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Produktdetails

Titel: Replay
Autor/en: Benjamin Stein

EAN: 9783406630064
Format:  EPUB
Beck C. H.

24. Januar 2012 - epub eBook - 176 Seiten

Als Ed Rosen in der Morgendämmerung erwacht und mit den Zehen wackelt, steht eines fest: Der Huf, der am Fußende aus seinem Bett ragt, ist auf keinen Fall seiner. Aber da. Wie soll er sich das erklären? Rosen, ein Software-Experte, war Mitentwickler und erster Träger des UniCom, eines Kommunikationsmittels, das als Implantat weit mehr kann als ein Smartphone - es protokolliert die Sinneswahrnehmungen seines Besitzers und macht das, was wir Realität nennen, in «Replays» unendlich wiederhol- und veränderbar: vor allem eine erotische Verlockung. Und es macht den Träger total kontrollierbar. Rosens Chef Matana und seine Firma treten einen weltweiten Siegeszug mit diesem Gerät an und nur ein paar ewiggestrige Störenfriede mahnen. Bis sich unerwartet Widerstand gegen das digitale Arkadien regt, der vielleicht auch den Huf erklärt?
In Benjamin Steins neuem, glänzend geschriebenen und spannenden Roman geht es um Körper und Kontrolle, Erotik, Macht und Geheimnis und die Tyrannei totaler Transparenz.
Benjamin Stein wurde 1970 in Berlin (Ost) geboren. Seit 1982 veröffentlicht er Lyrik und Kurzprosa. Sein erster Roman «Das Alphabet des Juda Liva» erschien 1995 und 1998 als Taschenbuch. Benjamin Stein arbeitete als Redakteur und Korrespondent diverser deutscher und amerikanischer Computerzeitschriften und seit 1998 als Unternehmensberater für Informationstechnologie. Er ist Inhaber des Autorenverlags Edition Neue Moderne und betreibt das literarische Weblog «Turmsegler».

 

 

Eben bin ich noch geschwebt, in einem nächtlichen Meer. Dunkel ringsum, nur weit über mir flirrte rund und fahl der Mond und warf einen schmalen Lichtstreif herab, in dem das Plankton flimmerte wie eine Sternenschar. Ein gewaltiger Rochen segelte auf mich zu und über mich hinweg, so nah, dass ich von unten seinen weißen Bauch, die pumpenden Kiemen, das schmale Maul und die wie irr starrenden Augen sehen konnte. Beinahe hätte mich die Spitze einer Flosse gestreift. Ich ließ mich langsam, langsam nach oben treiben und tauchte auf. Windstill war es, und das wie bleiern ruhende Meer schien unendlich weit und schwarz. Ich schloss die Augen und ließ mich treiben. Das Schwarz wechselte nach und nach in ein tiefes und schließlich ein hellres Blau.

Und jetzt … dringt warmgelbes Licht durch meine geschlossenen Lider, als läge ich in der Mittagssonne auf einer Sommerwiese. Ich öffne die Augen, und die Wiese ist tatsächlich da. Ich liege nackt im Gras, und dicht neben mir liegen zwei Frauen, Katelyn und Lian. Auch sie sind nackt. Bauch an Rücken aneinander geschmiegt, lächeln sie versonnen im Schlaf, als schwelgten sie in zärtlichen Träumen …

Die Versuchung ist groß, die Hand auszustrecken, Katelyns Stirn zu streicheln, mit dem Finger ihre Brauen nachzuzeichnen oder die glänzende Strähne von Lians langem schwarzen Haar beiseite zu schieben, die wie ein Seidenband über ihrer Brust liegt. Aber es wäre vergeblich. Ich würde ins Leere greifen.

So gern ich sehe, was ich sehe, weiß ich doch: Es ist nicht real, sondern lediglich eine Erinnerung. Wir sind damals keineswegs auf einer Wiese erwacht, sondern in Katelyns rundem Bett. Die Nacht, die Lian mit Katelyn und mir verbracht hat, liegt gute fünfzehn Jahre zurück. Ich bin gealtert seitdem und Katelyn ebenso, und Lian haben wi
r beide, nachdem wir sie an jenem Tag verabschiedet hatten, nie wieder getroffen.

Es wäre ganz sicher vergeblich, die beiden berühren zu wollen. Ich kann sie sehen. Mehr ist nicht möglich. Denn was ich sehe, ist eine Filmsequenz, der festgehaltene Augenblick Glück, den mein UniCom für mich aufgezeichnet und aufbewahrt hat. Die Wiese inmitten einer verlassenen sommerlichen Hügellandschaft habe ich später hinzugefügt, und der so entstandene Clip ist mir einer der liebsten in meiner Bibliothek von Aufwachthemen, mein privates, mein geheimes Arkadien.

Jeden Morgen finde ich mich wieder in einem ähnlichen Glücksmoment, und die lebhafte Erinnerung an die womöglich weit zurückliegenden Sekunden des Glücks vermischt sich mit einer ganz aktuellen tiefen Zufriedenheit. Ich habe Phantastisches erreicht in meinem Leben, und wunderbarerweise sind es gerade die Sekunden des Erwachens, die mich jeden Tag für die hinter mir liegenden Mühen belohnen.

Ich bin nie gern aufgestanden. Die Arbeit brachte es mit sich, dass ich kaum je ausschlafen konnte. Umso schwerer fiel mir das Aufstehen. Nichts war mir verhasster, als von einem nervigen Weckgeräusch aus dem Tiefschlaf gerissen zu werden und mich benommen im Dunkel wiederzufinden. Das ist vorbei, das liegt weit hinter mir.

Ich liebe, was wir geschaffen haben. Ich liebe das UniCom, und wenn ich entscheiden müsste, was ich am meisten an diesem technischen Wunderwerk liebe, dann dies: dass ich jeden Morgen im Paradies erwache.

Ich übertreibe nicht. Keine Erinnerung geht mir verloren, die ich nicht selbst verloren gebe. Das UniCom sieht und hört, was ich sehe und höre, und bewahrt es für mich auf. Es überwacht meinen Schlaf. Es weiß, wann ich aufstehen müsste, und rückt die Weckzeit heran, aktiviert es in einer Traumphase, in der unser Schlaf am leichtesten ist, einen der von mir d
afür vorgesehenen Clips. Was auch immer ich gerade geträumt haben mag, ich gleite sanft aus dem Traum hinüber ins Licht, in eine Erinnerung, die mir lieb ist, eine Erinnerung an einen Glücksmoment. Ganz gleich, wo ich mich befinde, ob es grauenvoll früh und draußen noch finster und kalt ist, das alles spielt keine Rolle. Ich erwache mit einem Lächeln.

Es war ein weiter Weg bis hierhin, und ich denke, ich darf mit Recht stolz sein auf das Erreichte. Am Anfang standen Entbehrungen, Überwindung und harte körperliche Arbeit, womit ich nicht gerechnet hatte. Heutzutage ist die Implantation ein ambulanter Eingriff. Man geht morgens nüchtern in die Klinik. Nach einigen Untersuchungen wird das UniCom eingepflanzt, und am Nachmittag geht man als veredelter Mensch nach Hause, beschenkt mit geschärften Sinnen und eingeklinkt in den nicht versiegenden Strom weltweiter Kommunikation. Nur die winzigen Schnitte hinter den Ohren zeugen von der Operation. Sie heilen innerhalb einer Woche. Danach erkennt man den Neubürger nur noch am ruhig pulsierenden blauen Licht der Statusindikatoren, zwei winzigen runden Leuchtdioden, die im Halbminutentakt unter der Haut an den Schläfen aufblinken – als Beweis der Erleuchtung, der Adelung, der Aufnahme in die gehobene Schicht der Eingeweihten, der Vernetzten, der wahren Weltbürger.

Ich musste ungleich mehr tun für meinen Ritterschlag. Für mich war es alles andere als ein Spaziergang. Nachdem ich mich Matana zuliebe bereits einmal verwandelt hatte, machte ich nun noch einmal eine Transformation durch, körperlich und psychisch, und diese Transformation verlangte mir mehr ab als nur den Kauf neuer Kleider und den Besuch eines Wellness-Tempels.

So unsicher ich am Abend der abgebrochenen Schachpartie, als Matana mir seinen Vorschlag unterbreitete, auch gewesen sein mochte, so ungeduldig war ich am Morgen darauf, ihm zuzusagen. Ich kam mir
vor wie ein Bündel Angst, und dennoch war mir klar, dass ich zusagen musste, dass es gar keine andere Reaktion geben konnte. Wie viele Menschen bekamen je eine solche Chance? Ich konnte nicht ablehnen. Nachdem ich aus dem Bett gesprungen war und die irritierende Halluzination des Bockshufes abgeschüttelt hatte, mit der ich erwacht war, setzte ich mich an den Computer und schickte Matana eine Nachricht.

Ich bin dabei, schrieb ich, mehr nicht. Und als hätte er die ganze Nacht über nichts anderes getan, als vor dem Bildschirm auszuharren und auf meine Zusage zu warten, bekam ich postwendend Antwort.

Er habe nichts anderes erwartet, las ich.

Also war es beschlossen. Ein Zurück gab es nicht mehr.

Mit der Firma, das heißt mit Matana, war ich schnell handelseinig. Es ging um Versorgungsfragen. Was würde geschehen, wenn etwas schiefging, ich etwa das Augenlicht verlor oder irgendwelche anderen irreparablen Schäden davontrug? Eine Versicherung kam bei diesem Geheimprojekt nicht infrage. Die Firma würde sich kümmern müssen. Und das würde sie, ließ mich Matana wissen. Er hatte, wie sich herausstellte, bereits alles geplant und vorbereitet. Die Anwälte hatten einen Vertrag aufgesetzt, der alle Eventualitäten regelte und nur noch auf meine Unterschrift wartete.

Einige der Regelungen, die der Vertrag für die Dauer des Experiments vorsah, überraschten mich, weil sie den Eindruck erweckten, als sollte ich unter Personenschutz gestellt werden. Ich würde einen Fahrer bekommen, weil wir die Auswirkungen des Experiments auf meine Fahrtüchtigkeit noch nicht abschätzen und keinen Unfall riskieren konnten. Auch sollte ich eine Art medizinischer Leibgarde erhalten. Ein Team von ausgesuchten Ärzten würde sich um mich kümmern, und einer von ihnen würde immer in meiner Nähe sein, tags wie nachts. Überhaupt würden die Ä
rzte nun erst einmal das Regime übernehmen.

Eine Woche lange untersuchten sie mich eingehend, maßen Herzrhythmus und Hirnströme, erstellten Blutbilder, ermittelten meinen Körperfettanteil und meine körperliche Belastbarkeit, testeten mich auf allergische Reaktionen und erstellten im Computertomographen ein detailliertes Abbild meines Gehirns – im Ruhezustand und in simulierten Stresssituationen. Man hätte den Eindruck bekommen können, ich sollte auf eine Marsmission geschickt oder für die Olympiade vorbereitet werden. Vergleichbares hatte ich jedenfalls noch nicht erlebt und auch nie damit gerechnet, je in die Situation zu kommen, derart intensiv unter die medizinische Lupe genommen zu werden. Als die Ärzte ihren Bericht vorlegten, schien es denn auch, als wäre das Experiment gescheitert, noch bevor wir begonnen hatten.

Das Verdikt war niederschmetternd. Mein Geist mochte fit sein, mein Körper war es nicht. Bei meinem Lebenswandel, wurde mir beschieden, dem wenigen Schlaf, nachlässiger Ernährung und einer gehörigen Portion Stress durch zu viel Arbeit, sei ich eher ein Kandidat für einen frühen Herzinfarkt als für ein Experiment, wie wir es vorhatten. Außerdem hatten die Weißkittel Spuren von THC gefunden, was mich nicht überraschte und Matana belustigte, die Ärzte aber befürchten ließ, dass ich das Experiment womöglich ruinieren würde, wenn ich in den zu erwartenden stressigen Monaten, die mir bevorstünden, zu einem Joint greifen sollte.

Um mich überhaupt als Prototyp des Homo UniCom zu qualifizieren, würde ich fit werden müssen. Für das Experiment bedeutete dies einige Monate Verzögerung und für mich ein strenges Programm, das mich aus meinem bis dahin gewohnten Alltag katapultieren würde. Acht Stunden Schlaf pro Tag wurden mir...


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