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Dunkelsommer

Der Nr. 1-Bestseller aus Schweden - Roman. Originaltitel:…
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Produktdetails

Titel: Dunkelsommer
Autor/en: Stina Jackson

ISBN: 3442205786
EAN: 9783442205783
Der Nr. 1-Bestseller aus Schweden - Roman.
Originaltitel: Silvervägen.
Deutsche Erstausgabe.
Übersetzt von Kerstin Schöps
Goldmann TB

22. Juli 2019 - kartoniert - 352 Seiten

Ausgezeichnet als bester skandinavischer Spannungsroman

Drei Jahre ist es her, dass Lelles Tochter in einem abgelegenen Teil Nordschwedens spurlos verschwand. Seither fährt er jeden Sommer im düsteren Licht der Mitternachtssonne die Straße ab, an der Lina zuletzt gesehen wurde. Nacht für Nacht sucht er verzweifelt nach seiner Tochter, nach sich selbst und nach Erlösung. Dann kommt eines Tages die siebzehnjährige Meja in der Hoffnung auf einen Neuanfang in Norrland an. Doch als sich die Dunkelheit des aufkommenden Herbstes über das Land legt, verschwindet ein weiteres Mädchen. Und Lelles und Mejas Leben werden durch dramatische Ereignisse miteinander verbunden, die sie nie wieder loslassen werden.

Stina Jackson stammt aus Skellefteå in Nordschweden. Vor mehr als einem Jahrzehnt zog sie nach Denver, Colorado. Hier schrieb sie auch ihren Debütroman »Dunkelsommer», mit dem sie sich sofort als aufstrebender neuer Stern am Himmel der nordischen Spannung etablierte.
"Wie gern liest man vom Furchtbaren, wenn es so fantastisch erzählt wird wie hier." taz am Wochenende
Kundenbewertungen zu Stina Jackson „Dunkelsommer“
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Bewertungsstern, voll Bewertungsstern, voll Bewertungsstern, voll Bewertungsstern, voll trauriger Sommer - von gagamaus - 01.10.2019 zu Stina Jackson „Dunkelsommer“
Dunkel ist der Sommer in "Dunkelsommer" tatsächlich. Das liegt weniger am fehlenden Licht als an den deprimierenden, traurigen Lebenssituationen der beiden Hauptpersonen. Die Dramatik des einen Erzählstrangs ist das Verschwinden von Lelles 17jähriger Tochter. Auch wenn dieses bereits drei Jahre zurückliegt, bleibt die Frage was passiert ist? Deshalb ist der Mathematiklehrer immer noch auf der Suche nach Antworten. Aber hier spielt auch noch das Persönliche, die Trauer und Trauerverarbeitung eine große Rolle. Das gefällt mir sehr an Romanen und auch wenn das Buch dadurch noch etwas düsterer wird, mag ich das. Zum anderen gibt es da Meja, einen Teenager, der mit der Mutter zu deren neuem Freund zieht. Auch hier ist zu wenig Liebe im Spiel und auch wenn man nicht gleich weiß, wie diese zwei Handlungsstränge zusammenhängen, so hat man doch schon eine gefühlsmäßige Ahnung, wo die Geschichte hingehen könnte. Durch den regelmäßigen Wechsel zwischen den Erlebnissen von Meja und Lelle wird Spannung aufgebaut. Der Wald spielt tatsächlich eine wichtige Nebenrolle in der Geschichte, weil er das einsame und abgelegene Leben erklärt, dass die Darsteller teilweise innerlich und äußerlich führen. Mir war die Geschichte fast etwas zu kurz aber sie hat mir sehr gut gefallen
Bewertungsstern, voll Bewertungsstern, voll Bewertungsstern, voll Leider nichts für mich! - von Anonym - 25.09.2019 zu Stina Jackson „Dunkelsommer“
Die Ankündigung für dieses Buch hörte sich sehr vielversprechend an aber leider war dieses Buch nicht das richtige für mich. Am Anfang der Story habe ich auf irgendwelche Ereignisse gewartet, die eine Wendung in die extrem düstere Grundstimmung bringen würden. Hätte ich vorher gewusst wie lange ich darauf warten muss hätte ich wohl nicht weiter gelesen. Mich hat diese lang anhaltende depressive Stimmung sehr runtergezogen, das konnte dann auch der Schluss nicht mehr rausreißen. Ich habe mich nicht gut unterhalten gefühlt und auch sonst hat das Buch meine Erwartungen leider nicht erfüllen können. Schade. Aber nichts desto trotz gibt es ja bestimmt viele denen es trotzdem gut gefallen wird und denen wünsche ich viel Spaß damit.
