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Nein! Ich will keinen Seniorenteller

Das Tagebuch der Marie Sharp.
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Produktdetails

Titel: Nein! Ich will keinen Seniorenteller
Autor/en: Virginia Ironside

ISBN: 344246868X
EAN: 9783442468683
Das Tagebuch der Marie Sharp.
Originaltitel: No, I don't want to join a bookclub!.
'Goldmanns Taschenbücher'.
Herausgegeben von Irmgard Perkounigg
Übersetzt von Gertrud Wittich
Goldmann TB

8. Februar 2010 - kartoniert - 287 Seiten

Ein bezauberndes, witziges Lesevergnügen für alle, die sich so alt fühlen, wie sie sind

Herbst des Lebens? Generation Silber? Unsinn! Marie Sharp wird demnächst sechzig und damit schlicht alt. Ein Grund zum Feiern, wie sie findet. Schon wegen all der Dinge, die sie jetzt nicht mehr tun muss, wie etwa Volkshochschulkurse besuchen. Nichts hasst Marie so sehr wie umtriebige Senioren, die nur so alt sind, wie sich fühlen - sie stürzt sich lieber kopfüber in das Vergnügen, nicht mehr jung sein zu müssen. Dazu gehört ihre neue Rolle als Großmutter und eine alte Liebe. Denn Maries Jugendschwarm ist wieder zu haben ...Vom Vergnügen, endlich nicht mehr jung sein zu müssen.


Virginia Ironside begann ihre berufliche Laufbahn als Journalistin und veröffentlichte im Alter von zwanzig Jahren ihr erstes Buch. Ihre Romane um Marie Sharp sind Bestsellererfolge. Die Autorin lebt und arbeitet in London.


3. Oktober


Also gut. Hier ist es. Fünfzig Jahre zu spät, ich weiß, aber besser spät als nie. Ein Tagebuch. Und ja, es ist weder der 1. Januar noch der 1. November, aber irgendwann muss man ja anfangen. Carpe diem und all das. Außerdem: Wünschen wir uns nicht alle insgeheim, wir hätten mit zwanzig Tagebuch geführt? Oder mit dreißig! Oder vierzig! Aber nun, in meinem sechzigsten Lebensjahr - oder besser gesagt: meinem neunundfünfzigsten, oder vielleicht doch dem sechzigsten? Mir fällt da gerade dieser unangenehme Mensch ein, der mir neulich einen Vortrag darüber hielt, dass ich mich, obwohl erst neunundfünfzig, bereits in meinem sechzigsten Lebensjahr befände. Vollkommen konfus das alles, aber wie heißt es so schön: Der Klügere gibt nach. Aber egal, wie alt: Ich, Marie Sharp, pensionierte Kunsterziehungslehrerin, geschieden, ein Sohn, ein Kater und überzeugter Single, bin fest entschlossen, es auf meine alten Tage noch einmal zu versuchen. Mit einem Tagebuch. Nicht mit einer Beziehung. Gott bewahre.
Mein erstes Tagebuch habe ich mit zehn geschrieben. Wenn man es so nennen kann. Kleine Kostprobe? Das wird Sie umhauen: Heute Schule. In der zweiten Stunde Mathe - würg! Nach der Schule heimgegangen. Hausaufgaben gemacht. Abendessen gegessen. Ins Bett gegangen. Als Teenager habe ich es dann noch einmal versucht, aber nur deshalb, weil ich total in Archie verknallt war. Der davon natürlich keine Ahnung hatte. Ich besitze immer noch drei oder vier Obungshefte, deren Seitenränder unter akutem Archie-Bewuchs leiden. Es finden sich dort geistreiche Ergüsse wie ICH LIEBE Archie! Oder ICH LIIIEBE ARCHIE!!! Oder die besonders clevere Variante: ein rotes Herzchen mit dem wunderschönen Wort ARCHIE.
Als David und ich geheiratet haben und dann Jack auf die Welt kam, haben wir ein gemeinsames Tagebuch geführt. Das war allerdings von vorne bis hinten erstunken und erlogen. Schließlich wussten wir beide, dass es der andere lesen würde. Ich war schließlich gezwungen,
ein zweites, geheimes Tagebuch zu führen, weil ich in meiner Ehe derart unglücklich war. In unser gemeinsames Tagebuch schrieb ich: Toller Tag! Sind mit Jack im Park spazieren gegangen und haben hinterher bei Hughie und James Tee getrunken. Gott, haben wir gelacht! Und der Tee war spitze! In mein privates Tagebuch schrieb ich dagegen: Kann David und seine schrecklichen Freunde nicht mehr ertragen. Die kommen sich immer wer weiß wie toll vor. Und ich fühle mich komplett ausgeschlossen. Gott, ich will frei sein! Ich will tanzen gehen! Ich will Affären haben!
Was ich kurz danach ja auch hatte, und David und ich trennten uns, sind aber seltsamerweise Freunde geblieben. Außerdem: Wer weiß schon, was e-r in sein geheimes Tagebuch geschrieben hat! Ich bin übrigens auch mit Davids Halbbruder James und dessen Lebensgefährten Huhie in Verbindung geblieben. Sie gehören mittlerweile zu meinen besten Freunden. Und Archie natürlich. Archie und ich haben immer Kontakt gehalten, obwohl ich nie eine Affäre mit ihm hatte. Ich war zu seiner Hochzeit mit Philippa eingeladen, und wir sehen uns immer noch gelegentlich zum Lunch. Wie sich herausstellte, zog Archies Firma ausgerechnet Hughie als Anwalt zu Rate - Archie verdient sein Geld mit irgendwelchen Aktiengeschäften. Fragen Sie mich nicht nach Details. So schließt sich jedenfalls, wie so häufig, der Kreis meiner Freunde und Bekannten.
Als Lehrerin hatte ich keine Zeit für ein Tagebuch und auch nicht während des Studiums. Aber jetzt, wo ich sechzig bin - oder doch in wenigen Monaten sein werde -, da will ich es noch ein letztes Mal versuchen. Also dann ...


