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Luther

Roman. 1. Auflage. Mit 16 Filmfotos.
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Produktdetails

Titel: Luther
Autor/en: Guido Dieckmann

EAN: 9783841207906
Format:  EPUB
Roman.
1. Auflage.
Mit 16 Filmfotos.
Aufbau Digital

6. Februar 2014 - epub eBook - 375 Seiten

Volksheld und Reformator.

Martin Luther war ein faszinierender willensstarker Mensch, der die Welt aus den Angeln hob. Als er im Jahr 1517 seine Thesen verkündet und sich weigert, sie zu widerrufen, macht er sich mächtige und gefährliche Feinde. Nicht allein der Papst, auch der Kaiser versucht, ihn mundtot zu machen, doch Luther widersteht und wird zum Volkshelden und Rebell wider Willen.

Martin Luthers Schicksal schien vorgegeben - er würde Jurist werden, wie es sich seine Familie wünschte. Doch während eines Gewitters verspricht er, sein Leben Gott zu weihen. Gegen den Willen des Vaters tritt er in ein Augustinerkloster ein, als Mönch aber verzweifelt er an den Zuständen der Kirche. Er will, dass seine Kirche die wahre Lehre von Jesus Christus verbreitet, statt Ablasshandel zu betreiben. Damit aber steht er plötzlich im Streit mit der ganzen christlichen Welt.

Das Leben Luthers - packend erzählt.

Von einem der besten deutschen Autoren historischer Romane.

Guido Dieckmann, geboren 1969 in Heidelberg, arbeitete nach dem Studium der Geschichte und Anglistik als Übersetzer und Wirtschaftshistoriker. Heute ist er als freier Schriftsteller erfolgreich und zählt mit seinen historischen Romanen, u.a. dem Bestseller „Luther“ (2003), zu den bekanntesten Autoren dieses Genres in Deutschland. Guido Dieckmann lebt mit seiner Frau an der Deutschen Weinstraße.
Als Aufbau Taschenbuch sind von ihm lieferbar: »Die sieben Templer«, »Luther« sowie »Das Geheimnis des Poeten. Ein historischer Weimar-Krimi«.

Mehr Informationen zum Autor unter www.guido-dieckmann.de

Erstes Kapitel


Der 17. Juli Anno Domini 1505 versprach ein warmer, sonniger Tag zu werden. Ein wolkenloser blauer Himmel spannte sich über den Horizont, so weit man von den Wachtürmen aus blicken konnte. Die Luft roch nach dem Regen der vergangenen Nacht, und auch wenn noch einige Wasserlachen auf der Krämerbrücke sowie der übliche Morast in den verwinkelten Gassen zwischen Anger, Fischmarkt und Domplatz an den heftigen Sturm erinnerten, begrüßten die Menschen von Erfurt den neuen Tag mit Gleichmut und Gelassenheit.

Martin wünschte sich aus ganzen Herzen, es seinen Nachbarn und Kommilitonen gleichtun zu können. Einfach weiterzuleben, als ob nichts geschehen wäre, aber er wußte, daß dies nicht möglich war. Die Stürme, die sein Leben am Galgenhügel vor der Stadt in Gefahr gebracht hatten, waren bestenfalls leiser geworden, verstummt waren sie nicht. Sie tobten durch jede Windung seines Verstandes und sorgten mit unerbittlicher Härte dafür, daß er nicht vergaß, was ihm widerfahren war. Er hatte ein Gelübde abgelegt, dieses galt es nun zu erfüllen.

Wenig später stand Martin im Kreise seiner engsten Freunde und Kameraden vor dem wuchtigen, mit eisernen Dornen beschlagenen Tor des Augustinerklosters an der Comthurgasse. Dreimal setzte er an, sich Einlaß zu verschaffen, dreimal zogen seine Begleiter ihm die Hand zurück. Doch zuletzt machte er sich unter Bitten und Beschwichtigungen von ihnen los und betätigte den bronzenen Klopfer. Er war nicht wirklich bereit, ein Mönch zu werden. Aber er war bereit, ein gegebenes Versprechen einzulösen.

Als der Bruder Pförtner, ein hoch aufgeschossener Mann mit trüben Augen, einige Zeit später das Tor hinter ihm ins Schloß fallen ließ und den schweren Riegel vorschob, klang das Geräusch in seinen Ohren einmal mehr wie ein har
ter, dumpfer Donnerschlag.

Unzählige besorgte Stimmen hatten Martin von dem Schritt abgeraten, der Welt zu entsagen und sich in die Abgeschiedenheit eines Klosters zurückzuziehen. Seine Kollegen hielten es für eine Laune, für die sie keine Erklärung fanden. Gewiß hatte manch einer der jungen Burschen, die gemeinsam mit Martin Vorlesungen und Wirtshäuser besucht hatten, an dem Kameraden einen Hang zur Schwermut festgestellt, doch Martin war es immer wieder gelungen, seine düsteren Stimmungen in ein paar Bechern Wein zu ertränken und mit lustigen Spottreimen auf die Magister und Kanzelprediger der Stadt zu vertreiben. Erfurt wurde »die Turmreiche« genannt, weil sie innerhalb der Stadtmauern außer dem Dom viele Kirchen, Klöster und Kapellen beherbergte. Für die Studenten, deren Professoren oft Ordensmänner waren, gehörte der Besuch der Messe zum üblichen Ablauf eines jeden Werktages. Die meisten waren froh, wenn die religiösen Pflichten erledigt waren und sie sich einem angenehmeren Zeitvertreib widmen konnten. Und nun wollte ausgerechnet Martin Luther, der ideenreichste und geselligste von ihnen allen, seine aussichtsreiche Laufbahn als zukünftiger Advokat oder Beamter der höfischen Kanzlei einfach mit Füßen treten, um ein Pfaffe zu werden? Ein bettelarmes Mönchlein? Keiner von Martins Mitstudenten konnte verstehen, warum er dem gemütlichen Stübchen in der Burse, nahe der Michaeliskirche, eine schmale Klosterzelle vorziehen wollte. Aber offensichtlich sehnte er sich danach, sein weltliches Leben hinter sich zu lassen. Martin hatte sogar seine Bücher, seinen wertvollsten Besitz, verkauft. Nur die Werke der römischen Dichter Vergil und Plautus wollte er mit in die Klausur nehmen.

Zugegeben, das Studium der Theologie mochte einem Mann, der sich zum geistlichen Dienst berufen fühlte, ein glückliches Dasein, neb
st einträglichen Pfründen, bescheren. Schließlich war das Leben, das die hohen kirchlichen Würdenträger führten, alles andere als kärglich oder entbehrungsreich. Glaubte man dem Gerede, so mußten sie trotz ihrer Gelübde nicht einmal auf die Reize einer Frau verzichten. Martin hatte sich jedoch für den Eintritt in einen strengen Orden entschieden, dessen arme Brüder sich trotz ihrer Gelehrsamkeit mit groben Säcken bewaffnet durch die Gassen bewegten und Almosen einsammelten. Bei allem Ansehen, das der Prior des Klosters in der Stadt genoß, waren seine Mönche doch nicht selten dem Spott und Mutwillen des einfachen Volkes ausgesetzt.

Eine Weile standen Martins Kameraden noch zusammen, während in ihrem Rücken die Stadt zum Leben erwachte. Läden wurden aufgeschlagen, Hühner liefen gackernd über das mit Stroh bedeckte Pflaster, der Karren eines Seifensieders rumpelte auf die Brücke zu. Die Blicke der jungen Männer waren indessen starr auf die Klosterpforte geheftet, als hofften sie, das schwere Tor durch die Kraft ihres Willens aus den Angeln heben und ihren Freund zur Umkehr bewegen zu können. Doch schließlich gaben sie es auf und kehrten ins Universitätsviertel zurück.

Martins Vater, der Bergmann Hans Luther, war entsetzt, als er von dem Gelübde seines Sohnes erfuhr. In einem Wutanfall zerfetzte er den Brief, in dem Martin versucht hatte, ihm die Gründe für sein Handeln zu erklären, und warf ihn ins Feuer der rußgeschwärzten Herdstelle. »Dieser elende Lump«, schrie er, ohne daß seine Frau ihn daran hindern konnte. »Nach allem, was ich für ihn getan habe, hält er mich nun zum Narren.« Sein Herz krampfte sich zusammen. Stöhnend ließ er sich auf die harte Eichenbank fallen, die den Blick auf das Holzkreuz in der Wohnstube seines Hauses ermöglichte
. Als er bemerkte, daß vor den Fenstern zur Gasse, die mit in Öl getränktem Pergament überspannt waren, einige Leute stehenblieben und tuschelnd die Köpfe zusammensteckten, übermannte ihn eine Woge aus Resignation und Enttäuschung. »Alles habe ich für ihn getan«, flüsterte er hilflos, während seine Augen den züngelnden Flammen der Feuerstelle folgten, die Martins Brief längst in ein formloses Häuflein Asche verwandelt hatten. »Ich habe ihn auf die Lateinschule nach Magdeburg geschickt, damit ein gelehrter Herr aus ihm wird. Mit der Rute habe ich nicht gespart, wie es meine väterliche Pflicht gewesen ist. Er wird niemals verstehen, welche Hoffnungen sich ein Vater gesunder Söhne macht, weil …« Wutentbrannt sprang er auf und schlug mit der Faust auf den Tisch. »Weil er niemals heiraten und eigene Söhne bekommen kann, solange er mit diesen Betbrüdern durch einen Kreuzgang rennt und Stundengebete herunterleiert.«

Martins Mutter, die den Zornausbruch ihres Gatten mit unbewegter Miene verfolgt hatte, nahm ihren ganzen Mut zusammen und verließ ihren Platz hinter dem Walkrahmen, wo sie seit Tagesanbruch damit beschäftigt war, mit einem Filzhammer feuchtes Manteltuch zu glätten und somit gegen Wind und Kälte undurchlässig zu machen. Sie trat auf ihren wütenden Mann zu und legte ihm besänftigend eine Hand auf die knochige Schulter. Ihre Finger ertasteten einen kleinen Riß unterhalb des Ärmelansatzes. Er mußte ihn längst bemerkt haben, denn seit er mit den städtischen Magistraten zu tun hatte, ging er nicht nur regelmäßig zum Bader, sondern achtete auch geflissentlich auf den Zustand seiner Überröcke, Mäntel und Wämser. Und dennoch hatte er ihr nicht befohlen, den Riß zu flicken. Sie nahm sich vor, am Abend ein wenig länger aufzubleiben und
das Wams in Ordnung zu bringen, sobald ihr Gatte sich in seine Kammer zurückgezogen hatte. Für Martin konnte sie ja nicht mehr sorgen, der würde in Zukunft andere Kleider brauchen: ein weißes Wollhemd, eine Tunika, die bis zu den Fußknöcheln reicht, Skapulier und Kapuze …

»Mein Haus betritt der Junge nicht mehr«, verkündete Hans Luther nach einer Weile entschieden. Wie zur Bekräftigung seiner Worte schüttelte er die Hand seiner Frau ab und nahm die kleine Talglampe von der Eichentruhe. »Kommst du, Margarethe?«

Sie schüttelte langsam den Kopf und deutete stumm auf die Krüge am Spülstein, die sie noch von Resten der Buttermilch säubern und wegräumen mußte. »Vielleicht besteht er die Probezeit nicht«, sagte sie plötzlich, als Hans Luther bereits auf der Stiege stand. Ihre Miene hellte sich merklich auf, sogar die schlaffen Wangen gewannen ein wenig Farbe zurück. »Bevor ein Mönch seine ewigen Gelübde ablegen kann, muß er eine harte Novizenzeit durchlaufen.«

Ihr Mann starrte sie einen Herzschlag lang voller Überraschung an, dann gefror sein Gesichtsausdruck zu einem grimmigen Lächeln. »Mach dir keine unnötigen Hoffnungen, Frau«, sagte er. »Ich kenne meinen Sohn. Wenn Martin eine Probezeit auf sich nimmt, so habe ich keinen Zweifel, daß er sie bestehen wird!«

Martin Luthers feierliche Priesterweihe fand zwei Jahre nach seinem Eintritt ins Kloster und ein Jahr, nachdem er sein Gelübde abgelegt hatte, im Mariendom zu Erfurt statt.

Der Tag, an dem er seine erste Messe in der Klosterkirche las, sollte hernach wie ein Fest begangen werden. Martin schwitzte unter dem kostbaren Ornat vor Aufregung. Mit zitternden Händen stülpte er ein Birett über die kahle Stelle seiner Tonsur, während zwei ältere Mönche mit kr
itischen Blicken um ihn herumliefen, als wollten sie ein Pferd kaufen.

»Vergebt mir, Brüder, aber ihr macht ein Gesicht, als warte der Schinderkarren auf mich und nicht der Hochaltar«, rief Martin aus. »Ist denn mit der Stola etwas nicht in Ordnung? Haben Ratten am Saum genagt?« Ein unruhiges Lächeln huschte über sein Gesicht. »Sagt mir lieber, ob meine Angehörigen schon in der Kirche sind!«

Die beiden Mönche zuckten ungeduldig mit den Schultern und behaupteten, nicht darauf geachtet zu haben. Im nächsten Moment setzte nebenan in der Kirche das Chorlied ein. Ein Strauß aus weihevollen Tönen hallte, gleich einem Engelsgesang, von den schmucklosen Wänden wider; sie ließen...


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