Die Housesitterin ist ein neuer Thriller von Emily Rudolf. Das Buch beinhaltet 432 Seiten.
Cecilia hat schon bei einigen Leuten als Haussitterin gearbeitet. Nach dem Tod ihrer Mutter ist sie am Boden zerstört. Sie ist ohne Geld, kann sich nicht mal ein WG-Zimmer leisten. Nun bewirbt sie sich erneut bei der Familie Waldners. Sie hat ihr Vorstellungsgespräch bei dem Sohn Johannes und soll diesmal eine Villa auf einer unbewohnten Insel an der Ostsee behüten. Zugang dorthin ist nur mit dem privatem Bootsführer Daniel möglich. Cecilia bekommt die Stelle. Inzwischen kommen sie und Johannes sich näher. Nach außen sieht es aus, als wäre es Liebe und eine ernste Beziehung. Wenn sie sich alleine oder ängstlich fühlen sollte, hat sie auch von ihm die Erlaubnis gekriegt, dass sie über das Wochenende auch ihre Freunde miteinladen darf. Nur soll angeblich Johannes die Tage verhindert sein und kann selbst nicht kommen. Cecilia nutzt es aus, lädt die 3 Leute ein. Nun werden alle plötzlich überrascht, Johannes ist mit von der Partie. Nicht alle sind damit zufrieden, aber warum??? Es sind 4 Leute, jeder trägt ein Geheimnis mit sich. Jeder handelt , um seine Vorteile zu gewinnen. Würden sie soweit gehen, gar sogar jemanden zu töten?
Die Geschichte wird aus wechselnden Perspektiven in der Gegenwart und Vergangenheit erzählt. Cecilia sucht nach dem Tod ihrer Mutter Halt. Johannes versucht nach dem Tod seines Vaters seine Kontrolle und Gefühle unter einen Hut zu bringen. Jeder kämpft hier für sich alleine. Hoffentlich mit Erfolg. Mich hat die Geschichte bis zum Ende gefesselt.. Die Freunde, die auf die Insel kommen, spielen alle ein Katz-und-Maus - Spiel. Jeder verbirgt etwas, jeder hat etwas zu erledigen, man darf hier keinem trauen. Die Wendungen kamen überraschend, wirkten aber authentisch und glaubwürdig. Der Schreibstil ist leicht, locker, flüssig und spannend. Die Kapitel haben angenehme Leselänge , es kommt keine Langeweile auf, weil die Spannung andauernd anhält. Die Charaktere sind gut ausgearbeitet, sow wirken auf den Leser lebensecht. Von manchen hätte ich mir aber mehr gewünscht, sie gingen im Laufe der Geschichte definitiv unter. Fazit: Glaube keinem, denn jeder kann dein Feind sein. Die Geschichte hat mir gut gefallen, vergebe 4 Sterne und eine Weiterempfehlung.