eBook.de : Ihr Online Shop für eBooks, Reader, Downloads und Bücher
Connect 01/2015 eBook-Shops: Testsieger im epub Angebot, Testurteil: gut Die Welt: Kundenorientierte Internetseiten Prädikat GOLD
+49 (0)40 4223 6096

Tödlicher Wind

Sofort lieferbar (Download)
eBook ePub

Dieses eBook können Sie auf allen Geräten lesen, die epub-fähig sind. z.B. auf den tolino oder Sony Readern.

Häufig gestellte Fragen zu epub eBooks und Watermarking

eBook € 6,99* inkl. MwSt.
Machen Sie jemandem eine Freude und
verschenken Sie einen Download!
Ganz einfach Downloads verschenken - so funktioniert's:
  1. 1 Geben Sie die Adresse der Person ein, die Sie beschenken
    möchten. Mit einer lieben Grußbotschaft verleihen Sie Ihrem
    Geschenk eine persönliche Note.
  2. 2 Bezahlen Sie das Geschenk bequem per Kreditkarte,
    Überweisung oder Lastschrift.
  3. 3 Der/die Geschenkempfänger/in bekommt von uns Ihre Nachricht
    und eine Anleitung zum Downloaden Ihres Geschenks!

Produktdetails

Titel: Tödlicher Wind
Autor/en: Günter von Lonski

EAN: 9783827198020
Format:  EPUB
Niemeyer C.W. Buchverlage

4. April 2011 - epub eBook - 296 Seiten

Im Emmertal, einem wunderschönen Tal des Weserberglands, soll unterhalb der Hämelschenburg eine Windkraftanlage errichtet werden. Schon die Planung weckt kriminelle Energie von Hameln bis Bad Pyrmont. Da wird der Initiator des Projekts tot in Bad Pyrmonts Dunsthöhle gefunden - der Höhle hat bereits Goethe misstraut. Die Polizei geht von einem Selbstmord oder Unglücksfallaus. Das sieht Hubert Wesemann, der akribische Journalist mit seiner Einmann-Redaktion fürs Regional-Radio, ganzanders. Er wittert einen neuen Fall. Dann wird auch noch der Eigentümer von Grund und Boden, auf dem die Anlageerrichtet werden soll, tot aus dem Graben an der Hämelschenburg gezogen. Hubert Wesemanns zweiter Fall: spannend, unterhaltend, mit einem Schuss Humor und Ironie.

EINS


Wenn man eine Beziehung aufbaut, braucht man gemeinsame Interessen, meint Karola. Zum Beispiel Theaterbesuche, Shopping-Touren und romantische Dinnerabende. Dem kann Wesemann nur seine Badeorgien am Sonntagmorgen entgegensetzen. Um ihn nicht zu enttäuschen, hat sich Karola schon zum zweiten Mal auf das feuchte Vergnügen eingelassen.

Sie sitzen sich in der Wanne gegenüber. Im Hintergrund läuft eine CD mit Lydie Auvrays Akkordeonmusik, auf Wunsch von Karola sehr leise. Man prostet sich mit einem Glas Campari-Soda zu. Wesemann streichelt sich mit den Zehen an der Innenseite von Karolas Beinen hinauf. Da klingelt das Telefon. Egal, der Anrufbeantworter soll den lästigen Anrufer abwimmeln. Es ist eine Anruferin:

„Hallo, Wesemännchen, wie geht’s denn so?“

Wesemann fällt das Campari-Glas fast aus der Hand.

„Nun geh schon ran. Hier spricht Lina aus Bad Pyrmont. Dein Mon Chéri mit der Pyrmont-Kirsche, wie du immer gesagt hast. Kennst du mich nicht mehr, oder willst du mich nicht mehr kennen? Ich habe dich jedenfalls nicht vergessen. Melde dich, aber schnell. Ich habe Cord zu Ottendorff gefunden. In der Dunsthöhle. Tot.“

Karolas Augen signalisieren Blitz und Donner zugleich.

„Meldest du dich?“, fragt Karola.

„Natürlich nicht!“ Wesemann, sie glaubt dir nur das erste Wort. Natürlich würdest du jetzt am liebsten aus der Wanne springen und ans Telefon hechten. „Das war lange vor deiner Zeit.“

„Das will ich hoffen.“

„Aber Cord zu Ottendorff? Tot? Der Mann mit den tausend Fingern, die er in zehntausend Sachen hat? – Kann bis morgen warten!“ Wesemann hebt sein Glas und schaut Karola in die Augen.

„Kann es wohl nicht!“, sagt Karola ernüchtert. „Lass das Wasser ab.“

Abrupt richtet
sie sich auf, steht nun vor ihm und augenblicklich vergisst Wesemann Pyrmont, Ottendorff und das Mon Chéri.

„Finger weg“, sagt Karola, „und an die Arbeit, bevor es ein anderer tut.“

„Du liebst mich doch nur, weil ich schön, reich und berühmt bin.“

„Raus aus der Wanne, du Spinner, ich koche uns einen Kaffee.“

Wesemann ruft im Polizeikommissariat Bad Pyrmont an. Cord zu Ottendorff? Der liegt in Hameln. Nein, nicht die Leiche! Der Fall! Die Polizeiinspektion hat die Ermittlungen übernommen. Wer zuständig ist? Hauptkommissar Bertram. Aber heute sei Sonntag und da hätte HK Bertram auch ein Privatleben.

„Danke“, sagt Wesemann, „ich habe die Handynummer.“

„Wessen Handynummer?“, fragt Karola. Sie stellt zwei Kaffeetassen auf den Tisch.

„Hauptkommissar Bertram ist zuständig.“

Karola schlägt die Wochenendausgabe der Dewezet auf und sucht die Wohnungsangebote. Für einen Moment blitzt der kleine Stein im Ring an ihrer linken Hand auf. Wesemann betrachtet ihn als Verlobungsring, Karola mehr als Frage. Wesemann lächelt siegessicher. Er greift zum Handy.

„Es war ein Fehler, Ihnen meine Handynummer zu geben“, sagt HK Bertram.

„Ich bin nur neugierig im Dienst unserer Hörer.“

„Zwei Minuten“, sagt HK Bertram.

„Cord zu Ottendorff ist tot?“

„Wer hat Ihnen das denn geflüstert?“

„Michael.“

„Welcher Michael?“

„Erzengel Michael, der Schutzpatron kriminalistischer Ermittlungen.“

„Sind Sie sicher?“

Karola lacht, sieht Wesemann an, schüttelt den Kopf.

„Wieder eine Ihrer tollen Informationen“, sagt HK Bertram, „haben Sie das große Latinum?“

„Wie ist er ges
torben?“

„Er saß in der ausgemauerten Grube der Dunsthöhle und hat nicht mehr geatmet.“

„So ein Feigling“, sagt Wesemann.

Er kennt HK Bertrams anspruchslosen Humor, will ihn bei Laune halten und nimmt sein Handy vorsichtshalber schnell vom Ohr. An HK Bertrams meckerndes Lachen wird er sich wohl nie gewöhnen. „Steht die Todesursache schon fest?“

„Wie es aussieht, wird er wohl erstickt sein.“

„Am eingeatmeten Kohlendioxid der Dunsthöhle?“

„Wesemann, Wesemann, Sie sind mir aber ein ganz schneller!“

Wieder dieses nervige Lachen.

„In welche Richtungen ermittelt die Polizei?“

„In alle, Wesemann, in alle.“ Hoffentlich drückt er das Gespräch jetzt nicht weg.

„Ein Verbrechen ist auszuschließen?“

„Wenn Sie mich privat fragen – da ist nichts zu holen. Für Sie. Der Mann hat einfach zu viel getrunken und ist durch Zufall in die Dunsthöhle geraten.“

„Wenn es so einfach ist.“

„Ist es. Was ich Ihnen jetzt sage, ist noch nicht für die Öffentlichkeit bestimmt. Wir haben in seinem Jackett die Eintrittskarte für die Spielbank vom gleichen Tag gefunden. Dort konnte man sich sehr gut an Cord zu Ottendorff erinnern. Schließlich ist er Stammkunde. Am Abend vor seinem Tod hat er eine Menge Geld an den Automaten gewonnen und sich in bester Stimmung auf den Weg gemacht.“

„In bester Stimmung ist er dann wenig später in die Dunsthöhle gestiegen und hat sich erstickt?“

„Er hat jedenfalls da gesessen. Noch etwas: Er hatte ein lustiges Windrädchen in der Hand. So ein Spielzeug für kleine Kinder, die Spaß daran haben, es durch Pusten in Fahrt zu bringen.“

Wesemann erträgt HK Bertrams Lachen. Er muss mehr wisse
n.

„Eigenartig. So ein Kinderkram in der Hand eines Erwachsenen?“

„Wesemann, das waren mehr als zwei Minuten. Morgen können Sie einen vorläufigen Bericht als Fax abrufen. Schönen Sonntag noch!“

Wesemann legt das Handy auf den Tisch.

„Eine Vierzimmerwohnung im Klütviertel für …“, Karola sucht, „… Miete steht nicht in der Anzeige, hört sich aber sonst ganz gut an. Mit Balkon, Bad mit Fenster, Gäste-WC, neuer Einbauküche – hörst du mir überhaupt zu?“

„Natürlich.“

„Es ist ganz schön anstrengend, dich zu lieben.“

Wesemann schenkt ihr ein abwesendes Lächeln. „Ich hab doch vor einiger Zeit einen Bericht über die Dunsthöhle gemacht. Im Archiv …“

„Ich hol uns ein Stück Kuchen vom Bäcker. Für dich Bienenstich wie immer?“

„Du bist lieb!“

Karola macht sich auf den Weg, und Wesemann verschwindet in seinem Studio, wechselt die kaputte Glühbirne in der Deckenlampe aus und schneidet sich an der Lampenfassung. Blut, Blut, überall Blut? Nein, ein kleines Pflaster wird den Schaden schnell beheben. Karola muss gleich zurück sein, sie weiß, wo das Pflaster liegt. Seit sie seine Wohnung aufgeräumt hat, findet er nichts mehr wieder.

Mit der unverletzten Hand wühlt sich Wesemann durch die Schubladen mit den abgelegten Radiobeiträgen. Bad Pyrmont. Nichts. Aha, einfach nur Pyrmont. Geranien, Goethe, Heilquellen, Unterabteilung Dunsthöhle.

Karola kommt zurück, erst das Pflaster, dann Kaffee und Kuchen, schließlich startet Wesemann den MP3-Player mit seinem vor Jahren gesendeten Rundfunkbeitrag.

… einzigartiges Naturphänomen am Helvetiushügel in Bad Pyrmont. Die Duns
thöhle. Sie liegt auf dem Gelände eines ehemaligen Steinbruchs, in dem Buntsandstein gebrochen wurde. Immer wieder fanden die Steinbrucharbeiter auf dem Grund der Höhle tote Tiere, die offensichtlich unverletzt waren. Der Pyrmonter Brunnenarzt Dr. Johann Philipp Seip, der 1712 nach Pyrmont kam, ging diesen Erscheinungen nach. Er kam zu dem Ergebnis, dass Schwefeldunst die Tiere ins Jenseits beförderte. Mit Genehmigung des Fürsten Friedrich Anton Ulrich zu Waldeck und Pyrmont ließ er 1720 die Grube ausmauern und darüber ein kleines Gewölbe errichten, um für die Kurgäste ein trockenes Schweißbad einzurichten, das Leuten aller Schichten gute Besserung und Hülfe gegen Geschwulst der Füße, Gichtschmerzen, Steifigkeit der Glieder und Linderung anderer Leiden bringen sollte.

Später erkannte man, dass es kein Schwefel, sondern Kohlendioxid ist, das in der Dunsthöhle trocken austritt. Das Gas dringt durch die Risse und Gesteinsklüfte der Quellspalte an die Oberfläche, ist eineinhalb Mal schwerer als Luft und bleibt daher in der Grube liegen. Selbst Johann Wolfgang von Goethe war von den vorgeführten Experimenten in der Grube schwer beeindruckt. Doch Vorsicht mit eigenen Versuchen, das Kohlendioxid auf dem Grund der Grube wirkt narkotisierend und erstickt auch die hartnäckigsten Lebensgeister nach sieben bis zehn Minuten.

„Ein langer Bericht“, sagt Karola, „und Baxmann hat ihn so über den Sender gehen lassen?“

„Für Johann Wolfgang ist ihm nichts zu viel, da steht er im Geiste stramm.“

„Komm“, sagt Karola und räumt die Kaffeetassen ab, „lass uns nach Pyrmont fahren, sonst bist du den ganzen Tag wieder geistig abwesend.“

„Wenn du meinst?“

Wesemann nimmt seine Tasche und Karola den Autoschlüssel für den Corsa.

&bdq
uo;Willst du fahren?“, fragt Wesemann überrascht.

„Du hast heute schon zu viel geschluckt“, sagt Karola.

„Was soll ich denn geschluckt haben?“

„Wasser!“ Karola lacht. Wesemann, die steckt dich in die Tasche, wenn du nicht aufpasst.

