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Die Zeit der vergessenen Kinder

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Produktdetails

Titel: Die Zeit der vergessenen Kinder
Autor/en: Charlotte Kliemann

ISBN: 3945362652
EAN: 9783945362655
Paperback.
FeuerWerke Verlag

4. Dezember 2019 - kartoniert - 292 Seiten

Ein berührender Roman über die Liebe im Schatten einer dunklen Zeit.

1941: Das Roma-Mädchen Rubina flieht mit seiner Familie vor der drohenden Deportation in die tiefen Wälder des Sauerlandes. Dort lernt sie, Hunger, Kälte und Entbehrungen zu trotzen. Als ihr kleiner Bruder stirbt, scheint Rubina daran zu zerbrechen. Doch sie ist stark - vielleicht sogar stärker als der Tod...

2008: Martin, Rubinas Sohn, geht nach einer gescheiterten Ehe ganz in seinem Beruf als Zeitungsredakteur auf. Als er Claudia begegnet und sich sofort in sie verliebt, gerät sein geordnetes Leben aus den Fugen. Beide verbindet der Kampf mit unheilvollen Erinnerungen an ihre Kindheit und eine Familiengeschichte, die sie zutiefst geprägt hat. Doch genau diese Gemeinsamkeiten scheinen es unmöglich zu machen, ganz zueinander zu finden. Denn je mehr sie sich aneinanderklammern, desto härter wird ihre Liebe auf die Probe gestellt.
Charlotte Kliemann studierte in Münster Biologie und Medizin, brach beides auf der Zielgeraden ab und fand sich schließlich dort wieder, wohin es sie immer gezogen hatte: in literaturwissenschaftlichen und philosophischen Seminaren. Lange Zeit widmete sie sich der Familie und der Betreuung ihrer vier Kinder, lektorierte nebenbei wissenschaftliche Arbeiten und füllte die Schubladen ihres Schreibtisches mit Romankonzepten und -fragmenten. Doch um sich neu zu erfinden, ist es nie zu spät - also machte sie mit ihren schriftstellerischen Ambitionen ernst und veröffentlicht nun ihren Roman, "Die Zeit der vergessenen Kinder" im FeuerWerke Verlag. Sie lebt in Lübeck und arbeitet als freiberufliche Autorin und Lektorin.
Ich ging auf den Baum zu, ich zögerte nicht mehr, ich ging entschlossen, ich blickte kurz in die Baumkrone hoch, dann presste ich den Rücken und die Arme an den Stamm, ich schloss die Augen. Ich wartete.
Claudias Stimme, hilflos, bittend: »Mein Gott, Martin, was willst du mir denn sagen?«
Ich hämmerte den Hinterkopf an den Stamm. Warum zum Teufel verstand sie es denn nicht?
Und dann kam das, was ich hatte kommen sehen. Mich schüttelte ein Weinkrampf. Im Magen ballte er sich zusammen, zuckte unter den Bauchmuskeln, schnellte hoch und füllte die Kehle mit einem Druck, dem ich nicht standhielt. Ich rutschte den Stamm herab und rollte mich auf dem Waldboden am Fuß des Baumes zusammen.
Claudia war sofort bei mir, sie rüttelte meine Schulter: »Martin, was ist hier passiert?«, schrie sie. »Sag es mir, du musst es mir sagen.«
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Bewertungsstern, voll Bewertungsstern, voll Bewertungsstern, voll Verbindende Schicksale - von buecherwurm_01 - 08.01.2020 zu Charlotte Kliemann „Die Zeit der vergessenen Kinder“
Der Debütroman um das Leben eines Roma-Mädchens, ihrer Eltern und Geschwister im zweiten Weltkrieg und das daraus resultierende Trauma ihres Sohnes wird auf drei Zeitebenen erzählt, Mitte der vierziger Jahre des 20. Jahrhunderts leben die Roma von Rubinas Familie im Westen Deutschlands und erleiden ein schwieriges Schicksal. Rubina ist traumatisiert, entflieht diesem Leben, das sie nie richtig verarbeitet. Darunter hat letztendlich ihr Sohn Martin zu leiden, als sie ihm in den siebziger Jahren ein ähnliches Leid zufügt. Im Erwachsenenalter, geschieden mit zwei Teeanger-Kindern, lernt er eine Frau kennen, die auch ein nicht bewältigtes Kindheitstrauma mit sich herumschleppt. Dies scheint eine denkbare ungünstige Basis für eine Beziehung zu sein. Ein sehr komplexes Thema, das für mich leider nicht gut umgesetzt wurde. Vieles bleibt offen und lässt trotzdem kaum Platz für eine eigene, gedankliche Weiterentwicklung. Gerne hätte ich mehr über das Leben der Roma erfahren. Die vielen Erzählstränge sind mir zu unkoordiniert. Den Rückblenden in Rubinas und Martins Kindheit fehlt der Tiefgang. Die Geschichte in der Gegenwart ist mir zu konfus. Und dann auch noch der Ausflug nach Indien, der für die Handlung nur mehr Chaos bringt und für die Entwicklung der Geschichte unerheblich ist. Leider konnte dieser Roman mich nicht überzeugen.
