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Nathalie küsst

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Produktdetails

Titel: Nathalie küsst
Autor/en: David Foenkinos

EAN: 9783406621635
Format:  EPUB
Übersetzt von Christian Kolb
Beck C. H.

15. Juli 2011 - epub eBook - 239 Seiten

Nathalie und François sind ein Paar wie aus dem Märchenbuch, mit Feingefühl und Geschmack. Doch eines Tages kommt François nicht vom Joggen zurück, eine Blumenhändlerin überfährt ihn. Die schöne Nathalie muss fortan allein durchs Leben gehen, sich der Neugier der Kollegen und der Avancen ihres Chefs Charles in der schwedischen Firma, in der sie als leitende Angestellte arbeitsbesessen über der Akte 114 brütet, erwehren. Als der unscheinbare Quotenschwede Markus ihr Büro betritt, packt sie ihn unvermittelt und küsst ihn. Markus, konsterniert, geht aufs Ganze, eine Liebesgeschichte beginnt, wie sie purer, zärtlicher und empfindsamer nicht sein kann. Während in der Firma die Gerüchteküche brodelt und Charles zu brutalen Maßnahmen greift, begeben sich Nathalie und Markus auf die Flucht in den Garten der Großmutter, zurück zu den Ursprüngen von Kindheit und der gemeinsamen Lieblingssüßigkeit PEZ, und lassen sich von der Liebe überraschen.
Voller Anspielungen mit hohem Wiedererkennungswert für eingefleischte Foenkinos-Fans schreibt Foenkinos hier seine bisher schönste Liebesgeschichte.
David Foenkinos, 1974 geboren, Schriftsteller und Drehbuchautor, studierte Literaturwissenschaften an der Sorbonne und Jazz am CIM. «Nathalie küsst» ist sein achter Roman, der ihn in Frankreich zu einem sensationellen Erfolg führte. Seine Bücher sind weltweit in mehr als 15 Sprachen übersetzt. «Nathalie küsst» wird soeben von Foenkinos' Bruder Stephane Foenkinos mit Audrey Tautou in der Rolle der Nathalie verfilmt.
Christian Kolb, 1970 geboren, studierte französische Literatur und Filmwissenschaft in Berlin und Paris. Neben Foenkinos' Vorgängerromanen «Größter anzunehmender Glücksfall» (C.H.Beck 2006) und «Unsere schönste Trennung» (C.H.Beck 2010) übersetzte er von Nicolas Fargues «Die Rolle meines Lebens». Er lebt in Berlin.

1


Nathalie war von recht diskreter Natur (die Schweizer Art der Weiblichkeit). Sie hielt sich an die Fußgängerüberwege und hatte so die Zeit des Heranwachsens ohne Erschütterungen durchlaufen. Mit zwanzig sah sie der Zukunft wie einer Verheißung ins Auge. Sie hatte ein heiteres Wesen und liebte es zu lesen. Zwei Eigenschaften, die selten Hand in Hand gehen, denn sie gab traurigen Geschichten den Vorzug. Da eine Neigung zur Literatur für ihren Geschmack nicht handfest genug war, hatte sie beschlossen, ein Betriebswirtschaftsstudium zu absolvieren. Sie gab, unter einer verträumten Hülle, dem Ungefähren wenig Raum. Mit einem merkwürdigen Lächeln im Gesicht konnte sie stundenlang die Entwicklungskurven des Bruttoinlandsprodukts in Estland beobachten. Als sie ins Erwachsenenalter eintrat, dachte sie manchmal an ihre Kindheit zurück. Es waren immer die gleichen Episoden einiger Glücksmomente, die sie auflas. Das Laufen an einem Strand, das Besteigen eines Flugzeugs, das Schlafen in den Armen ihres Vaters. Doch nie sehnte sie die Zeit zurück, niemals. Was bei Frauen, die den Namen Nathalie tragen, eher selten ist.[1]

 

 

1 Nathalies haben häufig einen deutlichen Hang zur Nostalgie.

 

2


Die meisten Liebespaare wiegen sich für ihr Leben gern in dem Glauben, ihre Beziehung weise Züge des Außergewöhnlichen auf, und dennoch sind gerade die unzähligen Verbindungen, die in vollendeter Banalität eingegangen werden, oft mit Details angereichert, die eine leichte Ekstase gestatten. Schließlich sucht man ja bei allem nach einer Deutung.

Nathalie und François sind sich auf der Straße begegnet. Wenn ein Mann eine Frau anspricht, ist das immer eine heikle Sache. Die Frauen stellen sich notgedrungen die Frage: «Kann es nicht sein, dass
er seine ganze Zeit damit verbringt?» Die Männer sagen häufig, sie täten es zum ersten Mal. Laut ihrer Version gelangen sie unversehens in den Besitz einer bis dahin nicht gekannten Gnade, durch die sie ihre immerwährende Schüchternheit überwinden können. Die Frauen erwidern instinktiv, sie hätten keine Zeit. Von dieser Regel bildete Nathalie keine Ausnahme. Es war idiotisch, denn sie hatte nichts Großartiges vor, und der Gedanke, dass man sie einfach so anquatschte, gefiel ihr. Das wagte sonst nie jemand. Schon öfter hatte sie sich gefragt: Wirke ich zu unwirsch oder zu schwerfällig? Eine ihrer Freundinnen hatte zu ihr gesagt: «Du siehst aus wie eine Frau, die vom Verrinnen der Zeit verfolgt wird, deswegen spricht dich nie jemand an.» Wenn ein Mann an eine Unbekannte herantritt, möchte er ihr etwas Nettes sagen. Gibt es ihn, diesen Kamikaze-Mann, der eine Frau aufhalten würde, um ihr an den Kopf zu werfen: «Wie können Sie nur solche Schuhe tragen? Sie pferchen Ihre Zehen wie in einem Gulag zusammen. Sie sind der Stalin Ihrer Füße, eine Schande ist das!» Wer wäre zu so etwas fähig? François, der sich artig auf die Seite der Komplimente schlug, sicherlich nicht. Er bemühte sich, in Worte zu fassen, was unmöglich in Worte zu fassen war: die Verwirrung, die Aufregung. Wieso hatte er sie angehalten? Es lag vor allen Dingen an ihrem Gang. In ihm hatte sich etwas nie Dagewesenes geregt, etwas geradezu Kindliches, wie eine Rhapsodie der Kugelgelenke. Ihre Bewegungen strahlten eine Art rührende Natürlichkeit, eine solche Anmut aus, dass er dachte: Das ist genau die Sorte von Frau, mit der ich gern übers Wochenende nach Genf fahren würde. Da nahm er sein Herz in beide Hände – und hätte in diesem Augenblick gar vier haben wollen. Zumal es für ihn ja wirklich das erste Mal war. Sie sollten sich kenn
enlernen, hier und jetzt, auf diesem Trottoir. Ein vollkommen klassischer Beginn, der in der Folge oft zu Dingen führt, die weniger klassisch sind.

Stammelnd hatte er die ersten Worte herausgebracht, und plötzlich strömte alles klar und rein aus ihm hervor. Die leicht pathetische, doch ungeheuer herzergreifende Kraft der Verzweiflung trieb seine Rede an. Das ist die große Magie des Widersinns: Die Situation war derart unbehaglich, dass er sich mit Eleganz aus der Affäre zog. Er schaffte es sogar binnen einer halben Minute, sie zum Lächeln zu bringen. Damit war der Abgrund der Anonymität übersprungen. Sie willigte ein, mit ihm einen Kaffee zu trinken, und er begriff, dass sie überhaupt nicht in Eile war. Eben mal so mit einer Frau einen Moment verbringen zu dürfen, kaum, dass sie in sein Blickfeld geraten war, empfand er als äußerst erstaunlich. Auf der Straße den Frauen hinterherzusehen, hatte ihm schon immer gut gefallen. Er erinnerte sich sogar, dass er einmal so etwas wie ein romantischer Jüngling gewesen war, in der Lage, Töchtern aus gutem Hause bis an die Wohnungstür zu folgen. In der Metro wechselte er manchmal das Abteil, um einer Passagierin nah zu sein, die er von Weitem ausgekundschaftet hatte. Er unterwarf sich der Diktatur der Sinne und hing dennoch romantischen Vorstellungen an, glaubte, man könne die gesamte Frauenwelt auf eine einzige Frau beschränken.

Er fragte, was sie trinken wolle. Ihre Wahl würde den Ausschlag geben. Er dachte: Wenn sie einen koffeinfreien Kaffee bestellt, stehe ich auf und gehe. Bei dieser Art von Rendezvous gibt es kein Recht, koffeinfreien Kaffee zu trinken. Das ist das ungeselligste Getränk überhaupt. Tee ist da wohl nicht besser. Gerade erst hat man sich kennengelernt, schon schleicht sich ein leicht träges Cocooning ein. Man sieht die Sonntagnachmittage vor dem Fernseher heraufziehen. Oder schlimme
r noch: bei den Schwiegereltern. Genau, Tee sorgt unzweifelhaft für Schwiegerelternstimmung. Also was? Alkohol? Nein, das wäre zu dieser Uhrzeit nicht das Richtige. Eine Frau, die ohne Grund schlagartig zu trinken anfängt, ist furchteinflößend. Nicht einmal ein Glas Rotwein wäre angebracht. François wartete weiter darauf, dass sie ihre Entscheidung treffen würde, und fuhr derweilen in seiner flüssigen Analyse des ersten Eindrucks einer Frau fort. Was blieb jetzt noch übrig? Cola oder irgendein anderes kohlensäurehaltiges Getränk … Nein, ausgeschlossen, das hatte überhaupt nichts Weibliches. Dann kann sie auch gleich einen Strohhalm dazu verlangen. Ein Fruchtsaft, sagte er sich schließlich, wäre gut. Genau, ein Fruchtsaft, das ist nett. Gesellig und nicht zu aufdringlich. Man fühlt, dass man es mit einem sanften und ausgeglichenen Wesen zu tun hat. Doch welcher Fruchtsaft? Den großen Klassikern geht man lieber aus dem Weg: Apfel oder Orange, das kennt man zur Genüge. Es sollte etwas ein klein wenig Originelles sein, das dabei jedoch nicht exzentrisch wirkt. Papaya oder Guave, da bekommt man es mit der Angst zu tun. Nein, am besten wäre so ein Mittelding wie zum Beispiel Aprikose. Stimmt, jetzt hab ich’s. Aprikosensaft ist super. Wenn sie den nimmt, heirate ich sie, dachte François. Just in diesem Augenblick sah Nathalie von der Karte auf, als kehrte sie von einem langen Gedankengang zurück. Vom gleichen Gedankengang, den auch der Unbekannte, der ihr gegenübersaß, soeben hatte.

«Ich glaube, ich nehme einen Saft …»

«…?»

«Einen Aprikosensaft.»

Er starrte sie an, als wäre sie aus der Wirklichkeit über ihn hereingebrochen.

Der Grund, warum sie sich auf diesen Fremden eingelassen und sich zu ihm gesetzt hatte, war, dass sie seinem Charme erlegen war
. Diese Mischung aus Unbeholfenheit und Zielstrebigkeit hatte ihr auf Anhieb gefallen, ein Auftreten irgendwo zwischen Pierre Richard und Marlon Brando. Er hatte etwas, das sie an Männern mochte: Er schielte leicht. Ganz leicht, aber dennoch erkennbar. In der Tat verwunderlich, dass ihr dieses Detail an ihm auffiel. Und dann hieß er auch noch François. Sie hatte diesen Vornamen immer geliebt. Geschmackvoll und gelassen wie das Bild, das sie von den 50er-Jahren hatte. Jetzt redete er mit immer größerer Leichtigkeit. Zwischen ihnen entstanden keine Gesprächspausen, es gab keine Verlegenheit, keine Anspannung. Innerhalb von zehn Minuten war die Eingangsszene, in der er sie auf der Straße angesprochen hatte, in Vergessenheit geraten. Es kam ihnen so vor, als würden sie sich bereits kennen, als träfen sie sich, weil sie verabredet waren. Die Einfachheit war erschlagend. Sie erschlug alle früheren Rendezvous, bei denen es darum gegangen war, witzig zu sein und sich ins Zeug zu legen, um sich als anständiges Geschöpf zu präsentieren. Die Offensichtlichkeit geriet geradezu lachhaft. Nathalie sah diesen Kerl an, der ihr kein Unbekannter mehr war, dessen Anonymitätspartikel unter ihren Augen langsam dahinschwanden. Sie versuchte, sich zu erinnern, wohin sie gewollt hatte, als sie ihn traf. Es war ihr nicht ganz klar. Zielloses Umherstreifen gehörte eigentlich nicht zu ihrer Art. War sie nicht im Begriff, auf den Spuren dieses Cortázar-Romans zu wandeln, den sie unlängst gelesen hatte? Die Literatur hatte Einzug in ihr Leben gehalten. Genau, so war’s, sie hatte Rayuela. Himmel und Hölle gelesen, und besonders hatten es ihr die Stellen angetan, an denen die Helden es darauf abgesehen haben, sich auf der Straße gegenseitig in die Arme zu laufen, und dazu Wege einschlagen, die aus dem Satz eines Clochards entstanden waren. Am...


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