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Schiffbruch mit Tiger

Roman. Ausgezeichnet mit dem Booker Prize 2002 und dem Deut…
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Produktdetails

Titel: Schiffbruch mit Tiger
Autor/en: Yann Martel

ISBN: 3596156653
EAN: 9783596156658
Roman. Ausgezeichnet mit dem Booker Prize 2002 und dem Deutschen Bücherpreis, Kategorie Internationa.
Originaltitel: Life of PI.
'Fischer Taschenbücher Allgemeine Reihe'.
Übersetzt von Manfred Allie, Gabriele Kempf-Allié
FISCHER Taschenbuch

1. August 2004 - kartoniert - 384 Seiten

Schiffbruch mit Tiger? Diese Geschichte würden Sie nicht glauben? Kein Wunder. Fantastisch. Verwegen. Atemberaubend. Wahnsinnig komisch. Eine Geschichte, die Sie an Gott glauben lässt.
Pi Patel, der Sohn eines indischen Zoobesitzers und praktizierender Hindu, Christ und Muslim erleidet mit einer Hyäne, einem Orang-Utan, einem verletzten Zebra und einem 450 Pfund schweren bengalischen Tiger namens Richard Parker Schiffbruch. Bald hat der Tiger alle erledigt - alle, außer Pi. Alleine treiben sie in einem Rettungsboot auf dem Ozean.
Eine wundersame, abenteuerliche Odyssee beginnt.
"Martel schreibt wie ein leidenschaftlicher Paul Auster."
Times Literary Supplement

"Eine Reminiszenz an Italo Calvino."
Independent on Sunday
Yann Martel wurde 1963 in Spanien geboren. Er wuchs in Costa Rica, Frankreich, Mexiko, Alaska und Kanada auf, als Sohn eines Diplomaten, und lebte später im Iran, in der Türkei und in Indien. Sein Roman >Schiffbruch mit Tiger< erschien in über 50 Ländern, wurde millionenfach verkauft und 2002 mit dem Man Booker Prize ausgezeichnet. Die Verfilmung von Regisseur Ang Lee wurde 2013 mit vier Oscars prämiert. Yann Martel lebt mit seiner Familie in Saskatoon, Kanada.
Es war Richard Parker, durch den ich Ruhe fand. Das ist die Ironie dieser Geschichte, dass gerade der, der mich zu Anfang so sehr ängstigte, dass ich darüber fast den Verstand verlor, am Ende derjenige war, der mir innere Ruhe und Lebenssinn gab, ja ich möchte fast sagen: Harmonie.

Er sah mich forschend an. Nach einer Weile erkannte ich diesen Blick. Ich war damit aufgewachsen. Es war der Blick eines zufriedenen Tiers, das von seinem Käfig oder seiner Grube aus die Welt betrachtet, so wie unsereiner vom Restauranttisch nach draußen sehen würden, wenn nach einem guten Essen die Zeit gekommen ist, wo man plaudert oder dem Treiben auf der Straße zusieht. Offensichtlich hatte Richard Parker eine gute Portion Hyäne vertilgt und so viel Regenwasser getrunken, wie er wollte. Diesmal bleckte er nicht die Zähne, und er knurrte und fauchte auch nicht. Er betrachtete mich einfach, sah mir zu, ernst, doch nicht drohend. Er drehte die Ohren und legte den Kopf schief, bald in die eine, bald in die andere Richtung. Es war alles so, nun, katzenhaft. Er sah wie eine große, liebe, wohlgenährte Hauskatze aus, ein 450 Pfund schwerer Kater.

Er stieß einen Laut aus, ein Schnauben durch die Nasenlöcher. Ich spitzte die Ohren. Er schnaubte noch einmal. Ich staunte. War das das Prusten?

