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Kafka

Die Jahre der Entscheidungen. 'Franz-Kafka-Biographie 02'…
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Produktdetails
Titel: Kafka
Autor/en: Reiner Stach

ISBN: 3100751140
EAN: 9783100751140
Die Jahre der Entscheidungen.
'Franz-Kafka-Biographie 02'. 'Franz Kafka Biografie'.
Mit Abbildungen.
FISCHER, S.

17. September 2002 - gebunden - 640 Seiten

1910 bis 1915: Dies sind die Jahre, in denen sich der junge, ungebundene, beeinflussbare Kafka verwandelt in den verantwortungsbewussten Beamten und zugleich in den Meister des präzisen Alptraums und des 'kafkaesken' Humors. In kürzester Frist entstehen 'Das Urteil', 'Die Verwandlung', 'Der Verschollene' und 'Der Process', und in rascher Folge werden alle Weichen gestellt, die Kafkas weiteren Weg bis zum Ende bestimmen werden: die Begegnung mit dem religiösen Judentum, die ersten Schritte in die Öffentlichkeit, die Katastrophe des Kriegsausbruchs und vor allem die verzweifelt umkämpfte und dann doch scheiternde Beziehung zu Felice Bauer. Es sind Jahre beispielloser Intensität: das Zentrum von Kafkas Existenz. Stachs Schilderung ist atmosphärisch dicht und bietet Panoramablicke über Kafkas Welt ebenso wie Nahaufnahmen aus seinem Alltag, wobei auch neueste, bisher unveröffentlichte Forschungsergebnisse aufgenommen werden. Die bildhafte Erzählweise, die den Leser alle Entscheidungssituationen fast filmisch miterleben lässt, setzt neue Maßstäbe in der deutschsprachigen Biographik.
Reiner Stach, geboren 1951 in Rochlitz (Sachsen), arbeitete nach dem Studium der Philosophie, Literaturwissenschaft und Mathematik und anschließender Promotion zunächst als Wissenschaftslektor und Herausgeber von Sachbüchern. 1987 erschien seine Monographie >Kafkas erotischer Mythos<. 1999 gestaltete Stach die Ausstellung >Kafkas Braut<, in der er den Nachlass Felice Bauers präsentierte, den er in den USA entdeckt hatte. 2002 und 2008 erschienen die ersten beiden Bände der hochgelobten dreiteiligen Kafka-Biographie. 2008 wurde Reiner Stach für >Kafka: Die Jahre der Erkenntnis< mit dem Sonderpreis zum Heimito-von-Doderer-Literaturpreis ausgezeichnet. Für sein herausragendes Gesamtwerk auf dem Feld der literarischen Biographik erhielt er 2016 den Joseph-Breitbach-Preis.
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Literatur als Fokus der Existenz Ohne Zweifel zählt Franz Kafka zu den wichtigsten Vertretern der literarischen Moderne und unüberschaubar ist das Meer von Aufsätzen, Kommentaren und Monographien zu seinem Werk - vergebens suchte man aber erstaunlicherweise bisher eine fundierte deutschsprachige Biographie. Diese Lücke schließt nun der in Osnabrück lebende Literaturwissenschaftler und Autor Reiner Stach: Pünktlich zur Frankfurter Buchmesse erschien beim S. Fischer-Verlag der erste Teil einer auf drei Bände angelegten, voluminösen Kafka-Biographie. "Die Jahre der Entscheidungen" lautet der Untertitel des ersten Bandes und Stach öffnet die biographische Blende im Jahre 1910 - zeitgleich mit dem Beginn von Kafkas Tagebüchern. Auf knapp 700 Seiten führt er detailreich und mit literarischem Anspruch vor Augen, wie sich der pflichtbewusste Versicherungsbeamte Franz Kafka in den Jahren bis zum ersten Weltkrieg in den Meister des präzisen Alptraums und des kafkaesken Humors verwandelt. Atmosphärisch dicht rekonstruiert Stach ein Leben, "das auf den Akt des Schreibens radikal zugespitzt war" und durch das Säurebad des ständigen Zweifels und des mannigfachen Scheiterns führte. Unvorstellbar waren die Opfer, die der höchst empfindsame Kafka der Literatur brachte und die ihn ein, wie er selbst es empfand, "schreckliches Doppelleben" führen ließen: Tag für Tag ging Kafka seiner aufreibenden Büro-Arbeit nach und kehrte am Nachmittag in die drangvolle Enge seiner elterlichen Wohnung in Prag heim. Erst weit nach 22 Uhr fand er hier endlich die Ruhe, um seine schriftstellerische Nachtexistenz aufzunehmen. In diesen einsamen Nachstunden formte er, wie Stach resümiert, "jene unnachahmlichen Bilder und Metaphern, die einem durch Mark und Bein gehen" - und die auf verblüffende Weise das Labyrinth der Innenwelt mit jenem einer bürokratisch-technischen Außenwelt zur Deckung bringen. Über sechs Jahre hat Reiner Stach am ersten Teil seiner Kafka-Biographie gearbeitet. Er konnte dabei auf "eine extrem verbesserte Materiallage" zurückgreifen - denn seit Anfang der 90er Jahre stehen die Archive in Prag offen und 1995 wurde auch die kritische Werkausgabe zu Kafka abgeschlossen. Seine Sisyphos-Arbeit konnte Stach "in einer absolut privilegierten Situation" betreiben, denn der S. Fischer Verlag sicherte ihn über den gesamten Zeitraum mit Honorarvorschüssen ab - eine wagemutige und heutzutage fast unglaubliche verlegerische Investition, die sich aber gelohnt zu haben scheint. Denn schon jetzt steht die Kafka-Biographie auf Platz 1 der "Zeit"-Bestenliste und die Rechte konnten sofort an große Verlagshäuser in den USA und Spanien verkauft werden. Mit Reiner Stachs Forschungsergebnissen wird das bisherige Kafka-Bild nun zwar nicht revolutioniert, aber komplettiert und in Teilen auch korrigiert. Völlig vernachlässigt wurde von der bisherigen Forschung so die Bedeutung des 1. Weltkrieges für Kafka. Stach weist eine Vielzahl von sozialgeschichtlich untermauerten, entscheidenden Auswirkungen des Krieges auch auf den nicht eingezogenen Kafka nach - von einem vereitelten Neuanfang in Berlin über eine dramatische Arbeitsüberlastung bis zur schlechten Ernährung. "Der 1. Weltkrieg hat Kafka Leben ruiniert" ist sich Stach demnach sicher. Mit detektivischem Spürsinn konnte Stach auch den Nachlass von Kafkas Verlobter Felice Bauer in New York ausfindig machen. Durch ihre Aufzeichnungen erscheint das letztliche Scheitern der Beziehung, das eines der zentralen Ereignisse in Kafka Leben ist, in einem veränderten Licht. Doch schon in ihrem Frühstadium führte Kafka die Bekanntschaft mit Felice Bauer zu einem regelrechten Erweckungserlebnis: In der Nacht vom 22. auf den 23. August 1912 schreibt er in einem Rutsch "Das Urteil" - "eine Eruption", so Stach, "die in der Weltliteratur ihresgleichen sucht". Denn von einem auf den anderen Moment ist der gesamte Kafka-Kosmos präsent und Kafka selber erfuhr zum ersten Mal eine "Zweifellosigkeit" seinem eigenen Schreiben gegenüber. Mit dieser Nacht waren die Würfel gefallen und die Literatur wurde Kafka zum unbedingten Fokus seiner Existenz. © www.titel-magazin.de, Karsten Herrmann

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