eBook.de : Ihr Online Shop für eBooks, Reader, Downloads und Bücher
Connect 01/2015 eBook-Shops: Testsieger im epub Angebot, Testurteil: gut Die Welt: Kundenorientierte Internetseiten Prädikat GOLD
+49 (0)40 4223 6096
€ 0,00
Zur Kasse

Eine Liebe, in Gedanken

Roman. Originalausgabe.
Sofort lieferbar
Buch (gebunden)
Buch € 20,00* inkl. MwSt.
Portofrei*
Dieses Buch ist auch verfügbar als:

Produktdetails

Titel: Eine Liebe, in Gedanken
Autor/en: Kristine Bilkau

ISBN: 3630875181
EAN: 9783630875187
Roman.
Originalausgabe.
Luchterhand Literaturvlg.

12. März 2018 - gebunden - 254 Seiten

"Eine Liebe, in Gedanken" erzählt von Liebe und Lebenslügen, von den Hoffnungen und Träumen der im Krieg geborenen Generation, vom Gefühl des Aufbruchs und Umbruchs der Sechziger Jahre. Kristine Bilkau hält uns einen Spiegel vor: Wie viel Intensität, Risiko und Schmerz lassen wir zu, wenn es um unsere Gefühle und Beziehungen geht?

Hamburg, 1964. Antonia und Edgar scheinen wie füreinander gemacht. Sie teilen den Traum von einer Zukunft fern von ihrer Herkunft. Im Krieg geboren und mit Härte und Verdrängung aufgewachsen, wollen die Welt kennenlernen, anders leben und lieben als ihre Eltern. Edgar ergreift die Chance, für eine Außenhandelsfirma ein Büro in Hongkong aufzubauen. Toni soll folgen, sobald er Fuß gefasst hat. Nach einem Jahr der Vertröstungen löst Toni die Verlobung. Sie will nicht mehr warten und hoffen, sondern endlich weiterleben.

Tonis und Edgars Leben entwickeln sich auseinander, doch der Trennungsschmerz zieht sich wie ein roter Faden durch beide Biographien. Toni lebt in dem Konflikt zwischen ihren Idealen von Freiheit und Unabhängigkeit und dem Wunsch, sich zu binden, um Edgar zu vergessen. Fünfzig Jahre später, nach dem Tod ihrer Mutter fragt sich Tonis Tochter: War ihre Mutter gescheitert oder lebte sie, wie sie es sich gewünscht hat: selbstbestimmt und frei? Wer war dieser Mann, den sie nie vergessen konnte? Die Tochter will ihm begegnen, ein einziges Mal.

Kristine Bilkau, 1974 geboren, studierte Geschichte und Amerikanistik. Ihr erster Roman "Die Glücklichen" fand ein begeistertes Medienecho, wurde mit dem Franz-Tumler-Preis, dem Klaus-Michael-Kühne-Preis und dem Hamburger Förderpreis für Literatur ausgezeichnet und in mehrere Sprachen übersetzt. Sie lebt mit ihrer Familie in Hamburg.
