"Das Werk mit dem Titel 'Der feine Unterschied' ist keine Abrechnung, es enthält wenig Enthüllendes. Es ist eigentlich ein leises Buch. (. . .) Es gehört zu den Verdiensten des Buches, dass der Fußball nicht billig romatisiert wird wie in den zusammengestoppelten Texten älterer Fußballer. (. . .) So gesehen ist das Buch von Lahm ein Schritt in die richtige Richtung." Holger Gertz, Süddeutsche Zeitung
"Maul halten, Tore schießen - so stellen sich die Herren des Fußballs einen Profi vor. Diesem Bild entspricht Philipp Lahm nicht, denn er hat aufgeschrieben, was er denkt." Andreas Rüttenauer, taz
"Wer hier aufgeregt nach 'Stellen' sucht, wird nicht fündig werden. Es gibt weder saftige Anekdoten aus dem Profileben, noch nachträgliche Sticheleien im Konflikt mit Michael Ballack. (. . .) Lahms Blick ist weder idealisierend noch romantisierend. 'Ein Traum ist kein Ziel' heißt das in diesem Zusammenhang interessanteste Kapitel." Christoph Biermann, 11 Freunde
"Unsinn ist, Lahm nun Führungsqualitäten abzusprechen, weil er 'Kabinen-Interna' ausgeplaudert habe. Er spricht nur offen über seine Sicht der Dinge und riskiert dafür Konsequenzen. Dazu gehört auch eine Portion Mumm. Lieber einen Lahm als die vielen Profis, die uns so oft mit Blabla-Aussagen in Interviews anöden." Walter M. Straten, Bild
Man erfährt, wie man sich zum Profi durchbeißt, was man durchmacht, wenn man lange verletzt ist, oder wie das ist, prominent zu sein. ( ) Es passt eigentlich alles. Lahm gibt sich so, wie man ihn aus Interviews in Presse und Fernsehen kennt nur einen Tick nachdenklicher, differenzierter. Peter Körte, Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung
Die Reaktionen auf Lahms Buch, einschließlich derjenigen vieler Sportjournalisten, beseitigen den letzten Zweifel. Sogar über ehemalige Trainer soll der Spieler nichts sagen dürfen, nicht einmal all das Freundliche, was Lahm über Louis van Gaal zu Protokoll gegeben hat. Wenn er es doch tut, muss er sich Beschreibungen wie 'Selbstdarstellungsdrang des kleinen Mannes' gefallen lassen. Wie viele von denen, die so daherreden, wären in der Lage, auch nur ein Jahr öffentlich so schweigsam zu sein, wie es Sportler zwei Jahrzehnte lang sein sollen? Jürgen Kaube, faz. net
"Philipp ist nicht nur der brave Kapitän, als der er in den Medien bisher oft dargestellt wurde. Er zeigt stets Profil und denkt mit, er hat eine klare Meinung und vertritt auch in den Gesprächen mit der sportlichen Leitung deutlich seinen Standpunkt. In seinem Buch ist das nicht anders, das ist er." Oliver Bierhoff im Sport Bild-Interview von Berries Boßmann vom 31. 8. 2011
"Gut einen Monat nach dem Verkaufsstart hat sich die Aufregung gelegt, aber das Leserinteresse (noch) nicht. Was reizt zum Kauf? ( ) Der Schreibstil ist gerade für junge Fußballfans verständlich. Allerdings fühlt man sich auch mit höherer Bildung nicht unwohl mit dem Buch. ( ) Ganz subjektiv erzählt der 28 Jahre alte Profi, wie er die Ereignisse erlebt hat, welche Gedanken und Gefühle er damit verbindet. Und der Fußballfan kann schön vergleichen, wie er selbst - im Stadion oder am Fernseher - das alles wahrgenommen hat. Die Medien können diese sehr persönliche Sicht eines Athleten selten oder nie transportieren, durch die Subjektivität Lahms erhält manche selbst lange zurückliegende Szene neue Aktualität und Spannung. Die ersten Reaktionen auf dieses Buch lagen voll daneben. Weil's keiner gelesen hatte?" Jörg Hahn, FAZ Sport
"Ein lohnenswerter Zeitvertreib!"Trotzdem (Gefangenenzeitung der JVA Oldenburg)
"Im Gegensatz zu vielen Kollegen hat Lahm keine peinlich-berührende Autobiographie, sondern ein klug erzähltes Fußball-Buch veröffentlicht."SZ
"Lahm hat den Mut anzuecken"hr2 Kultur
Der feine Unterschied liest sich wunderbar. In vielen Formulierungen schimmert dieser bayerische Humor durch, den man aus Interviews mit Philipp Lahm kennt. ( ) Was nach der Lektüre bleibt, ist die Gewissheit, dass ein Spitzenfußballer inzwischen ein Multitalent mit reichlich Härte sein muss. Und diese Härte erlangt man schon in der Jugend. Philipp Lahm ist und bleibt der Musterprofi Deutschlands. Thorsten Giersch, Handelsblatt
"Der Streit um Lahms Buch ist ein Politikum und trägt aufgeregte Züge, sicher auch weil viele das Buch gar nicht gelesen haben. Rudi Völler fühlt sich schäbig behandelt, viele Bundesligavertreter regen sich auf, selbst der Zweitligazocker René Schnitzler äußert sich empört. Die Presse wirft Lahm wahlweise Indiskretion oder Belanglosigkeit vor. (. . .). Die berechtigten inhaltlichen Fragen des Buchs, etwa zur Qualität deutscher Trainerschule oder zur Mündigkeit eines Fußballprofis, bleiben leider auf der Strecke." Oliver Fritsch, Zeit online vom 2. 9. 2011
"Philipp Lahm zeigt Charakter - auch beim Streit um sein Buch."Bunte
". . . ein aufschlußreiches Lehrstück über die Mechanismen der Mediengesellschaft"Der tödliche Pass