Bewertungsstern, voll Bewertungsstern, voll Bewertungsstern, voll Bewertungsstern, voll Bewertungsstern, voll Dunkelsommer - von Svanvithe - 12.09.2019 zu Stina Jackson „Dunkelsommer“
"Es war das Licht, die Art, wie es stach und brannte und an ihm zerrte. Es legte sich über die Wälder und Seen wie eine Aufforderung weiterzuatmen, wie ein Versprechen auf ein neues Leben. Das Licht füllte seine Adern mit Unruhe und raubte ihm den Schlaf." (Seite 9) In einem abgelegenen Teil Nordschwedens verschwand vor drei Jahren Lina, die Tochter des Lehrers Lelle. Mit diesem Verlust kann sich Lelle im Gegensatz zu seiner Frau Anette nicht abfinden. Inzwischen ist seine Ehe zerbrochen. Lelle hadert mit Schuldgefühle, zieht sich von den Menschen zurück und fährt, statt soziale Kontakte zu pflegen, einsam jeden Sommer im Licht der nicht untergehenden Mitternachtssonne jene Straße - Silvervägen - entlang, wo er Lina an einer Haltestelle der einzigen Buslinie absetzte und sie zuletzt sah. Meja, siebzehn und damit so alt wie Lina damals, ist ebenfalls allein. Nach langen Jahren des Umherziehens kommt sie mit ihrer Mutter Silje, die sich bei ihrer Internetbekanntschaft Torbjörn ein sorgenfreies Heim erhofft, nach Glimmersträsk in Norrland. Das junge Mädchen wünscht sich einen Neuanfang, endlich ein eigenes Zimmer und einen Ort, an dem sie Zuhause sein kann, ohne sich um ihre Mutter kümmern und vor anderen verstecken zu müssen. Doch die Träume erfüllen sich nicht vollständig, die Sicherheit erweist sich als trügerisch. Silje kann nicht aus ihrer Haut. Erst die Begegnung mit Carl-Johan und seiner autark lebenden Familie auf einem Hof mitten im Wald gibt Meja Mut, mit Optimismus vorauszuschauen, all die Sorgen hinter sich zu lassen. Als ein weiteres Mädchen verschwindet, reißen alte Wunden auf, und diese bringen neue Unruhe in das Leben von Lelle und Meja, die sich im Herbst bei Schulbeginn als Lehrer und Schülerin begegnen. Mit ihrem Debüt "Dunkelsommer" ist Stina Jackson ein psychologischer Spannungsroman gelungen, der zwar Verbrechen beinhaltet, allerdings keine traditionelle Aufklärung, und der durch seine düstere bedrückende Atmosphäre besticht. Er zieht seine Kraft aus den friedvollen einprägsamen Naturbeschreibungen und lebt von einer ruhigen poetischen Bildsprache. Diese erzeugt eine schwermütige Stimmung, die glaubwürdig zur Thematik passt und zu keinem Zeitpunkt enttäuscht. "Dunkelsommer" präsentiert ein in seiner Dramatik unangenehmes und berührendes Geschehen, schaut in die Abgründe des Bösen, offenbart das Gute und ist ein Wechselbad der Gefühle, angefüllt mit Ängsten, Trauer, Hoffnung und gleichzeitig hypnotischer Dunkelheit im Lichte des Mittsommers, die besonders im letzten Teil an Bedrohlichkeit zunimmt und durchaus Gänsehautmomente verursacht. Nicht nur äußerlich sind die Einwohner der wenigen Orte hier im nördlichen Lappland isoliert. Die Silvervägen erstreckt sich über viele Kilometer durch meist menschenleere Gebiete, vorbei an beeindruckenden Landschaften, Flüssen und Seen. Stina Jackson lässt verschiedene Lebensmodelle aufeinandertreffen, bei ihr existieren Menschen am Rand der Gesellschaft, auch jene, die nicht dazugehören (wollen). Die einen haben die Familie verloren, die anderen stellen die Familie bis zur Besessenheit in den Vordergrund, und dann gibt es noch diejenigen mit Familie, aber ohne haltende Bindung. Daneben wird die innere Vereinsamung greifbar. So bewältigt die Autorin mühelos die Aufgabe, die Empfindungen ihrer Protagonisten mit Tiefe darzustellen und den Leser emotional durch kleine subtile Mittel und Gesten zu erreichen. Denn "Dunkelsommer" profitiert hauptsächlich von seinen komplexen Charakteren, vor allem Lelle und Meja, aus deren wechselnder Perspektive die Geschichte erzählt wird. Sie könnten unterschiedlicher nicht sein und haben doch einiges gemeinsam. Allein die Suche nach Lina ist das, was Lelle noch interessiert, getrieben von einer verzweifelten Hoffnung, wenigsten eine Spur von ihr zu finden, um abschließen zu können. Das Einzige, was er dabei entdeckt, ist seine Einsamkeit und die Erkenntnis, wie viel es davon überall gibt. Und Lelle ist wütend. Wütend über die Unbeholfenheit der Menschen, über ihre verängstigten und unsicheren Blicke. Wütend darüber, dass sie nichts wissen, dass sie ihm nicht helfen können und alle ihre Leben fortsetzen. Auch Meja ist einsam und führt einen scheinbar aussichtslosen Kampf gegen ihre psychisch instabile Mutter, die Tabletten und Alkohol braucht, um den Tag zu überstehen, nur die eigenen Bedürfnisse in den Mittelpunkt ihres Daseins stellt und wenig Gedanken an die Tochter verschwendet, zugleich jedoch alles an Verantwortung auf Meja überträgt. Als Meja Carl-Johan kennenlernt, sich verliebt und zu ihm zieht, nimmt seine Familie sie auf, so dass das junge Mädchen zum ersten Mal etwas wie Zugehörigkeit empfindet. Sie akzeptiert, dass sich die Familie von den Gesellschaft fernhält, ja diese und moderne Technik ablehnt, sich selbst versorgt und damit beschäftigt ist, sich auf eine mögliche Katastrophe vorzubereiten. Meja verzichtet auf ihr Mobiltelefon und verspürt endlich die Kraft, anders zu werden als ihre Mutter. Sie will sie selbst werden. Aber es ist fraglich, ob sie den richtigen Weg eingeschlagen hat, dies wirklich zu erreichen. Zwei Menschen, die auf der Suche sind, die hoffen und bangen, die jeder ein Ziel haben. "Dunkelsommer" sieht unter die Oberfläche und beeindruckt mit einem Blick in das Innere.