Jetzt reinlesen: Leseprobe(pdf)
"Es liegt eine Magie über diesem Roman, jene Magie, die von großartigen Bildern ausgeht, die einen nicht loslassen." Tanja Jeschke / Stuttgarter Zeitung
Kundenbewertungen zu Kristine Bilkau „Eine Liebe, in Gedanken“
Durchschnittliche Kundenbewertung
review.image.5 review.image.5 review.image.5 review.image.5 review.image.3 6 Kundenbewertungen
Veröffentlichen Sie Ihre Kundenbewertung:
Kundenbewertung schreiben
Bewertungsstern, voll Bewertungsstern, voll Bewertungsstern, voll Bewertungsstern, voll Bewertungsstern, voll Eine Liebe, fast nur in Gedanken - von Pedi - 04.06.2018 zu Kristine Bilkau „Eine Liebe, in Gedanken“
"Ich möchte an meiner Straße am Fenster sitzen und glauben, dass jeder, der vorbeigeht, ein Leben lebt, glücklich oder unglücklich, aber tief." Ein Zitat der finnischen Malerin Helene Schjerfbeck, die im neuen Roman von Kristine Bilkau zwar nur indirekt vorkommt, das Buch aber auf eine besondere Weise begleitet. Es gibt diese Bücher, die von Anfang an gefangen nehmen, die zur Leserin sprechen, als wären sie für sie geschrieben. "Eine Liebe, in Gedanken" ist ein solches Buch. Es erzählt eine Liebesgeschichte, die eine Lebensgeschichte ist, und es erzählt vom Abschied einer Tochter von ihrer Mutter. Die Erzählsituation ist keine neue. Eine Mutter ist gestorben, die Tochter stößt beim Ausräumen der Wohnung auf Zeugnisse aus deren Leben, Dinge, Briefe, Fotos. Manches vertraut, anderes neu und unbekannt. Es ist ein liebevolles, zärtliches Gedenken. Es gab sicher auch Spannungen zwischen Mutter und Tochter, der freiheitsliebenden, nach zwei Scheidungen alleinerziehenden und immer etwas chaotischen Antonia und der um Beständigkeit bemühten, pragmatischen Tochter, der Ich-Erzählerin. Man kennt das, oft sucht die folgende Generation im Leben das, was sie in frühen Jahren vermisste. (Nur um oft im eigenen Alter zu erkennen, wie sehr man sich doch unter Umständen gleicht.) "Eine hatte Freiheit gesucht. Ihre Tochter hatte sich nach Beständigkeit gesehnt. Und deren Tochter sehnte sich wieder nach Freiheit." Nie ein Geheimnis gemacht hat Antonia um Edgar, ihre einst große Liebe. Die Geschichten um ihn waren stets präsent, auch wenn sie bis zuletzt ein Geheimnis umwehte. 1964 haben sich die beiden kennengelernt, der höfliche, galante Mann und die kesse, in ihrer Zeit moderne Frau. Die frühen Sechziger Jahre waren in vielem eine Übergangszeit, noch herrschte in vielem die Moral der Fünfziger Jahre, verbot die Vermieterin Herrenbesuch und waren die Berufsaussichten für Frauen oft auf Sekretärinnen-, Verkäuferinnen- oder Lehrerinnenniveau eingefroren. Aber die Frauen waren eben auch, zumindest vor der Ehe, berufstätig, zunehmend selbstbewusst und registrierten durchaus die Doppelmoral. Hatten nicht ihre Mütter die Kriegsjahre auch ohne Männer bewältigt? Standen sie nicht den Herren der Schöpfung insgeheim recht kritisch gegenüber, wie beispielsweise auch die Mutter Antonias? Wozu also noch das Deckmäntelchen der fügsamen Weiblichkeit? Andererseits sind die Umbrüche von 1968 und den Jahren danach noch recht weit entfernt, und wie lange sie brauchen und welche Rückschläge immer wieder erfolgen, das spüren wir auch heute noch. Antonia und Edgar werden ein Paar, verloben sich, die Familien nehmen den jeweils anderen in ihrer Mitte auf. Toni ist spontan, leidenschaftlich und im Job auf Erfolgskurs. Edgar wiederum steckt beruflich in einer Sackgasse. Als ihm ein Posten in Hongkong angeboten wird, sagt er nach Rücksprache mit Antonia zu. Nach kurzer Eingewöhnungsphase soll sie bald nachkommen. Die Monate vergehen, dann kommt endlich ein Telegramm: Wohnung und Job kündigen, Flugschein folgt. Doch dann: Nichts! Vergeblich wartet Toni, die zunächst bei Freunden, dann bei den Eltern untergekrochen ist, auf Nachricht. Schließlich dann das Niederschmetternde: Edgar möchte lieber doch nicht. Was diese Zurückweisung für die junge Frau damals bedeutet haben mag, lässt sich nur vermuten und auch die Ich-Erzählerin versucht sich tastend