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Michael - Thriller

Benders dritter Fall.
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Produktdetails

Titel: Michael - Thriller
Autor/en: Lothar Wandtner, Alexander Frimberger

EAN: 9783943926088
Format:  EPUB
Benders dritter Fall.
HePeLo-Verlag

24. Oktober 2013 - epub eBook - 400 Seiten

Nach Raphael und Gabriel zieht jetzt der dritte Erzengel eine mörderische Spur durch den Bayerischen Wald

2

Solange ich denken kann, bin ich ein Mensch, der Gewalt ablehnt. Nicht, dass ich mich als unschuldiges Lamm sehe. Nein, ich wusste immer, wann es galt, mit Ellenbogen und Rücksichtslosigkeit meine Ziele zu erreichen. Dennoch lehne ich Gewalt ab. Anne hat mir eine andere Seite gezeigt. Ihr Tod ist schrecklich, natürlich. Aber er hat einen Sinn, wenn ich die richtigen Schlüsse daraus ziehe. Sie hat gesagt, wir haben den Ansatz gefunden, der mir die Lösung meiner Probleme bringen kann. Ich habe eine Chance, mein Schicksal beherrschen zu können. Ich muss nur erkennen wie. Sie hätte mir dabei helfen können, jetzt muss ich alleine zurechtkommen.

Eines liegt offen auf der Hand: Ich bin ein Henker. Einer, der seine Liebste getötet hat und es jetzt wieder tun muss. Und wenn es stimmt, dass ich bereits mehrere Leben hatte, dann will ich wissen, ob sich die Geschichte wiederholt hat. Bin ich ein Henker, ist das meine Aufgabe?

Erstaunlich war für mich, wie gut es mir ging, nachdem Anne tot war. Die ersten Tage waren so unbeschwert, nicht ein Gedanke daran, meinen Schatz auslöschen zu wollen. Doch das Hochgefühl, diese Freiheit, sie lässt wieder nach. Ich spüre es jeden Tag ein wenig mehr, der Drang kehrt zurück. Die Gedanken, die schlaflosen Nächte. Vielleicht war das mit Anne nicht genug. Oder es liegt daran, dass es ein Unfall war. Das war vielleicht der Fehler. Jede Faser meines Körpers schreit schon wieder nach Blut. Doch ich will es nicht, ich will nicht die Liebste töten.

Aber, es gibt wohl nur zwei Lösungsmöglichkeiten, um mich von meinem Fluch zu befreien: Entweder ich töte sie – oder ich töte zuvor noch mich. Annes Tod ist eine so schwere Schuld, die ich mir aufgeladen habe. Ich weiß nicht mehr, was passiert ist, nachdem sie die Treppe hinuntergefallen ist. Ich weiß nur noch, dass ich irgendwann s
päter mit einer Axt in der Hand vor ihr stand und überall nur noch Blut war. Blut und Grauen. Grauen vor mir selbst. Es gibt nur einen Weg: Ich muss mich selbst töten, damit niemand mehr zu Schaden kommt.

Der Wald meiner Kindheit, diese vertraute Umgebung, ist der richtige Platz für mich, um zu sterben. Wie oft habe ich hier gespielt, wie bin ich auf den Bäumen herumgeklettert, habe jeden Fels, jeden Stein, jeden Baum gekannt. Es hat sich nicht viel verändert, seitdem. Da hinten ist der Platz, an dem ich oft gesessen bin. Hier habe ich meine erste, heimliche Zigarette geraucht, als ich fast kein Kind mehr war.

Hier haben mein erstes Mädchen und ich uns geküsst und sie war die Erste, die mir einen Blick unter die Bluse erlaubt hat. Vielleicht haben wir da unsere kindliche Unschuld verloren. Hier liege ich nun und warte auf den Tod. Die Tabletten werden bald wirken.

Anne – alle meine Gedanken kreisen seit Tagen nur noch um sie. Warum denke ich nur an Anne? Warum nicht an SIE, warum nicht an die Liebste von Allen? Weil ich ihr Leben rette, wenn ich mir meines nehme? Nein, weil sie im Moment nicht wichtig ist. Sie ist in Sicherheit.

Ich wollte nicht, dass Anne sterben muss. Ich hasse mich dafür, ihren toten Körper so zugerichtet zu haben. Sie hat etwas Besseres verdient als diesen blutigen Tod. Sie hätte etwas Besseres verdient gehabt, als dass ausgerechnet ich in dieser Nacht bei ihr auftauche. Es ist gut, wenn ich jetzt für meine Schuld bezahle. Es gibt nur diese eine Strafe, und das ist mein Tod. Ich habe Böses getan und wenn ich diesen religiösen Quatsch glauben würde, dann würde ich jetzt Auge um Auge geben, ich würde Gleiches mit Gleichem vergelten. Anne war für mich da – und am Ende war sie nicht mehr am Leben. Ich werde ihr jetzt folgen.

 

Beinahe schon tot lag er auf dem nackten Waldboden, in einer kleinen Nische,
die zwei Felsen bildeten. Die Sonne strahlte ihm direkt ins Gesicht und er spürte, wie ihm langsam die Sinne schwanden und gleichzeitig ein heller Lichtschein immer gleißender wurde, ihn aber dennoch nicht blendete. Eine für ihn bisher ungekannte Sehnsucht erfüllte ihn, die Sehnsucht, Anne zu treffen und sie um Verzeihung zu bitten. Trotzdem die Tabletten ihm das Gehirn vernebelten, musste er innerlich lächeln.

„Entschuldigung, Anne“ – lächerlich.

Da hörte er – und auch das verwirrte ihn – ihre Stimme. Er spürte sie, wie sie neben ihm saß und langsam von zehn herunter zählte. Im Halbdunkel verstand er es als seinen letzten Countdown – doch schon bei fünf erschienen plötzlich Bilder vor seinem Auge. Unbekannte zuerst, doch dann fand er sich schnell in dieser neuen Welt zurecht.

Er hörte die Fragen: „Was hast du an? Wie siehst du aus? Wie alt bist du? Wie heißt du? Wo lebst du? In welchem Jahr befinden wir uns? An welchem Ort befindest du dich? Bist du allein? Wer ist bei dir? Was tust du?“

Er musste nicht überlegen, er wusste die Antworten.

Er war eine Frau, sah sich inmitten eines halb verfallenen Schuppens im Heu liegen, mit nichts an, außer einer dicken, wollenen Unterhose, die bis über die Knie reichte. Er sah sich mit einem völlig verdreckten Gesicht, hässlichen, zottigen Haaren, die wild durcheinander vom Kopf abstanden. „Es ist das Jahr 1637, ich bin in Schweden. Ich bin 29 Jahre alt und heiße Elin. Mein Mann kniet vor mir, er ist rasend vor Wut. Er stinkt, nach Urin, nach Schweiß, nach Schwarzpulver. Nein, ich will das nicht. NEIN! Er greift nach meinem Unterrock. Nein, nicht!“

Ein panischer Schrei hallte durch den einsamen Wald.

„Er hat mich völlig ausgezogen, ich liege vor ihm und er öffnet sein Wams. Mein G
ott, das will ich nicht, das darf nicht sein. Ich muss weg, ich muss kämpfen, muss mich wehren.“ Er sah sich, wie er als wehrloses Opfer, als wehrlose Frau, mit den Händen hektisch um sich schlug und um sich tastete, ob nicht irgendwo im Heu etwas liegen würde, etwas, mit dem er seinem Peiniger den Kopf einschlagen könnte. Doch da war nichts. Der Mann kniete wild schnaufend über ihm, packte ein Bündel Heu und ließ sich auf sein Opfer fallen. Während er in die wehrlose Frau eindrang, packte er mit beiden Händen das Heubündel und drückte es ihr auf das Gesicht, stützte sich selbst dabei mit seinem vollen Gewicht ab. Er ächzte, stöhnte, schnaubte.

Er sah sich als Frau, die da lag, um Luft rang, doch keine bekam, wie sie versuchte, mit den Armen um sich zu schlagen, doch nur ins Leere traf. Wie ihr langsam die Kräfte schwanden, ihr schwarz vor Augen wurde und sie über sich ergehen lassen musste, was geschah. Sie spürte diese hämmernden Schmerzen im Unterleib und rang gleichzeitig nach Luft. Ohne Erfolg. Sie sah ihm in die Augen und er starrte sie wild an. Und in dem Moment, da er die Augen weit aufriss und es ihr schien, als würde er bis in ihre Seele blicken, da spürte sie nichts mehr. Es war vorbei. Sie war tot.

 

Etwa zwei Stunden später wachte er auf. Schweißgebadet, schwindelig, brummender Kopfschmerz. Er war zunächst orientierungslos – doch langsam kehrte die Erinnerung zurück. Und das Leben, es hatte ihn wieder. Er blickte hektisch um sich: Anne, sie musste hier sein, er hat sie doch gespürt. Bis er gewahr wurde, was tatsächlich gerade passiert war. Tage später, als er den Schock des missglückten Suizids und der Selbstrückführung verdaut hatte, begann sein Hirn wieder wie ein Schweizer Uhrwerk zu funktionieren.

 

Das Erlebnis im Wald wird mein Leben für
immer verändern. Ich weiß jetzt, dass da mehr ist, als nur dieser eine Wunsch, meinen Schatz zu töten. Ich trage eine geschundene Seele in mir – und alleine die Tatsache, dass ich die Tabletten überlebt habe, beweist doch, dass ich mich durch den Freitod nicht entziehen kann.

Ich bin hier, um meine Aufgabe zu erfüllen. Wie immer ich mir die Antworten auf meine Fragen auch zurecht drehe: Ich muss mehr wissen, ich muss noch tiefer in meine Seele eindringen.

Natürlich ist es eine Erleichterung zu wissen, ich kann das alleine. Es muss mir nur gelingen, Anne in Erinnerung zu rufen, diesen Abend, die Rückführung mit ihr. Wie es aussieht, geht der Rest von ganz alleine. Ich muss alles erfahren, alles wissen, alles spüren. Und wenn es noch so schrecklich ist. Zumindest hat mir der Versuch, mir das Leben zu nehmen, gezeigt, wie es ist, grausamst getötet zu werden. Erstaunlich, diesen Gestank nach Urin und Schweiß habe ich immer noch in der Nase.

Ich bin ein Henker. Ich bin aber auch ein Opfer. Ich habe getötet, ich wurde vergewaltigt und getötet. Was gibt es noch? Und wie kann ich diese Erkenntnis nutzbar machen? Ich darf es nicht vergessen: Es geht darum, ihr Leben zu retten.

Es gibt nichts Hilfloseres als einen Menschen, der alle möglichen Informationen vor sich liegen hat, doch sich daraus keinen Reim machen kann. Ich muss mein ganz eigenes Puzzle setzen, muss langsam dahinterkommen.

Dabei spüre ich es – leider, schon wieder: Ich will sie töten. Und ich will es nicht. Es gibt wohl nur einen Weg, um mir – und um ihr – Zeit zu verschaffen. Es müssen andere Frauen sterben. So lange, bis ich die Lösung gefunden habe. Die Lösung, die meine Seele ruhen lässt – und die meinen Schatz rettet.

 

Wie so oft reichte die Beweislage nicht, um Michael Faller über längere Zeit einzusperren. Ein
iges sprach gegen ihn, vor allem der Angriff auf Bender. Doch seine Geschichte klang viel zu glaubhaft, als dass Bender daran zweifelte.

Auch wenn drei Dinge ganz klar gegen ihn sprachen: Seine Frau konnte ihm kein wirkliches Alibi geben, er hatte jede Menge Tagesfreizeit und, was am wichtigsten wog, war die Einschätzung Dr. Leopolds.

Er verfolgte die Verhöre höchst aufmerksam. Danach schrieb er Faller eine deutliche Neigung zu impulsivem Verhalten zu, genauso, wie er ihn für jederzeit aggressionsbereit hielt. Es gebe...


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