eBook.de : Ihr Online Shop für eBooks, Reader, Downloads und Bücher
Connect 01/2015 eBook-Shops: Testsieger im epub Angebot, Testurteil: gut Die Welt: Kundenorientierte Internetseiten Prädikat GOLD
+49 (0)40 4223 6096

Okkultismus

Geheimlehren, Geisterglaube, magische Praktiken.
Sofort lieferbar (Download)
eBook ePub

Dieses eBook können Sie auf allen Geräten lesen, die epub-fähig sind. z.B. auf den tolino oder Sony Readern.

Häufig gestellte Fragen zu epub eBooks und Watermarking

eBook € 7,99* inkl. MwSt.
Print-Ausgabe: € 8,95
Dieses eBook ist auch verfügbar als:

Produktdetails

Titel: Okkultismus
Autor/en: Sabine Doering-Manteuffel

EAN: 9783406612213
Format:  EPUB
Geheimlehren, Geisterglaube, magische Praktiken.
Beck C. H.

11. April 2011 - epub eBook - 127 Seiten

Okkultismus ist der Glaube an verborgene Kräfte und Mächte, deren Wirken uns Rätsel aufgibt. Dazu zählen Stimmen und Zeichen aus dem Totenreich, Schutzengel und Vampire, Zauberei, Geisterbeschwörung und das Streben nach der Läuterung von Körper, Geist und Seele, um selbst in höhere, «verborgene» Sphären zu gelangen. Sabine Doering-Manteuffel beschreibt anschaulich die unterschiedlichen Phänomene und Praktiken und erklärt, wie sich aus vormodernen Wurzeln wie Wahrsagerei, Magie und Alchemie parallel zur modernen Naturwissenschaft neuheidnische Bewegungen und der heute verbreitete Glaube an esoterische Lehren entwickelt haben.
1;Cover;1 2;Zum Buch;2 3;Über die Autorin;2 4;Titel;3 5;Impressum;4 6;Inhalt;5 7;Vorwort;7 8;1. Einführung;10 8.1;Aberglaube und Volksglaube;10 8.2;Von Zauberkunst und Dämonen: Magisches Denken;14 8.3;Okkultismus als Zivilisationskritik;17 8.4;Erlösung und Vollkommenheit: Esoterische Erkenntnis;21 9;2. Welt und Außerwelt: Grenze, Passage, Zwischenraum;26 9.1;Korrespondenz mit den Toten: Spiritismus und Medien;29 9.2;Volksglaube und Jenseitsschranke;33 10;3. Der Blick in die Zukunft: Von Himmelszeichen und Schicksalsvögeln;36 10.1;Zeichen und Ahnungen;38 10.2;Volksglaube und Vorzeichen;41 10.3;Vorboten des Todes;43 11;4. Mächte des Lichts, Mächte der Finsternis;49 11.1;Schutzengel: Wesen des Lichts;50 11.2;Vampire: Wesen der Finsternis;56 12;5. Rein und unrein: Von der Läuterung zur Unsterblichkeit;65 12.1;Über die Armen Seelen im Fegefeuer;66 12.2;Alchemie und innere Reinigung;70 12.3;Reinigung und Erlösung in der Esoterik;73 13;6. Maße, Zauberzahlen und die Ordnung der Welt;77 13.1;Das Pentagramm in der Zahlensymbolik des Eliphas Levi Zahed;77 13.2;Zahlenmagie und Lottospiel;82 14;7. Im Bannkreis des Magischen: Vom Verzaubern und Verfluchen;85 14.1;Vom Wetterbannen: Frommer Wunsch und magische Kraft;86 14.2;Besprechen und Beschreien, Einpflöcken und Einnageln;89 14.3;Vom Binden der Waffengewalt;91 14.4;Wenn Blicke töten können;92 15;8. Verwerfungen des Wissens, Relikte des Glaubens in der Gegenwart;94 15.1;Anneliese Michel und der Große Exorzismus (1976);94 15.2;Das Ende der Höllenfurcht und der neue Satanismus;97 15.3;Das Zeitalter des Wassermanns;101 15.4;Die Ankunft der Außerirdischen;105 16;9. Spiritualität, geistiges Heilen und die Suche nach Lebenssinn;108 16.1;Paradise Lost: Auf der Suche nach dem harmonischen Urzustand;112 16.2;Tiefen und Höhen der Weisheit;113 17;Literaturhinweise;115 18;Bildnachweis;123 19;Register;124


Sabine Doering-Manteuffel, geb. 1957, ist Professorin für Europäische Ethnologie/Volkskunde an der Universität Augsburg. Ihr umfangreiches Standardwerk «Das Okkulte» (2008) erregte Aufsehen und wurde von der Kritik einhellig gelobt.

