Tamsin Ley Keplers Wölfin
Der Wolfsgestaltwandler Detective Kepler Stone wird zu einem Tatort gerufen. Er ermittelt bereits seit einiger Zeit schon im Fall von infizierten Gestaltwandlern die grundlos angreifen und töten. Als er am Tatort nicht nur einen toten Infizierten findet, sondern auch eine junge Frau die verletzt und verängstigt sich versteckt hält, weiß sein Wolf sofort, dass er seine Gefährtin vor sich hat.
Ashlyn weiß nicht wie ihr geschah, nur dass sie in der Seitengasse angegriffen wurde und sie nun nicht mehr allein in ihrem Körper ist. Die tierischen Instinkte verwirren sie, und noch mehr der Mann der vor ihr steht und ihr verspricht alles zu erklären und sie zu beschützen.
Leichter gesagt als getan, denn die Alphawölfin die sich mit Ashlyn verbunden hat, will nicht nur Informationen und jagen, sondern auch Kepler.
Gemeinsam versuchen sie hinter das Geheimnis der Infizierten zu kommen und stossen dabei auf eine noch größere Bedrohung, als eine Hexe es je sein könnte.
Ich habe vor kurzem das erste Buch der "Alphas in Alaska"-Reihe von Tamsin Ley gelesen. Bereits "Adrians Gefährtin" hat mir gut gefallen, weshalb ich neugierig auf den nächsten, in sich abgeschlossenen Kurzroman war.
Mit "Keplers Wölfin" geht es in die nächste Runde der heißen, sexy Gestaltwandler der Autorin. Kepler haben wir bereits kurz im letzten Band kennenlernen können. Er ist nach Kenai gezogen, um dort den infzierten Gestaltwandlern auf den Grund zu gehen und der Bruder von Adrian.
Die ca 190 Seiten lange Story kann eigenständig gelesen werden und ist in sich abgeschlossen. Zum vollen Lesevergnügen empfehle ich aber, den Vorgänger zu kennen.
Die Autorin hat einen leichten, modernen Erzählstil. Man ist direkt in der Geschichte drin, es wird spannend, es knistert, es gibt heiße Szenen und vor allem wollte ich gar nicht aufhören zu lesen. In wenigen Stunden hatte ich das Buch durch und wäre gerne noch etwas länger in der Welt der Gestaltwandler geblieben.
Dabei bietet uns die Autorin trotz der Kürze der Geschichte lebendige, gut ausgearbeitete Charaktere und schön dargestellte Schauplätze.
Ich mochte Kepler gern, der Alphawolf in ihm bringt ihn manchmal am Rand seiner Beherrschung, aber ich fand es amüsant und interessant, Kepler bei seinen Versuchen den Wolf in ihm zu beschwichtigen, denn der will sich unbedingt mit Ashlyn vereinen.
Ashyln war bis vor wenigen Stunden noch eine ganz normale Menschenfrau, Bäckerin und bei einer Junggesellinnenparty etwas schüchtern. Das sie nun plötzlich mit einer willenstarken Alphawölfin verbunden ist, wirft sie erst mal aus der Band. Allerdings übernimmt auch gleich der tierische Anteil in ihr, und so wird der Nachbarshund einer klitzekleinen Gefahrensituation ausgesetzt und der eigene Hauskater auf die Probe gestellt.
Es fehlt nicht an Spannung und Magie, aber es gab auch viele Herzensmomente, Humor und eine gute Portion Crime, genau was ich von einer Gestaltwandler-Story erwarte. Mir gefällt die kurzweilige Story, mir gefällt die Grundidee und ich habe mich gut unterhalten gefühlt. Ich bin auf jeden Fall neugierig auf weitere Bücher der Autorin geworden.
Von mir gibt es eine Leseempfehlung.
Das Cover ist genretypisch, mir gefällt es gut und es ist ein schöner Eyecatcher.
Fazit: erotische Gestaltwandler-Story mit einer guten Portion Humor und Crime. 4,5 Sterne.