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Als wir im Regen tanzten

Roman. Empfohlen von 16 bis 99 Jahren. 1. Aufl. 2019.
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Produktdetails

Titel: Als wir im Regen tanzten
Autor/en: Michaela Saalfeld

ISBN: 3404178432
EAN: 9783404178438
Roman.
Empfohlen von 16 bis 99 Jahren.
1. Aufl. 2019.
Lübbe

1. August 2019 - kartoniert - 462 Seiten

1928. Berlin pulsiert, gilt als Stadt der unbegrenzten Möglichkeiten. Die Schauspielerin Recha und der Regisseur Willi zur Nieden sind das Traumpaar der Metropole und ihrer blühenden Filmwelt. Hinter der Fassade bröckelt es jedoch. Die Nationalsozialisten gewinnen immer mehr an Zustimmung, auch durch die Filme der vom Großindustriellen Hugenberg übernommenen UFA. Als Jüdin ist Recha unmittelbar betroffen. Willi jedoch verschließt die Augen, und das einstige Traumpaar entfremdet sich. Werden die beiden trotz allem neu zueinander finden - oder verlieren sie einander, während die Welt um sie herum ins Wanken gerät?

Liebe und Hoffnung, Mut und Verzweiflung - der große Berlin-Roman zur Weimarer Republik
Als Autorin und Historikerin hat sich Michaela Saalfeld ganz der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts verschrieben. Sie debütierte im Sommer 2018 mit ihrem Roman über die Anfänge der ersten deutschen Demokratie, Was wir zu hoffen wagten. Michaela Saalfeld lebt mit ihrer Familie in Berlin, wo auch die Haupthandlung ihrer Romane angesiedelt ist.


