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Verschwörung in Wien

Band 90 der Gesammelten Werke.
von Karl May
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Produktdetails

Titel: Verschwörung in Wien
Autor/en: Karl May

EAN: 9783780215901
Format:  EPUB
Band 90 der Gesammelten Werke.
Herausgegeben von Christoph F. Lorenz, Bernhard Schmid
Karl-May-Verlag

19. September 2014 - epub eBook - 560 Seiten

Mit diesem Band wird nicht nur die längere Zeit offen gewesene Lücke in der Reihe geschlossen, sondern auch noch einmal eine echte Sensation geboten - in Gestalt des letzten bisher noch gänzlich unveröffentlichten Prosatextes aus Karl Mays Nachlass: "Der verlorene Sohn"! Nicht zu verwechseln mit Mays gleichnamigem späteren Kolportageroman, handelt es sich hierbei um den spannenden Auftakt einer seiner typischen Erzgebirgischen Dorfgeschichten, die leider Fragment blieb. Zuerst allerdings führt die Titelgeschichte in die österreichische Hauptstadt, wo der aus früheren Bänden bekannte 'Wurzelsepp' wieder einmal auf der Spur krimineller Umtriebe unterwegs ist. Ins manchmal liebenswert heitere, manchmal hinter der Fassade aber auch unheimlich finstere Leben in Dorf und Kleinstadt des sächsischen Erzgebirges geht es in den weiteren Erzählungen: "Aus dem Kelch des Schicksals", "Der Doppelgänger", "Die Laubtaler", "Im Wasserständer" und "Das Dukatennest". Gewohnt souverän und sachkundig kommentiert Christoph F. Lorenz die Entstehungsumstände und literarischen Hintergründe der Texte.
Karl May (1842-1912) ist mit einer Auflage von 100 Mio. Exemplaren - davon allein 80 Mio. aus dem Karl-May-Verlag (inkl. Lizenzen) - der meistgelesene Schriftsteller deutscher Sprache! Seine Werke wurden in mehr als 40 Sprachen übersetzt. Die fremdsprachige Auflage weltweit wird auf weitere 100 Mio. Bände geschätzt.

VERSCHWÖRUNG IN WIEN


Die in Wien so wohlbekannte Equipage des Grafen Senftenberg rollte, von zwei prachtvollen Goldfüchsen gezogen, über den Kolowrat-Ring am Stadtpark vorüber, durch den Stubenring über die Aspernbrücke, bog dann links in die untere Donaustraße und lenkte rechts in die große Mohrengasse ein, wo sie vor einem sehr ansehnlichen Haus hielt, dem anzusehen war, dass es nur von feinen, wohlsituierten Leuten bewohnt wurde.

In dem Wagen saßen drei junge Herren, die sich während der Fahrt in einer mehr als lebhaften Unterhaltung befunden hatten. Obgleich es noch nicht die Zeit des Diners war, schienen sie sich doch bereits in eine sehr animierte Stimmung getrunken zu haben. Sie lachten überlaut und machten sich ganz und gar nichts aus dem Lächeln, mit welchem die Passanten ihnen nachblickten.

Nur einer von ihnen, der Graf selbst, verriet die glückliche Gabe, trotz des kleinen Rausches, den er besaß, die Würde seines Standes leidlich zu bewahren. Die beiden anderen aber waren so ausgelassen, dass er sie öfters durch ein wohlgemeintes „Na, na, pst, pst“ in engere Schranken verweisen musste.

Sie kamen aus einem jener Frühstückslokale, in denen die gutsituierte Jugend ihre Guldennoten anlegt, um dafür im Alter ein mehr oder weniger ausgiebiges Podagra einzuheimsen. Dort hatten sie einige Dutzend Austern verzehrt, mehrere Flaschen Sekt dazu ausgestochen, dann ein kleines Spielchen gemacht, zu welchem natürlich nur ein schwerer aber ‚süffiger‘ Burgunder getrunken werden konnte, und dann hatte es sich herausgestellt, dass Champagner und Burgunder eigentlich nicht gut harmonieren. Die beiden so verschiedenen Gaben des Bacchus waren in den Köpfen der Zecher miteinander in Konflikt geraten, und darüber war den Letzteren der sowo
hl jungen als auch alten Leuten so wohlanstehende Ernst verloren gegangen.

