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Das Erbe der Loge

Roman. 1. Aufl. 2009.
von Hef Buthe
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Produktdetails

Titel: Das Erbe der Loge
Autor/en: Hef Buthe

EAN: 9783838700403
Format:  EPUB ohne DRM
Roman.
1. Aufl. 2009.
Bastei Entertainment

17. März 2009 - epub eBook - 369 Seiten

Der Zufall fördert einen seltsamen Fund zutage: eine Munitionskiste aus der Nachkriegszeit, eingemauert in luftiger Höhe am Kölner Dom. Darin ein Beutel mit Rohdiamanten, ein Satz Tarotkarten, ein in Leder gebundenes Buch in hebräischer Schrift mit einem Messingdreieck auf dem Einband und ein Bündel Soldbücher aus dem Zweiten Weltkrieg. Als dann noch ein Mord an einem Lokalpolitiker geschieht, bei dem mysteriöserweise eine dieser Spielkarten auftaucht, wittert Peter Stösser, altgedienter und mit allen Wassern gewaschener Zeitungsreporter, die Story seines Lebens. Doch als er bei der Rückkehr in seine Wohnung eine Tüte vor der Tür findet, in der ein Hahn mit abgeschnittenem Kopf vor sich hinblutet, wird ihm langsam unheimlich zumute ...

2


Da ich fest darauf gesetzt hatte, dass mein Artikel irgendeinen Hinweis oder zumindest eine Reaktion aus der Leserschaft provozieren würde, die mir einen Weg weisen konnten, hatte ich am Montag Mühe, meine Enttäuschung zu unterdrücken.

Als sei der Artikel nicht erschienen, fehlte jede Art von Rückmeldung.

Wenn sonst spektakuläre Funde gemeldet wurden, fühlten sich Fachleute wie Hobby-Forscher bemüßigt, in ellenlangen Leserbriefen ihr Wissen kundzutun. Auf diesen Kasten rührte sich nichts. Als habe sich plötzlich die gesamte Leserschaft entschlossen, diesen Fund nicht zur Kenntnis zu nehmen.

»Wir sind hier auf etwas gestoßen, was Köln nicht wissen will …«, folgerte der Chefredakteur, der sich auch nicht erinnern konnte, jemals einen solchen Mangel an Resonanz erlebt zu haben. »Selbst unsere Mitbewerber halten den Atem an«, fügte er kopfschüttelnd hinzu.

Das gab mir noch mehr zu denken. Normal war, dass sich die Zeitungsverlage sofort untereinander kurzschlossen, wenn einer von uns etwas veröffentlichte, was der andere nicht hatte. So wurden auch schon mal Fotos gegen einen kleinen Kostenbeitrag ausgetauscht. Aber hier geschah absolut nichts.

Wussten die da draußen mehr als ich und duckten sich vor der Vergangenheit?

Der alte Munitionskasten sorgte für eine überzogene Länge der Montagskonferenz und begann langsam mehr kreative Köpfe zu binden, als mir das alles wert schien. Eine Vermutung meiner Kollegen jagte die andere. Aber es waren eben keine Fakten und blieben Vermutungen, die nicht für eine Veröffentlichung geeignet waren.

Die Sekretärin reichte einen Zettel herein, den der Chefredakteur kurz überflog und mir weiterschob.

»Das ist doch dein Klient? Mach dich auf die Socken, bevor die Polizei die Finger darauf hat.«<
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Der Name auf dem Zettel reicht aus, um aus meinem Übergewicht einen Hundert-Meter-Sprinter werden zu lassen.

Wenn die Uhrzeit auf der Meldung stimmte, dann hatte ich mit meiner Stadtkenntnis einen Vorsprung von zehn Minuten, bevor Polizei und Staatsanwaltschaft den Unfallort absperrten. Auch der möglicherweise nötige Rettungswagen konnte nicht vorher da sein.

Aber es war wie immer, wenn man es besonders eilig und kein Blaulicht auf dem Dach hat.

Mutter versucht, einen Hund mitten auf der Straße zu bändigen, der einen umgestürzten Kinderwagen hinter sich her zieht; Opa würgt seinen Wagen an jeder Kreuzung ab, der Müllwagen ist heute doppelt so breit; die Schule ist gerade aus und spuckt Hunderte von Kinder über die Straße.