daran, das nachzuempfinden. Vor allem, weil die Liebe zu Edgar nie versiegt zu sein schien. Eine Liebe, aber nur in Gedanken. Zwei folgende Ehen hatten keinen Bestand, vielleicht wollte sich Antonia kein weiteres Mal zu fest binden. Die Tochter, altersmäßig vermutlich in den Vierzigern wie die Autorin, hat ihren leiblichen Vater nie groß vermisst, die Trennung ihrer Mutter vom zweiten Mann, der ihr wie ein Vater war, schmerzte mehr. Nun steht sie vor den Zeugnissen des Lebens ihrer Mutter und sinnt darüber nach. Besonders die große Leerstelle, warum die Liebe von Edgar und Antonia letztendlich so unspektakulär scheiterte, bewegt sie. Sie beschließt, Edgar zu kontaktieren. Sie selbst ist nicht nur in ihrer Trauerarbeit gefangen, sondern befindet sich auch in einer anderen Umbruchsphase ihres Lebens: die 18jährige Tochter Hanna hat das Abitur hinter sich und begibt sich auf Interrailtour, danach Studium, irgendwo. Zeit der Abnabelung. "Niemand hatte mich gewarnt, wie schnell ein Kind zu einer Erwachsenen werden würde. Niemand hatte mir gesagt, dass diese Jahre im Rückblick wie eine erstaunlich überschaubare, verwirrend kurze Episode erscheinen würde." Zeit, das eigene Leben zu überdenken. Zwischenbilanz. Zeit aber auch, sich vor dem kommenden Alter zu fürchten, vor dem Alleinsein. Ihre Mutter tröstete sie einst: "Du musst dir keine Sorgen machen", hatte sie zu mir gesagt, mit ihrer jungen, zuversichtlichen Stimme. "Du wirst den Reichtum deiner Gedanken haben." War es ein gelungenes Leben? Trotz der Liebe, nur in Gedanken, trotz der Zurückweisung, des Scheiterns? Es scheint so, auch wenn es seinen Preis gekostet haben mag. "Was für ein Leben hatte Ihre Mutter?" fragt Edgar bei ihrem Treffen. "Ich überlegt, wie ich das Leben meiner Mutter zusammenfassen konnte. Ich hatte versucht, mir vorzustellen, wer sie als junge frau gewesen war, wer sie geworden war, doch es konnte ja immer nur ein Ausschnitt bleiben, Geschichten, von mir erdacht. Wie nah ich der Frau von damals und der Frau, die sie geworden war, hatte kommen können, das würde ich nie wissen. (¿) "Ich kann Ihnen nur sagen, dass sie sich nicht vor Intensität gefürchtet hat. Aber das wissen Sie ja wahrscheinlich selbst." Eine Frau, die auch einen hohen Preis für ihr unabhängiges Leben zahlen musste, begleitet das Buch auf besondere Weise. Es ist die finnische Malerin Helene Schjerfbeck. Die Ich-Erzählerin betreut während der Trauerzeit als Architektin eine Ausstellung der 1862 geborenen Künstlerin. Durch einen Unfall in der Kindheit gehbehindert, tritt deren künstlerisches Talent früh zutage. Begabt und entschlossen reist sie in jungen Jahren viel, erleidet aber auch viel persönliches Leid, ist viel krank und lebt viele Jahre allein mit ihrer pflegebedürftigen Mutter. Hochbetagt stirbt sie kurz nach dem Krieg. Die unabhängige, letztlich aber einsame Frau dient als Spiegel für das Leben der Mutter, ihre Zurückgezogenheit im Alter. Am Ende des Buchs nimmt uns die Erzählerin mit auf einen Rundgang durch die Ausstellung, die auch sehr durch Selbstbildnisse der Malerin geprägt ist. Immer wieder schweift sie zwischen den Bildern und den Gedanken an die verstorbene Mutter. Dieser Abschnitt ist mit das Schönste, das ich seit längerem gelesen habe. "Eine Liebe in Gedanken" ist ein Buch, dessen Passagen ich immer wieder lesen möchte. So einfühlsam, pathos- und kitschfrei, so behutsam, klug und fast schwebend, so atmosphärisch dicht schreibt Kristine Bilkau über Frauenleben, Liebe, Nähe, Enttäuschung, Trauer, Abschied. Über das Verschwinden von Menschen, sei es nach Hongkong, in den Tod oder auch nur das Erwachsensein, und das Fortbestehen der Liebe. "Meine Mutter sitzt vor mir auf der Küchenbank, sie bestreicht sich ein Stück Baguette mit zerschmolzenem Camembert, sie sitzt, wie immer, wenn sie uns besuchte, auf dieser alten Holzbank, die Florian und ich, als Studenten, vor über zwanzig Jahren auf einer Reise durch Polen gekauft hatten, sie nippt an ihrem Darjeeling und will alles über ihren eigenen Tod wissen."
