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Jacob beschließt zu lieben

Roman. Ausgezeichnet mit dem Schweizer Buchpreis 2011.
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Produktdetails

Titel: Jacob beschließt zu lieben
Autor/en: Catalin Dorian Florescu

ISBN: 3406612679
EAN: 9783406612671
Roman. Ausgezeichnet mit dem Schweizer Buchpreis 2011.
Beck C. H.

8. März 2012 - gebunden - 404 Seiten

In seinem neuen großen Roman erzählt Catalin Dorian Florescu die abenteuerliche Lebensgeschichte des Jacob Obertin aus dem schwäbischen Dorf Triebswetter im rumänischen Banat. Es ist eine Geschichte von Liebe und Freundschaft, Flucht und Verrat und darüber, wie die Fähigkeit eines Menschen zu lieben ihn über alles hinwegretten kann. Jacobs Geschichte - zeitlich zwischen dem Ende der 20er- und Anfang der 50er-Jahre angesiedelt - weitet sich zu einem Familienepos, in dem temporeich und in dichten, fantastischen Bildern das Schicksal der Obertins über 300 Jahre hinweg erzählt wird, beginnend mit dem 30jährigen Krieg in Lothringen.
Catalin Dorian Florescu, geboren 1967 in Timisoara in Rumänien. 1976 erste Ausreise mit dem Vater nach Italien und Amerika. Rückkehr nach Rumänien, 1982 endgültige Emigration. Studium der Psychologie. Florescu lebt als freier Schriftsteller und Suchttherapeut in Zürich.
Er erhielt für seine Romane "Wunderzeit" (2001), "Der kurze Weg nach Hause" (2002) und "Der blinde Masseur" (2006) u. a. das Hermann-Lenz-Stipendium, den Adelbert-von-Chamisso-Förderpreis, ein Werkjahr der Stadt Zürich. "Wunderzeit" war Buch des Jahres 2001 der Schweizerischen Schillerstiftung, außerdem erhielt Florescu 2003 den Anna Seghers-Preis.
Übersetzungen von "Der blinde Masseur" ins Spanische, Niederländische, Rumänische, Französische und Italienische sind bereits erschienen oder in Vorbereitung.
Kundenbewertungen zu Catalin Dorian Flor… „Jacob beschließt zu lieben“
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Bewertungsstern, voll Jacob beschließt zu lieben - von Themistokeles - 14.04.2011 zu Catalin Dorian Florescu „Jacob beschließt zu lieben“
Inhalt: Der Roman beginnt zunächst mit der Geschichte wie Jakob, der Vater Jacobs, nach Triebswetter im Banat kommt und Jacobs Mutter kennen lernt und wie es zu Jacobs Geburt kommt. Im weiteren Verlauf der Geschichte wird das Leben Jacobs erzählt unterbrochen von Geschichten die von den Vorfahren Jacobs mütterlicherseits, wie diese seit dem 30-jährigen Krieg an, den Weg von Lothringen ins Banat finden. Jacobs eigene Geschichte spielt in der Zeit vor, während und nach dem Zweiten Weltkrieg. In dieser Zeit finden in Jacobs Leben viele Ereignisse statt, die zu vielen Wendungen führen. Meinung: Ich muss sagen, dass mir der Roman irgendwie ein wenig zu langweilig war. Zum einen ist nicht wirklich viel passiert und zum anderen wurde das wenige was passiert ist, sehr langweilig gewesen. Auch die Einschübe von Caspar und Frederick habe ich nicht wirklich verstanden, denn sie waren für die Geschichte in dieser Ausführlichkeit weder relevant, noch weiter interessant. Zudem fand ich das das Buch, wenn man überhaupt ein wenig mehr Handlung erwartet hat, diese erst nach 300 Seiten einsetzte. Und auch danach muss ich gestehn, fand ich das Buch nicht grade überragend. Der Erzählstil an sich war meiner Meinung nach auch eher sehr langatmig, wofür die 300 Seiten sprechen, auf denen nicht wirklich etwas passiert ist. Zudem frage ich mich, ob die Zeiten damals wirklich so waren, dass sich Leute so komisch verhalten haben, wie der Vater von Jacob. Außerdem muss ich gestehn, dass ich mich immer noch frage, wann und wo Jacob in diesem Roman beschließt zu lieben, denn woher der Roman den Titel hat bzw. was dieser mit dem Roman zu tun hat, denn das habe ich den gesamten Roman nicht herausgefunden. Auch muss ich erhlich zugeben, dass mich diese ewiglangen Kapitel ein wenig gestört haben, denn sie haben auch nicht unbedingt immer Sinn gemacht, hätten sie wirklich jeden Lebensabschnitt von Jacob in einem Kapitel und jeweils die einzelnen Geschichten zu den Vorfahren in einem, dann wäre mir das verständlich. Jedoch waren manche Abschnitte von Jacobs Leben auch in einem Kapitel zusammengepackt, was diesen Sinn von den Kapiteln nehmen würde. Alles in allem muss ich sagen, dass ich nicht nachvollziehen kann, wie man dies Buch gut finden kann, aber jeder hat ja seinen eigenen Geschmack, ich muss jedoch sagen, dass ich jedes Geschichtsbuch über diese Zeit deutlich spannender gefunden hätte.
Bewertungsstern, voll Bewertungsstern, voll Bewertungsstern, voll Verflucht - von melange - 09.03.2011 zu Catalin Dorian Florescu „Jacob beschließt zu lieben“
Zum Inhalt: Catalin Dorian Florescu beschreibt in seinem Buch Jacob beschließt zu lieben das Leben von Jacob Obertin in der Zeit zwischen den Weltkriegen bis etwa 1950. Zusätzlich erfährt der Leser einiges über die Vorfahren der Familie und deren Kampf um Land und Heimat - zuerst in Frankreich, später in Rumänien. Zum Cover: Eine ländliche Szene, die Gemütlichkeit ausstrahlt. Dieses Bild wird im Buch schnell ad Absurdum geführt. Zum Buch: Nach den ersten Seiten hatte ich mir ein anderes Buch versprochen. Eine Geschichte, die bei aller Härte des Lebens als Bauer im Spiel der Mächtigen und des Wetters einen ein wenig schmunzeln lässt. Ich dachte an den Stil von So zärtlich war Suleyken . Aber die Wesenszüge von Jacobs Vater, dem Jakob mit K , die den Leser anfangs zum Lächeln brachten, entpuppten sich bald als schiere Kaltschnäuzigkeit - für sein Land geht Jakob nicht nur sprichwörtlich über Leichen. Dementsprechend trist verläuft Jacobs Leben: Bei jedem Hoffnungsschimmer am Horizont funkt früher oder später der Vater dazwischen - egoistisch bis ins Mark. Mein Eindruck: Nach ansprechendem Auftakt reiht sich nur noch Tristesse an Katastrophe, - vielleicht durch den Fluch einer Zigeunerin verursacht, vielleicht durch den Anspruch des Autors, hohe Kunst zu Papier zu bringen. Leider muss ich gestehen, dass ich dadurch immer gelangweilter wurde und irgendwann den Entschluss fasste, dieses Buch nicht zu lieben. Trotz der schönen Sprache und der Wohlformuliertheit der Sätze blieben die Personen seltsam blass und interessierten nicht wirklich. Verwirrt lässt mich der Titel zurück: Jacob beschließt zu lieben . Wen oder was? Ich hatte auf eine Aufklärung gehofft, aber diese blieb aus. Für den Auftakt und die Beschreibungen der Landschaften drei wohlwollende Sterne.
Bewertungsstern, voll Bewertungsstern, voll Bewertungsstern, voll Bewertungsstern, voll Bewertungsstern, voll Große Literatur - von Venus Morgenstern - 27.02.2011 zu Catalin Dorian Florescu „Jacob beschließt zu lieben“
Catalin D. Florescu ist mit diesem Werk ein Stück große Literatur gelungen. Er erzählt uns die Geschichte von Jacob Obertin, der seine schwierige Kindheit, unter einem despotischen Vater und einer bigotten Mutter, im rumänischen Banat verbringt. Jacob wird zu früh geboren, ist schwächlich und kränklich und kann somit die Erwartungen seines Vaters nicht erfüllen. Die einzigen Personen, die dem Jungen Liebe entgegenbringen, sind der Großvater und die Zigeunerin Ramina. Rückblenden führen uns in die Vergangenheit, in die Geschichte von Jacobs Vorfahren. Es ist dem Autor auf meisterhafte Weise gelungen eindrucksvolle Charaktere zu zeichnen. Der liebevolle Großvater, der despotische, gewalttätige, lieblose Vater, die bigotte, teilnahmslose Mutter und die wundervolle Figur der ungewöhnlichen, geheimnisvollen Zigeunerin Ramina. Die Geschichte des rumänischen Banat wird ins Blickfeld gerückt und der Leser somit damit vertraut gemacht. Der Sprachstil des Autors spannt einen weiten Bogen von emotionslos, kalt, sachlich bis einfühlsam, zauberhaft, aufwühlend. Mich hat dieses Buch absolut in seinen Bann gezogen, ein wahres Meisterwerk
Bewertungsstern, voll Bewertungsstern, voll Bewertungsstern, voll Bewertungsstern, voll Bewertungsstern, voll Auswanderung und Vertreibung - Liebe und Verrat - von manitou - 25.02.2011 zu Catalin Dorian Florescu „Jacob beschließt zu lieben“
Catalin Dorian Florescu hat mit seinem Roman Jacob beschließt zu lieben eine generationenübergreifende Geschichte von Auswanderung und Vertreibung, Liebe und Verrat, Inbesitznahme von Land und Herzen geschrieben - kurzum, eine Geschichte über die Suche nach einer Heimat. Alles beginnt vor etwa 300 Jahren, zur Zeit des 30-jährigen Krieges, nachdem nichts mehr so ist, wie es einmal war. Caspar, der in der Schwedenarmee gekämpft hatte, zieht von seiner Heimat Lothringen ins rumänische Banat, mit der Hoffnung, dort ein besseres Leben zu finden. Mit Gleichgesinnten gründet er das Dorf Triebswetter in der Nähe von Temeschwar, aber eigentlich mitten im Nirgendwo. In Triebswetter wird in den 20er Jahren des letzten Jahrhunderts Florescus Protagonist Jacob geboren. Seine Mutter ist eine Nachfahrin von Caspar, die mit ihrem Vater den noch immer gleichen Besitz verwaltet, der von Caspar damals gegründet wurde. Jacobs Vater Jakob kommt über sie wie ein Gewitter, nistet sich in ihr Leben ein und heiratet sie schließlich. Jacob, ihr Erstgeborener ist ein schwaches, krankes Kind, das sein Leben lang um die Liebe und Anerkennung seines unerbittlichen Vaters kämpfen wird. Dieser missachtet ihn, verrät ihn und verkauft ihn - nur, um seinen Grundbesitz zu erhalten. Ein Leben aus Flucht steht Jacob bevor. Aber aus diesem Leben kehrt er als Erwachsener gestärkt nach Hause, zu Not und Unterdrückung zurück. Die Russen haben mittlerweile das Banat okkupiert. Der Vater, nun allein, schwach und schutzbedürftig ist milder geworden. Beide finden auf unausgesprochene Weise ihren Frieden miteinander. Am Ende werden sie deportiert, an den Rand der Welt, wieder mitten hinein ins Nirgendwo, wo es nichts gibt, keine Bäume um Hütten zu bauen und keine fruchtbare Erde um etwas anzupflanzen und zu ernten. Aber nach dem, was Jacob schon überlebt hat, bleibt er auch hier zuversichtlich. Und mit ihm der Leser.
Bewertungsstern, voll Bewertungsstern, voll Bewertungsstern, voll Die Geschichte der Familie Obertin - von PrinzessinJasmin - 21.02.2011 zu Catalin Dorian Florescu „Jacob beschließt zu lieben“
Der Autor und seine Bücher: Catalin Dorian Florescu, geboren 1967 n Timisoara in Rumänien, lebt als freier Schriftsteller in Zürich. Für seine Romane "Wunderzeit", "Der kurze Weg nach Hause", "Der blinde Masseur" und "Zaira" erhielt er zahlreiche Preise. Inhalt des Buches: Die Geschichte beginnt in den 20er Jahren und fängt damit an, dass Jakob während eines Unwetters aus den Bergen nach Triebswetter im rumänischen Banat kommt, um die "Amerikanerin" Elsa Obertin zu heiraten. Obwohl man wohl nicht von Liebe reden kann und die beiden sich ihr Leben lang sietzen, heiraten Jakob und Elsa tatsächlich und bekommen später einen Sohn. Jacob ist jedoch immer recht kränklich und entspricht nicht den Erwartungen seines Vaters. Jacob führt so ein sehr trübseliges Leben voller Gewalt und Enttäuschungen. Aus seiner Sicht wird auch diese Geschichte erzählt. Oft erzählt er so auch in Rückblicken die Geschichte seiner Vorfahren. Meine Meinung: Obwohl nicht schlecht geschrieben, fiel es mir teilweise schwer, das Buch zu lesen. Vom Thema her ist es nicht das, was mich persönlich anspricht. Die Vorfahren von Jacob sind größtenteils einfach nur rohe, brutale Männer, die scheinbar keinerlei Rechtsempfinden oder Mitleid haben. Allein sein Großvater scheint eine Ausnahme zu sein, mit seiner Liebe zu seiner verstorbenen Frau, seinen Pferden und schließlich auch zu Jacob. Durch die Rückblicke, die oft übergangslos im Text anfingen, fand ich die Geschichte manchmal sehr verwirrend und musste mir erst mal klar werden, in welcher Zeit das Ganze nun gerade spielt und von wem dort gerade die Rede ist. Die erste Hälfte des Buches fand ich besonders anstrengend, danach wurde es flüssiger, vielleicht auch, weil ich mich dann besser eingelesen hatte. Das Cover des Buches zeigt einen Jungen auf einem Karren und ein ausgespanntes Pferd, sowie eine übergroße Blume. Ein sehr passendes Cover für die Zeit, in der die Geschichte von Jacob spielt. Der Titel, obwohl nicht wirklich romantisch, verspricht einem vielleicht mehr Liebe, als in dem ganzen Buch vorkommt.
Bewertungsstern, voll Bewertungsstern, voll Bewertungsstern, voll Bewertungsstern, voll Krieg, Flucht und Armut. - von Claudine Borries - 16.02.2011 zu Catalin Dorian Florescu „Jacob beschließt zu lieben“
In seinem neuen Roman geht es um die Familie Obertin, deren Ursprünge bis in die Zeit des dreißigjährigen Krieges nach Lothringen zurückreichen. Mit versetzten Erzählstücken trifft man die einzelnen Protagonisten auf der Flucht, im Krieg und bei der Gründung von Haus und Hof in dem schwäbischen Dorf Triebswetter im rumänischen Banat. Hier sieht man nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs den mit c geschriebenen Jacob Obertin, Spross seines jähzornigen und groben Vaters Jakob und seiner Mutter Elsa, die in ihrer Jugend kurzzeitig ihr Glück in Amerika versucht hatte. Umgangsformen und Sitten in diesem Landstrich zu Ende der 20er und bis zum Beginn der 50er Jahre des vergangenen Jahrhunderts sind als rau und fast brutal zu bezeichnen. In diesem Landstrich herrscht Armut, Hunger, Kälte und Not an allen Ecken und Enden. Jakob mit k geschrieben hat sich in den Hof der Familie Obertin eingeschlichen und sich Namen und Hof durch die Heirat mit Elsa angeeignet. Er ist lieblos, herrschsüchtig und bestimmend. Den Zweiten Weltkrieg mit dem Einmarsch der Deutschend und Russen übersteht er mit List und Tücke, nur seinen schwächlichen Sohn Jacob lässt er im Stich. Dieser erlebt dramatische Abenteuer auf der Flucht vor den Russen, die ihn als Schwabendeutschen nach Sibirien verschleppen wollen. Er verdingt sich als Knochensammler und Sargträger und sucht nach dem Ende des Zweiten Weltkrieges seine Eltern in Triebswetter. Über das Dorf ist der Krieg hinweggezogen und hat die dort ansässigen Zigeuner dezimiert. Die übrig gebliebenen Häuser und Höfe wurden mit Rumänen besiedelt. Florescus zeigt bemerkenswerte Fähigkeiten, eine dumpfe und fast archaische Welt zu beleben. Das Klima zwischen den Menschen ist herbe, distanziert, und lässt die ganze Ärmlichkeit und Grobschlächtigkeit der Anwohner im Banat erkennen. Vater- und Sohnkonflikte zeigen fast biblische Ausmaße in ihrem Hass und Opferverhalten. Unter der kommunistischen Herrschaft eskaliert das schroffe und aggressive Verhalten der Menschen untereinander. Da musste jeder schauen, wie er lebend durchkam und von Liebe war kaum die Rede. Einem hohen literarischen Anspruch wird das Buch insofern gerecht, als Politik, Land und Leute mit ihren ruppigen Umgangformen und in ihrem kargen Lebensrahmen plastisch sichtbar werden. Da gab es nur Herr und Knecht, und beide gleichermaßen strebten nach einer angemessenen Überlebensstrategie. Wo sollte in diesem Klima Liebe wachsen? Die zarten Liebespflanzen zwischen Jacob und seinen Freundinnen zerstört die grausame Realität. Titel und Einband beschwören eine eher lustige Geschichte herauf. Die wahre Geschichte bleibt jedoch düster und pessimistisch gefärbt. Catalin Dorian Florescu ist in Rumänien geboren und lebt heute als freier Schriftsteller in der Schweiz.
Bewertungsstern, voll Bewertungsstern, voll Bewertungsstern, voll Bewertungsstern, voll Bewertungsstern, voll Gefühlte Welten - von Turu - 15.02.2011 zu Catalin Dorian Florescu „Jacob beschließt zu lieben“
Das Geschehen des Romans erstreckt sich von Mitte der 20er Jahre bis zu den 50er Jahren des vergangenen Jahrhunderts und reicht in Rückblenden bis ins 17. Jahrhundert zurück. Im Mittelpunkt der Ich-Erzählung stehen die Vater-Sohn-Konflikte von Jakob Obertin mit k, dem Vater, und Jacob mit c, seinem ungeliebten Sohn. Jacobs Eltern waren eine Vernunftehe eingegangen. Elsa, seine Mutter, hatte auf dubiose Weise in Amerika ihr Glück gemacht und war mit viel Geld zurückgekommen. Nach der Geburt ihres Sohnes wird sie nur noch als schweigender Teil der Familie in Erscheinung treten. Ihr Ehemann Jakob, ein ehemaliger mittelloser Stallbursche, hatte sie allein mit der Absicht geheiratet, den Bauernhof der Obertins in Besitz zu nehmen, von ihrem Geld zu profitieren, sich durch die Heirat den angesehenen Namen Obertin anzueignen und einen Erben zu zeugen. Dieser von Geburt an schwächliche Sohn Jacob wird vom Vater jedoch abgewiesen. Menschliche Wärme und Fürsorge findet der Junge nur bei einer Zigeunerin und bei seinem Großvater. Von diesem erfährt er im Laufe der Zeit in Rückblenden,warum und auf welche zum Teil kriminelle Weise seine Vorfahren im 18. Jahrhundert ihre Heimat Lothringen verlassen hatten und in das rumänische Banat ausgewandert waren Ihre Hoffnungen, sollten sich jedoch nicht erfüllen. Jacob durchlebt in jungen Jahren mehr Tiefen als Höhen. Nirgends ist er wirklich zu Hause. Er verliert seine große Liebe, wird vom herrschsüchtigen Vater brutal misshandelt, verraten und enterbt. Er ist mein Sohn, also mache ich mit ihm, was ich will, lässt der Verfasser den Vater sagen (S. 110). Jakob kämpft ums Überleben und gewinnt an Stärke. In seiner Not stößt er dabei immer wieder auf fremde Menschen, die ihm helfen, sei es bei der Deportation nach Sibirien oder bei der Zwangsumsiedlung. Er arrangiert sich notgedrungen mit den Gegebenheiten und zuletzt sogar mit seinem Vater. Er verschmerzt, was unverzeihlich ist, und beginnt von Neuem, denn er ist daran gewöhnt, dass Katastrophen zu den Obertins gehören (S. 113). Florescu hat mit diesem Roman den Bogen weit gespannt: Liebe zu Grund und Boden, Ängste und Nöte in schweren Zeiten, politische Konflikte und Gewissenskonflikte, Diktatur, Grausamkeiten und Denunziation sowie zarte Liebesgefühle verschmelzen zu einem Gesamtwerk, das höchste Anerkennung verdient.
Bewertungsstern, voll Bewertungsstern, voll Bewertungsstern, voll Bewertungsstern, voll Verlorene Heimat - von Everett - 13.02.2011 zu Catalin Dorian Florescu „Jacob beschließt zu lieben“
Von Anfang an ist man als Leser in der Geschichte, in der Familiengeschichte von Jacob, die be-ginnt, wie sein Vater Jakob in das Leben seiner Mutter tritt. Erzählt wird auch von seinen Vor-fahren. Clemens der zur Zeit des dreißigjährigen Krieges lebte und Frederick, der den Weg von Lothringen uns rumänische Banat findet. Trotz aller Geschehnisse zieht es Jacob wieder nach Hause und er beginnt erstaunlicherweise mit seinem Vater in einem unwirklichen Nirgendwo neu. Um zu überleben kann man auch einfach nur weiter machen. Die Kraft dazu scheint man aus den verschiedenen Facetten der Liebe zu ziehen und ist unsereinem, der in der sog. modernen Welt lebt, oft wirklich kaum nachvollziehbar. Aber, es wird einem bewusst, wie gut wir eigentlich leben, und die Zustände zu Jacobs Zeit kann man sich schlecht auch nur annähernd vorstellen. Wirklich eindringlich werden die Lebensumstände beschrieben und die Kraft der Personen ist beeindruckend. Teilweise ist aber auch ihr Handeln erschreckend und muss schon von der Zeit geprägt sein, und dem Willen mit allen Mitteln ans eigene Ziel zu kommen, wie von Jacobs Vater. Der Autor schafft es mit seinem Stil hervorragend, die Balance zwischen dem Schrecknissen der Zeit, dem nicht gerade erfreulichen Leben von Jacob, den Leser gefesselt lesend beim Buch zu halten, ohne das man sich abgestoßen fühlt. Am Ende hätte zu gerne noch weiter gelesen, und mehr kann für ein Buch kaum sprechen. Bisher war die Zeit, um die es in diesem Roman hauptsächlich geht, der zweite Weltkrieg, und die Gegend wo er spielt, gar nicht mein bevorzugtes Interessen- Lesensgebiet, doch dieser Roman hat mich überzeugt, und der Schreibstil des Autors ebenfalls.
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