Tiger können eine ganze Reihe von Geräuschen machen. Es gibt mehrere Formen von Knurren und Fauchen, das lauteste darunter wohl das Aaonh aus vollem Halse, das Männchen und läufige Weibchen vor allem in der Brunstzeit ausstoßen. Es ist ein Schrei, der noch in größter Entfernung zu hören ist, und er lässt das Blut in den Adern gefrieren, wenn man ihn aus nächster Nähe hört. Tiger kommentieren es mit einem Wuff, wenn man sie überrascht, einer kurzen, klaren Explosion der Wut, heftig genug, dass man sofort das Weite suchen würde, wären die Beine nicht starr vor Schreck. Beim Angriff brüllt ein Tiger in kurzen, kehligen Stößen wie ein Husten. Ebenfalls guttural, doch in anderer Tonlage
, ist das drohende Knurren. Außerdem zischen und fauchen Tiger, was je nach der Stimmung, die sie damit ausdrücken wollen, klingen kann wie raschelndes Herbstlaub, nur ein wenig kräftiger, oder, wenn es ein wütendes Fauchen ist, wie eine riesige Tür, die sich langsam in rostigen Angeln dreht - und in beiden Fällen läuft es einem dabei kalt den Rücken herunter. Und das sind noch nicht alle Tigerlaute. Sie können brummen und stöhnen. Sie schnurren auch, wenn auch nicht so melodisch und so häufig wie Kleinkatzen und nur beim Ausatmen. (Nur die Kleinkatzen schnurren beim Ein- und beim Ausatmen. Das ist eines der Merkmale, an denen man die beiden Gruppen unterscheidet. Ein Zweites ist das Brüllen: Nur Großkatzen brüllen. Worüber man froh sein kann. Die Hauskatze würde wohl viel von ihrer Beliebtheit einbüßen, wenn eine Mieze ihr Missfallen durch Brüllen zum Ausdruck bringen könnte.) Selbst miauen können Tiger, mit einer ähnlichen Intonation wie die Hauskatze, allerdings lauter und tiefer, sodass es kaum jemand als Aufforderung ansehen würde, das Kätzchen auf den Arm zu nehmen. Und natürlich können Tiger auch majestätisch schweigen.

All diese Laute hatte ich in meiner Kindheit gehört. Nur das Prusten nicht. Dass es so etwas gab, wusste ich nur, weil Vater mir davon erzählt hatte, und der wusste es aus seinen Fachbüchern. Nur ein einziges Mal hatte er es selbst gehört, auf einem Arbeitsbesuch im Zoo von Mysore, von einem jungen Tiger, der mit Lungenentzündung auf der dortigen Veterinärstation lag. Das Prusten ist unter allen Tigerlauten der leiseste, ein leichtes Schnauben, mit dem sie zu verstehen geben, dass sie friedlich und guter Absicht sind.

Noch einmal hörte ich Richard Parker prusten, und dies-mal rollte er mit dem Kopf dazu. Es sah aus, als wolle er mich etwas fragen.

Ich sah ihn an, bestaunte ihn, so sehr er mich auch schreckte. Da keine unmittelbare Gefahr bestand, wurde mein Atem allmählich gleichmäßiger, mein Herz schlug mir nicht me
hr ganz bis zum Halse, und mein Verstand kehrte nach und nach zurück.

Ich musste ihn zähmen. Das war der Augenblick, in dem ich begriff, dass es keine andere Möglichkeit gab. Es ging nicht darum, ob er oder ich durchkam, sondern wir mussten beide durchkommen. Wir saßen, und das nicht nur im übertragenen, sondern auch im wahrsten Sinne des Wortes, im selben Boot. Wir mussten miteinander leben - oder miteinander sterben. Es war denkbar, dass er durch einen Unfall umkam oder dass er an natürlichen Ursachen starb, aber es wäre abwegig gewesen, sich auf einen so unwahrscheinlichen Fall zu verlassen. Eher war das Schlimmste zu erwarten: dass einfach nur die Zeit verstrich und seine robuste Natur mein schwächliches Menschenleben mühelos über-dauern würde. Nur wenn ich ihn zähmte, konnte ich ihn vielleicht überlisten und es so einrichten, dass er vor mir starb, wenn denn nun wirklich einer von uns sterben musste.

Aber das ist nicht alles. Ich will es nicht verschweigen. Ich will das Geheimnis verraten: Etwas in mir war froh, dass Richard Parker da war. Etwas in mir wollte nicht, dass Richard Parker starb, denn dann blieb ich allein zurück, allein mit meiner Verzweiflung, und das war ein Feind, der noch unbezwingbarer war als ein Tiger. Wenn ich überhaupt noch den Willen zum Leben hatte, dann verdankte ich ihn Richard Parker. Er sorgte dafür, dass ich nicht zu viel an meine Familie dachte, an das entsetzliche Unglück, das mir widerfahren war. Er drängte mich zum Leben. Ich hasste ihn dafür, aber zugleich war ich ihm auch dankbar. Ich bin ihm dankbar. Die simple Wahrheit ist: Ohne Richard Parker wäre ich heute nicht hier. Dass ich heute mei-ne Geschichte erzählen kann, verdanke ich Richard Parker.

Ich blickte in die Runde, hinaus zum Horizont. War das denn nicht die perfekte Manege, kreisrund, nirgends eine Ecke, in die er sich drücken konnte? Ich blickte hinunter zum Meer. War das nicht ein unerschöpflicher Vorrat an Leckerbissen, mit denen ich ihn
belohnen konnte, wenn er gehorchte? An einer der Schwimmwesten baumelte die Pfeife. War das nicht eine gute Peitsche, mit der ich ihn in Schach halten konnte? Was fehlte mir denn, um Richard Parker zu dressieren? Die Zeit? Es konnte Wochen dauern, bis ein Schiff vorbeikam. Ich hatte alle Zeit der Welt. Entschlossenheit? Die schiere Not würde für Entschlossenheit schon sorgen. Die Sachkenntnis? War ich denn nicht der Sohn eines Zoodirektors? Der Lohn? Gab es einen größeren Lohn als das Leben? Eine größere Strafe als den Tod? Ich blickte Richard Parker an. Meine Panik war verflogen, die Angst bezwungen. Wir würden es schaffen.

Tusch. Trommelwirbel. Die Vorstellung beginnt. Ich richtete mich auf. Richard Parker beobachtete mich. Nur mit Mühe hielt ich mein Gleichgewicht. Hereinspaziert, meine Damen, meine Herren!, brüllte ich, Jungs und Mädels, sucht euch einen Platz, aber schnell! Herein mit euch! Ihr wollt doch nicht zu spät kommen! Nehmen Sie Platz, Damen und Herren, und seien Sie gespannt. Öffnen Sie die Augen, öffnen Sie die Herzen, warten Sie auf die Wunder, die wir Ihnen zeigen.