Bewertungsstern, voll Bewertungsstern, voll Bewertungsstern, voll Bewertungsstern, voll Spannung aus Schweden - von Furbaby_Mom - 03.09.2019 zu Stina Jackson „Dunkelsommer“
Hin und wieder dürstet es mich zwischen all meinen heiß geliebten Romantik- und historischen Romanen nach einem Thriller - und da mich ein Kriminalroman mit ähnlicher Thematik vor einiger Zeit völlig in den Bann gezogen hatte (Charlotte Links Pageturner Die Suche ) war ich gespannt, ob das Werk der Autorin Stina Jackson, von der ich bisher noch nie gehört hatte, seinem Hype als bester schwedischer Spannungsroman gerecht werden würde. Am düsteren, beinahe angsteinflößenden Cover lässt sich bereits das Genre erkennen und das Motiv, ein Auto mit aufblendenden Scheinwerfern, das durch einen finsteren Wald fährt, triggert sogleich eine Vielzahl von Assoziationen. Seitdem Lelles Tochter Lina vor drei Jahren spurlos von einer Bushaltestelle verschwand, ist er von einer zermürbenden Rastlosigkeit befallen - das Nicht-Wissen, die Angst um sein Kind, die Selbstvorwürfe lassen ihm keine Ruhe. Sommer für Sommer, Nach für Nacht fährt er jene Straße ab, an der alles seinen Anfang genommen bzw. Lelles persönliches Ende begonnen hatte. Seine Ehe mit Anette ist mittlerweile zerbrochen, der Alkohol sein bester Freund. Linas Mutter verarbeitet die Situation auf andere Weise, flüchtet sich in Facebook-Posts, Schlaftabletten und in die Arme ihres Therapeuten. Plötzlich verschwindet ein weiteres Mädchen, das Lina wie aus dem Gesicht geschnitten ist¿ Lelle ist überzeugt davon, dass die beiden Fälle zusammenhängen müssen. Auch Teenager Meja, die gerade mit ihrer psychisch labilen Mutter Silje nach Norrland gezogen ist, hat eine Außenseiterrolle - zumindest bis sie die Bekanntschaft mit dem jungen Carl-Johan macht, einem der Nachbarssöhne. Könnte dieses Kaff im Nirgendwo, in das ihre Mutter sie geschleppt hat, vielleicht doch ein paar Annehmlichkeiten bereithalten? Nach diversen Umzügen hatte Meja nie irgendwo richtig heimisch werden und bedeutende Bindungen aufbauen können; sie musste viel zu früh die Erwachsenenrolle übernehmen. Kein Wunder, dass sie sich nach wahrer Nähe verzehrt. Immerhin scheint die aktuelle Affäre ihrer Mutter, Torbjörn, das Herz am rechten Fleck zu haben. Lelles Verzweiflung wird schonungslos und direkt beschrieben, auch in seinem Alltagstrott, in dem er komplett verloren wirkt, sowie in seinen Handlungen - einerseits möchte man ihn manchmal schütteln, weil er gegen sämtliche Ratschläge immun zu sein scheint und stets sein eigenes Ding durchziehen muss, andererseits sind der Wunsch, endlich die Wahrheit über Linas Verschwinden zu erfahren und der winzige Funken an restlicher Hoffnung, sie eventuell doch eines Tages wiederzusehen, nur allzu nachvollziehbar. Als er sich der Bushaltestelle näherte, begann sein Herz zu pochen. In ihm lebte ein kleiner Teufel namens Hoffnung, der jedes Mal erwartete, Lina dort stehen zu sehen [¿], so wie er sie dort zurückgelassen hatte. Drei Jahre war das jetzt her, aber diese verdammte Bushaltestelle schaffte es immer wieder, ihm den Atem zu rauben. [¿] Er weigerte sich zu glauben, dass sie tot sein könnte. Wahrscheinlich würde kein liebendes Elternteil, solange es keine Gewissheit gibt, jemals die Suche nach dem eigenen Kind aufgeben. Wenn die quälenden Fragen nie beantwortet werden, wie soll man dann jemals trauern können und zu einem Abschluss gelangen? Durch den nüchternen, klaren Schreibstil und die sehr umgangssprachlich gehaltenen Dialogen wirken die Figuren durch und durch glaubwürdig. Nach einem eindringlichen Start ließ die Spannung gegen Mitte des Werks zwar kurz nach, aber dennoch blieb die Entwicklung interessant und ich konnte erste Verdächtigungen anstellen. Im Nachhinein war es genau jenes Herausnehmen des Tempos, das einen noch stärkeren Eindruck von unterschwelliger Bedrohung erzeug hat - ein mutiger Zug der Autorin. Über allem liegt eine trostlose, deprimierende Stimmung, gekonnt erzeugt Jackson eine so drückend melancholische Atmosphäre, dass man am liebsten flüchten möchte. Die Naturbeschreibungen des Waldes schreien förmlich Einsamkeit und Abgeschiedenheit - ¿"dampfende Moore, die sich wie offene Wunden oder tiefschwarze, bodenlose Teiche über die Landschaft legten. Einen Menschen zu finden, der in dieser Gegend verschwand, war eine Lebensaufgabe." Erzählt wird aus abwechselnden Perspektiven und man fiebert auf die Verknüpfung der einsamen Seelen hin - gleichzeitig fürchtet man sich vor den Abgründen, die sich in diesem Zusammenhang auftun könnten. Letztlich dauert es aber eine ganze Weile, bis die beiden Hauptprotagonisten aufeinandertreffen. Die Auflösung habe ich als schlüssig, jedoch auch als unbefriedigend empfunden, da ich mir einfach ein anderes Ende erhofft hatte, aber das hängt natürlich von jedem Leser individuell ab (- so wie beispielsweise die Meinungen über Cliffhanger von interessant bis furchtbar auseinandergehen) und soll nicht als Wertung verstanden werden. Fazit: Durchaus empfehlenswert für alle Fans von spannender Lektüre. Ein gelungener Debütroman, der auf rasante Action verzichtet und stattdessen auf psychologischer Ebene brilliert.