Bewertungsstern, voll Bewertungsstern, voll Bewertungsstern, voll Bewertungsstern, voll Bewertungsstern, voll - von Pedi - 08.05.2018 zu Kristine Bilkau „Eine Liebe, in Gedanken“
Ein Buch, das mich sehr begeistert hat: Eine Liebe in Gedanken von @kristinebilkau. Ich weiß gar nicht, welchen Strang ich am schönsten fand. Die Liebesgeschichte von Mutter Antonia zu Edgar in den Sechziger Jahren, die auf so leise wie ungreifbare Weise scheitert? Oder die Spurensuche der Ich-Erzählerin nach dem Tod der Mutter, in Briefen, Fotos, Lebenszeugnissen? Oder auch der Abschied von der eigenen Tochter, die nun nach dem Abitur eigene Wege gehen wird - Kindheit, solch eine schnell vergehende Episode. Vielleicht aber doch die Bilder der finnischen Malerin Helene Schjerfbeck, deren Ausstellung die Erzählerin vorbereitet und in deren unabhängigem, aber auch tragischem Leben sich das Leben der Mutter immer wieder spiegelt. Alles zusammen ergibt einen so einfühlsamen wie kitschfreien, so behutsamen wie klugen Roman. Unbedingte Leseempfehlung!
Bewertungsstern, voll Bewertungsstern, voll Bewertungsstern, voll Bewertungsstern, voll Bewertungsstern, voll Wenn eine große Liebe scheitert - von milkysilvermoon - 07.05.2018 zu Kristine Bilkau „Eine Liebe, in Gedanken“
Hamburg im Jahr 1964: Antonia Weber, kurz Toni, und Edgar Janssen sind scheinbar ein tolles Paar. Mit Mitte 20 teilt die junge Frau mit ihm den Traum von einer Zukunft fernab der Heimat. Als Edgar nach Hongkong geht, um für eine Außenhandelsfirma dort ein Büro aufzubauen, haben sie gemeinsame Pläne. Sie soll ihm folgen, sobald er Fuß gefasst hat. Doch ein Jahr lang wird sie immer nur vertröstet. Sie beschließt, ohne ihn weiterzuleben. Der Trennungsschmerz lässt beide jedoch auch im Laufe der Zeit nicht los. Fünfzig Jahre später, kurze Zeit nach dem Tod von Toni, will ihre Tochter Edgar ein einziges Mal treffen. Wer war der Mensch, den ihre Mutter nie vergessen konnte? Was genau ist damals passiert? "Eine Liebe, in Gedanken" ist ein bewegender Roman von Kristine Bilkau. Meine Meinung: Der Roman besteht aus vielen, eher kurzen Kapitel. Erzählt wird einerseits aus der Ich-Perspektive aus der Sicht von Tonis Tochter und andererseits aus der Sicht von Toni selbst. Die Geschichte spielt teilweise in der Gegenwart und teilweise in den 1960er-Jahren. Diesen Aufbau finde ich gelungen. Besonders begeistern konnte mich die Sprache. Sie ist intensiv und gefühlvoll. Der Schreibstil schaffte durch die wundervollen Beschreibungen eine lebendige Atmosphäre. So konnte mich die Geschichte schnell in ihren Bann ziehen. Edgar, Toni und ihre Tochter sind die drei Hauptfiguren, auf die sich der Roman konzentriert. Die Charaktere wirken authentisch und werden liebevoll gezeichnet. Ich konnte vor allem die Gedanken und Gefühle der beiden Frauen sehr gut nachvollziehen. Inhaltlich ist die Geschichte sehr emotional und berührend. Positiv fällt dabei auf, dass sie ohne Kitsch und Klischees auskommt. Gut gefallen hat mir außerdem, wie tiefgründig der Roman ist. Es geht um mehr als nur Liebe. Es geht um Hoffnungen, Träume, Lügen und Zeiten des Umbruchs. Mich konnte die Geschichte sehr zum Nachdenken anregen. Das Cover des Buches gefällt mir sehr gut. Es passt gut zum Inhalt. Auch der Titel ist treffend formuliert. Er könnte aber zu der falschen Annahme verleiten, es handele sich um einen ganz gewöhnlichen Liebesroman, was das Buch definitiv nicht ist. Mein Fazit: "Eine Liebe, in Gedanken" von Kristine Bilkau ist ein gelungener Roman, der mich sehr berühren konnte. Ich kann ihn wärmstens empfehlen.
