt sich erneut als eine großartige Erzählerin. Sie ist sehr geschickt darin, die einzelnen Geschichten zu verweben und ihre Charaktere beinahe beiläufig in die anderen Handlungsstränge treten zu lassen. Ein großer Roman.
Bewertungsstern, voll Bewertungsstern, voll Bewertungsstern, voll Rheinblick - von mars - 10.03.2019 zu Brigitte Glaser „Rheinblick“
Bundestagswahl im November 1972. Willy Brand hat die Wahlen in der Bundesrepublik gewonnen. Obwohl sich Hilde Kessel, die Betreiberin des Restaurants Rheinblick, durchaus für das politische Geschehen interessiert, darf sich das vor ihren Gästen nicht zeigen, denn bei ihr treffen sich alle, ob sie nun zu den Gewinnern oder zu den Verlierern zählen, egal, welche Partei. Doch Willy Brand hat seit dem Wahlabend ein schwerwiegendes Problem. Er hat keine Stimme mehr. Die junge Logopädin und Krankenschwester Sonja wird zur Verschwiegenheit verpflichtet und soll ihm wieder zu einer Stimme verhelfen. Ein Roman, in den ich mich wirklich einlesen musste, denn gerade die ständig wechselnden Perspektiven zu Beginn des Buches haben es mir schwer gemacht, zu sortieren, wer wohin gehört. Ein interessantes Panorama der Zeit, in das man sich erst einlesen muss.
Bewertungsstern, voll Bewertungsstern, voll Bewertungsstern, voll Bewertungsstern, voll Bewertungsstern, voll ein Stück Zeitgeschichte, großartig erzählt - von hiclaire - 07.03.2019 zu Brigitte Glaser „Rheinblick“
Lang ist`s her, dass das eher provinzielle Bonn pulsierender Mittelpunkt deutscher Politik gewesen ist. Für mich, die ich in dieser Zeit groß geworden bin, ein interessantes Thema und gleichzeitig eine Reise zurück in meine Jugend. Brigitte Glaser liefert jede Menge Zeit- und auch Lokalkolorit, schneidet eine Reihe von Themen an, die die Menschen damals (und zum Teil auch heute noch) bewegt haben. Wobei es ihr bestens gelingt, alles in einer fesselnden Mischung zu verbinden, ohne sich zu verzetteln. Tatsächlich hatte ich nie das Gefühl, dass etwas fehlt bzw. zu oberflächlich abgehandelt wurde. 1972 - zwei Wochen aus dem Leben von Menschen, die stellvertretend für ihre Zeit stehen, aber gleichzeitig auch irgendwie zeitlos wirken. Obwohl man sie nur durch wenige Tage begleitet, schafft es die Autorin, ihnen echte Tiefe zu verleihen, sie greifbar und authentisch wirken zu lassen. Da gibt es Hilde, Wirtin des titelgebenden Lokals Rheinblick, das gar nicht am Rhein liegt *g*, und in dem die Politprominenz ein- und ausgeht. "Neutrales Gelände" soll es sein, Hildes absolute Direktive. Und doch stellt sich heraus, dass auch sie ihren Prinzipien untreu geworden ist, sich in Ränke hat verwickeln lassen. Sei es aus Not oder aus Freundschaft - es belastet und bedrückt sie. Nach überstandenem Misstrauensvotum und den gewonnenen Wahlen hat Kanzler Willy Brandt Probleme mit seiner Stimme und muss sich einem Eingriff unterziehen. Hier kommt Sonja Engel ins Spiel, jung, hübsch und klug, die aufgrund der Erfahrungen in ihrem Elternhaus "immer mit dem schlimmsten rechnet". Sie ist Krankenschwester mit logopädischer Ausbildung und eine exzellente Beobachterin. Ihre Aufgabe ist es, den Kanzler nach der OP stimmtherapeutisch zu betreuen, eine zwar ehrenvolle und interessante, aber auch undankbare Angelegenheit Für Auflockerung und Leichtigkeit in der Geschichte sorgen der ebenso leichtlebige wie liebenswerte Max Dorando, ewig klammer, taxifahrender Student und Lotti, die eines Tages in die Bonner WG geschneit kommt. Lotti ist eine kleine und eher unscheinbare Nachwuchsreporterin aus der badischen Provinz, aber wunderbar erfrischend und lebenslustig, obwohl auch sie auf keine leichte Kindheit zurückblickt. Wie sie es hingekriegt hat, diese Reportage in Bonn zu ergattern - wow! In Sachen Selbstbewusstsein kann sich Sonja eine Scheibe bei ihr abschneiden, hab ich mir