Bewertungsstern, voll Bewertungsstern, voll Bewertungsstern, voll Bewertungsstern, voll Bewertungsstern, voll Atmosphärischer, packender Debütroman - von books4ever - 27.07.2019 zu Stina Jackson „Dunkelsommer“
Seit seine Tochter Lina vor drei Jahren spurlos an der Bushaltestelle verschwunden ist, fährt ihr Vater Lelle jede Nacht die Landstraßen ab und durchkämmt verlassene Höfe. Immer in der Hoffnung endlich eine Spur seiner Tochter zu finden. Doch vergeblich. Während alle anderen nach und nach ihren normalen Alltag wieder aufnehmen, kann Lelle seine Suche einfach nicht aufgeben. Als eines Tages die 17-jährige Meja mit ihrer Mutter nach Norrland zieht, kreuzen sich die Wege der beiden auf schicksalshafte Weise. Mit "Dunkelsommer" ist der Autorin Stina Jackson ein grandioser Debütroman gelungen. Die tragische Geschichte rund um Lelle und Meja wird packend geschildert und die Handlung entwickelt mit der Zeit einen regelrechten Sog, der mich dazu gebracht hat, immer weiterlesen zu wollen. Die düsteren Wälder Schwedens, in denen es im Sommer nicht richtig dunkel und im Winter nicht hell wird, schaffen eine beklemmende Atmosphäre und eine unterschwellige Spannung, die sich zum Ende hin immer weiter verdichtet. Die Handlung wechselt hauptsächlich zwischen der Perspektive von Lelle und seiner Suche nach seiner Tochter und Meja, die versucht, sich in ihrer neuen Umgebung einzugewöhnen. So erfährt man einiges über diese beiden Charaktere und kann sich gut in ihre Gedanken- und Gefühlswelt hineinversetzen. Insbesondere Lelles Verzweiflung und seine Besessenheit, endlich das Verschwinden von Lina aufzuklären, während alle anderen um ihn herum zu ihrem Alltag zurückkehren und auch die Polizei ihre Ermittlungen längst eingestellt hat, werden so verständlicher und ich konnte gut mit ihm mitfühlen. Einziger Kritikpunkt ist für mich die Einordnung in das Genre Thriller, da "Dunkelsommer" in meinen Augen die Kriterien hierfür nicht ganz erfüllt. Die Handlung ist zwar durchaus spannend, da man wissen möchte, was mit Lina geschehen ist. Allerdings flaut die Spannung zwischendurch etwas ab, da nicht sonderlich viel Neues passiert und man hingegen sehr ausführliche Beschreibungen des Alltags von Lelle und Meja erhält. Erst gegen Ende nimmt die Handlung noch einmal deutlich an Fahrt auf und es kommt zu einem packenden Showdown. Alles in allem ist "Dunkelsommer" ein atmosphärischer und typisch skandinavischer Krimi, der insbesondere durch die detailliert ausgearbeiteten Charaktere und eine packende, tragische Handlung besticht. Von mir gibt es trotz kleinem Kritikpunkt 5 von 5 Sternen!
Bewertungsstern, voll Bewertungsstern, voll Bewertungsstern, voll Bewertungsstern, voll Bewertungsstern, voll Meisterhaft und sehr atmosphärisch geschrieben - von Jonas1704 - 27.07.2019 zu Stina Jackson „Dunkelsommer“
Lelle ist seit drei Jahren auf der Suche nach seiner Tochter. Es kann nicht darüber hinwegkommen, dass diese verschwunden ist und sein Leben ist dementsprechend zerstört.  Auf der anderen Seite wird Mejas Leben erzählt, die sich erst an eine neue Umgebung muss wo sie umgezogen sind, nach Norrland und hinzu auch Probleme mit ihrer Mutter hat, die dem Alkohol gegenüber nicht abgeneigt ist und dazu noch psychische Probleme hat. Meja freundet sich mit drei Brüdern an, die sie zufällig trifft. Schon ahnt man als Leser, dass genau diese irgendwas mit dem Verschwinden von Lina zu tun haben werden. Wie sich die beiden Geschichten zusammentun erzählt die Autorin hier meisterhaft und sehr atmosphärisch. Für Thriller Fans eine absolute Leseempfehlung!
Bewertungsstern, voll Bewertungsstern, voll Bewertungsstern, voll Bewertungsstern, voll Bewertungsstern, voll Atmosphärisch dicht und äusserst beklemmend - von misspider - 25.07.2019 zu Stina Jackson „Dunkelsommer“
Lelle hat sich nie vom spurlosen Verschwinden seiner Tochter erholt - seit nunmehr drei Jahren geht er immer noch jeden Tag auf die Suche nach Lina. Als ein weiteres Mädchen verschwindet, sieht er sofort einen Zusammenhang. Meja musste mit ihrer Mutter zu deren neuem Freund nach Norrland ziehen. Erst als sie den gut aussehenden Carl-Johan kennenlernt, kann sie sich mit der Situation anfreunden. Auch seine Familie nimmt Meja mit offenen Armen in ihr abgeschiedenes Heim auf. Oder ist das alles zu schön um wahr zu sein? Mit ruhiger Stimme erzählt die Autorin eine eindringliche Geschichte von Verlust, Liebe und Obsession. Und obwohl man bald schon ahnt, in welche Richtung das Geschehen verlaufen wird, ist das was kommt nicht weniger schockierend. Dieser Thriller punktet mit beklemmender Atmosphäre und starker Charakterzeichnung. Uneingeschränkte Leseempfehlung!
Bewertungsstern, voll Bewertungsstern, voll Bewertungsstern, voll Bewertungsstern, voll Bewertungsstern, voll super spannend - von mfurch - 24.07.2019 zu Stina Jackson „Dunkelsommer“
Die 17jährige Meja zieht mit ihrer Mutter Silje nach Norrland, Silje hat wieder mal einen neuen Mann in den sie sich verliebt hat, wieder ein neuer Anfang für Meja. Meja hatte nie die Chance irgendwo Fuß zu fassen da sie mit ihrer sprunghaften Mutter zahllose Umzüge hinter sich hat. Ein Mann hat den vorigen abgelöst, dabei ist Silje trunksüchtig und hat eine psychische Erkrankung. Jetzt ist sie auf einem Höhenflug und setzt ihre Tabletten ab. Meja lernt einen jungen Mann kennen und verliebt sich das erste Mal Hals über Kopf. Als sie zur Schule geht trifft sie auf ihren Mathelehrer Lelle. Lelles Tochter verschwand vor drei Jahren, er ist immer noch auf der Suche nach ihr und hat nie die Hoffnung aufgegeben, Lina zu finden. Die Autorin baut eine permanente Spannung auf, durch den atmosphärischen Schreibstil entstehen Bilder und ich hatte den dunklen, undurchdringlichen und teils bedrohlichen Wald genauso gut vor Augen wie die hellen Mitsommernächte, in denen die Sonne nie unterzugehen scheint. Den Charakteren kommt man nah, man erlebt sowohl Lelles Verzweiflung, der seine Tochter so schmerzlich vermisst als auch Lejas erstes Verliebtsein. Und bis zum Ende bleibt die Frage, was mit Lina passiert ist. Toller Spannungsroman, ich bin auf den nächsten Roman der Autorin schon gespannt.
Bewertungsstern, voll Bewertungsstern, voll Bewertungsstern, voll Bewertungsstern, voll Bewertungsstern, voll Starke Gefühle und atemberaubende Atmosphäre - von Stefan Welz - 22.07.2019 zu Stina Jackson „Dunkelsommer“
Wie bei allem was als Nr.1 Bestseller angekündigt wird, ist man erst einmal skeptisch und will sich eine eigene Meinung bilden, aber.... diesmal liegen die Kritiker wohl richtig. Eine spannende und richtig gute Geschichte bei der man nicht aufhören kann zu lesen. Geschichte: Vor 3 Jahren verschwindet die blonde 17 Jährige Lina von heute auf morgen. An der Bushaltestelle abgesetzt um für den Ferienjob im Wald zu arbeiten, bestätigen alle, dass sie nie im Bus war. Tagein und Tagaus fährt Lelle, ihr Vater, in seinem Urlaub, alle Nebenstraßen ab und schaut in jede verfallene Waldhütte um seine Tochter doch noch irgendwann zu finden...Jede Nacht zieht er los. Währenddessen zieht die 17 Jährige Meja mit Ihrer Mutter Silje, aus Südschweden, zu einem älteren Mann auf einen abgelegenen Hof. Ihre Mutter hat ihn im Internet kennengelernt. Plötzlich verschwindet wieder ein Mädchen spurlos und die Wege von Lelle und Meja kreuzen sich.... Was relativ unspektakulär beginnt, ist ein Roman der von seiner Schreibweise her jemand unbewusst so mitnimmt, das ein Gefühl von Zeit sofort verschwindet. Ich war total gefangen im Buch, habe mitgelitten mit den Figuren und konnte Lelle's Schmerz so richtig nachempfinden. Die beiden Geschichten von Meja und Lelle laufen parallel und jede für sich ist ein Kompliment an eine wahnsinnige düstere Atmosphäre, die meiner Meinung nach fast nur Skandinavier schaffen können.Personen, die ich wirklich Leibhaftig vor mir sehe, eine Sucht ,die mich zwingt das Buch sofort zu lesen und auch einen wirklich durchdachten und guten Schluss bereit hält. Es beginnt langsam und steigert sich, wie es bei einem richtigen Thriller sein muss. Als die beiden Geschichten von Meja und Lelle sich miteinander verbinden, besteht natürlich eine Ahnung was passieren wird, aber dass es trotzdem ein Genuss wird, es zu lesen, ist dann doch etwas sehr sehr gutes. Dieses Buch ist für alle Thriller und auch Krimi Fans eigentlich ein Muß, da es wirklich ein extrem hohes Niveau hat und mit seiner Stimmung und Spannung rundum überzeugen kann. Für mich eine klare Empfehlung und ein Highlight 2019 !
Bewertungsstern, voll Bewertungsstern, voll Bewertungsstern, voll Bewertungsstern, voll Bewertungsstern, voll großartiges Debüt - von ingilu - 22.07.2019 zu Stina Jackson „Dunkelsommer“
Was für ein Debüt! Ich war nach der Leseprobe schon gefesselt und der ganze Roman hat mich dann wirklich gepackt. Lelles Tochter Lina ist vor drei Jahren spurlos verschwunden. Sie stand an der Bushaltestelle, ist aber nie in den Bus eingestiegen. Alle Bemühungen sie zu finden, verliefen im nichts. Nacht für Nacht fährt Lelle durch die Umgebung, auf einer Karte hat er sich Planquadrate erstellt. Immer auf der Suche nach Lina, er gibt nicht auf. Seine Ehe ist an der Tragödie zerbrochen, seine Frau inzwischen mit ihrem Psychologen liiert. Dann verschwindet wieder ein Mädchen. Die Geschichte wird aus zwei Perspektiven erzählt, einmal die von Lelle, der andere Strang handelt von Meja. Mejas Mutter ist psychisch labil, die Rollen sind vertauscht und eigentlich passt die 17jährige Meja auf ihre Mutter auf und kümmert sich um sie. Unzählige Umzüge, unzählige Männer, Meja konnte nirgends Fuß fassen. Jetzt hat ihre Mutter einen neuen Mann per Internet kennengelernt und zieht mit Meja zu ihm, Ins Nirgendwo, das einsame Haus ist von Wald umgeben. Der Schreibstil ist wunderbar flüssig, was auffällt ist die düstere Stimmung, die sich durch die Geschichte zieht und die die Autorin perfekt wiedergibt. Lelle ist sehr gut charakterisiert, genauso wie Meja. Man fiebert und leidet mit und hofft auf einen guten Ausgang der Story. Die Stränge wechseln sich ab, ich mochte beide Stränge gleich gern, auch wenn mich Mejas mehr fasziniert hat. Alles in allen ein grandioses Debüt.
Bewertungsstern, voll Bewertungsstern, voll Bewertungsstern, voll Bewertungsstern, voll Bewertungsstern, voll Stina Jackson - Dunkelsommer - von Miss.mesmerized - 22.07.2019 zu Stina Jackson „Dunkelsommer“
Norrland, weit oben im schwedischen Norden. Zwei Menschen sind auf der Suche. Lehrer Lelle such Lina, seine Tochter, die vor drei Jahren spurlos von der Bushaltestelle verschwunden ist, an der er sie morgens abgesetzt hatte. Die 17-jährige Meja sucht nur nach einem normalen Leben. Mehr als 30 Mal ist sie mit ihrer Mutter Silje bereits umgezogen, von einem Liebhaber zum nächsten, jetzt also in den Norden zu Torbjörn. Die dunklen Wälder machen dem Mädchen aus dem Süden Angst, auch Torbjörn kann sie nur schwer einschätzen, doch bald schon findet sie in den Brüdern Carl-Johan, Göran und Pär Freunde, mit denen sie die langen Sommertage verbringt. Sie sind anders, ihre Eltern leben abgeschieden auf einem Hof und versorgen sich selbst, meiden die Gesellschaft. Als von einem Campingplatz ein Mädchen verschwindet, wird Meja zum ersten Mal mit der dunklen Seite der Gegend konfrontiert. Wieder ein 17-jähriges Mädchen, wieder gibt es keine Spuren, ist sie auch in Gefahr? Das Debut der gebürtigen Schwedin Stina Jackson, die seit zehn Jahren jedoch bereits in den USA lebt, ist geprägt von der düsteren Stimmung des wenig besiedelten schwedischen Nordens. Entweder die Figuren leben völlig im Einklang mit der Natur oder diese breitet ihre Düsterheit und ihren Schrecken über ihnen aus. Atmosphärisch überzeugend hat die Autorin ihre Story in die wenig idyllische Umgebung eingebaut und erzeugt selbst in friedlichen Situationen ein gewisses Unbehagen. Die beiden Handlungsstränge um Lelle und Meja werden parallel erzählt. Jede Nacht macht sich der trauernde Vater auf, um die Gegend nach Spuren von Lina abzusuchen, jede Nacht aufs Neue begegnet er potenziellen Tätern, jede Nacht kehrt er mit leeren Händen zurück. Seine Trauer ist überwältigend, fordert ihn völlig bis zur absoluten Belastungsgrenze, doch er gibt nicht auf. Man fühlt sein Leid und wünscht ihm so sehr, dass er endlich Frieden findet. Meja bemitleidet man gleichermaßen, ihre familiäre Situation ist mehr als prekär und man erhofft für das Mädchen, endlich entfliehen zu können. Mit der Begegnung mit den drei Jungs scheint zum ersten Mal so etwas wie Normalität in ihr Leben zu treten, auch wenn der Familie sehr seltsame Prepper zu sein scheinen und sich täglich mit Verschwörungstheorien beschäftigen. Beide Figuren sind authentisch gezeichnet, vor allem ihr Schmerz bzw. die Einsamkeit der beidem wird deutlich. Dass sich ihre Wege kreuzen müssen, liegt auf der Hand. Die Auflösung des Falles wird ebenfalls überzeugend angebahnt und zu einem sauberen Schluss gebracht. Die Geschichte lebt nicht von nervenzerreißender Hochspannung, sondern wird von den Emotionen der Figuren getragen und besticht durch die düstere Atmosphäre, die sich mit Eintritt des Herbstes noch deutlich verstärkt. Eine rundherum stimmige Erzählung, die die Erwartungen an weitere Romane der Autorin hochschraubt.