Jetzt hielt die Equipage vor einem Haus in der Mohrengasse. Der Diener sprang vom hinteren Tritt herab und öffnete den Wagenschlag. Er ließ dabei jenes ergeben-pfiffige Gesicht sehen, welches vertraute Domestiken zu zeigen pflegen, wenn sie die Ehre haben, Zeugen einer kleinen, liebenswürdigen Schwachheit ihrer Herren zu sein.

„Hier scheiden wir also, meine Herren“, sagte der Graf. „Steigen Sie mit aus, Baron, oder fahre ich Sie auch nach Ihrer Wohnung?“

Derjenige der beiden anderen, an welchen die Frage gerichtet war, trug einen sehr eleganten, ja ‚feschen‘ Wiener Anzug nach dem allerneuesten Schnitt und Muster. Die Linke war behandschuht, die Rechte nicht. An den Fingern dieser Letzteren glänzten mehrere Ringe, deren Steine nur ein ganz besonderer Kenner für wertlose Nachbildungen hätte erklären können. Er war, das sah man auf den ersten Blick, ein ausgesprochener Dandy und hatte die nachlässige, gelangweilte Haltung jener Flaneure, welche sich in ihren müßigen Stunden – und jede Stunde ist bei ihnen müßig – auf den eleganteren Straßen herumtreiben und dem Leben keinen besonderen Reiz mehr abgewinnen können, weil sie die liebenswürdigen Seiten desselben bereits im Übermaß kennengelernt und genossen haben.

Sein Gesicht war glattrasiert und stark gepudert, vielleicht um gewisse Spuren, welche eine ausverkaufte Jugend zurückzulassen pflegt, weniger bemerkbar zu machen. Seine Brauen und Wimpern waren schwarz gefärbt, um dem Blick des matten Auges mehr Intensität zu erteilen. Die perlenweißen Zähne waren viel zu schön, als dass man sie für echt hätte halten können, und der Mund schien durch Anwendung einer Lippenpomade künstli
ch aufgefrischt worden zu sein. Dies alles gab dem Gesicht etwas Unechtes, Wachsfigurenähnliches und verdeckte trotzdem nicht den Ausdruck scheuer Unsicherheit, welcher darüber ausgebreitet lag und sich in dem ganzen Wesen und Gebaren des jungen Mannes aussprach. Wenn man überhaupt die Erlaubnis hat, einen Menschen mit irgendeinem Tier zu vergleichen, so glich der Baron einer schön gezeichneten und wohlgenährten Katze, welche jeden Augenblick bereit ist, irgendeinem ihr feindseligen Wesen zu entwischen.

„Danke, Graf“, antwortete er. „Ich werde mir die Ehre geben, unseren Künstler zunächst in sein Heim zu geleiten, denn…“

Ein bezeichnender Blick sagte das, was auszusprechen er unterlassen hatte. Der dritte der jungen Herren, von kräftiger Gestalt, dessen kühn geschnittenes Gesicht etwas verlebt aussah, hatte sich jedenfalls den bedeutendsten Rausch angetrunken. Seine Lider waren müd auf die Augen gesenkt, dennoch bemerkte er den Blick des Barons und sagte lachend:

„Lieber Freund, denke nicht, dass du das nötig hast. Ich erreiche meine Bude auch ohne fremde Hilfe.“

„Darüber gibt es ja gar keinen Zweifel, mein Bester. Du wohnst ja im Parterre, aber ohne ein kleines Straucheln wird es nicht abgehen. Darum ist es besser, ich begleite dich. Komm!“

Der Künstler stieg mit Hilfe des Dieners aus dem Wagen. Seine Bewegungen waren schwer und unsicher. Der Baron nickte dem Diener vertraulich zu, ergriff den Künstler beim Arm und wendete sich zum Grafen:

„Sehen wir uns heut Abend wieder?“

„Schwerlich. Ich bin engagiert.“

„Ah! In interessanter Weise?“

„Nicht so, wie Sie denken, mein lieber Baron. Ich bin zum Kommerzienrat Hamberger geladen.

