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Sharpes Feuerprobe

Originaltitel: Sharpe's Tiger.
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Produktdetails

Titel: Sharpes Feuerprobe
Autor/en: Bernard Cornwell

EAN: 9783838700441
Format:  EPUB
Originaltitel: Sharpe's Tiger.
Übersetzt von Joachim Honnef
Lübbe

17. März 2009 - epub eBook - 460 Seiten

Indien, 1799. Die britische Armee bereitet sich auf die Belagerung der Inselfestung Seringapatam vor, als ein britischer Offizier in Gefangenschaft gerät. Der junge Soldat Richard Sharpe soll den Mann befreien. Um dem tyrannischen Sergeant Hakeswill zu entkommen und sich vor einer Auspeitschung zu retten, nimmt Sharpe den Auftrag an. Doch die Festung des indischen Herrschers Tippu Sultan ist fremdartiger und gefährlicher, als er sich jemals hätte träumen lassen. Plötzlich liegt auch das Schicksal seiner Kameraden in Sharpes Händen.
Bernard Cornwell wurde 1944 in London geboren. Er arbeitete lange für die BBC, unter anderem in Nordirland, wo er seine Frau kennenlernte. Heute lebt er die meiste Zeit in den USA. Er ist der Autor zahlreicher international erfolgreicher historischer Romane und Thriller. Die Sharpe-Serie, die er in den 80er Jahren zu schreiben begann, hat Kultstatus erreicht und wurde von der BBC mit Sean Bean in der Hauptrolle verfilmt.

KAPITEL 1


Es ist seltsam, dachte Richard Sharpe, dass es keine Geier in England gibt. Jedenfalls keine, die er gesehen hatte. Hässliche Viecher waren das. Ratten mit Schwingen. Er dachte viel über Geier nach, und er hatte eine Menge Zeit zum Denken, weil er Soldat war, ein gemeiner, für den die Armee meist das Denken übernahm. Sie entschied, wann er aufwachte, schlafen ging, aß und marschierte und wann er herumgammeln und das tun musste, was er die meiste Zeit tat – nichts. Sich beeilen und nichts tun, so liefen die Dinge bei der Armee, und das hatte er satt. Er langweilte sich und dachte ans Desertieren.

Er und Mary. Einfach abhauen.

Daran dachte er jetzt, und es war komisch, sich ausgerechnet jetzt damit zu befassen, weil die Armee im Begriff war, Richard Sharpe seine erste richtige Schlacht zu bieten. Er hatte bereits an einer teilgenommen, doch das war vor fünf Jahren gewesen, und es war eine schmutzige, verwirrende Sache gewesen, und keiner hatte gewusst, warum das 33. Regiment in Flandern war oder was es dort tun sollte. Letzten Endes hatten sie dort nichts anderes getan, außer zu erwarten, ein paar Schüsse auf die vom Nebel umhüllten Franzosen abzugeben, und die ganze Sache war fast vorüber gewesen, bevor der junge Richard Sharpe gewusst hatte, dass sie begonnen hatte.

Er hatte einige Männer sterben sehen. Am besten erinnerte er sich an Sergeant Hawthornes Tod, weil der Sergeant von einer Musketenkugel getroffen worden war, die eine Rippe aus seinem roten Uniformrock trieb. Es war kaum ein Tropfen Blut zu sehen gewesen, nur die weiße Rippe, die aus dem verblichenen roten Tuch ragte.

»Du könntest deinen Hut dran aufhängen«, hatte Hawthorne erstaunt gesagt, dann hatte er geschluchzt, und danach hatte er Blut gespuckt und war zusammengebrochen.

Sharpe hatte weiter geladen und gefeuert, und dann, gerade als ihm die Sa
che fast Spaß gemacht hatte, war das Bataillon davonmarschiert und nach England zurückgesegelt. War das eine Schlacht gewesen!

Jetzt war er in Indien. Er kannte nicht den Grund der Invasion von Maisur, und er interessierte ihn auch nicht besonders. König George III. wollte Richard Sharpe in Indien haben, und so war er dort.

Doch der Dienst für den König langweilte ihn jetzt. Er war jung, und er glaubte, dass das Leben mehr zu bieten hatte, als sich zu langweilen und nichts zu tun. Da war Geld zu verdienen. Er war sich nicht sicher, wie er zu Geld kommen konnte außer durch Diebstahl, aber er wusste, dass er sich langweilte und etwas Besseres tun konnte, als am Fuß des Misthaufens auszuharren. Genau dort war er, am Fuß eines Misthaufens, sagte er sich immer wieder, und jeder wusste, wie es da stinkt.

Besser weglaufen, sagte er sich. Um in der Welt voranzukommen, brauchte man nur ein bisschen Verstand und die Fähigkeit, einen Bastard schneller zu treten, als der einen treten konnte, und Richard Sharpe glaubte, dass er genügend Talent dafür hatte.

Doch wohin sollte er in Indien weglaufen? Die Hälfte der Einheimischen schien in britischem Sold zu stehen und würde ihn für eine Hand voll Blechstücke, eines im Wert eines Farthings, gerade mal ¼ Penny, ausliefern, und die anderen Inder kämpften alle gegen die Briten oder bereiteten sich darauf vor, und wenn er zu ihnen desertierte, würde man ihn zwingen, in ihrer Armee zu dienen. Er würde mehr Sold in einer einheimischen Armee bekommen, weitaus mehr als die zwei Pence pro Tag, die Sharpe jetzt nach den Zahlungseinstellungen erhielt, aber warum sollte er eine Uniform gegen eine andere eintauschen?

Nein, er würde irgendwohin weglaufen, wo die Armee ihn nie finden würde, denn sonst würde er an einem heißen Morgen vor dem Erschießungskommando stehen. Eine Salve von Mus
ketenschüssen, das Ausheben der roten Erde für ein Grab, und am nächsten Tag würden die Ratten mit Schwingen ihm die Gedärme aus dem Bauch reißen wie eine Schar Amseln Würmer aus einem Rasen pickte.

Deshalb dachte er über Geier nach. Er dachte, dass er weglaufen, aber kein Futter für die Geier sein wollte. Lass dich nicht schnappen. Regel Nummer eins in der Armee und die einzige Regel, die zählte. Denn wenn man von den Bastarden geschnappt wurde, würden sie einen zu Tode prügeln oder einem die Rippen mit Musketenkugeln umsortieren – und in beiden Fällen wurden die Geier fett.

Die Geier waren immer da, kreisten manchmal mit ausgebreiteten Schwingen im warmen Aufwind und hockten manchmal auf Zweigen. Sie lebten vom Tod, eine marschierende Armee verschaffte ihnen einen reichhaltigen Speiseplan, und jetzt, in diesem letzten Jahr des achtzehnten Jahrhunderts, durchquerten zwei verbündete Armeen diese heiße, fruchtbare Ebene im südlichen Indien.

Die eine war eine britische Armee, und die andere gehörte einem britischen Verbündeten, dem Nizam von Haidarabad, und beide Armeen stellten den Geiern ein Festmahl zur Verfügung. Pferde und Ochsen und Kamele starben, dann sogar zwei der scheinbar so unverwüstlichen Elefanten – und schließlich starben die Menschen.

Die beiden Armeen hatten einen Anhang, der zehnmal länger war als sie selbst: eine Menge von Soldatenprostituierten, Händlern, Hirten, Huren, Frauen und Kindern, und unter all diesen Menschen, wie in den Armeen selbst, grassierten die Seuchen. Menschen starben an Ruhr oder am Fieber oder erstickten an ihrem eigenen Erbrochenen. Sie starben um Atem ringend oder schweißgebadet oder gebärdeten sich mit aufgedunsener Haut wie Wahnsinnige. Männer, Frauen und Kinder starben elendiglich, und ob sie begraben oder verbrannt wurden, war gleichgültig, denn
letzten Endes bekamen die Geier sie ohnehin, denn es war nicht genug Zeit, um ausreichend Holz für einen richtigen Scheiterhaufen zum Verbrennen zu sammeln, und so rissen die Geier das halb gekochte Fleisch von den glühenden Knochen. Und wenn die Leichen in der Erde verscharrt wurden, konnte kein Haufen Steine verhindern, dass die Aasfresser das geschwollene, verfaulende Fleisch ausgruben und die Geier ihre Schnäbel in die Reste der Leichen hackten, die zurückgeblieben waren.

Und dieser heiße Maitag versprach Futter in Hülle und Fülle. Die Geier schienen das zu spüren, denn als der Nachmittag verging, schlossen sich immer mehr Vögel dem Schwarm der Geier an, der über den marschierenden Männern kreiste. Die Vögel schlugen nicht mit den Schwingen, sondern schwebten einfach in der warmen Luft und warteten geduldig, als ob sie wüssten, dass das Festmahl des Todes schon bald ihre Mägen füllen würde.

»Hässliche Bastardvögel«, sagte Sharpe, »nichts als Ratten mit Schwingen.« Doch niemand in der Kompanie des 33. Regiments reagierte darauf. Keiner hatte die Luft, um ihm zu antworten. Die Luft war erfüllt vom Staub, der von den Männern an der Spitze aufgewirbelt wurde, sodass die nachfolgenden Reihen durch eine warme, staubige Dunstmischung wankten, die ihre Kehle ausdörrte und in den Augen brannte.

Die meisten der Männer nahmen die Geier gar nicht wahr, während einige so erschöpft waren, dass sie noch nicht einmal den Kavallerietrupp bemerkten, der plötzlich eine halbe Meile entfernt im Norden aufgetaucht war.

Die Reiter trabten neben einem Baumstreifen mit roten Blüten vorbei und verfielen in Galopp. Ihre gezogenen Krummschwerter reflektierten den Sonnenschein, als sie von den Infanteristen abschwenkten, doch dann, so unerklärlich, wie sie schneller geworden und ausgewichen waren, hielten
sie plötzlich an.

Sharpe bemerkte sie. Es war britische Kavallerie. Die feinen Jungs waren gekommen, um zu sehen, wie richtige Soldaten kämpften.

Voraus, von einer niedrigen Anhöhe, wo sich eine zweite Reitergruppe vor dem Himmel abhob, krachte ein Geschütz. Das Donnern der Kanone war gewaltig und hallte dumpf und bösartig über die Ebene. Der Rauch des Geschützes wallte, als die schwere Kanonenkugel in einige Büsche schlug und Blätter und Blüten zerfetzte, bevor sie Staub aus dem harten Boden riss und mit nachlassendem Schwung gegen einen knorrigen, umgestürzten Baum prallte. Der Schuss hatte die rot berockte Infanterie um gut zweihundert Schritte verfehlt, doch der Kanonendonner weckte die Erschöpften auf.

»Jesus!«, stieß jemand in der hinteren Reihe hervor. »Was war denn das?«

»Ein verdammtes Kamel hat gefurzt, was, zum Teufel, hast du denn gedacht?«, antwortete ein Corporal.

»Es war ein verdammt mieser Schuss«, sagte Sharpe. »Meine Mutter könnte ein Geschütz besser ausrichten.«

»Ich bezweifle, dass du eine Mutter gehabt hast«, sagte Private Garrard.

»Jeder hat eine Mutter, Tom.«

»Nicht Sergeant Hakeswill«, sagte Garrard und spuckte eine Mischung aus Staub und Speichel aus.

Die Kolonne der Männer hatte angehalten, nicht auf irgendeinen Befehl hin, sondern eher, weil der Kanonenschuss den Offizier der ersten Kompanie entnervt hatte und er nicht mehr wusste, wohin er das Bataillon führen sollte.

»Hakeswill wurde nicht von einer Mutter geboren«, sagte Garrard hitzig. Er nahm seinen Helm ab und wischte sich mit dem Ärmel Staub und Schweiß aus dem Gesicht. Sein wollener Ärmel hinterließ eine schwache Spur von roter Farbe auf seiner Stirn. »Hakeswill ist vom Teufel ausgespuckt worde
n«, sagte er und setzte den Helm wieder auf sein weiß gepudertes Haar.

Sharpe fragte sich, ob Tom Garrard mit ihm desertieren würde. Zwei Männer hatten vielleicht bessere Überlebenschancen als einer. Und was war mit Mary? Würde sie mitkommen? Er dachte oft an Mary, wenn seine Gedanken nicht mit etwas anderem beschäftigt waren, und Mary war unauflösbar mit allem sonst verknüpft.

Es war verwirrend. Sie war Sergeant Bickerstaffs Witwe, halb Inderin, halb Engländerin und zweiundzwanzig, im selben Alter wie Sharpe, jedenfalls glaubte er das. Es konnte...


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