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Warum, Frankenfish?

Teil 2: Nemesis.
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Produktdetails

Titel: Warum, Frankenfish?
Autor/en: Christoph Straßer

EAN: 9783939239970
Format:  EPUB
Teil 2: Nemesis.
Familiy Sharing: Ja
Ubooks-Verlag U-line

23. April 2013 - epub eBook - 256 Seiten

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Warum, Frankenfish? ist wieder da! Wäre dieser Roman ein Film, man hätte längst ein Buch daraus gemacht!
Größer als Ben Hur, futuristischer als Star Trek und witziger als Love Story hat dieser Roman alles, was einen preisverdächtigen Streifen ausmacht: eine halbwegs schöne Frau, keinen Sex und einen Helden, der eigentlich nur seine Ruhe und Hartz IV haben möchte.
Doch stattdessen muss er in seinen alten Job und in die kleine Videothek zurückkehren. Und damit fangen die Probleme an, denn Benny's World of Movies, eine riesige Videotheken-Kette, hat eine Filiale in unmittelbarer Nachbarschaft eröffnet. Und was mit gesundem Konkurrenzdenken und Sticheleien beginnt, gerät bald völlig außer Kontrolle, denn:
Es kann nur einen geben!
Christoph Straßer wurde 1974 in Krefeld geboren. Nach einigen Umwegen über Zivildienst und Ausbildung begann er in Düsseldorf das Studium der Germanistik und Medienwissenschaften. Dort begann er auch mit dem Schreiben von Kurzgeschichten.

Ein Tag ohne Blut ist wie ein Tag ohne Sonnenschein.


Ich schlucke und sehe mich noch einmal um; in der Straße hat sich nichts verändert, seit ich das letzte Mal hier gewesen bin.

Die kleine Videothek ist tatsächlich wieder vollständig aufgebaut worden, und bei der Gelegenheit hatte man die Schaufenster vergrößert und das Firmenlogo prangte nun in doppelter Größe über dem Eingang.

Ich krame den Schlüssel aus der Hosentasche und schließe auf.

Es ist jetzt kurz nach acht Uhr morgens. Vorhin habe ich in der Zentrale meinen Arbeitsvertrag unterschrieben und bin gebeten worden, doch zwei Stunden früher im Laden zu sein, da ich noch die CD mit den Kundendaten einspielen und die Fenster dekorieren müsse.

Malte hatte kein Interesse gezeigt, wieder hier zu arbeiten, hatte man mir mitgeteilt. Offenbar hatte er sein Studium abgebrochen, da man ihm eine Vollzeitstelle in einer Behindertenwerkstatt angeboten hatte. Soweit ich weiß, wollte er nach seinem Sonderpädagogik-Studium sowieso in dieser Richtung tätig werden.

Schlau von ihm, nicht wieder hier anzufangen, denke ich. Auch wenn sein aktueller Job sich von diesem hier höchstwahrscheinlich nicht gravierend unterscheidet, wird er vermutlich zumindest besser bezahlt.

«Machen Sie jetzt auf?», quiekt eine Stimme hinter mir und lässt mich hochfahren.

Ich drehe mich um und sehe einen kleinen Jungen, der zu mir aufschaut.

«Nein», antworte ich. «Erst um zehn.»

«Wann ist zehn?», fragt der Kleine und kratzt sich mit seinen schwarz geränderten Fingernägeln einen Pickel im Gesicht auf.

Ich presse angewidert die Lippen aufeinand
er.

«In ... in zwei Stunden», sage ich und schiebe die Tür auf.

«Kann ich nicht jetzt schon mal gucken? Dann können Sie mir das festhalten und meine Mutter kommt mir das leihen. Dann ist das noch nicht weg.»

«Wir haben heute den ersten Tag wieder auf. Es ist noch alles da, wenn du gleich kommst. Versprochen.»

«Woher wissen Sie das?»

«Ich weiß es», sage ich und will den Laden betreten.

«Woher wissen Sie das?», hält mich der Junge auf.

«Ich arbeite hier. Ich weiß alles.»

«Wie viel ist fünf Milliarden mal siebzehneinhalb?»

«Was?», frage ich und drehe mich noch einmal um.

Der Bengel bricht in schallendes, helles Gelächter aus.

«Sie wissen überhaupt nicht alles. Hahahahahahaha ...»

Ohne den Jungen aus den Augen zu lassen, quetsche ich mich mitsamt meinem Rucksack durch den schmalen Türspalt und drehe den Schlüssel von innen zweimal im Schloss herum.

Hinter mir gackert noch immer der Rotzlöffel und presst seine fettige Nase gegen die Scheibe.

Ich versuche, die diabolische Fratze zu ignorieren, schalte die Lichter an und fahre den Computer hoch.

Nichts hatte sich hier verändert. Theke und Regale sind noch immer, oder besser, wieder an ihrem alten Platz. Telefon, Fax, Computer und all die anderen Gerätschaften sind gegen modernere Versionen ausgetauscht worden, die sich jedoch nicht groß von ihren Vorgängern unterscheiden.

Auch hat man wieder einen billigen DVD-Player an einen Verstärker angeschlossen, um den Laden mit Musik beschallen zu können. >

Ich krame in den Schubladen und Fächern in der Nähe des Gerätes, kann aber nirgendwo eine CD entdecken.

Großartig, denke ich. Wenn die Hirnis von der Zentrale nicht schon eine Scheibe eingelegt haben, darf ich den Tag in aller Stille verbringen.

Ich schalte den Player ein und höre tatsächlich das piepsende Geräusch einer CD, die eingelesen wird. Ich öffne die Lade und das Gerät spuckt die Scheibe aus.

Kracher-Hits der 80er Jahre!!!

Wunderbar. Der Soundtrack meines ersten Arbeitstages würde also aus vor langer Zeit zu Recht vergessener Pop-Hits bestehen.

Ich schlendere in den Pornokeller, der ebenfalls renoviert worden ist, aber dennoch so muffig riecht wie eh und je.

In der Abstellkammer entdecke ich, dass sogar eine neue Trittleiter angeschafft wurde. Ich nehme sie heraus, klappe sie auf und greife mir eine Rolle Klebeband aus einer Schublade. Aus meinem Rucksack ziehe ich das kleine Kissen, das ich von zuhause mitgebracht habe. Nach einer etwa zehnminütigen Bastelei ist es befestigt.

«Kinder, kommt schnell», seufze ich, «Papa ist wieder zuhause.»

***

Mit einem schleifenden Geräusch springt die CD aus dem Laufwerk, und der Bildschirm zeigt die Meldung, dass alle Kundendaten vollständig übertragen wurden.

Ich werfe einen Blick auf die billige Micky-Maus-Wanduhr: kurz vor neun.

Draußen vor den Schaufenstern tummeln sich bereits Leute, die es nicht abwarten können, bis ich die Videothek aufschließe.

Ich stelle fest, dass einige von ihnen gar nicht unsympathisch wirken, aber was nützt mir das. Sobald sie hier über die Schwelle treten, verwandeln sie sich in Kunden. Und dieser Gedanke lä
;sst mich frösteln.

Normale Menschen wollen freundlich behandelt werden. Kunden wollen hofiert werden.

Normale Menschen diskutieren und schätzen die Meinung anderer Menschen. Kunden haben immer recht.

Normale Menschen kümmern sich um ihre Mitmenschen. Kunden interessieren sich nur für sich selbst.

Ich fühle mich wie der letzte Überlebende einer Kleinstadt, der sich in einer alten Hütte verschanzt hat, während sich draußen bereits eine Horde Zombies versammelt, die ihm «Gehirn, Gehirn» heulend nach dem Leben trachtet.

Ich versuche, mich auf etwas anderes zu konzentrieren, und schlendere die Regale entlang. Es ist schon einige Zeit her, dass ich eine Videothek betreten habe. Auch privat habe ich diese Geschäfte gemieden.

Ich komme an einem Eckregal vorbei, das wie alle anderen Regale an der exakt selben Stelle steht, wo es sich früher auch befunden hat.

Ich rüttle ein wenig daran und erinnere mich lächelnd, dass seinerzeit der Fußboden an dieser Stelle etwas uneben war, so dass einem ständig die Filmcover ...

Etwas Schweres kracht mir hart auf den Schädel. Ich sehe Sterne und gehe stöhnend zu Boden.

Nach kurzer Bewusstlosigkeit komme ich wieder zu mir und sehe, wie mich ein wuchtiges Kunstharz-Monster mit der Aufschrift Silent Hill – Willkommen in der Hölle zähnefletschend anstarrt.

Noch immer zittrig hebe ich die Figur auf und stelle sie zurück auf das Regal, schiebe sie aber so weit nach hinten, dass sie nicht wieder herunterfallen kann.

Ich wanke zurück hinter die Theke und setze mich auf die Trittleiter. Meine Hand ertastet eine riesige Beule unter meinem Haar.

«Scheiß
e», maule ich und massiere meine Schläfen, die beinahe hörbar pochen.

Der Boden ist also noch immer nicht gerade, so viel weiß ich jetzt zumindest.

Ich greife mir meinen Schlüsselbund und gehe zur Tür.

Bis ich öffnen muss, habe ich noch Zeit, so dass ich mir etwas zu essen holen kann. Außerdem wird mir ein kleiner Spaziergang sicher gut tun.

Ich habe die Tür noch nicht ganz geöffnet, als mir schon die ersten Kunden entgegenströmen.

«Machen Sie jetzt auf?»

«Kann ich schon rein?»

«Nehmen Sie auch die Filme aus anderen Filialen zurück?»

«Hast du das neue GTA da?»

«Wie viel Kaution nehmt ihr für ’ne Wii?»

Von allen Seiten prasseln Fragen auf mich ein, die meine Kopfschmerzen nur verschlimmern.

Ich nicke beschwichtigend und ziehe die Tür hinter mir zu.

«Bitte», sage ich. «Ich komme gleich wieder. Wahrscheinlich. Und dann mache ich um zehn auf.»

«Auf meiner Uhr ist schon gleich halb zehn.»

«Auf meiner auch.»

«Sonst macht ihr doch immer um neun auf. Ich muss zur Arbeit, wie stellt ihr euch das vor?»

«Ich bin gleich wieder da. Ich schwöre», sage ich und gehe zwei Schritte zum Nachbargebäude.

Als die Haustür sich hinter mir schließt, höre ich, wie Ruhe in die Meute einkehrt. Anscheinend hat man sich damit abgefunden, dass es noch nicht zehn Uhr ist.

Im Hausflur sehe ich schon die Toilette am Ende des Ganges. Das kleine Bad, bestehend aus Toilette und Waschbecken, ist noch immer neben den S
tufen zu finden.

Wieso auch nicht, denke ich. Das Feuer hat nur die Videothek zerstört, nicht das Nachbarhaus. Also gab es auch keinen Grund, dort etwas zu verändern oder gar zu modernisieren. Ich schließe die Toilettentür ab, damit sich keine ungebetenen Nachbarn einfinden, bevor ich das Gebäude wieder verlasse.

Ich atme durch und überquere die Straße. Auf der anderen Seite gibt es noch immer den...


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