Aus den zehn Minuten Vorsprung waren zwanzig Minuten Verspätung geworden. Alles, was an Blaulicht in dieser Zeit einsatzbereit gewesen war, schien sich vor dem Grundstück zu versammeln.

Langsam ließ ich meinen zehn Jahre alten, immer dreckigen Golf auf den Gehsteig rollen und überlegte, wie ich auf das Gelände kommen konnte.

Die Wohngegend zählte zu denen, in der es sich die Leute leisten konnten, das Gelände eingeschossig zu bebauen, um dann immer noch einen Gärtner beschäftigen zu müssen, der die restlichen fünftausend Quadratmeter pflegt.

Ein Zivilwagen hielt neben mir, und das Fenster fuhr herunter.

»Ich hoffe, Sie haben ein gutes Alibi«, brummte der ältere Herr auf dem Beifahrersitz und zog die weißen Augenbrauen hinter der starken Brille hoch.

Mein Glück schien mich nicht ganz verlassen zu haben. Hauptkommissar Kögel gehörte der aussterbenden Rasse von Beamten an, die die Presse nicht als Aasgeier betrachtete, sondern wusste, dass eine faire Zusammenarbeit zu beiderseitigem Vorteil sein konnte.

»Los steigen Sie ein&la
quo;, forderte er mich auf. »Ich wollte sowieso mit Ihnen reden.«

»Wofür brauche ich ein Alibi?«

Bei ihm wusste man nie, wo der Spaß aufhörte und der Ernst begann.

Der Wagen rollte durch die Absperrung und hielt vor einer offenen Garage, aus der ein Porsche, ein Mercedes S-Klasse und ein Ungetüm von Oldtimer hervorblinzelten.

»Na ja. Der Tote war ja nicht gerade Ihr Freund«, lächelte er verschmitzt und stieg aus.

Das stimmte. Was da in Form von einem Paar angewinkelten Beinen in Jeans unter dem Packard Club 733 Sedan mit Klappverdeck aus den Dreißigern hervorschaute, war das unrühmliche Ende meiner Recherchen.

Dr. Hermann Seid. Landtagsabgeordneter.

Seit Monaten verfolgte ich die Spuren eines Korruptionsfalls, die alle bei ihm zu enden schienen.

Durch Verfügungen und Unterlassungsklagen hatte er sich bisher erfolgreich gegen mich gewehrt.

»Nun machen Sie schon die Fotos, und dann warten Sie hinter der Absperrung auf mich«, drängelte Kögel.

Viel würden die Bilder nicht hergeben. Fast eine Garagen-Idylle. Ein riesiger Wagen, unter dem die Beine eines Menschen hervorschauten, der ein x-beliebiger Mechaniker sein konnte, und ein abgelassener Wagenheber.

Ich bückte mich, um unter den Packard zu fotografieren. Im kurzen Schein meines Blitzlichtes reflektierte etwas am Boden neben dem Toten.

Da es fast unter der Wagenmitte lag, hieß der Kommissar einen jungen Beamten, danach zu angeln.

Es war eine Spielkarte, wie ich sie schon einmal gesehen hatte … im Kasten vom Dom.

Kögel betrachtete sie kurz und gab sie der Spurensicherung.

»Eine Tarotkarte«, murmelte er beiläufig, »und Sie machen jetzt, was ich gesagt habe«, grummelte er mich an.

Ich nutzte die Zeit, um mir die Wohngegend zu Fuß anzusehen, und umrun
dete das Karree.

Es war schon erstaunlich, was die Leute hier sich für Villen leisteten. Manche standen hoch erhobenen Firstes in parkähnlichen Geländen. Andere versteckten sich verschämt hinter getrimmten Hecken, bei denen man nur am unterschiedlichen Bewuchs sehen konnte, wo ein Gelände aufhörte und das andere begann.

Bildete ich es mir nur ein, oder war es wirklich so?

Es war kein Laut zu hören. Kein menschlicher und auch keiner von irgendwelchen Tieren. Obwohl noch früher Nachmittag war, wirkte das ganze Terrain wie ausgestorben. Wie eine Filmkulisse, die einer neuen Belebung harrte.