beim Lesen gedacht, und sie ist klug genug, das auch zu tun. Der politische Hintergrund nimmt nicht den größten Raum ein, ist aber durchaus wesentlicher Bestandteil. Bei den inner- und überparteilichen Rangeleien und Intrigen bleibt einem manchmal schier die Spucke weg, ganz wie heutzutage auch. Manche Dinge ändern sich einfach nicht *gg*. Besonders interessant, gerade für die älteren Leser, sind die Begegnungen mit vertrauten Namen, die teils inzwischen verstorben sind, aber teils auch heute noch eine Rolle spielen. Wie z.B. der junge Wolfgang Schäuble, hier ein aufgehender Stern am Polithimmel. In diesen ohnehin schon komplexen Plot knüpft die Autorin einen weiteren Handlungsfaden, das Rätsel um "Sally Bowls". Sonja kam in Kontakt zu ihr, als das junge Mädchen verletzt und verstört in der Klinik behandelt wurde. Was ist ihr zugestoßen, warum hat sie nicht gesprochen - und weshalb ist sie von dort geflohen. Das Schicksal dieses Mädchens scheint anfangs eher eine Nebenrolle zu spielen, gerät aber nie ganz aus dem Blickfeld. Wie Brigitte Glaser die Fäden rund um die Sache mit "Sally" zusammenlaufen lässt, finde ich unglaublich gut gemacht - überraschend, aber gleichzeitig stimmig und glaubwürdig. Ich könnte noch viel mehr über "Rheinblick" schreiben, weitere Details aufzählen, warum es mir so unglaublich gut gefallen hat, aber da ich lange und ausschweifende Rezensionen selbst nicht gern lese, war es das jetzt. Nur dass es auch eine herzerwärmende, ganz und gar zauberhafte kleine Liebesgeschichte gibt, darf auf keinen Fall unerwähnt bleiben. Ein großartiger Roman, erzählerisch und stilistisch erstklassig.
Bewertungsstern, voll Bewertungsstern, voll Bewertungsstern, voll Bewertungsstern, voll Bewertungsstern, voll Politische Intrigen - von leseratte1310 - 06.03.2019 zu Brigitte Glaser „Rheinblick“
Politiker aller Couleur kommen gerne zu Hilde Kessel ins Rheinblick. So erfährt sie eine ganze Menge Geheimnisse, hält sich aber mit ihrer eigenen politischen Meinung zurück. Willy Brandt wird 1972 bei der vorgezogenen Wahl wiedergewählt. Aber dann versagt seine Stimme und in der Klinik auf dem Venusberg versucht die junge Logopädin Sonja Engel Brandt zu helfen. Als es einen Untersuchungsausschuss geben soll, der die Aufgabe hat zu prüfen, ob Stimmen gekauft wurden, geraten die beiden Frauen in ein Ränkespiel der Politik. Beide könnten viel verlieren - wie werden sie sich entscheiden? Ich mag den Schreibstil der Autorin und das Thema hat mich gleich angesprochen. Die Perspektivwechsel sorgen dafür, dass man ein umfassendes Bild bekommt. Dazu gibt es einige Nebenschauplätze. Die Geschichte ist komplex und ich denke, dass das Buch einfacher zu lesen ist, wenn man die geschichtlichen Hintergründe kennt. Als Rheinländer habe ich viele der Örtlichkeiten vor Augen gehabt und auch eine Menge Personen waren gleich präsent, da ich die Zeit miterlebt habe. Die Charaktere sind sehr gut und authentisch dargestellt. Mit Hilde wurde ich zwar nicht so ganz warm, aber sie agiert sehr geschickt in ihrem Umfeld. Ihre Verschwiegenheit wird von den Gästen geschätzt. Sonja war mir sympathischer. Sie hatte es weder in der Familie leicht, noch in ihrem Job. Aber sie hat einen Traum, möchte eine eigene Praxis als Logopädin aufmachen. Auch die ehrgeizige Journalistin Lotti hat mir gut gefallen. Als ein junges Mädchen ermordet wird, gibt es zahlreiche Verdächtige, die sogar in Regierungskreisen zu finden sind. Die Bundesrepublik ist 1972 noch recht jung und die Hauptstadt hieß damals noch Bonn. Man wollte nach den Erfahrungen, die man gemacht hatte, einen besseren Staat aufbauen. Dabei läuft aber so manches nicht ganz rund. Aus Fiktivem und historisch Belegtem ist eine spannende Geschichte mit interessanten Persönlichkeiten geworden. Ich kann dieses Buch nur empfehlen.
