Die Psychiaterin war mein erster Thriller, den ich von Freida McFadden gelesen habe. Ich war mächtig gespannt darauf, was mich wohl erwartet, weil ich schon so viel Gutes über die Autorin gehört hatte. Nun, meine Vorfreude wurde nicht enttäuscht, ganz im Gegenteil. Die Geschichte wird aus zwei Perspektiven und ebenso vielen Zeitsträngen erzählt. Wir bewegen uns abwechselnd zwischen der Gegenwart, in der Tricia ihre Eindrücke beschreibt und der Vergangenheit, die von Dr. Adrienne Hale der Psychiaterin - dokumentiert werden. Letztendlich spielen all die gruseligen Ereignisse mehr oder weniger im riesigen Haus der Psychiaterin, das sehr einsam weit ab vom nächsten Nachbarn gelegen ist und in dem sie ihre Patienten empfängt. Nach ihrem Verschwinden steht das Haus zum Verkauf und Ethan meldet gemeinsam mit seiner Frau Tricia Interesse an. Sie sitzen letztendlich bei eine geplanten Besichtigungstermin fest in diesem Anwesen, nachdem ein verheerender Schneesturm über das Land gefegt ist. Unheimlich gruselig gestalten sich die nächsten Stunden.
Die Autorin vermag es eine atmosphärische Stimmung aufzubauen, die einem immer wieder einen kalten Schauer über den Rücken laufen lässt. Je tiefer man in die Geschichte einsteigt, umso mehr glaubt man des Rätsels Lösung gefunden zu haben. Doch neue Informationen führen sehr schnell weg von dieser vermeintlichen Spur. Damit wird die Spannung bis zum Schluss auf einem hohen Niveau gehalten und plötzliche Wendungen liefern ungeahnte, verblüffende Einsichten.