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Bewertungsstern, voll Bewertungsstern, voll Bewertungsstern, voll Als wir im Regen tanzten (Befriedigend) - von Heinz Peter Br - 25.08.2019 zu Michaela Saalfeld „Als wir im Regen tanzten“
Die Story von "Als wir im Regen tanzten" wird in insgesamt 4 Teilen erzählt, die nochmals in insgesamt 28 Kapitel unterteilt sind. Zu Beginn eines neuen Teils gibt es immer ein Zitat von Kurt Tucholsky. Dieses Zitat ist dabei immer passend zu dem, was in dem jeweiligen Abschnitt passiert. Das Buch spielt zeitlich zwischen den beiden Weltkriegen. Diese Situation wird von Autorin Michaela Saalfeld auch aufgegriffen und gut wiedergegeben. Auf der einen Seite spürt man die Folgen, die der 1. Weltkrieg verursacht hat, auf der anderen Seite, lauert aber auch schon das Schicksal, welches zum 2. Weltkrieg führen wird. Hier wird deutlich, dass die Autorin gleichzeitig auch Historikerin ist, was sich in den Erzählungen der politischen Situation sicherlich von Vorteil ist. Neben den Erwähnungen der politischen Situation innerhalb des Geschehen, wird diese auch an dem Verhalten der Charaktere sichtbar. Hier ist allen voran die Protagonistin Recha zu nennen. Angst und Abscheu zeigt sie offen und spricht sie an, was nicht sonderlich verwundert, schließlich ist Recha Jüdin. Die zeitliche Abfolge der Story hingegen, ist nur schwer zu erkennen. Zwar gibt es immer mal wieder Angaben des Monats oder aber der Jahreszeit, allerdings war es trotzdem schwer für mich, der Geschichte zeitlich zu folgen. Dies könnte allerdings auch daran gelegen haben, dass "Als wir im Regen tanzten" über weite Teile, wirklich zäh zu lesen war und ich mich sehr tat, das Buch nicht einfach aus der Hand zu legen. Auch die Tatsache, dass die Autorin in ihrem Buch zwei Handlungsstränge erzählt, wirkt sich nicht wirklich positiv auf das Buch aus. Man fragt sich immer wieder, was die beiden Stränge gemein haben und wie sie wohl zueinanderfinden werden. Hier hätte ich mir gewünscht, den Fokus mehr auf Recha und Willi zu legen, auch wenn das Buch dadurch sicherlich kürzer ausgefallen wäre. Zum Ende hin, findet die Story noch ein versöhnliches Ende. War die Story anfangs schon toll und glücklich, gab es ja im Verlauf der Story eine deutliche Wandlung bei allen Charakteren. Zum Ende allerdings, findet die Story wieder zu ihrem Ursprung zurück, was mich persönlich auch versöhnlich gestimmt hat. Das Nachwort blieb mir positiv in Erinnerung (als eine von wenigen Stellen des Buches) und bildet einen tollen Abschluss für das Buch. Ebenfalls positiv zu nennen, ist das vorhandene Glossar am Ende des Buches. Zwar gab es für mich kaum unverständliche Worte, allerdings kann es bei einem Buch, aus einer anderen Epoche durchaus vorkommen, dass man nicht jedes Wort versteht. Cover: Das Cover von "Als wir im Regen tanzten" zeigt im Hintergrund, dass Konzerthaus von Berlin (damals noch Schauspielhaus). Im Vordergrund steht eine Frau, die sich zum Konzerthaus umdreht. Hierbei kann es sich um die Protagonistin des Buches handeln. Die ganze Szene, passt gut zum Buch und spiegelt die Epoche, in der die Story spielt, wieder. Der Titel des Buches, steht direkt unter dem Namen der Autorin. Hier fällt mir auf, dass der Name größer gedruckt ist, als der Titel selbst. Mir persönlich gefällt diese Gestaltung nicht so sonderlich, da ich es mag, wenn der Titel eines Buches ins Auge sticht. Insgesamt ist das Cover von "Als wir im Regen tanzten" passend und stimmig zum Buch gewählt. Titel und Autor hätten anders arrangiert werden können, fällt aber kaum ins Gewicht. Fazit: Der Klappentext von "Als wir im Regen tanzten" hatte mein Interesse geweckt. Allerdings konnte dieses Interesse beim Lesen des Buches nicht aufrecht gehalten werden. An einigen Stellen kann das Buch zwar punkten und es macht sogar Spaß zu lesen, allerdings vergeht das oftmals wieder genau so schnell, wie es gekommen ist. Mir war es über weite Strecken einfach zu zäh und auch der zweite Handlungsstrang hätte nicht sein müssen. Mich konnte das Buch am Ende nicht 100 % überzeugen, weshalb "Als wir im Regen tanzten" von mir solide 3/5 Sterne bekommt.
Bewertungsstern, voll Bewertungsstern, voll Bewertungsstern, voll Geplatzte Lebensträume und Hoffnung auf bessere Zeiten - von Siglinde Haas - 18.08.2019 zu Michaela Saalfeld „Als wir im Regen tanzten“