8. Oktober


Mit tränenden Augen aufgewacht. Sehr schlechtes Zeichen. Ich meine, tränende Augen sind in Ordnung, wenn es kalt ist oder wenn einem der Wind um die Ohren pfeift, oder wenn man eine schlimme Erkältung hat und nicht mehr kriechen kann, geschweige denn zum Telefon greifen, um guten Freunden zu erzählen, dass man nicht mehr kriechen kann.
Aber ganz ohne jeden Grund - oje! Ich kenne einen Siebzigjährigen, dessen Augen derart triefen, dass ihm permanent ein Tröpfchen an der Nasenspitze hängt. Das ist, ja, ich fürchte, ein Zeichen des Alters.
Das erinnert mich an neulich, als ich wegen Knieschmerzen bei meiner Hausärztin war. Eine milde Form von Osteoarthritis, Marie, sagte sie. Damit muss man in unserem Alter rechnen.
Als ich ihr erklärte, dass das nicht sein könne, weil ich nie Sport getrieben hätte und meine Knie daher, theoretisch, noch in einwandfreiem Zustand sein müssten - kein Kratzer, kaum gebraucht! Extrem niedrige Kilometerzahl! Nur ein Besitzer, weiblich! Ja, ich glaube, ich habe sogar noch irgendwo die Originalverpackung - da meinte sie, so funktioniere das leider nicht.
Höchst ungerecht, finde ich.


10. Oktober


Bin gerade von einer absolut schrecklichen Dinnerparty heimgekommen. Schmerz lass nach. Ich wäre nie hingegangen, hätte ich mich nicht von Marion, einer guten alten Freundin, wie eine Anfängerin übertölpeln lassen. Der bewährte Trick, Sie kennen ihn sicher: Was machst du am Donnerstag? Und statt misstrauisch zu fragen: Warum?, bin ich prompt in die Falle getappt.
Nichts.
Klonk.
Nun, Dinnerpartys können durchaus die eine oder andere positive Überraschung parat halten, aber im Großen und Ganzen ist es wie beim Lotto: Die Chancen auf einen Gewinn sind praktisch null. Das erste Problem ist, dass meist nie genug Männer vorhanden sind. Und jetzt, im mittleren Alter, wollte ich sagen, sollte aber wohl im reiferen Alter sagen, sind die Männer, die noch kommen, meist aus gutem Grunde noch zu haben: Sie sind entweder Nieten oder etwas sonderbar.
(Ich weiß allerdings nicht, ob diese Beschreibung nicht auf die meisten Männer zutrifft, egal, ob sie noch zu haben sind oder nicht. Was ja auch der Grund ist, warum ich zum Single-Dasein übergetreten bin. Das soll natürlich nicht heißen, dass Männer nicht witzig, sexy, nett und faszinierend sein
können. Aber manche vereinen all diese Eigenschaften in sich und sind trotzdem eine Niete.)
Das zweite Problem ist, dass man, je älter man wird - also, je älter ich werde -, keine neuen Bekanntschaften mehr schließen will. Es gibt genug Menschen in meinem Leben, deren Freundschaft ich gerne intensiver pflegen würde - und die Leute, die andere Leute toll finden, sind oft nicht die Leute, die ich toll finde. Und umgekehrt.




