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Ich denke, also bin ich

Grundtexte der Philosophie.
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Produktdetails

Titel: Ich denke, also bin ich

EAN: 9783406664038
Format:  EPUB
Grundtexte der Philosophie.
Herausgegeben von Ekkehard Martens
Beck C. H.

11. März 2014 - epub eBook - 269 Seiten

"Ich denke, also bin ich" - Descartes' berühmter Satz ist nicht zufällig Motto dieses Reiseführers durch zweieinhalbtausend Jahre Philosophie: Hier geht es nicht um trockenes Faktenwissen, sondern um lebendige, zeitgerechte und auch kritische Auseinandersetzung mit elementaren Texten der Philosophie. Von den Vorsokratikern bis zur Gegenwart reicht das Spektrum der Auswahl, die Ekkehard Martens nicht nur sorgfältig zusammengestellt, sondern auch sachkundig interpretiert und kommentiert hat. Angeregt durch eine Fülle von Querverweisen, von sachlichen und biographischen Hintergrundinformationen, nimmt der Leser teil am Gespräch der großen Philosophen. Eine spannende, kompetente und verständliche Einführung in die Philosophie für alle, die selber denken wollen.
Ekkehard Martens ist Professor i.R. für Didaktik der Philosophie an der Universität Hamburg. Seine Hauptarbeitsgebiete sind Antike Philosophie, Ethik, Angewandte Philosophie, Philosophieren mit Kindern und Philosophiedidaktik.

1. Die sieben Weisen: Lebensmaximen


1. Kleobulos

Maßhalten ist das Beste. – Den Vater muß man ehren. – Gern hören und nicht viel reden. – Seinen Mitbürgern das Beste raten. – Herr der Lust sein. – Nichts mit Gewalt tun. – Kinder erziehen. – Den Feind des Volkes als Staatsfeind betrachten. – Beim Weine nicht Sklaven züchtigen; sonst glaubt man, du wärest betrunken. – Ein Mädchen aus gleichem Stande heiraten. Denn nimmst du eine aus vornehmem Geschlecht, erhältst du Herren und nicht Verwandte.

2. Solon

Nichts zu sehr. – Fliehe die Lust, die Unlust gebiert. – Freunde erwirb nicht rasch; die du aber erworben hast, verwirf nicht rasch. – Wenn du gehorchen gelernt hast, wirst du auch zu befehlen verstehen. – Rate deinen Mitbürgern nicht das Angenehmste, sondern das Beste. – Sei gegen deine eigenen Angehörigen milde. – Erschließe das Unsichtbare aus dem Sichtbaren.

3. Chilon

Erkenne dich selbst. – Preise den Gestorbenen glücklich. – Ehre den Älteren. – Wähle lieber Verlust als schimpflichen Gewinn; denn jener bringt nur einmal Gram, dieser immer. – Beherrsche den Zorn. – Gehorche den Gesetzen. – Erleidest du Unrecht, versöhne dich. Wirst du aber mißhandelt, so wehre dich.

4. Thales

Übernimm eine Bürgschaft, und schon ist das Unheil da. – Sei nicht reich durch Schlechtigkeit. – Die Liebe, die du den Eltern erweist, erwarte selber im Alter von deinen Kindern. – Unerfreulich ist Untätigkeit. – Schädlich ist Mangel an Selbstbeherrschung. – Schwer erträglich ist Mangel an Erziehung. – Sei nicht untätig, auch dann nicht, wenn du reich bist. – Laß dich eher beneiden als bemitleiden. &ndash
; Halte Maß. – Trau nicht allen.

5. Pittakos

Den rechten Augenblick erkennen! – Von dem, was du vorhast, sprich nicht. Denn wenn es dir nicht glückt, wirst du verlacht. – Das Land ist sicher; auf das Meer ist kein Verlaß. – Gewinn ist unersättlich.

6. Bias

Die meisten Menschen sind schlecht. – Geh langsam ans Werk; was du aber angefangen hast, bei dem harre aus. – Sei weder gutmütig noch bösmütig. – Was du Gutes vollbringst, das schreibe den Göttern zu, nicht dir.

7. Periander

Gefährlich ist vorschnelles Wesen. – Die Lüste sind vergänglich, die Tugenden unvergänglich. – Im Glück sei mäßig, im Unglück besonnen. – Zeige dich würdig deiner Eltern. – Sei gegen deine Freunde, ob sie Glück oder Unglück haben, immer derselbe.

Bei den Sprüchen der sieben Weisen sind alle drei Punkte umstritten: die Bedeutung der Sprüche, die Zahl sieben und die Eigenschaft Weisheit. Insgesamt wurden in der Antike über zwanzig Persönlichkeiten des sechsten Jahrhunderts v. Chr. im griechischen Mutterland und in dessen kleinasiatischen Siedlungen oder Kolonien als Weise bezeichnet; die Zahl sieben dagegen orientiert sich an einer Aufzählung Platons (Protagoras 343 a). Weise ferner wurden die Männer wegen ihres praktischen Könnens genannt, vor allem als Kaufleute oder Gesetzgeber, sowie wegen ihrer Lebensklugheit und Lebensmaximen. Beides, das praktische Können und eher theoretische Wissen, liegt in der Bedeutung des umgangssprachlichen griechischen „sophos“. Am bekanntesten unter den sieben Weisen sind Thales und Solon. Thales gilt als Begründer der Philosophie, insofern er als erster ein Urprinzip des Ganzen annahm, das Wasser. Weniger spekulative Geister setzen als Beginn der Philosophie e
xakt den 28. Mai 585 v. Chr. an, für den Thales zutreffend eine Sonnenfinsternis berechnet hatte. Zugleich war Thales ein erfolgreicher Kaufmann, der sich rechtzeitig durch wissenschaftliche Wetterprognosen ein lukratives Monopol für Olivenpressen verschaffte – darauf aber sei es ihm, so Aristoteles in der „Politik“, als einem Philosophen nicht angekommen. Solon ferner war legendärer Gesetzgeber Athens und ersetzte das Adelsdurch das Gleichheitsprinzip. Die praktische Lebensweisheit der sieben Weisen schließlich dokumentiert sich in einzelnen Sprüchen oder Lebensmaximen, denen jeder mehr oder weniger zustimmen kann.

Die Bedeutung der Sprüche liegt aber nicht nur in ihrer lebenspraktischen Klugheit als Summe praktischer Lebenserfahrung, vergleichbar anderen Weisheitssprüchen, etwa der jüdischen Tradition, sondern kann auch in einem tieferen Sinn verstanden werden. So ist etwa die Selbsterkenntnis (Chilon) das Hauptmotiv sokratischen Philosophierens (Texte 3, 4) und das Maßhalten (Kleobulos, Thales) das Grundprinzip der aristotelischen Lehre von der Tugend als Mitte zwischen zwei Extremen (Text 9). Inwiefern aber handelt es sich bei den Sprüchen der sieben Weisen um Philosophie und nicht bloß um gehobeneres Sprücheklopfen? Nach Hegel, der in seiner Philosophiegeschichte strenge Noten verteilt, erscheinen uns die Sprüche „zum Teil sehr oberflächlich und abgedroschen“. Er fügt jedoch einschränkend hinzu, daß zwar „unserer Reflexion allgemeine Sätze ganz gewöhnlich“ sind, daß es aber „ein anderes ist, dergleichen Allgemeines in der Form der Allgemeinheit zuerst zur Vorstellung zu bringen“. Daher lassen sich die Sprüche der sieben Weisen als erste philosophische Denkversuche lesen, mit denen zu beginnen sich immer noch lohnt. Gerade in ihrer direkten Art und in ihrer Kürze laden sie zum eigenen
Weiterdenken ein, auch darüber, was eigentlich Philosophie ist. In der weiteren Philosophiegeschichte sind die Einsichten oder Behauptungen der sieben Weise der Sache nach immer wieder variiert und vertieft worden.

 

 

 

2. Parmenides: Das Lehrgedicht vom Sein und Denken


Überall hin, wonach mir der Sinn steht, tragen mich die Rosse. Nachdem sie mich auf den kundereichen Weg gebracht hatten, die Göttinnen, der von Stadt zu Stadt den wissenden Mann führt, brauste ich dahin. Denn es zogen mich die vieles wissenden Rosse, und die Sonnenmädchen wiesen den Weg. Verlassen das Haus der Nacht und zurückgeschlagen die Schleier des Hauptes, lenkten sie zum Lichte die Fahrt, und des Wagens Achse, von zwei wirbelnden Kreisen beflügelt, knirschte pfeifend.

Da steht das lichte Tor der Pfade des Tages und der Nacht – ein Türsturz faßt es ein und eine steinerne Schwelle – riesige Flügeltüren verschließen es; die vielesrächende Dike verwahrt die hin und her vergeltenden Schlüssel. Ihr sprachen die Mädchen schmeichelnd zu, daß sie ihnen den verpflöckten Riegel, den unbeflügelten, vom Tore stoße. Und das Tor, aufspringend, öffnete breit den sonst verschlossenen Schlund: die erzbeschienten Pfosten drehten sich in ihren Pfannen, und gerade hindurch lenkten die Mädchen Pferde und Wagen.

Die Göttin empfing mich, ergriff voll Huld meine Rechte, nahm das Wort und sprach: „Jüngling, der Du, von göttlichen Wagenlenkern geleitet, mit den Rossen, die Dich tragen, Dich unserem Hause nahst, sei mir gegrüßt! Kein geringes Geschick, sondern Themis und Dike leitete Dich, diesen Weg zu nehmen, der da außerhalb ist der von Menschen betretenen Pfade. So sollst Du denn alles erfahren: der wohlgerundeten Wahrheit nie wankendes Herz und das Scheinwesen menschlicher Satzu
ng, die ohne Verlaß ist und ohne Wahrheit. Aber gleichwohl sollst Du auch das erfahren, wie das nur Gesetzte geltend werden sollte und wie solche Geltung alles mit ihrem Scheinwesen hat durchdringen müssen.

Wohlan, so will ich denn sagen – Du aber vernimm und pflege die Kunde –, welche Wege des Suchens und Fragens allein zu sehen sind: der eine, daß es ist und daß nicht nicht sein kann, das ist der Weg der Überzeugung, der die Wahrheit unzertrennlich begleitet. Der andere aber, daß es nicht ist und nicht sein kann – ein Pfad, so sage ich, ganz und gar nicht zu begehen. Denn Nichtsein kannst Du nicht erkennen, noch sagen – es ist nicht zu fassen. Denn es ist dasselbe: daß Erkennen ist und daß Sein ist. Schau im Geiste das Abwesende, obwohl es abwesend ist, gleichwohl als ein beständig Anwesendes! Denn was ist, läßt sich nicht abschneiden, so daß es sich nicht an Sein hielte, weder kann es sich überallhin dem Lauf der Dinge folgend zerstreuen, noch wieder zusammenballen. Sein ist mir ein Allgemeinsames. Von wo ich auch beginne, dorthin kehre ich wieder zurück. Was man sagen und erkennen kann, das muß auch sein, Nichtsein ist nicht. Das Dir ständig zu sagen, halte ich Dich an. Zunächst warne ich Dich daher vor jenem Weg des Suchens. Dann aber auch vor dem, auf dem die Sterblichen einherstraucheln, des Wissens bar, Doppelköpfe. Denn Hilflosigkeit steuert in ihrer Brust einen schwankenden Sinn. So werden sie dahingetrieben, taub zugleich und blind, vor den Kopf geschlagen, urteilslose Scharen, bei denen Sein und Nichtsein als dasselbe gilt und dann wieder nicht als dasselbe, und denen sich jeder Weg in sich selbst zurückwendet. Denn das kannst Du nie erzwingen, daß Nichtseiendes sei. Drum halte von diesem Weg des Fragens fern den Gedanken. Laß Dich nicht durch die Gewohnheit und ihr vieles Erfahren auf ihn zwingen,...

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