Eigentlich stehe ich selbst Schullektüren sehr offen gegenüber und auch der grobe Inhalt des Romans reizte mich. Über Mexikaner, die ihr Glück in Amerika suchen, war ich bereit eine Präsentation zu halten. Als ich dieses Buch jedoch begann, kamen mir 5 Seiten vor als wären sie 50 Seiten lang. Der Roman zieht sich so in die Länge, dass ich irgendwann aufhörte zu lesen und auch meine Referatsgruppe (etwa 8 Leute groß) gab es auf. Das Buch ist recht vorhersehbar (außer das Ende vielleicht, aber so weit schafft man es leider nicht), der Schreibstil zum Einschlafen und jedes Kapitel schreit förmlich danach einen Aufsatz mit ernstem und sozialkritischem Inhalt zu schreiben. Ich glaube, das Schreiben einer Schullektüre war auch das Ziel des Schriftstellers.
Na ja. Wir haben eine richtig gute Punktzahl für unser Referat bekommen, indem wir unsere Lesefetzen kombinierten und im Internet nach Zusammenfassungen stöberten (dafür war der Roman also noch gut). Wer ein bisschen Interesse an der Geschichte hat, sollte das auch tun und einfach eine Inhaltsangabe im Internet lesen (dann erfährt man auch das Ende, das äußerlich ganz interessant wirkt). Ist billiger und man verpasst nichts, denn selbst die Vergewaltigungsszene hat in mir nur das Gefühl von Langeweile geweckt. Ja, das Buch ist so schlecht, dass man das Schicksal der Beteiligten, das eigentlich wirklich erschreckend ist, glatt vergisst! Statt sich mit dem Thema auseinander setzen zu können, denkt man nach ein paar Seiten nur noch an die Uhr und fragt sich, warum der Zeiger sich so langsam bewegt. Wenn man sich zu Tode langweilen kann, dann vielleicht mit diesem Buch! Absolut nicht zu empfehlen!!!!