Bewertungsstern, voll Bewertungsstern, voll Bewertungsstern, voll Bewertungsstern, voll Polittheater - von nati - 05.03.2019 zu Brigitte Glaser „Rheinblick“
Brigitte Glaser hat eine fiktive Geschichte geschrieben vor historischem Hintergrund, in dem zwei Frauen eine wichtige Rolle spielen. Das Buch beschreibt einen Zeitraum von gut 14 Tagen im November 1972, in dem Sieg und Niederlage dicht beieinander liegen. Willy Brandt fährt nach dem Misstrauensvotum das beste Wahlergebnis seit Bestehen der SPD ein. Bei Hilde Kessel, der Wirtin vom Rheinblick, treffen sich viele Gäste aus unterschiedlichen Parteien, deshalb hält sie ihre politische Überzeugung geheim, um ihre Gäste nicht vor den Kopf zu stoßen. Doch weshalb bereitet sich in ihr ein mulmiges Gefühl aus, als sie erfährt, dass ein Untersuchungsausschuss wegen angeblich gekaufter Stimmen gegründet wird? Sonja Engel, die SPD-Anhängerin, wartet sehnsüchtig auf eine Stelle als Logopädin, solange dies nicht geschieht, wird sie weiter als Krankenschwester arbeiten. Doch dann muss sich Willy Brandt nach den vielen Wahlkampfauftritten einer Stimmbandoperation unterziehen und Sonja gehört als Logopädin zum Betreuungsteam. Jeder hatte verwundbare Stellen und es galt diese zu verbergen. Mir gefällt der Schreibstil der Autorin und die Lesbarkeit des Buches gewinnt zusätzlich durch die kurzen Kapitel. Der Handlungsverlauf von 14 Tagen wird chronologisch dargeboten und flüssig erzählt. Durch die Perspektivwechsel wird Spannung aufgebaut. Das Buch beweist, dass Brigitte Glaser sehr gekonnt historische Ereignisse in ihrem Roman mit einfließen lässt, so dass vergangene Zeiten in Erinnerung zurückgebracht oder jüngeren Lesern der damalige Zeitgeist näher gebracht werden kann. Es herrschte eine Aufbruchsstimmung, die Studenten gingen auf die Straße und die Frauen versuchten sich zu emanzipieren. Für dieses Buch sollte man sich ein wenig Zeit nehmen und etwas Interesse an Politik haben. Zur Unterstützung gibt es am Ende des Buches noch ein Glossar. Ich fand es positiv, dass das Buch nicht in Folie eingeschweißt, sondern nur mit einem Papiersiegel versehen war. Ein atmosphärisches Lesevergnügen, das den Leser in die Ära der Siebziger zurückversetzt.
