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Zehn Tipps, das Morden zu beenden und mit dem Abwasch zu beginnen

Roman. Ausgezeichnet als kuriosester Buchtitel 2010. Orig…
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Produktdetails

Titel: Zehn Tipps, das Morden zu beenden und mit dem Abwasch zu beginnen
Autor/en: Hallgrímur Helgason

ISBN: 3608501088
EAN: 9783608501087
Roman. Ausgezeichnet als kuriosester Buchtitel 2010.
Originaltitel: Lo rad til ad haetta ad drepa.
5. , Aufl.
Übersetzt von Kristof Magnusson
Tropen

9. Februar 2010 - gebunden - 270 Seiten

Eine einzigartige Mischung aus Spannung und Humor

Es läuft nicht gut für Toxic. Um seiner Verhaftung zu entkommen, muss er einen Mann umbringen und dessen Identität übernehmen. Dummerweise handelt es sich dabei um einen amerikanischen Fernsehprediger ... Hallgrimur Helgasons neuer Roman ist noch schneller, noch spannender und noch witziger als seine Vorgänger.

Eigentlich ist er Kroate, eigentlich lebt er in New York und eigentlich ist er kein Priester, sondern ein Auftragskiller mit 66 erfolgreich ausgeführten Morden. Doch einmal in Island angekommen, bleibt Toxic nichts anderes übrig, als die Rolle des Predigers zu spielen. Mehr schlecht als recht absolviert er einen Auftritt in einer TV-Show und verliebt sich auch noch in die Tochter seiner Gastgeber. Bald schon droht er aufzufliegen ... Hallgrimur Helgason hat eine schräge Geschichte an den Rändern Europas geschrieben.

»Der isländische Sommer ist wie ein Kühlschrank, den man sechs Wochen offen lässt. Das Licht ist die ganze Zeit an und das Gefrierfach taut, aber richtig warm wird es nie.«
Hallgrímur Helgason, geboren 1959 in Reykjavík, besuchte nach dem Studium an der Hochschule für Kunst und Kunstgewerbe in Reykjavík für ein Jahr die Kunstakademie in München. Den internationalen Durchbruch brachte ihm 1996 der Roman »101 Reykjavík«, der kurze Zeit später verfilmt wurde. Helgason ist einer der international erfolgreichsten Autoren Islands. Zuletzt erschienen bei Tropen »Zehn Tipps, das Morden zu beenden und mit dem Abwasch zu beginnen« und »Eine Frau bei 1000º«.
1. TOXIC

Meine Mutter hat mich Tomislav genannt, und mein Vater war ein Bo'ksi'c. Nach der ersten Woche in Amerika nannten mich alle nur noch Tom Boksic. Es war bloß eine Frage der Zeit, bis daraus Toxic wurde.

Der, der ich heute bin.

Ich frage mich oft, ob ich meinen Namen vergiftet habe oder er mich. Ich bringe Gefahr. Sagt zumindest Munita. Die ist süchtig nach Gefahr. Meine leicht entflammbare Freundin. Munita hat in Peru gelebt. Bis Terroristen ihre Familie in die Luft gesprengt haben und sie nach New York gezogen ist, wo sie einen Job an der Wall Street bekommen hat. Ihr erster Arbeitstag war der 11. September. Auf unserer ersten Reise nach Kroatien wurde sie Zeugin zweier Morde. Den ersten habe ich zugegebenermaßen selbst begangen, aber das mit dem zweiten war reiner Zufall. Und eigentlich sogar ganz schön romantisch. Wir waren in Mirkos Restaurant essen, als der Mann am Nebentisch eine Kugel in den Kopf bekam. Etwas von seinem Blut ist in Munitas Weinglas gespritzt. Ich hab's ihr nicht gesagt. Es war sowieso Roter.

Eigentlich mag sie gar keine Gewalt, sagt sie, aber ich glaube, dass sie sich von Herrn Gefährlich angezogen fühlt, gerade weil er so toxisch ist. Bei uns vergeht nie viel Zeit bis zum nächsten Knall. Der Sex ist immer explosiv. Munita ist das, was die Amis ein body-girl nennen. Wenn Männer sie ansehen, beginnen sie immer unten. Wie die meisten Südamerikanerinnen ist sie nicht groß, und manche Leute haben sogar gesagt, sie sei fett, aber diese Leute haben danach nicht mehr viel gesagt. Wenn man mit ihr eine ruhige Straße entlanggeht, kann man hören, wie ihre Brüste hin und herschwingen. Sapp-schwapp, sapp-schwapp. Mein Lieblingsgeräusch hier in Amerika. Wenn sie ihre merkwürdige orangefarbene Bluse trägt, hören die anderen es auch. Seit ich sie kenne, werde ich das Gefühl nicht los, dass ich sie früher irgendwo schon mal gesehen habe. Bevor wir heiraten, sollte ich sie fragen, ob sie mal in einem Porno mitgespielt oder im Internet gestrippt hat.

Das Beste an Munita ist allerdings, dass ihre Familie tot ist. Keine Schwiegermutter, keine Onkel und Tanten, keine Thanksgiving-Feiern, Kindergeburtstage oder Hochzeiten, bei denen man sich sehen lassen muss und dann, fünfzig Leute im Rücken, in brütender Hitze auf irgendeiner Wiese herumsteht.

Munita Rosales hat eine Schwäche für Waffenträger. Vor mir war sie mit einem dieser Talotypen aus Long Island zusammen. (Wir nennen Italien immer Talien, seit Niko mal aus Versehen bei einem ihrer Restaurants das »I« weggeschossen hat.) Sein Lebenslauf war wesentlich kürzer als meiner, aber als Kollege zählt er wohl trotzdem.

Ich bin das, was man in unserer Sprache pla'ceni ubojica nennt. In New York sagen sie dazu hitman , Auftragskiller. Seit ich vor sechs Jahren hierher gekommen bin, habe ich den Bestattungsinstituten einiges zu tun gegeben. Ich habe sogar mal darüber nachgedacht, mit einem eine Kooperation zu starten - erst vor ein paar Tagen habe ich zu Dikan gesagt, er solle heimlich eins aufkaufen. Dann könnten wir an unseren Opfern auch noch verdienen, nachdem sie tot sind.

Erlauben Sie mir, Ihnen etwas von meiner Arbeit zu erzählen. Die meiste Zeit kellnere ich im The Zagreb Samovar , unserem gemütlichen Restaurant auf der East 21st Street. Das englische Wort waiter passt ganz gut, denn ein großer Teil der Arbeit eines Auftragsmörders besteht darin, auf den nächsten Auftrag zu warten. Was ganz schön nerven kann. Die Balkanbestie in meiner Seele bekommt nie genug. Wenn zwischen zwei Schüssen mehr als drei Monate vergehen, werde ich unausstehlich. Mein flauestes Jahr war 2002. Nur zwei Treffer und ein Fehlschuss. Letzteren bereue ich noch heute. Fehlschüsse können in meiner Branche tödlich sein. Wer will schon eine angeschossene beleidigte Leberwurst, die durch die Stadt tobt und dafür sorgen möchte, dass man selber die Abschiedskugel kriegt? Die Leute reagieren nun mal ziemlich genervt, wenn sie merken, dass man sie umbringen will. Aber ich versichere Ihnen: Der, den ich 2002 verfehlt hatte, musste 2003 als Erster dran glauben. Seitdem lasse ich nichts mehr anbrennen. Ich bin dreifacher Sixpacker. Das ist wohl Manhattan-Rekord. Perrosi, der Taliener, hat Ende des letzten Jahrhunderts ein, zwei Six-packs geschafft, als John Gotti noch König von Queens war, aber drei sind noch niemandem gelungen. Die Taliener sind auch nicht mehr das, was sie mal waren. Wenn die mehr Filme über dich drehen, als du Leuten den Hals umdrehst, hast du den Zenit überschritten. In zwanzig Jahren wird es eine Fernsehserie über uns geben: Die Sli'skos . So wie Die Sopranos . Aber ich werde dann wahrscheinlich so aussehen wie unser Freund Shaking Trigger, mit Dauerwelle und dauernd auf Viagra.

Munita sage ich immer, dass es mir bei dieser Sixpack -Geschichte um die Umwelt geht. Ich möchte in dieser ohnehin schon lauten Stadt einfach keine unnötigen Schüsse abfeuern. Das habe ich ihr bei unserem dritten Date gesagt, nachdem sie mich zum dritten Mal gefragt hat, was ich beruflich mache. Um sie zu einem vierten Date zu bekommen, musste ich ihr vier Wochen hinterhertelefonieren und einen kleinen Einbruch machen.

Sorry, ganz vergessen: Ein packer zu sein, bedeutet, dass man ein Sixpack geschafft, also mit sechs aufeinanderfolgenden Schüssen je einen unter die Erde gebracht hat. Sechs Kugeln, sechs Beerdigungen. Mit flennenden Witwen, Blumen und allem.

Dikan hätte mich längst befördern sollen, aber der Sack ist störrischer als ein Esel mit Kopfschmerzen. Das Einzige, was dieser Fingerlutscher sagt, ist:

»Toxic ist ein verlässlicher Kellner. Die Leute sind bedient.«

Ich freue mich schon darauf, wenn von Bilic der Befehl kommt, den Fingerlutscher umzulegen. Sein Spitzname kommt übrigens daher, dass er seine kurzen fetten Finger nach jeder Mahlzeit ablutscht.

Wir versuchen, so unauffällig zu sein, wie es geht. MWA ist unsere Spezialität: Möglichst Wenig Aufsehen. Daher bemühe ich mich, meine Aufträge im privaten Rahmen abzuwickeln; bei den Leuten zu Hause, im Auto oder im Hotel. Am liebsten ohne Zeugen. Wenn das nicht klappt, laden wir das Opfer auch gern mal zum Essen in unser Restaurant ein. Zum letzten Abendmahl, wie wir immer sagen. Nach dem Essen präsentiere ich dem Gast eine Rechnung, die so hoch ist, dass er sie nur mit seinem Leben begleichen kann. Dann geleiten wir ihn in ein spezielles Hinterzimmer, das Rotes Zimmer heißt, obwohl es grün gestrichen ist.

Im The Zagreb Samovar gibt es keine Stammgäste.

Ehe ich es vergesse: Der Name von dem Laden ist komplett bescheuert, ein Samowar ist eine Teemaschine, die nicht das Geringste mit kroatischer Kultur zu tun hat, aber Dikan findet gerade das total smart.

»Sich dumm stellen, ist die beste Tarnung«, sagt er dauernd.

Obwohl ich in unserer Hierarchie immer noch ziemlich weit unten stehe, kann ich mich nicht beklagen. Die Bezahlung ist gut und das Essen natürlich auch. Ich habe eine fantastische Wohnung auf der Wooster Ecke Spring, eine Immobilie, für die Munita sich niederlegt. Ich liebe dieses Noisy York, obwohl ich meine Heimat natürlich an jedem einzelnen Scheißtag vermisse. Doch seit wir vor einigen Monaten ein bisschen an der Kabelbox herumgeschraubt haben, kann ich nun wenigstens HRT und Hajduk Split auf meinem Flachbildfernseher sehen. Meine Mutter ruft jedes Jahr an und fragt, wann ich wieder zu studieren anfange. Das ist kroatischer Slang für »Geld alle«. Sobald sie auflegt, überweise ich ihr über das Internet zweitausend Dollar, und dann habe ich ein Jahr Ruhe.

Sie lebt allein mit meiner kleinen fetten Schwester. Mein Bruder und mein Vater sind im Krieg gestorben. Meine Vorfahren väter- und mütterlicherseits waren Jäger. Mein Opa war der Oberjäger von Tito. Und Tito war das Oberhaupt meines ehemaligen Vaterlandes, Jugoslawien. Das kurz nach ihm gestorben ist wie eine alte trauernde Witwe. Tito liebte Braunbären. Besonders tote. Einen Bären habe ich zwar nie geschossen, aber zur Wildschweinjagd hat mein Vater mich als Junge oft mitgenommen. »Mit den Wildschweinen ist es wie mit den Frauen. Du darfst nie so tun, als hättest du auch nur das geringste Interesse an ihnen. Wir warten hier einfach nur so.« Auch mein Vater war ein waiter.

Und auch ich verstehe mich als Jäger. Ich lebe davon, Schweine zu erschießen.

2. VERKACKT

Nun habe ich ein Problem. Zum ersten Mal im Laufe meiner makellosen Karriere. Unser Firmenwagen überquert die Williamsburg-Bridge, Manhattan im Rückspiegel, und ich sitze hinten, habe Munita im Ohr, ihren Körper im Kopf und meine Augen auf den Nacken von Radovan gerichtet, unserem altgedienten Fahrer. Kaum eine Kugel würde durch seinen Stiernacken hindurchkommen. Die Abendsonne wirft Wolkenkratzerschatten auf die blaugrüne Oberfläche des Flusses.

»Ich werde dich so vermissen, Schatz«, flüstert sie mir von ihrem Schreibtisch im 26. Stock des Trump Towers zu. Keine zwei Jahre ist es her, dass sie angefangen hat, dort zu arbeiten. Im Erdgeschoss. Doch sie hat sich schnell hochgearbeitet, meine ehrgeizige Munita mit ihrem peruanischen Anden-Akzent, in den sich ein Hauch von Hindi mischt. Ihre Mutter kam aus Bombay. Von ihr hat Munita diese indische Olivenhaut, die so weich ist, dass man dafür ohne zu zögern in einem offenen Golf-Buggy bis zum Nordpol fahren würde.

»Ich auch«, antworte ich und frage mich wieder mal, ob ich das auf Englisch richtig ausgedrückt habe. Aber irgendwie stimmt es schon. Auch ich werde mich vermissen. Ich werde es vermissen, mein fantastisches Leben in dieser fantastischen Stadt.

Ich gehe in die Verbannung. Verschwinde eine Zeitlang. Mindestens ein halbes Jahr. New York-Frankfurt-Zagreb steht auf dem Flugticket. Dikan hat es gebucht. Ich werde unter den Küchentisch meiner Mutter kriechen, mit eingeklemmtem Schwanz und meiner Waffe zwischen den Zähnen. Ich habe verkackt. Oder jemand hat dafür gesorgt, dass ich verkackt habe. Schuss Nr. 66 war ein Fehlschuss. Und wiederum auch nicht. Die Kugel ist heil und unversehrt im richtigen Kopf gelandet, doch genau das ist das Problem. Der Pole mit dem Schnauzbart hat sich nämlich als FBI -Mann mit Schnauzbart entpuppt. Was ein diskreter Mord sein sollte, kam in die Abendnachrichten. Ich bin mit ihm auf eine Müllkippe in Queens gefahren, habe ihn in einem Haufen von gefälschten Levi's-Jeans umgelegt und sein Gesicht nach einer kurzen Gedenkzeremonie mit einem alten Pepsi-Max-Sonnenschirm bedeckt. Auf dem Weg zurück zum Auto habe ich dann gemerkt, dass ein paar seiner Freunde ungeladen zur Trauerfeier gekommen waren. Mein gutes altes kroatisches Herz beschleunigte von Walzer zu Death Metal . Die nächsten zehn Minuten rannte ich wie ein Hürdenläufer bei der Übergewichtigen-Olympiade durch den Müll von sechstausend New Yorker Kleinfamilien, immer weiter Richtung Fluss, und versteckte mich schließlich in einem alten, rostigen Container voller pummeliger, abgewetzter Teddybären, die nach geschmolzenem Käse rochen. Mit ihnen verbrachte ich die Nacht. Das FBI hatte alles abgeriegelt. Es folgten schlaflose Stunden mit Blick auf die erleuchtete Skyline, in dem kalten Container, umgeben von Käsebären. Essensgeruch auf leeren Magen wirkt wie Parfüm, wenn man einen Steifen hat.

Zu sehen, wie im UN-Hauptquartier am nächsten Morgen die Lichter angingen und sich verzerrt im East River spiegelten, war eigentlich ganz schön. In den ersten Fenstern wurde es lange vor Sonnenaufgang hell. Jedes Land hat das Licht in seinem Büro wohl so programmiert, dass es genau dann angeschaltet wird, wenn bei denen zu Hause die Sonne aufgeht. Ich erlebte 156 Sonnenaufgänge, dann warf ich mich in den Fluss. Die eiskalte Strömung trug mich zu einer anderen Müllkippe, voll mit Kabeln und Computerschrott.

Am Ausgang des Midtown-Tunnels hielt ich ein Taxi an. Als der Taxifahrer sich nicht gerade begeistert davon zeigte, dass meine Klamotten klatschnass waren, holte ich meine Waffe heraus und trocknete sie damit in Sekundenschnelle.

Toxic reist dieses Mal unter dem Namen Igor Illitsch. Mein Geburtsort ist nun Smolensk, im Jahre 1971. Wo ich schon überall geboren wurde. Einmal besaß ich sogar einen deutschen Pass, der mir eine ziemlich glückliche Kindheit in Bonn beschert hatte. Als ich einmal am Rhein entlangfuhr, machte ich mir echt die Mühe, dort anzuhalten, um mir ein paar idyllische Kindheitserinnerungen zurechtzulegen. Mein Vater Dieter war Hausmeister in der russischen Botschaft und meine Mutter Ilse Köchin in der Amerikanischen. Bei uns tobte jeden Abend der Kalte Krieg: Ich war Berlin, und die Mauer verlief zwischen meinen Augen. Obwohl ich kein Schauspieler bin, gefällt es mir, ab und zu ein neues Leben zu bekommen. Da hat man mal Pause von sich selbst. Diesen Teil der Arbeit habe ich immer gemocht. Bis auf mein Wochenende, damals, '99, als Serbe. Da hätte ich mich fast selber umgebracht.

Sie haben sich zwar schon alle möglichen Geburtsorte für mich ausgedacht, benutzen aber immer dasselbe Jahr. 1971. Wahrscheinlich, weil das mein Jahr ist. Am Tag nach meiner Geburt hatte Hajduk zum ersten Mal seit fast zwanzig Jahren wieder die Meisterschaft gewonnen. Mein fußballverrückter Vater glaubte, ich würde ihm Glück bringen, und nannte mich »Meister«.

Der Highway schlängelt sich durch Brooklyn. Mit feuchten Augen sehe ich mir die Plakate an. Ich will hier einfach nicht weg. Wir fahren an einer großen, blauen Werbetafel vorbei, Eyewitness News - jeden Tag um sieben - WABC - TV New York . Da haben sie drei Tage hintereinander mein Gesicht gezeigt. »... in Mafiakreisen unter dem Namen Toxic bekannt« . Aber immer nur als Kurznachricht am Schluss. Eine richtig große Top-Story machen die nur über den Massenmörder des Monats. Diese durchgeknallten Psychos werden an einem Abend landesweit bekannt, während wir rechtschaffenen Arbeitnehmer aus der Auftragskillerbranche nur am Rande erwähnt werden. Ausgerechnet diese Nation, die alles in Geld bemisst, betet die Amateure an und lässt uns Profis links liegen. Ich werde dieses Land nie kapieren. Ich liebe New York, der Rest ist mir immer noch ein Rätsel.

Die Vororte dünnen aus, und bald darauf haben wir das Land der Starts und Landungen erreicht. Igors Pass ist in meiner Brusttasche und wirkt so echt wie eine Gucci-Handtasche aus China. Dahinter schlägt in meinem Herzen die Trommel des Zweifels.

»Dovid - enja«, sagt Radovan vor dem Terminal. Ich verbiete ihm, mich hineinzubegleiten. Seine Sonnenbrille schreit nach dem FBI wie ein Schwuler auf dem heißen Blechdach.

Für Dumme ist Dummheit keine gute Tarnung. Heute Morgen habe ich mir die Haare abrasiert und versucht, mich wie ein Russe anzuziehen. Schwarze Lederjacke, die hässlichsten Jeans aus dem Kleiderschrank und Puma-Putin-Turnschuhe. Im Flur habe ich mich umgedreht und meinem Flachbildfernseher mit den Fingern einen Kuss aufgedrückt. Munita hat gefragt, ob sie auf meine Wohnung aufpassen soll, solange ich weg bin, aber ich habe nein gesagt. Eine Fickbeziehung ist schließlich kein Vertrauensverhältnis. So eine Sexbombe tickt keine sechs Monate vor sich hin, ohne hochzugehen, und ich will nicht, dass irgendein Peruaner seinen postkoitalen Schweiß mit meinen Prada-Handtüchern abtrocknet.

Der Check-in verläuft ohne Probleme. Eine dümmliche Blondine mit tiefen Grübchen sagt, ich solle mir keine Sorgen um mein Gepäck machen. Ich sehe es ja in Zagreb wieder. Als ob es Direktflüge NYC - Zagreb gäbe, nur für das Gepäck. Bei der Passkontrolle heißt es Ruhe bewahren. Ich setze mein Igorgesicht auf, während der Grenzpolizist die chinesische Handwerkskunst bewundert. Dann befehlen mir zwei oberstolze Sicherheitsbeamte, Telefon, Portemonnaie und Kleingeld abzugeben. Jacke, Gürtel und Schuhe. Und entdecken zwischen meinen Münzen etwas, das mein Herz von Samba zu Rock hochschalten lässt. In der hässlichsten Jeans aus dem Kleiderschrank ist sie also abgeblieben, diese Kugel, ein schönes, goldenes 9-mm-Projektil aus einer Browning Hi-Power, die Dikan mir bei meiner Ankunft in New York geschenkt hat.

»Was ist das? Das ist eine Patrone, oder?«, fragt eine kleine uniformierte Long-Island-Vorortschranze mit Shopping-Mall-Dialekt.

»Ach ... ja. Das ist ein ... ein Souvenir«, sage ich.

»Ein Souvenir?«

»Ähm ... ja. Die ... die war in meinem Kopf«, sage ich und versuche so auszusehen, als ob das Teil permanente Schäden verursacht hätte.

Sie kauft es mir ab. Und gibt mir zum Abschied eine Ganzkörpermassage.

Ich gewöhne mich nie an dieses Reisen ohne Waffe. Es liegt nicht in der Natur eines Mannes, Ozeane unbewaffnet zu überqueren. Allein für dieses Sicherheitsgescheiß könnte ich bin Laden über den Haufen schießen. Oder könnte es eben gerade nicht, weil ich an Bord keine Waffe tragen darf.

Ich habe gerade angefangen, mich auf Zagreb zu freuen, da fängt der Ärger erst richtig an. Wie aus dem Nichts tauchen plötzlich zwei FBI -Wichser auf. Sie laufen auf das Gate zu, an dem ich mit meinem Ticket in der Hand in der Schlange stehe. Als Letzter. Das sind Zivilpolizisten, keine Frage. Die kann ich von hier bis New Jersey riechen. Sie tragen immer dieselben Normalo-Jacketts von H&M und dazu diese billigen Sonnenbrillen, die sie sich in ihre FBI -Frisuren stecken. Wahrscheinlich bekommen sie die in einem behördeneigenen Salon in D.C. verpasst. Es sind immer dieselben auf amtliche Art leger gestylten Frisuren, sehr glänzend und ein bisschen lockig. So ähnlich wie Michael Keaton in Verliebe dich oder wie der Film hieß.

Ich gehe hinter einem nackenkissentragenden Fluggast in Deckung, greife mein Handgepäck und schleiche mich davon, weg von den Zivilpolizisten, weg vom Gate. Dovid - enja Zagreb. Mein Herz hat die Trommel gewechselt, nun ist es eins dieser Riesendinger, die sie in Symphonieorchestern benutzen. Ich reiße mich zusammen und drehe mich nicht um. »Schaue nie ängstlich über die Schulter!«, pflegte meine Mutter zu sagen. Währenddessen verwandelt sich mein rasierter Schädel in einen Springbrunnen. Flughafengänge sind unendlich. Die Leute starren mich an, als ob ich die Eier von Saddam Hussein mit mir herumtragen würde. Dann sehe ich endlich das Symbol, das Notdürftigen auf der ganzen Welt den Weg weist, und wende mich nach links. In der Toilette atme ich durch und trockne meinen Kopf ab. Ich warte einige Minuten. Drei Geschäftsleute sehen mich an, als wäre ich ein russischer Waffenschmuggler, der auf einen Kunden wartet. Dann wage ich mich wieder auf das offene Meer. Nein. So nicht. Im nächsten Moment bin ich wieder in der Toilette - auf dem Flur habe ich sofort einen der Michael Keatons gesehen. Er hat mich nicht bemerkt. Lief einfach vorbei.

Ich betrete eine der Kabinen und tue so, als würde ich das machen, was ich denke.

Was nun? Zurück zum Gate kann ich auf gar keinen Fall. Viel zu riskant. Die Keatons würden dort auf mich warten, dämlich lächelnd, wie etwas beschränkte Verwandte. Aber was sonst? Die Lösung zeigt sich mir in Gestalt eines Gürtels; einer Gürtelschnalle, die ich unter der Trennwand zur nächsten Kabine entdecke. Ich warte einen Moment und sende ein Stoßgebet gen Himmel. Endlich beendet der Besitzer des Gürtels sein Geschäft und verlässt seine Kabine. Als auch ich meine Tür öffne, begegnen sich unsere Blicke im Spiegel über der Waschbeckenreihe. Gott muss mich erhört haben. Der Gürteltyp hat eine Glatze, genau wie Igor, haarlos wie ein Totenschädel. Hier stehen zwei glatzköpfige, dicke Männer auf ihrer Reise durch das Leben ¿ nur dass der Gürteltyp eine fast unsichtbare Brille trägt und etwas älter als Igor ist. Viel älter sollte er nun nicht mehr werden. Igor knipst ihn aus mit einem fast lautlosen Schlag auf den Hinterkopf, genau auf den G-Punkt. Seine Brille fällt ins Waschbecken, als der Kopf gegen den Spiegel knallt. Kein Blut. Der Typ ist noch dicker als ich, aber ich schaffe es trotzdem, ihn wieder in die Kabine zu wuchten, wo er seinen letzten Haufen auf dieser Welt gemacht hat, und schließe hinter mir zu.

Ich fühle seinen Puls. Das Herz ist aus.

Mit Schrecken stelle ich fest, dass meine Nummer 67 ein Kirchenmann ist. Er trägt einen weißen Kragen um den Hals. Schwarzes Hemd, schwarzes Jackett, schwarzer Mantel. Weiße Haut. Ich suche nach seinem Ticket, Pass und Brieftasche, und tata! Toxic Igor hat einen neuen Namen: Reverend David Friendly. Geboren am 8. November 1965 in Vienna, Virginia. Das ist okay. Das kriege ich hin. Ein Amerikaner war ich noch nie. Wo will er hin? Reykjavík steht auf dem Ticket. Das ist in Europa, glaube ich. Unter ziemlichen Anstrengungen schaffe ich es, Mantel und Jackett von seinem schweren geweihten Leib zu ziehen, und knöpfe sein Hemd auf. Der Springbrunnen ist wieder angeschaltet, und ich schnaufe wie eine Wildsau. Als ich merke, dass jemand die Toilette betritt, lege ich eine Pause ein und hoffe, dass seine Pinkelgeräusche mein Schnaufen übertönen. Ich höre, wie er sich die Hände wäscht und trocknet.

Sobald die Luft rein ist, verlasse ich die JFK -Toilette; ein auferstandener Jesus mit Heiligenschein um den Hals und einem neuen Ziel im Leben: Gate 2.

»Ein makaber-komischer Krimi, aber auch ein Buch über die seelischen Katastrophen, die der Jugoslawien-Krieg angerichtet hat. «
Uwe Wittstock, Die Welt, 19.06.2010
»Ein Buch, bei dem man bei jeder dritten Seite das dringende Bedürfnis hat, jetzt mal eben einem anderen eine Stelle vorzulesen, damit der mitlachen kann. Oder schief grinsen. Je nachdem. Schon deshalb unbedingt empfehlenswert.«
Christine Westermann, WDR 2 Bücher, 21.2.10
»Hallgrímur Helgasons rasanter Roman ... führt den Leser in ein abgedrehtes Island, das dem Autor gut vertraut ist: Er arbeitet dort als Künstler und Stand-up-Comedian.«
stern, 4.02.2010
»Warum sich für einen Auftragsmörder interessieren? Das Thema im Kino und der Kriminalliteratur ausgiebig behandelt, ist eigentlich abgehakt. Doch Hallgrímur Helgason ist ein Könner, der mit schwarzem Humor und feiner Erzählkunst das Genre auffrischt. Er entwirft einen Zusammenprall der Kulturen, der auch davon lebt, so manches Stereotyp aufzuzeigen und zu überprüfen.«
Susanne Schütz, Die Rheinpfalz, 27.02.2010 
»Hallgrímur Helgason ist ein neuer Streich geglückt, ein Gesellschaftsroman, der Komik und Ernst wunderbar vermischt.«
Rainer Moritz, Die Welt, 03.04.2010
»das Buch hat alles für einen zünftigen Kultfilm: Liebe, Action, Drama,
Humor, eine ungewöhnliche Landschaft und einen verpeilten
Hauptdarsteller, der eigentlich nur ein bisschen Frieden will und den
Grand Prix glotzen«
Badische Zeitung, 22.07.2010
»Der Roman des Isländers Hallgrimur Helgason ist äußerst lesenswert, spannend und komisch. «
Barbara Meixner, Zuhause, 07/2010
»Helgason ist ein fast lupenreiner Killer-Entwicklungsroman gelungen,
der das Pathos des traumatisierten, einsamen Wolfes sehr komisch
herunterbricht, ohne eine falsche Familienidylle gegenbildlich
aufzubauen.«
Thomas Wörtche, Der Freitag, 25.02.2010
»Der kroatische Mafia-Auftragskiller Tomislav Boksic, genannt Toxic, muss nach einer Panne New York verlassen und strandet auf einer Insel, die ihm sehr seltsam vorkommt: Island. Eine schräge Story erzählt Autor Hallgrímur Helgason in seinem neuen Buch - eine Art "Pulp Fiction" des Heimatromans.
Bernd Haasis, Stuttgarter Nachrichten, 17.04.2010
»Mit Hallgrímur Helgason kommt eine neue Unernsthaftigkeit in die Welt. Wenn die Welt schon ungerecht ist, dann soll ihr wenigstens ein beißender Witz zusetzen.«
Salzburger Nachrichten, 10.04.2010
»Sprachwitz und ein aufgekratzter Sound zeichnen den Roman aus.«
Aldo Keel, NZZ, 03.05.2010
»Das Buch ist purer Lesespaß und Helgason ein Tipp für alle, die ihn noch nicht kennen.«
Jörg Howe, TrokkenPresse, 04/2010
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Bewertungsstern, voll Bewertungsstern, voll Bewertungsstern, voll Skurriler Lebenswandel eines Kapitalverbrechers - von Uli Geißler - 28.11.2013 zu Hallgrímur Helgason „Zehn Tipps, das Morden zu beenden und mit dem Abwasch zu beginnen“
Anfangs lässt die skurrile Situationsbeschreibung auf eine witzige und außergewöhnliche Geschichte spekulieren, ist doch der Protagonist ein kroatischer Auftragskiller, der mit zwei wesentlichen Kerngedanken durch sein kaltes und sinnloses Leben tourt. Zum Einen ordnet er den Attraktivitätsgrad von Frauen auf einer gedachten Wann-würde-ich-bei-Trennung-von-ihr-das-erste-Mal-wieder-an-sie-denken-Skala, zum Anderen nummeriert er seine bislang nach seinem Grundprinzip MWA (meint: "Möglichst wenig Aufsehen") begangenen Morde durch. Doch sein 66. Schuss traf den Falschen, einen FBI-Agenten und nun muss der ansich so unauffällige frühere Soldat schnell handeln, um nicht entdeckt zu werden. Da trifft es sich gut, dass er am Flughafen kurz vor seinem eilig geplanten Rückflug in die Heimat einen Priester ermorden sowie sich dessen Kleidung bemächtigen kann. Wegen der Papiere des Kuttenträgers landet Toxic in der Isländischen Hauptstadt Reykjavik, wo er als "Father Friendly" schon von zwei eher fundamentalistisch geprägten Christinnen, Guðmundur und Sigríður, erwartet wird. Die Geschichte ist verrückt genug, dass man sie zu Ende liest, auch wenn es hin und wieder doch eher belanglos, banal und wenig komisch wird. Irgendwie passen dann doch skurriler Witz, verrückte Aussprüche oder Begebenheiten mit dem oft realistischen Hintergrund oder durch die Erinnerung des Protagonisten aufkeimende Emotionen nicht immer zusammen. Nach und nach wandelt sich der eiskalte Typ zu einem durchaus über sein Leben und seine grausamen Taten reflektierenden Mann, was nicht zuletzt durch die Unmöglichkeit, sich Waffen zu besorgen oder weitere Untaten vollziehen zu können, unterstützt wird. Trotz aller im Verlauf der Geschichte auch aufkeimenden ernsthaften Hintergründe und Vergangenheitsbewältigenden Sequenzen, bleibt es stets eine verrückte und wenig glaubhaft oder im Bereich des Möglichen liegende Geschichte. So liest man doch ausgesprochen distanziert aneinandergereihte Gedankenspinnereien eines Autors, wundert sich gelegentlich darüber, wie er denn "auf so was kommt" und legt schließlich das Buch ohne großen Erkenntnisgewinn, kaum literarische Bereicherung sowie ohne jegliche weitere Konsequenzen beiseite. Ein wenig Spaß hatte man schon beim Lesen, aber so richtig auch wieder nicht. (c) 1/2012, Redaktionsbüro Geißler, Uli Geißler, Freier Journalist, Fürth/Bay.
Bewertungsstern, voll Bewertungsstern, voll Bewertungsstern, voll Bewertungsstern, voll Ein Killer auf Gottes Wegen - von Xirxe - 07.09.2012 zu Hallgrímur Helgason „Zehn Tipps, das Morden zu beenden und mit dem Abwasch zu beginnen“
Toxic, bisher erfolgreicher kroatischer Auftragskiller aus New York, erwischt bei seinem letzten Job einen FBI-Agenten. Da nun der Teufel los ist, flieht er auf dem schnellsten Weg und landet als amerikanischer Fernsehprediger in Island. Ehe er es sich versieht, steckt er mittendrin in seiner Rolle als Geistlicher und becirct nicht nur isländische Gläubige¿ Schräg, schräger, am schrägsten ;-). Dass bei einem solchen Titel einen kein ¿normaler` Krimi erwartet, leuchtet ein. Aber es ist auch kein Unnormaler sondern gar keiner, vielmehr eher die Beschreibung einer Läuterung eines immens großen Sünders. Was sich nun vielleicht fade und öde anhören mag, wird jedoch bei einem Autor wie Helgason zu einem skurrilen wie auch witzigen Leseerlebnis. Toxic, der vor seiner Laufbahn als Killer Soldat in Kroatien war, ist der Icherzähler mit einem äußerst lockeren wie auch vulgären Tonfall. Er beschreibt Island, das ihm zuvor völlig unbekannt war, aus der Sicht eines Kämpfers (¿Was ist mit diesen Isländern los? Keine Armee. Keine Pistolen. Kein Nix.`) wie auch eines Großstadtmenschen (¿Der Dom ist so groß wie eine Hundehütte Gottes.`) und erzählt nebenbei noch aus seinen früheren Leben. Wie ihm der Eurovision Song Contest das Leben rettete, wie er aus Versehen seinen Vater erschoss, wie er seine Morde vorbereitete (¿`Das Opfer ist König` ist mein Motto.`), wie er den Krieg erlebte (¿In unserer Einheit haben wir fünf Leben verloren, sechs Beine, drei Arme und ein paar Finger.`). Es sind schreckliche Dinge über die er berichtet, aber dies macht er mit einer solch scheinbaren Selbstverständlichkeit und Direktheit in einer derart ungewohnten Sprache, dass man immer wieder lachen muss. Trotz der vielen Geschichten aus der Vergangenheit Toxics bleibt die aktuelle Story, der Aufenthalt in Island, spannend. Dazu noch eine Liebesgeschichte und ein überraschender Schluss - einfach gelungen. Die volle Punktzahl gibt es nur deshalb nicht, weil es gelegentlich doch ein bisschen sehr schräg war.
Bewertungsstern, voll Bewertungsstern, voll Bewertungsstern, voll Zehn Tipps ... - von dyabollo - 24.03.2011 zu Hallgrímur Helgason „Zehn Tipps, das Morden zu beenden und mit dem Abwasch zu beginnen“
Zehn Tipps (...) beginnt so rasant, dass man sich nach den ersten fünf Seiten unweigerlich fragt wie der Autor es überhaupt schaffen will dieses Tempo bis zum Schluss durchzuhalten. Toxic, ein hitman in New York, im täglichen Leben waiter in einem Kroatischen Lokal das keine Stammgäste hat weil diese dort am Ende des Dinners eine derart hohe Rechnung bekommen, die sie nur mit ihrem eigenen Leben bezahlen können. Dieser kroatische Killer also begeht einen großen Fehler und erschießt einen FBI Angenten. Nun ist Toxic mit falschen Papieren auf der Flucht, doch kaum ist er am Flughafen angelangt und zu seinem geht unterwegs, bemerkt er FBI Agenten und muss wieder morden um an eine neue Identität und neue Tickets zu gelangen. Ganz zufällig begegent er auf der Toilette einem Prieser, der ihm wohl sehr ähnlich sieht und ergreift seine Chance. Und kaum einen Tag später landet Toxic nun unter dem Namen Mr. Friendly im Kühlschrank = Island. Da beginnt nun eine irrwitzige Wandlung vom Killer zu einem Heiligen...oder doch nicht?! Leider, wie schon zu Beginn befürchtet, schafft es der Autor nicht dieses Tempo zu halten. Auch der Witz geht nach und nach verloren und irgendwann gegen Ende ist alles zu gekünstelt und dermaßen übertrieben wie eine Karikatur. Das Buch ist kein Stück guter Literatur sondern einfach nur eine Entspannungslektüre. Auch was für Menschen die keine Krimis mögen. Eher etwas wie ein Dessert: Hat zwar keine Vitamine und ist nicht gerade gesund, aber trotzdem lecker! Und ab und zu kanns ja nicht schaden ;)
Bewertungsstern, voll Bewertungsstern, voll Bewertungsstern, voll Bewertungsstern, voll Bewertungsstern, voll Das Chaos begann mit Schuss Nr. 66,... - von katharina1981 - 17.11.2010 zu Hallgrímur Helgason „Zehn Tipps, das Morden zu beenden und mit dem Abwasch zu beginnen“
... denn Schuss Nr. 66 war ein Fehlschuss! Toxic, eigentlich ja Tomislav, ist in seinem Job sehr erfolgreich, die Art wie er über seinen Job spricht, nämlich so normal als wäre er Bankangestellter oder Kfz-Mechaniker, macht dieses Buch zu dem was es ist. Ein Schräger, schwarz humoriger Thriller. Toxic kommt ursprünglich aus Kroatien, lebt in New York und er ist Auftragskiller. Allein die Tatsache, wie Toxic von sich und seinem Job erzählt, ist sehr skurril und teilweise sarkastisch. Bei seinen Aufträgen ist immer alles gut gegangen, bis zu Nr. 66, denn Schuss Nr. 66 war ein Fehlschuss, man sollte sich eben nicht mit dem FBI anlegen. Deshalb muss Toxic unter dem Namen Igor Illitsch fliehen, doch am Flughafen trifft er auf 2 zivile FBI-Detectives. Sein Plan ist gescheitert, er muss etwas unternehmen und zwar schnell. Durch Zufall trifft er in der Flughafentoilette auf einen Mann, der ihm ähnlich sieht, er hat auch eine Glatze, hat ein ähnlich rundes Gesicht, ist zwar etwas älter, müsste aber klappen... Er tötet ihn und nimmt die Papiere an sich. Nummer 67 war ein Kirchenmann, Toxic ist Amerikaner, sein neuer Name ist Reverend David Friendly und sein Ziel ist jetzt Reykjavík... Auf dem Flug geht alles glatt, aber was Passiert, wenn man bei der Einreise in Island aus versehen den russischen pass zieht, aber englisch spricht und offensichtlich Pfarrer ist... Nach dem Zoll wird Father Friendly schon von seinen lieben und streng gläubigen Gastgebern Gutmunduhr und Zickrita erwartet... Wie er sich in Island durch eine Reihe unangenehme Situationen mogelt und von einem Fettnäpfchen zum nächsten schlittert und wie die Story in Island sein Ende nimmt, sollte man unbedingt selbst lesen - Toxic, der sympathische Killer - Das Buch ist sehr schnelllebig und rasant, alles geschieht Knall auf Fall und stellt den Leser unter Hochspannung. Das Buch ist sehr schräg, teilweise sarkastisch und durchzogen mit köstlichem schwarzem Humor. Der Autor hat eine geniale Art, dem Leser seine Hauptfigur näher zu bringen. Obwohl Toxic ein Auftragskiller ist, schafft der Autor es, ihm dem Leser sympathisch zu präsentieren. Man ist schnell bereit Zu dem doch eigentlich "Bösen" zu halten und für ihn mit zu fiebern. Eine klasse, sehr kurzweilige Story mit einer harten Mischung aus Spannung und schwarzem Humor! Dieses Buch ist etwas Besonderes und auf jeden Fall zu empfehlen!!!!!
Bewertungsstern, voll Bewertungsstern, voll Bewertungsstern, voll Bewertungsstern, voll Bewertungsstern, voll - von Anonym - 16.11.2010 zu Hallgrímur Helgason „Zehn Tipps, das Morden zu beenden und mit dem Abwasch zu beginnen“
Lakonischer Humor gepaart mit einer blutigen Gangsterbalade, man fühlt sich in einen Tarantino-Movie versetzt. Ein Mafiakiller aus dem Balkan muss nach 66 Morden aus den USA fliehen. Unfreiwilliger Fluchthelfer ist ein Prediger, der als Nummer 67 in die Geschichte eingeht. Statt nach Zagreb verschlägt es den Killer nach Island. Dort gelingt es ihm nur kurz, seine aberwitzige Tarnung aufrecht zu erhalten. Zwischen Sexfantasien, Reflektionen des Balkankrieges und den Versuchen, den Killer zum Gläubigen zu wandeln entsteht eine herrlich schräge, rabenschwarze Killer-Komödie, die es aber auch schafft, trotz des trockenen Humors die Erinnerungen an den Krieg glaubhaft und traurig erscheinen zu lassen. Ein äußerst gelungenes Buch. Teilweise musste ich prustend das Buch beiseite legen, weil der Autor knappe, brüllend-komische Sätze einfließen läßt, in denen er sich hauptsächlich über das schockgefrostete Leben in Island lustig macht. Natürlich verliebt sich unser Held, was das Ganze nicht einfacher macht. Ein witziges Buch, das viel zu schnell gelesen ist, aber auch ein Buch, dass das Zeugs zum Kultroman hat. Ich würde sogar sechs Sterne vergeben, weil ich auf diese Art von Geschichte stehe. Flott, witzig, toxic!
Bewertungsstern, voll Bewertungsstern, voll Bewertungsstern, voll Tag 27 Buch - von zahnfee - 26.08.2010 zu Hallgrímur Helgason „Zehn Tipps, das Morden zu beenden und mit dem Abwasch zu beginnen“
Es läuft nicht gut für Toxic, einen amerikanischen Auftragskiller. Um seiner Verhaftung zu entkommen, muss er einen Mann umbringen und dessen Identität annehmen. Dummerweise handelt es sich dabei um einen amerikanischen Fernsehprediger auf dem Weg nach Island. Einziger Lichtblick: die schönen Isländerinnen... Doch einmal in Island angekommen, bleibt Toxic nichts anderes übrig, als die Rolle des Predigers zu spielen. Mehr schlecht als recht absolviert er einen Auftritt in einer Fernsehsendung und verliebt sich auch noch in die Tochter seiner Gastgeber. Aber bald schon droht seine neue Identität aufzufliegen... Soviel vom Klappentext. Viel mehr geschieht auch nicht in dem Buch, die Story ist schon sehr hauchdünn. Außerdem finde ich die Geschichte bzw den Protagonisten in sich unlogisch. Ein Serienkiller mit viel Kohle würde wohl kaum in einer Obdachlosenbaracke wohnen, oder ? Und ein Mann der gewohnt ist zu töten würde wohl kaum vor unbekannten Menschen so kuschen . Die Ansätze sind ganz niedlich und vielversprechend, halten aber nicht was sie versprechen, die Story dümpelt vor sich hin, und der Humor ist ehrlich gesagt grenzwertig bis völlig daneben. Die Abfolgen von Rückblicken aus Toxics Leben ( was an sich ganz gut gemacht ist ) und der beschriebenen Gegenwart werden leider durch den Stil , der zu oberflächlich ist ad absurdum geführt und passen nicht zueinander. Die Beschreibungen Islands sind ganz nett, und für einen New Yorker ist dieses Land sicherlich ein absoluter Kulturschock. Alles in allem, ein Buch was keinen bleibenden Eindruck hinterlässt
Bewertungsstern, voll Bewertungsstern, voll Bewertungsstern, voll Bewertungsstern, voll Zehn Tipps, .... - von Selaiah - 30.07.2010 zu Hallgrímur Helgason „Zehn Tipps, das Morden zu beenden und mit dem Abwasch zu beginnen“
Trocken, amüsant, zynisch. Endlich mal wieder ein interessantes Thema, und ein Charakter, der einen zum Dauergrinsen zwingt :-) Toxic ist Auftragskiller und muss vor dem FBI fliehen. Dabei geht einiges schief und alles wird ganz anders als geplant: Er befindet sich nun, anstatt auf dem Weg in sein Heimatland, in einem Flieger nach Reykjavic. Super spannend zu lesen, mit vielen bösen Seitenhieben auf die italienische Mafia. Besser kann solch ein Buch nicht beginnen- und ich hoffe, es geht genauso spannend weiter! Ein must-have für jeden Sopranos Fan ;-)
Bewertungsstern, voll Bewertungsstern, voll Bewertungsstern, voll Isländischer Sommer - von por - 30.06.2010 zu Hallgrímur Helgason „Zehn Tipps, das Morden zu beenden und mit dem Abwasch zu beginnen“
Der Auftragsmörder Tom Boksic muss untertauchen, da sein letztes Opfer sich als getarnter FPI-Agent entpuppt hat. Auf der Flucht tötet er einen Prediger, der auf dem Weg nach Island war, und übernimmt dessen Identität. In Island angekommen muss er vor laufender Kamera einem Gottesdienst beiwohnen, wird kurz darauf enttarnt und verpflichtet sich, um der ausieferung zu entkommen, seinen Glaubensbrüdern gegenüber dem alten Leben abzuschwören und nur mehr Gott zu dienen. Helgason beginnt den Roman recht spritzig und schafft eine schnelle Verbindung zum Leser. Die Schilderungen eines ¿geborenen¿ Mörders von der Trostlosigkeit des isländischen Sommers und der Furcht vor einem noch schrecklicheren Winter sind gelungene Unterhaltung. Leider kann ich mich vom letzten Drittel nicht mehr so gut unterhalten lassen. Die Wandlung vom Mörder in einen treusorgenden Familienvater nehme ich Tom Boksic nicht mehr ab. Da helfen auch die Rückblenden auf die Gräuel des Jugoslawienkrieges nicht, die die Gedanken des jungen Kroaten erzählen. In Summe weder Gemüse noch Fleisch Helgason hätte sich zwischen Krimi oder einer Aufarbeitung des Kriegstraumas entscheiden müssen. So endet der Roman nach starkem Beginn eher in der isländischen Nacht ¿ und die dauert fast 6 Monate.
Bewertungsstern, voll Bewertungsstern, voll Bewertungsstern, voll Von Auftragskillern, Fernsehpredigern und der großen Wandlung - von sabatayn76 - 16.06.2010 zu Hallgrímur Helgason „Zehn Tipps, das Morden zu beenden und mit dem Abwasch zu beginnen“
Inhalt: Der Kroate und Wahl-Amerikaner Toxic hat ein Problem. Seine Karriere als Auftragskiller scheint beendet, nachdem er nach 65 erfolgreichen Liquidierungen aus Versehen einen FBI-Mann zur Strecke bringt. Mit einem neuen Pass will er sich auf den Weg nach Kroatien machen, muss am Flughafen jedoch ganz spontan Nummer 67 umbringen, um seiner Verhaftung zu entkommen. Bei dem Getöteten handelt es sich um Reverend David Friendly, der nach Island fliegen wollte. Toxic nutzt die Gunst der Stunde, nimmt die Identität des Kirchenmannes an und ist kurz darauf auf dem Weg nach Reykjavík. Mein Eindruck: Bei der Lektüre fühlte ich mich oft zwischen sehr gegensätzlichen Gefühlen/Meinungen hin und her gerissen. Einerseits hat mir das Buch einige Lacher beschert, und der schwarze und teils bitterböse Humor gefiel mir oft sehr gut. Andererseits empfand ich viele Witze als zu flach, zu bemüht und zu aufgesetzt. Stellenweise liest sich das Buch schnell und unterhaltsam, dann hat es wieder Längen. Das Ende und die Gedanken des Protagonisten über Krieg haben mir sehr gut gefallen. Mein Resümee: Selten hatte ich eine so neutrale Meinung zu einem Buch. Meiner Meinung nach ist Zehn Tipps, das Morden zu beenden und mit dem Abwasch zu beginnen nichts besonderes. Kann man lesen, muss man aber nicht.
Bewertungsstern, voll Bewertungsstern, voll Bewertungsstern, voll Tag 25 Buch? - von Antje Schmalzbauer - 30.03.2010 zu Hallgrímur Helgason „Zehn Tipps, das Morden zu beenden und mit dem Abwasch zu beginnen“
Toxic, übergewichtiger Auftragskiller aus New York, vermasselt seine Nummer 66. Naja, vermasselt nicht direkt, der Schuss trifft sein Ziel, aber das Ziel ist ein FBI-Agent. Und so ist das FBI hinter ihm her und Toxic auf der Flucht. Eigentlich nach Kroatien, zu Mutti, doch am Flughafen bekommt er es mit der Angst zu tun und ermordet noch schnell einen Prediger, um dessen Identität anzunehmen. Mit neuem Ticket geht die Reise dann nach Island. Dort wird er schon von einem Prediger-Ehepaar mit eigenem Fernsehsender erwartet, wo Toxic dann als Father Friendly auftritt. Er verliebt sich in die Tochter des Hauses - doch es kommt wie es kommen muss, die Vergangenheit holt ihn ein und MWA ( möglichst wenig Aufsehen) funktioniert nicht mehr wirklich. Hallgrímur Helgason liefert uns eine humorige, schwarze Komödie. Der Killer ist der Ich-Erzähler und beschreibt seine Umgebung und Mitmenschen auf manchmal überzogene und Art und Weise (z.B. seine Art, Frauen in Tag1-TagX-Frauen einzuteilen). Er erzählt sein skurriles Leben gewürzt mit coolen Sprüchen, Sarkasmus und einem Schuss Derbheit. Der Stil des Autors ist knapp und die Ereignisse, zumindest am Anfang des Buches rasant. Die Spannung lässt aber im Laufe der Geschichte etwas nach. Die Glaubwürdigkeit bleibt leider auch ein wenig auf der Strecke, denn die Entwicklung von Toxic ist so eigentlich nicht vorstellbar. Doch es wird dem Leser viel geboten, viele Charaktere und Schauplätze, denn das Leben von Toxic ist ereignisreich. Die Rückblicke auf den Krieg in Jugoslawien gehen auch unter die Haut und so ist die Geschichte nicht nur komisch. Das Ende lässt den Leser etwas unbefriedigt zurück, denn es bleiben zu viele offene Fragen. Das Cover finde ich super, der Titel stellt keinen Bezug zur Geschichte her. Denn Tipps gibt es keine. Alles in allem, gute Unterhaltung, welche man auch mal zwischendurch lesen kann.
Bewertungsstern, voll Bewertungsstern, voll Bewertungsstern, voll Ungewöhnliche Geschichte - mal was anderes - von Kuschelbu - 15.03.2010 zu Hallgrímur Helgason „Zehn Tipps, das Morden zu beenden und mit dem Abwasch zu beginnen“
Gerade das Buch zu Ende gelesen, habe ich gemischte Gefühle, was man über diese Geschichte denken soll. Langeweile kam beim Lesen auf jeden Fall nicht auf - eher musste man bei einigen Passagen schmunzeln. Schwarzen Humor hat der Auftragskiller Toxic, der die Frauen danach sortiert, nach wievielen Tagen er mit ihnen schlafen würde, auf jeden Fall. Nachdem ein Auftragsmord ein FBI Agent war, gerät der kroatische in New York lebende Toxic in Bedrängnis und muss die USA verlassen. Am Flughafen wird er verdächtigt und bringt schließlich den Priester Friendly um und fliegt mit dessen Ticket nach Island. Dort verändert sich das Leben von Toxic schlagartig. Erst als Father Friendly und dann als neuer isländischer Bewohner, der den Glauben näher gebracht bekommt. Was dieser Geschichte meiner Meinung nach fehlt, ist ein richtiger Spannungsbogen. Im Prinzip könnte sich die Geschichte jahrelang so weiter ziehen, um das Leben von Toxic in Island, seinen Jobs, seinen Freunden und seinen Frauengeschichten. Dass ihn seine Vergangenheit irgendwann wieder einholt, ist für den Leser sicherlich keine Überraschung. Das Ende des Romans kommt dann aber doch ziemlich plötzlich und kaum hat man sich versehen, ist der letzte Satz gelesen und dem Leser bleibt es selbst überlassen, wie es nun weitergehen könnte. Auf jeden Fall kein langweiliges Buch. Eine Geschichte über Krieg, Liebe, Hass und Glauben. Wer Lust hat, mal etwas anderes zu lesen und mehr über dieses eigentümliche Land Island und seine Bewohner lernen möchte, liegt bei diesem Buch richtig.
Bewertungsstern, voll Bewertungsstern, voll Bewertungsstern, voll Bewertungsstern, voll Besser als erwartet... - von BW - 22.02.2010 zu Hallgrímur Helgason „Zehn Tipps, das Morden zu beenden und mit dem Abwasch zu beginnen“
ALs ich Anfangs den Titel gelesen habe, war ich überhaupt nicht in Stimmung mir die Leseprobe anzutun, doch ich habe dies nicht bereut! Toxic ist Auftragskiller und lebt in den Staaten. Er ist DER Profi schlecht hin - aber nun hat er verkackt. D.h. er hat seinen Auftrag zwar ausgeführt, hat aber einen FBI Mann getötet. Er bschließt nach Kroatien zufahren, wo seine Mutter wohnt um Gras über die Sache wachsen zu lassen. Doch am Flughafen kommt es zu einer unerwarteten Situation: Das FBI ist hinter ihm her und in letzer Not schafft er es die Identität eines Priesters anzunehmen indem er denselbigen im Flughafenklo ermordet. Nun beginnt für ihn eine spannende Reise nach Island, wobei er sich lange Zeit als Priester ausgeben muss und predigen muss. Ob das gut geht? Natürlich nicht, denn schon nach kurzer Zeit, die er bei der Familie Olafson verbracht hat, haut er ab und zieht auf den Dachboden zu der Tochter der Familie, die genau das Gegenstück zu Ihren Eltern ist: Nicht religiös, sondern teuflisch sexy und rebellisch. Toxic hatte schon viele Affairen, aber bei dieser ist es etwas anderes und kurz darauf erfährt er auch noch, dass seine Freundinn Munita in den USA kaltblütig ermordet wurde. Daraufhin beschließt Toxic, nachdem er seine nun neue Freundinn enttäuscht hatte, während die beiden am Meer saßen und sie ihn fragte, ob er den Rest seines Lebens mit ihr auf Island verbringen will, ( SIE LIEBT IHN UND SIE WEIß DASS ER EIN KILLER IST - Die beiden führern eine witzige Beziehung) sich umzubringen. Er will sich von der Brücke stürzen. Tief im inneren liebt er sie eigentlich ja doch, aber er war sich nicht sicher. Zu blöde, dass nun auch noch der Selbstmord schiefgeht. Total verstümmelt kehrt er zurück zu seiner religiösen Pflegefamilie und teilt ihnen seine Vergangeheit mit. SIe wollen ihn bekehren und der Prister Tortur will ihn durch die Hölle gehen lassen, damit er das Licht Gottes spüren kann. Am Ende der Therapie ( die den ganzen Sommer über ging und er hatte sich trotz den Vorgaben fast jeden Tag mit seiner geliebten getroffen um Sex zu haben) zog er zurück zu Gunnilduhr ( die geliebte) und lebt mit ihr friedlich zusammen. Bis an jenem Abend, als seine ehemaligen Partner vor der Tür stehen. Was geschiet dann? ( das Ende lasse ich hier offen. ) Ich muss sagen, der Autor hat mich echt überzeugt. Sein sarkastischer und komischer Stil macht das Buch zu einem echten Spaß und ich musste sogar öfters (!!) laut auflachen, weil manche Situationen so witzig beschrieben sind! Man bemerkt auch, dass Tocix eine Wandlung durchmacht, wobei der LEser sich nicht immer sicher ist, ob er nun WAHRE LIEBE für Gunnildhur empfindet. Das Ende hat mir sehr gut gefallen und war etwas skurill. das kurze Bcuh war ein sehr guter Zeitvertreib und es war sehr leicht, das BUCh zu lesen. ICh würde sagen, eine gute Mischung aus Mord und Autorenhumor! Sehr gelungen!!
Bewertungsstern, voll Bewertungsstern, voll Bewertungsstern, voll Bewertungsstern, voll Kalt gestellt in Island - von Toschi3 - 21.02.2010 zu Hallgrímur Helgason „Zehn Tipps, das Morden zu beenden und mit dem Abwasch zu beginnen“
Toxic, ein amerikanischer Profikiller mit kroatischen Wurzeln, versaut einen Auftrag und muss Hals über Kopf aus den USA fliehen. Seine neue Identität wählt er per Zufall ¿ und wird amerikanischer Fernsehpriester auf dem Weg nach Island. Dort soll er möglichst wenig Aufsehen machen und abwarten ... was natürlich kräftig misslingt. Der isländische Autor findet einen geschickten Weg, das Leben von Toxic zu beschreiben. Er hat einen sehr gut lesbaren Schreibstil, auch wenn die Sprache sehr derb ist. Das passt aber gut zum Wesen des Protagonisten und ist deshalb nicht nur verzeihlich sondern sogar angemessen. Die Personen sind recht gut beschrieben, auch wenn den Charakteren etwas Tiefgang fehlt. Den geneigten Leser wird das jedoch weniger stören, da das Buch ja nur 270 Seiten hat und für wahre Tiefenanalysen kein Platz bleibt. Die Geschichte ist auch nicht so angelegt, als müssten alle Personen haarklein dargestellt werden. Dafür bekommt man einen guten Einblick in das Seelen¿heil¿ des Killers. Nach meinem Geschmack hätte man aus dem Grundgedanken, der wirklich fantastisch ist, deutlich mehr machen können. Da wäre also nicht nur die Anzahl der Seiten ausbaufähig. Und noch ein Manko in meinen Augen: ich mag keine uneindeutigen Buchenden (und das liegt nicht an mangelnder Fantasie). Doch leider hier haben wir eins. Trotzdem heißt mein Urteil für diese gelungene Idee und die recht gute Umsetzung: 4 Sterne.
Bewertungsstern, voll Bewertungsstern, voll Bewertungsstern, voll Bewertungsstern, voll Der etwas andere Beruf - von ladybug - 14.02.2010 zu Hallgrímur Helgason „Zehn Tipps, das Morden zu beenden und mit dem Abwasch zu beginnen“
Toxic von Beruf Auftragskiller, hat in seinen Augen alles was es braucht um glücklich zu sein, bis dann etwas schief läuft. Bei einem seiner Aufträge erschießt er einen FBI-Agenten. Jetzt muss er schleunigst verschwinden, doch wenn man schnell weg muss hat man nicht viel Zeit den perfekten Plan zu schmieden. Und so schlüpft er in die Identität eines Fernsehpredigers und reißt nach Island ein. Doch wie soll er seine Lämmchen beraten? Was kann ein Killer zum Seelenheil beitragen? Doch nicht nur das, auch die isländischen Frauen machen ihm das Leben schwer... Doch dann scheint alles umsonst gewesen zu sein, denn seine Tarnung droht aufzufliegen und wieder muss Toxic flüchten nur wohin diesmal? In vielen überaus amüsanten Kapiteln lernen wir Toxic kennen, wir erfahren wie es ihm im Krieg erging und warum er zum Serienkiller wurde. Der Autor schafft es viele sehr ernste Themen in seinen Roman hinein zu weben, ohne dabei geschmacklos zu werden auch wenn sein Erzähler, Toxic, alles andere als gefühlvoll ist. Mit vielen einfallsreichen Wortkreationen werden die Passagen ausgeschmückt und mit dem einzigartigem Humor von Hallgrimur Helgason versehen. Obwohl das Buch vor schwarzem Humor nur so überläuft, macht es großen Spaß mit Toxic die Welt der Isländer zu erkunden. Ein empfehlenswertes Buch für alle die gerne mal etwas außergewöhnliches lesen möchten. Punktabzug gibt es lediglich für das leicht merkwürdige Ende, aber lest selbst!
Bewertungsstern, voll Bewertungsstern, voll Bewertungsstern, voll Bewertungsstern, voll Bewertungsstern, voll Ein Krimi der etwas anderen Art - von Anonym - 12.02.2010 zu Hallgrímur Helgason „Zehn Tipps, das Morden zu beenden und mit dem Abwasch zu beginnen“
Toxic, ein kroatischer Auftragskiller und in seinem Beruf als Sixpacker in New York durchaus erfolgreich, muss nach einem mehr oder minder misslungenem Mord aus der Stadt flüchten. Der Mord an sich war erfolgreich, nur leider hat er einen FBI Agenten erwischt. Am Flughafen scheint ihm seine neue Identität nicht sehr glaubhaft zu sein, so dass er auf der Herrentoilette kurzerhand noch jemanden umbringt, der ihm ähnlich sieht. Dumm nur, dass er ausgerechnet einen amerikanischen Priester erwischt hat, der auf dem Weg nach Island war... So wird mit der Identität auch die Reiseroute geändert und man reist nach Island. Dort wird er am Flughafen freudig von Gutmunduhr und Zickrita als Father Friendly in Empfang genommen. Toxic erfährt dort, dass er auf deren Einladung in Island ist, denn die Beiden haben, eben wie auch der richtige Father Friendly, eine eigene Fernsehprediger-Show im isländischen Fernsehen. Nach anfänglichen Schwierigkeiten, unter anderem auch sehr vergnügliche mit der isländischen Sprachen und auch den dortigen Namen, lebt sich Toxic aber doch wider Erwarten gut dort ein und verliebt sich sogar in Gunholder und geht mit ihr eine Beziehung ein. Fazit: In dem Buch Zehn Tipps, das Morden zu beenden und mit dem Abwasch zu beginnen, geht es Schlag auf Schlag, so dass man in einer Rezension leider nicht so viel schreiben kann, ohne etwas zu verraten. Toxic ist einem sofort, trotz seines Berufes, mehr als sympathisch und man schließt ihn sofort ins Herz. Man findet ab Seite 1 in das Buch hinein und muss automatisch mit ihm lachen, leiden und sieht sich auch mit ihm durch Reykjavik laufen. Es ist alles sehr plastisch beschrieben, so dass man es, auch dank der sprachlichen Fähigkeiten des Autors, sehr flüssig und in einem Rutsch lesen kann. Für mich ein absolutes Top-Buch und den Autor werde ich mir auf jeden Fall merken. Einzig das Ende fand ich nicht so gelungen, aber das macht das gesamte Buch an sich eindeutig wieder wett.
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