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Die 101 wichtigsten Fragen - Bundesrepublik Deutschland

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Produktdetails

Titel: Die 101 wichtigsten Fragen - Bundesrepublik Deutschland
Autor/en: Edgar Wolfrum

EAN: 9783406615665
Format:  EPUB
Beck C. H.

2. August 2011 - epub eBook - 152 Seiten

Warum wollte Adenauer «Keine Experimente» und Brandt «Mehr Demokratie wagen»? Warum sagte Kennedy, dass er ein Berliner sei? Was blieb von der DDR übrig? Was hat «Emma» mit der Frauenquote zu tun? Wer sind die «Baby-Boomer»? Warum sind Bildung und Kultur Ländersache? Was machte die «Sissi-Filme» so beliebt? Warum waren die Deutschen so stolz auf ihre D-Mark? Und weshalb heißt die Bundesrepublik eigentlich Bundesrepublik? Geschichte, auch wenn sie kritisch betrieben wird, darf Vergnügen bereiten, und so beantwortet Edgar Wolfrum in diesem Buch, mal heiter, mal ernst, aber immer wissenschaftlich exakt die wichtigsten Fragen zu unserem Land aus allen Bereichen menschlichen Lebens. Dabei entsteht eine ebenso informative wie anregende Einführung in die Geschichte unseres Landes.
Edgar Wolfrum, geboren 1960, ist Professor für Zeitgeschichte an der Universität Heidelberg. Er hat zahlreiche Publikationen zur deutschen und europäischen Geschichte des 20. Jahrhunderts vorgelegt und ist einer der besten Kenner der deutschen Nachkriegsgeschichte. Sein Buch «Die geglückte Demokratie. Geschichte der Bundesrepublik Deutschland von ihren Anfängen bis zur Gegenwart» (2006) wurde zu einem Standardwerk.

 

 

 

    Eine erfolgreiche Demokratie – Innenpolitische Entwicklungen

1. Gab es die «Stunde Null»? Für die meisten Deutschen war das Kriegsende eine ganz und gar niederschmetternde Erfahrung. Der vom Zaun gebrochene totale Krieg war verloren, die Wehrmacht musste bedingungslos kapitulieren. Bis zum Schluss hatte man die nationalsozialistischen Durchhalteparolen befolgt, hatte sogar schlecht ausgerüstete Kinder und Alte gegen die Alliierten ins Feld geschickt und jeden Meter bis zum bitteren Ende verbissen verteidigt, anstatt dem sinnlosen Sterben Einhalt zu gebieten und sich gegen das Amok laufende NS-Regime zu wenden. So total der Krieg, so total die Niederlage. Die Deutschen fühlten sich besiegt, aber keineswegs befreit und wussten nicht, was die Zukunft bringen würde. Ungewissheit und Angst beherrschten die meisten: Wie würden die Sieger mit den Deutschen umgehen? Die Sorgen waren berechtigt und entsprangen dem schlechten Gewissen, denn die meisten wussten genau, was in den vergangenen zwölf Jahren geschehen war: Angriffs- und Vernichtungskriege, der Holocaust – Verbrechen, die die Welt bis dahin nicht gekannt hatte. Natürlich war man dankbar, mit dem Leben davongekommen zu sein, die verheerenden Bombennächte oder Flucht und Vertreibung anders als Hunderttausende, ja Millionen, die getötet wurden, überstanden zu haben. Es wäre jedoch zu viel verlangt, am 8. Mai 1945 bei den Deutschen ein Verständnis dafür zu erwarten, dass Besiegtsein und Befreiung unauflösbar miteinander verbunden waren und dass die Niederlage den Keim für eine bessere Zukunft in sich barg; dieses Bewusstsein stellte sich erst sehr viel später ein. Auch auf Seiten der Alliierten war klar: Es wurde ein Feindstaat besiegt, nicht ein Volk befreit.

«Finis Germaniae&ra
quo;, Deutschlands Ende. Über eine «Stunde Null» brauchte niemand nachzudenken. Für dieses Trümmerland und für dieses niedergerungene Volk würde es keine gedeihlichen Stunden mehr geben. Wie alle Europäer, so litten auch die Deutschen nach dem 8. Mai 1945 Hunger. Der Unterschied war: Bislang hatte man auf Kosten der ausgebeuteten Länder gut gelebt, erst als die Waffen schwiegen, fingen die Hungerjahre an. So begann die «schlechte Zeit» in den Augen vieler Deutscher erst mit den Besatzungsjahren. Und die gute Zeit brach für die Mehrheit der Zeitgenossen mit der Währungsreform von 1948 an. Sie war auch ein Symbol dafür, dass die Westalliierten die Westdeutschen im heraufziehenden Kalten Krieg brauchten und sie auf einmal hochpäppelten. Nun verlief alles wie am Schnürchen. Die rasante Geschwindigkeit des wirtschaftlichen «Wiederaufstiegs» verblüffte viele, ebenso die Stabilität, mit der sich die Bundesrepublik bereits in den 1950er Jahren präsentierte. Dieses Staunen führte in der Publizistik zu einer «Nullpunkt-Metaphorik». Sie ging so: Mai 1945, überall «tabula rasa». Westdeutschland erhob sich dann wie ein Phönix aus der Asche; die Bundesrepublik sei ein «Staat aus dem Nichts»; der katastrophenreichen Geschichte des Deutschen Reiches habe 1945 die Stunde geschlagen; diese Vergangenheit sei versiegelt worden und eine «Stunde Null» habe zu einem radikalen Bruch und Neuanfang geführt. Ein gutes Stück Volkspädagogik schlug hier durch, denn man erklärte und verklärte alles zur puren Neuheit und wollte diejenigen Lügen strafen, die – wie die renommierten Publizisten Walter Dirks und Eugen Kogon – schon in den Besatzungsjahren vor verhängnisvoller Restauration gewarnt hatten.

Doch ebenso wenig wie eine Restauration hat es eine «
Stunde Null» gegeben. Die deutsche Wirtschaft war nicht in dem Ausmaß zerstört, wie es auf den ersten Blick aussah. In der Politik fanden sich nun viele wieder, die bereits in der Weimarer Republik aktiv gewesen waren. Territorial bedeutete die Bundesrepublik zwar eine Neugründung, denn einen Staat dieses Zuschnitts hatte es bisher in Deutschland nicht gegeben. Doch die Deutschen waren noch die gleichen. Wie sollten aus den ehemaligen Volksgenossen der NS-Diktatur halbwegs demokratische Bürger werden? Das war die drängendste Frage.

2. Wohin flogen die Rosinenbomber? Nur wenige dutzende Meter über den Häusern und Ruinen Berlins flogen im Minutentakt die schwerfälligen viermotorigen amerikanischen und britischen Flugzeuge vom Typ Douglas C-54 Skymaster ein. Die Einflugschneise um den Flughafen Tempelhof säumten unzählige winkende Kinder und hoffnungsfrohe Erwachsene. US-Leutnant Halversen hatte die grandiose Idee, beim Landeanflug Taschentuchfallschirme mit Süßigkeiten abzuwerfen – Kaugummis als Gruß aus der freien Welt. Welch eine Verheißung! Vor nicht einmal vier Jahren hatten dieselben alliierten Flugzeuge aus ihren Schächten Tonnen von Bomben auf die Reichshauptstadt geworfen, hatten den Tod gebracht – und nun sicherten sie das Überleben der West-Berliner. Was war geschehen? Die Berlin-Krise des Jahres 1948 war der sichtbarste Auftakt zum Kalten Krieg zwischen den Supermächten und zeigte, wo seine Nahtstelle verlief: mitten durch Deutschland, mitten durch die ehemalige Reichshauptstadt Berlin. Am 18. Juni hatten die Westalliierten unter sowjetischem Protest die Währungsreform gestartet, und nachdem Gespräche über eine gemeinsame Währung in Gesamt-Berlin gescheitert waren – man wollte sie «Bären-Mark» nennen – wurde die D-Mark auch in West-Berlin eingeführt. Stalin tobte und lie&szl
ig; sofort alle Land- und Wasserwege nach Berlin, das wie ein Fremdkörper in der sowjetischen Besatzungszone lag, sperren. Das erste, aber nicht das letzte Mal spitzte sich die Konfrontation der Weltmächte in Berlin zu. War Krieg in Sicht? Moskau glaubte, mit der Blockade den Westen in die Knie zwingen zu können – doch am Schluss stand dieser mächtiger da als zuvor.

Der spätere Bürgermeister von West-Berlin, Ernst Reuter, war ein Volkstribun. Im Sommer 1948 hielt er vor fast einer halben Million Berlinern, die sich um den zerstörten Reichstag versammelt hatten, eine der bekanntesten Reden der Weltgeschichte: «Ihr Völker der Welt, ihr Völker in Amerika, in England, in Frankreich, in Italien! Schaut auf diese Stadt und erkennt, dass ihr diese Stadt und dieses Volk nicht preisgeben dürft, nicht preisgeben könnt!» Dies war eine mutige Botschaft, so wenige Jahre, nachdem das deutsche Volk Schrecken und Verderbnis über die Welt gebracht hatte. Aber West-Berlin war nun einmal der Vorposten der Freiheit gegen den Kommunismus, symbolisierte den moralischen Triumph des Westens, war Leuchtstern der Demokratie. Deshalb versorgten die Westalliierten die abgeschnittene Teilstadt ein ganzes Jahr lang mit mehr als 277.000 Flügen aus der Luft. Alles, was die Menschen benötigten, kam per Flugzeug in die Stadt, nicht nur Nahrungsmittel, sondern auch ein gesamtes Heizkraftwerk; durchschnittlich waren es 4500 Tonnen täglich. Geflogen wurde diese «Luftbrücke» in schmalen Luftkorridoren auf fünf Ebenen mit einem Höhenabstand von nur 150 Metern und auf jeder Ebene mit einem Zeittakt von 15 Minuten. Es war eine menschliche und technische Meisterleistung. Unfälle blieben nicht aus, siebzig amerikanische und britische Piloten bezahlten die Brücke mit ihrem Leben. Berlin wurde zum Ort der westlichen Selbstbehauptung. Der Durchhaltewillen der West-Berliner bee
indruckte die Welt aufs Tiefste, vor allem die Amerikaner. So verdeutlichten die «Rosinenbomber», dass aus einstigen Feinden nun Verbündete im Kampf gegen den Kommunismus geworden waren. Die emotionalen Bilder der einschwebenden und freudig begrüßten Flugzeuge begründeten die deutsch-amerikanische Freundschaft.

3. Wer waren die «Väter» und gab es auch «Mütter» des Grundgesetzes? Im Anschluss an die Londoner Sechsmächtekonferenz vom Frühjahr 1948 übergaben die drei westlichen Militärgouverneure den Ministerpräsidenten der deutschen Länder die «Frankfurter Dokumente»: Darin wurden die Westdeutschen aufgefordert, einen Staat zu gründen, und deshalb sind diese Dokumente die «Geburtsurkunde» der Bundesrepublik Deutschland. Aus einem Teil Deutschlands einen Staat gründen? Eine Nationalversammlung einberufen? Verbaute dies nicht die Chance für eine Wiedervereinigung des zerrissenen Landes? Bei den Deutschen herrschten die größten Bedenken, deshalb gaben sie der Verfassungsgebenden Versammlung den Namen «Parlamentarischer Rat», und die Abgeordneten, die aus den 1946/47 gewählten Landtagen entsprechend der dortigen Mandatsverteilung von den jeweiligen Ministerpräsidenten benannt wurden, sollten bloß ein Organisationsstatut, ein «Grundgesetz» erarbeiten. Sowohl die seltsame Namensgebung als auch das ungewöhnliche Verfahren wies auf den vorläufigen Charakter hin – kaum jemand glaubte, dass die Teilung Deutschlands lange und schon gar nicht, dass sie mehr als vierzig Jahre dauern sollte. Man war sich einig, lediglich ein «Provisorium» aus der Taufe zu heben, doch der Prozess erhielt dann seine eigene Dynamik und am Ende stand nicht nur ein Rahmen für die freieste Demokratie, die jemals in Deutschland existierte, sondern tatsächlich.
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