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Sehnsucht nach St. Kilda

Roman.
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Produktdetails

Titel: Sehnsucht nach St. Kilda
Autor/en: Isabel Morland

ISBN: 3426524228
EAN: 9783426524220
Roman.
2. Auflage.
Knaur Taschenbuch

4. November 2019 - kartoniert - 396 Seiten

Heimat am Ende der Welt:
Eine große Liebe und die bewegende Geschichte der Hebriden-Insel St. Kilda

Als die 83-jährige Annie McViccar am Strand einen Sluagh sieht - einen Vogelschwarm, der nach altem Glauben aus den Seelen Verstorbener besteht -, weiß sie, dass es an der Zeit ist, einen Schwur einzulösen. Denn vor beinahe 80 Jahren - am Tag der Evakuierung St. Kildas, als sie ihre Heimat für immer verlassen mussten - hat sie einem Jungen ein Versprechen gegeben ...
Wenig später erreicht Annie eine Nachricht ihrer Enkelin Rachel: Nach drei schweren Schicksalsschlägen bittet Rachel darum, mit ihrem Sohn Sam zu Annie ziehen zu dürfen. Sam ist fasziniert von seiner Urgroßmutter und will alles über das Leben auf St. Kilda wissen. Für Rachel dagegen ist die Insel nur ein abweisender Fels im Meer, der nur noch von Vögeln bewohnt wird.
Bis Annie ihr für einige Wochen einen Job bei der Verwaltung St. Kildas besorgt. Zusammen mit einigen Helfern soll Rachel für den National Trust Gebäude instandsetzen. Nach und nach nehmen die schroffe Schönheit der Insel und ihre bewegende Geschichte Rachels Herz gefangen. Und sie ist nicht die Einzige, die in den hellen Nächten keinen Schlaf findet und dem Lied St. Kildas lauscht: Da ist auch noch der weltbekannte Fotograf Ailic, der hinter seiner Maske einen tiefen Schmerz verbirgt ...

"Sehnsucht nach St. Kilda" ist nach "Die Rückkehr der Wale" und "Der Herzschlag der Steine" der dritte Hebriden-Roman von Isabel Morland. Mit großen Liebes-Geschichten, überwältigend schönen Schauplätzen und einem Hauch Mystik sorgt die Autorin für wunderschöne Lesestunden.
Isabel Morland wurde 1963 in Bamberg geboren und wuchs in einer literaturbegeisterten Familie auf. Nach verschiedenen selbstständigen Tätigkeiten und Auslandsaufenthalten studierte sie Kommunikationswissenschaften. Sie arbeitet freiberuflich als Trainerin und Coach. Sie brachte zunächst ihre vier leiblichen Kinder zur Welt, bevor sie sich ihren geistigen Kindern widmete und, angeregt durch die vielen Reisen, zu ihrer ursprünglichen Leidenschaft, dem Schreiben, zurückkehrte.

Diverse ausgedehnte Aufenthalte auf entlegene und verlassene schottische Inseln inspirierten sie zu einem Romanzyklus über die faszinierende Landschaft und Lebensweise der Menschen auf den Hebriden. Seelisch in Schottland verwurzelt, lebt sie mit ihrer Familie in ihrer fränkischen Heimat. Neben ihrer Liebe zum Schreiben hält sie als Hobbyfotografin die Stimmungen der Landschaften ihrer Romane fest.
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Bewertungsstern, voll Bewertungsstern, voll Bewertungsstern, voll Bewertungsstern, voll Bewertungsstern, voll Eine Geschichte-an die man lange zurück denkt! - von Katzenmicha - 04.01.2020 zu Isabel Morland „Sehnsucht nach St. Kilda“
Als kleines Mädchen muß Annie ihre Heimat die InselSt. Kilda verlassen.Und auch ihren Freund Finley-beide schwören auf ein Wiedersehen und auf eine Rückkehr auf die Insel.Das war im Jahr 1930-die Menschen der Insel vergaß Annie nie! Und auch Annies Enkelin Rachels Welt gerät 2005 aus den Fugen-als der Mann den sie liebt stirbt.Sie zieht zu ihrer Großmutter mit ihrem Sohn Sam auf die Insel.Da beide in unterschiedlichen Zeiten groß wurden,ist es nicht einfach für Annie und Rachel...... Dir Autorin Isabel Morland hat auch diesmal wieder einen wundervollen Schreibstil.Sie nimmt den Leser mit auf die Insel und man hat das Gefühl an den Seiten der Charakteren über die Insel zu gehen.Die beiden Zeitzonen bringen dem Leser die Geschichte sehr nah.Ich war von dem Buch sehr gefesselt und gerührt-so das ich einige Tränen in den Augen hatte-sehr gerne 5 Sterne.
Bewertungsstern, voll Bewertungsstern, voll Bewertungsstern, voll Bewertungsstern, voll Ein Leben auf St. Kilda - von schafswolke - 31.12.2019 zu Isabel Morland „Sehnsucht nach St. Kilda“
1930 werden die letzten Bewohner der Insel St. Kilda evakuiert, darunter befindet sich auch die kleine Annie, die das alles als ein großes Abenteuer ansieht. Für Rachel läuft es beruflich und privat gar nicht rund und so führt sie ihr Weg auf die Insel St. Kilda, dort wo schon ihre Großmutter Annie gelebt hat. Mittlerweile ist St. Kilda aber nur noch für Touristen interessant, doch auf Rachel übt die Insel eine gewisse Faszination aus, aber auch der Fotograf Ailic geht Rachel nicht mehr aus dem Kopf. Der Roman spielt in zwei Zeitebenen, einmal wird die Geschichte von Rachel erzählt und dann von ihrer Großmutter Annie, die 1930 die Insel St. Kilda verlassen musste. Die Beschreibungen der Insel und ihrer unbezwingbaren Natur sind wunderschön und bildgewaltig, man kann verstehen, warum St. Kilda trotz aller Unwirtlichkeiten so anziehend wirkt. Die Geschichte von Annie hat mir ein wenig besser gefallen, denn man fühlt sich direkt in eine andere Zeit versetzt. Rachel war mir schnell sympathisch, aber im Vergleich zu Annie fand ich sie im Verlauf der Geschichte etwas blasser. Ich brauchte für den Roman immer genügend Lesezeit, um richtig eintauchen zu können, denn sonst konnte ich mich nicht von den Landschaftsbeschreibungen bezaubern lassen. Die Evakuierung von St. Kilda bildet die Grundlage für diesen Roman, man selbst kann sich so ein Leben kaum noch vorstellen und man spürt die Zerrissenheit der Inselbewohner, die ihre Insel lieben. Ein schöner Roman zum Schmökern, der von 4 Sterne bekommt.
