Johnny ist ein sympathischer Junge, der ein großes Herz hat. Ihm merkt man auf der einen Seite an, wie sehr er sich vor den Geistern fürchtet, auf der anderen Seite lässt er sich aber dennoch nicht unterkriegen und versucht, seine Angst zu besiegen. Dies hat mir sehr an ihm gefallen. Zeigt es doch, dass es in Ordnung ist, auch mal Angst zu haben, man sich von dieser aber nicht lähmen lassen sollte. Zudem haben mir sein Durchhaltevermögen, sein Einfühlungsvermögen den Geistern gegenüber und sein Wille, ihnen zu helfen, gefallen.
Die Geisterjagd war durchweg spannend. Zumal es bei einigen Geistern leicht ist, ihnen zu helfen, bei anderen aber ziemlich knifflig. Durch diesen Mix fühlt man sich aufgefordert, mitzudenken und zu rätseln, wie man den Geistern helfen kann. Dies habe ich sehr gerne getan und war ziemlich gespannt, was Johnny alles so herausfindet und auch, was der Schädel Erasmus für ein Geheimnis hat.
Richtig unsympathisch war mir hingegen sein bester Freund Russell. Nicht nur, dass er Johnny kein Wort glaubt, muss alles nur nach seiner Nase gehen und er spielt sich für meinen Geschmack zu sehr auf, obwohl er im Grunde nichts tut. Zum Glück hat der Schädel Erasmus von Rothenburg alles wieder herausgerissen. Dieser hat zwar ein loses Mundwerk, kommandiert Johnny einige Male herum, hilft ihm aber auch jederzeit und teilt sein Wissen über Geister mit ihm. Zudem habe ich mich immer wieder über seine frechen Sprüche amüsiert, durch die die gruselige Handlung aufgelockert wurde.
Fazit:
Eine spannende und gruselige Geschichte, in der wir den 12-jährigen Johnny Sinclair bei seinen ersten Versuchen als angehender Geisterjäger begleiten. Diese laufen nicht immer glatt, wodurch durchweg für Spannung gesorgt ist. Zudem habe ich mich immer wieder über den Schädel Erasmus von Rothenburg wegen seiner frechen Sprüche und vorlauten Art amüsiert. Gerade durch ihn wird die gruselige Handlung immer wieder aufgelockert, wodurch diese gar nicht mehr so gruselig wirkt.