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Die Maiskolbenmörder

Ein Eifel-Krimi.
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Produktdetails

Titel: Die Maiskolbenmörder
Autor/en: Guido M. Breuer

EAN: 9783784481852
Format:  EPUB
Ein Eifel-Krimi.
Langen - Mueller Verlag

28. Mai 2016 - epub eBook - 256 Seiten

In einem kleinen, verschlafenen Eifeldorf geschehen plötzlich mehrere Morde. Schnell ist eine Verdächtige gefunden: die attraktive Jenny, die mit ihren sexuellen Eskapaden selbst vor dem Pfarrer nicht haltmacht. Und ehe man sichs versieht, sind viele im Dorf auf irgendeine Weise in das Geflecht aus Eifersucht und Erpressung verwickelt: Jennys Ehemann, der Schwiegervater, ein zwielichtiger Detektiv und nicht zuletzt die lesbische Freundin Manuela. Selbst die Frau des Dorfpolizisten hat ihre Finger mit im Spiel! Eine köstliche Parodie auf das vermeintlich friedliche Landleben, in dem sich unerwartete Abgründe auftun.
Guido M. Breuer, geboren 1967 in Düren, war in seinem ersten Leben Bankkaufmann und IT-Berater. Heute lebt und arbeitet er als freier Schriftsteller in Bonn. Er hat mehrere erfolgreiche Eifel-Krimis veröffentlicht.

2

Es ist für das Verständnis des Ablaufes der Geschehnisse durchaus hilfreich, die Uhr noch einmal gut zwei Stunden zurückzudrehen und den guten Pfarrer Sistemich beim Joggen zu beobachten. Auf den ersten Blick mag es verwunderlich erscheinen, einen katholischen Geistlichen mit dem Laufsport in Verbindung zu bringen. Bei näherer Betrachtung ist jedoch ein joggender Gemeindeseelsorger ebenso wenig etwas Besonderes wie ein Rad fahrender Architekt oder ein Golf spielender Zahnarzt.

Dr. Ottmar Sistemich bewegte sich jedenfalls flüssig, leichtfüßig und gar nicht mal langsam durch die blühende Landschaft, die sich um seine Gemeinde herum erstreckte. Und natürlich tat er das nicht in Arbeitskleidung, sondern in einem ganz gewöhnlichen Sportdress. Außerdem war Pfarrer Sistemich kein in Ehren ergrauter Veteran des Katholizismus, sondern ein dynamischer, sportlicher Mann Ende dreißig, der seine blonden Haare in einem modischen kurzen Schnitt trug, welcher seine Sportlichkeit noch unterstrich. Seine Erscheinung als Jogger war also insgesamt alles andere als ungewöhnlich. Zwar sagte man ihm Dinge nach, die dann doch wieder äußerst bemerkenswert waren, doch erstens handelte es sich dabei ausschließlich um Gerüchte, und zweitens soll davon später noch die Rede sein.

Pfarrer Sistemich genoss die warme Luft, das Vögelgezwitscher in den Feldern und war wie fast immer beim Laufen mit Gott und der Welt im Reinen. Das war er nicht gewesen, als er diese Gemeinde als die erste seiner Laufbahn übernommen hatte. Strafversetzt hatte er sich gefühlt, in ein Achthundert-Seelen-Dorf in der Eifel ziehen zu müssen. Doch bald schon hatte er die Nähe zur Natur, die Ruhe in Wald und Feld schätzen gelernt. Und seine kleine Gemeinde war längst nicht so langweilig, wie er anfänglich befürchtet hatte. Und dies lag an den &u
uml;berraschend vielfältigen Charakteren, auf die man in einem kleinen Eifeldorf treffen konnte.

Einer davon, den man nun wirklich nicht zu den unauffälligsten Schafen in der Herde des Dr. Sistemich zählen konnte, kündigte sich dem dahintrabenden Pfarrer durch das Knattern und Grollen seines Gefährtes an, mit dem er sich fortzubewegen pflegte und das er auch an diesem Sonntagnachmittag benutzte, um eine Kontrollfahrt durch seine Felder zu machen. Ottmar Sistemich erkannte den Traktor des alten Bauern Reinartz ohne Mühe. Ruckelnd und dröhnend kam er ihm auf dem unebenen Feldweg entgegen. Das uralte, nach verbrauchtem Fett und Öl stinkende Ungetüm (der Traktor ist gemeint) wankte und hüpfte, ratterte und schwang mit bedenklichen Ausschlägen der ausgeleierten Stoßdämpfer voran. Der kleine, ausgedörrte Mann auf dem Fahrersitz wurde so heftig durchgeschüttelt, dass ihm sicherlich sein Gebiss in hohem Bogen aus dem Munde geflogen wäre, wenn er es denn vor Fahrtantritt angelegt hätte.

Als der Pfarrer nur noch wenige Schritte von der zerbeulten und verrosteten Motorhaube des Traktors entfernt war, lenkte Franz Reinartz sein Gefährt in eine tiefe Spurrille, woraufhin das lärmende Monster einen Satz machte, der es dem Pfarrer gefährlich nahe brachte.

»Herrgott! Puckel, pass doch auf!«, rief Sistemich in seinem Erschrecken aus. Bauer Reinartz brachte den Traktor mit brutal kreischenden Bremsen zum Stehen. Dann kletterte er umständlich aus dem Sitz und auf den Weg.

»Jessesmariajosef, Herr Pfarrer, hätte sich jet jedohn?«, fragte der Alte und kauerte sich vor Dr. Sistemich hin. Das heißt, er stand so gerade, wie er konnte. Aber da er auch in jüngeren Jahren schon kein Riese gewesen war und dazu noch mit fortschreitendem Alter eine überaus auffällige Verkrümmung seines Rückens erlitten hat
te, sah es so aus, als hocke er sich vor den hochgewachsenen Pfarrer hin. Dass Sistemich ihn wenig freundlich in seinem Schrecken als »Puckel« angerufen hatte, war ihm nicht sonderlich aufgefallen, denn jeder im Dorf nannte Franz Reinartz so, auch wenn er nicht gerade von dem alten Bauern mit dem Traktor attackiert wurde.

Aber davon abgesehen hatte der Alte diese Anrede wohl ohnehin kaum gehört, denn er verfügte nicht nur wie jeder Eifelbauer von Geburt an über ein ausgesprochen selektives Gehör, sondern war darüber hinaus eigentlich seit Jahren fast taub. Darum störte ihn auch der trommelfellzerfetzende Lärm, den sein Traktor selbst im Leerlauf noch produzierte, nicht im Geringsten.

»Nein, Herr Reinartz. Ich habe mir nichts getan«, schrie Sistemich, der sich längst wieder in der Gewalt hatte, gegen den mächtigen Diesel an. Der alte Bauer grinste zahnlos und kratzte sich durch seine weißen Bartstoppeln. Dabei löste er etwas ab, an dem der Pfarrer erkennen konnte, dass Franz Reinartz am Sonntagmorgen ein weiches Frühstücksei genossen hatte.

»Jo dann«, sagte Reinartz und schickte sich an, seinen Traktor wieder zu erklimmen. Pfarrer Sistemich wollte noch etwas Freundliches von sich geben und fragte:

»Und, alles in Ordnung auf Ihrem Grund, Herr Reinartz?«

»Jo«, antwortete der Alte. »Usser dat do henge eener in ossem Rapsfeld litt.«

Sistemich verstand zuerst nicht recht. Dann fragte er nach:

»Was soll das heißen, da liegt einer in Ihrem Feld?«

»Jo, ich glööv do litt eener, evver do kümmer ich mich net drum. Dat is de Sach von mengem Jong.«

Der Pfarrer übersetzte in Gedanken flugs die Mundart des Alten und fragte sich, warum dieser sich nicht um einen Toten in seinem Feld zu kümmern brauchte, sondern dies se
inem Sohn zu überlassen gedachte. Sistemich brauchte eine Weile, bis er abgewogen hatte, wie schwachsinnig der alte Puckel einerseits tatsächlich war, welcher Mühe es andererseits bedurfte, der Sache nachzugehen, um dann zu dem Schluss zu kommen, dass es sicher ratsam wäre, doch einmal nachzuschauen, was Franz Reinartz da in seinem Feld hatte liegen sehen.

Pfarrer Sistemich betrachtete den zittrig ausgestreckten Arm des alten Bauern, der den Weg entlangzeigte, schaute von dem schmutzigen Ärmel des unvermeidlichen Arbeitsanzuges über die mit blau schimmernden Adern besetzte Hand bis hin zu dem dürren Zeigefinger, ließ seinen Blick kurz an den mit Erde und Altöl unterlegten Fingernägeln verweilen und dann in die Richtung schweifen, die dieser Finger ihm wies.

Dann setzte er sich in Bewegung und lief eiligen Schrittes hin zu dem Rapsfeld, das sich keine fünfzig Meter entfernt anschickte, das gesamte Blickfeld in ein sattes Gelb zu tauchen. Ottmar Sistemich fand sehr schnell, wonach er beileibe nicht gesucht hatte. Ein junger Mann schaute den Pfarrer sehr überrascht an und er war sehr tot. Der Pfarrer wiederum schaute überrascht zurück, im ersten Moment der Entdeckung mehr verwundert als erschreckt. Er hatte noch nie einen nackten Mann mit erigiertem Glied gesehen (außer sich selbst im Spiegel) und erst recht keinen toten nackten Mann mit erigiertem Glied, der ihn scheinbar dabei auch noch direkt anblickte.

Nach dem ersten Schrecken hockte Ottmar Sistemich sich nieder und fühlte, obwohl er eigentlich schon wusste, dass er eine Leiche vor sich hatte, den Puls. Natürlich fühlte er nichts, denn das Herz des am Boden Liegenden hatte schon seit einiger Zeit zu schlagen aufgehört, ungefähr zu dem Zeitpunkt, als sein Kopf einen offenbar zu heftigen Schlag abbekommen hatte. Der Pfarrer sah das Blut am Kopf des Toten und ließ dessen Handgelenk los.


Schlagartig wurde Dr. Sistemich bewusst, dass er sich an einem Tatort befand. Er bekreuzigte sich und sprach den Segen für den toten Mann, der ihn nach wie vor verständnislos anglotzte und das rituelle Gemurmel des Pfarrers regungslos über sich ergehen ließ. Auch seine beachtliche Erektion ließ sich durch die Anteilnahme Sistemichs nicht erweichen.

»Leggesamasch, wat für ’ne Schwengel«, ließ der alte Reinartz verlauten, der sich jetzt anscheinend doch dafür interessierte, wer in seinem Feld oder vielmehr im Feld seines Sohnes herumlag.

»Herr Reinartz!«, sagte Sistemich vorwurfsvoll. »Ich muss doch sehr bitten!«

Franz Reinartz blieb ungerührt. Er war offensichtlich von dem Gemächt des Toten mehr beeindruckt als von dem Umstand, dass hier ein toter Mensch lag, der vermutlich nicht freiwillig vom Erdenleben Abschied genommen hatte.

»Wir müssen sofort die Polizei verständigen«, sagte Dr. Sistemich mehr zu sich selbst als zu dem Alten.

»Haben Sie ein Handy dabei?«

»Wat, Herr Pfarrer?«

»Herrgott, ein Handy, ein Telefon, ein mobiles!«

»Nee, su jet han ich net«, antwortete Reinartz verwirrt. Dann grübelte er kurz und meinte: »Oder doch, dat Deng von mengem Jong, wat er mir jejovven hät, dat is e Telefon, glööv ich.«

Ottmar Sistemich hob die Hände zum Himmel, dann fragte er:

»Und, wo haben Sie das Ding von Ihrem Jungen, von dem Sie glauben, es sei vielleicht ein Telefon?«

»Dat es om Traktor.«

Sistemich wandte sich von dem Toten ab und lief eilig zu dem immer noch im Leerlauf dröhnenden Ungetüm des Bauern. Er sprang in die arg vibrierende Kabine und sah sich um. Hastig kramte er umher, bis er endlich ein Telefon am Boden fand, versteckt zwischen
Stroh und Erdklumpen. Er schaltete es ein und wischte einen Flecken Kuhmist vom Display. Glücklicherweise wies der Akku genügend Saft auf und es wurde keine PIN abgefragt. Dafür hatte wohl Reinartz junior gesorgt. Sistemich wählte 110 und überlegte, wie er kurz und gehaltvoll den Sachverhalt schildern sollte. Als sich die Polizei in Form einer angenehmen weiblichen Stimme meldete, sagte er:

»Hallo, mein Name ist Ottmar Sistemich. Ich habe in einem Feld nahe Bendenich eine männliche, unbekleidete Leiche...


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