Bewertungsstern, voll Bewertungsstern, voll Bewertungsstern, voll Bewertungsstern, voll Bewertungsstern, voll Vertreibung aus dem Paradies - von Marakkaram - 17.12.2019 zu Isabel Morland „Sehnsucht nach St. Kilda“
** Der alte Christian sog an seiner Pfeife. So wahr mir Gott helfe, ich verstehe nicht, was mit euch jungen Leuten los ist. Ihr meint das Paradies zu finden, wenn ihr von hier weggeht. In Wahrheits ist`s aber gerade andersherum. Ihr vertreibt euch selbst aus dem Paradies und uns alte Leute mit dazu. ** 1930: Es sind harte Zeiten auf der Hebriden Insel St. Kilda. Nach einem langen, entbehrungsreichen Hunger-Winter, stellt man die Bewohner vor eine schwerwiegende Entscheidung. Evakuierung! Ein Wort, dass die kleine Annie noch nicht wirklich versteht... 2005: Nach einigen Schicksalsschlägen zieht die junge Witwe Rachel mit ihrem kleinen Sohn zurück zur Großmutter Annie. Die Suche nach einem Job führt sie ausgerechnet als Köchin auf die verlassene Insel St. Kilda, die einstige Heimat von Annie. Ihr Kindheitsparadies, das sie nie vergessen hat... Nicht nur Annie hat Sehnsucht nach St. Kilda. Wer mit Isabel Morland auf die Hebriden reist, ist ihr rettungslos verfallen - trotz der Kargheit, der Kälte und Abgeschiedenheit. Ein Sehnsuchtsroman... Es gibt zwei Zeitebenen, die beide restlos überzeugen - allerdings ist der historische Part allein schon durch die Fakten, unheimlich interessant und spannend. Und das ist Annies Geschichte, ihre Kindheit auf St. Kilda, bis zur Evakuierung. Dieses entbehrungsreiche, freie Leben fasziniert mit jedem Satz. Die Autorin schildert die abgelegene Hebriden Insel so bildgewaltig und lebendig, mit all ihrer Schönheit, Einzigartikeit, aber auch mit aller Grausamkeit und Härte, die das Leben den Bewohnern abverlangt. Man ist völlig gebannt von den Schilderungen. Aber auch die Gegenwart ist sehr interessant. Rachel macht eine große Entwicklung durch und beginnt sich Stück für Stück beginnt wieder zu öffnen. Ja, Isabel Morland hat nicht nur ein Händchen für atmosphärische Landschaften, sondern auch für tolle Charaktere. Sie sind stark und gleichzeitig so verletzlich, eigensinnig und sich selber treu und sie haben Tiefe. Fazit: Trotz der ernsten Thematik ist Sehnsucht nach St. Kilda ein absoluter Wohlfühlroman, mit ganz viel rauem Inselflair und dem einzigartigen Charme der Hebriden. Ich bin voll und ganz in dieses Buch versunken und freue mich schon auf weitere Geschichten der Autorin.
Bewertungsstern, voll Bewertungsstern, voll Bewertungsstern, voll Bewertungsstern, voll Bewertungsstern, voll Ausflug nach St. Kilda - von Lesemone - 28.11.2019 zu Isabel Morland „Sehnsucht nach St. Kilda“
Ich war sehr fasziniert über die landschaftlichen Beschreibungen von St. Kilda, da ich von der Insel noch nie was gehört habe. Daher war es auch sehr spannend zu erfahren, warum die damaligen Bewohner evakuiert wurden. Dadurch, dass Isabel Morland das Buch in zwei Handlungsstränge geteilt hat, ist es ihr gelungen, dem Leser hautnah zu beschreiben, wie das Leben auf St. Kilda war, bevor die Bewohner weg mussten. Im zweiten Handlungsstrang kann man dann die Insel in der Gegenwart erleben. Es strömt eine ganz besondere Atmosphäre durch das Buch. Es vereint sowohl eine Familiengeschichte, als auch eine Liebesgeschichte und auch wenn es am Ende sehr emotional und traurig wird, so fügt sich alles harmonisch zusammen. Ich habe mit großer Begeisterung Protagonistin Rachel bei ihrem Besuch auf St. Kilda begleitet und das ein oder andere mal nach den dort lebenden Vögeln, den Klippen und der schönen Landschaft gegoogelt. Ein schöner Inselroman mit netten Charakteren und einer tollen Atmosphäre.