Bewertungsstern, voll Bewertungsstern, voll Bewertungsstern, voll Bewertungsstern, voll Der Zeitgeist der 70iger Jahre - von Gartenfee - 25.02.2019 zu Brigitte Glaser „Rheinblick“
Ein gelungener historischer Roman, der mir sehr gut gefallen hat, Anfang der 1970iger Jahre habe ich angefangen, mich für Politik zu interessieren und vieles, was dort im Roman beschrieben wird, Personen und politische Ereignisse, habe ich damals miterlebt, wurden in der Schule und in der Familie diskutiert und ich konnte mich sehr gut in die Zeit damals zurückversetzen. Die beiden Protagonistinnen, Hilde Kessel, Wirtin einer damals angesagten Gaststätte, bei der sich Politiker die Klinke in die Hand geben und Sonja Engel, die zusammen mit ihrem Chef darum kämpft, dass eine Stelle als Logopädin an der Klinik am Venusberg in Bonn eingerichtet wird und die ihre Bewährungsprobe als persönliche Logopädin von Willy Brandt erhält, dem nach der Wahlnacht die Stimme versagt sind realistisch und nachvollziehbar aufgebaut, man kann sich als Leser sehr gut in beide hineinversetzen und erlebt die Tage hautnah mit beiden zusammen. Beide Frauen stehen im Schatten der Macht, Hilde Kessel hat einen Ruf als verschwiegene Wirtin, Sonja Engel ist völlig unbedarft, was die politischen Verhältnisse angelangt, beide gehen auf unterschiedliche Weise damit um, beide sind loyal, doch der Druck von außen wächst. Auch die anderen Charaktere, wie der ewig "klamme" Student Max und die junge Journalistin Lotti, die so erfrischend anders ist, beleben den Roman geben Leichtigkeit und dann wird ein ermordetes junges Mädchen aufgefunden und eine Spur weist evtl. auch in Politikerkreise. In meinen Augen ist dieser Roman hervorragend recherchiert, die damaligen realen politischen Verhältnisse eingebettet in eine sehr flüssig und leicht lesbare fiktive Geschichte, die aber auch hätte so geschehen können. Im Anhang ist eine sehr aussagekräftige Literaturliste zu der Recherche und ein Glossar ergänzt das geschichtliche Wissen der damaligen Zeit. Ein spendender Rückblick in eine Zeit, die ich als Jugendliche als sehr spannend empfunden habe und die sich so ganz anders darstellt, als die Politik heute. Brigitte Glaser ist es gelungen die damalige Zeit authentisch darzustellen und hat darum eine fesselnde Story geschrieben, mir hat es gut gefallen.
Bewertungsstern, voll Bewertungsstern, voll Bewertungsstern, voll Bewertungsstern, voll Bewertungsstern, voll Das Bonner Polittheater Anfang der 70er Jahre - von Anonym - 24.02.2019 zu Brigitte Glaser „Rheinblick“
Mir hat dieser historische Roman besonders deshalb gut gefallen, weil seine Handlung in eine Zeit eingebettet ist, in die meine Kindheit und Jugend fiel und ich mich an viele Vorkommnisse und Personen aus eigener Anschauung erinnere - die beginnenden 70er Jahre des vorigen Jahrhunderts. Es ist eine Zeit des Aufbruchs und der erstmaligen Reformen in der jungen Bundesrepublik. Wer heute jung ist, erhält ein schönes Bild darüber, wie die vorangegangenen ein/zwei Generationen für ihre Ziele gekämpft haben. Willy Brandt wird als der Politiker, der Demokratie verkörpert, 1972 zum Bundeskanzler gewählt. Leider werden die Koalitionsverhandlungen zwischen seiner Partei und der FDP dadurch erschwert, dass er sich einer Stimmbandoperation unterziehen muss und zwei Wochen zum Schweigen verdonnert ist. Hinter seinem Rücken beginnen die eigenen Genossen, der eigenen Karriere willen um Posten zu schachern und scheuen nicht davor zurück, Intrigen zu spinnen und Gerüchte in die Welt zu setzen, in die sie auch Personen involvieren, die mit Politik gar nichts am Hut haben. Zu ihnen gehören die Wirtin Hilde Kessler, deren Gaststätte "Rheinblick" beliebter Treffpunkt der Bonner Politiker ist, und die Logopädin Sonja, deren Patient Brandt ist. Die beiden Frauen stehen vor der Gewissensfrage, loyal mit ihnen beruflich zur Kenntnis gelangtem Wissen umzugehen oder einen Vertrauensbruch zu begehen. Alles eine fiktive Geschichte, die aber durchaus real sein könnte. Die Autorin hat wirklich gut recherchiert über die politischen und sozialen Verhältnisse der in Bezug genommenen Zeit. Von den in die Geschichte eingebrachten Politikern, von denen viele inzwischen gestorben sind, zeichnet sie ein informatives Bild. Es bleibt zu hoffen, dass es so wie von ihr geschildert nicht auch heute auf der politischen Bühne Berlins zugeht. Spannung wird dadurch in die Geschichte gebracht, dass ein ungeklärter Mordfall an einem jungen Mädchen eine Rolle spielt, der bis in die Politikerkreise zu führen scheint.