„Puh! Und da gehen Sie?“

„Warum nicht?“

„Zu einem Juden und Parvenü!“

„Pah! Man sieht dort feine Leute; ihretwegen gehe ich hin, nicht seinetwegen.“

„Dann viel Vergnügen! Und morgen natürlich wieder zum Frühstück?“

„Werde eintreffen! Vorwärts, Jean!“

Der Diener war wieder hinten aufgestiegen und die Equipage rollte auf dem hartgefrorenen Boden weiter.

Der Baron geleitete den Künstler die Stufen zum Parterre empor. Ein Livréediener, der beide hatte kommen sehen, öffnete eine Tür, an welcher schwarz auf weißem Porzellan zu lesen war: „Guiseppe Criquolini“. Die beiden traten ein und begaben sich durch das Vorzimmer nach einem kleinen, sehr hübsch ausgestatteten Herrensalon.

Dort fiel der Besitzer des Logis auf die Ottomane, streckte sich lang auf dieselbe aus, die Stiefel ungeniert auf das seidene Sofakissen legend, und sagte:

„Habe doch des Guten zu viel getan! Der Burgunder war vom Teufel gekeltert.“

„Und der Sekt vom Erzengel Michael. Darum wirbelt einem nun Höllisches und Himmlisches im Kopf herum und es ist kein Wunder, wenn der schwache Mensch in diesem Kampf unterliegen muss. Auch mir geht es so ziemlich wie dir. Soll ich vielleicht nach einem Selters klingeln?“

„Tu es! Aber ich mag jetzt vom Wasser nichts wissen. Ersäufe dich also allein darin. Ich werde, wenn du fort bist, ein Schläfchen machen.“

„Vielleicht tu ich das zu Hause auch.“

Er drückte an der silbernen Glocke, welche auf dem Tisch stand. Der Livréediener erschien und erhielt den Befehl, eine Flasche
Selters zu bringen. Er trat, die Tür gleich offen lassend, ins Vorzimmer zurück und brachte das Verlangte herein. Dabei lächelte er auf eine Weise, als ob er sagen wollte: „Habe sie bereitgehalten, denn ich ahnte, was den Herren dienlich sein werde.“

Als er hinaus war, lachte der Baron:

„Hast einen vortrefflichen dienstbaren Geist. Er scheint ein guter Gedankenleser zu sein.“

„Ist kein Wunder! Die drei Wochen, seit denen er bei mir ist, bin ich täglich frühstücken gegangen und ebenso täglich so heiter nach Hause gekommen. Da hat er gelernt, das Selters- oder Sodawasser bereitzuhalten. Ich muss offen gestehen, dass man hier in Wien zu leben versteht.“

„Besonders wenn man sich an Kavaliere, wie Graf Senftenberg einer ist, anschließen darf.“

„Ja. Ein vortrefflicher Kerl! Nicht?“

„Ausgezeichnet! Ich kenne keinen Zweiten.“

„Er muss ungeheuer reich sein!“

„Das hört man allgemein. Er soll bedeutende Besitzungen in Ungarn und Siebenbürgen haben und außerdem auch noch in Preußen und Bayern begütert sein. Er fährt mit den besten Pferden, führt ein brillantes Haus, obgleich er unverheiratet ist, hat die besten Weine und verzieht keine Miene, wenn er einen Tausendguldenschein im Spiel verliert.“

„Wie heut wieder! Mensch, du bist ein Glückskind! Gestern gewonnen, heute gewonnen, alle Tage gewonnen! Du hast mir seit einer Woche sicher dreitausend Gulden abgenommen.“

„Das Spiel ist wetterwendisch. Du wirst wohl bald Revanche nehmen.“

„Pah! Ich gehe nicht darauf aus. Ich will mich amüsieren. Wird dieser Wunsch mir erfüllt, so zähle ich den Mammon
...


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