Bewertungsstern, voll Bewertungsstern, voll Bewertungsstern, voll Bewertungsstern, voll Bewertungsstern, voll Eine wunderschöne Liebesgeschichte in leiser Tonart - von Anonym - 27.03.2018 zu Kristine Bilkau „Eine Liebe, in Gedanken“
Im Hamburg der 60er Jahre verliebt sich Antonia in Edgar. Sie - das Leben genießend, beruflichen Erfolg und Selbständigkeit anstrebend, etwas naiv; Er - etwas steif, vorsichtig, zahllose romantische Briefe schreibend. Antonias Traum von einem gemeinsamen Leben erfüllt sich nicht. Sein Versprechen, sie zu sich nach Hongkong zu holen, wo er für seine Firma ein Außenhandelsbüro aufbaut, hält Edgar nie, obwohl Antonia zu Hause für ihn schon Wohnung, Arbeit und Familie aufgebeben hat und auf gepackten Koffern sitzt. 50 Jahr später, in der Zeit der Trauer um ihre gerade verstorbene Mutter, geht Antonias Tochter der Frage nach, warum es für Antonia und Edgar keine gemeinsame Zukunft gab. Dies ist eine wunderschöne Liebesgeschichte der leisen, nachdenklichen Tonart, die, wie von Anbeginn aufgrund des Klappentextes bekannt, kein Happy End hat. Auf die Frage nach dem Grund hierfür wird sich jeder Leser letztlich eine eigene Meinung bilden müssen. Sehr interessant ist es zu lesen, welche Rolle einer jungen Frau in den 60er Jahren in Deutschland zugedacht war und wie sehr Antonia von eben diesem Erwartungsbild abwich. Als junge Frau in einer eigenen Wohnung zu leben, einem Beruf nachzugehen und Karriere zu machen, mit einem Mann das Leben zu genießen, ja sich sogar die Pille verschreiben lassen zu wollen, wurde von der Gesellschaft wie auch von der eigenen Familie argwöhnisch beäugt. Wie schön ist es doch dagegen, ein halbes Jahrhundert später als Frau ganz selbstverständlich selbstbewusst und eigenbestimmt leben zu können. Wir haben es aber nicht nur mit einer Liebesgeschichte zu tun. Zusätzlich wird das Mutter-Tochter-Verhältnis beleuchtet. Das geschieht sehr berührend, indem die namenlos bleibende Erzählerin = Antonias Tochter noch in der Phase der Trauer Zwiegespräche mit der toten Mutter führt. Beide Stränge werden abwechselnd fortgeführt. Ein Roman, den zu lesen ich ans Herz lege.
Bewertungsstern, voll Bewertungsstern, voll Bewertungsstern, voll Bewertungsstern, voll Was wirklich bleibt - von jenvo82 - 27.03.2018 zu Kristine Bilkau „Eine Liebe, in Gedanken“
"Natürlich können wir Zukunftspläne schmieden, aber wir dürfen uns nicht in Tagträumen verlieren. Wir müssen fest in der Gegenwart stehen, denn die Gegenwart ist das Rohmaterial für die Zukunft." Inhalt Edgar und Antonia waren Mitte der 60-iger Jahre ein schönes Paar, sie wollten heiraten und sich eine gemeinsame Zukunft aufbauen. Er bekommt die Chance als Kaufmann nach Hongkong zu gehen und sich dort zu profilieren, sie möchte ihm gerne folgen, sobald klar sein wird, wie genau das Leben in Fernost aussehen wird. Sehnsüchtig wartet sie nicht nur auf die hunderten Briefe, die sich im Laufe der Zeit ansammeln, sondern auch auf ein Flugticket zum Geliebten. Doch für Edgar wird klar, dass er sich ein Leben mit Antonia in Hongkong nicht mehr vorstellen kann und so lässt er die Beziehung auslaufen. Ohne böse Worte, ohne große Abschiedsszene. Die junge Frau muss sich neu finden und einen anderen Lebensweg einschlagen, fernab vom Mann ihrer Träume, fernab von einer schillernden Zukunft mit zahlreichen Perspektiven. Doch sie lässt sich nicht entmutigen und beginnt, im Rahmen ihrer Möglichkeiten, dass beste aus der Situation zu machen - sie findet eine neue Liebe, bekommt eine Tochter und denkt nur noch manchmal an das, was sie verloren hat. Jahre später, nachdem Antonia gerade verstorben ist, beginnt ihre Tochter, sich auf die Suche nach der großen Liebe ihrer Mutter zu machen und versucht zu verstehen, warum Edgar Janssen bis zum Schluss ein wichtiger Pfeiler im Leben von Antonia war ¿ Meinung Die Hamburger Autorin Kristine Bilkau, die bereits mit ihrem Debütroman "Die Glücklichen" sehr erfolgreich geworden ist, greift hier auf eine äußerst nachvollziehbare, zu Herzen gehende Geschichte zurück. Sie erzählt von Dingen, die greifbar, akzeptabel und sehr nachvollziehbar sind. Sie wendet sich mit einem sanften, vorurteilsfreien Blick der Vergangenheit zu und beschreibt nichts anderes als den unberechenbaren Lauf des Lebens, mit Höhen, Tiefen und verpassten Chancen. Aber auch mit Hoffnungen, Wünschen und dem Glauben an das Gute. Dieser ehrliche, ungeschönte Blick auf die Ereignisse eines vergangenen Menschenlebens macht den Charme dieses Romans aus, zeigt Menschlichkeit und Empathie, ohne ins Pessimistische zu verfallen. Fast so, als würde man selbst erkennen, dass nicht immer alles so enden muss, wie man es erträumt hat, aber doch nicht schlecht ist und es sich lohnt, nach Fehlschlägen wieder aufzustehen und weiterzumachen, selbst wenn der Verlust größer ist, als man sich zunächst eingestehen möchte. Die Ich-Erzählerin des Romans schildert aus der Gegenwart heraus die Erlebnisse ihrer Mutter, sie betreibt in gewisser Weise auch Vergangenheitsbewältigung, denn ihr eigenes Leben war von der Gestalt Edgar Janssen nicht unwesentlich geprägt, da ihre Mutter, eine offene, freiheitsliebende, ehrliche Person war und ihr Kind in ihre Lebensentscheidungen mit einbezogen hat. Durch diese übergeordnete, aus zweiter Hand bekommene Einsicht, blieben mir leider die beiden Hauptprotagonisten des Buches etwas fremd. Weniger ihre sichtbaren Eigenschaften, als vielmehr ihre Innerlichkeit. Über weite Teile des Buches, blieb mir die Handlung zu oberflächlich, die Gefühle von Antonia und Edgar leicht getrübt, was sicherlich daran lag, dass sie nicht selbst erzählen, sondern das die Tochter versucht, die Gedankengänge zusammenzuführen. In diesem Schachzug der Autorin liegt damit mein Hauptkritikpunkt: Ich hätte mir mehr Tiefgang, mehr Emotionen gewünscht, oder anders ausgedrückt, es hätte mir besser gefallen, wenn Antonia selbst die Erzählerin gewesen wäre. Andererseits empfinde ich den Roman als eine äußerst gelungene Auseinandersetzung der Tochter mit dem Leben der Mutter - auch das ein interessanter Ansatzpunkt des Textes, der vor allem im letzten Drittel des Buches die Oberhand gewinnt und mich mit der Geschichte wieder aussöhnt. Erst hier kommen für mich all jene Gefühle zum Ausdruck, die ich mir bereits eher gewünscht hätte. Auch wenn es dann nicht mehr um die Liebe zwischen Mann und Frau, sondern zwischen Mutter und Tochter geht. Insgesamt ein wunderbarer Handlungsbogen, genau richtig, um zu reflektieren und Parallelen zu ziehen. Dazu ein sehr sanfter, leiser Erzählton, verfasst in eingängiger Sprache, einladend und zum Verweilen gedacht. Fazit Ich vergebe 4 Lesesterne für diesen Roman, der mit leichter Hand unterhält, eine schöne, wenn auch melancholische Geschichte offenbart, zahlreiche Überlegungen aufgreift, über die es sich nachzudenken lohnt und Menschen zeigt, die nicht perfekt sind, es auch nicht sein wollten und die trotzdem Spuren hinterlassen haben. Dieses Buch schildert das, was wirklich bleibt, von Handlungen, Erinnerungen, Wünschen und Träumen. Zeigt warum Liebe den Menschen nachhaltig prägt und warum man ein Leben im Schatten einer Möglichkeit lebt, ohne mit dem Alltag zu hadern. Dieser Punkt und seine vielschichtigen Ausführungen haben mich mit einer doch sehr distanzierten Liebesbeziehung versöhnt, deshalb kann ich diesen Roman durchaus weiterempfehlen.
