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Auf dem Land

Von Ackerbau, Vieh und Menschenhand. Empfohlen von 12 bis…
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Produktdetails

Titel: Auf dem Land
Autor/en: Tom Krausz

ISBN: 3961118523
EAN: 9783961118526
Von Ackerbau, Vieh und Menschenhand.
Empfohlen von 12 bis 90 Jahren.
Erstauflage.
Herausgegeben von Tom Krausz, edition tkvisuell
NOVA MD

1. Dezember 2018 - gebunden - 184 Seiten

Industrialisierung, Massentierhaltung, Gentechnik haben das archaische Bearbeiten des Ackers und die Nutztierhaltung verändert. In immer größerem Maße ist das Bedürfnis der Menschen nach gesunder biologischer Landwirtschaft festzustellen und vor allem auch eine Wertschätzung klassischer Arbeitsweisen. Gerade in den letzten Jahren, auch bedingt durch die bio-ökologische Bewegung, haben sich weltweit landwirtschaftliche Initiativen gebildet, die ihre Landarbeit wieder im klassischen Sinne und mit traditionellen Arbeitsgeräten betreiben.
Das "Beackern" des Feldes mit Arbeitspferden oder sogar Ochsen, an die Feldränder geführte Ziegenherden, freilaufende Gänse, Enten, Hühner und Milchvieh in tiergerechten Lebensbedingungen sind die Erkennungszeichen dieser neuen, alten Landwirtschaft. Allerdings werden moderne Arbeitsgeräte nicht grundsätzlich verweigert, da diese Bewegung nichts mit den Lebens- und Arbeitsbedingungen z.B. der Amish-People oder der Mennoniten zu tun hat. Pure Romantik hat in der wirtschaftlichen Landwirtschaft wenig Platz und es ist auch Sinn des Buches, diese zu propagieren.

Immer wieder werden Menschen porträtiert, die diese Landarbeit, gern auch wieder mit Arbeitspferden, betreiben. Es sind unterschiedliche Landwirte und Bauern, die sich äußern zu ihrer Arbeit und oftmals Einblicke gewähren in ureigene Arbeitswelten.

Fotografiert wurde im deutschsprachigen Raum, auch in Österreich und der Schweiz.

Einleitungstext von Martin von Mackensen, Dottenfelder Hof. Textbeiträge in Form von acht Hof- bzw. Bauernporträts zu ihrer landwirtschaftlichen Arbeit in Ackerbau und Viehzucht, geben Einblicke in kausale Themen wie Getreidesorten, Viehzucht verschiedener Tiere, Feldarbeit, Beschaffenheit der Äcker und Arbeitsgeräte, Arbeiten in den Bergen oder an der See u.a. auf der Insel Pellworm.

Das Buch ist ein Plädoyer für wiederentdecktes natürliches Arbeiten in der Landwirtschaft. Und eine Wertschätzung traditioneller Arbeitsweisen, die heute großen Einfluss auf ökologischen Anbau und Grundversorgung sein können.

184 Seiten, 221 Abbildungen, ungestrichenes Papier 130 g/m2, Schwarz-Weiß-Fotografie, hochwertiger Druck, Leinenbindung mit Schutzumschlag.
Landwirtschaft und Perspektiven in der Zukunft
Martin von Mackensen

Martin von Mackensen beschäftigt sich seit Jahrzehnten mit den Themen Ackerbau und wie Tiere gehalten werden. Er arbeitete praktisch auf verschiedenen landwirtschaftlichen Höfen, insbesondere in der Milchwirtschaft. Mittlerweile ist er zuständig für die Landbauschule auf dem Dottenfelderhof in Bad Vilbel bei Frankfurt am Main, einer Fachschule für biodynamischen Landbau. Landwirtschaft als Organismus zu sehen, lässt Martin von Mackensen für ein Umdenken plädieren.

Es geht um die Balance von Qualität und Ertrag. Das gilt speziell für die Qualität der Nahrungsmittel. Ob die Pflanze in einer Hydrokultur steht und die Nährlösung in Wasser gelöst aufnimmt oder ob sie in einem fruchtbaren Boden steht und sich, je nach Standort und Jahreszeit, ihr Wachstum selbst erschließen muss, ist ein großer Unterschied. Den schmeckt man natürlich auch da der Geschmack der meisten Kulturpflanzen, die auf Masse gezüchtet sind, entsprechend schwach ist. Im Weinbau, wo der Geschmack die entscheidende Rolle spielt, gibt es eine breite Entwicklung hin zu Öko- und speziell biologisch-dynamischen Anbau.
Auf der anderen Seite ist genauso wichtig: Welcher Art des Anbaus entstammen diese Lebensmittel? Denn das bedeutet: Wie soll unsere Landwirtschaft in Zukunft aussehen? Wollen wir eine Agrarsteppe mit Monokultur? In so einer Umwelt können wir die Qualität unserer Böden nicht erhalten, können wir das Grundwasser nicht schützen und auch nicht die Vielfalt unserer Pflanzen- und Tierwelt.
Wie wir heute mit dem Boden umgehen, ist oft erst in einigen Jahrzehnten sichtbar und wirkt im Boden und auch im Grundwasser. Herbizide und hochgiftige Substanzen werden mit der Zeit zu einem Problem im Grundwasser, obwohl sie schon Jahre nicht mehr gespritzt werden. So ist es immer: diese Mittel durchlaufen Tests, werden zugelassen und spätestens nach 20 Jahren merkt man: es passiert noch etwas unerwartetes mit den Pflanzen, mit den Insekten, was dann zu einem großen Problem wird ( wie z.B. das aktuelle Bienensterben).
Wir sollten dringend überlegen: Was ist eigentlich Boden? Im Hochgebirge kann man sich das wunderbar anschauen, wie die ersten Pflänzchen in Geröll stehen und sich um ihre Wurzeln ein bisschen Erde bildet. Dann bleibt da etwas mehr hängen, und so geht es immer weiter. Boden ist ein lebendiges Archiv und ist Entwicklung! Eine Schlüsselaufgabe des ökologischen Landbaus ist es, die Bodenfruchtbarkeit zu erhalten und zu steigern; dabei spielen Fruchtfolge, Saatenauswahl und Wiederkäuer, das heißt Rinder, Ziegen und Schafe, eine entscheidende Rolle.
Die Neuzeit in der Landwirtschaft fing im 18. Jahrhundert an, indem Klee in die Fruchtfolge integriert wurde (statt das Land eine Zeit lang brach liegen zu lassen). Mit dem Anbau von Klee konnte man mehr Kühe halten und mit deren Mist, dem wertvollsten natürlichen Dünger, wiederum den Acker düngen. Landwirtschaft ist immer das Zusammenspiel von Viehhaltung und Pflanzenbau, von Tieren, Wiesen, Hecken, Bienen, Wasser. Es ist ein lebendiger Organismus, den wir in biologisch-dynamischen Betrieben durch die Art, wie wir diese bewirtschaften, aufrechterhalten. Dagegen hat eine Spezialisierung der Landwirtschaft, wie sie heute verbreitet ist, in Form von einseitigen Saatfolgen, Monokultur und massenhafter Viehhaltung entsprechende Konsequenzen: Der Boden laugt aus, der Mist ist kein Dünger mehr, sondern Schadstoff und muss aufwendig entsorgt werden oder belastet in einigen Regionen bereits das Grundwasser.
Ich kann jeden Menschen, der kein Fleisch mehr essen möchte, verstehen. Wir haben derzeit zudem nicht so viel Fleisch, welches wir in der biologischen Landwirtschaft erzeugen, um den gesamten Bedarf zu decken. Die Viehhaltung ist in einem ausgewogenen Kreislauf ganz entscheidend für die Bodenfruchtbarkeit, nebenbei ist die Milchwirtschaft eine sehr wichtige Einnahme für unzählige Bauern. Zumindest für unsere Kinder brauchen wir Milch, und viele von uns genießen Käse, der zu den Grundnahrungsmitteln gehört. Das alles können wir verantwortbar und nachhaltig erzeugen und bei entsprechender Förderung und Verbraucherinteresse noch ausbauen ohne Soja aus Übersee. Die Kuh wird in den biologisch-dynamischen Höfen hauptsächlich nicht mit Getreide, sondern mit dem sogenannten Grundfutter gefüttert, dem, was sie verdauen kann und wir nicht: Klee, Luzerne, Gras und Kräuter. Etwa 40 % der Flächen in Deutschland sind Grünland. Die Wiese ist die Mutter des Ackerlandes, die Kuh ist das Bindeglied. Die Welternährung wird nicht auf mitteleuropäischen Äckern entschieden. Sie entscheidet sich genau in den Regionen, in denen es besonders schwierige Anbau- und Lebensbedingungen gibt seien es Dürren, Trockenheit oder Starkregen mit Überflutungen. Das alles sind Bedingungen, in denen eine kleinbäuerliche, arbeitsintensive Landwirtschaft die einzige Rettung ist.
Und die ist per se Bio. Gerade der konventionelle Landbau funktioniert in der sogenannten dritten Welt oft nicht, da auf lange Sicht unter den Bedingungen dort nicht mehr Erträge erwirtschaftet werden, weil es entweder an Wasser mangelt oder weil es ganz dünne kaum fruchtbare Böden gibt. Da nützen uns Insektizide und Herbizide nichts. Aber man kann beispielsweise durch Baumpflanzungen und Gemüseanbau den Boden grundlegend verbessern. Dafür gibt es viele gute Beispiele in Afrika und Südamerika.
Wir haben genügend Lebensmittel es ist nur ein Verteilungsproblem!
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