Bewertungsstern, voll Bewertungsstern, voll Bewertungsstern, voll Bewertungsstern, voll Bewertungsstern, voll Eine beeindruckende Geschichte - von lesebiene - 24.02.2019 zu Brigitte Glaser „Rheinblick“
Meinung:  Rheinblick , ist ein weiteres großartiges Werk aus der Feder der deutschen Autorin Brigitte Glaser welches durch ihren herausragenden und anspruchsvollen Erzählstil besticht.  In diesem Roman spielt besonders die Welt um 1972 eine große und tragende Rolle, denn vor diesem beeindruckend geschilderten Setting, erzählt die Autorin, die Geschichte ihrer Charaktere die auf der Suche nach sich selbst sind, nach Erfolg, Liebe und dem einfach Glück und die dabei den Problemen des Lebens gegenüberstehen.  Mit einer klangvollen, fließenden und sensiblen poetischen Sprache, die für jedes liebevolle Detail platz findet, führt uns die Autorin in eine Welt, die sowohl authetisch, als auch emotional geschildert wird.  Dieses Buch scheint einfach nur die Geschichte von Menschen zu erzählen, doch dies macht es so authentisch, nahbar, und erschreckend real, dass man als Leser mitfiebert, manchmal das Buch aus der Hand legen muss, weil es so schockierend glaubhaft ist und es dennoch wie einen Thriller verschlingt, weil die Spannung und die Sorge um die Charaktere einen durch die Seiten treibt.  Es fällt mir sehr schwer den Charme und die Stärken dieses Buches zu beschreiben, manchmal wirkt diese Geschichte selbst wie ein großes klassisches Theaterstück, welches einen in eine ganz eigene Welt entführt!  Fazit:  Ein wahrlich beeindruckendes Buch!
Alle Rezensionen anzeigen Zur Rangliste der Rezensenten
Unsere Leistungen auf einen Klick
Unser Service für Sie
Zahlungsmethoden
Bequem, einfach und sicher mit eBook.de. mehr Infos akzeptierte Zahlungsarten: Überweisung, offene Rechnung,
Visa, Master Card, American Express, Paypal mehr Infos
Geprüfte Qualität
  • Schnelle Downloads
  • Datenschutz
  • Sichere Zahlung
  • SSL-Verschlüsselung
Servicehotline
+49 (0)40 4223 6096
Mo. - Fr. 8.00 - 20.00 Uhr
Sa. 10.00 - 18.00 Uhr
Chat
Ihre E-Mail-Adresse eintragen und kostenlos informiert werden:
1 Ihr Gutschein HERBST15 gilt bis einschließlich 02.11.2020. Sie können den Gutschein ausschließlich online einlösen unter www.eBook.de. Der Gutschein ist nicht gültig für gesetzlich preisgebundene Artikel (deutschsprachige Bücher und eBooks) sowie für preisgebundene Kalender, Tonieboxen, tolino eReader und tolino select. Der Gutschein ist nicht mit anderen Gutscheinen und Geschenkkarten kombinierbar. Eine Barauszahlung ist nicht möglich. Ein Weiterverkauf und der Handel des Gutscheincodes sind nicht gestattet.

2 Diese Artikel unterliegen nicht der Preisbindung, die Preisbindung dieser Artikel wurde aufgehoben oder der Preis wurde vom Verlag gesenkt. Die jeweils zutreffende Alternative wird Ihnen auf der Artikelseite dargestellt. Angaben zu Preissenkungen beziehen sich auf den vorherigen Preis.

4 Der gebundene Preis dieses Artikels wird nach Ablauf des auf der Artikelseite dargestellten Datums vom Verlag angehoben.

5 Der Preisvergleich bezieht sich auf die unverbindliche Preisempfehlung (UVP) des Herstellers.

6 Der gebundene Preis dieses Artikels wurde vom Verlag gesenkt. Angaben zu Preissenkungen beziehen sich auf den vorherigen Preis.

7 Die Preisbindung dieses Artikels wurde aufgehoben. Angaben zu Preissenkungen beziehen sich auf den vorherigen Preis.

* Alle Preise verstehen sich inkl. der gesetzlichen MwSt. Informationen über den Versand und anfallende Versandkosten finden Sie hier.

eBook.de - Meine Bücher immer dabei
eBook.de ist eine Marke der Hugendubel Digital GmbH & Co. KG
Folgen Sie uns unter: