den Einblick in die Gefangenschaft von Natascha Kampusch, sondern auch die Art und Weise, wie sie all die schrecklichen Dinge In ihrer Gefangenschaft selbst verarbeitet hat, um am Leben zu bleiben, um zu überleben, um sie selbst zu sein und zu bleiben. Sehr viele ihrer Erklärungsversuche kann ich selbst nachempfinden, weil ich in einer Beziehung war In der der Täter mich häuslicher Gewalt aussetzt. Es war schon ein bisschen anders, weil ich den Menschen ja geliebt habe und mit ihm eine Beziehung eingegangen bin aus der auch Kinder hervorgegangen sind, aber die Erklärungen von Natascha, warum sie nicht früher versucht hat abzuhauen und warum sie die gegebenen Dinge so hingenommen hat wie sie waren, ohne zu versuchen etwas daran zu ändern, warum sie nicht die ersten Möglichkeiten die sich ihr boten genutzt hat, um Wolfgang Priklopil zu verlassen, diese Erklärungen könnten von mir stammen und sie zeigen ganz deutlich, dass man nicht immer von sich auf andere schließen kann. Auch der Vergleich mit dem Fall Detreux der sich nicht über so viele Jahre erstreckte und die Mädchen nicht gebrochen hat, zeigt ganz deutlich dass jeder Fall mit anderen Augen betrachtet werden muss. Natascha hat acht Jahre ihres Lebens in einem Verliess verbracht hat acht Jahre ihres Lebens nur einen Menschen als Bezugsperson gehabt hat es trotzdem geschafft Ihrem Gefängnis zu entrinnen. Nach ihrer Selbstbefreiung schaffte sie es ihr eigenes Leben zu haben.
Der Schreibstil des Buches ist super. Zwar trocken erzählt, aber trotzdem emotional. Man fühlt mit Natascha, aber man fühlt irgendwie auch mit dem Täter. Man empfindet genau das was Natascha empfunden hat Sie beschreibt es sehr gut. Die Eintönigkeit Ihres Alltags, der Entzug aller Emotionen. All das fühlt man beim Lesen des Buches.