Bewertungsstern, voll Bewertungsstern, voll Bewertungsstern, voll Bewertungsstern, voll Bewertungsstern, voll Zeit des Aufbruchs - von Anonym - 19.03.2018 zu Kristine Bilkau „Eine Liebe, in Gedanken“
Antonia wurde in den letzten Kriegsjahren geboren. Sie litt unter der Härte, der Gefühllosigkeit und der Negativhaltung ihrer Mutter, die ihre Kinder alleine erzog. Mit ihrem ersten Job zog von zu Hause aus. 1964 begegnete sie Edgar, ein junger, ernsthafter Mann, der es wert war, sich mit ihm zu treffen. Sie verliebten sich ineinander, verbrachten viel Zeit miteinander. Während Toni in ihrem Job sehr zufrieden war und ihre Chancen zum Weiterkommen wahrnahm, wurde Edgar immer unzufriedener. Als sein Chef ihm die Stelle zum Aufbau einer Dependance in Hongkong anbot, sah Toni darin eine Chance für ihn, aber auch für sich selbst. Sie wollte dem deutschen Filz entkommen, einen Neuanfang wagen. Sie war immer die mutigere gewesen. Doch nun, als Edgar schon längere Zeit in Asien war und sie immer noch in Deutschland, verließ sie langsam der Mut. Dann kam das erlösende Telegramm, er bat sie zu kommen, alles hinter sich zu lassen, ihre Arbeit, ihre Wohnung zu kündigen, das Flugticket kommt bald. Sie wartete und wartete, ein Jahr lang lebte sie bei seiner und ihrer Familie, dann brach sie die Verlobung. Das Warten hatte für sie ein Ende. Nun ist Antonia gestorben und ihre Tochter findet die Briefe von damals. Sie kannte die Geschichte der unerfüllten Liebe und möchte diesen Mann kennenlernen und verstehen, wie es zur Trennung kam. Ein sehr berührender Roman, teils aus der Sicht der Tochter, teils in die Vergangenheit wechselnd, Gedankenfetzen und größere Abschnitte werden aus dem Leben erzählt, Hoffnungen und Ängste aus dem Leben der Kriegs- und Nachkriegsgeneration, aus einer Zeit des Aufbruchs und der Veränderungen. Durch den ungewohnten Schreibstil muss man sich erst hineinfinden, dann kann man das Buch nicht mehr aus der Hand legen.
Zur Rangliste der Rezensenten
Unsere Leistungen auf einen Klick
Unser Service für Sie
Zahlungsmethoden
Bequem, einfach und sicher mit eBook.de. mehr Infos akzeptierte Zahlungsarten: Überweisung, offene Rechnung,
Visa, Master Card, American Express, Paypal mehr Infos
Geprüfte Qualität
  • Schnelle Downloads
  • Datenschutz
  • Sichere Zahlung
  • SSL-Verschlüsselung
Servicehotline
+49 (0)40 4223 6096
Mo. - Fr. 8.00 - 20.00 Uhr
Sa. 10.00 - 18.00 Uhr
Chat
Ihre E-Mail-Adresse eintragen und kostenlos informiert werden:
* Alle Preise verstehen sich inkl. der gesetzlichen MwSt. Informationen über den Versand und anfallende Versandkosten finden Sie hier.
Bei als portofrei markierten Produkten bezieht sich dies nur auf den Versand innerhalb Deutschlands.

** Deutschsprachige eBooks und Bücher dürfen aufgrund der in Deutschland geltenden Buchpreisbindung und/oder Vorgaben von Verlagen nicht rabattiert werden. Soweit von uns deutschsprachige eBooks und Bücher günstiger angezeigt werden, wurde bei diesen kürzlich von den Verlagen der Preis gesenkt oder die Buchpreisbindung wurde für diese Titel inzwischen aufgehoben. Angaben zu Preisnachlässen beziehen sich auf den dargestellten Vergleichspreis.
eBook.de - Meine Bücher immer dabei
eBook.de ist eine Marke der Hugendubel Digital GmbH & Co. KG
Folgen Sie uns unter: