Theodor Storms Erzählungen zeigen ein humanistisch geprägtes Menschenbild. Allerdings wirken in die zwischenmenschlichen Konflikte dämonische Einflu sse mit hinein, so dass eine Spannung vom Rationalem und Irrationalem entsteht. Das fu hrt bei Storm zuweilen auch zu einer Desillusionierung der gesellschaftlichen Zustände, wie etwa in der Novelle "De Schimmelreiter", in der ein fortschrittlicher Deichgraf an dem Widerstand ru ckwärtsgewandten Mitbu rger scheitert. In Storms Erzählungen wird ein solches Aufeinanderprallen der Gegensätze zu einem versäumten und zersto rten Glu ck.