Berlin im Jahr 1928. Recha, Jüdin und einst gefeierter Stummfilmstar, bekommt die ersten Auswirkungen des Erstarkens der NSDAP zu spüren. Sie bekommt keine guten Filmrollen mehr und muss sich die Anzüglichkeiten des strammen Nazis und Schauspielerkollegen Gernot gefallen lassen. Auch das neue Medium Tonfilm bedroht ihre Karriere. Ihr Mann Willi, einst gefeierter Regisseur, versucht alles ,den Erfolg seines allersten Filmes zu wiederholen. Jeder der beiden Eheleute ist gefangen in seinen eigenen Problemen und vergisst darüber den anderen.. Dies führt zu einer zunehmenden Entfremdung. Parallel dazu erzählt die Autorin die Geschehnisse rundum die Rechtsanwältin Felice , Rechas Schwägerin und Willis Schwester und ihrer Familie. Felice und ihr Mann haben die beiden Mädchen von Felices Schwester Ille bei sich aufgenommen, als diese ins Gefängnis musste. Ille möchte die Kinder wieder zurück haben. Ein erbitterter Kampf entbrennt. Das vorliegende Buch ist der 2. Band um die beiden Ehepaare. Vielleicht würde ich etwas anders urteilen, wenn ich den 1. Band kennen würde. So waren Hinweise auf die vergangenen Ereignisse nicht immer hilfreich. So war es mit den häufigen Erwähnungen des ersten und so überaus erfolgreichen Film von Willi. Es wiederholte sich ständig, was mir dann Zuviel wurde und mich regelrecht geärgert hat. Die im Buch geschilderten Ereignisse sind zum Teil sehr dramatisch, wirken aber allzu gewollt und haben einige Ungereimtheiten. Das führte dazu, dass ich mit den handelnden Personen nicht richtig warm wurde. Jedes Mal, wenn ich etwas Mitgefühl empfunden habe, habe ich mich kurz darauf über eine für mich nicht logische Handlung geärgert. Was ich aber schmerzlich vermisst habe, ist die Thematisierung der politischen Verhältnisse und deren stärkere Einbindung in die Handlung. Gelegentlich klingt es an, bleibt aber sehr oberflächlich. Über den Schluss habe ich mich dann geärgert, weil er für mich zu sehr Heile Welt war. So hat der Roman für mich Licht, aber auch einiges an Schatten. Er war leicht und streckenweise unterhaltsam zu lesen, konnte aber meine in ihn gesetzten Erwartungen nicht zu meiner Zufriedenheit erfüllen.
Bewertungsstern, voll Bewertungsstern, voll Bewertungsstern, voll Erwartungen nicht erfüllt - von buecherwurm_01 - 14.08.2019 zu Michaela Saalfeld „Als wir im Regen tanzten“
Mir war im Vorfeld nicht bekannt, dass es bereits einen ersten Band gibt. Diese Tatsache erklärt allerdings einige Rückblicke, die notwendig sind, um dieses Buch ohne das Vorherige zu verstehen. Ich habe erwartet, dass die geschichtlichen Aspekte eine wichtige Rolle spielen, aber leider kommen sie viel zu kurz. Der Anfang des Buches ist sehr langatmig. Zwei Frauenfiguren werden sehr unterschiedlich dargestellt, eine für die damalige Zeit moderne Frau mit viel Selbstbewusstsein und die laut Klappentext als Hauptdarstellerin anmutende Schauspielerin. Zweitere kommt anfänglich meines Erachtens etwas zu kurz. Ihre Entwicklung geht leider nur langsam voran. Die geschichtlichen Aspekte gehen mir nicht tief genug. Vieles ist leider nur angedeutet. Dabei hätte die Weimarer Republik doch einigen Zündstoff geboten. Ebenso eine jüdische Hauptdarstellerin hätte Potential und eine Grundlage für eine anspruchsvolle Geschichte geboten. Der Erzählstrang rund um Felice und ihre Familie wirkt sehr konstruiert. Die Entwicklung ist nicht sehr logisch, ebenso das Ende. Schade, dass dieser Part einen so großen Raum in diesem Buch eingenommen hat. Im letzten Drittel nimmt die Geschichte etwas Fahrt auf. Es passieren viele Dinge gleichzeitig, so dass es zeitweise schwierig wird, ihnen zu folgen. Leider fehlt in einigen Bereichen auch hier die Logik, manchmal fehlen vorbereitende Erklärungen, so dass ein Zusammenhang fehlt. Dies passt nicht zum Thema "der große Berlin-Roman zur Weimarer Republik". Die Inhaltsangabe fand ich etwas irreführend, da die dort vorgestellten Hauptpersonen nicht so oft im Laufe der Erzählung vorkommen. Gut gefallen hat mir, dass der Buchtitel "Als wir im Regen tanzten" immer wieder in unterschiedlichen Situationen aufgenommen wurde. Letztendlich bin ich aber von diesem Buch enttäuscht.
Bewertungsstern, voll Bewertungsstern, voll enttäuschend, da hohe Erwartungen nicht erfüllt wurden - von Gudrun - 14.08.2019 zu Michaela Saalfeld „Als wir im Regen tanzten“
Das Cover hat mich gleich fasziniert. Es hat mich beim ersten Blick an den ersten Band erinnert und da ich davon begeistert war, war ich hier gleich Feuer und Flamme. Die Szenerie, die das Cover aufgrund der Farbgebung und der Abbildungen widerspiegelt, lässt einen in die damalige Zeit eintauchen. Leider muss ich jedoch sagen, dass sich die Erwartung, die ich aufgrund des ersten Bandes und des Covers hatte, nicht erfüllt hat. Das hat sich bereits im Schreibstil gezeigt. Ich dachte zuerst, dass ich vielleicht etwas Einlesezeit benötige, um wieder ins Geschehen eintauchen zu können. Nach längerer Einlesephase hatte ich dann auch stellenweise das Gefühl, dass ich an den Vorgängerband anknüpfen kann, aber, diese Phasen haben sich leider immer wieder verloren. Hier war mir der Stil dann doch etwas zu lapidar. Die interessanten geschichtlichen Aspekte wurden nur leicht angekratzt und nicht gut in die Fiktion verknüpft. Die fiktive Geschichte hat jedoch langatmige Aspekte geliefert, die mich dann eher an Seitenfüller erinnert haben. Bei den Charakteren ist es mir ähnlich ergangen. Hier konnte ich zwar hin und wieder Zugang finden, jedoch auf das Große und Ganze gesehen, habe ich immer wieder den roten Faden verloren. Mein Fazit: enttäuschend, da hohe Erwartungen nicht erfüllt wurden
Bewertungsstern, voll Bewertungsstern, voll Bewertungsstern, voll Eine schwierige Zeit - von milkysilvermoon - 14.08.2019 zu Michaela Saalfeld „Als wir im Regen tanzten“
Berlin im Jahr 1928: Recha und Willi zur Nieden gelten als Traumpaar der Metropole und deren blühender Filmwelt. Doch hinter der Fassade bröckelt es bei der Schauspielerin und dem Regisseur. Die Zustimmung für die Nationalsozialisten wächst stetig in der Stadt. Als Jüdin ist Recha unmittelbar vom Antisemitismus betroffen. Willi verschließt jedoch die Augen davor. Das Paar entfremdet sich zusehends. Werden die beiden neu zueinander finden oder verlieren sie einander? Felice, Willis Schwester, hat sich als Anwältin in einer Männerdomäne durchgesetzt. Nun ist sie Mehrfachmutter und steht vor schwierigen Entscheidungen. "Als wir im Regen tanzten" von Michaela Saalfeld ist der zweite Band um die Geschwister der Familie zur Nieden und die Fortsetzung von "Was wir zu hoffen wagten". Meine Meinung: Der Roman beginnt mit einem Vorspann, der im Jahr 1919 spielt und an den sich drei Teile anschließen. Untergliedert sind diese in 28 Kapitel. Die Haupthandlung umfasst die Jahre 1928 und 1929. Die Erzählperspektive wechselt. Der Aufbau des Romans funktioniert gut. Der Schreibstil ist leicht verständlich, anschaulich und bildhaft. Teils recht ausschweifende Beschreibungen verlangsamen jedoch den Lesefluss. Nach "Was wir zu hoffen wagten" fiel mir der Einstieg in die Geschichte nicht schwer. Mehrere kurze Zusammenfassungen machen es allerdings möglich, den Inhalt auch ohne die Kenntnisse aus Band 1 zu verstehen. Viele bereits bekannte Charaktere tauchen im zweiten Band auf. Ich habe mich gefreut, Neues von Recha, Willi, Felice, Quintus und Co. zu lesen. Nicht alle der Hauptprotagonisten sind mir in gleicher Weise sympathisch. Aber sie werden als Menschen mit Ecken und Kanten beschrieben, werden vielschichtig dargestellt und wirken authentisch. Interessant finde ich auch einige der Nebenfiguren. Die Handlung ist schlüssig und nachvollziehbar, aber trotz mehrerer Wendungen auch recht ereignisarm. An einigen Stellen ergibt sich der Eindruck, dass die Geschichte ein wenig auf der Stelle tritt. Vor allem im Mittelteil ist der rund 450 Seiten umfassende Roman recht langatmig. Darüber hinaus ging mir das Geschehen dieses Mal nicht besonders nahe, obwohl mir die Grundidee des Romans durchaus gefällt und es zum Ende der 1920er-Jahre einige Themen gab, die Potenzial für eine berührende Geschichte hätten. Auf unterhaltsame Weise lässt sich jedoch viel über das tatsächliche Leben in dieser Zeit erfahren, denn der Roman bietet tiefe Einblicke in die damaligen Umstände und Begebenheiten, was ihn zu einer lehrreichen Lektüre macht. Auf gelungene Weise werden in der Geschichte Fakten und Fiktion miteinander verwoben. Immer wieder werden die sehr fundierte Recherche und die umfassenden Geschichtskenntnisse der Autorin deutlich. Diese belegt auch das interessante Nachwort, das über die historischen Hintergründe des Romans informiert. Ein Pluspunkt: Für alle, die sich mit dieser Zeit noch nicht so intensiv befasst haben, ist das Glossar mit wichtigen Begriffen jener Jahre ein hilfreiches Extra. Das Cover ist wieder optisch sehr gelungen. Es passt - wie schon der erste Band - sehr gut zum Genre und zum Inhalt des Romans. Der Titel ist ebenfalls wieder treffend gewählt. Mein Fazit: "Als wir im Regen tanzten" von Michaela Saalfeld ist ein historischer Roman, der meinen Erwartungen nicht ganz gerecht werden konnte. Im Vergleich zum ersten Band fällt die Fortsetzung deutlich ab und hat mich daher enttäuscht. Falls noch ein weiterer Folgeband erscheint, würde ich diesem jedoch wahrscheinlich ebenfalls eine Chance geben, da mir der erste Roman um die Geschwister der Familie zur Nieden gut gefallen hat.
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