»Na, schauen Sie sich Ihren neuen Gegner aus?«, klopfte mir jemand auf die Schulter.

Es war Kommissar Kögel, der mir wohl schon eine Weile gefolgt war, ohne dass ich ihn bemerkt hatte.

»Nein. Ich überlege nur, was ich falsch mache.«

»Ein bisschen spät, finden Sie nicht?«, lächelte er, als habe er verstanden.

»Wir beiden haben unsere Berufe frei gewählt. Die geben nun mal keine Villen her. Also, was soll’s?« Er hakte sich bei mir unter, als seien wir beste Freunde, die sich gegenseitig auf dem Heimweg von einer Zechtour stützten. »Was ist mit diesem Kasten los – und vor allem, was war da drin?« Sein Griff um meinen Oberarm wurde stärker.

»Was heißt … war?«

»Was ich sage.«

Er ließ mich wieder los und trottete neben mir her. »Es geht mich von der Mordkommission zwar nichts an. Aber der Kasten ist am Samstag vom Props als gestohlen gemeldet worden.«

»Hoppla!«, entfuhr es mir.

Wenn ich ehrlich zu mir gewesen wäre, dann hätte ich schon am Freitag darauf geschworen, dass der Inhalt das Wochenende nicht überleben würde.

Ist es Intuition oder Erfahrung,
die einem Menschen nach vielen Jahren der gleichen Tätigkeit hellseherische Fähigkeiten verleiht?

Nur hatte ich den unverzeihlichen Fehler begangen, mich von Martin davon abschrecken zu lassen wenigstens noch ein paar Fotos des Inhalts zu machen.

»Machen wir ein Geschäft …?«, weckte mich Kögel aus meinen Betrachtungen.

»Welches?«

»Sie sagen mir, was in dem Kasten war, und ich Ihnen, was ich von dem Unfall des Doktors halte.«

Dieser alte Fuchs spielte, wie er es immer tat, wenn er etwas haben wollte, das ihm sonst schwer zugänglich war. Er war gedanklich auf gleicher Höhe mit mir und hatte sofort bedacht, dass ich durch den einfachen Unfalltod meines Hauptdarstellers für eine zukünftige Headline über die Machenschaften im Landtag in der Redaktion schlechte Karten haben würde. Mein Zugpferd war einfach unter den Wagen gekommen. Das war zu wenig, um noch einen Chefredakteur zu begeistern.

»Woher soll ich wissen, was da drin war?«

Kögel legte den Kopf in den Nacken und deutete auf ein paar Vögel.

»Sehen Sie: Der Herbst kommt früh dieses Jahr. Die Mauersegler sammeln sich bereits und nehmen das Wissen des Sommers mit in den Süden.«

Ich verstand.

Martin hatte den Kasten pflichtgemäß bei der Verwaltung abgegeben. Am Freitagabend war natürlich niemand mehr da gewesen, also hatte er ihn irgendwo deponiert. Ob er nun selbst den Inhalt untersucht hatte oder nicht, war unerheblich. Auf jeden Fall hatte er mich als Einzigen benannt, der hineingesehen hatte.

»Ich sage nur, was ich gesehen habe, wenn Sie mir einen zusätzlichen Gefallen außer Ihrer Meinung zu dem Unfalltod von Dr. Seid tun«, versuchte ich mir mehr Spielraum zu verschaffen.

Kögel setzte die Brille ab und rieb sich die Nasenwurzel. »Na schön. Ic
h kann immer noch Nein sagen.«

»Beschaffen Sie mir Informationen, wann das letzte Mal der Nordturm an dieser Stelle eingerüstet war und wer damals die Steinmetze waren.«

Einen Moment hielt er im Schritt inne und schaute dem abziehenden Vogelschwarm nach.

»Sie brauchen jetzt wohl ganz dringend einen Aufreißer?«, murmelte er und hakte sich wieder bei mir unter. »Na schön. Den sollen Sie haben. Ich beschaffe die Informationen, wenn Sie mir jetzt endlich sagen, was Sie in dem Kasten gesehen haben.«

»Zweiunddreißig Soldbücher. Alle datiert Januar 1934. Ein paar Pfund Rohdiamanten, ein in schwarzes Leder gebundenes Buch mit einer goldenen Dreiecksprägung und einen Satz Karten wie die heute...


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