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Aus der Mitte des Sees

Roman.
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Titel: Aus der Mitte des Sees
Autor/en: Moritz Heger

ISBN: 3257071469
EAN: 9783257071467
Roman.
Originaltitel: Aus der Mitte des Sees.
Diogenes Verlag AG

24. Februar 2021 - gebunden - 245 Seiten

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Eine Benediktinerabtei, idyllisch an einem See gelegen. Ihr Gastflügel ist gut besucht, doch die meisten Mönche nähern sich dem biblischen Alter. Gerade hat einer der jungen das Kloster verlassen und eine Familie gegründet. Seither stellt auch Lukas, Ende dreißig, seinen Lebensweg in Frage. Da taucht Sarah auf, aufmerksam, zugewandt und körperlich. Um zu einer Entscheidung zu finden, überlässt sich Lukas dem See: Beim Schwimmen öffnen sich Körper und Geist.


Moritz Heger, geboren 1971 in Stuttgart, studierte Germanistik, evangelische Theologie und Theaterwissenschaft in Mainz, erhielt 2007 den MDR-Literaturpreis und den zugehörigen Publikumspreis. Neben dem Schreiben arbeitet er als Lehrer an einem Stuttgarter Gymnasium. >Aus der Mitte des Sees< ist nach >In den Schnee< (2008) sein zweiter Roman.
»Das Reizvolle an diesem Roman: Er plädiert für das Sich-Einlassen auf das Neue und auf das Alte. Und er gewährt einen Blick in eine unvertraute Welt.«
Claudia Ingenhoven / MDR Kultur, Halle/Saale

» Aus der Mitte des Sees ist ein leiser Roman, nachdenklich, melancholisch, sehr dicht gestrickt und dennoch voller offener Entwicklungsfäden.«
Silke Arning / SWR 2, Stuttgart

»Moritz Heger hat einen klugen, lakonischen Roman geschrieben über den Glauben und die Suche nach dem richtigen Lebensweg.«
Sabine Willkop / SWR2, Stuttgart

»Eine Geschichte mit Tiefe über Glauben, Liebe, Gemeinschaft und Verpflichtung. Der Roman ist eine Auszeit, die noch lange im Gedächtnis bleibt.«
Gina Arzdorf / Frankfurter Allgemeine Zeitung
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Bewertungsstern, voll Bewertungsstern, voll Bewertungsstern, voll Bewertungsstern, voll Bewertungsstern, voll eine Kostbarkeit - von Tilman Schneider - 21.06.2021 zu Moritz Heger „Aus der Mitte des Sees“
Lukas ist Mönch in einer Benediktiner Abtei und liebt sein ruhiges Leben. Sein Mitbruder hat die Einrichtung verlassen und hat geheiratet und ist Vater geworden. Lukas soll die Patenschaft übernehmen und weiß nicht, ob er es tun soll. Diese Frage lässt ihn nicht los, lässt ihn überdenken und hadern und bringt sein Leben ins Wanken. Er liebt die stillen Gebete und Rituale, aber Ruhe findet er hauptsächlich am nahe gelgenen See. Hier können seine Gedanken sich frei schwimmen. Als Sarah die Abteil besucht und immer wieder auftaucht, bekommt Lukas noch mehr zum nachdenken und weiß nicht mehr so genau, wie sein Weg verlaufen soll. Es ist ein ruhiges Buch vom Stuttgarter Moirtz Heger, aber genau das macht den Reiz aus. Ganz besonders und mit einem wunderbaren Erzählstil, lässt er uns in den See eintauchen, in das Leben von Lukas. Eine Kostbarkeit.