Im Original verrät Yann Martels Titel "Life of Pi" wenig über den Inhalt seines Romans, mit dem er über Nacht international berühmt wurde, nachdem er den renommierte Booker Prize 2002 dafür erhielt. Im Deutschen ahnt man schon ein wenig, auf was man sich mit der Lektüre "Schiffbruch mit Tiger" einlässt. Doch, wie gesagt, es ist nur eine Ahnung. "Ich weiß, was Sie wollen. Sie wollen eine Geschichte, die Sie nicht überrascht. Eine, die Ihnen bestätigt, was Sie schon wissen. Eine, die Sie nicht weiter und nicht tiefer blicken lässt, eine, die Sie nicht mit neuen Augen betrachten müssen. Sie wollen eine zweidimensionale Geschichte. Eine leblose Geschichte. Die Dürre der Wirklichkeit, in der keine Saat aufgeht." Wenn Sie alle obigen Sätze mit einem Kopfschütteln beantwortet haben, dann sollten Sie schleunigst zu Yann Martels Buch greifen, denn Sie sind genau der richtige Leser für seine absolut haarsträubende Story. Pi, eigentlich ist der Junge auf den etwas ungewöhnlichen Namen Piscine getauft, lebt zusammen mit seiner Familie in Indien. Am liebsten beschäftigt er sich mit den unterschiedlichen Religionen. Bei den Hindus wird er ebenso gern gesehen wie bei den Christen und den Moslems. Und seine besten Freunde sind die Tiere, denn seine Klassenkameraden hänseln Piscine oft genug wegen seines Namens. Die Verwandtschaft zu "Pisser" und alles was damit zusammenhängt ist zu offensichtlich. Mit der Abkürzung Pi ist den Spöttern der Wind aus den Segeln genommen. Seiner Tierliebe kann Pi hemmungslos frönen, ist doch sein Vater der Besitzer eines kleinen Zoos. Allerdings zwingt die politische und wirtschaftliche Situation in den 70er-Jahren die Familie dazu, nach Kanada zu Verwandten auszuwandern. Leider können sie nicht alle Zoobewohner verkaufen und so begleitet eine kleine Menagerie die Familie mit dem Schiff nach Westen. Bei der Überfahrt kommt es zur Katastrophe: das Frachtschiff sinkt. Nur Pi kann sich durch eine glückliche Fügung in ein Rettungsboot retten. Doch er ist nicht allein an Bord. Eine Hyäne hat sich schon den besten Platz reserviert, ein Tiger kommt dazu und auf einer riesigen Menge Bananen treibt ein Orang-Utan heran. Nach einer mehrmonatigen Reise, es sind genau 227 Tage, zählen nur noch Pi und der Tiger namens Richard Parker zur Besatzung. Wie es dazu kommt? Das ist eine Abenteuergeschichte der Extraklasse, eine Robinsonade, die mit ihren unerwarteten Wendungen und ihrem ungewöhnlichen Personal die Leser in Atem hält. Gleichgültig, welche Bücher Sie bisher gelesen haben, eine solche Geschichte war garantiert noch nicht dabei. Selbst wenn Sie glauben, dass es für einen Menschen ganz und gar unmöglich ist, zusammen mit einem Tiger Schiffbruch zu erleiden und auch noch zu überleben, dann hat Yann Martel noch an eine ganz andere Möglichkeit gedacht. Aber lesen Sie selbst. © Manuela Haselberger
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Bewertungsstern, voll Bewertungsstern, voll Bewertungsstern, voll Bewertungsstern, voll - von Libero - 05.08.2009 zu Yann Martel „Schiffbruch mit Tiger“
Dass dieses Buch polarisiert, kann ich gut verstehen. Man muss in der Lage sein, sich in eine Situation hineinzuversetzen, die mehr als ungewöhnlich ist und in vielen Wendungen auch sehr unwahrscheinlich. Aber was ist Kunst? Auf einem Bild mit blauen Pferden sind eben keine Pferde zu sehen, sondern eine künstlerische Idee. Ich konnte mit Piscine Molitor Patel mitleben und mitleiden und mich haben die Einfälle von Yann Martel wirklich begeistert. Seine Abenteuer für den kleinen Pi haben mich lange nachdenken lassen, was es bedeutet, sein Leben selber in die Hände zu nehmen.
Bewertungsstern, voll Bewertungsstern, voll Flaute - von Polar - 03.03.2008 zu Yann Martel „Schiffbruch mit Tiger“
Booker Prize, Deutscher Bücherpreis! Das muss ein Roman sein, der einen umhaut, wenn Deutsche und Engländer sich ausnahmsweise einmal einig sind, was Unterhaltungsliteratur ausmacht. Zu Anfang sieht man sich einem Spaß ausgesetzt: Tiere, Tiger und Menschen in einem Boot und nichts zu fressen an Bord. Dann glaubt man, sich einem tiefen philosophischen Sinn gegenüber, der sich um das Sein und das Nichts dreht und den letzten Fragen der Menschheit auf amüsante Weise zugewandt ist. Schließlich, vorausgesetzt man hat nicht aufgegeben, hofft man noch einmal wie auf den ersten Seiten schmunzeln, den Wagemut des Autors bewundern zu dürfen, sich einer solchen Geschichte zu stellen. Doch dann bricht die große Langweile über einen ein, und man hält lediglich durch, um herauszufinden, wie das Ganze endet. Auch dass nicht gerade ein Höhepunkt. Warum also all die Lobeshymnen, die Preise? Manchmal ist es mit der Literaturkritik so wie mit dem Tiger: Man hat schon so vieles gefressen, und auch wenn der Magen knurrt, will niemand auf offener See alleine sein. Zumal wenn der letzte Begleiter einmal gefressen, spätestens am nächsten Morgen der Hunger zurückkehrt. Mit wem reden, mit wem einer Meinung sein? Etwas für Tierliebhaber, für Seeleute an Land, für Hungrige, die gerne debattieren und für die Liebhaber von Badewannenwasserabenteuern.
Bewertungsstern, voll Bewertungsstern, voll Bewertungsstern, voll Bewertungsstern, voll Das Schiff sank. - von Christine Rusch-Walter (ameis buchEcke) - 25.11.2006 zu Yann Martel „Schiffbruch mit Tiger“
Es gab einen Ton von sich wie ein riesiges metallisches Rülpsen. Sachen blubberten an die Oberfläche, dann verschwanden sie. Alles brüllte: der Wind, die See, mein Herz. Vom Rettungsboot sah ich etwas im Wasser. Richard Parker !, rief ich. Richard Parker, bist du das ? So beginnt der zweite Teil des Romans Schiffbruch mit Tiger. Pi Patel, der Sohn eines Zoodirektors aus Indien, ist der Held des Geschehens. Als 16-jähriger verlässt er mit seinen Eltern, seinem Bruder sowie mit einigen exotischen Tieren und dem bengalischen Tiger Richard Parker sein Land, um nach Kanada auszuwandern. Doch der Frachter sinkt und Pi Patel verbringt mit dem Tiger Richard Parker 227 Tage auf dem Rettungsboot, eine spannende und abenteuerliche Handlung zwischen Odyssee und Robinsonade. Dies lässt der Autor Yann Martel sehr spannend und dem ersten Anschein nach überaus realistisch von einem Journalisten erzählen, der den Helden lange interviewen konnte. Für seinen Roman, bei dem gegen Schluss die Wirklichkeitsebenen mehrdeutig verschwimmen, hat er den Booker Prize 2002 erhalten.
Bewertungsstern, voll Bewertungsstern, voll Bewertungsstern, voll Bewertungsstern, voll Bewertungsstern, voll Ein verteufelt spannender, aber auch wunderbar charmant erzählter Abenteuerroman - von Elisabeth Stein-Salomon (Akademische Buchhandlung Knodt) - 13.11.2006 zu Yann Martel „Schiffbruch mit Tiger“
Dieser mit dem renommierten Booker-Preis ausgezeichnete Roman erzählt die Geschichte des Jungen Pi, Sohn eines indischen Zoobesitzeres, der sich nach einer Schiffskatastrophe auf einem großen Rettungsboot wieder findet-zusammen mit einer Ratte, einer Hyäne, einem verletzten Zebra, einem Orang-Utan und einem imposanten bengalischen Tiger mit Namen Richard Parker. Er schafft es, 227 Tage als Schiffbrüchiger den Naturgewalten zu trotzen und dabei noch den Tiger in unmittelbarer Nähe in Schach zu halten. Yann Martel versteht es, den Leser an die Seite seiner Hauptfigur zu versetzen, so dass man beim Lesen öfter Lust auf einfach nur ein Glas kaltes Wasser bekommt oder sich dringend das Meersalz von der sonnenverbrannten Haut waschen möchte... Ein verteufelt spannender, aber auch wunderbar charmant erzählter Abenteuerroman, der ganz nebenher erfrischend unkonventionelle Einsichten in philosophische und naturwissenschaftliche Felder gewährt.
Bewertungsstern, voll Bewertungsstern, voll Bewertungsstern, voll Bewertungsstern, voll Fantastisch, verwegen, atemberaubend - von Ilse Junker (Buchhandlung Viola Taube) - 09.11.2006 zu Yann Martel „Schiffbruch mit Tiger“
Diese Geschichte ist fantastisch, verwegen, atemberaubend und wahnsinnig komisch. Picine Molitor Patel, kurz Pi, der Sohn eines indischen Zoobesitzers und praktizierender Hindu, Christ und Muslim erleidet mit einer Hyäne, einem Orang-Utan, einem verletzten Zebra und einem 450 Pfund schweren bengalischen Tiger namens Richard Parker Schiffbruch. Bald hat der Tiger die Zahl der Passagiere dezimiert - nur Pi überlebt. Alleine treiben die beiden in einem Rettungsboot auf dem Ozean. Eine wundersame, abenteuerliche Odyssee beginnt und zugleich ein wunderbares Leseabenteuer (vor allem dieser Teil der Geschichte zieht in seinen Bann.) Das Buch wurde mit dem renommierten Booker-Price ausgezeichnet. Die Jury kommt zu dem bemerkenswerten Schluss, dass diese Lektüre wieder an Gott glauben lasse... Nun, das bleibe einmal dahingestellt. Um eine Geschichte, die aus dem Rahmen fällt handelt es sich aber allemal.
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