Bewertungsstern, voll Bewertungsstern, voll Bewertungsstern, voll Bewertungsstern, voll Vergangenheitsbewältigung - von scouter - 06.01.2020 zu Charlotte Kliemann „Die Zeit der vergessenen Kinder“
Ein Roman, den Martin geschrieben hat bringt mit Claudia zusammen. Martin ist das Kind von Rubina und liebt Claudia, weiss abrer nicht, wie er es anstellen soll mit ihr zusammen zu kommen. Der Roman erzählt in Rückblenden die Geschichte von Rubina, die Tochter einer Roma Familie ist. Sie erzählt die Geschichte dieser Familie und die Situation unter den Nazis im Dritten Reich. Überall sind sie als fahrendes Volk ungern gesehen. Parallel dazu werden die Annäherungen von Claudia und Martin geschildert, die sich sehr schwer tun ihre Liebe zu leben. Etwas sehr schweres leigt auf Martin und Claudia das erst aus dem Weg geräumt werden muss umihre Liebe zu geniessen. Auch die Kinder der beiden spielen eine Rolle, da die Situation von Familien sich wie ein roter faden durch das Buch ziehen. Es ist manchmal sehr nachzuvollziehen, wi überall die Probleme liegen. Das macht das Lesen nicht einfach. Auch die Rückblenden sind meiner Meinung wichtig, aber verkomplizieren das Thema. Nichts destotrotz handelt es sich hier um ein sehr lesenswertes Buch das Vergangenheit und gegenwart sehr gut verknüpft.
Bewertungsstern, voll Bewertungsstern, voll Bewertungsstern, voll Bewertungsstern, voll In den Wäldern des Sauerlandes - von zummi - 28.12.2019 zu Charlotte Kliemann „Die Zeit der vergessenen Kinder“
Ein Roman vor den Kulissen der Kriegswirren des Zweiten Weltkrieges und seiner Menschen. Rubina und ihre Familie müssen vor den Nazis flüchten. Kein leichtes Unterfangen und der Tod ist ihr ständiger Begleiter. Sie fliehen in die Wälder oberhalb der Möhnetalsperre und leben auch dort in ständiger Angst und sind vor ihren Häschern nicht sicher. Und dann verliert auch noch der kleine Bruder sein Leben. Die Autorin arbeitet sehr eindrucksvoll mit Zeitblenden und als Leser kehrt man in die finstere Vergangenheit Deutschlands zurück. Und im Jahre 2008 werden auch noch einmal Rubinas Söhne mit der schmerzlichen Geschichte ihrer Familie konfrontiert. Martin lernt Claudia kennen und die beiden beschließen zusammen eine Reise in die Vergangenheit zu unternehmen. Und da sind sie plötzlich wieder, diese Zweifel, Schmerzen und der Verlust der Liebe. Martin kämpft in diesem Roman mit seinen Ängsten und Zweifeln und es ist der Autorin gelungen, die Figuren sehr lebendig durch das Ruhrgebiet und das Sauerland zu schicken. Der Leser folgt und hofft mit. Für Menschen, die sich mit unserer Geschichte auseinander setzen wollen, genau die richtige Lektüre. Denn auch die Romas erlitten im Dritten Reich schlimme Verluste.
Bewertungsstern, voll Bewertungsstern, voll Bewertungsstern, voll Bewertungsstern, voll Bewertungsstern, voll Ein berührender Roman über die Liebe im Schatten einer dunklen Zeit. - von Inge Weis - 27.12.2019 zu Charlotte Kliemann „Die Zeit der vergessenen Kinder“
Großartig !! Dieser Roman ist Zeitgeschichte und Familiengeschichte in einem. Dabei in einer Sprache vorgetragen, die ihresgleichen sucht. Ausgezeichnete Literatur. 1941: In der Nacht war Schnee gefallen, der am Morgen dort, wo die einfallenden Strahlen der Sonne einen Weg in den Wald fanden, gelb leuchtete. Rubina stapfte allein zwischen den Bäumen voran, fort von dem Lager und dem warmen Feuer. Ihre mageren Beine waren blau vor Kälte, bis zu den Knien versanken sie im Schnee. Das Roma-Mädchen Rubina floh mit ihrer Familie vor der drohenden Deportation in die tiefen Wälder des Sauerlandes. Dort lernte sie, Hunger, Kälte und Entbehrungen zu trotzen. Als nun ihr kleiner Bruder stirbt, scheint Rubina daran zu zerbrechen. Sie hatte gelernt, mit der Kälte und dem Hunger zu kämpfen, aber den Tod würde sie nicht besiegen können, vor dem Tod würde sie Mario nicht retten können. Trotzig trat sie mit dem Fuß auf. Wie sollte sie Mario helfen? Sie bückte sich, mit einer Handvoll Schnee wusch sie sich die Tränen aus dem Gesicht. Dann lief sie weiter, auf die Sonne zu, die weit vorn zwischen den Stämmen der Bäume stand. Doch sie ist stark - vielleicht sogar stärker als der Tod Gegenwart. Martin, Rubinas Sohn, geht nach einer gescheiterten Ehe ganz in seinem Beruf als Zeitungsredakteur auf. Als er Claudia begegnet und sich sofort in sie verliebt, gerät sein geordnetes Leben aus den Fugen. Beide verbindet der Kampf mit unheilvollen Erinnerungen an ihre Kindheit und eine Familiengeschichte, die sie zutiefst geprägt hat. Doch genau diese Gemeinsamkeiten scheinen es unmöglich zu machen, ganz zueinander zu finden. Denn je mehr sie sich aneinanderklammern, desto härter wird ihre Liebe auf die Probe gestellt. Wer kennt die Vergangenheit der eigenen Familie? Dieser Roman ist wie ein Naturereignis: ein wuchtiges Familienepos, das am Beispiel von Generationen außergewöhnlicher Frauen das ganze pralle 20. Jahrhundert mit all seinen Umbrüchen und Dramen, Katastrophen und Wundern erzählt. Tolle Spannungsbögen, klasse Familiengeschichte. Dieses Buch bewegt und bringt die Geschichte Europas aus Roma Sicht zum Leser. Es verstört und geht zu Herzen. Eine Geschichte zum Freuen und zum Leiden, Lachen und zum Weinen ...sie ist jedoch dramatisch, atmosphärisch und hoch spannend. Mit großer Erzählkunst verwebt die Autorin reale Begebenheiten und Fiktion. Eine wunderschöne und poetische Geschichte von großer Intensität. Ein unvergessliches, überwältigendes Leseerlebnis.
Bewertungsstern, voll Bewertungsstern, voll Bewertungsstern, voll Leben, Schicksal und Vergangenheit - von Gartenkobold - 25.12.2019 zu Charlotte Kliemann „Die Zeit der vergessenen Kinder“
Der Debütroman von Charlotte Kliemann ist ein streckenweise beeindruckender Debütroman, der allerdings in meinen Augen nicht unbedingt leicht zu lesen ist und teilweise ein wenig sehr langatmig und nicht nachvollziehbar. Es ist die Geschichte von Rubina, dem Roma-Mädchen, was sich zu Zeiten des zweiten Weltkrieges mit ihrer Familie im Wald versteckt, unmenschliche Zeiten, geprägt von Verfolgung, Hunger, Kälte und Tod. Sie findet Zuflucht bei Angelika, aber das Trauma ihrer Kindheit sitzt sehr tief und lässt sie nicht los. In der Gegenwart erhält Martin bei einer Haushaltsauflösung ein Laptop mit einer Lebensgeschichte, der Lebensgeschichte von Claudia, die Martin fesselt und nicht loslässt. Er beginnt, starke Gefühle für die ihm unbekannte frau zu entwickeln und lernt sie dann zwei Jahre später kennen, beide versuchen eine Beziehung zueinander aufzubauen, doch ihre Vergangenheit holt sie immer wieder ein. Die Idee zu diesem Roman hat mir sehr gut gefallen, ein tiefgründiges Buch mit einer sehr bewegenden Geschichte, dass man erst einmal wirken lassen muss, trotzdem bin ich weder mit den Protagonisten, noch mit der beschriebenen Handlung so wirklich warm geworden. Es war mir auch nicht möglich, mich in die Personen hineinzuversetzen, sie ansatzweise zu verstehen und ihre Handlungen nachzuvollziehen. Der Schreibstil ist an einigen Stellen durchaus spannend und auch teilweise poetisch, doch durch Passagen, die auf mich als Leser sehr verworren und nicht nachvollziehbar wirkten, habe ich mich sehr schwer getan, den Roman durchgängig in einem Stück zu lesen. Für mein Empfinden haben sich die Handlungsstränge von Gegenwart und Vergangenheit nicht zusammengefügt mir persönlich sind auch zu viele Fragen offengeblieben.
Bewertungsstern, voll Bewertungsstern, voll Die Schatten der Vergangenheit - von Furbaby_Mom - 24.12.2019 zu Charlotte Kliemann „Die Zeit der vergessenen Kinder“
Martin und Claudia haben gleich zwei Dinge gemeinsam: sie sind alleinstehend mit Kindern und haben beide mit den traumatischen Folgen ihrer Vergangenheit zu kämpfen. Für Martin ist es Liebe auf den ersten Blick, als er Claudia aus der Ferne sieht. Dennoch werden zwei Jahre vergehen, ehe sie das erste Mal persönlich miteinander kommunizieren und feststellen, wieviel sie verbindet. Sowohl Martin als auch Claudia hadern mit der Gegenwart, fühlen sich unvollkommen und ausgegrenzt - unabhängig von ihren beruflichen Erfolgen. Eine glückliche Zukunft scheint ausgeschlossen, ehe man keinen Frieden mit der Vergangenheit geschlossen hat und seine seelischen Wunden hat heilen lassen. Dies war der erste Roman, in welchem ich mehr über die Verfolgung der Roma und Sinti zu Zeiten des Zweiten Weltkriegs gelesen habe und ich war erschüttert über die Gewalt und Diskriminierung, die völlig grundlos über die Roma hineingebrochen ist. Familien wurden auseinandergerissen, Menschen willkürlich ermordet, Kinder misshandelt einfach schrecklich. Speziell bei einer Szene, in der einem kleinen Jungen die Finger abgehackt werden, habe ich nur begrenzt weiterlesen können, weil die Intensität der Schilderung mich beinahe das Buch hätte abbrechen lassen. Den Schreibstil würde ich als bemüht poetisch und tiefgründig beschreiben. Oftmals habe ich über Ausdrücke in den Gedanken der Figuren irritiert den Kopf geschüttelt, da die Wortwahl einfach nicht authentisch wirkte. Künstlerisch, ja - aber eben nicht realistisch. Erzählt wird in mehreren Zeitebenen. Ich habe höllisch aufpassen müssen, da diese Erzählzeiten sich nicht einfach zwischen Vergangenheit (Martins Mutter Rubina) und Gegenwart (aus Martins Perspektive) abwechseln, sondern wild durcheinanderwirbeln: 2008, 1957, 2008, 1939, 1976, 2008, 1939-41, ... Mir war dieses Hin und Her zu viel. Das gesamte Werk wirkte auf mich enorm melancholisch und schwermütig - nun könnte man sagen: Logisch, es geht ja auch um ein ernstes Thema. Trotzdem finde ich, dass auch bei ernsten Themen kein Schleier der Negativität nach dem Lesen zurückbleiben sollte. Mit der männlichen Hauptfigur (Martin) bin ich leider überhaupt nicht warmgeworden, im Gegenteil. Er hat mich fürchterlich genervt. Seine Kinder verzieht er und erlaubt ihnen allerlei Dinge, die seine Ex-Frau (aus gutem Grund) verbietet und untergräbt damit die elterliche Autorität, anstatt sich wie ein verantwortlicher Vater zu benehmen. Claudia schenkt er aus heiterem Himmel ungefragt ein Haustier (!) - was als nette Geste gemeint sein soll, aber nur einmal mehr zeigt, wie unreif er ist. Tiere sind doch keine Gegenstände, die man mal eben spontan übergibt. Je mehr ich von Martin gelesen habe, desto eher habe ich hinsichtlich seiner Ex-Frau gedacht: Gott sei Dank ist sie den Typ los, der ist ja nicht zum Aushalten!` Ja, er hat in der Kindheit Traumatisches erlebt - aber das entschuldigt nicht sein gesamtes Verhalten. Die weibliche Hauptfigur der Gegenwart (Claudia) war mir sympathisch; ihre Gedanken, speziell im Hinblick auf ihre Mutter, waren nachvollziehbar und logisch geschildert. Insgesamt sind die Figuren mir fremd geblieben; am meisten nahegegangen sind mir noch die in der Vergangenheit angesiedelten Erlebnisse, die aus Sicht von Rubina erzählt worden sind. Die farbenfrohen Eindrücke der Indien-Reise waren ebenfalls ein Lichtblick. Fazit: Eine interessante Romanidee zu einem bisher wenig beleuchteten historischen Aspekt. Aufgrund der Umsetzung (wirre Zeitsprünge, teilweise unsympathische Figuren, offene Fragen) hat mich das Werk insgesamt leider nicht überzeugen können.
Bewertungsstern, voll Bewertungsstern, voll Bewertungsstern, voll Bewertungsstern, voll Die Vergangenheit ist nicht vorbei - von leseratte1310 - 21.12.2019 zu Charlotte Kliemann „Die Zeit der vergessenen Kinder“
Man kann seine Vergangenheit niemals ganz hinter sich lassen. Auch Martin und Claudia stellen das fest. Sie fühlen sich zueinander hingezogen und doch ist da die Vergangenheit, die noch nicht bewältigt ist. Je mehr es sie zueinander zieht, umso mehr wird ihre Liebe auf eine Probe gestellt. Werden sie eine gemeinsame Zukunft haben können? Martin ist der Sohn von Rubina, die 1941 als Roma-Mädchen mit ihrer Sippe flüchten musste, um nicht deportiert zu werden. Das was Rubina erleben musste und was sie traumatisiert hat, hat Auswirkungen auf Martin - sein Leben und sein Selbstwertgefühl. Claudia hat eine unglückliche Kindheit hinter sich und auch sie muss mit der Vergangenheit abschließen, um ihr Leben nach ihren Vorstellungen zu führen. Es war ein wenig schwierig in die Geschichte hineinzufinden, aber dann konnte man sich auch nicht mehr entziehen. Durch die Zeit- und Perspektivwechsel können wir Einblick in die Familien nehmen. Das Schicksal von Rubina hat mich sehr berührt. Allerdings hätte ich gerne noch mehr erfahren. Auch Claudias Vergangenheit hätte ein bisschen ausführlicher sein können. Martin und Claudia haben es nicht leicht gehabt, trotzdem wurde ich mit ihnen nicht so ganz warm. Solange sie ihre Vergangenheit nicht aufgearbeitet haben, ist der Weg für eine gemeinsame Zukunft nicht frei. Es ist eine Geschichte, die unter die Haut geht.
Bewertungsstern, voll Bewertungsstern, voll Leider mehr offene als beantwortete Fragen - von Bellis-Perennis - 19.12.2019 zu Charlotte Kliemann „Die Zeit der vergessenen Kinder“
An einem Morgen im November 1976, kurz nach meinem elften Geburtstag, nahm meine Mutter mich zu einem Ausflug mit in den Wald oberhalb des Möhnesees und kehrte allein wieder zurück mit diesem Satz beginnt der Debütrooman von Charlott Kliemann. Dieses Kind ist Martin, den dieses Ereignis schwer traumatisiert. Was muss das für eine Mutter sein, die ihrem Kind so etwas antut? Und wie verkraftet das ein Kind? Genauso wie Claudia, deren Lebensgeschichte Martin auf einem Laptop aus einer Verlassenschaft liest, schleppt Martin seine Belastungen mit sich herum. Zwei Traumatisierte, die versuchen, so etwas wie eine Beziehung einzugehen. Der Roman spielt auf drei Zeitebenen, 1941 und folgende Jahre, 1976 und 2008. Das macht ihn interessant und zugleich ein wenig unübersichtlich. Leider bin ich den Figuren nicht näher gekommen. Zwischen der Kindheit von Rubina (Martins Mutter), die als Angehörige der Roma in der Nazi-Zeit der Verfolgung ausgesetzt war, und der Episode im Wald, klaffen Lücken, die nicht geschlossen werden. Um Verständnis für Rubina, die nun in der Psychiatrie lebt, zu entwickeln, hätten diese geschlossen werden müssen. Auch Claudias Herkunft, der Vater ist ein strammer Nazi, die Mutter eine Jüdin, ist problematisch. Die Mutter hat Claudia verlassen als diese ein Kind war und leitet in Indien ein Waisenhaus. Claudia kann nicht verstehen, warum die Mutter ein Kind, nämlich sie, Claudia verlassen hat, um fremde Kinder zu betreuen. Ich kann diese Beweggründe ehrlich gesagt auch nicht nachvollziehen. Alles mit den Kriegsereignissen erklären zu wollen, erscheint mir nicht stichhaltig. Zum Schreibstil: Mit dem konnte ich mich nicht so recht anfreunden. An manchen Stellen soll er wohl poetisch sein, klingt aber ein wenig seltsam. "Ich suchte nach Claudias Geruch, dem Geruch nach gerösteten Mandeln, auf den ich gestoßen war, nachdem das Tutti-Frutt-Aroma ihres Parfums dem intensiven Gebrauch ihrer Leiblichkeit nicht standgehalten hatte, gewissermaßen abgewischt worden war." "Intensiver Gebrauch der Leiblichkeit"? denkt so ein liebender Mann nach einer Nacht voller Zärtlichkeiten? Sowohl Martin als auch Claudia scheinen sich wie Ertrinkende aneinander zu klammern und den jeweils anderen in den eigenen Abgrund zu ziehen. Vielleicht wäre professionelle Hilfe eine Lösung? Von den Charakteren bin ich am ehesten Rubina nahe gekommen. Die Geschichte ihrer Kindheit ist für mich gut nachvollziehbar. Letztlich bleiben mehr Fragen offen als beantwortet werden. Daher kann ich leider nur 2 Sterne vergeben.
Bewertungsstern, voll Bewertungsstern, voll Bewertungsstern, voll Bewertungsstern, voll Das Schicksal der Sinti und Roma - von Marakkaram - 15.12.2019 zu Charlotte Kliemann „Die Zeit der vergessenen Kinder“
** Ich saß hier neben dieser alten, verwitterten Frau, die einmal meine Mutter gewesen war und der Dreh- und Angelpunkt meines Fühlens und die mich eines Tages gezwungen hatte, jedes Gefühl zu ihr in mir zu ersticken. ** Dies ist die Geschichte von Rubina, einem Roma-Kind, die 1941 als 8-jährige, vor Verfolgung und drohender Deportation mit ihrer Sippe in den Wald flüchtet; ohne Pferde, ohne Wagen, ohne Vorräte.... Und es ist die Geschichte ihres Sohnes Martin, der nach einem traumatischen Erlebnis in seiner Kindheit nie ganz zu sich selbst gefunden hat; der, wenn er in den Spiegel schaut, als erstes diese großen dunklen Augen sieht, die braune Haut... seine Zweifel und mangelnde Selbstliebe. ließen seine Ehe scheitern, der Kontakt zur Mutter nicht vorhanden. Als er Claudia kennenlernt, scheint sie etwas zu verbinden, eine schwierige Kindheit und unheilvolle Familiengeschichte...doch reicht das, um sich zu öffnen, fallenzulassen, wieder zu vertrauen? Charlotte Kliemann nimmt sich einem oft vergessenen Thema an und erzählt anhand von Rubina, eine sehr emotionale Geschichte der Verfolgung, des Hungers, der Angst und auch des Todes und Verlustes. Rubinas Schicksal geht tief unter die Haut. Abwechselnd wird aus den Jahren 1939-1943 und 2008 erzählt, wobei es aber auch ganz kurze, immer wiederkehrende Kapitel aus 1976 gibt, Der Baum genannt. Der Anfang ist ein wenig komplex, man findet sich zwar gut zwischen den Zeitsträngen zurecht, sollte sich aber etwas Zeit zum einlesen nehmen. Grade Martin und Claudia sind mit ihrer Art und ihrem Denken zu Beginn nicht immer ganz einfach. Das tolle daran aber ist, sie machen eine sichtbare Entwicklung durch und als Leser spürt man, wie unheimlich schwer das für sie ist. Es gibt kein Friede, Freude, Eierkuchen von jetzt auf gleich, da bleibt die Autorin sehr realistisch, aber es bewegt sich etwas und zurück bleibt Hoffnung. Der Schreibstil ist sehr flüssig und angenehm. Manchmal mit kleinen, fast schon poetischen Stellen, die einen innehalten lassen und manchmal auch sperrig. Ich hätte gern noch etwas mehr über Martins Vergangenheit erfahren, mehr über seinen Bruder und Vater ~ das blieb leider ein wenig aussen vor. Und auch Rubina bleibt in späteren Jahren als Mutter und Ehefrau, recht blass. Da hätten es gern noch 150 Seiten mehr sein dürfen, die ich verschlungen hätte. Fazit: Ein dunkles Kapitel unserer Zeit, das viele Nachkommen immer noch in sich tragen. Ein absolut lesenswertes und packendes Buch! Lesen!
Bewertungsstern, voll Bewertungsstern, voll Bewertungsstern, voll Bewertungsstern, voll Ein bemerkenswertes Debüt - von cybergirl - 12.12.2019 zu Charlotte Kliemann „Die Zeit der vergessenen Kinder“
Als Martin und Claudia sich begegnen spüren sie gleich eine starke Verbundenheit. Beide haben ein Schicksal das sich nicht so leicht bewältigen lässt. Martin ist Sohn einer Roma deren Familie im Dritten Reich verfolgt wurde und auch heute leidet dieser Völkerstamm immer noch unter Diskriminierung. Claudia wurde als Kind von ihrer Mutter verlassen und ihr erster Mann hat den Freitod gewählt. Können diese 2 Menschen ihre Vergangenheit bewältigen und zueinander finden? Mit "Die Zeit der vergessenen Kinder" hat Charlotte Kliemann ein beeindruckenden Debütroman veröffentlicht der zum Nachdenken anregt. Ich habe schon einige Bücher aus der Zeit des Dritten Reiches gelesen und es ging meist um Judenverfolgung und Enteignung. Mich haben diese Geschehnisse immer sehr berührt und ich werde nie verstehen wie Menschen anderen so etwas antun können. In dieser Geschichte wird darauf aufmerksam gemacht, dass es auch andere ethnische Gruppen gab die in der Naziherrschaft verfolgt wurden. Auch diese Menschen soll man nicht vergessen und es ist gut, dass sie in dieser Geschichte einen Namen bekommen. Das Buch ist in 2 Zeitebenen aufgeteilt. Die Gegenwart wird aus Ich-Perspektive von Martin erzählt. Martin war mir gleich sympathisch. Er ist erfolgreich im Beruf, hat eine gescheiterte Ehe hinter sich und 2 liebenswerte Kinder. Er lernt die verwitwete Claudia kennen die auch 2 Kinder hat. Die beiden verstehen sich gut und auch die Kinder mögen sich auf Anhieb. Doch vor allem Claudia hat Angst eine neue Beziehung einzugehen so lange sie nicht mit der Vergangenheit Frieden geschlossen hat. Die 2. Zeitebene erzählt aus der Vergangenheit. Hier ist Martins Mutter Rubina noch ein Kind. Man erfährt all das schreckliche was die Familie und vor allem die kleine Rubina erlebt haben. Es war ein Leben auf der Flucht, ein Leben im Wald. So ein Kind kann das sicher nicht verstehen und es war auch niemand da der dem Mädchen beigestanden hat. Es ist kein Wunder, dass Rubina psychischer Störungen erlitten hat und jetzt in einer psychischen Klinik untergebracht ist. "Die Zeit der vergessenen Kinder" ist kein Buch was man mal schnell zwischendurch liest, man sollte dem Buch schon die Zeit geben die es verdient. Ich habe das Buch immer wieder mal zur Seite legen müssen um das gelesene zu verarbeiten. Gerade bei den Szenen aus der Vergangenheit ist bei mir ein richtiges Kopfkino entstanden. Der Schreibstil von Charlotte Kliemann ist flüssig und gut zu lesen. Die Beschreibungen sehr visuell. Ich würde mich freuen noch viele solcher Bücher der Autorin lesen zu dürfen.
Bewertungsstern, voll Bewertungsstern, voll Bewertungsstern, voll Bewertungsstern, voll Schicksalsroman - von begine - 07.12.2019 zu Charlotte Kliemann „Die Zeit der vergessenen Kinder“
Die Zeit der vergessenen Kinder zeigt das Schicksal der Roma ab 1941 im dritten Reich. Die Autorin Charlotte Kliemann verwebt die Geschichte gekonnt mit den Nachfahren in dem Jahr 2008. 1941 erlebt das Roma-Mädchen Rubina die Flucht vor der Deportation. 2008 lernen wir ihren Sohn Martin kennen. Er hat sich nach seiner Scheidung in Claudia verliebt. Die hat ihre eigene Geschichte.. Rubinas Erlebnisse in der Kriegszeit war schwer auszuhalten. Martins Erlebnis in seiner Kindheit kann man sich nicht verstehen. Die beiden Geschichten laufen etwas wirr durcheinander, aber doch ganz interessant . Die Autorin hat sich eine besondere Geschichte einfallen lassen. Der Schreibstil ist sonst gut und mich konnte der Roman fesseln.
Bewertungsstern, voll Bewertungsstern, voll Bewertungsstern, voll Sensible Figuren und Plot voller Stimmungen - von yellowdog - 07.12.2019 zu Charlotte Kliemann „Die Zeit der vergessenen Kinder“
Die Zeit der vergessenen Kinder ist ein Roman mit einem spezifischen Ton, der dem gediegenen Stil geschuldet ist, in dem das Buch verfasst ist. Das Buch lebt sehr von Stimmungen. Meistens sind sie Martin geschuldet, der sensiblen Hauptfigur. Ebenso empfindsam ist Claudia, die Frau, in der er sich verliebt. Beide haben eine Kindheit gehabt, die sie geprägt hat. Das führt zu Martins Mutter, die als Roma in Deutschlands schlimmster Zeit überlebt hat. Diese Vergangenheitsabschnitte in den vierziger Jahren haben einen eigene Sound. Obwohl mich das atmosphärische am Buch mich fasziniert, gibt es aber auch viele Sätze, die mich verblüffen. Ich will nicht so weit gehen, dass viele schiefe Bilder entstehen, aber ungewöhnliche schon. Ein Beispiel: "Sofort schlug der Wind auf mich ein." oder "Aus der Ferne rollte ein Geräusch heran." Dann gibt es auch Sätze, die zu gestelzt sind, z.B. "Während wir an den offenen Türen vorbeigingen, hinter deren sonnigen Rechtecken sich heute nichts regte, ..." ,Ganz gut gemacht ist, wie die Familienbeziehungen eingebunden werden, zum Beispiel ist Martin geschieden und hat zwei Kinder, Claudia hat eine Stieftochter, die ihr eine Freundin ist. Thematisiert wird auch, wie schwer es ist, über die Vergangenheit zu sprechen. Martin hat immerhin darüber geschrieben. Aber loslassen ist etwas anderes. Streckenweise empfinde ich das Buch leider als zu verworren, aber gute Ansätze gibt es.
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