2. Welt und Außerwelt:
Grenze, Passage, Zwischenraum


Der Tod bleibt für den Menschen stets ein Mysterium. Die Tatsache, dass der Mensch zwar sterblich ist, aber sein irdisches Dasein, sein Fühlen, sein Denken und Handeln weiterwirken, hat weltweit eine große Vielfalt von Transzendenzvorstellungen hervorgebracht.

Fast alle Kulturen kennen einen Ort in einer anderen, dem menschlichen Auge verborgenen Welt, an dem sich die Geister der Verstorbenen aufhalten. Unterschiedlich ausgeprägt sind hingegen die Beschaffenheit und die Lage dieses Ortes. Es kann sich um einen umgrenzten Raum handeln, ein Totenreich, in dem feste Regeln herrschen und in dem die guten von den bösen Seelen getrennt sind. Die Totenseelen oder die Geister der Ahnen können aber auch zu Dämonen und Naturgeistern werden und als Teil der belebten Natur in ihr weiterwirken. «Die Vorstellung von einem Jenseits», schreibt der Soziologe Max Weber, «ist im Keim mit der Entwicklung der Magie zum Seelenglauben gegeben. Zu einem besonderen Totenreich aber verdichtet sich die Existenz der Totenseelen keineswegs immer.» (Weber 1980: 318f.)

Zwischen Lebenden und Toten besteht zumeist eine unsichtbare Barriere. Der Einzug der vom Körper abgeschiedenen Seele in einen verborgenen lichten Raum der Glückseligkeit oder in die dunklen Kammern der Verdammnis ist häufig von Prüfungen begleitet, welche die Seele bestehen muss, bevor sie ihren Platz in der Ewigkeit einnehmen kann. Der Tod erscheint als eine Übergangszeit, in der über das irdische Leben des Verstorbenen Bilanz gezogen wird.

Das ägyptische Totengericht aus dem dritten vorchristlichen Jahrtausend veranschaulicht eindrucksvoll eine solche Prüfung. Es besteht aus zweiundvierzig Richtern, vor denen die Totenseele eine Erklärung abzugeben hat. Diese Vorstellung entwickelte sich seit dem Alten Reich weiter und wu
rde in der Pharaonenzeit durch die Idee vom Wiegen des Herzens ergänzt. Die Totenseele wird auf die Schwere der Schuld, die ihr anhaftet, geprüft, und das Herz des Toten gegen eine Feder aufgewogen. Ist es leicht genug, dann ist die Wahrheitsprüfung bestanden und die Seele kann ins Jenseits passieren. Ist es aber zu schwer, dann wird sie mit einem zweiten, endgültigen und schrecklichen Tod bestraft und gefräßigen Dämonen übergeben.

Wenn sich die Seele vom Körper löst und in einen anderen Zustand übergeht, dann durchdringt sie die Scheidewand, die das Reich der Lebenden von dem der Toten trennt. Materie und Körper sind an das irdische Leben gebunden, träge, unvollkommen, beladen. Die Seele hingegen ist leicht, ätherisch, frei. Im heutigen Christentum herrscht die Vorstellung, dass am Tage der Auferstehung Jesu Christi, dem Jüngsten Gericht, die Toten wieder lebendig werden und sich vor Gott verantworten müssen. Die, die im Buch des Lebens eingeschrieben sind, werden ins Himmelreich eingehen, die anderen, die Sünder, werden auf ewig in die Hölle verdammt. Das Jüngste Gericht ist ein endzeitliches Weltgericht. Im Christentum gibt es seit dem Mittelalter – auf theologischen Überlegungen gründend, jedoch nicht biblisch fundiert – auch die Vorstellung von einem Partikulargericht, bei dem der Erzengel Michael die Seelenwaage hält. Hier wird entschieden, ob die Seele des Verstorbenen in den Himmel, die Hölle oder das im Katholizismus verankerte Fegefeuer kommt. Die Auferstehung des Leibes beim Jüngsten Gericht spielt keine Rolle.

Wer stirbt und die Welt verlässt, überschreitet eine Grenze, durchmisst eine Passage. Es kann aber auch Gründe dafür geben, dass eine Totenseele auf die Erde zurückkehrt. In vielen Kulturen gelten wiederkehrende Seelen oder Geister als gefährlich, und die Begegnung
mit ihnen kann Unheil oder gar Krankheit bringen.

Über die Beschaffenheit der Außerwelt, in der sich die Geister der Verstorbenen aufhalten, gehen die Vorstellungen weit auseinander Diesen Ort als «Jenseits» zu bezeichnen, kam im Zuge der Säkularisierung der Weltbilder im ausgehenden 18. Jahrhundert auf. Das Jenseits ist eine Anderwelt, die nicht mehr in die streng getrennten Bereiche von Himmel und Hölle unterschieden ist, wie sie das Christentum vorsah, sondern einen verborgenen, okkulten Raum markiert. Die Seelen der Verstorbenen können sich in diesem Raum aufhalten und aus ihm wieder heraustreten, ohne den Menschen gefährlich zu werden, wie es in traditionellen Vorstellungen der Fall war. Neu war im 18. Jahrhundert auch der Gedanke, die Jenseitsschranke technisch durchdringen zu können, indem über mediale Kontakte regelrecht Leitungen und Kommunikationswege freigelegt werden.

Die Initiale «N» zeigt ein «Partikulargericht», das jedem Verstorbenen unmittelbar nach dem Tod bevorsteht. Der Erzengel Michael wägt die Seelen. Buchmalerei aus dem Kloster Münsterlingen, Konstanz 1487.

Der Spiritismus und der Mediumismus, die im 19. Jahrhundert in Europa und den USA aufkamen, haben das esoterische Denken nachhaltig beeinflusst. Sie bilden einen wichtigen Strang neuzeitlicher Transzendenzvorstellungen. Die Grenzen zwischen Philosophie, Religion, Mythologie und Okkultismus sind bei den Todes- und Jenseitsvorstellungen unserer Zeit besonders schwer zu ziehen. Hinzu kommen die wissenschaftlichen Untersuchungen über den Tod, die sich vor allem den körperlichen Vorgängen zuwenden. Da es sich aber um ein umfangreiches Geschehen handelt, an dem Körper, Geist und Seele beteiligt sind, hängen die Vorstellungen davon, was beim Sterben geschieht und ob es ein Weiterleben nach dem Tode gibt, vom religiösen oder p
hilosophischen Bekenntnis ab. Oft sind sie von neuen Weisheitslehren und Weltanschauungen geprägt, die sich seit Beginn des 19. Jahrhunderts in Europa herausgebildet haben.

Korrespondenz mit den Toten: Spiritismus und Medien


Auf dem Pariser Friedhof Père-Lachaise liegen in den steinernen Mausoleen manchmal Visitenkarten wie jene von «Serge», der sich den Friedhofsbesuchern als «Sorcier, Médium» vorstellt. Serge ist nicht nur Zauberer und Medium, sondern auch «Voyance», Hellseher. Er bietet zwei Dienste an: Communication avec les morts und Sorcellerie luciferienne, gibt also vor, mit den Toten sprechen zu können und teuflische Magie zu betreiben. Serge hat eine Pariser Telefonnummer, unter der er am Nachmittag zu erreichen ist. Er akzeptiert Kreditkarten und versteht sich als magischer Berater. Serge hofft, seine Kunden auf eben jenem Friedhof zu finden, auf dem der Begründer des modernen europäischen Spiritismus, der Franzose Allan Kardec (1804–1869), begraben liegt. Blicken wir auf die Biographie Kardecs, einer schillernden Figur, erkennen wir sogleich, welche esoterischen Strömungen um die Mitte des 19. Jahrhunderts unter europäischen Intellektuellen verbreitet waren und beträchtliche Strahlkraft in weitere gesellschaftliche Kreise entfalteten.

Der Pädagoge und Spiritist Kardec, eigentlich Léon Hyppolite Dénizard Rivail, übte großen Einfluss auf die Entwicklung des modernen Spiritismus aus. Er erläutert in seinem Hauptwerk Le Livre des Esprits (1857) die «Grundlagen der spiritistischen Lehre». Die Philosophie Spiritualiste bilde das Gegenstück zum vorherrschenden Materialismus, behauptete Kardec, und beziehe die Seele und das Unsichtbare in die reale Wahrnehmung des Menschen ein. Alsdann verfasste er eine Reinkarnationslehre, die allerdings in spiritis
tischen Kreisen umstritten blieb.

Reinkarnation oder Seelenwanderung bezeichnen die Wiedergeburt der durch Laster beschwerten Seele nach dem körperlichen Tod in einer neuen Existenz. Diese Idee stammt ursprünglich aus dem Hinduismus und Buddhismus, war aber auch in der jüdischen Mystik des Mittelalters gegenwärtig. Dem Christentum und Islam ist sie ursprünglich fremd, obwohl es inzwischen auch christliche Reinkarnationsvorstellungen gibt. In der Antike war sie hingegen Bestandteil einiger philosophischer Lehren wie der des Pythagoras oder Platon. Mit dem Neuplatonismus und dem frühneuzeitlichen Einfluss der Kabbala auf westliche Weltanschauungslehren kehrte die Reinkarnation ins neuzeitliche Denken zurück. Ende des 19. Jahrhunderts wurde sie durch Aneignung buddhistischer und hinduistischer Denkweisen ein wichtiges Element der Esoterik, nicht nur durch die Schriften Allan Kardecs, sondern auch durch den Einfluss theosophischer Gesellschaften sowie durch Rudolf Steiner und die Anthroposophie.

