Der Band bietet einen fundierten Einblick in die verschiedenen diagnostischen Verfahren der Bindungstheorie sowie in die Praxis bindungsgeleiteter Interventionen bei verhaltensauffälligen Kindern.
Ziel des Buches ist es, die praktische Bedeutung von Bowlbys Bindungstheorie aufzuzeigen. Es erläutert die Grundzüge der Bindungstheorie, bietet einen fundierten Einblick in die verschiedenen diagnostischen Verfahren der Bindungstheorie sowie in die Praxis bindungsgeleiteter Interventionen bei verhaltensauffälligen Kindern.
Im einleitenden Teil des Bandes gehen die Autoren auf den Zusammenhang zwischen Bindung und familiären Gewalt-, Verlust- und Vernachlässigungserfahrungen ein und erläutern die Konsequenzen unsicherer Bindungsqualität. Im zweiten Teil gibt der Band einen Überblick über die prominentesten diagnostischen Verfahren der Bindungstheorie. Der dritte Schwerpunkt des Buches liegt auf den Interventionen, die sich aus der Bindungstheorie für Risikokinder bzw. für Kinder mit bereits manifesten Verhaltensstörungen ableiten lassen. Fokus dieser Interventionen sind zum einen die Eltern der betroffenen Kinder und zum anderen professionelle Bezugspersonen, die mit diesen Kindern und Jugendlichen arbeiten, insbesondere Lehrer, Erzieher und Sozialpädagogen. Wie sich diese Beziehungen pädagogisch und therapeutisch nutzen lassen, z. B. in Kindertageseinrichtungen, in der schulischen Erziehungshilfe oder im Heim wird ausführlich dargestellt.
Inhaltsverzeichnis
1;Inhalt;6 2;Vorwort der Herausgeber;8 3;Grundlagen;10 3.1;Einführung;12 3.1.1;Literatur;13 3.2;1. Bindung und familiäre Gewalt-, Verlust- und Vernachlässigungserfahrungen;14 3.2.1;1. Grundzüge der Bindungstheorie;14 3.2.2;2. Auswirkungen familiärer Gewalt-Verlust und Vernachlässigungserfahrungen auf die Bindung von Kindern im Schulalter;18 3.2.3;3. Resümee;25 3.2.4;Literatur;26 3.3;2. Exkurs: Psychische Folgen familiärer Gewalt und Vernachlässigung;28 3.3.1;1. Einleitung;28 3.3.2;2. Methodische Probleme in der Erfassung der Häufigkeit und der Effekte von physischer Misshandlung, sexuellem Missbrauch und Vernachlässigung;28 3.3.3;3. Zur Häufigkeit von physischer Misshandlung, sexuellem Missbrauch und körperlicher bzw. emotionaler Vernachlässigung;29 3.3.4;4. Empirische Ergebnisse zu den Konsequenzen von physischer Misshandlung, sexuellem Missbrauch und Vernachlässigung;30 3.3.5;5. Traumatogene Faktoren;32 3.3.6;6. Theoretische Konzepte zur Erklärung des Zusammenhangs zwischen familiären Gewalt-, Verlust und Vernachlässigungserfahrungen und Verhaltensstörungen;33 3.3.7;Literatur;35 3.4;3. Konsequenzen unsicherer Bindungsqualität: Verhaltensauffälligkeiten und Schulleistungsprobleme;40 3.4.1;1. Einleitung;40 3.4.2;2. Bindung und Bindungsqualitäten;41 3.4.3;3. Bindungsqualitäten und Psychopathologie;45 3.4.4;4. Dissozialität und Lernstörung aus entwicklungspsychopathologischer Perspektive;52 3.4.5;5. Präventive und therapeutische Konsequenzen Konsequenzen abschließende Bemerkungen;57 3.4.6;Literatur;58 3.5;4. Kontinuität und Diskontinuität von Bindung;66 3.5.1;1. Begriffsklärung;66 3.5.2;2. Zur Diskussion von Kontinuität und Diskontinuität in der Bindungsforschung;68 3.5.3;3. Einmal unsichere Bindung immer unsichere Bindung?;73 3.5.4;Literatur;77 4;Diagnostik;86 4.1;Einführung;88 4.2;5. Diagnostik der Bindungsqualität in der frühen Kindheit - Die Fremden Situation;92 4.2.1;1. Einleitung;92 4.2.2;2. Theoretische Fundierung und Entwicklung;92 4.2.3;3. Durchführung;95 4.2
.4;4. Klassifikation der Bindungsqualität;97 4.2.5;5. Zusammenfassung und Ausblick;102 4.2.6;Literatur;104 4.3;6. Diagnostik der Bindungsqualität im Kindergarten- und Vorschulalter Die Attachment Story Completion Task ( ASCT);108 4.3.1;1. Einleitung;108 4.3.2;2. Entwicklung der ASCT-Methode;111 4.3.3;3. Durchführung;111 4.3.4;4. Auswertung;114 4.3.5;5. Validität der ASCT-Methode;117 4.3.6;Literatur;118 4.4;7. Diagnostik der Bindungsqualität im Grundschulalter - Der Separation Anxiety Test ( SAT);122 4.4.1;1. Einführung;122 4.4.2;2. Beschreibung des SAT;122 4.4.3;3. Sprachmuster von Kindern mit organisierten Bindungsstrategien;124 4.4.4;4. Sprachmuster von Kindern mit einer desorganisierten Bindungsstrategie;128 4.4.5;5. Gütekriterien des SAT;136 4.4.6;Literatur;137 4.5;8. Die Erfassung psychischer Sicherheit und Unsicherheit in der mittleren Kindheit. Unterschiede in der Konstruktiven Internalen Kohärenz als ein Merkmal sicherer und unsicherer Bindungsqualitäten;140 4.5.1;1. Bindung in der mittleren Kindheit;140 4.5.2;2. Die Vermittlung bedeutungsvoller Zusammenhänge eigener Erfahrungen;142 4.5.3;3. Die Entwicklung innerer Arbeitsmodelle von sich und von anderen;145 4.5.4;4. Bindungsverhaltensmuster 6-jähriger Kinder;148 4.5.5;5. Der Umgang mit Bindungsgefühlen im Trennungsangst-Test zur sprachlichen Erfassung der Bindungsrepräsentation;150 4.5.6;6. Fazit;164 4.5.7;Literatur;166 4.5.8;Anhang: Anmerkungen zur Erfassung Konstruktiver Internaler Kohärenz;172 4.6;9. Diagnostik der Bindungsqualität bei 8- bis 14-jährigen Kindern - Der Bochumer Bindungstest (BoBiTe);176 4.6.1;1. Konzeptuelle Grundlagen des Verfahrens;176 4.6.2;2. Beschreibung des Verfahrens;177 4.6.3;3. Durchführung der Testerhebung;181 4.6.4;4. Bildung von Kennwerten;181 4.6.5;5. Entwicklung des Verfahrens und Ermittlung der psychometrischen Merkmale;182 4.6.6;6. Psychometrische Merkmale und Testgütekriterien;184 4.6.7;7. Kalkül für die Bindungsklassifikation;188 4.6.8;8. Reliabilität;189 4.6.9;9. Validi
tätshinweise;190 4.6.10;10. Fazit;195 4.6.11;Literatur;196 4.7;10. Diagnostik der Bindungsqualität im Jugendalter - Das Adult Attachment Projective ( AAP);200 4.7.1;1. Einleitung;200 4.7.2;2. Durchführung und Entwicklung des AAP;201 4.7.3;3. Konstruktion und Validierung des AAP;204 4.7.4;4. Analyse der Interviewtranskripte;205 4.7.5;5. Klassifikation der Bindungsrepräsentation;211 4.7.6;6. Zusammenfassung;218 4.7.7;Literatur;220 5;Interventionen;224 5.1;Einführung;226 5.1.1;Literatur;231 5.2;11. Interventionen auf bindungstheoretischer Basis in Hochrisikofamilien Das STEEPTM- Programm;234 5.2.1;1. Einleitung;234 5.2.2;2. Das Minnesota Parent-Child Project;235 5.2.3;3. Prinzipien und Ziele des STEEPTM-Programms;240 5.2.4;4. Die Umsetzung des STEEPTM-Programms im Alltag;245 5.2.5;5. Evaluation des STEEPTM-Programms;247 5.2.6;6. Das STEEPTM-Programm in Deutschland;248 5.2.7;Literatur;249 5.3;12. Überlegungen zur Arbeit mit Eltern und Pflegeeltern aus bindungstheoretischer Sicht;254 5.3.1;1. Einleitung;254 5.3.2;2. Vom Kindeswohl, Elternwohl und Familienwohl;254 5.3.3;3. Die Repräsentationsebene;256 5.3.4;4. Die Verhaltensebene;261 5.3.5;5. Das Timing von Interventionsangeboten;263 5.3.6;6. Niedrigschwellige Elternarbeit und Frühe Hilfen;264 5.3.7;7. Besonderheiten der Arbeit mit Pflegeeltern;264 5.3.8;8. Bindungsaufbau in der Pflegefamilie und Hilfen für Pflegeeltern;266 5.3.9;9. Arbeit mit den leiblichen Eltern von Pflegekindern;271 5.3.10;10. Zusammenwirken aller zur Herstellung des Kindeswohls;271 5.4;13. Bindungsgeleitetes Vorgehen in Kindertageseinrichtungen;278 5.4.1;1. Einleitung;278 5.4.2;2. Auswirkungen verschiedener Bindungsmuster auf das Verhalten der Kinder während der Eingewöhnungszeit;278 5.4.3;3. Gestaltung der Eingewöhnungszeit aus Bindungssicht;280 5.4.4;4. Bindung zu Erzieherinnen;282 5.4.5;5. Anwendungsbeispiel: Fortbildung für Erzieherinnen in Kindertageseinrichtungen zum Thema Bindung;283 5.4.6;6. Ausblick;290 5.4.7;Literatur;291 5.5;14. Bindungsge
leitete Interventionen in der schulischen Erziehungshilfe;294 5.5.1;1. Einleitung;294 5.5.2;2. Sind Bindungsmuster veränderbar?;296 5.5.3;3. Pädagogische Implikationen;296 5.5.4;4. Pädagogische Strategien;297 5.5.5;5. Verabschiedung;308 5.5.6;6. Diskussion;308 5.5.7;Literatur;312 5.6;15. Bindungsgeleitete Interventionen im Heim;318 5.6.1;1. Heimerziehung und Bindung;318 5.6.2;2. Aufnahme und Entlassung;320 5.6.3;3. Zeit des Heimaufenthalts;322 5.6.4;4. Arbeit mit den Herkunftseltern;327 5.6.5;Literatur;328 6;Die Autorinnen und Autoren des Bandes;332