Bewertungsstern, voll Bewertungsstern, voll Bewertungsstern, voll Bewertungsstern, voll Der Titel ist Programm - von Furbaby_Mom - 24.11.2019 zu Isabel Morland „Sehnsucht nach St. Kilda“
Autorin Isabel Morland hat mit ihrem Werk Sehnsucht nach St. Kilda der verlassenen Hebriden-Insel, um die sich seit jeher Legenden ranken, ein würdiges Denkmal gesetzt. Nach dem Tod ihres Mannes Josh schlägt sich die alleinerziehende Rachel mehr schlecht als recht mit kleinen Jobs durch, macht sich allerdings Hoffnung auf eine Vollzeitstelle im Londoner Kleidungsgeschäft Character!, in welchem sie wie eine Sklavin schuftet, um die Vorgesetzten von ihrer Motivation zu überzeugen. Gerade als die neue Position und die damit einhergehende, dringend benötige Verbesserung ihrer Finanzen zum Greifen nahe scheint, funkt das Schicksal Rachel bitter dazwischen. In einem Anflug von Verzweiflung und dem Eingeständnis gegenüber sich selbst, dass es so nicht weitergehen kann, lassen sie und ihr kleiner Sohn Sam die Großstadt hinter sich und ziehen zu Annie, Sams Urgroßmutter, nach Schottland. Wider Erwarten ergibt sich für Rachel direkt eine neue Verdienstmöglichkeit - sie wird als Köchin zur kulinarischen Betreuung eines Workshops angestellt und verbringt mit besagtem Team vier Wochen auf St. Kilda. Dies ist ausgerechnet jene Insel, auf der Annie einst eine glückliche Kindheit verbracht hatte. Das Leben war hart gewesen, es mangelte an vielem, aber dennoch war die Evakuierung der damaligen Inselbewohner ein traumatisches Erlebnis für Annie. Sie hatte sich gefühlt, als hätte man ihr ein Stück vom Herzen herausgerissen. Auch ihren besten Freund Finlay hatte Annie nach dem Umzug aus den Augen verloren. Unter den aktuellen Kurs-Teilnehmern ist der gleichermaßen charmante wie geheimnisvolle Fotograf Ailic, dem die Herzen der Damen zufliegen. Gemeinsam mit Rachel begibt er sich auf die Suche nach einem Erinnerungsstück, dass Annie und Finlay damals auf der Insel zurückgelassen hatten. Sie ahnen nicht, dass die größte Entdeckung eine ganz andere sein wird... Für mich war es das erste Buch der Autorin und nachdem ich zuvor gerade einen enttäuschend emotionsarmen Roman beendet hatte, war dies nun eine reine Wohltat für mich, in die gefühlvollen Szenen eintauchen und mit den liebevoll ausgearbeiteten Figuren mitfiebern zu können. Mittels bildgewaltiger Beschreibungen lässt Isabel Morland die raue Schönheit St. Kildas vor dem inneren Auge lebendig werden - zerklüftete Klippen, sattes Grün, spritzende Gischt, kreischende Seevögel¿ Vor allem aber hat mich beeindruckt, wie mühelos ein Zauber geschaffen wurde, der die Insel zu umgeben scheint. - Eine Art Magie, eine mystische Stimmung, die man nicht genau benennen oder greifen kann, die größer ist als das Leben der einstigen Inselbewohner. Diese hatten 1930 vor der unsagbar bedrückenden Tatsache gestanden, aus Sicherheitsgründen ihre geliebte Heimat aufgeben zu müssen. Es war eine Entscheidung des Verstands gewesen, nicht des Herzens. Viele von ihnen sehnten sich ein Leben lang nach St. Kilda zurück, konnten nie erneut Wurzeln schlagen. Diese Sehnsucht und Melancholie kommt nicht nur im Rahmen der Handlung und aufgrund des eindringlichen Schreibstils zum Ausdruck, sondern spiegelt sich auch im treffend gewählten Buchtitel wider. Die Liebe der Autorin für diese Region wird mehr als deutlich. Das Buch enthält allerlei kleine Besonderheiten, wie z. B. eine Karte, ein Gedicht und eine bebilderte Einleitung der Kapitel. Die Kapitellänge habe ich als genau richtig empfunden; lediglich die Zeitsprünge waren zwischenzeitlich ein wenig verwirrend für mich (- von 1930 zu 2005 zu 1929 usw.; die Handlung erstreckt sich auf zwei Zeitebenen, Gegenwart und Vergangenheit wechseln sich ab). Fazit: Ein berührender, mystischer Roman, den ich gerne weiterempfehle. Ich habe mich sehr gut unterhalten gefühlt.
Bewertungsstern, voll Bewertungsstern, voll Bewertungsstern, voll Bewertungsstern, voll Bewertungsstern, voll Ein wunderschöner Roman über einen mystischen Ort - von Dark Rose - 23.11.2019 zu Isabel Morland „Sehnsucht nach St. Kilda“
1930: Die achtjährige Annie lebt auf der schottischen Insel St. Kilda. Nie würde sie woanders leben wollen, hier war immerhin ihre Heimat! Das Festland klang so merkwürdig: Blechkisten, in denen Menschen reisten, Bäume, die größer waren als Menschen, das konnte nicht stimmen, da war sich Annie sicher. Und selbst wenn: wie könnte es dort jemals schöner sein, als auf ihrer wilden Insel? Die Bewohner St. Kildas werden evakuiert. Ihre Mutter hatte ihr das als Ausflug erklärt und auch ihr bester Freund Finlay hatte ihr geschworen, wenn es ihr auf dem Festland nicht gefalle, könnte sie, so es Gottes Wille war, zurückkehren. Doch das konnte sie eben nicht, denn Evakuierung bedeutete nicht Ausflug, es bedeutete Abschied für immer. 2005: Annies Enkelin Rachel steht das Wasser seit dem Tod ihres Mannes bis zum Hals. Als sie auch noch zwei ihrer drei Jobs verliert, weil ihr Sohn ein paar Tage ins Krankenhaus muss, die entsprechend hohe Rechnung ihre letzten Rücklagen vernichtet und die Waschmaschine kaputt geht, muss Rachel einsehen, dass sie das tun muss, was sie nie tun wollte: sie muss London verlassen und mit ihrem Sohn Sam zu ihrer Großmutter auf eine schottische Insel ziehen. Dort findet sich nur leider kein Job für Rachel, bis ihre Großmutter doch etwas auftut: 4 Wochen als Köchin auf St. Kilda. Rachel bleibt nichts anderes übrig: sie muss den Job annehmen und ihren Sohn widerwillig für die Zeit bei ihrer Großmutter lassen. Nie hätte sie gedacht, dass die Insel sie und ihr Leben für immer verändern würde. Die Geschichte wechselt immer wieder zwischen Gegenwart und Rückblenden in Annies Kindheit auf St. Kilda. Rachel war mir anfangs nicht immer sympathisch, sie tat mir sehr leid mit all den Todesfällen, die sie richtig gehend verfolgt haben. Ich kann verstehen, dass sie große Angst um ihren Sohn hat. Doch andererseits lässt sie ihren Frust sehr oft an Sam und an Annie aus und überspannt den Bogen in meinen Augen mehr als einmal. Ja, Sam kann sehr anstrengend sein, aber welches Kind ist das nicht? Ja, sie hat es schwer und ihr Leben unterscheidet sich grundsätzlich von dem, das ihre Großmutter geführt hat, aber dennoch ist Rachel für mich zu sehr auf sich fixiert. Alles muss so laufen wie sie es will und Punkt. Ich muss dazu sagen, dass meine Großmutter zu uns zog als ich 5 Jahre alt war. Ich weiß wie es ist, wenn Generationen aufeinanderprallen. Ich ein Kind der 90er, meine Oma, Jahrgang 1926, die in bitterer Armut groß geworden war. Natürlich hatte sie ein ganz anderes Verhältnis zu Dingen und Lebensmitteln. Und natürlich kam es da auch zu Konflikten. Aber wenn man miteinander redet, findet man einen Mittelweg. Ich empfinde es bis heute als Bereicherung so aufgewachsen zu sein und die Welt auch anders gesehen zu haben, wie andere meiner Generation. Rachel wurde mir im Verlauf des Buches aber immer sympathischer, was vor allem daran lag, dass weder Sam noch Annie da waren, um von ihr angemeckert zu werden. Sie entwickelt sich wirklich positiv weiter. Ich finde es toll St. Kilda durch ihre Augen zu erleben. Die Charaktere die mit auf der Insel sind, sind ebenfalls sehr sympathisch und es gibt wirklich tolle Szenen: ich sage nur Küche, Ailic und Schafsdung. Ailic war mir auch direkt sympathisch. Ich finde es toll, dass er nicht abgehoben ist und den Zauber von St. Kilda zu schätzen weiß. Seine Geschichte fand ich sehr interessant. Er tat mir auch leid, aber ich empfand ihn vor allem als faszinierenden Charakter. Er ist die Person im Buch, die ich am liebsten "live" erleben würde. St. Kilda wird meiner Meinung nach wirklich ganz toll beschrieben. Diese Mischung aus Sehnsucht, Zugehörigkeit, Mystik, Geschichte, Tragik und etwas, was man nicht so richtig in Worte fassen kann, machen die Insel zu einem unbeschreiblich interessanten Ort. Bei mir hat das Buch definitiv Fernweh ausgelöst. Ich empfand St. Kilda fast als eigenständigen Charakter, obwohl sich das bei einer Insel seltsam anhören mag, aber irgendwie hat es sich so angefühlt. Ich finde es faszinierend wenn die Geschichte in Annies Kindheit auf St. Kilda zurückspringt. Das Leben der Menschen dort, kann man sich heute nicht mehr vorstellen. Wie allgegenwärtig der Tod war und wie oft sie von Katastrophen heimgesucht wurden. Unfälle waren an der Tagesordnung und der Hunger beherrschte im Winter zusammen mit der schrecklichen Kälte das Leben der Menschen. Es konnte so schnell gehen, dass jemand starb. Ich kann mir nicht vorstellen, wie es war damals auf St. Kilda zu leben, in der Armut und Abhängigkeit und immer wieder heimgesucht von Naturkatastrophen, die einen ganz schnell an den Rand den Hungertodes treiben konnten. Gleichzeitig kann man es kaum nachvollziehen, warum, trotz all der Unbill die Menschen St. Kilda nicht verlassen wollten, warum sie der Insel so viele Jahre und Jahrzehnte nachtrauerten. Es wird zwar erklärt, aber dennoch kann man sich das kaum vorstellen, obwohl man die Gründe nachvollziehen kann. Landschaftlich ist St. Kilda wunderschön, das stimmt, aber wenn man das harte Leben dort gelebt hat, kann ich mir kaum vorstellen, wie man sich danach zurücksehnen kann. Mini-Spoiler: Am Ende von Kapitel 35 und ab Kapitel 38 braucht ihr Taschentücher! Ich habe auf jeden Fall zwei Packungen verbraucht. Fazit: Mir hat das Buch sehr gut gefallen! Ich fand die Schilderungen über das harte Leben auf St. Kilda faszinierend und ebenso, wie sehr die Menschen diesem Leben nachgetrauert haben, weil sie dort gleichzeitig auch so vieles hatten, was ihnen auf dem Festland genommen wurde. Ich fand die Charaktere total sympathisch! Anfangs hatte ich meine Probleme mit Rachel, aber das hat sich bald geändert. Annie ist eine interessante Persönlichkeit und es war unglaublich aus der Sicht eines Kindes die letzten Monate der Bewohner von St. Kilda zu erleben. Das Buch hat seine härteren Momente und ist teilweise wirklich ergreifend. Aber es ist auch wirklich berührend und zieht einen total in seinen Bann. Ich konnte kaum aufhören zu lesen. Ich bin begeistert! Absolute Leseempfehlung! Aber haltet Taschentücher bereit!
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