Mit "Sommergold" lese ich das 3. Mal von der Autorin Christina Wermescher, nur diesmal rein im Genre der Liebesromane / New Adult. Aus dem traumhaften San Diego begibt man sich in das landschaftliche schöne Alaska und tauchen kann man überall.
Es geht direkt in die Geschichte hinein und zu Hazel, die zusammen mit Mike als Tauchguides arbeitet. Das Tauchen hat sie von ihrem Vater erlernt und gehört zu ihren größten Leidenschaften. Unerwartet verstirbt ihr Vater und sie muss sich nach Alaska begeben, um alles weitere zu Regeln. Charlie hinterlässt ihr sein Hab und Gut und sogar einen ganzen Claim, um nach Gold zu schürfen. Dabei trifft sie auf Owen, der mit ihrem Vater befreundet war, direkter Nachbar, in beim Gold suchen unterstützt hat und nun Hazel zur Seite steht. Hazel gewöhnt sich sehr schnell an seine liebevolle, fürsorgende und aufmunternde Seite. Überhaupt sind die meisten Bewohner des kleinen Örtchens sehr zuvorkommend und hilfsbereit, doch Neider und vermeintliche Gegner gibt es überall. Hazel wollte eigentlich nur kurz die Beerdigung ihres Vaters regeln und trifft dabei auf soviel mehr. Nome fühlt sich sehr schnell wie ein zu Hause an, sie fühlt sich nach den ersten Schwierigkeiten angekommen, wohl und fühlt sich dort ihrem Vater wieder viel näher. Auch Owen lässt sie nicht kalt, doch was ist mit ihrer Mutter in San Diego und das was sie sich mit Mike aufgebaut hat? An Hazel nagen die Zweifel und eine endgültige Entscheidung zu treffen, ist nicht einfach.
Die Beschreibungen über Landschaft und Leute in Alaska sind sehr transparent und am liebsten möchte man auch etwas Gold mit schürfen. Das Land ist rau, leidenschaftlich und doch auch so einnehmend herzlich. Die Handlung ruht sich nicht lange auf Nebensächlichkeiten aus und schreitet schnell voran. Auch wenn der Romanaufbau und die Gefühlsebene ganz langsam und lautlos voranschreitet. Manchmal etwas zu ruhig für mich, aber dennoch wunderschön gefühlvoll dargestellt. Die Probleme, die sich nebenbei in den Weg stellen, werden thematisiert, aber auch schnell gelöst. Manchmal erschien es mir hier zu harmoniebedürftig.
Den Schreibstil habe ich als sehr angenehm empfunden, alle Beschreibungen und Handlungen hatte man direkt vor Augen. Die aktiven Charaktere der Story wurden gut verkörpert und es wird sich auf das nötigste konzentriert. Die Kapitellängen haben eine gleichbleibende kurze Leselänge. In der Erzähl-Perspektive wird alleinig aus der Sicht von Hazel durch die Geschichte geführt.
Das Buchcover ist einfach nur wunderschön. Es trifft Wasser also das Meer auf Gold und der Lieblingssport, das Tauchen, findet sich auf dem Cover, wie auch im inneren des Buches wieder.
Mein Fazit: Ein gefühlvoller Roman, der sich ganz leise in dein Herz schleicht. Neben einer wunderschönen Landschaft und tollen neuen Leidenschaften bekommt man direkt Lust es selbst auszuprobieren.