Bewertungsstern, voll Bewertungsstern, voll Rezension zu Dunkelsommer - von Zsadista - 22.07.2019 zu Stina Jackson „Dunkelsommer“
Vor drei Jahren ist Lelles Tochter Lina morgens an einer Bushaltestelle verschwunden. Seit dem ist er auf der Suche nach ihr. Mittlerweile ist seine Ehe kaputt und er am Ende seiner Kräfte. Aber er weiß, dass Lelle noch irgendwo ist und lebt. So fährt er Sommer für Sommer die Strecken ab und sucht an den unmöglichsten Orten nach ihr. Meja zieht mit ihrer Mutter zum neuen Liebhaber auf einen abgelegenen Hof. Meja ist genervt und einsam. Sie versteht sich nicht wirklich mit ihrer Mutter. Der Neue versucht zwar nett zu Meja zu sein, doch sie misstraut ihm. Dann lernt Meja einen Jungen kennen und verliebt sich. Das Drama beginnt seinen Anfang. "Dunkelsommer" ist ein Spannungsroman aus der Feder der Autorin Stina Jackson. Das Cover fand ich einfach fantastisch. Der dunkle Wald mit den Autoscheinwerfern. Schön düster und Angsteinflößend. Dazu die spannende Inhaltsangabe, also musste ich zugreifen. Da ist Lelle, ein abgewrackter Lehrer, der seine Tochter sucht. Gut, auf der einen Seite konnte ich ihn schon verstehen, auf der anderen Seite ging er mir gehörig auf die Nerven. Er hörte nicht einmal auf seinen Freund, den Polizisten. Bekam dafür dann aber immer recht oft, wohl von seiner Seite aus sehr unerwartet, eines auf den Schädel. Ich hätte ihm auch öfters gerne ein paar gewischt, weil er einfach nicht hören konnte. Meja, ok, sie ist ein genervter Teenie. Ihre Mutter auch mehr als anstrengend. Meja suchte Liebe und Geborgenheit, kann ich verstehen. Da kommt man auch mal ganz schnell in die falschen Kreise. Spannend fand ich das Buch jetzt nicht wirklich, eher langatmig und zäh. Und wenn dann innen das Buch noch als neue Netflix Serie vorgeschlagen wird, frage ich mich, ob wir zwei verschiedene Bücher gelesen haben. Das Buch hat 350 Seiten. Auf Seite 290 wird es dann auch wirklich spannend, aber auch nicht sehr lange. Vielleicht sollte man hier keinen Aufkleber mit "Spannungsroman" verwenden, sondern eher "Drama". Für mich war das Buch eher ein Drama mit psychisch düsterer Stimmung. Hier eher das Gegenteil von Spannung. Der Schreibstil an sich lies sich super und schnell lesen. Die Abschnitte im Buch waren auch kurz, so dass man recht fix durch war. Vor allem wenn man dachte, im nächsten Abschnitt wird es bestimmt spannend. Leider war das Buch nicht so mein Ding. Ich fand auch, dass das Thema des Covers und der Inhaltsangabe etwas verfehlt wurde. Da ich mir hier etwas spannenderes und rasanteres vorgestellt hatte, war ich am Ende dann doch eher enttäuscht als begeistert.
Bewertungsstern, voll Bewertungsstern, voll Bewertungsstern, voll Bewertungsstern, voll Bewertungsstern, voll Atmosphärische Spannung - von Lesemone - 22.07.2019 zu Stina Jackson „Dunkelsommer“
Endlich mal ein Buch, das hält, was es verspricht. Stina Jacksons Debütroman Dunkelsommer ist sehr gefühlvoll, spannend, atmosphärisch und sprachlich gut geschrieben. Es gibt keine Kapitel in dem Buch, aber es werden im ersten Teil abwechselnd die Wege von Lelle und Meja beschrieben und im zweiten Teil kommt noch eine weitere Person dazu, die ich hier nicht verraten möchte. Getrieben von Lelles verzweifelter Suche nach seiner Tochter Lina wird man durch Nordschweden geführt und es werden einige Fährten gelegt, wo Lina sein könnte. Gleichzeitig versucht sich Meja mit ihrem unfreiwilligen Umzug in den Norden zu arrangieren, bis sich dann die Wege von Lelle und Meja kreuzen. Die Charaktere sind sehr realitätsnah gezeichnet und agieren schlüssig. Von Anfang an ist eine untergründige Spannung zu spüren, die sich am Ende zu einem richtig guten Showdown steigert. Ich habe mich bestens unterhalten gefühlt und schon lange kein so fesselndes Buch mehr gelesen. Das Debüt ist auf jeden Fall gelungen und ich bin mir sicher, von Stina Jackson werden wir noch mehr lesen!