Der Sender ruft an. Baxmann. Wesemann mit seiner Einmannredaktion für Funk und Presse ist angewiesen auf eine wohlwollende Auftragsvergabe. Baxmann hat was von einem interessanten Todesfall in Bad Pyrmont gehört. Da Wesemann nun mal sein bester Mann sei, habe er gleich an ihn gedacht.

„Bin schon unterwegs“, sagt Wesemann.

„Wollen Sie denn keine Einzelheiten?“

„Haben Sie welche?“

„Eigentlich nicht, bloß den Namen: Cord …“

„… zu Ottendorff.“

„Woher wissen Sie?“

„Ich bin doch Ihr bester Mann!“ Wesemann legt...


Dieses eBook wird im epub-Format geliefert und ist mit einem Wasserzeichen versehen. Sie können dieses eBook auf vielen gängigen Endgeräten lesen.

Sie können dieses eBook auf vielen gängigen Endgeräten lesen.

Für welche Geräte?
Sie können das eBook auf allen Lesegeräten, in Apps und in Lesesoftware öffnen, die epub unterstützen:

  • tolino Reader
    Laden Sie das eBook direkt auf dem Reader im eBook.de-Shop herunter oder übertragen Sie das eBook auf Ihr tolino Gerät mit einer kostenlosen Software wie beispielsweise Adobe Digital Editions.

  • Sony Reader und andere eBook Reader
    Laden Sie das eBook direkt auf dem Reader im eBook.de-Shop herunter oder übertragen Sie es mit der kostenlosen Software Sony READER FOR PC/Mac oder Adobe Digital Editions.

  • Tablets und Smartphones
    Installieren Sie die tolino Lese-App für Android und iOS oder verwenden Sie eine andere Lese-App für epub-eBooks.

  • PC und Mac
    Lesen Sie das eBook direkt nach dem Herunterladen mit einer kostenlosen Lesesoftware, beispielsweise Adobe Digital Editions Sony READER FOR PC/Mac.

Die eBook-Datei wird beim Herunterladen mit einem nicht löschbaren Wasserzeichen individuell markiert, sodass die Ermittlung und rechtliche Verfolgung des ursprünglichen Käufers im Fall einer missbräuchlichen Nutzung der eBook-Datei möglich ist.

Bitte beachten Sie: Dieses eBook ist nicht auf Kindle-Geräten lesbar.

Ihr erstes eBook?
Hier erhalten Sie alle Informationen rund um die digitalen Bücher für Neueinsteiger.

Kundenbewertungen zu Günter von Lonski „Tödlicher Wind“
Noch keine Bewertungen vorhanden
Zur Rangliste der Rezensenten
Veröffentlichen Sie Ihre Kundenbewertung:
Kundenbewertung schreiben
Unsere Leistungen auf einen Klick
Unser Service für Sie
Zahlungsmethoden
Bequem, einfach und sicher mit eBook.de. mehr Infos akzeptierte Zahlungsarten: Überweisung, offene Rechnung,
Visa, Master Card, American Express, Paypal mehr Infos
Geprüfte Qualität
  • Schnelle Downloads
  • Datenschutz
  • Sichere Zahlung
  • SSL-Verschlüsselung
Servicehotline
+49 (0)40 4223 6096
Mo. - Fr. 8.00 - 20.00 Uhr
Sa. 10.00 - 18.00 Uhr
Chat
Ihre E-Mail-Adresse eintragen und kostenlos informiert werden:
* Alle Preise verstehen sich inkl. der gesetzlichen MwSt. Informationen über den Versand und anfallende Versandkosten finden Sie hier.
Bei als portofrei markierten Produkten bezieht sich dies nur auf den Versand innerhalb Deutschlands.

** Deutschsprachige eBooks und Bücher dürfen aufgrund der in Deutschland geltenden Buchpreisbindung und/oder Vorgaben von Verlagen nicht rabattiert werden. Soweit von uns deutschsprachige eBooks und Bücher günstiger angezeigt werden, wurde bei diesen kürzlich von den Verlagen der Preis gesenkt oder die Buchpreisbindung wurde für diese Titel inzwischen aufgehoben. Angaben zu Preisnachlässen beziehen sich auf den dargestellten Vergleichspreis.
eBook.de - Meine Bücher immer dabei
eBook.de ist eine Marke der Hugendubel Digital GmbH & Co. KG
Folgen Sie uns unter: