Die grüne Gentechnik birgt Umwelt- und Gesundheitsrisiken, die eine Regulierung erfordern. Auf internationaler Ebene haben zahlreiche Organisationen Regelungen und Standards für den Umgang mit den Risiken gentechnisch veränderter Organismen erstellt. Aber sind sie kohärent oder erzeugen sie Inkonsistenzen? Die Autorin systematisiert und analysiert das umfangreiche empirische Primärmaterial. Sie untersucht, welche Folgen die widerstreitenden Regulierungsansätze für die Ausgestaltung der Risikosteuerung haben und ob die sog. neuen Techniken miterfasst sind.
Die grüne Gentechnik birgt Chancen und Risiken, die eine Regulierung auf Basis naturwissenschaftlicher Erkenntnisse und der Wertmaßstäbe einer Rechtsordnung erfordern. Die Kontroversen, die die Regulierung bereits in den 1990er Jahren bestimmten, zeigen sich teilweise auch wieder bei den sogenannten neuen Techniken. Auf internationaler Ebene wird die Herausforderung an die Regulierung dadurch erhöht, dass Organisationen mit unterschiedlichsten Mandaten Regelungen und Standards für den Umgang mit gentechnisch veränderte Organismen (GVO) erstellt haben, die auf verschiedenen Regulierungsansätzen basieren. Anja Gerdung systematisiert und analysiert das umfangreiche empirische Primärmaterial der Organisationen auf inhaltliche und verfahrensmäßige Vorgaben für Risikoermittlung, -management und -kommunikation für GVO. Dabei prüft sie, welche Folgen die widerstreitenden Regulierungsansätze für die Elemente der Risikoregulierung haben und ob die Dokumente die neuen Techniken miterfassen.