"Eine Mischung aus 'Golden Girls' und Miss Marple, über die auch Jüngere lachen!" myself

"Ein hinreißendes Buch! Es ist ungeheuer bezaubernd, macht richtig gute Laune, und ich würde es absolut jedem empfehlen!" Marian Keyes

Bridget Jones war gestern. Heute liest man das Tagebuch der Marie Sharp. Dingolfinger Anzeiger
Kundenbewertungen zu Virginia Ironside „Nein! Ich will keinen Seniorenteller“
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Bewertungsstern, voll Schrecklich deprimierend! - von Anonym - 13.05.2012 zu Virginia Ironside „Nein! Ich will keinen Seniorenteller“
Wo ist der Witz dieses Buches? Ich habe das Buch gekauft um einen Lesemuffel wieder zum lesen zu bringen. Leider schlug das hiermit völlig fehl. Das Buch haben in unserer Familie daraufhin verschiedene Altersgruppen (auch in einer deutlich niedrigeren Altersgruppe)gelesen und wir waren uns alle einig: einfach nur deprimierend und negativ. Die Autorin ist in ihrem Heimatland als Kummerkastentante unterwegs: oje sage ich da nur. Nun die Geschmäcker sind verschieden. Eine Fehlinvestition.
Bewertungsstern, voll Bewertungsstern, voll Bewertungsstern, voll Bewertungsstern, voll anders - von Tilman Schneider, dfbz.de - 19.02.2012 zu Virginia Ironside „Nein! Ich will keinen Seniorenteller“
Viele Menschen versuchen im Alter noch mal alles nachzuholen, was sie nicht geschafft haben oder was sie schon immer einmal erleben wollten. Für das Umfeld ist es einerseits toll zu sehen, dass sie noch so fit sind. Aber es kann auch nervig und bei manchen leider auch aufgesetzt sein. Marie Sharp aber geht einen anderen Weg. Sie genießt die Ruhe, lehnt sich auch mal in ihrem Sessel zurück und genießt das nichts tun. Natürlich gibt es auch in ihrem Leben noch eine Menge Aufregung, Familie und Freunde, aber sie möchte sich nicht noch mit Gewalt Stress und Unruhe auftun. Ein anderer Bericht und ein erfrischendes Buch.
Bewertungsstern, voll Bewertungsstern, voll Bewertungsstern, voll Bewertungsstern, voll Von wegen alt... - von Dido - 17.03.2011 zu Virginia Ironside „Nein! Ich will keinen Seniorenteller“
Das Buch räumt auf mit Klisches! Man bemerkt, die Autorin denkt nicht, dass man Menschen mit speziellen Ambitionen oder Krankheiten in Schubladen stecken sollte! Sie ermutigt zu neuen Ufern aufzubrechen, Dinge zu tun, die man lange vor sich herschob und lässt sich nicht das Gütesiegel Oldie but Goldie aufdrücken. Ein etwas anderes Buch zum Nachdenken, Schmunzeln und Lachen!
Bewertungsstern, voll Bewertungsstern, voll Bewertungsstern, voll Bewertungsstern, voll Höchst amüsant - von Chryssia - 13.02.2010 zu Virginia Ironside „Nein! Ich will keinen Seniorenteller“
Es gibt Leute, die in Aktivismus verfallen, um sich und anderen zu beweisen, wozu sie im Alter noch fähig sind: Sie lernen neue Fremdsprachen oder Wasserski, töpfern in der Toskana und gehen täglich in die Oper ... Dass Marie Sharp, deren Tagebuch wir hier lesen, sich stattdessen gemütlich zurücklehnt, ist sehr sympathisch. Lesevergnügen zum Schmunzeln!
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