Bewertungsstern, voll Bewertungsstern, voll Bewertungsstern, voll Bewertungsstern, voll Aus dem Leben eines Mönchs - von lisbethsalander - 12.04.2021 zu Moritz Heger „Aus der Mitte des Sees“
Auf das Buch aufmerksam geworden war ich zum einen durch seinen Titel als auch die Erwähnung im Klappentext, dass sich der Protagonist Entscheidungen beim Schwimmen stellt. Etwas, was mir in den letzten Jahren auch schon mal so ging. Wir lernen in diesem Roman von Moritz Heger den jungen Mönch Lukas kennen und begleiten ihn 14 Tage in seinem Leben in einem Kloster. Durch den sogenannten Gastflügel, der Externe für einen gewissen Zeitraum beherbergt, kommen die Klosterbrüder mit anderen Menschen, selbstverständlich auch Frauen, in Berührung. Alles, was in dieser Geschichte erzählt wird, erfahren wir ausschließlich durch Lukas Gedanken, es ist, als wären wir in seinem Kopf. Mich hat dies anfangs etwas verwirrt, weil es ein ungewohnter Stil war, und doch hat es eine gewisse Faszination ausgeübt. Es erinnerte mich an die eigenen Denkprozesse, bei denen man hin und her springt zwischen Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft. Lukas und mit ihm auch der Leser nähert sich so existenziellen allgemeinen philosophischen Fragen, aber wir erleben auch alltägliche Details aus seinem Leben im Kloster. Wie geht er mit Versuchungen um, wie verarbeitet er den Verlust eines Freundes und Mitbruders, der zum weltlichen Leben zurück gekehrt ist. Aufgrund der Kürze des Buches werden leider für mich nicht alle auftauchenden Fragen zufriedenstellend beantwortet. Einiges wird nur gestreift, ich hätte über einige Charaktere und Lukas Vorgeschichte gerne noch mehr erfahren. Deshalb nicht die volle Punktzahl. Aber alles in allem eine ruhige Geschichte, für die ich an diejenigen, die sich darauf einzulassen bereit sind, eine Leseempfehlung aussprechen möchte! Der ruhige Erzählstil und die wunderbaren philosophischen Denkanstöße waren einmal etwas ganz Anderes!
Bewertungsstern, voll Bewertungsstern, voll Bewertungsstern, voll Bewertungsstern, voll Schwimmen - von mars - 31.03.2021 zu Moritz Heger „Aus der Mitte des Sees“
Dieses Buch ist anders und die Lektüre braucht Zeit; zumindest habe ich Zeit dafür gebraucht, um einzutauchen in die Gedankengänge von Bruder Lukas. Erzählt wird das Buch - bis auf den Epilog - aus seiner Sicht und genauer gesagt nehmen wir teil an seinen Gedanken und seinem inneren Monolog, wobei er meist einen konkreten Ansprechpartner bei diesen Gesprächen wählt. Der Protagonist ist Ende 30, vor einiger Zeit hat der einzige andere junge Mönch das Kloster verlassen - sogar nach der ewigen Profess. Andreas hat geheiratet und ist gerade Vater geworden. Lukas hadert nun mit sich und seinem Glauben, er macht sich Gedanken über die Überalterung des Klosters, über seine Mitbrüder, über seine Zukunft, über Sarah, die er am See trifft und vieles mehr. Schwimmen entspannt und regt ihn zum Nachdenken an; so verarbeitet er seinen Tag. Die Gedankensprünge sind manchmal recht groß, auch wechselt der Ansprechpartner häufig. Manche Abschnitte sind nur einen Satz lang, andere länger. Elf aufeinanderfolgende Tage und noch der 14. Tag. Ein Buch, das sich schwer in Worte fassen lässt, aber bei mir einen tiefen Eindruck hinterlassen hat. Ein Buch, dass sicherlich kontrovers aufgefasst wird und das einige Tabus anspricht. Eines, das polarisiert. Mir gefiel es.
Bewertungsstern, voll Bewertungsstern, voll Ein Bruder am Scheideweg - von biancaneve66 - 27.03.2021 zu Moritz Heger „Aus der Mitte des Sees“
Lukas lebt seit sechzehn Jahren in einer Benediktinerabtei. Mit Ende dreißig ist er jüngste der Mönche; sein Freund Andreas hat vor einiger Zeit das Kloster verlassen. Als Andreas Kind zur Welt kommt, beginnt Lukas sein eigenes Leben zu überdenken. Das Kloster liegt an einem See, und dort, beim Schwimmen oder am Steg sitzend, gelingt es Lukas am besten seine Gedanken zu ordnen. Das Cover ist gewohnt in der Art des Diogenes Verlags gehalten. Die Abbildung zeigt die Leiter, die ins Wasser führt; das Wasser ist dunkelgrün und geheimnisvoll, die Wasseroberfläche ruhig. Die Handlung des Buches erstreckt sich über den kurzen Zeitraum von vierzehn Tagen. Der Ich-Erzähler Lukas ordnet seine Gedanken täglich beim Schwimmen und adressiert diese immer an einen anderen Zuhörer. Der Schreibstil dieses Romans ist gehoben, eigentlich sehr schön - ich möchte sagen - makellos, und grammatikalisch korrekt; Gefühle übermittelt er meiner Meinung nach aber leider nicht. Gerade weil Lukas seine philosophischen Gedanken an ihm bekannte Menschen richtet, hätte ich eine weniger steife Sprache erwartet. Lukas spricht seine Gedanken aus, bleibt durch die fehlerfreien Satzkonstruktionen aber immer auf Distanz zu seinem Publikum; er stellt sich gewissermaßen "über" sie. Ob ihm diese Stellung als Mönch auch zusteht, ist eine andere Frage. Er hat sich mit den Regeln des Ordens "arrangiert", legt diese nach seiner Denkweise und zu seinem Vorteil aus. Vielleicht liegt darin der Grund, dass ich keine Sympathie für den Protagonisten empfinden konnte. Oft schwankt er einfach zwischen Selbstmitleid und Beschuldigung anderer; einen Gewissenskonflikt , der sich in seiner Situation durchaus hätte ergeben können, habe ich genauso vermisst wie überhaupt einen "roten Faden" in dieser Geschichte. Vieles wiederholt sich, wie zum Beispiel die häufig wiederkehrende Beschreibung des Sees. Anderes wird nur kurz oberflächlich angedeutet; Gründe für Lukas Handeln vermisst der Leser meist. Schade, das Thema hätte mich angesprochen, die Umsetzung ist allerdings wenig gelungen.
Bewertungsstern, voll Bewertungsstern, voll Bewertungsstern, voll Bewertungsstern, voll Bewertungsstern, voll Aneinander vorbeigeredet - von Karl - 25.03.2021 zu Moritz Heger „Aus der Mitte des Sees“
Das Buch und ich haben aneinander vorbei geredet bis wir nicht mehr wussten ob wir einer Meinung waren oder nicht. Zu diesem Ergebnis kam ich am Ende der Lektüre. Doch zunächst begann sie wie das Gespräch mit einem Fremden. Ich wusste noch nichts über Handlung und Protagonisten, war aber neugierig darauf sie kennenzulernen und musste mich dafür erst einmal auf den Charakter des Buches einlassen. Der Roman hat ein ruhiges, nachdenkliches Wesen. Es ist ein angenehmer Gesprächspartner will man sich einfach von einem Gedanken zum nächsten tragen lassen und über Gott und die Welt reden - wortwörtlich. Geschichte und Erzählstil waren für mich ausgewöhnlich und neu - und damit aufregend. Die Mühe, die es macht, den Gedankengängen zu folgen und die vielen offenen Fragen über das Buch haben mich angespornt weiterzulesen und mehr zu erfahren. Ich war beeindruckt von dem Buch. Seiner feinfühligen Ausdrucksweise, seinem vielfältigen Blick auf die Welt und seinen Mut sich an das Thema Kirche und Kloster heranzuwagen. Denn beides sind keine einfachen Themen. Jeder hat dazu eine feste Meinung, egal ob fundiert oder nicht. Ich habe mich deswegen bereits vorher darauf vorbereitet, dass die Geschichte eventuell ein anderes oder sogar gegenläufiges Bild als meins zu diesem Thema beschreibt. Umso mehr hat es mich überrascht, wie bereitwillig das Buch verschiedene Meinungen zulässt und mich sogar auffordert mich selbst mit dem Erzählten auseinanderzusetzen. Der erste Eindruck war also gut. Ich war mir sicher in dem Roman einen spannenden Gesprächspartner gefunden zu haben. Doch je weiter sich der Dialog spann, desto mehr hatte ich den Eindruck das Buch und ich redeten aneinander vorbei. Das bezieht sich nicht darauf, ob wir immer einer Meinung waren oder nicht. Das weiß ich gar nicht so recht, weil wir überhaupt keine gemeinsame Sprache fanden. Manche Aspekte schienen dem Buch ungeheuerlich wichtig zu sein - der See zum Beispiel - und es kam immer wieder darauf zurück. Nervte mich mit Wiederholungen, deren Bedeutsamkeit sich mir nicht erschloss. Auf manchen Punkten wurde geradezu herumgeritten, während andere von der Geschichte hingegen einfach als uninteressant abgetan wurden oder aus der Erzählung verschwanden. Ich hätte aber manches davon durchaus spannend gefunden und mich gerne etwas länger darüber unterhalten. Das Buch und ich fanden scheinbar einfach kein gemeinsames Gesprächsthema. Am Ende kamen wir dann bei den Nebenhandlungen noch am ehesten in den Redefluss. Sie waren wie unverfänglicher Smalltalk, der uns eine Verschnaufpause von den zentraleren Themen gab, zu denen wir es einfach nicht schafften und gegenseitig unsere jeweiligen Positionen und Meinungen zu erklären. Bis zum Schluss fanden wir keine gemeinsame Basis. Am Ende hatte ich den Eindruck wollten wir beide das Gespräch einfach abschließen. So ruhig und fast schon meditativ wie der Erzählstil die ganzen Zeit war, so flott und ungeduldig preschte die Handlung am Schluss voran. Die Unterhaltung war mir inzwischen sehr anstrengend geworden. Deswegen war ich zum einen froh, zum anderen kam ich aber auch wieder nicht ganz mit. Ich konnte nicht alles nachvollziehen und das machte es unglaubwürdig für mich. Was mir das Buch also letzten Endes sagen wollte, habe ich nicht recht verstanden. Ich wusste nur, wir passten nicht zusammen. Aber ich wusste auch - wie so oft, wenn man sich aus der Komfortzone herauswagt - dass sich die Lektüre dennoch gelohnt hat. Gerade in dem Moment, indem man begreift, dass man aneinander vorbeiredet, wird man überrascht und entdeckt eine neue Perspektive.
Bewertungsstern, voll Bewertungsstern, voll Bewertungsstern, voll Schwimmen und nachdenken, nachdenken und schwimmen ¿ - von Herbstrose - 22.03.2021 zu Moritz Heger „Aus der Mitte des Sees“
Seit sein bester Freund und Mitbruder Andreas weg ist, geheiratet hat und nun auch Vater geworden ist, zweifelt der 38jährige Benediktinermönch Lukas an sich, seiner Berufung und seiner Bestimmung. Er ist einsam, fühlt sich verlassen, und so geht er immer wieder zum Schwimmen an den See. Dort kann er sich ganz seinen Gedanken und Gefühlen hingeben, fühlt sich umarmt und getragen vom Wasser. Dort am See ist es auch, als plötzlich Sarah auftaucht. Lukas fühlt sich von der jungen Frau magisch angezogen. Sie ist körperlich präsent und schenkt ihm ihre ganze Aufmerksamkeit. Als ihm dann die Leitung des Klosters angeboten wird muss er sich entscheiden, welchen Weg er zukünftig einschlagen will ¿ Der Autor Moritz Heger wurde 1971 in Stuttgart geboren, studierte Freie Kunst in Saarbrücken und anschließend in Mainz Germanistik, Evangelische Theologie, Pädagogik und Theaterwissenschaften und gewann bereits mehrere regionale Literaturpreise. Neben dem Schreiben arbeitet er als Gymnasiallehrer für Deutsch und Religion in Stuttgart. "Aus der Mitte des Sees" ist sein zweiter Roman. Dass der Autor sich regelmäßig eine Auszeit im Kloster nimmt, wie er in einem Interview am Ende des Buches sagt, ist der Geschichte anzumerken, denn er kennt sich mit den Abläufen und Gepflogenheiten des Klosterlebens gut aus. Leider kommt diese Perspektive etwas zu kurz, ich hätte gerne etwas mehr darüber gelesen. Stattdessen überwiegen die Gedanken des Protagonisten, die abwechselnd an verschiedene Personen gerichtet sind und sich oft um ganz banale Dinge, oft auch um seine Berufung, seinen Glauben, den Zölibat und um Gott drehen. Diese wiederholen sich immer und immer wieder, und oft weiß mal als Leser zunächst nicht, an welche Person seine Grübeleien gerade gerichtet sind. Als er dann Sarah begegnet vermisse ich seinen Gewissenskonflikt, den er als Benediktinermönch und Prior eines Klosters zweifellos haben müsste. Schreibstil und Satzbau dieses Romans sind sehr gewöhnungsbedürftig - es werden viele Insider-Begriffe und Fremdwörter verwendet, die nicht in jedermanns Wortschatz vorhanden sein dürften. Die vielen gedanklichen Monologe des Bruder Lukas, teils wirr formuliert, waren für mich weder philosophisch, noch poetisch oder tiefsinnig, sondern eher irritierend und ermüdend. Wir begleiten ihn während ein paar Tagen im Sommer, zu kurz als dass ich mir ein genaueres Bild von ihm machen könnte. Auch die anderen Figuren bleiben blass in meiner Vorstellung. Einzig greifbar ist für mich der See und dessen Schönheit, an den es Lukas immer wieder zieht und an dem sich ein Großteil der Handlung abspielt. Das Ende kommt überraschend schnell und ist nach meiner Meinung etwas unwahrscheinlich. Es bleiben einige Fragen offen, die auch durch den Epilog nicht ganz geklärt werden können. Fazit: Ein interessanter Plot, von dessen Umsetzung ich mir mehr versprochen hatte.
Bewertungsstern, voll Bewertungsstern, voll Bewertungsstern, voll Bewertungsstern, voll Bewertungsstern, voll Ein ruhiges Buch das tiefe Einblicke in die Gedanken eines Mönchs gibt - von Tara - 20.03.2021 zu Moritz Heger „Aus der Mitte des Sees“
"Aus der Mitte des Sees" ist der zweite Roman des Autors Moritz Heger. Lukas ist vor 16 Jahren in eine Benediktinerabtei eingetreten. Die Abtei liegt an einem Vulkansee. Dieser dient ihm und seinem Bruder Andreas - mit dem er damals gemeinsam in das Kloster eintrat - als Rückzugsort, bis Andreas sich verliebt und das Kloster verlässt. Nun geht Lukas alleine zum See und hängt dort am Steg seinen Gedanken über den Tag nach. Über 14 Tage begleitet man Lukas, erfährt durch ihn einiges über das Leben im Kloster und auch über die Gäste, die sich dort eine Auszeit nehmen. Unter diesen ist auch Sarah ein junge Frau, die das Interesse von Lukas weckt. Der Schreibstil des Autors ist ruhig und unaufgeregt, passt perfekt zum Leben der Mönche, zu der Atmosphäre des Klosters und des Sees. Man erhält tiefe und intensive Einblicke in die Gedanken von Lukas, die teilweise ein wenig hin- und herspringen. Dabei spürt man seine Zerrissenheit, er stellt alles in Frage, seine Vergangenheit, sein Leben im Kloster und seine Freundschaft zu Andreas. Die Einblicke in das Klosterleben, in dem sich seit vielen Jahrhunderten nur wenig geändert hat, sind interessant. Moritz Heger berichtet in einem das Buch abschließenden Interview, dass er selbst regelmäßig eine Auszeit in einem Kloster nimmt und genau das merkt man beim Lesen. Er weiß wovon er spricht und hat seinem Protagonisten und auch den übrigen Charakteren ein authentisches Gesicht gegeben. Für mich war das Buch eine regelrechte Pause vom Alltag, es hatte etwas Entschleunigendes und ich kann es als ruhige Lektüre zum Herunterkommen und Nachdenken empfehlen.
Bewertungsstern, voll Bewertungsstern, voll Bewertungsstern, voll Bewertungsstern, voll Für mich keine seichte Lektüre - von Leserin - 25.02.2021 zu Moritz Heger „Aus der Mitte des Sees“
Eine Benediktinerabtei, idyllisch an einem See gelegen. Ihr Gastflügel ist gut besucht, doch die meisten Mönche nähern sich dem biblischen Alter. Gerade hat einer der jungen das Kloster verlassen und eine Familie gegründet. Seither stellt auch Lukas, Ende dreißig, seinen Lebensweg in Frage. Da taucht Sarah auf, aufmerksam, zugewandt und körperlich. Um zu einer Entscheidung zu finden, überlässt sich Lukas dem See: Beim Schwimmen öffnen sich Körper und Geist. (Klappentext) Mit diesem Roman taucht man ein in das Leben und den Ablauf in einem Kloster. Der Schreibstil ist sehr gut zu lesen, verständlich und klar. Die verschiedenen Charaktere sind gut geschildert und ausgearbeitet. Die Handlung und auch die Handlungsorte konnte ich mir sehr gut vorstellen. Auch die Interessenskonflikte, denen Mönche unterliegen können, werden hier sehr gut ausgearbeitet. Die verschiedenen Emotionen kamen gut an und ich spürte sie fast körperlich. Der Roman hat mich viele Dinge anders betrachten lassen und ich war während des Lesens sehr oft nachdenklich. Für mich war es keine seichte Lektüre.
Bewertungsstern, voll Bewertungsstern, voll Bewertungsstern, voll Bewertungsstern, voll Gedanken ans Leben - von amara5 - 24.02.2021 zu Moritz Heger „Aus der Mitte des Sees“
Der junge Mönch Lukas kommt in eine Krise, als sein Mitbruder und Freund Andreas den Glaubensorden der Benediktiner verlässt, um zu heiraten und Vater zu sein. Seit 16 Jahren ist Lukas Teil der Benediktinerabtei und mit 39 Jahren unter den Jüngsten. Er schreibt gedankliche Briefe an seine Bekannten, versucht das Chaos, den Zweifel und die Unruhe in seinen Gedanken zu ordnen, sucht Selbsterkenntnis und betrachtet sein Leben sehr konzentriert. Dabei reiht sich Ereignis, Gefühl und Begegnung assoziativ aneinander, mal ruhig, mal stürmisch wie das Wetter. Daneben erlebt der Leser viele atmosphärische Szenen aus dem Klosterleben und mit den unterschiedlichen Besuchern. Immer wieder treibt es Lukas an den Klostersee ¿ dort kann er sich orten und tragen lassen, beobachtet die Natur und das Wetter, schwimmt für sein Leben gern. Doch als Schauspielerin Sarah am Steg erscheint, gerät Lukas so richtig ins Wanken: Kann er sich eine Liebe vorstellen? ¿Du hast eine Wunde, und das ist eine Chance für mich, weil ich auch eine Wunde habe. So viel Versteinertes in mir, so viel Abgekapseltes.¿ S. 188 Unterteilt in 14 Tagen, gewährt Moritz Heger poetisch und in klarer Prosa einen intimen Einblick in den Kopf des Protagonisten und in seine Lebensfragen und Zweifel ¿ wunderschöne und feinfühlige Natur- und Menschbeobachtungen werden in den inneren Konflikt miteingewoben. Sprunghaft wechseln die Themen mit den Gedanken von Lukas, finden wieder einen Ankerpunkt und strömen von Neuem los. Der Kreislauf des Lebens im Innen und im Außen, Geburt, Tod und Liebe wunderbar und präzise eingefangen. Eine intensive Selbsterforschung, literarisch gelungen und die anspornt, ein paar Ecken und Erlebnisse des eigenen Lebens mal wieder zu umkreisen.
Bewertungsstern, voll Bewertungsstern, voll Bewertungsstern, voll Bewertungsstern, voll Eindringliche Innenschau - von bobbi - 24.02.2021 zu Moritz Heger „Aus der Mitte des Sees“
Seit 16 Jahren ist Bruder Lukas Mönch in einer Benediktinerabtei und mit knapp 40 einer der jüngsten. Als sein Freund und Mitbruder Andreas aus dem Kloster austritt, um eine Familie zu gründen, kommt Lukas ins Schwanken. Unruhe befällt seine Gedanken und er beginnt eine assoziative Selbsterforschung als innerer Monolog, bezieht Vergangenes, Familie und Begegnungen mit Menschen im Kloster, aber auch verschiedene Zukunftsszenarien ein. Aber auch das Leben außerhalb der Abteimauern lässt ihn gedanklich nicht in Ruhe ¿ was verpasst er? Wie wird Andreas¿ Leben nun aussehen? Als Schauspielerin Sarah an seinem Rückzugsort, dem Steg, auftaucht, kommt Lukas richtig durcheinander ¿ sie bietet ihm viel Raum für Fantasien. 14 Tage lang, jeder Tag als Überschrift, begleitet Moritz Heger in wunderschöner, poetischer und origineller Prosa seinen Protagonisten Lukas ¿ intime, kreisende und sprunghafte Gedanken wechseln mit der Außenperspektive des idyllischen Sees und dem meditativen Schwimmen. Hier ankert sich der Mönch und kann etwas Frieden von seinem rasanten Grübelkarussell finden ¿ er wird getragen. ¿Ohne Wasser kann ich nicht schwimmen, ich habe es versucht, ich komme heillos durcheinander. Ich kann also gar nicht schwimmen. Das Wasser schwimmt mich. (¿) Wie schön das ist, geführt zu werden.¿ (S. 116) Eindringlich, subtil und assoziativ ist diese literarische Selbsterforschung ein kleines Kleinod, das anregt, über sein eigenes Leben und das Wesentliche zu reflektieren und trotzdem viel Spielraum für eigene Fantasien lässt. Ein kluger, fließender Gedankenstrom, der auch mal unruhig vom Unwetter ergriffen wird, sich dann wieder legt und immer weiter fließt. Jede Geschichte entpuppt eine weitere, in die geschickt atmosphärische Szenen aus dem Klosteralltag und Glaubens- sowie Lebensfragen eingefädelt werden. Zwei Wochen lang hat sich Bruder Lukas intensiv mit sich selbst konfrontiert ¿ und ich bin ihm bei seinen Erkenntnissen sehr gerne gefolgt!
Bewertungsstern, voll Bewertungsstern, voll Bewertungsstern, voll Bewertungsstern, voll Bewertungsstern, voll Momente am See - von yellowdog - 23.02.2021 zu Moritz Heger „Aus der Mitte des Sees“
Ein ruhiges, sehr reflektierendes Buch, auf das man sich einlassen muss, sonst wird es zum Geduldspiel. Der Mönch Lukas, ca. 39, ist der jüngste im Benedikterkloster. Es gab noch Andreas, der jünger war und ein Freund, aber er hat das Kloster verlassen und eine Familie gegründet. Es ist eine innere Zwiesprache, die Lukas hält. Zuerst mit Andreas, aber auch mit anderen, insbesondere mit Sarah, die zu Gast in der Umgebung ist. Es gibt viele Passagen am See oder beim Schwimmen, die etwas meditatives haben, aber es gibt auch Gedankengänge von Lukas, bei denen man seine Unruhe spürt. Moritz Heger besitzt eine bildreiche Sprache, die er entsprechend fein einzusetzen weiß. Für mich war das gerade in dieser Form sehr ansprechend.
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