Bewertungsstern, voll Bewertungsstern, voll Bewertungsstern, voll Beklemmende Suche eines Vaters nach seiner verschwundenen Tochter - von Siglinde Haas - 21.07.2019 zu Stina Jackson „Dunkelsommer“
In den langen schwedischen Sommernächten fährt Lelle Gustavsson jede Nacht aufs neue los, um seine Tochter Lina zu suchen. Lina ist vor drei Jahren spurlos an einer Bushaltestelle verschwunden. Doch dieser Sommer verändert alles. Die siebzehnjährige Meja zieht mit ihrer Mutter auf einen dortigen einsamen Bauernhof. Um ihren traurigen Lebensumständen zu entkommen, schließt sie sich ein paar Jugendlichen an. Dann verschwindet wieder ein junges Mädchen. Der Schrecken beginnt erneut. Das Buch ist unglaublich düster, somit hätte der Titel nicht besser gewählt werden können. Die Trauer und die Verzweiflung von Lelle spricht aus jedem Satz, genauso wie seine Einsamkeit und das beiderseitige Unverständnis zwischen ihm und seiner Umwelt. In meinen Augen hat die Autorin dieser Darstellung sehr viel Raum gewährt, was bei mir allmählich zu Langeweile und einem gewissen Überdruss geführt hat. Dem gegenüber steht die junge Meja, die in chaotischen Verhältnissen aufwächst und sich nichts mehr wünscht als ein langweiliges beständiges Familienleben. Ich mochte Meja sehr mit ihrem Willen, sich nicht unterkriegen zu lassen. Natürlich hatte ich immer im Hinterkopf, dass bereits ein junges Mädchen in der Gegend verschwunden war und war nicht überrascht, als es wieder passierte, aber erleichtert, dass es nicht Meja war. Die Auflösung des Falles kommt dann ziemlich schnell und ist - bis auf ein paar Kleinigkeiten - auch keine wirkliche Überraschung. Das Buch war für mich nicht wirklich ein Krimi. Der Schwerpunkt der Erzählung lag für mich auf Lelles Suche und Trauer und Mejas Suche nach dem sicheren Platz im Leben. Die eigentliche Krimihandlung setzt erst im letzten Drittel des Buches ein. Sprachlich ist das Buch ein Volltreffer und sehr gut zu lesen, nur eben für mich nur am Rande ein Krimi.
Bewertungsstern, voll Bewertungsstern, voll Bewertungsstern, voll Bewertungsstern, voll Bewertungsstern, voll Wurde zu Recht ausgezeichnet! - von Büchermaulwurf - 12.07.2019 zu Stina Jackson „Dunkelsommer“
Vor drei Jahren verschwand Lelles Tochter Lina spurlos von einer Bushaltestelle an einer Landstraße, dem Silvervägen, im abgelegenen Nordschweden. Seither fährt er jeden Sommer im düsteren Licht der Mitternachtssonne die Straße ab, um nach Lina zu suchen. Gleichzeitig kommt die siebzehnjährige Meja mit ihrer psychisch instabilen Mutter nach Norrland in der Hoffnung auf einen Neuanfang. Sie ziehen zu einer Internetbekanntschaft der Mutter auf einen heruntergekommenen Hof mitten im Wald. Vor den Launen ihrer Mutter flüchtet sie immer häufiger in die Wälder. Als es Herbst wird, verschwindet wieder eine Mädchen und Lelles und Mejas Wege kreuzen sich. Der Debütroman von Lisa Jackson hat mich von den ersten Seiten an gefesselt. Ihr Schreibstil ist sehr atmosphärisch und gefühlvoll und sie versteht es Spannung mit literarischer Tiefe zu verbinden. Sehr gut passt dazu auch das tolle Cover, dass die düstere Stimmung und die Handlung gut unterstreicht. Sie erzählt die Geschichte abwechselnd aus der Perspektive von Lelle und Meja. Alle Charaktere sind gut gezeichnet und sehr authentisch, so dass ich mich sehr gut in sie hineinversetzen konnte. Ich habe mit Lelle mitgelitten, der sich selbst eine Mitschuld am Verschwinden seiner Tochter gibt, da er sie an der Bushaltestelle alleine gelassen hat. Seine besessene Suche sind ein Ausdruck seiner Verzweiflung und Einsamkeit. Auch in Meja konnte ich mich gut hineinfühlen. Sie ist isoliert und einsam und leidet unter ihrer psychisch labilen Mutter. Außerdem sehnt sie sich nach einem richtigen Zuhause. "Dunkelsommer" ist für mich ein herausragender Spannungsroman, der seine Auszeichnung zu Recht verdient hat. Er hebt sich von anderen, oft blutigen Schwedenkrimis ab und fällt durch seinen schönen, fast literarischen Erzählstil und unterschwellige Spannung auf. Obwohl ich ab einem gewissen Zeitpunkt den Täter erahnen konnte, war ich doch weiterhin gefesselt von der Geschichte, die mit einem spannenden Showdown endete. Alles in allem ein sehr gelungenes Debüt, dass durch unterschwellige Spannung, eine düstere Atmosphäre und eine wunderschöne Sprache überzeugt. Für mich ein Lesehighlight in 2019!
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