Der Spiritismus, vor allem das Tischerücken, kam in den 1850er Jahren aus den USA nach Europa. Eine Figur wie Allan Kardec bewegte sich in einem gedanklichen Umfeld, das sich als breite transatlantische Bewegung gegen das materialistische Denken des technisch-rationalen Industriezeitalters formierte und bereits im 18. Jahrhundert in den Lehren des «Sehers» Emanuel Swedenborg (1688–1772) und der Fluidallehre des Arztes Franz Anton Mesmer (1734–1815) seine Vorläufer hatte. Franz Anton Mesmer sprach von der Existenz des tierischen Magnetismus, eines Erregungspotentials aus Bio-Energie, das er in allen Lebewesen vermutete. Diese Energieart konnte seinen Beobachtungen nach durch Handauflegen und andere Übertragungswege zu Heilzwecken genutzt werden. Angeregt durch solche Einflüsse entstand um die Mitte des 19. Jahrhunderts der Gedanke, man könne Kontakt mit...

iv>

Dieses eBook wird im epub-Format geliefert und ist mit einem Wasserzeichen versehen. Sie können dieses eBook auf vielen gängigen Endgeräten lesen.

Sie können dieses eBook auf vielen gängigen Endgeräten lesen.

Für welche Geräte?
Sie können das eBook auf allen Lesegeräten, in Apps und in Lesesoftware öffnen, die epub unterstützen:

  • tolino Reader
    Laden Sie das eBook direkt auf dem Reader im eBook.de-Shop herunter oder übertragen Sie das eBook auf Ihr tolino Gerät mit einer kostenlosen Software wie beispielsweise Adobe Digital Editions.

  • Sony Reader und andere eBook Reader
    Laden Sie das eBook direkt auf dem Reader im eBook.de-Shop herunter oder übertragen Sie es mit der kostenlosen Software Sony READER FOR PC/Mac oder Adobe Digital Editions.

  • Tablets und Smartphones
    Installieren Sie die tolino Lese-App für Android und iOS oder verwenden Sie eine andere Lese-App für epub-eBooks.

  • PC und Mac
    Lesen Sie das eBook direkt nach dem Herunterladen mit einer kostenlosen Lesesoftware, beispielsweise Adobe Digital Editions Sony READER FOR PC/Mac.

Die eBook-Datei wird beim Herunterladen mit einem nicht löschbaren Wasserzeichen individuell markiert, sodass die Ermittlung und rechtliche Verfolgung des ursprünglichen Käufers im Fall einer missbräuchlichen Nutzung der eBook-Datei möglich ist.

Bitte beachten Sie: Dieses eBook ist nicht auf Kindle-Geräten lesbar.

Ihr erstes eBook?
Hier erhalten Sie alle Informationen rund um die digitalen Bücher für Neueinsteiger.

Kundenbewertungen zu Sabine Doering-Mant… „Okkultismus“
Noch keine Bewertungen vorhanden
Zur Rangliste der Rezensenten
Veröffentlichen Sie Ihre Kundenbewertung:
Kundenbewertung schreiben
Unsere Leistungen auf einen Klick
Unser Service für Sie
Zahlungsmethoden
Bequem, einfach und sicher mit eBook.de. mehr Infos akzeptierte Zahlungsarten: Überweisung, offene Rechnung,
Visa, Master Card, American Express, Paypal mehr Infos
Geprüfte Qualität
  • Schnelle Downloads
  • Datenschutz
  • Sichere Zahlung
  • SSL-Verschlüsselung
Servicehotline
+49 (0)40 4223 6096
Mo. - Fr. 8.00 - 20.00 Uhr
Sa. 10.00 - 18.00 Uhr
Chat
Ihre E-Mail-Adresse eintragen und kostenlos informiert werden:
* Alle Preise verstehen sich inkl. der gesetzlichen MwSt. Informationen über den Versand und anfallende Versandkosten finden Sie hier.
Bei als portofrei markierten Produkten bezieht sich dies nur auf den Versand innerhalb Deutschlands.

** Deutschsprachige eBooks und Bücher dürfen aufgrund der in Deutschland geltenden Buchpreisbindung und/oder Vorgaben von Verlagen nicht rabattiert werden. Soweit von uns deutschsprachige eBooks und Bücher günstiger angezeigt werden, wurde bei diesen kürzlich von den Verlagen der Preis gesenkt oder die Buchpreisbindung wurde für diese Titel inzwischen aufgehoben. Angaben zu Preisnachlässen beziehen sich auf den dargestellten Vergleichspreis.
eBook.de - Meine Bücher immer dabei
eBook.de ist eine Marke der Hugendubel Digital GmbH & Co. KG
Folgen Sie uns unter: